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Brandenburg: Land fördert ASP-Probennahme

Das Brandenburger Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz (MdJEV) hat ein Merkblatt für die Probennahme bei Verdachtsfällen auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) herausgegeben. Darin heißt es: „Das Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in die brandenburgische Wildschweinepopulation ist weiterhin hoch. Der Bekämpfungserfolg eines möglichen Ausbruchs der Seuche im Schwarzwildbestand wird wesentlich vom Zeitpunkt der Erkennung bestimmt. Deshalb kommt der frühestmöglichen Feststellung der ASP-Infektion besondere Bedeutung zu. Zur Früherkennung führt das Land Brandenburg ein Monitoring-Programm durch, das sich insbesondere auf die Untersuchung von tot aufgefundenen Wildschweinen (Fallwild und Unfallwild) stützt. Bei diesen Tieren ist die Wahrscheinlichkeit der Erkennung einer ASP-Infektion am höchsten. Die Meldung und Beprobung dieser Tierkörper wird vom Land Brandenburg finanziell in Höhe von 30,00 € pro Tierkörper bzw. Probe unterstützt.

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Behörden bereiten sich auf ASP-Ausbruch vor

Maßnahmen-Katalog des FLI veröffentlicht – Jagdverbote und Totalabschuss der Wildschweinpopulation vorgesehen

In einem Rundschreiben an die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter des Landes Brandenburg sowie diverse Verbände warnt das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz (MdJEV) vor einem möglichen Ausbruch der ASP in Deutschland. In Anbetracht des erhöhten Risikos (JAWINA berichtete) käme der Früherkennung der ASP eine herausragende Bedeutung zu, so das MdJEV. Das Ministerium weist auf die Schweinepest-Monitoring-Verordnung „und insbesondere auf die Beprobung tot aufgefundener Wildschweine einschließlich Unfallwild und krank erlegter Tiere“ hin. Die Anzahl der bisher eingegangenen Proben sei für eine Früherkennung der ASP nicht ausreichend.

Inzwischen ist der Maßnahmen-Katalog des FLI an die Veterinärämter und andere Behörden versandt worden. Das Dokument liegt der Red. vor. Vorgesehen sind unter anderem die Einrichtung von Sperrbezirken bei einem ASP-Ausbruch unter Wildschweinen, in dem ein mehrwöchiges totales Jagdverbot für alle Tierarten angeordnet wird. Anschließend sollen 80 bis 90 Prozent der gesamten Wildschweinpopulation in dem betroffenen Bezirk erlegt werden.

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