Schlagwort-Archive: Nachtsichttechnik

IWA 2018: Wärmebildkamera mit ZF-Vorsatz-Option von Night Pearl

Das tschechische Unternehmen Night Pearl stellt auf der IWA 2018 zwei neue Wärmebildkameras (WBK) vor, die sich sowohl als normale WBK, als auch als Vorsatzgerät für ein vorhandenes Zielfernrohr nutzen lassen: Night Pearl SEER 35 und Night Pearl SEER 50, die sich im wesentlichen durch die Brennweite des Objektivs (35 bzw. 50 mm) unterscheiden. SEER 35 und 50 lassen sich mit dem von Night Pearl selbst gefertigten und exakt auf das jeweilige ZF-Modell abgestimmten Adapter mit einer stabilen Klemmvorrichtung schnell und bombenfest auf das ZF montieren – aufgrund der drohenden ASP-Gefahr sind Genehmigungen für den Einsatz dieser Technik in einigen Bundesländern beschlossen oder im Gespräch. Die Bildqualität ist ausgezeichnet, der zuschaltbare intelligente Farbmodus ermöglicht es, Hindernisse in der Flugbahn des Geschosses besser zu erkennen als im herkömmlichen Schwarzweiß-Modus. Das Absehen des ZF ist gut zu erkennen. Gut gelöst ist auch die Bedienung des Night Pearl SEER 35 und 50:

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Baden-Württemberg: Nachtzieloptik auf Zeit?

Die Ankündigung des baden-württembergischen Landwirtschaftsministeriums (MLR), die Verwendung von Nachtsicht- und Wärmebild-Vorsatzgeräten für Zielfernrohre „zeitlich befristet und örtlich begründet“ zuzulassen, hat für Verwirrung unter Jägern gesorgt: Wer kauft sich ein teures Vorsatzgerät, wenn er es nur zeitlich befristet nutzen kann? Wir haben nachgefragt.

„Die im Rahmen unseres 12-Punkte-Maßnahmenkatalogs festgelegten Punkte zum Schutz unserer Haus- und Wildschweinbestände vor der Afrikanischen Schweinepest werden Zug um Zug umgesetzt. Ab heute treten die Erleichterungen für eine effektive und dringend notwendige Absenkung der hohen Schwarzwildbestände in Kraft“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Donnerstag (1. März) in Stuttgart. Ab sofort kann Schwarzwild auf ganzer Fläche auch in den Monaten März und April bejagt werden. Die Regelung sei befristet bis zum 28. Februar 2019. Eine entsprechende Durchführungsverordnung sei in Kraft getreten. Auch wenn Schwarzwild nun grundsätzlich ganzjährig bejagt werden dürfe, sei der Schutz der zur Aufzucht der Jungtiere notwendige Elterntiere zu beachten. Darüber hinaus seien die jagdrechtlichen Schranken für die Verwendung bestimmter Nachtsichtoptiken gefallen, heißt es in einer Pressemitteilung des MLR vom heutigen Tag.

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Schweiz: Jäger schoss Schafe durch Nachtzielgerät

Der Jäger, der Anfang Januar vier Schafe erschossen hat (JAWINA berichtete), weil er sie mit Wildschweinen verwechselte, nutzte bei der Tat ein Nachtsichtzielgerät, dessen Einsatz vom Kanton Thurgau genehmigt worden war. Das verdeutlicht, dass der Einsatz der von manchen als jagdliches Universalheilmittel gepriesenen Nachtsichtzieloptiken nicht ohne Risiko ist: Erst vor wenigen Monaten hat ein amerikanischer Jäger mit einem Wärmebildzielgerät eine Frau erschossen (JAWINA berichtete). Die Frau kniete bei der Schussabgabe, was zu der verhängnisvollen Verwechselung mit einem Wildtier geführt haben mag. Abgesehen davon, dass der Einsatz von Nachtsichtzieloptiken in Deutschland immer noch weitgehend illegal ist, sollte das Gefahrenpotenzial der Geräte nicht ignoriert werden.

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Gefährliche Blender

Behörde ordnet Rückruf von Infrarot-Laseraufhellern für Nachtsichtgeräte an – Gefährdungspotenzial als hoch eingeschätzt: Gefahr von Netzhautschädigungen

Das Regierungspräsidium Tübingen hat die Firma Gutzeit in Warthausen (Landkreis Biberach) zu einem Rückruf der von ihr vertriebenen Infrarot-Laseraufheller der „IR Laser Fire-Linie“ verpflichtet. In einem Schreiben, dass der Redaktion Jawina vorliegt, fordert das Unternehmen Kunden auf, gekaufte Geräte zurückzusenden. Es werde überprüft, ob eine Reduzierung der Laser-Abstrahlung auf die rechtlich zulässige Leistung erfolgen könne. In dem Schreiben weist die Firma darauf hin, dass nur noch Geräte der Laserklassen 1 und 1M zulässig seien. Die verkauften IR-Aufheller waren unter Klasse 3B klassifiziert. Das bedeutet, „dass es sich um ein Produkt handelt, welches ausschließlich im gewerblichen Bereich und unter Einhaltung bestimmter Schutzvorschriften einsetzbar ist, so Dr. Nora Manzke von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): „Als „Verbraucherprodukte“ sind sie unzulässig.“ Laser der Klasse der Klasse 3B gelten als gefährlich für die Augen, häufig auch für die Haut. „Infrarotaufheller  scheinen ein relativ seltenes Produkt zu sein,“ so Dr. Manzke weiter, „Daher können unsere Experten nicht auf Erfahrungen mit diesen Produkten zurückgreifen.“ Dieser Mangel an Erfahrungen dürfte erklären, warum diverse illegale Laserprodukte von behördlichem Einschreiten unbehelligt zum Beispiel in Jagdzeitschriften feilgeboten werden.

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