Schlagwort-Archive: Niedersachsen

600 km gewandert: Schluchsee-Wolf stammt aus Niedersachsen

Der vor ca. zwei Wochen tot aus dem Schluchsee in Baden-Württemberg geborgene Wolf (JAWINA berichtete) stammt aus Niedersachsen. Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) gab dies bei einer Debatte im Stuttgarter Landtag zum Thema „Wolfsmanagement in Baden-Württemberg“ bekannt. Dem für die DNA-Untersuchung von Wölfen zuständigen Senckenberg-Institut zufolge handelt es sich um einen von drei Welpen, die letztes Jahr im niedersächsischen Schneverdingen gewölft wurden. Das Tier trug die Bezeichnung GW630M. Dass der Wolf erfolgreich die 600 Kilometer Luftlinie zwischen Geburts- und Fundort durchwandert habe, zeigt nach Ansicht von Untersteller, dass es für Wölfe auch in einem so dicht besiedelten Land wie der Bundesrepublik Chancen gebe, zu überleben. Die Ergebnisse der Untersuchung des Wolfs im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung liegen noch nicht vor. SE

Beitragsbild: Der später aus dem Schluchsee geborgene Wolf bei Überlingen. Quelle: FVA/privat

Niedersachsen: Wölfe reproduzieren sich erfolgreich

Bei dem Wolfsrudel auf dem Truppenübungsplatz Bergen, dem Rudel im Bereich des Ostenholzer Moores sowie bei dem Rudel im Raum Göhrde konnte mittels Foto- bzw. Filmaufnahmen Reproduktion bestätigt werden. Für das Wolfsrudel auf dem Truppenübungsplatz Bergen wurden so mindestens zwei, für das Rudel im Bereich des Ostenholzer Moores mindestens fünf und für das Rudel im Raum Göhrde mindestens neun Welpen nachgewiesen.

Am 07.07.2017 wurde im Landkreis Heidekreis auf der B209 bei Bispingen eine durch Verkehrsunfall  getötete Fähe aufgefunden (JAWINA berichtete). Da diese laktierend – also milchführend –  war, ist auch hier eine Reproduktion bestätigt. Klarheit ob es sich hierbei um die Fähe des Rudels auf dem Truppenübungsplatz Munster handelt, kann nur eine genetische Analyse liefern. Das Tier befindet sich derzeit im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zur weiteren Untersuchung.

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Niedersachsende: Säugende Wolfsfähe überfahren

+++ Sachsen: Lausitz-Wölfe fressen Biber +++ Sachsen: Wolf bei Hoyerswerda überfahren +++ Österreich: Wolf im Burgenland gesichtet +++ Brandenburg: Gefressen ja, gerissen nein: Kälber im Spreewald nicht von Wolf getötet

Im niedersächsischen Heidekreis ist eine säugende Wolfsfähe überfahren worden. Aus dem Gesäuge des Tiers sei noch Milch geflossen, wie der NDR berichtet. Aus welchem Rudel das Tier stammt ist demnach noch unbekannt. Es spreche aber viel dafür, dass es sich um eine junge Wölfin aus dem Munsteraner Rudel handelt.

Auf bis zu sieben bis neun Prozent beläuft sich der Anteil von Bibern an der Nahrung der Lausitz-Wölfe. Insbesondere in der Umgebung der Königsbrücker Heide sei dieses Phänomen zu beobachten, wie die Lausitzer Rundschau berichtet. Dort gebe es gesättigte Biberpopulationen. Die Jungtiere würden auf der Suche nach eigenen Revieren abwandern und dabei leichte Beute von Wölfen werden. SE

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Niedersachsen: Wölfe verfolgen Radfahrerin

Eine Frau, die mit ihrem Labrador eine Fahrradtour in Altluneberg (Landkreis Cuxhaven) unternahm, ist von zwei Wölfen verfolgt worden. Einem Bericht auf nord24 zufolge machte die Frau eine Pause in der Nähe einer Weide. Als sie sich wieder auf ihr Fahrrad setzte, entdeckte sie die Wölfe im Wald. Die Wölfe erhoben sich in dem Moment, als sie wieder auf das Rad stieg. Laut fluchend und ihren Hund anfeuernd habe sie die Straße bis zum nächsten Gehöft im Renntempo zurückgelegt. Sie habe sich Sorgen um ihren Hund gemacht und große Angst gehabt, hinzufallen. Die Wölfe seien etwa 25 Meter neben ihr im Wald mitgelaufen. Nachdem die Frau sich auf dem Bauernhof in Sicherheit gebracht hatte, traute sie sich nicht mehr allein durch Wald und Wiesen nach Hause, so nord24. Die Bäuerin musste sie begleiten. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf nord24. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Welpe ist nicht gleich Heuler: Was beim Umgang mit Jungtieren zu beachten ist

Von Anfang Juni bis Mitte Juli kommen in der Regel die Seehundwelpen zur Welt. Traditionell ist dies auch die Zeit, in der die ersten Heuler in die Seehundstation Nationalpark-Haus in Norden-Norddeich eingeliefert werden. Nicht selten ist es der Mensch, der die Jungtiere der Seehunde erst zu Heulern macht. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) nimmt die in Niedersachsen gestarteten Sommerferien zum Anlass, auf die wichtigsten Verhaltensregeln hinzuweisen.

„Als Heuler werden Jungtiere bezeichnet, die aufgrund von Störungen den Kontakt zu ihrer Mutter verloren haben. Ihr lautes Klagen, das Heulen, sind Rufe nach ihr und haben so zu der Namensgebung geführt“, so Dr. Peter Lienau, Leiter der Seehundstation Nationalpark-Haus. Solche Störungen können verschiedene Gründe haben: Wetterbedingt kann es z.B. bei starken nordwestlichen Winden, Sturmfluten oder Sommergewittern passieren, dass das Jungtier von der Mutter getrennt wird. Starke Strömungen, Wellengang und lauter Wind tragen dazu bei, dass die Mutter ihr Junges trotz ausgiebiger Suche nicht wieder findet.

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Wehrlosigkeit als Politikziel

Welches Welt- und Menschenbild steckt hinter der grünen Waffenphobie?

In Deutschland ist laut Kriminalstatistik eine Zunahme der Gewaltkriminalität gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent zu verzeichnen, bei Mord, Totschlag und Tötung um Verlangen jedoch sogar um 14,3 Prozent, bei sexueller Nötigung und Vergewaltigung um 12,8 Prozent. Wie ist vor diesem Hintergrund die Forderung der niedersächsischen Grünen zu verstehen, nach der nur wenige Wochen zurückliegenden Verschärfung des Waffenrechts, gebetsmühlenartig eine neuerliche deutliche Verschärfung des Waffenrechts zu fordern? „In Deutschland“, heißt es im Programmentwurf der niedersächsischen Grünen für die Landtagswahl 2018, in Deutschland, dem Land mit dem weltweit strengsten Waffengesetz, ergänzen wir, „ist es viel zu einfach, an Schusswaffen zu gelangen.“ Wenn illegale Waffen gemeint wären, könnte man den Grünen vielleicht zustimmen, aber im folgenden geht es fast nur um Legalwaffen: Bundesweites Zentralregister für alle Schusswaffen, Verbot von Großkaliber-Waffen im Schießsport, Halbautomaten-Verbot, Verbot der Lagerung in Privathaushalten, Psychotests – die Liste der Verbotswünsche ist lang und einschlägig bekannt.

Da Legalwaffen in der Kriminalstatistik kaum eine Rolle spielen, sind diese Forderungen als unverhältnismäßige und damit grundgesetzwidrige Eingriffe in bürgerliche Freiheiten zu werten. Doch damit nicht genug: Die Grünen wollen auch den bisher erlaubnisfreien Verkauf von Gas- und Schreckschusswaffen stark einschränken, womit den Bürgern auch die so ziemlich letzte verbliebene Möglichkeit genommen wäre, sich gegen körperlich oder zahlenmäßig überlegene Gegner halbwegs wirksam zu verteidigen. Warum? Ist die Wehrlosigkeit der Bevölkerung ein legitimes Politikziel? „Für uns GRÜNE stehen der Schutz der Opfer und die Sicherheit der Bürger*innen an oberster Stelle“, heißt es im Programmentwurf der Grünen. Dem ist entgegen zu halten: Diese Politik schützt die Täter. Und: Der beste Schutz besteht darin, Opfer gar nicht erst zu Opfern werden zu lassen.

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Niedersachsen: Ministerpräsident für Begrenzung der Wolfspopulation

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will die Zahl der Wölfe in dem Land auf „ein vernünftiges Maß“ begrenzen, wie er im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung erklärte. Er nehme die Ängste und Sorgen der Menschen ausgesprochen ernst, erklärte Weil, vor allem in den Schwerpunktregionen, wo es immer häufiger Kontakt zwischen Menschen und Wölfen gebe. Ihm gehe es dabei auch um die Interessen der Nutztierhalter, die Schäden zu beklagen hätten. Weil kündigte an, das Thema „intensiv“ mit der Bundesregierung besprechen zu wollen. Problemwölfe müssten konsequenter „aus dem Bestand genommen“, Entschädigungen unbürokratisch und in angemessener Höhe geleistet werden, forderte Weil. Auch der Herdenschutz solle weiter gefördert werden. SE

Beitragsbild: Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Quelle: SPD Niedersachsen.

Niedersachsen: Jäger finanzieren Schutz des Birkwilds

Die Balz des Birkwilds mit dem charakteristischen „Kullern“, ist jedes Jahr ein beeindruckendes Naturschauspiel. Von April bis Mai ist die Paarungszeit beim Birkwild, bei der das Kullern – eine anhaltende, tieftonale Lautäußerung des Birkhahns – bis zu drei Kilometer weit zu hören ist. Flankiert von einer Art Tanz, bei der die Birkhähne zwischen einer Dominanz ausdrückenden aufrechten Haltung und kleinen Sprüngen hin- und her wechseln, ist die Birkhuhnbalz ein Naturschauspiel der besonderen Art. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) unterstreicht den Beitrag der Jägerschaft zum Schutz des Birkwilds.

„Das Birkwild war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein Charaktervogel der norddeutschen Moore und Heiden. Heute verfügt Niedersachsen mit einer Restpopulation von etwa 200 Birkhühnern im Großraum der Lüneburger Heide, über eines der letzten autochthonen Vorkommen in Mitteleuropa“, so Dr. Egbert Strauß, Wildbiologe der Landesjägerschaft und Experte auf dem Gebiet der Birkhuhnforschung. Bei einem bundesweiten Vorkommen von etwa 1.200 Individuen komme dem Birkwildvorkommen in Niedersachsen eine besondere Bedeutung zu.

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Wie demokratisch ist PETA?

Auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Dr. Gero Hocker und Jörg Bode (FDP) musste der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) sich mit der Frage befassen, wie demokratisch die militante Tierrechtsorganisation PETA strukturiert ist. Die Antworten sind durchaus aufschlussreich – gerade weil sich der Informationsgehalt in sehr überschaubaren Grenzen hält…

In der Kleinen Anfrage heißt es wörtlich:

„Die Abgeordneten hatten gefragt:

Wie demokratisch ist PETA strukturiert?

Vorbemerkung der Abgeordneten

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat die Klage von PETA auf Anerkennung als verbandsklageberechtigte Organisation abgelehnt. Als Grund für die Nichtanerkennung nannte das Gericht, dass „PETA nicht jedermann eine Mitgliedschaft mit vollem Stimmrecht ermögliche“.

Laut Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg hat PETA in Baden-Württemberg nur drei ordentliche Mitglieder mit vollem Stimmrecht. Bundesweit seien es neun ordentliche Mitglieder, davon zwei Vorstandsmitglieder mit Wohnsitz im Ausland.

1. Wie viele ordentliche Mitglieder hat PETA nach Information der Landesregierung in Niedersachsen?

2. Wie viele davon leben nach Information der Landesregierung in Niedersachsen?

3. Ermöglicht PETA in Niedersachsen nach Information der Landesregierung jedermann eine Mitgliedschaft mit vollem Stimmrecht und, wenn nein, weshalb nicht?

Christian Meyer, niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, beantwortete die Anfrage namens der Landesregierung:

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„Dreistelliger Wolfsbestand in Niedersachsen“

Am 30. April 2017 endete das Wolfsmonitoringjahr 2016/2017. Unter Vorbehalt noch ausstehender Meldungen und abzuschließender Bewertungen, veröffentlicht die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN)  die aktuellen Daten zur niedersächsischen Wolfspopulation.

„Im Rahmen der nationalen Monitoringstandards konnten in Niedersachsen elf Gebiete mit territorialem Wolfsvorkommen bestätigt werden – hierunter fallen die aktuell bestätigten neun reproduzierenden Wolfsrudel“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.  Räumlich verortet sind diese in den Bereichen Munster, Bergen, Gartow, Eschede, Cuxhaven, Wietzendorf, Schneverdingen, Göhrde und Ostenholz. „Sicher nachgewiesen werden konnten im Rahmen des Monitorings in diesem Zeitraum mindestens 44 Welpen“, so Reding weiter. Bei den beiden anderen territorialen Wolfsvorkommen handelt es sich um ein Wolfspaar im Bereich Barnstorf sowie einen residenten Einzelwolf im Bereich Ebstorf.

Zudem gibt es Gebiete in denen ein territoriales Vorkommen sehr wahrscheinlich ist, jedoch der endgültige Nachweis noch aussteht. Im Raum Visselhövede zum Beispiel, konnten im November und Dezember 2016 jeweils fünf Wölfe anhand von Fotofallenaufnahmen nachgewiesen werden. Bevor dieses Rudel aber als solches offiziell bestätigt werden kann, wird behördlicherseits ein genetischer Nachweis verlangt, um auszuschließen, dass es sich bei diesen Tieren um ein benachbartes Rudel handelt. Ähnlich gelagert war die Situation im Bereich Ostenholz: Dort wurden im August 2016 fünf Welpen anhand von Fotofallenaufnahmen bestätigt. Ergebnisse genetischer Untersuchungen lieferten aber erst jetzt den offiziellen Nachweis, dass es sich bei den Tieren nicht um Mitglieder des benachbarten Rudels in Bergen handelt. „Das Rudel im Raum Ostenholz ist damit das neunte in Niedersachsen nachgewiesene“, so Reding.

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Niedersachsen: „Schutz von Weidetieren gegen Wolf funktioniert“

FDP Niedersachsen will Wolf ins Jagdrecht aufnehmen

Der Anstieg der Zahl von gemeldeten Wolfsrissen von 165 im Jahr 2015 auf 175 in 2016 zeigt nach Ansicht des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel (Grüne), dass die Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Weidetieren gegen den Wolf funktionieren. Denn da die Wolfspopulation wachse, stagniere folglich die Zahl der Wolfsrisse, so Wenzel in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

Nachdem bereits die niedersächsische CDU-Fraktion eine Obergrenze für Wölfe gefordert und einen Sieben-Punkte-Plan zur Regulierung der Wolfspopulation vorgelegt hatte (JAWINA berichtete), fordert nun auch die FDP die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. Ein entsprechender Beschluss wurde auf dem FDP-Parteitag am Wochenende in Braunschweig gefasst. Die Zunahme der Wolfspopulation soll dem FDP-Beschluss zufolge auf fünf Prozent pro Jahr begrenzt werden. Momentan betrage die jährliche Zunahme 30 Prozent, heißt es in der NOZ. CDU und FDP warfen der rot-grünen Landesregierung vor, „die Akzeptanz des Wolfes in der Bevölkerung aufs Spiel zu setzen, weil sie bei Problemen zu zögerlich handle“, so die NOZ. SE

Beitragsbild: Headline des zitierten und verlinkten Beitrags in der NOZ. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Niedersachsen: CDU wirft Umweltminister „Hantieren mit falschen Zahlen bei Nutztierrissen“ vor

 In der heutigen Sitzung des Umweltausschusses des Niedersächsischen Landtags hat der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann den Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) für seine Wolfspolitik kritisiert: „Es interessiert den Umweltminister herzlich wenig, dass seit Rückkehr des Wolfes allein in Niedersachsen 540 Weidetiere gerissen worden sind, darunter 22 Rinder. Stattdessen spricht er im heutigen Ausschuss von lediglich 312 Nutztierrissen: Ein Wert, der sich nicht mit den Zahlen der Landesjägerschaft deckt.“

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Niedersachsen: Wolf beißt Stromzaun durch und reißt Tiere

Eine „neue Qualität“ sei das und „bundesweit einmalig:“ Bei Ellerndorf im Landkreis Uelzen hat ein Wolf den Stromzaun einer Weide durchgebissen und drei Ziegen und drei neugeborene Lämmer gerissen. Das berichtet az-online.de. Weder der Herdenschutzhund, noch der als Geheimwaffe gegen Wolfsangriffe gepriesene Esel konnten den Wolf von diesen Nutztierrissen abhalten. Fassungslos äußert sich der betroffene Schäfer gegenüber az-online.de: Er könne es nicht begreifen, sagt der Mann: „Die Lämmer wurden letzte Nacht geboren und durften den Sonnenaufgang nicht mehr erleben.“ Es ist bereits der siebte Rissvorfall, den der Schäfer hinnehmen muss. Er will jetzt seine Weiden mit einem weiteren, über einen Meter hohen Stromzaun zusätzlich sichern. SE

Beitragsbild: Isolierte Kneifzange. Foto: SE

Niedersachsen: CDU fordert Regulierung der Wolfspopulation

Sieben-Punkte-Plan für nachhaltigen Umgang mit dem Wolf aufgestellt

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann fordert die rot-grüne Landesregierung auf, die Wolfspopulation in Niedersachsen auf Grundlage eines Sieben-Punkte-Plans zu regulieren. „Die Wolfspopulation in Niedersachsen umfasst derzeit gut 80 Wölfe. Experten zufolge wird sie mit einer Steigerungsrate von über 30 Prozent pro Jahr erheblich wachsen“, so Angermann. „Gleichzeitig werden vermehrt Weidetiere vor allem in Grünland- und Deichregionen gerissen und Wölfe häufiger auch in bewohnten Gebieten beobachtet – eine Regulierung der Wolfspopulation ist daher zwingend erforderlich.“

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Niedersachsen: Anhörung zur Novellierung des Landesjagdgesetzes

LJN: Landesjägerschaft gesprächsbereit – rechtliche Ausgestaltung muss stimmen

Am heutigen Mittwoch findet im Niedersächsischen Landtag die Anhörung zu einer kleinen Novellierung des Niedersächsischen Jagdgesetzes statt. Im Kern soll es bei der Novellierung um die Aufhebung des Verbots von Schallminderen, die Einführung eines Schießübungsnachweises sowie die verpflichtende Einführung von bleifreier Munition gehen. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) ist zu diesen Punkten gesprächsbereit, wenn die rechtlichen  Ausgestaltungen stimmen, sieht aber auch verfassungsrechtliche Probleme. Der erste Punkt der geplanten Novellierung, die Aufhebung des Verbots von Schallminderen im Niedersächsischen Jagdgesetz, ist Ländersache und diesen Vorstoß begrüßt die Landesjägerschaft ausdrücklich. Hintergrund dieser geplanten Änderung sind Aspekte des Gesundheitsschutzes: Der Mündungsknall am Gewehr soll so bei Schussabgabe minimiert werden. Entscheidend sei hier, dass die Aufhebung des Verbots dann auch für alle  gelte. „Gesundheitsschutz ist unteilbar. Folglich darf die Verwendung von Schallminderen auch nicht auf bestimmte Personenkreise wie Förster oder  Berufsjäger beschränkt sein“, so der Justitiar der Landesjägerschaft Clemens Hons. Eine Bedarfsprüfung im Einzelfall zu Lasten der Jäger, dürfe das Gesetz nicht vorsehen.

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Niedersachsen: LJN befremdet über Schuldzuweisungen durch Umweltminister

Irritiert und befremdet zeigt sich die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) über jüngste Äußerungen aus dem Umweltministerium zum Thema Wolf und den zunehmend auftretenden Konfliktsituationen. Zwar ist es zu begrüßen, dass nun auch Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel bekundet, einen pragmatischeren Umgang mit dem Thema Wolf einschlagen zu wollen, seine Situationsanalyse offenbart allerdings nach wie vor eine deutliche Verkennung der Sachlage.

„Wer lange Zeit den Sorgen und Nöten von Nutztierhaltern und Bevölkerung nur mit Worthülsen begegnet und dann –  wenn es brennt – versucht für die eigenen Versäumnisse Nutztierhalter und Jäger in Mithaftung zu nehmen, wirkt nicht nur hilflos sondern gefährdet auch sein eigenes Wolfsmanagement“, so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen mit Blick auf jüngste Äußerungen aus dem Umweltministerium.

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Neues Wolfsrudel in der Lüneburger Heide

Brandenburg: Traktorfahrerin filmt Wolf mit gerissenem Reh

In der Lüneburger Heide ist ein weiteres Wolfsrudel nachgewiesen worden, wie der NDR berichtet. In Niedersachsen sind damit zehn Wolfsrudel offiziell bekannt. In den Naturschutzgebieten der Lüneburger Heide soll jetzt der Herdenschutz der für die Landschaftspflege unentbehrlichen Heidschnucken verbessert werden.

Bei Proschim in der Niederlausitz (Landkreis Spree-Neiße) hat eine Traktoristin einen Wolf gefilmt, der mit einem gerissenen Reh im Fang über das frisch gemulchte Grünland zieht. Das Video gibt es bei der MAZ zu sehen. Die Chefin des Agrarbetriebs beklagt gegenüber der MAZ, dass sie sieben bis zehn Kälber im Jahr durch Wölfe verliere und das Wolfsmanagement zu bürokratisch und langwierig sei. Es sei verantwortungslos, dass der Wolf nicht reguliert werde. SE

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Niedersachsen: Grüne wollen Verbot von Waffenaufbewahrung in Privathaushalten

Alles schon mal dagewesen, werden die älteren Bewohner der neueren Bundesländer seufzen, schließlich war es schon zu DDR-Zeiten so, dass Jagdwaffen beim örtlichen Vopo-Depot einzulagern waren: Die Grünen haben auf dem niedersächsischen Landesparteitag, der am Sonnabend in Oldenburg stattfand, tradierten grünen Ritualen folgend weitgehende Verschärfungen des Waffenrechts beschlossen. So wollen die vor allem als Verbotspartei bekannten Grünen mit der Forderung nach einem grundsätzlichen Verbot, Waffen in Privathäusern zu lagern, in den Wahlkampf ziehen, was wohl „nicht jedem der rund 60 000 Jäger in Niedersachsen gefallen“ dürfte, wie die Nordwest-Zeitung dezent untertreibend vermutet. Ausnahmen sollen nur in wenigen, behördlich streng kontrollierten Einzelfällen möglich sein. Immerhin gab es eine Diskussion um diesen Abstimmungspunkt, der grüne Kreistagsabgeordnete Markus Jordan sprach sich gegen das Aufbewahrungsverbot aus und wies dem NDR zufolge auf die bereits bestehende Sicherheitsregelungen und Kontrollen für Jäger hin. SE

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Jagdbericht Niedersachsen: Schalenwildarten und Neozoen nehmen stetig zu

Bestände von Niederwildarten bereiten weiter Sorge – Landwirtschaftsministerium und Landesjägerschaft stellen Jagdbericht vor

Die Bestände bei Niederwildarten wie Fasan und Rebhuhn geben in Niedersachsen weiterhin Anlass zur Sorge. Gleichzeitig nehmen Schalenwildarten wie das Reh-, Rot- und Schwarzwild sowie die eingewanderten Arten Nutria und Waschbär weiter zu und werden daher verstärkt bejagt. Dies sind einige der Schwerpunktthemen im Landesjagdbericht 2015/2016, der gemeinsam vom Landwirtschaftsministerium und der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) vorgestellt wird. Auch der 14. Landesjagdbericht gibt detailliert Auskunft über die regional aufgeschlüsselte Entwicklung der einzelnen Jagdstrecken.

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Niedersachsen: Rot-grüne Regierung legt Entwurf für Jagdgesetz-Novelle vor

Verbot von Bleimuntion und Schießnachweis gefordert, Schalldämpfer für Jagdwaffen sollen genehmigt werden

Die rot-grüne Regierungskoalition in Niedersachsen hat gestern (30.11.) einen Entwurf für eine Novellierung des Landesjagdgesetzes vorgelegt. Der Entwurf ist nicht öffentlich. Aus Reaktionen der Opposition lässt sich jedoch auf wesentliche geplante Neuregelungen schließen. So scheint ein Verbot bleihaltiger Munition vorgesehen sowie ein verbindlicher jährlicher Schießnachweis. Dafür soll wohl wie in anderen Bundesländern die Möglichkeit geschaffen werden, Schalldämpfer für Jagdwaffen auf Antrag genehmigt zu bekommen. Dies ergibt sich aus einer Pressemitteilung der CDU-Opposition, in der es heißt: „Grundsätzlich steht die CDU-Fraktion Änderungen im Jagdgesetz hinsichtlich der Verwendung bleifreier Munition und Schalldämpfern sowie einem jährlichen Schießnachweis von Jägern aufgeschlossen gegenüber. Vor einer Novellierung des Jagdgesetzes müssen allerdings wichtige Detailfragen, die SPD und Grüne bislang offen gelassen haben, geklärt werden.“

So forderte der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens eine Übergangsfrist vor dem verbindlichen Bleiausstieg: „Vor einem Verbot bleihaltiger Munition muss es solange eine Übergangsregelung geben, wie alternative Munition bei der tierschutzgerechten Tötung noch die bekannten, erheblichen Defizite hat“, erklärt Denke-Jöhrens. Die CDU habe für die Anhörung den Verband der Berufsjäger benannt, der in dieser Frage aussagekräftiges Datenmaterial aus der Jagdpraxis liefern werde.

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Niedersachsen: Neuntes Wolfsrudel nachgewiesen

Wölfe im Raum Visselhövede – Fotofallenbilder belegen Präsenz von fünf Wölfen

Im Raum Visselhövede im Landkreis Rotenburg (Wümme) konnte nun mittels Fotofallenbildern die Präsenz von fünf Wölfen nachgewiesen werden. Der Nachweis gelang durch eine Serie von Bildern, die hintereinander fünf Wölfe aufgenommen haben. „Wir gehen von einem neuen Rudel aus – es wäre aktuell das neunte in Niedersachsen“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. Allerdings sei behördlicherseits unter Berücksichtigung der nationalen Monitoringstandards  noch ein eindeutiger genetischer Nachweis zu erbringen. Die Landesjägerschaft Niedersachsen führt neben dem landesweiten, passiven Wolfsmonitoring bei unklaren Situationen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Wolfsberatern und den Jägern vor Ort auch aktive Monitoringmaßnahmen durch. In der Vergangenheit konnten mithilfe dieser aktiven Maßnahmen so bereits die Rudel im Raum Gartow, im LK Cuxhaven sowie bei Wietzendorf bestätigt werden.

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LJN: Weitere Verschärfung des Waffengesetzes ist abwegig

LJN lehnt Vorstoß des Landesvorstands der niedersächsischen Grünen zur Verschärfung des Waffengesetzes ab / Legalwaffenbesitzer werden unter unzulässigen Generalverdacht gestellt

Der Vorstoß des Landesvorstands der niedersächsischen Grünen eine Verschärfung des Waffenrechts zu fordern, stößt bei der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) auf Unverständnis und Ablehnung. „Wer sich ernsthaft Gedanken um die Innere Sicherheit macht, muss sich auf die illegalen Waffen konzentrieren“, so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen. „Verschärfungen des Waffengesetzes zu fordern ist hingegen reiner Populismus, denn das Problem sind die illegalen Waffen und diesem Problem wird man nicht Herr, indem man zuverlässige und gesetzestreue Legalwaffenbesitzer – insbesondere  Jäger und Schützen – unter einen unzulässigen Generalverdacht stellt“, so Dammann-Tamke weiter.

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Niedersachsen: Reproduktionsnachweise bei Wölfen aus Bergen und Wietzendorf

Statusänderung auf dem Gelände Schießplatz Rheinmetall

Bei dem Wolfsrudel auf dem Truppenübungsplatz Bergen sowie bei dem Wolfsrudel im Raum Wietzendorf konnte Reproduktion nachgewiesen werden. Beide Nachweise gelangten über Fotofallenaufnahmen des Bundesforstbetriebes Lüneburger Heide in das Monitoring. Auf dem Truppenübungsplatz Bergen konnten vier, bei dem Wietzendorfer Rudel drei Welpen nachgewiesen werden. Letzteres Rudel scheint zudem sein Territorium in Richtung des Truppenübungsplatzes Munster-Süd verlagert zu haben – in diesem Bereich entstanden die Fotofallenbilder. Die Bestätigung, dass es sich bei den dort fotografierten Welpen um diejenigen des Wietzendorfer Rudels handelt, konnte mittels eines genetischen Nachweises geführt werden.

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Niedersachsen: Landtag stimmt Verlängerung der Kormoran-VO zu

Auf Antrag von CDU und FDP hat der Landtag in seiner gestrigen Sitzung der Verlängerung der Kormoran-Verordnung zugestimmt. Damit können unter bestimmten Voraussetzungen in Niedersachsen auch weiterhin Kormorane vergrämt oder getötet werden, um Schäden von Fischerei und Tierwelt abzuwenden. Dazu erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens: „Heute ist ein guter Tag für die niedersächsischen Fischer, Angler, Teichwirte und Fischzüchter. Die bewährte niedersächsische Kormoranverordnung wird für drei Jahre fortgeführt, die Fraßschäden durch den Kormoran somit reduziert.“

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Niedersachsen: Mehr Geld für Wolfsschutz bei Rinderhaltern

Land fördert Anschaffung von Zäunen und Herdenschutzhunden

In Teilen der Landkreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg/ Wümme fördert das Land Niedersachsen künftig auch für Rinderhalter im Haupt- und Nebenerwerb die Anschaffung von wolfsabweisenden Herdenschutzmaßnahmen gemäß der „Richtlinie Wolf“ des Landes. Bezuschusst werden in vielen Gemeinden dieser Landkreise unter anderem der Erwerb von Elektrozäunen und Herdenschutzhunden. „Grund hierfür ist, dass in diesem Gebiet drei Rinderrisse in einem Zeitraum von zwölf Monaten nachweislich von Wölfen verursacht wurden“, erklärte Nicola Georgy vom Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz). In diesen Fällen sieht die „Richtlinie Wolf“ des Landes vor, dass neben den Haltern von Schafen, Ziegen und Gatterwild auch Rinderhalter bei der Durchführung von Präventionsmaßnahmen im Umkreis der Orte, an denen sich die Risse ereignet haben, unterstützt werden.

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Niedersachsen: Kormoranverordnung verlängert

Die Kormoranverordnung des Landes Niedersachsen wird auf Antrag von CDU und FDP in ähnlicher Form weitergeführt. Kormorane dürfen demnach ab 2017 für weitere drei Jahre auf allen Binnengewässern mit Fischereirecht bejagt werden, so die niedersächsische CDU-Fraktion in einer Pressemitteilung:. „Die Entscheidung war längst überfällig“, kritisiert darin der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens. „SPD und Grüne haben sechs Monate fraktionsinterne Gespräche geführt. Offenbar wollten die Regierungsfraktionen aus Rücksicht auf die Grünen-Wähler einer Verlängerung der Kormoranverordnung nicht vor den Kommunalwahlen zustimmen.“

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Zwei Versionen einer Pressemitteilung

Die Landesforsten Niedersachsen führen einen Schießnachweis ein – gut. Dazu bringen sie zwei Pressemitteilungen, die sich deutlich unterscheiden. Die krasse Altersdiskriminierung der ersten Version durch einen öffentlichen Träger ist dann wohl doch noch einem aufgefallen.

Version 1:

Braunschweig – Die Landesforsten reagieren auf das
zunehmende Alter vieler Jäger und führen für alle gut 2000
Jagdscheinbesitzer in ihren Wäldern einen Schießnachweis ein. Wer
weiter in den Landesforsten jagen möchte, muss mindestens einmal im
Jahr auf dem Schießstand oder im sogenannten Schießkino mit einer
entsprechenden Waffe trainieren und einen Nachweis darüber vorlegen.
Die Regelung greift ab 1. Oktober, sagte am Donnerstag der Sprecher
der Landesforsten, Dennis Glanz. In anderen Bundesländern gebe es
vergleichbare Vorgaben bereits.

«Reflexe, Beweglichkeit und Sinne lassen mit dem Alter nach, deshalb
ist die regelmäßige Übung mit der Waffe wichtig», sagte der Sprecher.
Die neue Regel mache die Jagd auch tierschutzgerechter: «Wir müssen
sicherstellen, dass ein Schuss so gut ist, dass er das Tier tötet und
es sich nicht unnötig quält.» Der Wald sei heute stärker ein
Mischwald, das Gelände sei deswegen anspruchsvoller geworden.

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Niedersachsen: Moorenten am Steinhuder Meer ausgewildert

Aktivisten von Nabu, der Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer und der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen haben im Beisein von Umweltminister Christian Meyer (Grüne) 30 Moorenten am Steinhuder Meer ausgewildert. Die Moorente galt seit den Achtziger Jahren in Niedersachsen als ausgestorben. Im Rahmen des seit 2012 laufenden Programms zur Wiederansiedlung sind bislang 400 Enten ausgewildert worden. 2015 schlüpften die ersten wild erbrüteten Moorenten. SE

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Niedersachsen: Land fördert Wolfsschutz für Rinderhalter

+++ Wolf reißt Schafe trotz Herdenschutzhunden +++ Wölfe sollen Hütehund gerissen haben +++

Wurden bislang nur für Schaf- und Ziegenhalter Herdenschutzmaßnahmen gegen Wolfsangriffe aus Steuermitteln finanziert, so sollen nun auch Schutzzäune und Herdenschutzhunde für Rinderhalter gefördert werden. Das verkündet der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in einer Pressemitteilung: „In einem Umkreis von 30 Kilometern rund um Wietzendorf fördert das Land Niedersachsen künftig auch für Rinderhalter im Haupt- und Nebenerwerb die Anschaffung von wolfsabweisenden Herdenschutzmaßnahmen gemäß der „Richtlinie Wolf“ des Landes. Bezuschusst werden unter anderem der Erwerb von Elektrozäunen und Herdenschutzhunden. „Grund hierfür ist, dass in diesem Gebiet seit September 2015 drei Kälberrisse in einem Zeitraum von zwölf Monaten nachweislich von Wölfen verursacht wurden“, erklärte Jana Sprenger vom Wolfsbüro des NLWKN. In diesen Fällen sieht die „Richtlinie Wolf“ des Landes vor, dass neben den Haltern von Schafen, Ziegen und Gatterwild auch Rinderhalter bei der Durchführung von Präventionsmaßnahmen unterstützt werden.

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CDU: Minister Wenzel verschwieg Beweise für Gewöhnung des Wolfs an Menschen

Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann wirft dem niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) vor, Bildbeweise für die Gewöhnung des mittlerweile erschossenen Munsteraner Problemwolfs der Öffentlichkeit vorenthalten zu haben. In einer Pressemitteilung der CDU-Fraktion heißt es dazu: „Wie der NDR berichtet, existieren zahlreiche Foto- und Filmaufnahmen, die die Gewöhnungen von Wölfen aus dem Munsteraner Rudel an den Menschen belegen. Dazu sagt der Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann: „Es kann nicht sein, dass der zuständige Minister Wenzel die Öffentlichkeit über Monate mit Mutmaßungen abspeist, während der Beweis längst vorliegt. Offenbar hat Wenzel die Menschen über Monate hinweg bewusst getäuscht, wenn Fragen nach den Ursachen für das untypische Verhalten von Wölfen gegenüber dem Menschen gestellt wurden.“

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Niedersachsen: Neues Wolfsrudel nachgewiesen

Reproduktionsnachweis in Munster

In der Lüneburger Heide, im Raum Schneverdingen, konnte ein neues Wolfsrudel in Niedersachsen nachgewiesen werden. Der Nachweis wurde über die genetische Analyse eines Wolfswelpen geführt. Der Welpe, ein weibliches Tier,  war am 20. Juni von einer Familie aufgefunden worden und wurde auf Veranlassung des Niedersächsischen Landesamtes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) für einige Tage in der Wildtierauffangstation der Wildtierhilfe Lüneburger Heide untergebracht. Am 28. Juni veranlasste das NLWKN die Freilassung. Während dieser Zeit wurde an das Labor für Wildtiergenetik des Senckenberg-Instituts eine Genetikprobe übersendet. Das Ergebnis dieser Probe liegt vor und hat ergeben, dass es sich um einen Reproduktionsnachweis eines neu etablierten Rudels handelt. Durch die Analyse der Genetik des Wolfwelpens, konnten auch die Elterntiere genetisch bestimmt werden: Bei der Wolfsfähe handelt es sich um einen Nachkommen aus dem Gartower Rudel, der Rüde wurde im Jahr 2014 bei Sternberg in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen und entstammt der Zentraleuropäischen Flachlandpopulation.

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Angelverbot an hunderten von Flusskilometern, drastische Einschränkungen der Freizeitfischerei

Nachdem bislang vornehmlich Jäger und andere Legalwaffenbesitzer von der grassierenden Verbieteritis in der Politik betroffen waren, kriegen jetzt die Angler ihr Fett weg: In der vom NLWKN und Landkreistag erstellten Musterverordnung für Naturschutzgebiete sieht der niedersächsische CDU-Abgeordnete und umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer, ein „Misstrauensvotum gegen Niedersachsens Angler.“ In einer Pressemeldung der Fraktion heißt es: „Bei der Erstellung einer weitreichenden Verordnung werden ausgerechnet die Experten für Gewässerschutz und Erhalt der Artenvielfalt – die Fischer und Angler – außen vor gelassen. Ihnen wird stattdessen eine Musterverordnung vorgesetzt, die ohne weiteres ein Angelverbot an hunderten von Flusskilometern bedeuten kann. Damit droht den Mitgliedern von Niedersachsens größtem Naturschutzverband von heute auf morgen der Ausschluss von ihren gepachteten Gewässern. Diejenigen, die mit großem finanziellen und personellen Aufwand zum Erhalt und zur Pflege unserer Natur beitragen, würden aus Gründen des Naturschutzes vom Gewässer verbannt – wie grotesk.“ Weiterlesen

Niedersachsen: LJN lehnt Gesetz zur Intervallbejagung ab

Novellierung des § 26 des NJagdG wird trotz erheblicher Bedenken vieler Verbände umgesetzt – CDU: Jagdgesetz-Änderung schadet Landwirten

Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) lehnt das heute vom Niedersächsischen Landtag verabschiedete Gesetz zur Änderung des Paragraphen 26 des Niedersächsischen Jagdgesetzes entschieden ab. Bei der Gesetzesänderung geht es im Kern um die bereits im Jahr 2014 angekündigte Einführung einer Intervallbejagung in Vogelschutzgebieten. Damals hatte der Gesetzgebungs- und Beratungsdienst des Landtags das Vorhaben gestoppt, weil das jetzige Nds. Jagdgesetz eine Intervalljagd nicht zulässt.

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Niedersachsen: Maulkorberlass für Wolfsberater?

Das von dem grünen Minister Stefan Wenzel geführte niedersächsische Umweltministerium hat ein „Statement zur „Unterrichtung durch die Landesregierung über den Sachstand zu den geplanten Leitlinien für Wolfsberaterinnen und Wolfsberater„“ abgegeben. Darin heißt es: „Das Umweltministerium (MU) erörtert in einem konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten allgemeine Leitlinien für die Arbeit der Wolfsberaterinnen und Wolfsberater in Niedersachsen. […]

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Landvolk Niedersachsen: Kein Bedarf für Jagdgesetz-Änderung

Das Landvolk Niedersachsen und der Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) sehen keinen Bedarf zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes. Beide Verbände lehnen in einer Stellungnahme zur Einführung der sogenannten Intervalljagd in Vogelschutzgebieten eine weitere Einschränkung der Jagd ab. Die Jagdausübung in EU-Vogelschutzgebieten dürfe nicht im Gegensatz zu den Zielen der europäischen Vogelschutzrichtlinie wie auch der FFH-Richtlinie erfolgen, begründet das Landvolk. Es sei in diesen Schutzgebieten kein Fall bekannt, in dem die Jagdausübung ursächlich den geforderten guten Erhaltungszustand einer wertgebenden Art beeinträchtige. Die Bejagung folge vielmehr den Prinzipien einer nachhaltigen Nutzung.

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