Schlagwort-Archive: Pferde

Niedersachsen: Wolfsangriff? Panische Pferde durchbrechen Koppelzaun

Bei Selsingen (Landkreis Rotenburg) sind am Dienstag Abend 28 Pferde vermutlich durch einen Wolfsangriff in Panik versetzt worden. Die Tiere durchbrachen den Koppelzaun und stürmten davon. Die Polizei sicherte die nahe gelegene Bundesstraße B71 und stellte Warnschilder auf, auch im Verkehrsfunk wurde vor der Gefahr durch freilaufende Pferde gewarnt. Bis zum Einbruch der Dunkelheit waren Pferdehalter und Helfer beschäftigt, die entflohenen Pferde wieder einzufangen. Doch die Tiere waren derart verängstigt, dass sie nicht auf der Weide bleiben wollten und gleich wieder ausbrachen. Dem Online-Portal nord24 zufolge hat ein Jäger beobachtet, wie Wölfe aus dem angrenzenden Wald auf die Weide liefen und „regelrecht Jagd auf die Pferde“ machten. Der Vorfall habe Verunsicherung bei den Pferdehaltern in der Region ausgelöst, berichtet nord24. Es sei schwierig, die weitläufigen Koppeln wolfssicher einzuzäunen. Dem zuständigen Wolfsberater ist es gelungen, einige Fellreste sicherzustellen. Durch DNA-Analysen soll nun ermittelt werden, ob es sich bei den Angreifern tatsächlich um Wölfe handelte. red.

Beitragsbild: Pferde (Archivbild). Foto: privat

Rheinland-Pfalz: Pferde erschossen – Jäger verurteilt

Ein Kölner Jäger, der im Oktober 2017 bei Katzwinkel (Landkreis Vulkaneifel) zwei Pferde erschossen hat, weil er sie mit Wildschweinen verwechselte, ist vom Amtsgericht Daun wegen „grundloser Tötung eines Wirbeltiers, tateinheitlich mit Sachbeschädigung in zwei tatmehrheitlichen Fällen“ zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 100 Euro verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Hergang der Tat warf Fragen auf, die vor Gericht nicht abschließend geklärt werden konnten. Wie der Volksfreund berichtet, hat der zur Tatzeit 57 Jahre alte Jäger aus 110 bis 120 Metern Entfernung auf die Pferde geschossen, die ein Stockmaß von 1,58 bzw. 1,65 Metern hatten. Beide Pferde wurden in der Herzgegend getroffen und waren sofort tot. Die Pferde können also nicht gelegen haben, wie die Besitzerin der Pferde dem Volksfreund zufolge vermutete. Die Sicht soll schlecht gewesen sein.

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Waren es Wölfe? Gutachten zum schweren Unfall auf der B6

Der schwere Verkehrsunfall auf der B6 bei Zehren Landkreis Diera-Zehren, Sachsen) am 10. Dezember 2013, bei dem zwei Menschen schwer verletzt wurden und neun Pferde starben, war das Initial für eine gemeinsame Beratung von Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde der Landkreisverwaltung Meißen, eines Wildtierbeauftragten des sächsischen Landesjagdverbandes wie des Kreisjagdverbandes Meißen.

Der Dialog zum Arbeitsthema „Wölfe im Landkreis Meißen“ wurde von Andreas Herr, Beigeordneter des Landkreises und Dezernent für Technik und damit auch zuständig für den Naturschutz, geleitet.
In den zurückliegenden Wochen gab es öffentliche Irritationen zu einer Spurenrecherche zwei Tage nach dem Unglück durch Wernher Gerhards, freier Wissenschaftsjournalist und Fachbuchautor. Der Kreisjagdverband Meißen e.V. hatte in einem „Brandbrief“ an den sächsischen Innenminister auf die „Gefahren für die innere Sicherheit durch den unkontrollierten Bestandszuwachs des Wolfes“ hingewiesen. Das von Wernher Gerhards in Eigenregie gefertigte Gutachten blieb jedoch unter Verschluss, was wiederum zu Spekulationen in den Medien führte.

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Informationspflicht bei Treibjagd: Schüsse sind „waldtypisches Geräusch“

Der Veranstalter einer Treibjagd muss die Eigentümer und Pächter der nahe zum Jagdgebiet gelegenen Grundstücke nicht ohne Anlaß über die bevorstehende Jagd unterrichten. Das hat der 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm am 15. Januar 2013 entschieden und damit die klageabweisende, erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Münster bestätigt.

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