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Niedersachsen: Wolfsbüro bestätigt Räudefall

Das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NWLKN hat einen Räudefall bei einem Wolf bestätigt. Verärgert reagierte das Wolfsbüro des NWLKN auf Medienberichte, demzufolge es sich zu dem Vorfall nicht habe äußern wollen. Eine Sprecherin des Wolfsbüros leitete die Äußerung im Wortlaut an die JAWINA-Redaktion weiter:

[…] Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) kann bestätigen, dass es in Niedersachsen aktuell einen mit Räude befallenen Wolf aus dem Rudel Ostenholzer Moor gibt. Ob möglicherweise mehr als ein Wolf betroffen ist, ist derzeit ungewiss.

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Niedersachsen: Schwere Vorwürfe gegen Wolfsbüro

Der Wolfsberater und Jagdautor Gert von Harling erhebt im Zusammenhang mit der Auswilderung eines Wolfswelpen schwere Vorwürfe gegen das Wolfsbüro beim niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Dies berichtet die Landeszeitung für die Lüneburger Heide (LZ). Das weibliche Jungtier war im Juni abgemagert aufgefunden und nach einigen Tagen in einer Wildtier-Auffangstation wieder ausgewildert worden. In einer Pressemitteilung des NLWKN hieß es dazu: „Für Deutschland ist dies der erste Fall, in dem ein junger Wolfswelpe wieder freigelassen wurde, in anderen Ländern wurde dies bereits erfolgreich praktiziert“. Auf Nachfrage durch von Harling nach Beispielen für erfolgreiche Auswilderungen von Wolfswelpen wurde lediglich „ein Fall aus Polen“ benannt. Auch die Anfrage der LZ erbrachte keine genaueren oder darüber hinausgehenden Angaben. Jener Fall aus Polen sei jedoch „20 Jahre her und keineswegs ein Erfolg“ gewesen, erklärte von Harling in der LZ.

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Gerissenes Fohlen: War es doch kein Wolf?

Unklare Beweislage wegen „starker Nutzung des Kadavers“

Der Islandpferde-Züchter Götz George, auf dessen Hof Ende Mai ein Fohlen mutmaßlich vom Wolf gerissen wurde, ist ein bedächtiger Mensch. Unmittelbar nach dem Vorfall gab er zu Protokoll, dass er dem Wolf keinen Vorwurf machen könne. Jetzt, nachdem ihm der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in einem Schreiben lapidar mitgeteilt hat, dass er nicht die volle Entschädigung für das wertvolle Fohlen erhalten werde, äußert er sich ähnlich zurückhaltend: Er sei „etwas betreten, dass man das nicht anerkenne.“ Angesichts der haarsträubenden Begründung des NLWKN würde manch anderer wohl weitaus drastischere Formulierungen wählen. Denn der Landesbetrieb verkündet, dass die „Todesursache des Fohlens aufgrund der starken Nutzung des Kadavers nicht mehr festgestellt werden“ konnte. Sprich: Der Verursacher hat so viel von dem Fohlen gefressen, dass die kargen Überreste keine Rückschlüsse auf ihn erlauben. Eine Argumentationslinie, die das Wohlwollen von Tierhaltern gegenüber dem Wolf empfindlich schmälern dürfte.

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