Schlagwort-Archive: Nachsuche

Österreich: Verwaltungsgerichtshof spricht Jägern Recht auf Kurzwaffe zu

Nach einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2014, das Jägern das Bedürfnis für eine Kurzwaffe absprach, stellten österreichische Behörden keine entsprechenden Waffenpässe für Jäger mehr aus. Zu Unrecht, wie der österreichische Verwaltungsgerichtshof (VwGH) nun entschieden hat. Geklagt hatte ein Jagdaufseher aus dem niederösterreichischen Bezirk Hollabrunn, dem die Bezirkshauptmannschaft die Ausstellung eines Waffenpasses verweigert hatte. Das Gericht stellte fest, dass das österreichische Waffengesetz als Bundesgesetz die Landesjagdgesetze zu berücksichtigen habe, erläutert der Wiener Anwalt Raoul Wagner, der das Urteil erstritten hat, gegenüber dem Kurier. Dies sei auch in anderen Waffenrechtsfragen „spannend“, erklärte Wagner im Hinblick auf das Bundesland Kärnten, das Schalldämpfer für Jagdwaffen freizugeben beabsichtige. SE

Beitragsbild: Kurzwaffen (Symbolbild). Foto: SE

Jäger starb auf Rehbock-Nachsuche

Der Jäger, der am Dienstag in einem Waldstück bei Grimma mit einem Bauchschuss tot aufgefunden wurde (JAWINA berichtete), starb wohl bei dem Versuch, einen krank geschossenen Rehbock zu töten. Wie das Nachrichtenportal TAG24 berichtet, wurde neben dem Jäger nicht nur sein Gewehr, sondern auch ein erlegter Rehbock gefunden. TAG24 zufolge gingen die Ermittler zunächst davon aus, dass der Rehbock dem Jäger auf der Nachsuche mit seinem Gehörn die tödliche Bauchverletzung beigebracht habe. Nach der rechtsmedizinischen Untersuchung stellt sich die Sache anders dar: Demnach deutet einiges darauf hin, dass der Jäger – gegen jede weidmännische Regel, wie TAG24 durchaus zutreffend schreibt – versucht haben soll, den angeschossenen Rehbock durch einen Schlag mit den Gewehrkolben zu töten. Dabei habe sich der tödliche Schuss gelöst. Der Jäger starb am starken Blutverlust infolge der Schussverletzung. SE

Beitragsbild: Erlegter Rehbock. Foto: SE

Alaska: Outfitter stoppt attackierenden Grizzly mit 9 mm-Pistole

Viele hiesige Nachsuchenführer glauben, mit einer Pistole in 9 mm Para untermotorisiert zu sein, wenn es darum geht, ein angreifendes Wildschwein zu stoppen. Sie führen stattdessen stärkere Kaliber wie .44 Magnum oder .357 SIG, die jedoch schwerer zu beherrschen und teurer sind. Zudem führt das höhere Waffengewicht öfter dazu, dass die Waffe nicht mitgeführt wird und dann nicht zur Hand ist, wenn man sie wirklich einmal benötigt. Verantwortlich für den mäßigen Ruf der 9 mm-Patrone dürften zwei Faktoren sein: Zum einen die unzähligen Geschichten, die darüber kursieren, wie ganze Magazine voller Vollmantelmunition zum Beispiel aus den Dienstwaffen von Polizisten bei einem Wildunfall in eine angefahrene Sau geleert wurden – und das arme Schwein immer noch lebte. Zum anderen mangelnde Übung und daraus resultierend mäßige Schießkünste mit der Kurzwaffe. Der Outfitter Phil Shoemaker aus Alaska hat bei einem Vorfall, der sich bereits im August 2016 zutrug, bewiesen, was in der 9 mm steckt: Wenn man damit umgehen kann und die richtige Munition verwendet.

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Auf Nachsuche verunglückt – Berufsgenossenschaft muss zahlen

Die Pflichtversicherung in der Berufsgenossenschaft ist für viele Jagdpächter ein Ärgernis: Die Beiträge steigen exorbitant, und wenn es wirklich einmal zu einem Schadensfall kommt, versucht die Berufsgenossenschaft sich oft mit allen Mitteln vor der Zahlung zu drücken. In dem aktuellen Fall eines auf der Nachsuche tödlich verunglückten Jagdhelfers hat das Hessische Landessozialgericht nun der Klage der Witwe stattgegeben, deren Mann seinen Bruder bei der Nachsuche unterstützt hatte: Die BG muss zahlen. In der Pressemitteilung des Landessozialgerichts zu dem Urteil heißt es:

Berufsgenossenschaft muss Hinterbliebenenleistungen gewähren

Beschäftigte sind gesetzlich unfallversichert. Dies gilt gleichermaßen für Personen, die wie Beschäftigte tätig werden. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um eine ernstliche Tätigkeit von wirtschaftlichem Wert handelt, die ihrer Art nach sonst von abhängig Beschäftigten verrichtet wird. Hiervon sei bei einem Jagdhelfer bei der Suche nach fliehendem angeschossenem Wild (sog. Nachsuche) auszugehen. Dies entschied in einem gestern veröffentlichten Urteil der 9. Senat des Hessischen Landessozialgerichts.

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Nachsuche am Hochzeitstag

Eine Jagdgeschichte von JAWINA-Leser TB

Vor einigen Jahren, an einem schönen warmen Juniabend gegen halb acht, bestieg ich mit meiner lieben Sippe den Wagen, um in unserem Lieblingsrestaurant unseren Hochzeitstag zu feiern. Frau, Tochter, deren Freund , unser DD und ich – ausnahmsweise im feinen Zwirn.
Kaum auf dem Weg, bekam ich einen Anruf. Am anderen Ende der Leitung war der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft eines Nachbardorfes, in dem ich damals jagte. Neben ihm stünde ein Jäger, der gegen 17:30 Uhr ein Schmalreh beschossen hat und es nun nicht finden kann. Es wird dringend ein Hund zur Nachsuche gebraucht. Darauf ließ ich mir vom Schützen selbst die Situation beschreiben. Er erklärte mir, dass der Anschuß 80 bis 90 Meter westlich der Kanzel lag und er diesen ordnungsgemäß an einer kleinen Kiefer verbrochen hätte. Bei der Nachsuche könne er nicht helfen, da er schon auf dem Heimweg sei. Da es für uns nur ein kleiner Umweg war, sagte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn zu.

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Fuchs krankgeschossen und liegen gelassen: Jäger und Pächter verurteilt

Ein 54 Jahre alter Jäger, der in der Nacht auf Weihnachten 2015 einen Fuchs krankgeschossen und nicht nachgesucht hatte, sowie der zuständige Jagdpächter, der es unterließ, eine Nachsuche zu organisieren, sind vom Amtsgericht Göppingen zu Geldstrafen verurteilt worden. Das berichten die Göppinger Kreisnachrichten. Der Schütze behauptete zunächst, „intensiv nach dem Fuchs gesucht“, jedoch nichts gefunden zu haben, weshalb er nach Hause ging. Das nahm dem Schützen nicht einmal der Jagdpächter ab: Er habe gar nicht gesucht, sondern sei „zu faul zum Aufräumen“ gewesen, so zitieren die Göppinger Kreisnachrichten den Pächter. Früh am darauf folgenden Tag fand eine Zeugin das schwer verletzte Tier. Sie verständigte den Jagdpächter, der bereits um 7.30 Uhr den Jäger informierte. Der Pächter vertrat die Ansicht, das derjenige „das zu Ende bringen müsse“, der geschossen habe.

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Österreich: „Schlechtes Licht auf die Jägerschaft“

Eines der großen Probleme der Jägerei ist, dass es einfach zu viele von jener Sorte Weidmänner gibt, die in einem unbedachten Moment mit dem Hintern mehr einreißen, als die beste Öffentlichkeitsarbeit (die wir nicht haben) in Jahren mühseliger Arbeit errichten kann. Einer dieser eher entbehrlichen Weidmännern ist jener, der am vergangenen Wochenende in der Kärntner Gemeinde Liebenfels auf einer starken Sechser-Rehbock schoss. Der Schuss trennte dem Bock beide Vorderläufe fast vollständig ab, wie der ORF berichtete. Das ist schlecht, kann aber vorkommen und ist der Grund dafür, dass Jäger zur Nachsuche bei jedem unklaren Schuss verpflichtet sind. Wäre im vorliegenden Fall nachgesucht worden, hätte jeder halbwegs firme Jagdhund das Leiden des schwer kranken Stücks innerhalb von Minuten beendet. Denn – es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich das vorzustellen – auf zwei blutigen Stümpfen kommt man nicht weit. Und besonders schnell ist man auch nicht. Doch die Nachsuche unterblieb. Warum wissen wir nicht. „Das kann ja nur ein Wilderer gewesen sein“, hieß es so voreilig wie selbstgerecht. Denn es stellte sich heraus: Der vermeintliche Wilderer war ein Jäger, der berechtigt war, in dem Gebiet zu jagen. Ob der Unglücksschütze sich mit dem leidigen „Werde ich wohl vorbeigeschossen haben“ getröstet hat oder sich einredete, „Den kriegen wir ja doch nicht“ – darüber wird er sich vor dem Disziplinarausschuss der Kärntner Jägerschaft ausführlich äußern müssen, der ihm Rahmen der Selbstverwaltung der Jägerschaft auch über einen Entzug des Jagdscheins entscheiden kann.

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Bewertung der Diskussion um das Nachsuchewesen aus der Sicht eines BGS-Führers

Ein Gastbeitrag von Reinhard Scherr, 1. Vorsitzender des Klubs für Bayerische Gebirgsschweißhunde 1912 e.V. (KBGS)

In den letzten Wochen und Monaten wurde sehr ausführlich über das Nachsuchewesen in der Jagdpresse berichtet. Ausgelöst wurde die Berichterstattung durch die Gründung des
„Deutschen Schweißhundeverbandes“. Alle Artikel und Lesermeinungen habe ich zusammengetragen und versucht objektiv auszuwerten, um evtl. herauszufinden, wo für die traditionellen Vereine Handlungsbedarf besteht und wo man antiquierte Vereinsvorstellungen über Bord werfen kann. Aber auch um zu erkennen, an welchen Gepflogenheiten man im Sinne einer gerechten Nachsuche und zum Wohle der Jagd und des Tierschutzes unbedingt festhalten muss.

Die Schweißhunde sind ohne Zweifel angenehme, gut zu haltende Familienhunde, die bei entsprechender Führung einen hohen Grad an Spezialisierung erlangen können. Die Nachfrage stieg durch die Veränderung der jagdlichen Bedingungen, Rückgang des Niederwildes und permanenter Anstieg der Schalenwildstrecken, sprunghaft an.

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Die Reifeprüfung: Schweiß-Spezialisten auf der Fährte

Am 30. Mai fand im Thüringer Harz die erste Vorprüfung des Schweißhundevereins Deutschland (SHVD) in diesem Jahr statt. Jawina war dabei und zeigt Impressionen von der Fährtenarbeit des Suchensiegers – und vom Drumherum. Sechs Hunde waren zur Vorprüfung angetreten, die in vielen Bundesländern als Brauchbarkeitsprüfung für die Nachsuche anerkannt ist. Suchensieger Andreas Wilkens errang mit seinem 15 Monate alten BGS Huber den ersten Preis, drei Hunde landeten im dritten Preis, zwei mussten ohne Preis nach Hause fahren (sprich: fielen durch).

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Am Anschuss. Fotos: SE

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Der Draculabiss: Wer war das?

Nachsuche auf ein Damschmaltier nach einem kleinen Drückerchen: Am Anschuss jede Menge Schweiß, die Fährte lässt sich im Schnee gut verfolgen. Die erfahrene DK-Hündin Hannah will – ganz ungewöhnlich für den hochpassionierten Hund – die Fährte nicht richtig annehmen, folgt Verleitungen. Zeitweise ist der Schütze besser auf der Fährte, als der Hund. Seltsam. Irgendwann arbeitet sie die Fährte dann doch. Als wir zum Stück kommen, ist es mausetot, obwohl es einen nicht (bzw. nicht so schnell) tödlichen Laufschuss hatte. Auf dem Träger zwei Löcher im Abstand von etwa zehn Zentimetern. Es sieht aus, als hätte Graf Dracula höchstpersönlich zugebissen. Wer war das? Ein Wolf? Aber hätte der uns bereitwillig seine Beute überlassen? Hätte er nicht schon das halbe Stück verspeist? Ein Hund? Aber welcher Hund hat so einen Fang, Reißzahnabstand zehn Zentimeter? Das Webtracking bringt die Erleuchtung:

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Und keiner will es gewesen sein…

Auf einer Drückjagd wird ein Hund erschossen. Der Schütze bekennt sich nicht zu seiner Tat. Das macht es nicht besser – für keinen der Beteiligten.

Am 25.10.2014 besucht der Wachtelhundeführer Heiko L. eine Drückjagd in Brandenburg, ganz in der Nähe seines Heimatorts im Spreewald. Um 12.30 ist Hahn in Ruh, Heiko verlässt seinen Stand. Kurz darauf klingelt sein Handy, Heiko nimmt einen Anruf entgegen, den er nie vergessen wird: Sein Hund sei von einem Keiler schwer geschlagen worden, berichtet ein Teilnehmer der benachbarten Jagd im Landesforst, der Wachtel habe sich schwer verletzt bis zu dessen Stand geschleppt und dann dort niedergetan. Er habe den Hund eingesammelt und befinde sich jetzt am Streckenplatz bei der Nachbarjagd im Landesforst. Jeder Hundeführer kann nachempfinden, mit welchen Gefühlen Heiko ins Auto des Anstellers steigt, der sofort herbei eilt und ihn zum Sammelpunkt bringt.

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Fuchs als Anschneider

Nicht einmal verwöhnte Füchse bekommen allzu oft frische Hirschkeule vorgesetzt – hier ist es drei tapferen Rotröcken gelungen, sich mit der Delikatesse gehörig den Wanst vollzustopfen. Und das ging so: Jawina-Leserin MF hat einen Abschusshirsch gestreckt. Da das Rudel sich nach dem Schuss noch in der Nähe des Anschusses aufhielt, wartete sie erst einmal eine Weile ab, um durch die Bergung des Stücks nicht allzu viel Beunruhigung zu verursachen.

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Wer ortet, der findet

Tracker-Hundeortungssystem im Langzeit-Praxistest

Der finnische Hersteller von Hundeortungsgeräten und -software, Tracker Inc., hat dem Jawina-Test-Team mehrere G500FI-Halsungen und Testlizenzen für die Tracker-App zur Verfügung gestellt. Wir haben damit in der vergangenen Drückjagdsaison verschiedene Stöber- und Schweißhundeführer ausgestattet, die in dem mehrmonatigen Testzeitraum Hard- und Software im härtesten Praxiseinsatz ausgiebig getestet haben. Der folgende Testbericht ist das Resümee aus den Praxiserfahrungen unserer Tester.

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Verletztes Wildschwein greift Spaziergänger an

Auf einem Wirtschaftsweg bei Waldböckelheim (Kreis Bad Kreuznach, RLP) hat ein verletztes Wildschwein einen Spaziergänger angegriffen und schwer verletzt, wie der Öffentliche Anzeiger Bad Kreuznach berichtet. Das Tier riss den Mann zu Boden und biss ihn mehrfach. Der Mann schleppte sich etwa einen Kilometer in den nächsten Ort, wo Anwohner Erste Hilfe leisteten und einen Krankenwagen riefen. Ein Nachsuchengespann machte sich derweil auf die Suche nach dem aggressiven Wildschwein.

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Unzertrennlich

Heute werde ich was über meinen großen Zeh schreiben. Und zwar über den rechten. Der ist mir in letzter Zeit besonders ans Herz gewachsen, was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass dieser Zeh gerade damit beschäftigt ist, wieder da anzuwachsen, wo er hingehört: Nicht an mein Herz, sondern an meinen Fuß. Denn vor wenigen Tagen wäre es um ein Haar – oder, um bei der Wahrheit zu bleiben, um einen Hautfetzen – fast geschehen, dass der gewohnte, und, so weit ich mich erinnern kann, nie in Frage gestellte Zusammenhang zwischen meinem großen Zeh und mir, diese so unverbrüchlich scheinende Verbindung gelöst worden und mein Zeh und ich getrennte Wege gegangen wären. Wir waren unzertrennlich, und nun das.

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Mit der Brandl in die neue Welt

Ein Beitrag von Joachim Ernst

Vor zwanzig Jahren haben meine Frau und ich immer einmal wieder an der GreenCard-Lotterie der USA teilgenommen. Damals wild entschlossen, sofort alles stehen und liegen zu lassen und das eigene Glück in der Neuen Welt zu schmieden. Gewonnen hatten wir nie. Jetzt, zwanzig Jahre später, kommt bei einer Tasse Kaffee das Gespräch auf die alten Zeiten und mehr aus einer Laune, denn aus Ernsthaftigkeit heraus, füllen wir das Bewerbungsformular erneut aus. Es kommt wie es kommen muß. Nach einigen Monaten liegt die Gewinnbenachrichtigung im Briefkasten. Der Schreck war eindeutig größer als die Freude, aber das sich anschließende Auswahlverfahren bei der US-Botschaft, bei dem noch einmal die Hälfte der Gewinner aussortiert wird, wollten wir doch mitmachen. Auch das haben wir erfolgreich überstanden und mussten uns nun entscheiden. Letztlich haben wir uns entschieden und sind samt unseres nun dreieinhalb Jahre alten Brandlbrackenrüden Argos vom Basenberg nach New Hampshire in die USA gezogen.

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Hundeortung: Alter Finne!

Tracker Hundeortungs-Halsbänder G400FI™ und G500FI™: Noch schneller, noch zuverlässiger, noch hochwertiger

 Die neuen Ortungshalsbänder Tracker G400FI™ und G500FI™ nutzen neben dem GPS-System auch die GLONASS-Satelliten. Das sorgt für noch schnellere und zuverlässigere Positionsbestimmung – auch unter schwierigsten Bedingungen.

 G400FI™ und G500FI™ sind jetzt „Made in Finland“ und damit noch hochwertiger verarbeitet. Software-Updates erfolgen bei beiden Ortungs-Halsbändern nun über GPRS – den Paketdatendienst im Handynetz – und sind so von jedem Anwender leicht selbst durchzuführen. Das G500FI™ kann zudem Tonbefehle an den Hund übertragen, die bei der Dressur mit Befehlen wie „Pfui!“ oder „Komm zurück!“ verknüpft werden können – superpraktisch, um den Hund am Ende des Treibens an den Stand zurückzurufen.

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Nachsuche im Mais: Wie im Dschungel

Hundert Hektar Mais und irgendwo in der grünen Hölle ein krank geschossener und überaus schlecht gelaunter Keiler? Nachsuchen im Mais sind ein Job für Spezialisten. Nachsuchenführer Dirk Thielke verrät, worauf es dabei ankommt.

„Keiner klatscht vor Freude in die Hände, wenn er zur Nachsuche auf einen 100-Kilo-Keiler im Mais gerufen wird“, räumt auch der Brandenburger Nachsuchenführer Dirk Thielke ein. „Denn jeder dieser Einsätze kann zum Drama werden, wenn man Hunde auf die Sauen loslässt, die nicht mit deren Raffinessen vertraut sind.“ Thielke ist schwerpunktmäßig in weitem Umkreis rund um seinen Wohnort im Havelland im Einsatz und hat sich mit seinem Gespann – der neunjährigen BGS-Hündin Ronja vom Rumpelsberg und der fünfjährigen Drahthaar-Hündin Anna von der Peterhofer Heide – auf schwierigen Nachsuchen einen exzellenten Ruf erworben.

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Lehrgeld

 Fehler machen wir alle mal. Aber nicht jeder zahlt dafür einen so hohen Preis wie Jungjäger Matthias Meyer, der einen Hundeführer auf einer Nachsuche begleitete.

Ein klarer, feuchtkalter Wintertag Anfang Januar. Morgens um halb sieben erklimmt Matthias M. einen Hochsitz: „Eigentlich sollte es ein Fuchsansitz werden.“ Vor knapp einem Jahr hat er die Jägerprüfung bestanden und einen Begehungsschein in dem Revier in der Nähe seines Heimatortes in Oberfranken ergattert. Gegen acht Uhr zieht in etwa 80 Metern Entfernung eine Rotte Sauen über die angrenzende Wiese auf das abgeerntete Maisfeld. Es sind zwölf bis 14 Stück, deutlich kann M. die starken Bachen von den Überläufern unterscheiden. Als ein schwacher Überläufer frei steht, lässt er fliegen. Die 45-Kilo-Wutz liegt im Knall.

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