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ASP: 279 Neuinfektionen in Polen von November bis Januar

Tierseuche macht „Sprung“ nach Westen

Zwischen Ende November 2017 und Anfang Januar 2018 hat es einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zufolge allein in Polen 279 gemeldete Neuinfektionen mit der Afrikanischen Schweinepest gegeben. Experten schätzten die Lage als dramatisch ein, so die MAZ, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) habe von einer ernsten Situation für Deutschland gesprochen.

Am 17.11.2017 meldete Polen aus der Provinz Masowien einen Sprung der ASP von etwa 100 Kilometer in westliche Richtung, wie das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelheit (LAVES) mitteilt: Bisher sind dort 170 ASP positive Wildschweine gefunden worden. Das neue Ausbruchsgeschehen habe sich offensichtlich bereits flächenhaft ausgebreitet und erstrecke sich auf mindestens drei Landkreise (Legionowski, Piaseczynski, Warschau West, Nowodworski und Otwocki) sowie die Stadt Warschau.

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Risikobewertung geändert: FLI sieht hohes Risiko für Einschleppung der ASP nach Deutschland

Update: BMEL bestätigt: Bereits 29 infizierte Wildschweine in Tschechien – FLI: Hygienemaßnahmen bei der Jagd kommt besondere Bedeutung zu

Ende Juni meldete die Tschechische Republik erste Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen im Osten des Landes (JAWINA berichtet). Hierdurch ändert sich die Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) für den Eintrag der ASP durch direkten Kontakt zwischen Wildschweinen von gering auf mäßig. Außerdem nahmen in den letzten Wochen die Ausbrüche bei Hausschweinen in Polen zu. Daher bewertet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland insgesamt als hoch und ruft zur erhöhten Wachsamkeit auf. Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf Nachfrage von JAWINA bestätigt, sind in Tschechien bereits 29 mit ASP infizierte Wildschweine nachgewiesen worden.

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Afrikanische Schweinepest: Workshop zur ASP gibt Empfehlungen für Jäger

Verendete Wildschweine ab sofort untersuchen lassen – Jagdruhe im Fall eins Ausbruchs – Nur mäßiges Risiko durch Jagdtourismus

Am 13. März fand in Berlin ein vom Friedrich-Löffler-Institut initiierter Workshop statt, auf dem Experten erörterten, wie hoch das Risiko ist, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) nach Deutschland eingeschleppt wird – und welche Strategien im Fall eines Ausbruchs die Verbreitung der Seuche aufhalten könnten. „Alle Teilnehmer stimmten überein, dass im Ausbruchsfall in dem betroffenen Gebiet zunächst Jagdruhe herrschen sollte“, heißt es in den vom FLI veröffentlichten Ergebnissen des Fachgesprächs: „Eine Bejagung könnte Unruhe in die dort ansässigen Rotten bringen und unter Umständen zu ausgeprägten Wanderbewegungen führen, die das Risiko einer Verschleppung des Erregers erhöhen. Dies entspricht auch den Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Außerdem sollte Fallwild etwa sechs bis zehn Tage nach Feststellung des Ausbruchs gezielt gesucht und aus dem Revier verbracht werden.“

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