Schlagwort-Archive: Nachweis

Sachsen-Anhalt: Wolf bei Wippra fotografiert

Bei der Auswertung der Fotos von Wildkameras, die Luchse im Harz überwachen sollen, haben die Mitarbeiter des Wolfskompetenzzentrums Sachsen-Anhalt einen Wolf in einem Revier bei Wippra (Landkreis Mansfeld-Südharz) entdeckt.

Damit gibt es einen weiteren gesicherten Nachweis dafür, dass die Wölfe auf ihrer Reviersuche auch in den Harz wandern. Ob sich die Tiere dort auch ansiedeln und Rudel bilden, bleibe abzuwarten, so eine Sprecherin des Landesumweltamtes.

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Wolf in Luxemburg

Der Wolf dehnt seinen Lebensraum weiter aus: Am vergangenen Mittwoch hat es im Raum Leudelingen-Bettemburg im Süden Luxemburgs einen konkreten Hinweis auf die Anwesenheit eines Wolfs gegeben. Das teilt das luxemburgische Umweltministerium mit. Ein Landwirt hatte gegen 23.45 Uhr von seinem Traktor aus ein wolfsähnliches Tier gesehen und im Scheinwerferlicht auch fotografiert. Nach eingehender Überprüfung aller wichtigen Kriterien bestätigten die Experten der Naturverwaltung, dass auf Basis des Fotos der Wolf nicht ausgeschlossen werden kann.

Als 100%er Nachweis kann die Beobachtung jedoch nicht eingestuft werden, weil auf dem Foto auf Grund der großen Entfernung nicht alle Kriterien eindeutig erkennbar sind, die für einen „eindeutigen Nachweis“ benötigt werden. Die Naturverwaltung geht aber momentan mit großer Wahrscheinlicht von der Präsenz eines Wolfes aus. Da Wölfe viel wandern, kann das beobachtete Tier mittlerweile in einer ganz anderen Gegend unterwegs sein. Alle Hinweise auf die Anwesenheit von Wölfen sollten umgehend der Naturverwaltung gemeldet werden (email: wolf@anf.etat.lu).

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Waffenrechtsverschärfung: Was Waffenbesitzer jetzt beachten müssen

Alte A- und B-Schränke rechtssicher weiter nutzen – so geht es

Erwartungsgemäß hat der Bundesrat heute der am 18. Mai vom Bundestag beschlossenen (JAWINA berichtete) Verschärfung des Waffenrechts zugestimmt. Kernpunkt sind die erhöhten Anforderungen an die Aufbewahrung von Schusswaffen, die künftig in Waffenschränken mit dem Widerstandsgrad 0 gelagert werden müssen. Das treibt nicht nur die Kosten für die Neuanschaffung von Waffenschränken massiv in die Höhe: Das hohe Gewicht entsprechender Tresore sorgt für entsprechende Transportkosten und könnte baustatische Probleme aufwerfen.

Zwar gilt ein weitreichender Bestandsschutz für bestehende Waffenschränke, doch wer seine alten A- und B-Schränke rechtssicher weiternutzen möchte, muss einiges beachten: „Grundsätzlich ist es die Aufgabe des Waffenbesitzers, der Waffenbehörde die ordnungsgemäße Aufbewahrung der Waffen nachzuweisen“, erklärt der Berliner Rechtsanwalt Jens Ole Sendke. Viele Legalwaffenbesitzer wie zum Beispiel Jungjäger, die sich zum ersten Mal eine Schusswaffe erwerben, werden von der zuständigen Waffenbehörde aufgefordert genau dies zu tun, also die ordnungsgemäße Aufbewahrung nachzuweisen. Es gibt aber keine Garantie dafür, dass die möglicherweise vor vielen Jahren übersandten Kaufbelege oder Fotografien gebraucht gekaufter Waffenschränke der Waffenbehörde noch vorliegen. Man muss da gar keine Böswilligkeit unterstellen: Wenn neue Mitarbeiter die alten Aktenbestände übernehmen oder es zum Beispiel durch Umzug des Legalwaffenbesitzers zu einem Wechsel der Behördenzuständigkeit kommt, können Akten schon mal verloren gehen.

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Aujeszky-Verdacht in Emsland und Saarland

Im Nordwesten des Saarlands (wie der Saarjäger berichtet) an der Grenze zu Rheinland-Pfalz und Luxemburg und im Landkreis Grafschaft Bentheim (Niedersachsen) sind bei untersuchten Wildschweinen Antikörperbefunde erbracht worden, die zeigen, dass die Sauen Kontakt mit dem Erreger der Ausjeszkyschen Krankheit (Pseudowut) gehabt haben müssen. Diese durch Viren ausgelöste Infektion ist für Menschen ungefährlich, verläuft jedoch bei den meisten Säugetieren, insbesondere auch Hunden, tödlich.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) empfiehlt folgende Maßnahmen, um Jagdhunde in betroffenen Gebieten vor einer Ansteckung zu schützen:

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Erstmals Goldschakal in Schleswig-Holstein nachgewiesen

Zum ersten Mal ist in Schleswig-Holstein ein Goldschakal nachgewiesen worden. Wie das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume heute mitteilte, war dem Wolfsmanagement des Landes im März ein möglicher Wolfsriss im Kreis Dithmarschen gemeldet worden. Ein Rissgutachter des Landes hatte bei der routinemäßigen Aufnahme des Falles vier Genetikproben gewonnen, die zur Untersuchung an das Nationale Referenzzentrum für genetische Untersuchungen bei Luchs und Wolf beim Senckenberg Forschungsinstitut nach Gelnhausen nahe Frankfurt gegeben wurden. Bei dieser Untersuchung wurde im vorliegenden Fall nun ein Goldschakal nachgewiesen.

Nach Einschätzung des von Schleswig-Holstein beauftragten Gutachters, Norman Stier, hat der Goldschakal drei Schafe angegriffen und leicht verletzt, aber nicht getötet. Ein Tier starb nach dem Vorfall aufgrund noch nicht abschließend geklärter Umstände. Der Halter der Schafe kann wie auch bei Wolfsrissen Entschädigung beantragen, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Goldschakal mittelbar den Tod der Tiere verursacht haben könnte.

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Sachsen: Wolfsrudel in der Gohrischheide nachgewiesen

Seit längerer Zeit gibt es „Hinweise auf verstärkte Wolfsaktivität im Bereich der Gohrischheide im Landkreis Meißen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz: „Aufnahmen von einer Revier markierenden Wolfsfähe und von einem Wolfswelpen, welche mit automatisch auslösenden Kameras (Fotofallen) entstanden sind, sowie Häufungen von derartigen Markierstellen belegen nun, dass sich in diesem Gebiet ein neues Wolfsrudel etabliert hat. Bislang liegen keine genetischen Proben dieser Wölfe vor, sodass man noch nichts zur Herkunft der beiden Elterntiere sagen kann.

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Niedersachsen: Neues Wolfsrudel nachgewiesen

Im Raum Wietzendorf, zwischen den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen gelegen, konnte ein neues Wolfsrudel in Niedersachsen nachgewiesen werden. Auf den Aufnahmen sind zwei Elterntiere und sechs Welpen zu sehen. Außerdem sind nun bei dem Wolfspaar aus dem Landkreis Cuxhaven über ein Fotofallenbild, drei diesjährige Welpen sicher bestätigt. „Damit sind in Niedersachsen aktuell sieben Wolfrudel nachgewiesen“, so Dr. Britta Habbe, Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.

Die Landesjägerschaft Niedersachsen führt neben dem landesweiten, passiven Wolfsmonitoring seit dem Jahr 2013 im Rahmen wissenschaftlicher Projekte und im Rahmen des Wolfmanagements in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Wolfsberatern auch aktive Monitoringmaßnahmen durch. In der Vergangenheit konnten mithilfe dieser aktiven Maßnahmen die Rudel in Gartow und Cuxhaven bestätigt werden.

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Sachsen: Wolf bei Markkleeberg nachgewiesen

Bei Markkleeberg, nur knapp zehn Kilometer südlich von Leipzig (Landkreis Leipziger Land), ist ein Wolf in eine Fotofalle getappt. Es ist der erste Nachweis eines Wolfes in dieser Gegend. Das Bild entstand bereits Ende Mai, wie die Auswertung der Kameradaten durch den Jagdpächter nun ergab. Noch ist unklar, ob sich das Tier dort dauerhaft niederlassen wird oder das Gebiet nur durchwandert hat. Im Rahmen des Monitorings soll dieser Frage nachgegangen werden. Die nächstgelegenen Wolfsrudel sind das Annaburger-Heide-Rudel (im Dreiländereck Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen) und das Königsbrücker- Heide-Rudel, dessen Territorium sich in Sachsen im Bereich der Königsbrücker Heide (Landkreise Bautzen und Meißen) befindet.

Tierhaltern, vor allem von Schafen und Ziegen sowie Betreibern von Wildgattern, wird empfohlen, ihre Schutzzäune zu überprüfen. Die Umzäunung müsse richtig stehen, dürfe keine Durchschlupfmöglichkeiten am Boden bieten und müsse an allen Seiten geschlossen sein – über offene Gräben können Wölfe leicht in die Umzäunung eindringen, empfiehlt das „Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz“ in einer Pressemeldung zum Thema.

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Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe südlich Neustadt-Glewe nachgewiesen

Am heutigen Vormittag (21. Januar 2015) wurden auf einem Feld südöstlich von Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) zwei Wölfe fotografiert. Die Beobachtung gelang Frau Katrin Müller von der Veterinärbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim während einer Dienstfahrt und wurde sofort an das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) als zuständige Stelle für das Wolfsmonitoring des Landes weitergeleitet. Für die Region ist es der erste sichere Nachweis von Wölfen. Da in Kürze die Ranzzeit der Wölfe beginnt, ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich bei den beiden Tieren um ein Wolfspaar handelt.

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Erster Wolf in Thüringen nachgewiesen

Erstmals ist in Thüringen ein Wolf nachgewiesen worden. Südlich von Jena hat ein Jagdpächter am 01.11.13 einen Wolf gefilmt. Dieses Fotomaterial ist den Thüringer Wolfsexperten seit wenigen Tagen bekannt und wurde inzwischen ausgewertet.

Nach Experteneinschätzung, die inzwischen vom Wolfs-Büro LUPUS aus Sachsen bestätigt wurde, handelt es sich bei dem gefilmten Tier eindeutig um einen Wolf. Damit liegt der erste offiziell nachprüfbare Nachweis für den Wolf vor. Genetisch verwertbares Material konnte nicht mehr gefunden werden. Ob es sich um einen durchziehenden Wolf handelt oder um ein Tier mit Revierverhalten, kann anhand des Videomaterials nicht beurteilt werden. Da aber bisher keine weiteren Hinweise aus der Region bekannt geworden sind, wird bisher davon ausgegangen werden, dass das Tier durchgewandert ist.

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