Schlagwort-Archive: Niedersachsen

Brandenburg: Wolf reisst Kalb in Mutterkuhstall

In Lindenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) ist ein Wolf in einen Mutterkuhstall mit 250 Mutterkühen und 100 Kälbern eingedrungen und hat ein Kalb gerissen. Das berichtet die Lausitzer Rundschau (LR)). Als der Tierpfleger um 5.30 Uhr morgens den Stall aufschloss, traf er den Wolf noch auf einem Futtertisch stehend an. Der Wolf ergriff dann die Flucht. Der Chef der Agrargenossenschaft sprach angesichts des Wolfsrisses in einem Stall von einer neuen Qualität und warnte vor den Folgen für die Tierhaltung: Die Ställe zu verrammeln, um die Kühe vor Wölfen zu schützen, widerspreche artgerechter Tierhaltung. Kühe bräuchten Luft, Licht und Auslauf. In Lindenau mache sich Angst breit, so die MAZ, schließlich liege der Kuhstall nicht abseits, sondern „gleich neben den ersten Häusern am Dorfrand“.

Im benachbarten Landkreis Dahme-Spreewald nehmen die Schäden durch Wolfsrisse zu, Nutztierhalter fürchten um ihre Existenz, berichtet ebenfalls die Lausitzer Rundschau. Allein in Südbrandenburg „von der Neiße bis zur Elbe“ leben nach Auffassung eines in der LR zitierten „Wolfsexperten“ ca. 100 Wölfe. Ein Eingriff in die Population sei nicht notwendig, die maximale Populationsdichte sei erreicht – was indes fraglich erscheint, da die Dichte der Beutegreifer von der Dichte der Beutetiere bestimmt wird. Solange die Wölfe genug Wild- und Nutztiere finden, werden sich wohl auch neue Rudel in entsprechend kleineren Streifgebieten ansiedeln können.

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Niedersachsen: CDU-Agrarsprecher verabschieden „Stader Resolution“ – aktives Wolfsmanagement für die Bundesrepublik gefordert

Im Rahmen ihrer Klausur in Stade haben sich die agrarpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktionen auf eine gemeinsame Linie im Umgang mit dem Wolf verständigt. In der „Stader Resolution“ fordern sie den Bund auf, ein aktives Wolfsmanagement zu etablieren, um so die Weidetierhaltung und Deichschäferei erhalten zu können. „Die Bundesregierung muss unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen einleiten, um den Fortbestand der Weidetierhaltung und der Schäferei sicherzustellen“, so der agrarpolitische Sprecher der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke. „In Abstimmung mit der Europäischen Kommission müssen endlich rechtliche Grundlagen für die Ausweisung wolfsfreier Zonen geschaffen werden.“ Das sei vor allem an den Küsten- und Flussdeichlinien entscheidend, wo herkömmliche Schutzmaßnahmen nicht greifen. „Außerdem brauchen wir Regelungen und Maßnahmen, die Weidetierhalter schnell und unbürokratisch für bisher entstandene und künftige Verluste entschädigen, die ihnen durch die Ausbreitung des Wolfes entstanden sind“, fordert Dammann-Tamke und rät, die bereits in Sachsen praktizierte Beweislastumkehr bei Nutztierrissen bundesweit einzuführen. Darüber seien sich die agrarpolitischen Sprecher in Stade einig gewesen.

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Niedersachsen: Wolf vermutlich illegal getötet

+++ Sachsen-Anhalt: Trotz Wolfsschutzzaun – Wolf reißt 18 Stück Damwild im Gatter +++ Brandenburg: Vom „Wolfskompetenzzentrum errichteter Zaun erweist sich als wirkungslos +++

40. toter Wolf in Niedersachsen – fünfter illegal getöteter

Am 6. April wurde an der B493 zwischen Kapern und Gartow ein toter Wolf gemeldet. Das teilte das Wolfsbüro des NLKWN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen Rüden, vermutlich ausgewachsen. Der tote Wolf weist Anzeichen einer Schussverletzung auf. Daher geht die Polizei von einer illegalen Tötung aus. Das Polizeikommissariat Lüchow ermittelt. Es ist der elfte tote Wolf in Niedersachsen im Jahr 2018, der 40. insgesamt und der fünfte illegal getötete. Sämtliche Informationen über in Niedersachsen tot aufgefundene Wölfe sind hier aufgeführt:

http://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/naturschutz/tier_und_pflanzenartenschutz/wolfsbuero/totfunde/tote-woelfe-in-niedersachsen-142406.html

Für die illegale Tötung eines Wolf sieht § 71 Abs. 1 BNatSchG als Strafrahmen eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Dieser Strafrahmen orientiert sich am gleichen Strafrahmen wie bei Jagdwilderei (§ 292 StGB) und bei Zuwiderhandlungen gegen Schonzeitvorschriften (§ 38 BJagdG).

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Niedersachsen: Rekord-Schwarzwildstrecke im Landesforst

Die Niedersächsischen Landesforsten ziehen zum Beginn des neuen Jagdjahrs Bilanz: „Im vergangenen Jahr haben wir in den Landesforsten fast 10.000 Wildschweine erlegen können – so viele wie seit Jahren nicht“, freut sich Abteilungsleiter Peter Wollborn, bei den Landesforsten für die Jagd verantwortlich. Die Ergebnisse bei den anderen Wildarten bewegen sich weitgehend auf dem Niveau der Vorjahre.

Die hohen Erlegungszahlen des Vorjahres (rund 8.500 Wildschweine) sind damit dank großer Anstrengungen und der Unterstützung durch zahlreiche private Jägerinnen und Jäger vor allem bei den Gemeinschaftsjagden im Herbst und Winter nochmals übertroffen worden. Damit haben die Landesforsten in hohem Maße zur Regulierung der landesweit hohen Wildschweinbestände beigetragen und einen wesentlichen Beitrag zur Seuchenprävention geleistet. Weil die Wildschweine Überträger der „Afrikanischen Schweinepest“ sein können, ist die Reduktion der Wildschweinpopulation ein wesentlicher Teil der Vorsorge.

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Niedersachsen: Neues Wolfsrudel bei Walle (LK Celle) nachgewiesen, zwei Wölfe bei Meppen bestätigt

Im Raum Walle (LK Celle) konnte anhand von genetischer Untersuchungen ein neues Wolfsrudel in Niedersachsen bestätigt werden. „In Niedersachsen sind damit aktuell 15 Wolfsrudel nachgewiesen“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN). Ab Juli 2017 hatte es in diesem Gebiet Hinweise auf Reproduktion gegeben – ein definitiver C1-Nachweis konnte allerdings nicht erbracht werden. Das Gebiet wurde unter Beobachtung gestellt und die Landesjägerschaft intensivierte das Monitoring. Zunächst gelang der genetische Nachweis einer Wolfsfähe (Herkunft Rudel Babben, Brandenburg). Nun, nach Vorliegen weiterer genetischer Untersuchungsergebnisse, konnten hier weiterhin ein Rüde (Herkunft Rudel Göritz-Klepzig, Brandenburg) sowie vier zugehörige Welpen – drei Fähen und ein Rüde – nachgewiesen werden.

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Niedersachsen: Wolf bei Verkehrsunfall in der Region Hannover getötet

Achter toter Wolf in Niedersachsen in diesem Jahr

Gestern (Donnerstag) Morgen wurde ein Wildunfall mit einem Wolf von der L412 zwischen Burgdorf und Immensen in der Region Hannover gemeldet. Das teilte das Wolfsbüro des NLKWN mit. Der Fahrer des Geländewagens blieb unverletzt, der Wolf starb vermutlich bei dem Verkehrsunfall. Ein regionaler Wolfsberater hat den toten Wolf gesichert. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um eine Wölfin, vermutlich ein Welpe.

Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) koordiniert den Transport des toten Tiers zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Zur Feststellung des genetischen Fingerabdrucks schickt das IZW Gewebeproben an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen bei Frankfurt. Die Ergebnisse der pathologischen und genetischen Untersuchungen werden Informationen zur Todesursache, zum Gesundheitszustand, Alter und zur Herkunft des toten Tieres liefern. Das Ergebnis der DNA-Analyse gestattet eventuell auch Aussagen zur Rudelzugehörigkeit.

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Niedersachsen: CDU-Politiker will Wölfe „konsequent töten“

Die massive Wolfspopulation erfordere eine Regulation der Tiere, meint der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Martin Bäumer. In Deutschland lebten zurzeit 1000 Wölfe, 2022 werden es über 4000 und 2030 über 40 000 Wölfe sein“, sagte Bäumer nach einem Treffen mit Weidetierhaltern am Donnerstag in Uelzen. Der jährliche Zuwachs von rund 30 Prozent werde es notwendig machen, auch in Niedersachsen Wölfe konsequent zu töten. Die Ablehnung gegen den Wolf nehme in Teilen des Landes deutlich zu, erkannte Bäumer. Bei seiner Bereisung im Landkreis Uelzen habe er feststellen müssen, dass der Wolf inzwischen die Lebensgewohnheiten der Menschen diktiere“, so Bäumer. Der Spaziergang im Wald, die Fahrradtour mit den Kindern oder die sonst übliche Nordic-Walking-Tour unterblieben aus Furcht vor Wolfsbegegnungen. red.

Beitragsbild: Facebook-Seite von Martin Bäumer (Screenshot)

Niedersachsen: Trichinen-Untersuchung im Landkreis Hameln-Pymont künftig gebührenfrei

Gute Nachrichten für die Jägerschaft im Landkreis Hameln-Pyrmont: Ab sofort verzichtet die Behörde auf die Erhebung der Gebühr für die Trichinenuntersuchung für im Landkreis Hameln-Pyrmont erlegtes Schwarzwild. Diese Regelung gilt zunächst bis zum Jahresende 2018. Bislang wurde für die Trichinen-Untersuchung eine Gebühr in Höhe von 6,00 Euro berechnet. Der Gebührenverzicht soll dazu beitragen, Jäger zur verstärkten Bejagung von Wildschweinen zu motivieren, um die Gefahr durch die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Fall eines Seuchenausbruchs zu verringern. In einem ersten Schritt hatte der Landkreis gemeinsam mit dem Jagdbeirat auf Empfehlung des Landes Niedersachsen in den Jagdrevieren im Landkreis Hameln-Pyrmont die Schonzeit für adultes Schwarzwild (Keiler und Bachen mit Ausnahme führender Bachen) im Zeitraum vom 01.02. – 15.06.2018 aufgehoben.

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Niedersachsen: Zwei weitere Wölfe totgefahren

In der vergangenen Woche wurden zwei Wölfe an der Autobahn A7 tot aufgefunden, wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) meldet. Am Donnerstag, dem 15. Februar, hat die Einsatzzentrale den Fund eines toten Rüden auf der Autobahn A7 bei Großburgwedel in der Region Hannover gemeldet. Am Samstag, dem 17. Februar, wurde dem regionalen Wolfsberater im Bereich der Abfahrt Westenholz ebenfalls ein toter männlicher Wolf gemeldet. Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) koordinierte den Transport der beiden Kadaver zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Das IZW untersucht die toten Wölfe, stellt den Allgemeinzustand der Tiere fest, ermittelt die genaue Todesursache und schickt außerdem Gewebeproben zur Feststellung der genetischen Fingerabdrücke an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen bei Frankfurt. Das Ergebnis der DNA-Analyse gestattet eventuell Aussagen zur Rudelzugehörigkeit.

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Niedersachsen: Landesjagdbericht 2016/17 veröffentlicht

Otte-Kinast dankt Jägerschaft für Einsatz – Streckenzuwachs um 111 Prozent bei Nutria

Die Nutria, auch Biberratte, wird in Niedersachsen stark bejagt. Das geht aus dem aktuellen Landesjagdbericht 2016/17 hervor, der nun veröffentlicht wurde. „Das Engagement der Jäger ist im Hinblick auf den Deichschutz sowie die drohende Afrikanische Schweinepest ausgesprochen wichtig“, sagte Jagdministerin Barbara Otte-Kinast. Bei den Wildschweinen konnte in der vergangenen Jagdsaison mit 56.185 Tieren die zweithöchste Jahresjagdstrecke seit 60 Jahren erzielt werden. Der neu erschienene Landesjagdbericht schildert die Situation der Jagd und der einzelnen Wildarten in Niedersachsen und informiert unter anderem über die Wildbiologie und über die Jagdstrecken der einzelnen Arten. Ausführlich werden in dieser Ausgabe die Neozoen, also eingeschleppte Arten, thematisiert.

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Niedersachsen: Mehr Geld für den Wolf

Umweltminister fordert konsequentes Management – Leistungen auch für Deichverbände, Stiftungen und Hobbytierhalter. Nicht nur die Materialkosten von Herdenschutzmaßnahmen, sondern auch die Kosten für den Aufbau sollen gefördert werden.

Umweltminister Olaf Lies hat gestern seinen Arbeitsschwerpunkt „Wolf“ beim Landkreis Cuxhaven vorgestellt und mit dem Landkreis über das weitere Vorgehen beraten. „Der Wolf ist in Niedersachsen inzwischen heimisch geworden. Wir müssen jetzt eine neue, eine ehrliche Debatte führen. Wir müssen Wölfen zeigen, dass sie in der Nähe von Menschen nichts zu suchen haben. Steigenden Zahlen von Nutztierrissen müssen wir mit praxisorientierten Maßnahmen begegnen. Die rechtlichen Möglichkeiten müssen wir voll ausschöpfen, wir dürfen uns nicht hinter Paragraphen verschanzen. Der Wolf ist ein Raubtier und deshalb muss ein anderer Artenschutz greifen als bei Wiesenvögeln oder Gelbbauchunken. Nur so können wir auch die Akzeptanz für den Wolf als Art in der Gesellschaft erhalten!“, sagte Lies.

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Niedersachsen: Fünfter Wolf in 2018 bei Verkehrsunfall getötet

Im Dezember auf der A7 überfahrener Wolf stammt aus McPom

In Niedersachsen sind bereits fünf Wölfe in diesem Jahr durch Verkehrsunfälle getötet worden. Vier Wölfe starben auf der Straße, einer fiel einer Bahn zum Opfer. Gestern früh um 6.15 Uhr erwischte ein PKW bei Penzhorn im Heidekreis einen Wolf. Der Fahrer des Pkw blieb unverletzt, der Wolf war nach Angaben der Polizei Soltau wahrscheinlich sofort tot. Der Unfall ereignete sich auf der Straße zwischen den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen. Der hinzugerufene Wolfsberater bestätigte, dass es sich um einen Wolf handelt. Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) koordiniert den Transport des Kadavers zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Das IZW untersucht den toten Wolf, stellt den Allgemeinzustand des Tieres fest, ermittelt die genaue Todesursache und schickt außerdem Gewebeproben zur Feststellung des genetischen Fingerabdrucks an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen bei Frankfurt. Das Ergebnis der DNA-Analyse gestattet eventuell Aussagen zur Rudelzugehörigkeit.

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Niedersachsen: Wolf knurrt Kinder an

Manchmal hat man ja den Eindruck, dass die hiesigen Wölfe die von Valerius Geist beschriebene Eskalationsskala getreulich abarbeiten: Bei Bannetze (Landkreis Celle) soll ein Wolf zwei kleine angeknurrt haben. Die Kinder sollen auf dem Weg zu ihrem Großvater gewesen sein, wie die Cellesche Zeitung berichtet (hinter Paywall). Mehreren Erwachsenen sei es gelungen, das Tier zu vertreiben. In der Umgebung häufen sich Meldungen von Wolfssichtungen: So spazierte ein Tier durch Walsrode, eine weitere Begegnung ereignete sich vor einem Kindergarten. In Bannetze soll dem NDR zufolge jetzt mit den Einwohnern der Nachbargemeinde Meißendorf, in der der Wolf ebefalls umherspaziert, eine Bürgerversammlung abgehalten werden. Es solle darüber beraten werden, wie mit dem Wolf umzugehen sei. Der Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), Raoul Reding, rief im NDR „Eltern und Schulen dazu auf, die Kinder über das richtige Verhalten bei einer Wolfssichtung aufzuklären:  Bei Wolfsbegegnungen „sollten sich die betroffenen Personen durch Klatschen bemerkbar machen und langsam zurückziehen.“ SE

Headline des verlinkten Beitrags in der Celleschen Zeitung (Screenshot).

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern JS und EF für den Hinweis!

Niedersachsen: Wolf von Bahn überfahren

Ein toter Wolf ist gestern in den frühen Morgenstunden im Gleisbett beim Bahnübergang Rechtern, Richtung Hunte in der Nähe von Barnstorf (Landkreis Diepholz) aufgefunden worden. Die Bundespolizei Bremen hatte von Anwohnern einen Hinweis auf einen toten Wolf erhalten. Der hinzugerufene Wolfsberater bestätigte, dass es sich um einen Wolf handelt. Der Rüde wurde nach Angaben der Polizei Barnstorf vermutlich in den frühen Morgenstunden angefahren. Die genaue Todesursache wird jetzt im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin ermittelt. Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) koordiniert den Transport des Kadavers.

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Walsrode: Echtheit des Wolfsfotos bestätigt

Pfefferspray für Kindergärten?

Die Echtheit des Fotos, das einen Wolf in der Walsroder Innenstadt zeigt (JAWINA berichtete), ist bestätigt worden. Wie die Walsroder Zeitung berichtet, hat ein 22 Jahre alter Pizzabote das Bild am 16. Januar um 21.13 bei einer Fahrt mit dem Auslieferungswagen aufgenommen und die Originalaufnahme der Redaktion zur Überprüfung vorgelegt. Es bestehe kein Zweifel an der Echtheit. Dass es sich bei dem abgebildeten Tier „mit ziemlicher Sicherheit“ um einen Wolf handle. wurde indes vom zuständigen Wolfsbeauftragten der Landesjägerschaft Niedersachsen, Raoul Reding, gegenüber dem NDR bestätigt. Dieser berichtet auch, dass der Gemeindebürgermeister von Bomlitz bei Walsrode den Kindergärten der Gemeinde angeboten hat, sie im Fall erneuter Wolfssichtungen mit Pfefferspray auszustatten… SE

Beitragsbild: Pfefferspray. Foto: SE

Niedersachsen: Zwei Wölfe bei Wildunfällen getötet

Auf der A 27 bei Kirchlinteln (Landkreis Verden) wurde am Dienstag gegen 4 Uhr morgens ein Wolf tot aufgefunden wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mitteilt. Das Geschlecht ist noch unbekannt. Auf der Bundesstraße 4 zwischen den Ausfahrten Heidland und Gamsen (Landkreis Gifhorn) wurde am Mittwoch kurz nach Mitternacht eine Fähe gefunden. Aufgrund der Spurenlage geht die Polizei in beiden Fällen von einem Verkehrsunfall aus. 31 Wölfe wurden seit Anfang 2003 in Niedersachsen getötet, die häufigste Todesursache sind Verkehrsunfälle (22 Tiere).

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Niedersachsen: Umwelt- und Landwirtschaftsministerium wollen beim Thema Wolf stärker zusammenarbeiten

+++ Frankfurt: Stadt wertet umstrittene Nilgänsejagd in Freibad als Erfolg +++ Niedersachsen: Rehe in die Flucht geschlagen – Jäger beobachtet vier Wölfe im Landkreis Oldenburg +++ Österreich: Jäger bitten um Rücksicht auf an Gamsblindheit erkrankte Gämsen +++ Niedersachsen: Wolf reißt Schafe in Kindergarten-Nähe +++ Bayern: 100-Kilo-Keiler spaziert durch Kreisstadt +++

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies und Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast haben sich in einem Gespräch darauf verständigt, beim Thema Wolf in Zukunft stärker zusammenarbeiten zu wollen. „Wir brauchen unbedingt eine weitere Professionalisierung im Umgang mit dem Wolf“, sagte Minister Olaf Lies nach dem Treffen im Umweltministerium in Hannover. „Im Klartext heißt das: Wir müssen unsere Informationspolitik verbessern, den Herdenschutz massiv ausbauen und eine schnellere Schadensregulierung bei Wolfsrissen erreichen. Darüber hinaus müssen wir aber auch noch mehr erfahren über den Wolf und sein Verhalten. Wir stehen zum Schutz des Wolfs als Art in Niedersachen. Aber wir brauchen dringend klare Leitlinien im Umgang mit dem Wolf. Die Sicherheit der Menschen hat dabei oberste Priorität.

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Niedersachsen: Betreutes Schafe-Reissen

Wolf reißt Schaf in Gegenwart der Schäferin

In Freistatt (Landkreis Diepholz) hat ein Wolf am Mittwoch genau den Moment abgepasst, als die Schäferin die vier Herdenschutzhunde von der Schafherde wegführte, um sie in deren Schutzbereich zu bringen. Als Schäferin und Hunde sich zu diesem Zweck zirka 40 Meter von den Schafen entfernt hatten, sprang der Wolf über den Zaun und attackierte ein Schaf. Als die Schäferin dies bemerkte, lief sie zurück. Es gelang ihr, den Wolf zu verscheuchen. Das Schaf überlebte den Angriff, zwar, musste aufgrund der erlittenen Verletzungen jedoch später eingeschläfert werden. Wie die Kreiszeitung berichtet, will der Naturschutz- und Landschaftspflegebetrieb von Bethel, auf dessen Flächen sich der Vorfall ereignete, nun „mit den Fachleuten des Wolfscenters in Hannover […] grundsätzlich überlegen, wie das Team […] künftig mit der Thematik Wolf umgehen könne.“ Alle Mitarbeiter seien noch weiter für das Thema Wolf sensibilisiert worden, so ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Kreiszeitung.  SE

Beitragsbild: Gerissenes Schaf. (Archivbild). Foto: SE

Niedersachsen: Wolfsberater empfiehlt Abschuss von fünf Jungwölfen

+++ Sachsen-Anhalt: Wölfe reißen acht Schafe bei Burg +++ Italien: Region Toskana will 26 Wölfe entnehmen lassen +++ Sachsen-Anhalt: Gutachter bestätigen: 39 bei Wittenberg gerissene Schafe sind Wolfsopfer – Landesumweltamt: Schäfer haben Mitschuld +++

Der Wolfsberater Hermann Kück hat den Abschuss von fünf Jungwölfen im Kreis Cuxhaven empfohlen. Die Elterntiere der im Mai 2016 geborenen Welpen seien frühzeitig gestorben, so dass die Jungtiere nie gelernt hätten, Wild zu erbeuten. Stattdessen hätten sie gelernt, wie einfach es sei, Nutztiere zu reißen. In wenigen Monaten würden die Wölfe geschlechtsreif werden und ihr Wissen an ihre Jungtiere weitergeben, warnt Kück. Es bliebe nicht viel Zeit zum Handeln. Der Abschuss der Tiere sei zumindest zu diskutieren, so Kück. red.

Beitragsbild: Leichte Beute – gerissenes Schaf. (Archivbild) Foto: SE

Toter Wolf im Ammerland wurde erschossen

Der am vergangenen Samstag (7. Oktober) im Landkreis Ammerland bei Vreschen-Bokel in einem Maisfeld tot aufgefundene Wolf wurde erschossen. Es handelt sich um einen jungen Rüden. Diese Feststellung traf das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin, das das bundesweite Totfund-Monitoring durchführt. Die Untersuchung zur Ermittlung des genetischen Fingerabdrucks und der Rudelzugehörigkeit erfolgt im Senckenberg-Institut in Gelnhausen. Über die Zusammenhänge hat jetzt das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz informiert.

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Niedersachsen: CDU fordert strikte Begrenzung der Wolfspopulation

Oesterhelweg: „Wolf gehört nicht ins Cuxland“

Nach Gesprächen mit zahlreichen Weidetierhaltern und Deich-Verantwortlichen aus dem Cuxland wirft der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Frank Oesterhelweg, Umweltminister Wenzel vor, die Sorgen der Menschen im Zusammenhang mit den zunehmenden Wolfsrissen noch immer nicht ernst zu nehmen. „Mittlerweile macht der Wolf auch vor tragenden Rindern nicht mehr Halt. Die empfohlenen Schutzmaßnahmen an den Deichen verhallen wirkungslos, und Nutztierrisse werden auch nach mehreren Monaten nicht entschädigt. Das Versprechen der rot-grünen Landesregierung, den Betroffenen schnell und unbürokratisch helfen zu wollen, ist eine politische Mär. Während Minister Wenzel das Problem klein redet, gehen Frauen und Kinder aus Angst vor Wölfen nicht mehr allein in die Gemarkung – das ist die Realität im Cuxland.“

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Niedersächsische Jäger und Angler fordern: Schluss mit Zwei-Klassen-Behandlung der Naturschutzverbände

Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) und der Anglerverband Niedersachsen e.V. (AVN) sind die beiden größten anerkannten Naturschutzverbände in Niedersachsen, die zugleich für die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen stehen. Gemeinsam vertreten sie die Interessen von über 145.000 Mitgliedern. Heute haben die beiden Landesverbände ihre Erwartungen an eine künftige Landesregierung formuliert:

„Entscheidungen für den Schutz der Natur und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen müssen anhand von wissensbasierten Fakten getroffen werden. Es wird Zeit, die fachliche Expertise von Jägern und Anglern in ihren Themenfeldern anzuerkennen und zu nutzen, und es muss Schluss sein mit einer Zwei-Klassen-Behandlung der anerkannten Naturschutzverbände“, so der Stellvertretende Präsident der Landesjägerschaft, Ernst-Dieter Meinecke und der Vizepräsident des Anglerverbandes, Heinz Pyka. Dies gelte sowohl im Hinblick auf Schutzgebietsverordnungen wie auch für Gesetzes- oder Verordnungsvorlagen. Beide betonten, dass ihre Verbände immer den Dialog gesucht haben und konstruktive Gespräche auch zukünftig begrüßen würden. In der jüngeren Vergangenheit habe ein solch konstruktiver Austausch leider nur selten stattgefunden:

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Niedersachsen: Mit Wildschwein verwechselt – Jäger erschiesst Islandpferd

Ein Jäger hat am Sonntag gegen 19 Uhr in der Gemarkung Kirchboitzen bei Walsrode (Heidekreis) ein Islandpferd erschossen. Gegenüber der Polizei sagte der 65jährige aus, dass er das Pferd mit einem Wildschwein verwechselt habe. Der Mann führte die Polizei zu dem Kadaver, der Weidepächter und die Pferdebesitzer, sowie ein Tierarzt waren ebenfalls vor Ort. Der Täter ist im Besitz eines gültigen Jagdscheins. Im hinteren Teil der Weide lag in bis zu 120 cm hohem Gras und Wildpflanzen das erschossene dunkelbraune Pferd. Die Polizeibeamten leiteten ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ein und gaben auch einen Bericht an den Landkreis Heidekreis als Waffenbehörde zwecks Überprüfung der Jagderlaubnis. PM/SE

Beitragsbild: Die Ähnlichkeit mit einem Wildschwein hält sich in Grenzen – Islandpferd mit Fohlen. Foto: SE

Munster: Wolfswelpen wurden wahrscheinlich tot gebissen

CDU Niedersachsen: „Grüne stellen Ausweitung des Wolfsbestands in Niedersachen über allgemeinen Tierschutz“ +++ SPD Niedersachsen fordert „wolfsfreie Zonen“, FDP will Wolf ins Jagdrecht aufnehmen +++

Dem Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landebetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) liegen die Ergebnisse der Analyse der genetischen Proben der beiden am 8. August im Bereich des Truppenübungsplatz Munster Nord tot aufgefundenen Wolfswelpen (JAWINA berichtete) vor. Das Senckenberg-Institut in Gelnhausen kommt zu dem Ergebnis, dass die beiden Welpen Nachkommen der Fähe waren, die Anfang Juli im Landkreis Heidekreis auf der B209 bei Bispingen bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt wurde. Auch das Vatertier der Welpen ist bekannt. Es handelt sich um einen Rüden, der zuvor sowohl auf dem Gelände des Unternehmens „Rheinmetall“ bei Unterlüß als auch auf dem Truppenübungsplatz Munster nachgewiesen werden konnte.

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Niedersachsen: 500. offizieller Nutztierriss seit 2008 gemeldet

+++ Brandenburg: Schäfer fordern Obergrenze für Wölfe und mehr Geld +++ Thüringen: Fünf Schafe und zwei Ziegen vermutlich von Wolf gerissen +++ Südtirol: 27 Schafe und Ziegen in Südtirol von Wolf gerissen +++ Windpark vor Sylt vertreibt seltene Seevögel +++ Focus berichtet über Seehundjäger +++ Sensation: Zeit bringt ausgewogenen Artikel über Wölfe

In den letzten Tagen und Wochen kam es wiederholt zu Meldungen über Nutztierrisse in Niedersachsen, bei denen der Wolf als Verursacher vermutet wird. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) nimmt dies zum Anlass, einen Einblick über die offiziell gemeldeten Nutztierrisse vom Jahr 2008 bis zum August 2017 zu geben: Ende vergangener Woche wurde die 500. offizielle Meldung seit dem Jahr 2008 über einen Nutztierriss in die Nutztierrissstatistik des Landes Niedersachsen eingetragen. Bei Schmarbeck im Landkreis Celle wurden 13 Schafe getötet, sieben weitere mussten eingeschläfert werden – ob ein Wolf der Verursacher war, wird derzeit geprüft. Stand jetzt wurden von diesen 500 dokumentierten Meldungen, 236 Risse (47,2 Prozent) eindeutig dem Wolf zugeordnet bzw. der Wolf wurde amtlich als Verursacher festgestellt. In 121 Fällen (24,2 Prozent) konnte der Wolf als Verursacher ausgeschlossen werden. 101 (20,2 Prozent) der eingegangenen Meldung erhielten die Zuordnung Wolf nicht nachweisbar. 39 Fälle (7,8 Prozent) befinden sich derzeit in Bearbeitung, bei drei Meldungen war eine Beurteilung nicht möglich.

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Die Einsamkeit des Öko-Jägers

Johann B. (62) ist der einzige Öko-Jäger – das einzige Mitglied im sogenannten Ökologischen Jagdverband (ÖJV) – im niedersächsischen Landkreis Diepholz. Eine Jagdgelegenheit hat er auch nicht. Wenn man den Bericht über ihn auf kreiszeitung.de gelesen hat, ahnt man auch, warum. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels auf kreiszeitung.de (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

600 km gewandert: Schluchsee-Wolf stammt aus Niedersachsen

Der vor ca. zwei Wochen tot aus dem Schluchsee in Baden-Württemberg geborgene Wolf (JAWINA berichtete) stammt aus Niedersachsen. Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) gab dies bei einer Debatte im Stuttgarter Landtag zum Thema „Wolfsmanagement in Baden-Württemberg“ bekannt. Dem für die DNA-Untersuchung von Wölfen zuständigen Senckenberg-Institut zufolge handelt es sich um einen von drei Welpen, die letztes Jahr im niedersächsischen Schneverdingen gewölft wurden. Das Tier trug die Bezeichnung GW630M. Dass der Wolf erfolgreich die 600 Kilometer Luftlinie zwischen Geburts- und Fundort durchwandert habe, zeigt nach Ansicht von Untersteller, dass es für Wölfe auch in einem so dicht besiedelten Land wie der Bundesrepublik Chancen gebe, zu überleben. Die Ergebnisse der Untersuchung des Wolfs im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung liegen noch nicht vor. SE

Beitragsbild: Der später aus dem Schluchsee geborgene Wolf bei Überlingen. Quelle: FVA/privat

Niedersachsen: Wölfe reproduzieren sich erfolgreich

Bei dem Wolfsrudel auf dem Truppenübungsplatz Bergen, dem Rudel im Bereich des Ostenholzer Moores sowie bei dem Rudel im Raum Göhrde konnte mittels Foto- bzw. Filmaufnahmen Reproduktion bestätigt werden. Für das Wolfsrudel auf dem Truppenübungsplatz Bergen wurden so mindestens zwei, für das Rudel im Bereich des Ostenholzer Moores mindestens fünf und für das Rudel im Raum Göhrde mindestens neun Welpen nachgewiesen.

Am 07.07.2017 wurde im Landkreis Heidekreis auf der B209 bei Bispingen eine durch Verkehrsunfall  getötete Fähe aufgefunden (JAWINA berichtete). Da diese laktierend – also milchführend –  war, ist auch hier eine Reproduktion bestätigt. Klarheit ob es sich hierbei um die Fähe des Rudels auf dem Truppenübungsplatz Munster handelt, kann nur eine genetische Analyse liefern. Das Tier befindet sich derzeit im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zur weiteren Untersuchung.

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Niedersachsende: Säugende Wolfsfähe überfahren

+++ Sachsen: Lausitz-Wölfe fressen Biber +++ Sachsen: Wolf bei Hoyerswerda überfahren +++ Österreich: Wolf im Burgenland gesichtet +++ Brandenburg: Gefressen ja, gerissen nein: Kälber im Spreewald nicht von Wolf getötet

Im niedersächsischen Heidekreis ist eine säugende Wolfsfähe überfahren worden. Aus dem Gesäuge des Tiers sei noch Milch geflossen, wie der NDR berichtet. Aus welchem Rudel das Tier stammt ist demnach noch unbekannt. Es spreche aber viel dafür, dass es sich um eine junge Wölfin aus dem Munsteraner Rudel handelt.

Auf bis zu sieben bis neun Prozent beläuft sich der Anteil von Bibern an der Nahrung der Lausitz-Wölfe. Insbesondere in der Umgebung der Königsbrücker Heide sei dieses Phänomen zu beobachten, wie die Lausitzer Rundschau berichtet. Dort gebe es gesättigte Biberpopulationen. Die Jungtiere würden auf der Suche nach eigenen Revieren abwandern und dabei leichte Beute von Wölfen werden. SE

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Niedersachsen: Wölfe verfolgen Radfahrerin

Eine Frau, die mit ihrem Labrador eine Fahrradtour in Altluneberg (Landkreis Cuxhaven) unternahm, ist von zwei Wölfen verfolgt worden. Einem Bericht auf nord24 zufolge machte die Frau eine Pause in der Nähe einer Weide. Als sie sich wieder auf ihr Fahrrad setzte, entdeckte sie die Wölfe im Wald. Die Wölfe erhoben sich in dem Moment, als sie wieder auf das Rad stieg. Laut fluchend und ihren Hund anfeuernd habe sie die Straße bis zum nächsten Gehöft im Renntempo zurückgelegt. Sie habe sich Sorgen um ihren Hund gemacht und große Angst gehabt, hinzufallen. Die Wölfe seien etwa 25 Meter neben ihr im Wald mitgelaufen. Nachdem die Frau sich auf dem Bauernhof in Sicherheit gebracht hatte, traute sie sich nicht mehr allein durch Wald und Wiesen nach Hause, so nord24. Die Bäuerin musste sie begleiten. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf nord24. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Welpe ist nicht gleich Heuler: Was beim Umgang mit Jungtieren zu beachten ist

Von Anfang Juni bis Mitte Juli kommen in der Regel die Seehundwelpen zur Welt. Traditionell ist dies auch die Zeit, in der die ersten Heuler in die Seehundstation Nationalpark-Haus in Norden-Norddeich eingeliefert werden. Nicht selten ist es der Mensch, der die Jungtiere der Seehunde erst zu Heulern macht. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) nimmt die in Niedersachsen gestarteten Sommerferien zum Anlass, auf die wichtigsten Verhaltensregeln hinzuweisen.

„Als Heuler werden Jungtiere bezeichnet, die aufgrund von Störungen den Kontakt zu ihrer Mutter verloren haben. Ihr lautes Klagen, das Heulen, sind Rufe nach ihr und haben so zu der Namensgebung geführt“, so Dr. Peter Lienau, Leiter der Seehundstation Nationalpark-Haus. Solche Störungen können verschiedene Gründe haben: Wetterbedingt kann es z.B. bei starken nordwestlichen Winden, Sturmfluten oder Sommergewittern passieren, dass das Jungtier von der Mutter getrennt wird. Starke Strömungen, Wellengang und lauter Wind tragen dazu bei, dass die Mutter ihr Junges trotz ausgiebiger Suche nicht wieder findet.

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Wehrlosigkeit als Politikziel

Welches Welt- und Menschenbild steckt hinter der grünen Waffenphobie?

In Deutschland ist laut Kriminalstatistik eine Zunahme der Gewaltkriminalität gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent zu verzeichnen, bei Mord, Totschlag und Tötung um Verlangen jedoch sogar um 14,3 Prozent, bei sexueller Nötigung und Vergewaltigung um 12,8 Prozent. Wie ist vor diesem Hintergrund die Forderung der niedersächsischen Grünen zu verstehen, nach der nur wenige Wochen zurückliegenden Verschärfung des Waffenrechts, gebetsmühlenartig eine neuerliche deutliche Verschärfung des Waffenrechts zu fordern? „In Deutschland“, heißt es im Programmentwurf der niedersächsischen Grünen für die Landtagswahl 2018, in Deutschland, dem Land mit dem weltweit strengsten Waffengesetz, ergänzen wir, „ist es viel zu einfach, an Schusswaffen zu gelangen.“ Wenn illegale Waffen gemeint wären, könnte man den Grünen vielleicht zustimmen, aber im folgenden geht es fast nur um Legalwaffen: Bundesweites Zentralregister für alle Schusswaffen, Verbot von Großkaliber-Waffen im Schießsport, Halbautomaten-Verbot, Verbot der Lagerung in Privathaushalten, Psychotests – die Liste der Verbotswünsche ist lang und einschlägig bekannt.

Da Legalwaffen in der Kriminalstatistik kaum eine Rolle spielen, sind diese Forderungen als unverhältnismäßige und damit grundgesetzwidrige Eingriffe in bürgerliche Freiheiten zu werten. Doch damit nicht genug: Die Grünen wollen auch den bisher erlaubnisfreien Verkauf von Gas- und Schreckschusswaffen stark einschränken, womit den Bürgern auch die so ziemlich letzte verbliebene Möglichkeit genommen wäre, sich gegen körperlich oder zahlenmäßig überlegene Gegner halbwegs wirksam zu verteidigen. Warum? Ist die Wehrlosigkeit der Bevölkerung ein legitimes Politikziel? „Für uns GRÜNE stehen der Schutz der Opfer und die Sicherheit der Bürger*innen an oberster Stelle“, heißt es im Programmentwurf der Grünen. Dem ist entgegen zu halten: Diese Politik schützt die Täter. Und: Der beste Schutz besteht darin, Opfer gar nicht erst zu Opfern werden zu lassen.

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Niedersachsen: Ministerpräsident für Begrenzung der Wolfspopulation

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will die Zahl der Wölfe in dem Land auf „ein vernünftiges Maß“ begrenzen, wie er im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung erklärte. Er nehme die Ängste und Sorgen der Menschen ausgesprochen ernst, erklärte Weil, vor allem in den Schwerpunktregionen, wo es immer häufiger Kontakt zwischen Menschen und Wölfen gebe. Ihm gehe es dabei auch um die Interessen der Nutztierhalter, die Schäden zu beklagen hätten. Weil kündigte an, das Thema „intensiv“ mit der Bundesregierung besprechen zu wollen. Problemwölfe müssten konsequenter „aus dem Bestand genommen“, Entschädigungen unbürokratisch und in angemessener Höhe geleistet werden, forderte Weil. Auch der Herdenschutz solle weiter gefördert werden. SE

Beitragsbild: Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Quelle: SPD Niedersachsen.

Niedersachsen: Jäger finanzieren Schutz des Birkwilds

Die Balz des Birkwilds mit dem charakteristischen „Kullern“, ist jedes Jahr ein beeindruckendes Naturschauspiel. Von April bis Mai ist die Paarungszeit beim Birkwild, bei der das Kullern – eine anhaltende, tieftonale Lautäußerung des Birkhahns – bis zu drei Kilometer weit zu hören ist. Flankiert von einer Art Tanz, bei der die Birkhähne zwischen einer Dominanz ausdrückenden aufrechten Haltung und kleinen Sprüngen hin- und her wechseln, ist die Birkhuhnbalz ein Naturschauspiel der besonderen Art. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) unterstreicht den Beitrag der Jägerschaft zum Schutz des Birkwilds.

„Das Birkwild war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein Charaktervogel der norddeutschen Moore und Heiden. Heute verfügt Niedersachsen mit einer Restpopulation von etwa 200 Birkhühnern im Großraum der Lüneburger Heide, über eines der letzten autochthonen Vorkommen in Mitteleuropa“, so Dr. Egbert Strauß, Wildbiologe der Landesjägerschaft und Experte auf dem Gebiet der Birkhuhnforschung. Bei einem bundesweiten Vorkommen von etwa 1.200 Individuen komme dem Birkwildvorkommen in Niedersachsen eine besondere Bedeutung zu.

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Wie demokratisch ist PETA?

Auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Dr. Gero Hocker und Jörg Bode (FDP) musste der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) sich mit der Frage befassen, wie demokratisch die militante Tierrechtsorganisation PETA strukturiert ist. Die Antworten sind durchaus aufschlussreich – gerade weil sich der Informationsgehalt in sehr überschaubaren Grenzen hält…

In der Kleinen Anfrage heißt es wörtlich:

„Die Abgeordneten hatten gefragt:

Wie demokratisch ist PETA strukturiert?

Vorbemerkung der Abgeordneten

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat die Klage von PETA auf Anerkennung als verbandsklageberechtigte Organisation abgelehnt. Als Grund für die Nichtanerkennung nannte das Gericht, dass „PETA nicht jedermann eine Mitgliedschaft mit vollem Stimmrecht ermögliche“.

Laut Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg hat PETA in Baden-Württemberg nur drei ordentliche Mitglieder mit vollem Stimmrecht. Bundesweit seien es neun ordentliche Mitglieder, davon zwei Vorstandsmitglieder mit Wohnsitz im Ausland.

1. Wie viele ordentliche Mitglieder hat PETA nach Information der Landesregierung in Niedersachsen?

2. Wie viele davon leben nach Information der Landesregierung in Niedersachsen?

3. Ermöglicht PETA in Niedersachsen nach Information der Landesregierung jedermann eine Mitgliedschaft mit vollem Stimmrecht und, wenn nein, weshalb nicht?

Christian Meyer, niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, beantwortete die Anfrage namens der Landesregierung:

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