Schlagwort-Archive: Regulierung

Bauernverband: Wolf in der Kulturlandschaft – Koexistenz braucht Bestandsregulierung

Landnutzer und Naturschützer diskutieren Grenzen für Wolfsbestände in Deutschland

„Die Debatte über ein echtes und effektives Wolfsmanagement in Deutschland ist längst überfällig“, betonten Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), und Clemens Freiherr von Oer, Vorsitzender des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe (VJE e. V.), anlässlich der Fachtagung „Kulturlandschaft und Wolf – Koexistenz braucht Bestandsregulierung“ im Berliner Haus der Land- und Ernährungswirtschaft am 4. Oktober 2017. Eine Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung könne in der Kulturlandschaft in Deutschland nur funktionieren, wenn die Bestände des Wolfes reguliert und seiner unbeschränkten Ausbreitung in Deutschland Grenzen gesetzt werden. Anderenfalls sei die Weidehaltung von Schafen, Ziegen, Pferden und Rindern auf der Weide in Frage gestellt, betonten der Deutsche Bauernverband und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE). Nicht nur die Weidetierhalter, sondern immer mehr Menschen im ländlichen Raum akzeptieren nicht länger, dass der Naturschutz ihnen allein die Folgen der Ausbreitung des Wolfes auflastet. Da der Wolf in Europa nicht mehr gefährdet ist, ist eine Regulierung der Bestände nach dem EU-Naturschutzrecht auch möglich.

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DJV: „Politik muss Rechtsrahmen für Wolfsregulation schaffen“

Auf der Veranstaltung „Kulturlandschaft und Wolf – Koexistenz braucht Bestandsregulierung“ hat sich der DJV zum Wolf positioniert: Für eine von der Politik gewünschte Regulation brauche es einen klaren Rechtsrahmen.

Auf der heutigen Veranstaltung „Kulturlandschaft und Wolf – Koexistenz braucht Bestandsregulierung“ hat der Deutsche Jagdverband (DJV) Stellung bezogen zum Umgang mit dem Wolf in Deutschland: Mögliche Lösungsansätze der Politik müssen darauf fokussieren, dem Wolf beizubringen, sich von Mensch und Nutztieren fernzuhalten. Er hat keine angeborene Scheu. Dort, wo sich der Wolf etabliert hat, sinkt die Akzeptanz in der Landbevölkerung teils rapide. Ursachen sind Nutztierrisse und ungewollte Nahbegegnungen. Das Konfliktpotenzial wird laut DJV weiter steigen, da die Population mit über 30 Prozent pro Jahr wächst. Der Wolf ist bereits heute eine Herausforderung für Deichschutz, Grünlandwirtschaft und Landschaftspflege.

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Dammann-Tamke fordert „Erziehungsplan“ für Wölfe

+++ Erstmals seit 200 Jahren: Wolfsnachwuchs in Dänemark +++ Wolf im Hochschwarzwald gesichtet +++

Der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) und agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke hat bei einem Vortrag in Garlstedt einen „Erziehungsplan für Wölfe“ gefordert. Der Bestand sei groß genug, die Wolfspopulation gesichert. Es sei an der Zeit, Regelungen für ein friedliches Zusammenleben zu treffen. Der Wolf müsse lernen, sich vom Menschen, seinen Siedlungen und Nutztieren fernzuhalten. Dem Osterholzer Kreisblatt zufolge sagte Dammann-Tamke, die EU erwarte einen guten Erhaltungszustand der Population, sie verlange nicht, dass dem Wolf kein Haar gekrümmt werde. Den guten Erhaltungszustand sieht Dammann-Tamke bereits als gegeben an, damit dürfe der Wolf auch bejagt werden. Die Unterscheidung der Wolfspopulation in zwei räumlich getrennte Gruppen unterschiedlicher Herkunft – die sogenannte deutsch-westpolnische oder auch mitteleuropäische Flachlandpopulation und die nordosteuropäisch-baltische – die den geforderten günstigen Erhaltungszustand jeweils noch nicht erreicht hätten, wertete Damman-Tamke als „politischen Versuch, den Erhaltungszustand künstlich zu verschleiern.“

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Mecklenburg-Vorpommern: JV Parchim fordert klare Kante zum Thema Wolf vom LJV

Viele Jäger sind unzufrieden mit der offiziellen Position, die ihre Landesjagdverbände zum Thema Wolf vertreten. Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn man etwa Wortmeldungen auf Delegiertenversammlungen (und den ihnen zuteil werdenden Applaus), Gespräche in Jägerrunden oder die Kommentare in einschlägigen Jagdportalen registriert. Die Mitglieder des Jagdverbands (JV) Parchims erhöhen nun den Druck auf ihre Interessenvertreter: Sie haben auf ihrer Delegiertenversammlung am Sonnabend mit 76 von 77 Stimmen ein Positionspapier verabschiedet, in dem eine klare Haltung vom Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern (LJV) zum Thema Wolf eingefordert wird, wie die Parchimer Zeitung berichtet. Der JV Parchim vertritt 1124 Mitglieder aus 23 Hegeringen. In dem Positionspapier fordern die Parchimer den LJV auf, auf klare gesetzliche Regelungen im Umgang mit dem Wolf zu dringen. Wenn der Wolf reguliert werden solle, dann müsse dies durch die jeweiligen Revierinhaber und Jagdausübungsberechtigten erfolgen. Die Politik müsss sich an aktuellen Zahlen und Fakten orientieren.

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Niedersachsen: CDU fordert Regulierung der Wolfspopulation

Sieben-Punkte-Plan für nachhaltigen Umgang mit dem Wolf aufgestellt

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann fordert die rot-grüne Landesregierung auf, die Wolfspopulation in Niedersachsen auf Grundlage eines Sieben-Punkte-Plans zu regulieren. „Die Wolfspopulation in Niedersachsen umfasst derzeit gut 80 Wölfe. Experten zufolge wird sie mit einer Steigerungsrate von über 30 Prozent pro Jahr erheblich wachsen“, so Angermann. „Gleichzeitig werden vermehrt Weidetiere vor allem in Grünland- und Deichregionen gerissen und Wölfe häufiger auch in bewohnten Gebieten beobachtet – eine Regulierung der Wolfspopulation ist daher zwingend erforderlich.“

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CDU fordert „Regulierung“ des Wolfsbestands

Todesdrohungen gegen Wolfsgeschädigte

Die CDU-Landtagsfraktionen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern fordern eine Bejagung des Wolfs. Die Agrarexpertin der CDU in MV, Beate Schlupp (Beitragsbild), erklärte gegenüber dem Nordkurier, dass sie eine „wissenschaftlich fundierte Bestandsobergrenze für Wölfe“ für notwendig halte. Angesichts der wachsenden Wolfspopulation sei mit einer Zunahme von Nutztierrissen zu rechnen. Im Hinblick auf die massiven Drohungen von Wolfsfreunden gegen den Sohn eines Damwildhalters, der bei einem Wolfsangriff zehn Tiere verloren hatte, sagte Schlupp, die Auseinandersetzungen zwischen Wolfsfreunden und Geschädigten würden jetzt schon „kaum noch sachlich“ geführt, eine Lösung werde noch schwerer zu finden sein, wenn die Schäden zunähmen.

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Hasspostings vom Nabu

Von Nabu-Doktrin abweichende Auffassung zu vertreten soll Unzuverlässigkeit begründen

Ein weiteres Mal stellen die Hobby- und Freizeit-Naturschützer vom Nabu ihre Unfähigkeit zu einem konstruktiven Dialog mit Andersdenkenden und eine bedenkliche Geringschätzung demokratischer Grundprinzipien unter Beweis: Auf der Facebook-Seite des Hobby-Naturschutzprojekts Felis Lupus fordern die Hobby-Wolfsfreunde, dass Jäger, die sich für eine Regulierung des Wolfs einsetzen, ihre Jagd einbüßen sowie „Jagd, Waffenschein und Waffen abgeben müssen.“ Wer „Forderungen nach „Regulierung“ und Bejagung von Wolf & Co. aufmache, stelle sich offenkundig gegen geltendes Artenschutz- und Bundesnaturschutzgesetz und erweise sich damit im Sinne des Zuverlässigkeitsprinzips als Unzuverlässig [sic]: „Solchen Jägern sind allein schon deshalb Jagd-, Waffenschein und Waffen durch die zuständigen Behörden abzunehmen.“ Hier seien „Staat und Behörden gefordert,“ hetzen die Hobby-Artenschützer weiter, „im Sinne des Gemeinwohls, der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit zu arbeiten.“ Es sei „nicht hinnehmbar, dass Freizeitjäger ihre subjektiven und dazu wissenschaftlichen Erkenntnissen i.d.R. entgegenstehende Ansichten mit Waffengewalt im öffentlich zugänglichen Raum (Wald und Feld) vertreten.“

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Schweiz Kanton Wallis will Wölfe „regulieren“

Abschuss von Jungtier(en) geplant – Bauern in Brandenburg beklagen zunehmende Schäden durch Wölfe

Der Schweizer Kanton Wallis will den Abschuss eines Jungtiers aus dem Walliser Wolfsrudel beim Bund beantragen. Die Voraussetzungen für eine Regulierung seien erfüllt, heißt es in einer Medienmitteilung des Kantons: „Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) hat für die Zeit zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober 2016 eine Schadensbilanz der Wolfpräsenz im Wallis erstellt. Im besagten Zeitraum wurden im Kanton neun Wölfe, darunter mindestens drei Jungtiere gezählt. Gleichzeitig wurden 187 Nutztiere gerissen. Der Schaden beläuft sich auf 83.680 Franken. In der Augstbordregion ist die Präsenz eines Rudels bestätigt.  Dort sind gemäss Einschätzungen der kantonalen Behörden die Voraussetzungen für eine Regulierung erfüllt. Der Kanton wird deshalb beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) einen Regulationsantrag stellen. Die ergriffenen Herdenschutzmassnahmen auf den Heim- und Sömmerungsbetrieben haben zu einem verbesserten Schutz der Herdentiere beigetragen.

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Schweiz: „Schnauze voll“ vom Wolf

Wolf zum Maskottchen des FIFA World Cups in Russland gewählt.

In der Schweiz wollen sich die Gegner einer ungebremsten Ausbreitung von Großraubtieren in der „Vereinigung zum Schutz von Jagd- und Nutztieren vor Grossraubtieren in der Zentralschweiz (VSvGZ)“ zusammenschließen, wie das Onlineportal Blickamabend.ch berichtet. Die Initiatoren, zu denen eine Tourismusdirektorin, Landwirte und Nutztierhalter zählen, beklagen, dass dieWiederansiedlung von Grossraubtieren speziell in Berg- und Randregionen zu zunehmenden Problemen in der Land- und Alpwirtschaft führe und die Bevölkerung verunsichere. Sie fordern eine einfachere Regulierung von Wölfen, Bären und Luchsen. SE

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