Schlagwort-Archive: Österreich

München: Bauern protestieren gegen Wolf

+++ NRW: „Ausreichende Handlungsmöglichkeiten“ – Umweltministerin Christina Schulze-Föcking (CDU) gegen Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++ Schweiz: Zweites Wolfsrudel im Kanton Wallis +++

Unter dem Motto „Weidetiere statt Wolfsreviere!“ haben am Montag 250 Bauern aus Südtirol, Österreich und Bayern vor dem Münchner Prinzregententheater demonstriert und gefordert, dass die Umweltminister sich endlich für den Schutz der Weide- und Freilandhaltung vor dem Wolf einsetzen. Das teilt der Bayerische Bauernverband (BBV) mit. In der Presseerklärung des BBV heißt es: „Der Wolf ist zurück und weil der Wolf unter strengem Schutz steht und keine natürlichen Feinde hat, breitet er sich nahezu ungehindert aus. In Europa leben inzwischen schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Tiere. „Die Bauern im Alpenraum stellt diese Entwicklung vor massive Probleme. Auf den Weiden und Almen werden immer mehr Kühe oder Schafe vom Wolf getötet, die für die Alpen so typische Weidehaltung ist gefährdet. Auf der Tagesordnung des Treffens der Umweltminister des Alpenraums, das heute in München stattfindet, sucht man die Probleme von Schäfern, Berg- und Almbauern trotzdem vergebens“, kritisiert Günther Felßner, Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes.

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Österreich: Burgenländischer Jagdverband wählt neuen Vorstand

+++ Salzburg: Konflikte zwischen Jägern und rücksichtslosen Mountainbikern +++ Oberösterreich: Weil der Landesjagdverband Oberösterreich nicht mehr für Wolfsrisse zahlen möchte (JAWINA berichtete), wirft der WWF dem LJV einen Bruch der „Pakttreue“ vor. Unser Lösungsvorschlag: Der WWF übernimmt die Ausgleichszahlungen +++ Steiermark: Wilderer beschießen Reh mit Schrot und lassen es schwer verletzt liegen +++

Im Rahmen des Landesjagdtages des Burgenländischen Landesjagdverbandes (BLJV) am 17.9.2017 wurde Ing. Roman Leitner von den aus dem ganzen Burgenland anwesenden Delegierten in der Position des Landesjägermeisters bestätigt. Die Neuwahl war erforderlich geworden, weil der vorherige Landesjägermeister und sein Stellvertreter wegen des Streits um das Landesjagdgesetz zurückgetreten waren (JAWINA berichtete). 79 der anwesenden 80 Delegierten gaben den Team Leitner-Klement ihre Stimme. Ebenfalls bestätigt wurde die Stellvertretende Landesjägermeisterin Dr. Charlotte Klement. Zum neuen und dritten Vorstandsmitglied kürten die Delegierten den neuen Bezirksjägermeister des Bezirkes Oberpullendorf Mag. Herbert Pfeiffer. Wesentliches Anliegen der neuen Verbandsführung um Landesjägermeister Leitner ist es laut einer Pressemitteilung des BLJV, die Jägerschaft des Burgenlandes zu einen und die Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Jagd und der Jägerinnen und Jäger zu forcieren. Das neue Burgenländische Jagdgesetz soll in Kooperation mit den zuständigen Stellen und maßgeblichen politischen Vertretern analysiert werden und wo notwendig und sinnvoll möchten Leitner und Klement Nachjustierungen erreichen.

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Dumm gelaufen: Jäger beim Wildkamera-Klau von anderer Wildkamera gefilmt

Motiv: Jagdneid

Ein österreichischer Jäger soll beim Diebstahl einer Wildkamera gefilmt worden sein – von einer anderen Wildkamera. Der Vorfall ereignete sich bereits Ende August, ist aber erst jetzt bekannt geworden. Die zweite Kamera hatte der 28 Jahre alte Besitzer der entwendeten Kamera vorsorglich angebracht, da in seinem Revier bei Feldkirchen (Kärnten) die Wildkameras immer öfter entwendet worden seien. Auf den Aufnahmen war der Täter gut zu erkennen: Hut, Gehstock und Armband des diebischen Jägers sorgten dafür, dass die Polizei ihn rasch ausforschen konnte, wie der ORF berichtet. Dabei hatte der Jäger die Tat akribisch geplant. Vorsichtig hatte er sich von hinten an die Kamera angeschlichen, mit Folie das Objektiv abgedeckt und dann die Batterien der Kamera entfernt. Nur die zweite Kamera hat er übersehen. Von der Polizei zur Rede gestellt, leugnete der Mann zunächst die Tat, das belastende Bildmaterial überzeugte ihn dann jedoch, dass ein Geständnis unvermeidlich sei. Das Motiv für den Diebstahl sei Jagdneid gewesen, gab der Täter an: Im Revier des Beklauten gebe es reichlich Rotwild, darunter einen starken Hirsch. Polizei und Staatsanwaltschaft haben Anzeige erstattet. Da der Mann dem ORF zufolge beeideter Jagdaufseher sein soll, droht im Fall einer Verurteilung weiteres Ungemach: Die Jagdkarte des diebischen Jägers steht auf dem Spiel. SE

Beitragsbild: Wildkamera. Foto: SE

Flinte weg

Wenn es noch eines weiteren Beleges dafür bedürfte, dass Waffenbesitzer vor deutschen Gerichten nicht mit Gnade, Entgegenkommen oder Milde rechnen dürften – das Amtsgericht Schwelm (NRW, Ennepe-Ruhr-Kreis), hätte ihn erbracht: Das Gericht verhandelte am 25.07. über die Folgen eines Waffengeschäfts zwischen einem Österreicher und einem Deutschen: Der Österreicher hatte von dem Deutschen eine Bockflinte der Marke Winchester im Wert von 3500 Euro erworben. Beide sind im Besitz eines gültigen Jagdscheins und somit berechtigt, eine solche Waffe zu erwerben bzw. an Berechtigte zu veräußern – allerdings nur in ihren jeweiligen Heimatländern. Der Waffenverkauf an einen berechtigten Ausländer ist nicht unmöglich, allerdings müssen vorher die erforderlichen behördlichen Genehmigungen eingeholt werden, alternativ kann das Geschäft über einen entsprechend lizensierten Händler abgewickelt werden. Dies war in diesem Fall unterblieben, weshalb es zu einem Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz kam. Es spricht einiges dafür, dass die an dem Waffenkauf Beteiligten sich keines Verstoßes gegen das Waffenrecht bewusst waren, denn der Verkäufer zeigte den Verkauf der Waffe ordnungsgemäß innerhalb der Zwei-Wochen-Frist bei der Waffenbehörde an.

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Österreich: ÖVP und Bauernbund bringen Burgenländer Jagdgesetz vor Verfassungsgerichtshof

Mitte Mai ist das von SPÖ, FPÖ und Grünen beschlossene novellierte Jagdgesetz im österreichischen Bundesland Burgenland in Kraft getreten. Wie der Kurier berichtet, hat die burgenländische ÖVP-Fraktion mit dem freien Abgeordneten Gerhard Steier die Anfechtung des umstrittenen Gesetzes vor dem Verfassungsgerichtshof eingebracht. Die SPÖ-Landesrätin Verena Dunst hatte das Gesetz, das unter anderem die Abschaffung der Jagdgatter bis zum Jahr 2023 vorsieht, als „modernstes Jagdgesetz Österreichs“ gepriesen. Die konservative ÖVP übte hingegen scharfe Kritik an dem Gesetz: „Das neue Jagdgesetz ist verfassungsrechtlich bedenklich, es zerschlägt ein bisher gut funktionierendes System und hetzt alle Beteiligten gegeneinander auf, heißt es auf der Internetseite der Partei.  Die ÖVP hält es für eine „schleichende Enteignung, dass das Jagdgesetz vorsieht, zehn Prozent des Erlöses aus dem  Jagdpachtvertrag für die Verhütung von Wildschäden „abzuzweigen.“ Der genaue Verwendungszweck sei unklar. Außerdem gebe es einen Selbstbehalt bei Jagdschäden und Höchsthaftungsgrenze in Höhe von 30 Euro pro Hektar, die dem Grundbesitzer erstattet werden sollen. Das sei „pure Willkür.“ Überdies hält die ÖVP es für verfassungsrechtlich problematisch, dass zwei Personen von der Landesregierung in den Landesjagdverband entsandt werden. Dies entspreche nicht dem Prinzip der Selbstverwaltung. Weiterlesen

Österreich: Kärntner Jagdgesetz stärkt Rechte der Waldbesitzer

Waldzustand als Kriterium für „Wildreduktion“ – Wildfütterung nur mit Zustimmung der Behörden – Nichterfüllung von Abschussplänen führt zur Auflösung von Pachtverträgen

Mit der Novellierung des Landesjagdgesetzes sieht sich Kärnten als „Vorreiter unter den Bundesländern“ an. Die geplanten Änderungen befinden sich seit gestern (10.07.) in der Begutachtung, die Begutachtungsfrist endet am 7. August 2017. „Keine Gesetzesmaterie wurde in letzter Zeit auf so breiter Ebene diskutiert und damit bei wichtigen Eckpunkten konsensfähig gemacht. Der vorliegende Gesetzesentwurf zeigt sehr klar, dass essenzielle Interessen der Kärntner Jägerschaft, der Grundeigentümer, aber auch des Tourismus und des Umweltschutzes unter ein Dach gebracht wurden“, erklärte Jagdreferent Landesrat Gernot Darmann in Klagenfurt.

Das Land will mit dem neuen Jagdgesetz die in den letzten Jahren aufgetreten „Schwachstellen“ abstellen. Im Mittelpunkt stünden dabei vor allem ein besserer Ausgleich zwischen Wildstand und Waldzustand, um die problematische Zunahme von Schäl- und Verbissschäden in den Kärntner Wäldern in den Griff zu bekommen. Dabei seien auch die Empfehlungen des Rechnungshofes sehr ernst genommen worden, wie es in einer Pressemitteilung der Kärntner Landesregierung heißt.

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Österreich: Landwirtschaftskammer fordert wolfsfreie Ostalpen

Weil die Schäden durch Wolfsrisse zunehmen, hätten einige Bauern die Weidehaltung von Schafen und Rindern auf Almen bereits aufgegeben, erklärt Franz Lanschützer, Mitarbeiter der Abteilung Forstwirtschaft bei der Landwirtschaftskammer Salzburg. Die Landwirtschaftskammern sind die gesetzlichen Vertretungen der von Land- und Forstwirten in Österreich. In einer Resolution fordert die Landwirtschaftskammer Salzburg daher einen wolfsfreien Ostalpenraum, wie topagrar berichtet. Zur Begründung heißt es, der Totalschutz des Wolfs sorge dafür, dass sich die Population alle drei Jahre verdopple. Da sich Wölfe nicht unter nahen Verwandten verpaarten, sei „der Hybridisierungsgrad mit Haus- und Hofhunden bereits sehr weit fortgeschritten.“ Genetisch reine Wölfe könnten sich nur dort halten, wo sie sich unter natürlichen Bedingungen ohne Kontakt zu Menschen entwickeln könnten oder durch Bejagung von menschlichen Siedlungen ferngehalten würden. Belege und Quellen für die Behauptungen werden in dem Beitrag leider nicht genannt, Franz Lanschützer war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der Totalschutz von Wölfen bedinge auch, dass sie ihre Scheu verlieren und sich tagaktiv Menschen und Siedlungen näherten. Dies sei im Osten Deutschlands bereits dokumentiert.

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Österreich richtet ASP-Schutzzone ein

Nach dem Nachweis erster Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Tschechien (JAWINA berichtete), hat Österreich eine Schutzzone in der Grenzregion zu Tschechien eingerichtet. Die Region Zlín, in der die tschechischen ASP-Fälle auftraten, ist nur 80 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Aufgrund des aktuellen Falles sei davon auszugehen, dass ASP in der tschechischen Wildschweinpopulation verbreitet ist, heißt es in einer Pressemitteilung des Wiener Gesundheitsministeriums (BMGF). Um die Verbreitung der ASP in Österreich möglichst zu verhindern, hat das BMGF eine Reihe von Sofortmaßnahmen angeordnet: So wurde eine Schutzzone im Nordosten Niederösterreichs (Weinviertel)eingerichtet, in der die Freilandhaltung von Schweinen „nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich“ sein soll. Die Ausläufe müssen doppelt eingezäunt sein, nachts ist Aufstallung vorgeschrieben.

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Österreich: Verwaltungsgerichtshof spricht Jägern Recht auf Kurzwaffe zu

Nach einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2014, das Jägern das Bedürfnis für eine Kurzwaffe absprach, stellten österreichische Behörden keine entsprechenden Waffenpässe für Jäger mehr aus. Zu Unrecht, wie der österreichische Verwaltungsgerichtshof (VwGH) nun entschieden hat. Geklagt hatte ein Jagdaufseher aus dem niederösterreichischen Bezirk Hollabrunn, dem die Bezirkshauptmannschaft die Ausstellung eines Waffenpasses verweigert hatte. Das Gericht stellte fest, dass das österreichische Waffengesetz als Bundesgesetz die Landesjagdgesetze zu berücksichtigen habe, erläutert der Wiener Anwalt Raoul Wagner, der das Urteil erstritten hat, gegenüber dem Kurier. Dies sei auch in anderen Waffenrechtsfragen „spannend“, erklärte Wagner im Hinblick auf das Bundesland Kärnten, das Schalldämpfer für Jagdwaffen freizugeben beabsichtige. SE

Beitragsbild: Kurzwaffen (Symbolbild). Foto: SE

Wunschdenken und Wirklichkeit: Das Rotwild und der Wolf

Die Rückkehr des Wolfs wurde von Teilen der Forstpartie geradezu euphorisch begrüßt. Die Hoffnung war, dass der Wolf bei der Reduktion der verbeißenden Schädlinge fleißig mithelfen und Wildschäden minimieren würde. Inzwischen zeichnet sich ab, dass sich diese Hoffnungen nicht so ganz erfüllen werden. In den Wolfsgebieten schließt sich das Rotwild zu großen Angstrudeln zusammen, die schwer zu bejagen sind und in den Einständen massive Schälschäden verursachen, auch das Raumnutzungsverhalten des Rotwilds ändert sich durch die Anwesenheit des Wolfs. Ein Artikel in der Mai-Ausgabe der österreichischen Jagdzeitschrift „Anblick“ hat die Situation auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig im niederösterreichischen Waldviertel analysiert.

Im Vorjahr ist erstmals ein Wolfspaar auf dem 16.000 Hektar großen Areal des Truppenübungsplatzes nachgewiesen worden, sieben Wölfe ziehen zur Zeit auf dem Platz ihre Fährte, wie Redakteur Stefan Maurer berichtet. Den Rudeln von Rot- und Muffelwild kommt auf dem Truppenübungsplatz – ähnlich wie etwa im bayerischen Grafenwöhr –  die wichtige Aufgabe zu, die für die Schießübungen benötigten Freiflächen offen zu halten. Mahd oder Beweidung kommen wegen der von Blindgängern ausgehenden Gefahr nicht in Frage. Doch seit der Wolf auf den Offenflächen jagt, zieht sich das Wild in den Wald zurück – und geht dort zu Schaden. Die Wiederbewaldung von Kahlflächen, die durch Sturm, Borkenkäferbefall oder Eisbruch verursacht wurden, sei „zunehmend unmöglich“, stellt Maurer fest.

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Österreich: Jäger begegnet Braunbär

Im Kärntner Bezirk Klagenfurt-Land ist ein Jäger einem Braunbären begegnet. Das berichtet der ORF. Zu der seltenen Sichtung kam es am Mittwoch früh in der Gemeinde Maria Rain. Der Jäger war auf dem Heimweg von der Jagd, als der Braunbär 100 Meter vor ihm über den Weg lief, bevor er einen Acker überquerte und im Wald verschwand. Bei der Kontrolle eines nahe gelegenen Bienenstocks stellte der Jäger fest, dass der Bär zuvor sieben Bienenvolker obdachlos gemacht hatte. Der Jäger vermutet, dass der Bär aus den Karawanken, einem Teil der Kalkalpen in Slowenien eingewandert ist. SE

Beitragsbild: Titel des verlinkten ORF-Beitrags. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Österreich: Nationalpark Hohe Tauern fördert bleifreie Munition

Den Pinzgauer Bezirksjägertag, der am 5. Februar 2017 in Saalfelden stattfand, hat die Nationalparkverwaltung zum Anlass genommen, um für 17 der Pinzgauer Gemeinden und  für die Pongauer und Lungauer Nationalparkgemeinden eine Förderaktion für die Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition zu starten. Das teilt der Nationalpark Hohe Tauern mit. Vor fünf Jahren startete die Nationalparkverwaltung in den beiden Forschungsrevieren Habachtal in Bramberg und Anlauftal in Bad Gastein eine umfangreiche Testphase für die Verwendung bleifreier Büchsenmunition. Neue Waffen für die drei Berufsjäger des Nationalparks wurden angeschafft und jeder Regulierungsabschuss hinsichtlich etlicher Parameter wie Ballistik, Tötungswirkung, Nachsuche, Wildbretzerstörung, Schäden an den Gewehrläufen genau dokumentiert, um beim damals noch sehr umstrittenen und kontrovers diskutierten Thema an Objektivität zu gewinnen.

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Österreich: Ministerium empfiehlt wolfsfreie Alpen

Herabsetzung des Schutzstatus und ganzjährige Bejagung gefordert

Der vom österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) herausgegebene „Grüne Bericht 2016“ spricht sich für einen wolfsfreien Alpenraum aus. Die entsprechende Empfehlung „betreffend Wolf und Almweiden“ der §7-Kommission kam mit qualifizierter Mehrheit zustande, wie es im Grünen Bericht heißt. Die sogenannte §7-Kommission ist mit Vertretern der politischen Parteien und weiterer Institutionen wie der Landwirtschaftskammer, der Wirtschaftskammer, der Bundesarbeitskammer und des österreichischen Gewerkschaftsbundes besetzt. Sie hat u.a. die Aufgabe, an der „Schaffung von Programmen zur Entwicklung des ländlichen Raums“ mitzuwirken und „Empfehlungen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft“ zu erstatten.

In Empfehlung 3 heißt es, man wisse aus den Nachbarländern der Alpenregion, „dass Weidehaltung und Wolf nicht kombinierbar sind.“ In Deutschland, Frankreich, Kroatien, Slowenien, Schweiz und Italien gebe es viele Versuche, ein Miteinander von Wolf und Weidetieren zu gestalten, die alle gescheitert seien. Nicht einmal die Entschädigungsfrage habe in diesen Ländern zufriedenstellend gelöst werden können.

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Österreich: Verfassungsgerichtshof lehnt Jagdverbot aus ethischen Gründen ab

Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat entschieden, dass Waldbesitzer die Jagd auf ihren Flächen nicht aus ethischen Gründen untersagen können, berichtet der ORF. Dies gilt zumindest dann, wenn die Flächen nicht eingezäunt sind. Es sei nicht unverhältnismäßig, dass der Gesetzgeber eine Umzäunung verlange, wenn der Grundbesitzer die Bejagung aus persönlichen Gründen verbieten wolle, urteilte der VfGH. Geklagt hatte ein Mann aus Kärnten, der die Jagd aufgrund seiner fast (!) veganen Lebensweise ablehne. Der Verfassungsgerichtshof betonte dem gegenüber das öffentliche Interesse an einer flächendeckenden Bejagung, die zur Verhütung von Wild- und Waldschäden unerlässlich sei.

Der niederösterreichische Landesjägermeister Josef Pröll sprach von einer „für die Jagd in Österreich wichtigen und richtungsweisenden“ Entscheidung; Das Urteil sei eine „unmissverständliche Absage an militante Tierrechtsaktivisten.“ In Deutschland hatten sämtliche Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht vergleichbare Entscheidungen getroffen. Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) errangen Jagdgegner jedoch eine Entscheidung, die zur Aufhebung der Zwangsbejagung in Deutschland führten. Frankreich und Luxemburg betreffend waren ähnliche Urteile vorausgegangen. SE

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Österreich: Abschusszahlen im Jagdjahr 2015/2016 um 1,6% gestiegen

Im Jagdjahr 2015/2016 stieg die Gesamtzahl der Abschüsse laut Statistik Austria auf 783.000 Stück und lag damit um 1,6% über dem Wert der vergangenen Saison. Dabei wurden 633.000 Stück Haarwild (+2,7%) und 150.000 Stück Federwild (-2,9%) erlegt. An Haarwild wurden 385.000 Stück Schalenwild (+2,2%) und 248.000 Stück Niederwild (+3,4%) geschossen. Darunter fanden sich 276.000 Stück Rehwild (+3,0%), 52.000 Stück Rotwild (+0,7%), 31.700 Stück Schwarzwild (-2,7%) sowie 120.000 Hasen (+3,7%) und 66.100 Füchse (+3,0%). Beim Federwild wurden unter anderem 64.700 Fasane (-8,2%), 58.100 Wildenten (+0,8%) und 15.300 Wildtauben (+4,8%) zur Strecke gebracht.

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Österreich: „Schlechtes Licht auf die Jägerschaft“

Eines der großen Probleme der Jägerei ist, dass es einfach zu viele von jener Sorte Weidmänner gibt, die in einem unbedachten Moment mit dem Hintern mehr einreißen, als die beste Öffentlichkeitsarbeit (die wir nicht haben) in Jahren mühseliger Arbeit errichten kann. Einer dieser eher entbehrlichen Weidmännern ist jener, der am vergangenen Wochenende in der Kärntner Gemeinde Liebenfels auf einer starken Sechser-Rehbock schoss. Der Schuss trennte dem Bock beide Vorderläufe fast vollständig ab, wie der ORF berichtete. Das ist schlecht, kann aber vorkommen und ist der Grund dafür, dass Jäger zur Nachsuche bei jedem unklaren Schuss verpflichtet sind. Wäre im vorliegenden Fall nachgesucht worden, hätte jeder halbwegs firme Jagdhund das Leiden des schwer kranken Stücks innerhalb von Minuten beendet. Denn – es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich das vorzustellen – auf zwei blutigen Stümpfen kommt man nicht weit. Und besonders schnell ist man auch nicht. Doch die Nachsuche unterblieb. Warum wissen wir nicht. „Das kann ja nur ein Wilderer gewesen sein“, hieß es so voreilig wie selbstgerecht. Denn es stellte sich heraus: Der vermeintliche Wilderer war ein Jäger, der berechtigt war, in dem Gebiet zu jagen. Ob der Unglücksschütze sich mit dem leidigen „Werde ich wohl vorbeigeschossen haben“ getröstet hat oder sich einredete, „Den kriegen wir ja doch nicht“ – darüber wird er sich vor dem Disziplinarausschuss der Kärntner Jägerschaft ausführlich äußern müssen, der ihm Rahmen der Selbstverwaltung der Jägerschaft auch über einen Entzug des Jagdscheins entscheiden kann.

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Jetzt auch in Österreich: Zwangsbejagung vor Gericht

Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) wird sich mit der Zwangsbejagung von Grundstücken befassen müssen, wie die Kleine Zeitung berichtet. Bislang hat ein Waldbesitzer in Österreich keine Chance, die Bejagung seiner Liegenschaften zu verhindern. Im Sinn einer im Allgemeininteresse liegenden, flächendeckenden, praktikablen Bejagung, einer effizienten Kontrolle des Wildbestands und der Vermeidung von ausufernden Wildschäden sah das österreichische Jagdgesetz keine Ausnahmen vor. Ein Waldbesitzer aus Kärnten will das jetzt ändern. Im Oktober 2014 hatte der Oberkärntner bei der Bezirkshauptmannschaft in Spittal einen Antrag gestellt, sein 6,5 Hektar großes Waldstück jagdfrei stellen zu lassen.

Der Kläger argumentierte, er lehne die Jagd aus ethischen Gründen ab, was er durch seine „beinahe vegane“ Lebensweise dokumentiere. Außerdem seien die Wildbestände infolge der Ausrottung von Wolf, Luchs und Bär viel zu hoch. Es sei infolgedessen unmöglich, einen Jungwald hochzuziehen. Die Wildbestände sollen nach der Vorstellung des Kärntner Klägers aber nicht durch Jagd, sondern durch Wiederansiedlung der genannten Prädatoren und „Unterlassen von Fütterung“ reguliert werden. Die Bezirkshauptmannschaft lehnte den Antrag mit der Begründung ab, dass eine Befreiung aus ethischen Gründen im Landesjagdgesetz nicht vorgesehen sei. Der VfGH wird nun die Verfassungsmäßigkeit des Jagdgesetzes überprüfen, ein entsprechender Prüfungsbeschluss ist am 10. Dezember 2015 ergangen.

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Streitigkeiten zwischen Jagdgegnern und Jägern eskalieren

Die juristischen und mitunter handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen militanten Jagdgegnern und -störern und Jägern steuern vielerorts auf eine neue Eskalationsstufe zu. Bei einer Gatterjagd in Hausbrunn (Niederösterreich, Bezirk Mistelbach) soll ein Jäger auf einen Jagdgegner angelegt haben, wie das Nachrichtenportal NÖN.at berichtet. Auf dem angeblichen Beweisfoto ist aber eher zu erkennen, dass der Jäger nicht genau in Richtung des Fotografen zielt.

Bei einer Fasanenjagd im Burgenland soll eine Jagdgegnerin angeblich von Maskierten „mit einer ätzenden und brennbaren Flüssigkeit“ überschüttet worden sein. Der Polizei ist, einem Bericht von Heute.at zufolge, von dem angeblichen „Säureattentat“ jedoch nichts bekannt. Just der Vertreter des militanten Jagdgegner-Vereins gegen Tierfabriken (VgT), Martin Balluch, der behauptet, von einem Jäger mit der Waffe bedroht worden zu sein (s.o.), forderte in Heute.at, dass die Polizei aufhören solle, „die Privat-Security von Mensdorff-Pouilly  [des Jagdveranstalters] zu spielen.“ Dies wäre freilich sofort möglich, wenn der VgT von seinen rechtswidrigen Jagdstörungen Abstand nähme und sich auf Protest im Rahmen der demokratischen Rechtsordnung beschränkte…

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Österreich: Keine Kurzwaffen mehr für Jäger

Jagdfunktionär: „Verwaltungsgerichtshof spielt sich zum Gesetzgeber hoch.“

In Österreich werden derzeit alle Anträge von Jägern auf Ausstellung eines Waffenpasses für Kurzwaffen abgelehnt oder von den Behörden nicht bearbeitet. Das berichtet die Tiroler Tageszeitung (TT). Der Grund dafür ist eine Reihe von Verwaltungsgerichtsurteilen, die Jägern den Bedarf an Kurzwaffen absprechen. Ähnlich wie in Deutschland, dürfen österreichische Jäger mit gültiger Jagdkarte Langwaffen, also Büchsen und Flinten (Waffen der Kategorie C und D), erwerben und führen. Für den Erwerb von Pistolen und Revolvern (Kategorie B), wie sie etwa auf Nachsuchen in unwegsamem Gelände und bei der Fallenjagd als Fangschusswaffe eingesetzt werden, ist ein gesonderter Antrag erforderlich. Das Österreichische Waffenrecht sieht ausdrücklich die Möglichkeit vor, Jägern bei Bedarf Kurzwaffen zu genehmigen – allerdings ist den Behörden dabei ein weiter Ermessensspielraum gesetzt.

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Schnepfenjagd in Österreich: EU droht mit Verfahren

Die EU droht dem österreichischen Bundesland Salzburg mit einem Verfahren wegen der Frühjahrs-Jagd auf Waldschnepfen, wie der ORF berichtet. Die EU kritisiert die Jagd im März und April, weil sie in der Brut- und Nistzeit der Schnepfen stattfindet – deshalb widerspreche sie der Vogelschutzrichtlinie. Die Balzjagd auf die Waldschnepfe – der sogenannte Schnepfenstrich – ist eine uralte jagdliche Tradition in allen Ländern, in denen die Schnepfe brütet. Der Leiter der Salzburger Agrarbehörde, Franz Hauthaler, bestätigte gegenüber dem ORF den Eingang eines entsprechenden Schreibens von der EU. Gegenüber dem Sender erklärte Hauthaler in vorauseilendem Gehorsam, dass die Verordnung, die die Jagd auf Waldschnepfen im Salzburger Land regle, „Ende 2015 ohnehin auslaufe.“ Es sei „derzeit nicht geplant und vorgesehen, in einer neuerlichen Verordnung auch die Frühjahrsbejagung der Waldschnepfe wieder aufzunehmen, sofern nicht ganz triftige Gründe auftreten, die die Argumente der EU-Kommission entkräften könnten.“

„Ganz triftige Gründe, die die Argumente der EU-Kommission entkräften könnten“, könnten Hauthaler und andere Interessierte in Prof. Dr. Heribert Kalchreuters Standardwerk „Die Sache mit der Jagd“ und den dort zitierten und beschriebenen Untersuchungen zur Waldschnepfe (Kosmos Verlag, 2003. S.223f.) finden. Einleitend stellt Kalchreuter fest: „So pragmatisch die Frage der Balzjagd in Amerika untersucht wurde, so emotionsbefrachtet sind diesbezügliche Diskussionen vor allem im deutschsprachigen Raum.“ Kalchreuter fasst die Forschungsergebnisse wie folgt zusammen: „Im Allgemeinen beteiligen sich nur Schnepfenhähne an den abendlichen Balzflügen. Da sich die Geschlechter der Waldschnepfe an Größe und Gefieder kaum unterscheiden lassen, bietet nur die Balzjagd die Möglichkeit zu geschlechtsspezifischer Bejagung.“ […] Nachteilige Auswirkungen der Balzjagd auf die Populationsentwicklung (der eher durch Habitatverluste und intensivierte Landnutzung gefährdeten Art) konnten demnach nie nachgewiesen werden, was auch wenig erstaunlich ist, da hierbei nur balzende Hähne geschossen werden, die sich an der Brutpflege nicht beteiligen und sofort durch „Reservehähne“ ersetzt werden.

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Österreich: Landwirt schießt Wolf – aus Versehen

Ein 61-jähriger pensionierter Landwirt aus der Gemeinde Greifenburg (Kärnten) hat in seinem Stall einen Wolf erlegt. Der Landwirt und sein 39 Jahre alter Sohn hatten zuvor zwei gerissene Lämmer in der Umgebung des Stalls entdeckt. In der Vergangenheit waren dort schon des öfteren Lämmer gerissen worden. Als Landwirt und Sohn den Vorfall untersuchten, flüchtete ein Tier vor ihnen in den Stall, dass sie aufgrund der buschigen Lunte für eine starken Fuchs hielten. Der Landwirt holte sein Jagdgewehr und schoss den vermeintlichen Fuchs, der sich dann als Wolf entpuppte.

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Österreich: Freerider retten Hirsch

Das österreichische Fernsehen ORF zeigt auf seiner Internetseite ein Video einer außergewöhnlichen Hirschrettung: Eine Truppe Freerider rettet einen Hirsch, der in eine Schneespalte gerutscht war und eigentlich unrettbar festsaß: Nur noch ein Stück des Geweihs guckte heraus.

News: +++ Jäger schießt Wolf – aus Versehen +++

Schweiz: Ein Graubündner Jäger hat „aus Versehen“ einen Wolf geschossen – der Mann erstattete Selbstanzeige +++ Wölfe lernen besser voneinander als Hunde: Das hat eine Studie von Wissenschaftern der Veterinärmedizinischen Universität Wien und des Wolf Science Center (WSC) in Ernstbrunn ergeben. +++ Wölfe: Weit weg top, vor der eigenen Haustür Flop – In Felsberg bei Chur (Schweiz) haben Wölfe 50 Meter vom Dorf ein Reh gerissen und die blutigen Überreste im Schnee hinterlassen – jetzt sorgen sich die Anwohner. +++ Nochmal Wölfe: Die haben jetzt Mittelsachsen und das Erzgebirge erreicht – Jäger liefern den Beweis. +++ Österreich: Wegen Rinder-TBC – Rotwild-Bestand soll um bis zu 70 Prozent reduziert werden. +++ Nach Protesten: Münchner Jagd- und Fischerei-Museum hängt Göring-Trophäen ab. +++

Österreich: Ruhezonen für Wildtiere

Die Aktion „Respektiere deine Grenzen“ fördert rücksichtsvolles Verhalten in der Natur

Im österreichsichen Bundesland Land Salzburg hat der Winter im Hochgebirge schon ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Damit beginnt für Wildtiere eine der anstrengendsten Jahreszeiten, heißt es auf der offiziellen Homepage des Bundeslandes. Es gibt wenig Nahrung, und die Tiere müssen mit ihren Kräften haushalten. Ein Skifahrer oder Wanderer, der ein Tier aufschreckt und eine kräfteraubende Flucht auslöst, gefährdet das Leben von Reh, Hirsch und Co. „Aus diesem Grund weisen wir gemeinsam mit Grundeigentümern, Seilbahnunternehmen und Sportorganisationen Ruheräume aus. Es kann nicht sein, dass wir rücksichtslos quasi mit Ski oder Snowboard durch das Wohnzimmer der Tiere preschen“, erklärte Landesrat Dr. Josef Schwaiger heute, Freitag, 22. November, zur Aktion „Respektiere deine Grenzen“. „Wir wollen mit Information für ein faires Miteinander von Mensch und Tier sorgen. Bereits bei der Tourenplanung kann man sich im Internet schlaumachen, wo in Salzburg solche Ruhezonen ausgewiesen wurden. Viele Seilbahn-Betreiber schildern diese Bereiche in den Skigebieten ebenfalls vorbildlich aus. Wir machen Gäste darauf aufmerksam, dass sie abseits der Pisten neben dem eigenen Leben auch das von Wildtieren aufs Spiel setzen“, so Landesrat Schwaiger.

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Wilderer tötet vier Menschen und sich selbst

Der Wilderer, der bei seiner versuchten Festnahme und anschließenden Flucht drei Polizisten und einen Rettungswagenfahrer erschoss, ist vermutlich tot. Fahnder fanden bei der Stürmung seines Anwesens im niederösterreichischen Örtchen Großpriel eine brennende, bereits verkohlte Leiche. DNA-Proben sollen nun Gewissheit bringen, ob es sich bei dem Mann um den Täter handelt, den 56jährigen Transportunternehmer und bislang unbescholtenen Familienvater Alois H.

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Tirol: Landesjägermeister fordert Jagdgast-Datenbank

Die Diskussion um ein grausames Gamsjagd-Video reisst nicht ab: Der Tiroler Landesjägermeister Anton Larcher forderte jetzt die Einrichtung einer Datenbank, in der ausländische Jagdgäste erfasst werden sollen: „Damit wäre sichergestellt, dass wir und die Behörden vor dem Antritt einer Jagd wissen, wer bei uns in Tirol zu jagen gedenkt. Wer sich danebenbenimmt, dem steht keine Jagdkarte zu.“, sagte Larcher in der Tiroler Tageszeitung. Der Nutzen einer solchen Datenbank erscheint indes fraglich, denn zunächst müsste sich einer „daneben benehmen“, um im nächsten Schritt von Jagden in dem österreichischen Bundesland ausgeschlossen zu werden. Besser wäre es, wenn solche Vorkommnisse durch verantwortliches Handeln der beteiligten Jäger von vornherein ausgeschlossen würden.

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