Schlagwort-Archive: Namibia

Ethische Jagd: Berufsjägervereinigung kritisiert südafrikanische Kollegen scharf

+++ Sachsen: Schalldämpfer und Saufänge sollen genehmigt werden +++ Österreich: Jäger durch abprallende Schrote am Auge verletzt +++ Schweiz: Jäger im Kanton Zug tödlich verunglückt +++

Der Vereinigung der Berufsjäger Namibias (Namibia Professional Hunting Association, NAPHA) kritisiert den südafrikanischen Berufsjägerverband (Professional Hunting Association of South Africa, PHASA) scharf. Anlass ist, dass die PHASA auf ihrer Hauptversammlung am 22. November eine Neudefinition „ethischen Jagens“ in ihre Satzung aufgenommen hat. Nach der neuen Definition sind unter „ethischem Jagen alle Arten von Jagd zu verstehen, die gesetzlich zulässig sind.“ (Ethical hunting shall mean all types of hunting permissible by law.) Damit würden Praktiken erlaubt, die den Zielen und Grundsätzen ethischen Jagens widersprechen, erklärt NAPHA-Präsidentin Danene van der Westhuyzen im Namibia Economist. Die Neudefinition öffne ein Tor für Missbrauch und Ausbeutung durch diejenigen, die sich um die Zukunft der Jagd in Afrika nicht scherten. Auch stelle die Formulierung einen Verstoß gegen den Afrikanischen Jagdethik-Kodex dar (Code of Ethical Sport Hunting Conduct for Africa), der 1997 u.a. von dem damaligen PHASA-Präsidenten Basie Maartens unterzeichnet wurde. Van der Westhuyzen weist darauf hin, dass nur ein Drittel der PHASA-Mitglieder über die Satzungsänderung abstimmte – und dass es einen gravierenden Unterschied zwischen „legal“ und „ethisch vertretbar“ gebe. So gebe es in Afrika beispielsweise kein Gesetz, dass es ausdrücklich verbiete, ein führendes Tier zu schießen, was aber die Mehrheit der Jäger und Nichtjäger als unethisch ablehnten. Auch ermögliche die Neuformulierung den Abschuss von Löwen, die für die Jagd gezüchtet würden, was im Widerspruch zur Auffassung der NAPHA und anderen Organisationen von fairer und ethisch akzeptabler Jagd stünde. SE

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags im Namibia Economist (Screenshot)

Afrikaner kritisieren deutsche Naturschützer

Die unreflektierte neokolonialistische Attitüde deutscher Naturschützer ruft in Afrika immer schärfere Kritik hervor. In der Allgemeinen Zeitung Namibia (AZ) bringt Redakteur Frank Steffen den Unmut vieler Opfer hiesiger Besserwisserei auf den Punkt: „Ob sich manche Naturschützer wirklich Gedanken zur praktischen Ausführung des nachhaltigen Naturschutzes machen?“ fragt sich Steffen in seinem Kommentar „Namibia braucht die Jagd“ (Registrierung erforderlich) und regt an, „einfach mal versuchen, Vorstellungen und Überzeugungen mit der Realität in Verbindung zu bringen.“

Weiterlesen

Lesefrüchte 2: Jagdkritiker machen es sich zu leicht

Ein Reporter der Süddeutschen Zeitung hat einen Brandenburger Jäger auf eine Jagdreise nach Namibia begleitet und ist dabei zu einer bahnbrechenden Erkenntnis gelangt: „Am Ende der Reise stand die Erkenntnis, dass es sich viele Kritiker der Großwildjagd tatsächlich zu leicht machen. Ohne das Geld der Jäger aus dem Ausland wäre der Naturschutz vielerorts unmöglich.“ Sieh an, sieh an… Die vollständige Reportage bleibt leider zahlenden Kunden der SZ vorbehalten. SE

Beitragsbild: Der zitierte Beitrag in der SZ

Namibia: Elfjähriger Junge stirbt bei Jagdunfall

Am Samstag ist ein elf Jahre alter Junge bei einem Jagdausflug mit der Familie ums Leben gekommen. Das berichtet die Allgemeine Zeitung (AZ) Namibia. Demnach stand der Junge auf der Ladefläche eines Pick-Ups, als sich in der Kabine des Fahrzeugs ein Schuss aus einem Jagdgewehr löste. Das Projektil durchschlug das Dach des Wagens und verletzte das Kind tödlich am Hals. Der Vorfall ereignete sich ca. 60 Kilometer südlich von Windhoek auf der Farm Koppieskraal. SE

Beitragsbild: Wüstenlandschaft in Namibia, Autor: Marco w, Quelle: Wikipedia

San-Buschleute aus Namibia lesen Spuren eiszeitlicher Jäger

Die San-Jäger aus Namibia, auch unter der Bezeichnung Buschleute bekannt, gelten als die besten Spurenleser und arbeiten in ihrer Heimat als Fährtensucher und Jagdführer. Zusammen mit einem Team von Wissenschaftlern sollen die Fährten-Fachleute Fuß- und Handspuren vorzeitlicher Jäger deuten, die in abgelegenen Höhlen in den Pyrenäen seit Jahrtausenden unverändert erhalten geblieben sind.

Weiterlesen