Schlagwort-Archive: Rheinland-Pfalz (RLP)

RLP: Obere Jagdbehörde erlaubt „kleine Kugel“ auf gestreifte Frischlinge

In Rheinland-Pfalz ist per Allgemeinverfügung eine Maßnahme verfügt worden, die sich in Brandenburg bereits als wirkungslos erwiesen hat: Ab sofort dürfen Jäger mit Geschossen ab einem Kaliber von „.22 Hornet“ auf gestreifte Frischlinge Jagd machen. Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) begrüßt ausdrücklich die Entscheidung. Zahlenmäßig stellen Frischlinge den größten Anteil einer Wildschweinpopulation dar. Aus diesem Grund hat die Jagd auf diese Altersklasse höchste Priorität“, erklärt LJV-Präsident Mahr. „Der LJV begrüßt daher die Entscheidung der oberen Jagdbehörde ausdrücklich – zumal sie einer Forderung aus unserem Positionspapier zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) folgt“; so Mahr. Frischlinge besitzen bis zum vierten Lebensmonat gelb-weiße Längstreifen auf ihrer Schwarte, wie Jäger das Fell der Wildschweine nennen.

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RLP: Jäger erhalten 50 Euro für Fallwildbeprobung

Umweltministerin Ulrike Höfken hat zum gestrigen ASP-Gipfel  unter anderem Vertreter der Landwirtschaft, Jagd, Tierärzte sowie der Städte und Gemeinden im Land zum Austausch über die aktuelle Situation der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Mainz geladen. „Auch wenn die Tierseuche in Deutschland bisher glücklicherweise weder bei Haus- noch Wildschweinen aufgetreten ist und wir uns mit einer Vielzahl an Maßnahmen gegen eine Einschleppung rüsten, müssen wir uns gemeinsam auf den Ernstfall vorbereiten“, sagte Höfken. Das zentrale Instrument der ASP-Bekämpfung – insbesondere beim Wildschwein – sei die Früherkennung, denn ein Impfstoff existiere bisher nicht. Wenn die Seuche zeitnah erkannt werde, bestehe noch die geringe Chance, sie zu tilgen. „Daher unterstützen wir die Jägerschaft ab sofort mit einer Prämie: Für die Beprobung von Fallwild erhalten Jägerinnen und Jäger jeweils 50 Euro. Außerdem übernimmt das Ministerium das Porto zum Versand der Probe“, so die Ministerin weiter. Wie das Umweltministerium auf Anfrage von JAWINA bestätigte, handelt es sich also ausdrücklich nicht um eine Abschussprämie – entsprechende Falschmeldungen kursieren in Netz – gefördert wird nur die Beprobung verendet aufgefundenen Schwarzwilds.

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RLP: Wegen ASP – Jagd mit künstlichen Lichtquellen auf Schwarzwild

Die Obere Jagdbehörde Rheinland-Pfalz hat per Allgemeinverfügung eine Ausnahme von dem Verbot, mit künstlichen Lichtquellen zu jagen, zugelassen. Der entsprechende Erlass wurde gestern im Staatsanzeiger veröffentlicht. Die Ausnahmeregelung gilt bis auf Widerruf.

Bei der Verwendung von künstlichen Lichtquellen sind folgende Waffen und Gegenstände weiterhin verboten: Spezielle Vorrichtungen, die für Schusswaffen bestimmt sind, die das Ziel beleuchten (z. B.: Zielscheinwerfer) oder markieren (z. B.: Laser oder Zielpunktprojektoren) sowie Nachtsichtgeräte und Nachtzielgeräte mit Montagevorrichtungen für Schusswaffen, Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze für Zielhilfsmittel (z. B.: Zielfernrohre), sofern die Gegenstände einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen.

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Jäger brutal verprügelt – wer kennt diese Typen?

Am Samstag, 15.07.2017 ist  in der Waldgemarkung Morshausen (Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz) gegen 16.50 Uhr ein dort zuständiger Jagdhüter bei einer Revierfahrt sowie weitere Waldspaziergänger auf eine Gruppe von Männern mit Motocrossrädern ohne Kennzeichen gestoßen. Als durch die Zeugen die Weiterfahrt der Geländekradfahrer verhindert und von den bisher unbekannten Männern ein Lichtbild gefertigt werden sollte, wurde der Jagdhüter durch einen der Kradfahrer mit einem Faustschlag auf das Auge schwer verletzt und fiel zu Boden. Danach wurde durch den Täter ein Baumast vom Boden aufgehoben und versucht, auf den Jagdhüter einzuschlagen, was jedoch durch einen eingreifenden Zeugen verhindert werden konnte.

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