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Österreich: Wölfe auf dem Truppenübungsplatz sorgen für Diskussionen

+++ WWF: Jäger in Niederösterreich sollen „Hetze“ gegen Wolf beenden +++ NRW: Landwirte im Kreisverband Ennepe-Ruhr/Hagen entzünden Mahnfeuer gegen Wölfe +++

Die wachsende Wolfspopulation auf dem niederösterreichischen Truppenübungsplatz Allentsteig sorgt für Streit zwischen Bauern, Jägern und Naturschützern. Die zunehmende Zahl von Nutztierrissen verärgert die Bauern, die mittlerweile stark dezimierte Mufflonpopulation und die zunehmend problematische Entwicklung beim Rotwild erzürnt die Jäger. „Die Ausrottung einer Wildart, die seit Jahrzehnten im Truppenübungsplatz gelebt hat, ist anscheinend egal. Wenn nur der liebe Wolf wieder da ist“, beklagte Bezirksjägermeister Gottfried Kernecker in einer von nön.at zitierten Mail. Der österreichische WWF forderte die Jäger in Niederösterreich derweil auf, ihre angeblich „Hetze“ gegen den Wolf einzustellen: „Es ist nicht nur ein Skandal, dass Teile der Jägerschaft offen für den Abschuss von geschützten Wildtieren werben, um die sie sich stattdessen per Landesgesetzgebung zu kümmern haben. Wer den Abschuss von Wölfen bewirbt, ist mit dem Straf-, Jagd- und Naturschutzgesetz konfrontiert und bewegt sich hart an der Grenze der Legalität. Der Wolf ist eine nach EU-Recht und Landesgesetzen geschützte Art, die auf Grund von intensiven Schutzbemühungen in den Nachbarländern erst zaghaft wieder nach Österreich zurückkehrt und nicht getötet werden darf“, so Christian Pichler, Artenschutz-Experte beim WWF Österreich in einer Pressemitteilung.

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Wunschdenken und Wirklichkeit: Das Rotwild und der Wolf

Die Rückkehr des Wolfs wurde von Teilen der Forstpartie geradezu euphorisch begrüßt. Die Hoffnung war, dass der Wolf bei der Reduktion der verbeißenden Schädlinge fleißig mithelfen und Wildschäden minimieren würde. Inzwischen zeichnet sich ab, dass sich diese Hoffnungen nicht so ganz erfüllen werden. In den Wolfsgebieten schließt sich das Rotwild zu großen Angstrudeln zusammen, die schwer zu bejagen sind und in den Einständen massive Schälschäden verursachen, auch das Raumnutzungsverhalten des Rotwilds ändert sich durch die Anwesenheit des Wolfs. Ein Artikel in der Mai-Ausgabe der österreichischen Jagdzeitschrift „Anblick“ hat die Situation auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig im niederösterreichischen Waldviertel analysiert.

Im Vorjahr ist erstmals ein Wolfspaar auf dem 16.000 Hektar großen Areal des Truppenübungsplatzes nachgewiesen worden, sieben Wölfe ziehen zur Zeit auf dem Platz ihre Fährte, wie Redakteur Stefan Maurer berichtet. Den Rudeln von Rot- und Muffelwild kommt auf dem Truppenübungsplatz – ähnlich wie etwa im bayerischen Grafenwöhr –  die wichtige Aufgabe zu, die für die Schießübungen benötigten Freiflächen offen zu halten. Mahd oder Beweidung kommen wegen der von Blindgängern ausgehenden Gefahr nicht in Frage. Doch seit der Wolf auf den Offenflächen jagt, zieht sich das Wild in den Wald zurück – und geht dort zu Schaden. Die Wiederbewaldung von Kahlflächen, die durch Sturm, Borkenkäferbefall oder Eisbruch verursacht wurden, sei „zunehmend unmöglich“, stellt Maurer fest.

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Wilderer tötet vier Menschen und sich selbst

Der Wilderer, der bei seiner versuchten Festnahme und anschließenden Flucht drei Polizisten und einen Rettungswagenfahrer erschoss, ist vermutlich tot. Fahnder fanden bei der Stürmung seines Anwesens im niederösterreichischen Örtchen Großpriel eine brennende, bereits verkohlte Leiche. DNA-Proben sollen nun Gewissheit bringen, ob es sich bei dem Mann um den Täter handelt, den 56jährigen Transportunternehmer und bislang unbescholtenen Familienvater Alois H.

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