Schlagwort-Archive: Norwegen

Schwedische Umweltbehörde: 340 bis 360 Wölfe für Schweden und Norwegen

Problemwolf geschossen – trotz fortgeschrittener Räude noch über 45 kg schwer

Die schwedische Umweltbehörde Naturvårdsverket strebt eine Wolfspopulation von 340 bis 360 Individuen für Schweden und Norwegen zusammen an. Das geht aus einem Bericht des schwedischen Jagdportals SvenskJakt hervor. In dem Bericht geht es um die Forderung des schwedischen Jagdverbands Jägareförbundet nach einem gemeinsamen Wolfsmanagement von Schweden und Norwegen. Weil es kein gemeinsames Wolfsmanagement gebe, würden die Wölfe im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet nicht bejagt. Dies sei aber „absolut notwendig“, erklärte ein Sprecher Jagdverbands. In einer in dem Bericht zitierten Pressemitteilung der Umweltbehörde heißt es, dass es zwar keine expliziten Ziele für eine gesamtskandinavische Wolfspopulation gebe, rechne man die Ziele für die schwedische und norwegische Population jedoch zusammen, so ergebe sich eine Zielgröße von 340 bis 360 Wölfen – für beide Länder.

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Norwegen: Regierung will Jägern Halbautomaten verbieten

Drei-Jahres-Frist, um zu verschrotten oder zu verkaufen

Die konservative norwegische Minderheitsregierung hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der ein Verbot von halbautomatischen Gewehren für Norwegens Jäger vorsieht. Der Gesetzesentwurf ist eine verspätete Reaktion auf das Attentat des Norwegers Anders Breivik, der mit einer legal erworbenen halbautomatischen Waffe vom Typ Ruger Mini 67 Menschen auf der Insel Utøya erschoss. Es steht indes außer Frage, dass Breivik seine unbewaffneten, wehrlosen Opfer, überwiegend jugendliche Teilnehmer an einer Veranstaltung der sozialdemokratischen Jugendorganisation Norwegens, auch mit jeder beliebigen anderen Schusswaffe hätte massakrieren können. Der norwegische Jagd und Fischereiverband (Norges Jeger- og Fiskerforbund, NJFF)), kritisierte das Gesetzesvorhaben scharf: Es sei nicht akzeptabel, mit einem rückwirkenden Gesetz Jagdwaffen zu verbieten, die seit Jahrzehnten in Gebrauch sind“, sagte ein NJFF-Vertreter gegenüber der norwegischen Jagdseite Jakt & Jägare. Dass keine Kompensation für die Waffenbesitzer vorgesehen sei, mache die Sache nicht besser.

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WWF-Klage abgewiesen: Wolfsjagd bleibt in Norwegen legal

+++ Österreich: Polarwolf aus Gehege entflohen +++ Niedersachsen: Wolf dringt Schafstall ein +++ Österreich: Wilderer schießt Damhirsch in Gehege +++ Bahnstrecke stundenlang gesperrt: ICE überfährt Hirsch +++ „Wir brauchen die Wölfe nicht“ – Diskussion um Tierfilmer Sebastian Körner +++ „Massenjagd“ bei Bielefeld: Wanderwege gesperrt +++ Jagdaufseher fordert: Wolfsbestand deutlich reduzieren +++

Die Klage der Naturschutzorganisation WWF gegen die Wolfsjagd in Norwegen ist von einem Gericht in der norwegischen Hauptstadt Oslo zurückgewiesen worden. Es ist bereits die zweite Klage des WWF gegen die norwegische Wolfsjagd innerhalb weniger Wochen – offenbar tun sich die WWFler schwer damit, ihre Niederlagen vor Gericht zu akzeptieren. Die jüngste Klage des WWF hatte für eine vorläufige Aussetzung der diesjährigen Wolfsjagd gesorgt (JAWINA berichtete). Der WWF hält die Wolfsjagd in Norwegen für rechtswidrig. Das Gericht hielt dem entgegen, dass Wölfe in Norwegen zwar geschützt seien, dies bedeute jedoch nicht, dass sie nicht bejagt werden dürften. Die Regulierung des Bestands mit zuvor festgesetzten Abschussquoten sei legal. Der Wolfsbestand in Norwegen beläuft sich Schätzungen zufolge auf etwas über 100 Tiere, mehrere hundert Schafe sollen ihnen pro Jahr zum Opfer fallen. 42 Wölfe sind in diesem Jahr zum Abschuss freigegeben, 13 bereits erlegt worden. „Herzzerreißend und total inakzeptabel“ sei das, so Ingrid Lomelde vom norwegischen WWF. Der WWF erwägt, Berufung gegen das Urteil einzulegen. SE

Beitragsbild: Pressemitteilung des norwegischen WWF über die Niederlage in der jüngsten Wolfsjagd-Klage. (Screenshot)

 

Nach WWF-Klage: Wolfsjagd in Norwegen ausgesetzt

+++ Brandenburg: Joggerin will Wolf in Park gesichtet haben +++ Angeblicher Wolf auf Supermarktparkplatz: Der Wolf war Wolfgang +++

Die Wolfsjagd in Norwegen ist zeitweise ausgesetzt worden, weil der WWF den norwegischen Staat vor einem Gerichtshof in Oslo verklagt hat. In dem Verfahren solle die Rechtmäßigkeit der Wolfsjagd gerichtlich überprüft werden. Während des Verfahrens ruht die Jagd mit sofortiger Wirkung in den Provinzen Østfold, Oslo, Akershus and Hedmark, wie das Gericht am gestrigen Dienstag verkündete. Während der WWF den Jagdstopp als einen „wichtigen Schritt“ begrüßte, betonte das Gericht, dass es sich lediglich um eine temporäre Maßnahme handle. In der bereits angelaufenen Wolfsjagd-Saison waren bereits fünf Wölfe außerhalb der Wolfsschutzzonen erlegt worden. Das Gericht soll entscheiden, ob die norwegische Praxis der Wolfsjagd einen Bruch norwegischer und internationaler Gesetzgebung darstellt. Auch in Norwegen steht der Wolf unter strengem Schutz und ist in der Liste gefährdeter Arten aufgeführt. Die Wolfspopulation in Norwegen hat sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch nahezu verdoppelt.

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CWD: Norwegen ordnet Abschuss ganzer Rentierherde an

Um die weitere Ausbreitung der Chronischen Auszehrungskrankheit (Chronic Wasting Disease, CWD) zu verhindern, hat das norwegische Landwirtschaftsministerium am Montag den Abschuss einer ganzen Rentierherde von ca. 2200 Stück angeordnet. Das berichtet das Onlineportal hjortevilt.no. Die Herde lebt im Nordfjell, einer Hochfläche zwischen Oslo und Bergen. Der Abschuss soll bis Mai 2018 abgeschlossen sein. Im April 2016 ist CWD erstmals bei einem Rentier in Norwegen nachgewiesen worden (JAWINA berichtete). CWD ist laut Wikipedia „eine ansteckende Erkrankung des zentralen Nervensystems bei Hirschen, die zu den spongiformen Enzephalopathien gerechnet wird. Sie ähnelt der Bovinen spongiformen Enzephalopathie (BSE) des Rindes und der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen.“ Seit dem ersten Fall wurden in Norwegen 11.000 weitere Proben von Rentieren und erlegten Elchen und Hirschen genommen und untersucht. Zwei Rentiere auf dem Nordfjell und zwei Elche in der Provinz Sør-Trøndelag (deutsch Süd-Tröndelag) wurden positiv getestet. Weitere Fälle sind in Europa bislang nicht bekannt.

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Norwegen: Weniger Wölfe zum Abschuss freigegeben

Norwegen gibt weniger Wölfe zum Abschuss frei, als ursprünglich geplant war. Ursprünglich wollte Norwegen fast zwei Drittel der einheimischen Wolfspopulation von ca. 70 Stück abschießen lassen (JAWINA berichtete). Nun gab der norwegische Umweltminister Vidar Helgesen jedoch bekannt, dass nur 15 Wölfe freigegeben werden. Eine weitergehende Dezimierung würde nationale Gesetze, aber auch die Berner Konvention zum Erhalt von Wildtieren und ihrer natürlichen Lebensräume verletzen, sagte Helgesen der österreichischen Tageszeitung Der Standard zufolge. Eine Sprecherin des norwegischen WWF wird vom Standard mit der Aussage zitiert, die Herabsetzung der Abschussquote sei „unser schönstes Weihnachtsgeschenk.“

Lesenswert ist der auch vom Standard verlinkte Statusbericht zur Skandinavischen Wolfspopulation im Erfassungszeitraum Winter 2015 – 2016, den P. Peuker zusammengefasst und übersetzt hat (und auf den wir bereits von anderer Seite hingewiesen wurden, vielen Dank dafür!). SE

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Norwegen will zwei Drittel seiner Wolfspopulation abschießen lassen

47 der 68 in Norwegen wild lebenden Wölfe sollen einem Plan der Regierung zufolge abgeschossen werden. Dies berichtet die englische Zeitung The Guardian. Naturschutzgruppen protestieren vehement gegen den geplanten Abschuss. Die Regierung begründet die Maßnahme mit den ausufernden Schäden, die Schafhalter durch Wolfsangriffe erlitten. Es wäre die größte Abschussquote für Wölfe in Norwegen seit 1911. Im letzten Jahr haben sich mehr als 11.000 Jäger um Lizenzen für die 16 zum Abschuss freigegebenen Wölfe in Norwegen bemüht. Eine Quote von mehr als 700 zu 1, wie der Guardian schreibt. 24 der zur Erlegung vorgesehenen Wölfe leben in Wolfsgebieten, also Wildnisarealen, die als Lebensräume für Wölfe vorgesehen sind. 13 Wölfe leben in Gegenden, die an die Wolfsgebiete angrenzen, zehn weitere in anderen Regionen Norwegens. SE

Beitragsbild: Der zitierte und verlinkte Artikel im Guardian. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Norwegen: Blitze töten über 300 Rentiere

Auf einer Hochebene in der Hardangervidda im Süden Norwegens sind über 300 wilde Rentiere durch Blitzeinschläge getötet worden. Wildhüter fanden die toten Tiere nach einem Unwetter auf einer kleinen Fläche, auf der sie sich während des Gewitters vermutlich zusammen gedrängt hatten. In der Hardangervidda leben ungefähr 10.000 wilde Rentiere.

Beitragsbild: Rentiere in Finnland. Foto: SE

Norwegisches Parlament hebt Verbot von Bleischroten auf

Am 3. Februar 2015 beschloss das norwegische Parlament mit 79 zu 16 Gegenstimmen die Aufhebung des 2005 eingeführten Verbotes von Bleischrotmunition. Das berichtet das Forum Waffenrecht (FWR) in seinem aktuellen Newsletter. Das Verbot sei seinerzeit „aus rein ideologischen Gründen“ eingeführt worden, so das FWR.  Damit dürfen Bleischrote außerhalb von Feuchtgebieten wieder zur Jagd verwendet werden. Wie aus der Begründung hervorgeht, fiel die Entscheidung weil sich nachhaltig bewiesen habe, dass Blei das brauchbarste Material für Jagdmunition ist. Kein anderes Material decke ein ähnlich großes Spektrum von Jagdzwecken ab und funktioniere hierbei so sauber und effizient wie Blei. Die bleifreien Alternativen verursachten oft unnötiges Leid beim zu jagenden Wild und gefährdeten den Jäger. Dagegen konnte die vermutete Gefahr für Umwelt und Gesundheit durch die Verwendung von bleihaltiger Jagdmunition in den bisherigen Studien nicht detailliert nachgewiesen werden.

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