Schlagwort-Archive: Protest

Nach Tierschützer-Protesten – vorläufiges Aus für erstes Schweizer Saugatter

Das bei Elgg im Schweizer Kanton Zürich geplante erste nationale Saugatter der Schweiz steht vor dem Aus: Tierschützer-Protest haben, wie die Limmattaler Zeitung berichtet,  die Gemeinde bewogen, das als „tierquälerische Wildschwein-Guantanamo“ diffamierte Projekt vorerst auf Eis zu legen. Dass die Ausbildung von brauchbaren Hunden zur Schwarzwildbejagung unmittelbar dem Tierschutz dient, hat bei der Entscheidung offenbar ebenso wenig eine Rolle wie gespielt, wie Forschungsergebnisse der Tierärztlichen Hochschule Hannover, die in einer Reihe von Studien wissenschaftlich nachgewiesen haben, dass die Situation im Saugatter für die Wildschweine keine extreme Stresssituation und damit keine Tierquälerei darstellt. Bei der Entscheidung, das Projekt zu „sisitieren“, spielte auch die bevorstehende Volksabstimmung über die Jagd in Zürich (JAWINA berichtete) eine Rolle: Wenn die private oder Milizjagd ohnehin verboten wird, brauche es auch weniger ausgebildete Hunde… SE

Beitragsbild: Hund im Saugatter. (Archivbild) Foto: SE

Proteste gegen Job-Kahlschlag bei Zeiss

Carl Zeiss Sport Optics startet Kooperation mit Nabu

Das traditionsreiche Optikunternehmen Carl Zeiss Sport Optics hat angekündigt, am Standort Wetzlar knapp 140 von 330 Arbeitsplätzen streichen zu wollen. Weitere 80 Stellen sollen an den Standort Oberkochen in Baden-Württemberg verlagert werden. In Wetzlar werden Zielfernrohre, Ferngläser und Spektive produziert. Rund 400 Zeiss-Mitarbeiter protestierten heute gegen den Arbeitsplatzabbau in der Wetzlarer Innenstadt. Ein Sprecher des Betriebsrates kritisierte gegenüber hessenschau.de die Kommunikationsstrategie des Unternehmens: Es habe nur eine kurze Informationsveranstaltung gegeben, niemand wisse, wie es weitergehe. Am Standort Wetzlar möchte sich Zeiss künftig auf Systemintegration und Services konzentrieren, teilte das Unternehmen mit. Der Betriebsrat kündigte an, um jede Stelle kämpfen zu wollen. Nach einer Schätzung der IG Metall haben über 600 Personen an der Demonstration teilgenommen, wie die Stimme.de berichtet. Demnach fürchtet die IG Metall, dass die Produktion nach Ungarn verlagert werden soll.

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Italien: Vermehrte Wilderei von Wölfen

In den mittelitalienischen Berggebieten häufen sich Fälle von Wilderei auf Wölfe, berichtet SüdtirolNews. Ein „ganz besonders krasser und barbarischer Fall“ der „illegalen Selbsthilfe“ habe sich in Radicofani in der Provinz Siena ereignet: In dem laut SüdtirolNews hauptsächlich von der Weidewirtschaft mit Schafen lebendem Dorf wurden zwei getötete Wölfe an das Ortseingangsschild gehängt. Die Wolfsfreunde von Life Medwolf, die auf ihrer Internet– und Facebook-Seite über den Vorfall berichten, verurteilten die Tat aufs Schärfste. Der Bürgermeister von Radicofani, Francesco Fabbrizzi, kritisierte gegenüber SüdtirolNewsa den „gravierenden und geschmacklosen Gewaltakt“ und erklärte, dass diese „barbarischen Vorfälle keinesfalls eine Antwort auf die zuletzt gehäuft auftretenden Attacken von Wölfen auf Schafe sein könnten.“ red.

Beitragsbild: Die am Ortschild von Radicofani aufgehängten Wölfe: Foto: Life Medwolf / Facebook

München: Bauern protestieren gegen Wolf

+++ NRW: „Ausreichende Handlungsmöglichkeiten“ – Umweltministerin Christina Schulze-Föcking (CDU) gegen Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++ Schweiz: Zweites Wolfsrudel im Kanton Wallis +++

Unter dem Motto „Weidetiere statt Wolfsreviere!“ haben am Montag 250 Bauern aus Südtirol, Österreich und Bayern vor dem Münchner Prinzregententheater demonstriert und gefordert, dass die Umweltminister sich endlich für den Schutz der Weide- und Freilandhaltung vor dem Wolf einsetzen. Das teilt der Bayerische Bauernverband (BBV) mit. In der Presseerklärung des BBV heißt es: „Der Wolf ist zurück und weil der Wolf unter strengem Schutz steht und keine natürlichen Feinde hat, breitet er sich nahezu ungehindert aus. In Europa leben inzwischen schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Tiere. „Die Bauern im Alpenraum stellt diese Entwicklung vor massive Probleme. Auf den Weiden und Almen werden immer mehr Kühe oder Schafe vom Wolf getötet, die für die Alpen so typische Weidehaltung ist gefährdet. Auf der Tagesordnung des Treffens der Umweltminister des Alpenraums, das heute in München stattfindet, sucht man die Probleme von Schäfern, Berg- und Almbauern trotzdem vergebens“, kritisiert Günther Felßner, Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes.

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DJV: Ist das Küken glücklich, wenn der Fuchs es frisst?

PETA protestiert wieder gegen die Jagd: Weil alle Lebewesen ein Recht auf Leben haben und nach Glück streben sollen. Und um Spenden zu sammeln. Der DJV stellt in Frage, ob Beutetiere glücklich sind, wenn sie gefressen werden. Jagd auf Fuchs und Waschbär dient dem Artenschutz. Eine Umprogrammierung von Fleisch- zu Pflanzenfressern zum Wohle der Tierwelt hält der DJV für Unsinn.

„Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Mensch“: Die Gründerin der Tierrechtsorganisation PETA, Ingrid Newkirk, hat diesen Satz geprägt. Dahinter steht der Gedanke, dass jedes empfindungsfähige Wesen ein Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück hat. Aus diesem Verständnis heraus protestieren Anhänger der Tierrechtsszene nicht nur gegen Jagd, sondern in letzter Konsequenz auch gegen Schädlingsbekämpfung und sogar Haustiere. Die philosophische Theorie vom allgemeinen Glücksempfinden besteht allerdings nicht den Härtetest im wahren Leben und führt Anti-Jagd-Proteste von PETA ad absurdum, meint der Deutsche Jagdverband (DJV): Der Waschbär mag Glück empfinden, wenn er vom Hunger getrieben eine seltene Rotbauchunke verstümmelt. Ebenso der Fuchs, der ein Küken der bedrohten Trauerseeschwalbe bei lebendigem Leibe frisst. Aber wie viel Glück empfinden dabei die Beutetiere?

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Nach Veganer-Protest: Melodie von Glockenspiel geändert

Fuchs, du hast die Gans gestohlen zu „tierfeindlich“

Deutschland, deine Randgruppen: Nach Protesten einer Veganerin hat der Bürgermeister der Stadt Limburg an der Lahn, Dr. Marius Hahn (SPD), das Glockenspiel des Rathausturms umprogrammieren lassen: Das alte Kinderlied „Fuchs, Du hast die Gans gestohlen“ erklingt nun – vorübergehend, wie es heißt – nicht mehr. Das Lied war der Frau, die in der Nähe des Rathauses arbeitet, „zu tierfeindlich“. Ihre Ablehnung des Kinderlied-Klassikers machte die Veganerin nicht an dem unterstellten Gans-Diebstahl fest, sondern an den darauf folgenden blutrünstigen Zeilen: „Sonst wird dich der Jäger holen mit dem Schießgewehr, seine große, lange Flinte, schießt auf dich den Schrot, dass dich färbt die rote Tinte, und dann bist du tot.“

Bürgermeister Marius Hahn erklärte gegenüber den Medien, er habe der Frau „unspektakulär einen Gefallen tun wollen, zumal sie freundlich angefragt habe“, ob man auf das Lied nicht verzichten könne. Der Stadtsprecher beeilte sich zu erklären, dass „dahinter kein ideologisches Motiv“ stecke, es sich vielmehr umd „eine zeitlich befristete Schonfrist für eine Frau“ handele, die in unmittelbarer Nähe des Rathauses arbeite und das Glockenspiel täglich hören müsse – und sich über das Lied ärgere. Wer sich über die Entscheidung des Bürgermeisters ärgert, kann „freundliche Anfragen“ an folgende Adresse richten:

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Naturschutzverbände kritisieren geplanten Wolfsabschuss

Die Naturschutzverbände Nabu, WWF und IFAW kritisieren die vom sächsischen Umweltministerium erteilte Abschussgenehmigung (JAWINA berichtete) für einen vermeintlichen Problemwolf in der Umgebung von Görlitz. Das Tier, das als Welpe von Menschen gefüttert worden sein soll, war immer wieder in Ortschaften gesehen worden, wo er beispielsweise an Komposthaufen nach Nahrung suchte. In einer gemeinsamen Stellungnahme der Verbände heißt es: „Uns liegen derzeit keine Hinweise vor, dass der Wolfsrüde eine akute Gefahr für den Menschen darstellt. Auch wurden offenbar die Experten der extra dafür eingerichteten Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für den Wolf (DBBW) nicht angehört. Die Einschätzung der in Deutschland führenden Wolfsforscher vom LUPUS Institut in Sachsen wurde sogar offensichtlich bewusst ignoriert.

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Post für Karl Ernst Thomas

Die „German Rifle Association“ (GRA), eine Lobbygruppe, die sich für den legalen Waffenbesitz einsetzt, hat zu einer Protestaktion gegen die angekündigte weitere Verschärfung des Waffenrechts (JAWINA berichtete) aufgerufen. Jäger, Sportschützen und Waffensammler sollen Bundesinnenminister Karl Ernst Thomas de Maizière schreiben, was sie von neuen Gesetzesverschärfungen halten und ihrem Protest dagegen Ausdruck verleihen. Die E-Mail- und Post-Adressen des Ministers finden sich auf der verlinkten Seite der GRA. SE

Beitragsbild: Internetseite der GRA mit Protestaufruf (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Mecklenburg-Vorpommern: Sechs Rehe beschäftigen zwei Ministerien

In Mecklenburg-Vorpommern halten sechs Rehe zwei Ministerien auf Trab: Eigentlich sollte am kommendem Samstag die A20 zwischen Dummerstorf und Sanitz (Landkreis Rostock) für etwa drei Stunden voll gesperrt werden, um die Tiere abzuschießen. Seit Anfang 2015 wurde im Verkehrsfunk mehrfach vor Tieren auf der Fahrbahn gewarnt. Die Rehe hatten immer wieder den Wildschutzzaun an einer Anschlussstelle umgangen, direkt am Fahrbahnrand geäst und auch die Autobahn überquert. Auf der wenig befahrenen A20 kam es bislang noch zu keinem Unfall. Doch sicherheitshalber war geplant, die Tiere am Samstag zwischen 11 und 14 Uhr von einem auf einem Räumfahrzeug des Winterdienstes montierten Hochsitz zu erlegen. Nicht nur wegen der Erlegung von einem Kraftfahrzeug aus hätte der Einsatz hätte eine Sondergenehmigung erfordert: Ab 1. Mai hat nur der Rehbock Jagdzeit, die zu diesem Zeitpunkt hochbeschlagenen (Jägersprache für trächtig) Ricken nicht. Doch es regte sich Protest gegen das Vorhaben, auch die Oberste Jagdbehörde erhob Einspruch.

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Bayern: Proteste gegen Drückjagden der Staatsforsten

„Immer lauter und mehrstimmiger“ werden einem Bericht des Alt-Neuöttinger Anzeigers zufolge die Proteste gegen Drückjagden auf Rehwild, die in Staatswäldern im oberbayerischen Landkreis Altötting betrieben werden. Am vergangenen Freitag haben sich ca. 30 Drückjagd-Gegner zu einer „Mahnwache“ an einer Straße eingefunden. Auf Transparenten waren Parolen wie „Drückjagd ist Massenmord“ zu lesen. Die Jagdgegner behaupten, dass bei den Drückjagden „Tiere gehetzt“ und unsauber geschossen würden. Die örtliche Jägerschaft ließ sich dem Zeitungsbericht zufolge nicht die Gelegenheit entgehen, die Aussagekraft des Vegetationsgutachtens anzuzweifeln, auf dessen Grundlage die Abschusszahlen festgelegt werden. Zugleich wurde aber betont, dass gegen die Jagdmethode grundsätzlich nichts einzuwenden sei, wenn „sauber gearbeitet“ werde.

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Nochmal Schweden: Hunderte protestieren gegen Gerichtsurteil, das Wolfsjagd einschränkt

Hunderte Schweden haben sich einem Protestzug angeschlossen der von Torsby nach Karlstad vor den Sitz des Verwaltungsgerichts in der schwedischen Provinz Värmland führte. Gerichte hatte die vom schwedischen Parlament beschlossenen Wolfsjagden in zwei Provinzen des Landes untersagt, nur in einer dritten wurde sie genehmigt. Geklagt hatten Medienberichten zufolge drei Organisationen, darunter der schwedische Ableger des WWF. Geplant war der Abschuss von 46 Tieren, nun können nur 14 erlegt werden.

Enttäuscht äußerte sich der Journalist Olle Olsson im schwedischen Jagdmagazin Svensk Jakt: Er schäme sich für Politiker, die lange Jahre die Regulierung der Wölfe versprochen hätten, nun aber abtauchen würden. Es habe unzählige Untersuchungen internationaler Forscherteams gegeben, die die Richtigkeit des schwedischen Wolfsmanagements bestätigten und betont hätten, wie wichtig die Bejagung für den ländlichen Raum sei. Der „günstige Erhaltungszustand“ der schwedischen Wolfspopulation sei bewiesen.

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Hessen: CDU signalisiert Jägern Entgegenkommen bei Jagdverordnung

3500 Jäger und Bauern demonstrieren gegen Jagdverordnung /  SPD und FDP fordern Anhörung im Landtag

„Die in Hessen geplanten extrem kurzen Jagdzeiten für Fuchs, Steinmarder, Rabenkrähe und Elster sind sachlich nicht gerechtfertigt und wissenschaftlich nicht begründet.“ Der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen (LJV), Dr. Jürgen Ellenberger, hat am Samstag in Wiesbaden die geplante Jagdverordnung des hessischen Umweltministeriums scharf kritisiert. Auf einer Kundgebung mit rund 3500 Jägern und Bauern warnte Ellenberger vor den verheerenden Folgen einer Verordnung, „die deutlich die jagdfeindliche Handschrift des Nabu trägt“. Die Artenvielfalt werde in Feld und Flur weiter sinken, wenn die Jagd auf räuberische Arten drastisch eingeschränkt werde.  Die CDU signalisierte den aufgebrachten Demonstranten Entgegenkommen. Die Demonstration stand unter dem Motto „Hände weg vom Jagdrecht!“

„In Baden-Württemberg, Rheinland Pfalz und Nordrhein-Westfalen können zum Beispiel Rabenkrähe und Elster rund sieben Monate und die Graugans bis zu sechseinhalb Monaten bejagt werden“, sagte der LJV-Präsident. In Hessen solle hingegen die Jagd auf die Rabenvögel auf zweieinhalb Monate beschränkt und die Jagdzeit für Graugänse gestrichen werden. „In den Nachbar-Bundesländer haben ebenfalls grüne Umweltminister den Natur- und Tierschutz besonders im Auge“, erklärte Ellenberger. Das Argument der Grünen, dass die neue Jagdverordnung in Hessen gerade aus Natur- und Tierschutzgründen erforderlich sei, ziehe deshalb nicht. Wenn die Graugans keine Jagdzeit mehr erhalte, seien hohe Schäden in der Landwirtschaft programmiert. Das Nabu-Dogma von der Selbstregulation der Wildbestände sei ein pseudo-wissenschaftlicher Irrglaube.

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LJV NRW: „Jagdgesetz ist politisches Armutszeugnis“

Müller-Schallenberg kündigt gerichtliche Überprüfung an.

Gestern ist im nordrhein-westfälischen Landtag das umstrittene Landesjagdgesetz verabschiedet worden. NRW-Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg äußerte sich enttäuscht: Nordrhein-Westfalen mache Jagdpolitik gegen Jagd und Jäger, Land und Leute. Die Regierungsfraktionen hätten das Jagdgesetz einer ordentlichen parlamentarischen Beratung entzogen und auf undemokratische Weise durch den Landtag gepeitscht, so Müller-Schallenberg. Die Debatte im zuständigen Fachausschuss sei von SPD und Grünen am 22. April verhindert worden, weil das Gesetz einer fachlichen Erörterung nicht standhalte. Dies sei ein politisches Armutszeugnis und rufe nach gerichtlicher Überprüfung des Gesetzes.

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Der orangefarbene Block

Etwa 15.000 Menschen demonstrierten am Mittwoch in Frankfurt am Main gegen die EZB, einige hundert gewaltbereite Extremisten – der sogenannte schwarze Block – verwandelten die Innenstadt in einen Bürgerkriegsschauplatz. Mit einer Prise Zynismus muss man sagen: Gerade die Ausschreitungen verhalfen der Demo zu einem Riesenerfolg, noch Tage später dominieren die Ereignisse in Frankfurt die Berichterstattung in den Medien.

Zur gleichen Zeit demonstrierten in Düsseldorf, nicht mal 200 Kilometer Luftlinie entfernt, auch etwa 15.000 Menschen: Leute aus der Mitte der Gesellschaft, Leute aller Alters- und Einkommensklassen, Leute, von denen wahrscheinlich viele, wie ein Redner bemerkte, zum ersten Mal in ihrem Leben von ihrem demokratischen Demonstrationsrecht Gebrauch machten. Brennende Autos, Rauch über den Rheinwiesen, Wasserwerfer, Tränengas? Fehlanzeige! Alles lief bürgerlich, demokratisch gesittet ab. Liegt es nur an der mangelnden Gewaltbereitschaft der Jägerinnen und Jäger, dass diese bisher einmalige Großdemonstration der Jägerschaft von den Medien kaum beachtet wird? Ein paar Regionalblätter berichteten, der WDR brachte einen 20-Sekunden-Beitrag, aber den klickstarken Online-Magazinen wie Spiegel Online oder FAZ.net ist dieses Ereignis nicht eine Zeile wert. Im Zusammenhang mit PEGIDA mussten die Medien viel Kritik einstecken, zum Teil sicherlich unsachlich und überzogen – aber DAS ist wirklich ein Armutszeugnis.

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Rhein in Flammen

Ein Beitrag von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

15.000 orange-rote Flammen züngelten am 18. März 2015 bei Düsseldorf über den Rhein in Richtung Landtag. So viele Jägerinnen und Jäger waren dem Aufruf des LJV NRW gefolgt, um dem grünen Öko-Diktator Remmel den Marsch zu blasen. Und das geschah im wahrsten Sinne des Wortes. Es war, als hätte man lange geschlossene Schleusen geöffnet, aus denen nun Zorn und Protest als gewaltiger Tsunami über Grüne und SPD im Düsseldorfer Landtag hinwegrollten. Die Jägerschaft und alle relevanten Akteure im ländlichen Raum, von Waldbesitzern über Bauern, Imker und Fischer, alle haben es endgültig und gründlich satt, von einem grünen Minister mit ausschließlich ideologisch begründeten Verboten überzogen zu werden, die unter dem Deckmäntelchen von Tierschutz und Ökologie verkauft werden.

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Wir haben die ideologische Bevormundung durch die Grünen satt. Fotos: HDP

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Jägerdemo in Düsseldorf – DJV ruft zu Teilnahme auf

„Tausende Jäger und Landleute aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa“ werden dem DJV zufolge morgen (Mittwoch, 18. März) zur Protestdemonstration am Düsseldorfer Landtag gegen die Pläne der Landesregierung für ein neues Landesjagdgesetz erwartet. Die SPD als größte Regierungsfraktion hat in den vergangenen Wochen immer wieder erhebliche Änderungen an dem von Minister Johannes Remmel (Grüne) vorgelegten Gesetzentwurf angekündigt. „Wir wollen es jetzt genau wissen“, sagt Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes NRW.

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DJV: „Rote Linien in der Jagdpolitik sind überschritten“

DJV-Präsidium ruft zu Geschlossenheit auf / Kundgebungen in Stuttgart und Düsseldorf geplant

Auf seiner gestrigen Sitzung hat das Präsidium des Deutschen Jagdverbands (DJV) einstimmig beschlossen, die geplanten Jäger-Kundgebungen in Stuttgart und Düsseldorf zu unterstützen. „Alle Jäger in Deutschland sind jetzt aufgerufen, Geschlossenheit und Solidarität zu zeigen. Rote Linien sind überschritten, zeigen wir der Verbotspolitik gegen den ländlichen Raum die Rote Karte“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. „Landwirte, Waldbesitzer, Angler, Imker, Berufsjäger, Sportschützen und viele mehr sind ebenfalls von tiefgreifenden Reglementierungen betroffen. Es ist Zeit für ein klares Signal, demonstrieren wir gemeinsam.“ Der DJV unterstützt alle Kreisjägerschaften tatkräftig, die an den Protesten teilnehmen.

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LJV NRW: „Niemals gab es einen derart respektlosen Gesetzentwurf“

Pläne zum NRW-Jagdrecht stoßen auf scharfe Ablehnung der Jägerschaft

Wesentliche der geplanten Änderungen des Landesjagdgesetzes sind jetzt auch formell auf die scharfe Ablehnung des Landesjagdverbandes gestoßen. In seiner Stellungnahme an die Landesregierung wertet der LJV das Vorhaben als massiven und verfassungswidrigen Eingriff in die Freiheits- und Eigentumsrechte, als antidemokratisch, unsolidarisch, tier- und artenschutzwidrig und letztlich nicht praktikabel. Der Gesetzentwurf hat bereits zu erheblichem Unmut und Protesten Tausender in Köln und Münster bei den ersten beiden von fünf regionalen Veranstaltungen geführt. Motto: „Für Land und Leute! Schluss mit den Verboten!“ Der Landesjagdverband und seine neun Partnerverbände des ländlichen Raums mit 500.000 Mitgliedern kämpfen für wesentliche Veränderungen an dem Entwurf, der im November/Dezember von der Landesregierung in den Landtag eingebracht und im Mai 2015 vom Gesetzgeber verabschiedet werden soll.

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Saarland: 1700 Jägerinnen und Jäger kämpfen für ihr Recht

Saarjäger demonstrieren in Saarbrücken für ihr Recht – Größte Demonstration, die Saarbrücken seit langem gesehen hat

Beinahe die Hälfte der organisierten Jägerschaft hat die Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) für eine Protestkundgebung am Freitag (14.02.) aktivieren können: Ein Riesenerfolg für die Saarjäger. Ab 10.30 Uhr war auf dem Vorplatz vor der „Europagalerie“ in Saarbrücken kein Platz mehr zu sehen, der nicht grün oder orange gewesen wäre. 1700 Mitglieder der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS), Freunde und Familienmitglieder und Abordnungen des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz und der Federationen aus Luxembourg und Lothringen formierten sich zur „Demo“, um für ihr Jagdausübungsrecht und für das Jagrecht der Jagdgenossen und Eigenjagdbesitzer einzutreten.

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KÄMPF MIT: Ahrweiler Jäger wehren sich

Ein harter Winter mit sehr viel verhungertem Wild und der neue Entwurf der Landesjagdverordnung hat die Kreisjägerschaft Ahrweiler in Aufruhr versetzt. Bereits auf der Jahreshauptversammlung in Dernau hat der Kreisgruppenvorsitzende Jürgen Kindgen angekündigt: „Wir lassen uns die tierschutzfeindliche Politik von Ministerin Höfken nicht länger gefallen. Wir werden mit diesen Themen in die Öffentlichkeit gehen.“

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