Schlagwort-Archive: Munition

„Staatliche Erpressung“: Hornady stellte Belieferung New Yorker Behörden ein

Die Verwaltung des US-Bundesstaats New York hat Unternehmen aus dem Finanz- und Versicherungssektor dazu gedrängt, ihre geschäftlichen Beziehungen zur NRA, der amerikanischen Interessenvertretung von Legalwaffenbesitzern und der Waffen- und Munitionsindustrie zu überdenken. Der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo (Demokratische Partei) gilt als eifriger Verfechter strengerer Waffengesetze. Cuomo hat eine Vereinigung von Bundesstaaten mit dem Zweck strengerer Reglementierung des Waffenbesitzes („States for Gun Safety“) geschmiedet und rühmt sich damit, dass unter seiner Führung „New York die strengsten Waffengesetze Amerikas“ verabschiedet habe („Under Governor Cuomo, New York has passed the strongest gun control laws in the nation.“, offizielles Statement auf der Internetseite des Staates New York). Auf Veranlassung Cuomos hat der Chef der New Yorker Pensionskasse Thomas DiNapoli ein Schreiben an Kreditkartenunternehmen verfasst, in dem diese gedrängt werden, Waffenkäufe mit Kreditkarten zu unterbinden („urging them to crack down on gun purchases“), wie New York Daily News berichtet.

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Ein nützliches Tool: Der Frankonia EWB-Konfigurator

Wie man mit dem Frankonia EWB-Konfigurator und ein paar Klicks jede Menge Ärger beim Kauf und Verkauf von Waffen und Munition vermeiden kann.

Das deutsche Waffenrecht, die Vorschriften für die Aufbewahrung, den Transport und den Erwerb einer Schusswaffe sind kompliziert. Doch damit nicht genug: Sie ändern sich auch noch ständig. Beispiel: Noch bis vor wenigen Jahren wurden Wechselläufe nicht in die WBK eingetragen. Heute ist das vorgeschrieben, und wer es versäumt hat, seinen Wechsellauf nachträglich einzutragen zu lassen, besitzt diesen illegal. Das ist unangenehm genug, etwa, wenn der Wechsellauf bei dem in aller Regel gutgläubigen und ahnungslosen Besitzer im Rahmen einer behördlichen Kontrolle entdeckt wird. Oder wenn der Wechsellauf von dem bisherigen Besitzer oder seinen Erben verkauft wird: Spätestens, wenn der neue Besitzer den Wechsellauf in seine WBK eintragen lässt, wird die Waffenbehörde das Versäumnis bemerken und beim Vorbesitzer vorstellig werden. Dann ist der Ärger groß. Anderes Beispiel: Früher waren Einsteckläufe ab 18 Jahren frei verkäuflich. Heute dürfen sie nur noch an Berechtigte abgegeben werden, die eine zum Einstecklauf passende Waffe in ihre WBK eingetragen haben.

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IWA 2017 – Brenneke bringt 21 neue Patronen und Büchsengeschosse

Brenneke erweitert das Angebot um 21 neue Patronen und Büchsengeschosse.
Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Einführung von drei Kalibern im Bereich 6,5 mm, wobei dabei das neue Torpedo-Alternativ-Geschoss (TAG®) zum Einsatz kommt. Ein weiteres neues Kaliber ist .270 Win., das ebenfalls mit einem neuen TAG® und zusätzlich mit dem Gameking von Sierra als Teilmantel verladen wird. Alle neuen Kaliber werden erstmalig vorgestellt.

Im Bereich der 7 mm-Patronen findet mit acht neuen Patronen die größte Programmausweitung statt. Ganz neu ist ein leichtes Teilmantelgeschoss als Einstiegsmodell, das es in den Kalibern 7×64, 7x65R und 7mm Rem.Mag. gibt. Das leichte Original Torpedo-Ideal-Geschoss (TIG®), das für die .308 Win. und .30-06 erhältlich ist, erweitert das Angebot beim .30er Kaliber.

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Vor der eigenen Tür kehren…

Schon lange gibt es den wohlbegründeten Verdacht, dass nicht private Waffenbesitzer, sondern nicht-private – sprich: staatliche Waffenbesitzer – das möglicherweise größere Problem in Hinblick auf Schlamperei mit Schusswaffen darstellen. Wer genauere Auskünfte darüber bei den einschlägigen Statistikämtern begehrt, wird jedoch darüber „informiert“, dass es zu diesem Thema – wie viele Waffen, wie viel Munition bei Polizei, Bundesgrenzschutz und Bundeswehr abhanden kommen – leider keine statistischen Erhebungen oder sonstige aussagekräftigen Daten gibt. Genau so wenig, wie in der offiziellen Kriminalitätsstatistik bei Straftaten danach differenziert wird, ob sie mit legalen ober illegalen Waffen begangen wurden. So muss es bei Vermutungen bleiben.

Da ist es immerhin ein reizvolles Zusammentreffen, dass an dem Tag, da wir neue Waffenrechtsverschärfungen für private Legalwaffenbesitzer vermelden durften, gleich zwei peinliche Missgeschicke staatlicher Waffenbesitzer mediale Aufmerksamkeit erfahren: So ist einem Polizist bei einem Einsatz in einem Leipziger Plattenbauviertel eine Maschinenpistole abhanden gekommen, berichtet die Welt. Kann ja mal passieren. Die Polizei verspricht, jeden Stein umzudrehen, um die Waffe wiederzufinden. Na dann. Damit würde ein Jäger, der seinen Drilling auf dem Autodach vergessen hat, zwar vermutlich nicht davonkommen, aber das ist halt ganz was anderes.

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Neues Wald- und Jagdgesetz auf Bundesebene

Bleieintrag durch Munition soll minimiert, Bleimunition aber wohl nicht grundsätzlich verboten werden – künftig nur noch zertifizierte Büchsenpatronen für Jagdausübung zugelassen. Schießnachweis für Bewegungsjagden.

„Wald schützen und Waldbesitzer stärken“, lautet der Titel der Pressemitteilung, in der Bundesminister Schmidt stolz verkünden lässt, dass er ein neues Wald- und Jagdgesetz auf den Weg gebracht habe: „Unsere Maxime heißt schützen und nützen. Der Wald bringt uns wirtschaftliche Erträge und Erholung, dient dem Klimaschutz und beherbergt eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Mit dem neuen Gesetz haben wir es geschafft, insbesondere die Bewirtschafter kleinerer Waldflächen bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zu unterstützen. Mein Ziel ist die Stärkung insbesondere der Besitzer kleinerer Wälder und die Sicherung einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Jagd“, lobte sich Landwirtschaftsminister Schmidt.

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IZW Berlin: Seeadler vermeiden große Geschosspartikel beim Verzehr von Kadavern

Die Seeadler-Forscher vom IZW Berlin haben ein weiteres Argument für bleifreie Munition gefunden: Seeadler detektieren und vermeiden aktiv die Aufnahme großer Metallpartikel (> 8 mm) aus Säugetierkadavern, ignorieren aber kleine Metallpartikel (3 mm) beim Verzehr, so das Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in einer aktuellen Pressemitteilung. Beim Auftreffen auf den Tierkörper zersplittern bleihaltige Jagdprojektile in zahlreiche kleine Metallpartikel, während bleifreie Deformationsgeschosse keine Partikel im Körper hinterlassen und bleifreie Teilzerleger nur größere Partikel an das Gewebe abgeben. Daher könnte der Einsatz bleifreier Geschosse Bleivergiftungen von aasfressenden Tieren vermeiden. Zu diesem Ergebnis kamen kürzlich Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Die Studie wurde nun in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „European Journal of Wildlife Research“ veröffentlicht.

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Neue Studie: Bleifreie Deformatoren sind gleichwertiger Ersatz für Bleigeschosse

Eine neue Studie zur Zielballistik bleihaltiger und bleifreier Geschosse zeigt, dass die zielballistischen Eigenschaften bleifreier Deformatoren denen bewährter bleihaltiger Deformationsgeschosse stark ähneln. Zur Auswertung kam ein neues Verfahren zum Einsatz, bei dem die beschossenen Seifenblöcke mit Computertomographen (CT) vermessen wurden.

In einer zielballistischen Untersuchung haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums der Rheinisch-Westfälischen  Technischen Hochschule Aachen (RWTH), des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) das Verhalten von Projektilen beim Auftreffen, Eindringen oder Durchdringen eines Ziels analysiert. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt im wissenschaftlichen Online-Fachblatt PLOS ONE publiziert. Die Studie erweitert die vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) und vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern geförderten Untersuchungen zur Wirkung  insbesondere bleifreier Jagdgeschosse. Ein detaillierter Vergleich zeigte, dass sich bleifreie Geschosse  in ihrem zielbalistischen Verhalten unterschieden. Eine der bleifreien Geschosskonstruktionen (Deformationsge­schoss) wies ein zielballistisches Verhalten auf, das dem des bleihaltigen Referenzgeschosses entsprach. Ferner beobachteten die Wissenschaftler, dass beim Beschuss mit bleihaltiger Munition sich hunderte kleinster Bleisplitter ausbreiten, während bei bleifreien Geschossen nur wenige Splitter entstehen.

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„Praxisfern und unrealistisch“

DJV lehnt Vorschlag zur externen Munitionslagerung von Bündnis 90 / Die Grünen ab

Die Sprecherin für innere Sicherheit von Bündnis 90/Die Grünen Irene Mihalic fordert, dass zukünftig keine Munition mehr in Privathaushalten gelagert werden darf. Auf Twitter schreibt die ehemalige Polizistin: „Das Problem sind schussbereite Waffen in Privathaushalten!“ Sie bezieht sich auf eine Studie, die bei sieben Amokläufen in Deutschland 51 Todesopfer zählt. Die Amokläufe seien überwiegend mit legal besessenen Waffen verübt worden.

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Agrarministerkonferenz: Zügige Bleifrei-Lösung gefordert

Bleifrei kommt – davon ist nach den Verlautbarungen auf der Agrarministerkonferenz, die am 3. und 4. April in Cottbus stattfand, auszugehen: „Die Länder sind sich einig, dass eine zügige Novellierung des Bundesjagdgesetzes erfolgen muss mit dem Ziel des Verbotes bleihaltiger Jagdmunition bei Gewährleistung einer zuverlässigen tierschutzgerechten Tötungswirkung, heißt es in einer Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommerns (MV). „Es ist für mich wichtig, dass Wildbret als Lebensmittel zu 100 % bleifrei sein muss. Es besteht für mich die Hoffnung, dass der Bund schnell entsprechend handeln wird“, so fasst MV-Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD), die Auffassung der Konferenzteilnehmer zusammen. Wer nach diesem Statement noch einen größeren Vorrat herkömmlicher Bleimunition anlegt, ist selber Schuld.

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Nabu fordert totales Blei-Verbot

Im Vorfeld der Agrarministerkonferenz hat der NABU gemeinsam mit BUND, DNR, ÖJV und Slow Food die zuständigen Minister von Bund und Ländern erneut aufgefordert, sich für ein umfassendes, bundesweites Verbot bleihaltiger Jagdmunition einzusetzen. „Es wäre absurd, wenn Bund und Länder die umfangreichen Studien zur Tötungswirkung, Lebensmittelhygiene und dem Abprallverhalten von bleifreier und bleihaltiger Munition nicht nutzen würden, um endlich ein Verbot dieses toxischen Metalls bei der Jagd umzusetzen.“, heißt es in einer Pressemitteilung des Nabu. Jedes Gramm Blei sei eines zu viel, alternative Materialien stünden zur Verfügung, sagte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke.

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BfR-Tagung: DJV fordert neue Kriterien für Jagdbüchsenmunition

Unabhängig vom Material: tierschutzgerecht und unbedenklich

Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert vom Gesetzgeber neue und verbindliche Kriterien für Jagdbüchsenmunition. Abgeschlossene wissenschaftliche Studien, die heute im Rahmen des Fachsymposiums „Wild – Gut Erlegt?“ des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) und des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) in Berlin präsentiert wurden, haben gezeigt, dass eine Neubewertung notwendig ist. „Für eine tierschutzgerechte Jagdausübung zur Nahrungsmittelproduktion brauchen wir das beste verfügbare Handwerkszeug“, so DJV-Vizepräsident Dr. Bethe. Wenn sich nach den jetzt vorgestellten Erkenntnissen Jagdbüchsenmunition unterschiedlicher Materialien auf dem deutschen Markt befindet, die nachweislich nicht tierschutzgerecht tötet, dann hat der Gesetzgeber neue Kriterien festzulegen. „Wir brauchen Klarheit für den Anwender und für den Markt“ sagt Dr. Bethe weiter. Die Industrie wird aufgefordert, standardisierte Empfehlungen auf der Verpackung abzudrucken, damit direkt ersichtlich ist, für welche Einsatzzwecke die Munition geeignet ist. „Tierversuche in freier Wildbahn kann keiner wollen“, so Dr. Bethe.

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Am Montag: Bleifrei-Tagung im Livestream

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stellt Projektergebnisse vor

Am Montag, 10. März, wird es noch einmal spannend um die Diskussion „Blei oder bleifrei?“: Das Bundesinstitut für Risikobewertung überträgt die Fachtagung „Wild – Gut erlegt?“ mit einem Videostream live im Internet unter www.erlesenfilm.de/bfr/deutsch.html. Eine englische Version finden Sie auf www.erlesenfilm.de/bfr/english.html. Der DJV ist vor Ort und berichtet mit einem Live-Ticker von der Veranstaltung auf www.jagdverband.de. Dort können Internetnutzer den Tagungsverlauf und wichtige Ergebnisse mit- und nachlesen und Fachfragen an den DJV stellen, die dieser dann beantworten wird.

PM DJV Bild: Bildschirmfoto der BfR-Internetseite vom Livestream

Geplantes Verbot von Blei-Munition in NRW: Offene Fragen

Der CDU-Landtagsabgeordnete im Rheinisch-Bergischen Kreis, Rainer Deppe, hat eine Kleine Anfrage zum geplanten Verbot bleihaltiger Munition in NRW im Landesparlament gestellt.Der grüne NRW-Umweltminister Johannnes Remmel hatte angekündigt, bleihaltige Munition „so schnell wie möglich“ verbieten zu wollen.

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Niedersachsen: Landesforst jagt bleifrei

Ab dem 1. April 2014 verwenden die Niedersächsischen Landesforsten nur noch bleifreie Munition auf der Jagd. Das teilen die Landesforsten in einer Presseerklärung mit. Ab sofort werden die Försterinnen und Förster, aber auch alle im Landeswald jagenden privaten Jägerinnen und Jäger aufgefordert, nur noch bleifreie Munition zu verwenden. Die Übergangsfrist bis zum kommenden Jahr soll den vollständigen Umstieg auf bleifreie Munition ermöglichen.

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Gut, günstig, gebonded: Geco Plus

Die Firma RUAG Ammotec hat großzügig einige hundert Schuss Munition zu Testzwecken gesponsort, die wir an fleißig jagende Jawina-Leser weitergegeben haben. Zur Verfügung stand mit dem neuen gebondeten Geco-Plus-Geschoss geladene Munition in den Kalibern 8×57 IS und .30.06. Jetzt sind die ersten Abschussberichte eingetroffen.

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Neue Welten 1: Besuch bei Hornady

Hornady ist ein Familienunternehmen. Der derzeitige Firmenchef Steve Hornady ist der Sohn des Firmengründers Joyce, der 1981 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Steves Sohn Jason ist heute Vizepräsident der Firma. Joyce Hornady hatte es während des Zweiten Weltkriegs nach Grand Island verschlagen, wo er einen Job als Ausbilder in einer Fabrik annahm, die Armeemunition herstellte.

 Nach dem Krieg nutzten viele Jäger die überschüssige Militärmunition für die Jagd, auch Joyce Hornady. Er stellte aber fest, dass die Präzision nicht seinen Anforderungen entsprach und machte sich daran, bessere Geschosse zu entwickeln. „Zehn Schuss durch ein Einschussloch“, lautete seine Devise. Es war der Beginn der Erfolgsgeschichte von Hornady.

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Gut, günstig, bleifrei: Hornady GMX

Abgecheckt: Das bleifreie GMX-Geschoss im Jagdbetrieb.

Für alle, die demnächst bleifrei schießen müssen oder wollen ist das Hornady GMX zunächst aus zwei Gründen interessant: Erstens ist es relativ günstig – eine 20er Schachtel Patronen in Standardkalibern kostet zirka 40 Euro und ist damit um fast die Hälfte günstiger als eine ganze Reihe bleifreier „Premiumprodukte“. Zweitens ist es als Deformator ausgelegt – das bedeutet in der Regel keine Splitter, was das Geschoss auch für Hunde- und Nachsuchenführer geeignet erscheinen lässt.

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