Schlagwort-Archive: Mecklenburg-Vorpommern

M-V: Backhaus fordert bundesweit einheitliches Vorgehen bei Problemwölfen

+++ Unzureichend gesichert: Wolf reißt 26 Stück Damwild in Gatter +++

Ein zentrales Thema in der heutigen Landtagssitzung in Schwerin war die aktuelle Konfliktsituation des Wolfes in Mecklenburg-Vorpommern. Minister Dr. Till Backhaus forderte ein bundeseinheitliches Vorgehen. Mittlerweile gebe es in sieben Bundesländern (Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Bayern) insgesamt 47 Wolfsrudel, so das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern (LMMV) in einer Pressemitteilung. In 45 der 73 Territorien mit Wolfsvorkommen wurde eine Reproduktion mit insgesamt 175 Welpen bestätigt. Diese vorwiegend in den ostdeutschen Bundesländern. „Das ist ein Erfolg des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes und belegt, dass sich der Wolf gerade in den dünn besiedelten Ländern und in den großen Schutzgebieten des Ostens angesiedelt hat“, unterstrich der Minister. Zugleich verwies er jedoch auf das Konfliktpotenzial, das die Erfolgsgeschichte schmälert.

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Mecklenburg-Vorpommern: CDU und SPD fordern Obergrenze – für Wölfe

+++ Brandenburg: Elch in Templin narkotisiert +++ Zu einem – angesichts der Konflikte erstaunlichen – Ergebnis kommt eine WWF-Umfrage: Österreicher sehen Wolf angeblich positiv +++

Die Landtagsfraktionen von CDU und SPD in Mecklenburg-Vorpommern werden diese Woche einen Antrag im Landtag einbringen, der eine Begrenzung der Wolfspopulation in dem Bundesland fordert. Außerdem soll der Abschuss von Problemwölfen erleichtert werden. Die Landtagsabgeordnete Beate Schlupp (CDU) sagte gegenüber der Ostsee-Zeitung, es sei nötig, die Wolfspopulationen in Deutschland, Polen und dem Baltikum „zusammen zu betrachten“. Es sei davon auszugehen, dass diese Populationen „mittlerweile verschmolzen“ seien. Damit wäre hohe Schutzstatus nicht mehr erforderlich und eine Regulierung des Wolfsbestandes möglich. Es brauche 250 Wölfe in Deutschland, um von einem gesicherten Bestand auszugehen, erklärte Schlupp, alle „über diese Obergrenze hinausgehenden Tiere könnten zur Bejagung freigegeben werden.“ Eine Sprecherin des Naturschutzvereins BUND wies die Forderung nach einer Obergrenze gegenüber der Ostseezeitung zurück: Man müsse lernen, mit dem Wolf zu leben. SE

Beitragsbild: Beate Schlupp (CDU). Quelle: CDU MV

Mecklenburg-Vorpommern: Nebelkrähe, Rabenkrähe, Elster, Nilgans und Nutria ins Jagdrecht

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf auf der A24 überfahren +++ Mecklenburg-Vorpommern: Fast-Kollision zwischen Elch und Bus +++ Mecklenburg-Vorpommern: Auge in Auge mit dem Elch +++ NRW: Teure Knochen: streit um Gebühren für Rothirsch-Trophäe +++ Bayern: Wölfe im Veldensteiner Forst gesehen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Schafsrisse durch Wolf bei Pritzenow +++ Schleswig-Holstein: Schafe in Nordfriesland gerissen – Wolf stammt aus McPom +++

Der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus (SPD), hat angekündigt, weitere Tierarten ins Jagdrecht aufnehmen zu wollen. Genannt wurden Nebelkrähe, Rabenkrähe, Elster sowie Nilgans und Nutria. Ein entsprechender Verordnungsentwurf befinde sich derzeit in der Abstimmung. Dies liege „im Interesse des Wild- und Artenschutzes sowie im Interesse der Landeskultur und des Gewässerschutzes“, erklärte ein Ministeriumssprecher gegenüber der Ostsee-Zeitung. Wie zu erwarten war, protestieren die einschlägigen Verbände gegen die Ankündigung. Elstern und Krähen seien gemäß Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützte Arten und unterlägen der EU-Vogelschutzrichtlinie, sagte eine Sprecherin des BUND gegenüber der Zeitung. Wozu anzumerken ist, dass dies keinesfalls geschah, weil die genannten Arten selten oder gar bedroht seien, sondern weil man sich über deren Status bei der Abstimmung dieser Vorschriften nicht einigen konnte – u.a. deshalb, weil diese für den Schutz von Bodenbrütern und Rote-Liste-Arten wie dem Feldhasen äußerst problematischen Arten eine starke Lobby bei den Vogelschützern haben. Desweiteren ist daran zu erinnern, dass weder Bundesnaturschutzgesetz noch EU-Vogelschutzrichtlinie ewig unveränderbar gelten, sondern jederzeit an aktuelle Erfordernisse und neue Erkenntnisse angepasst werden können. Das sollten gerade jene Naturschützer wissen, die ständig Aktualisierungen jagdrechtlicher Vorschriften fordern, die z.T. erst wenige Jahre in Kraft sind. SE

Beitragsbild: Krähen ins Jagdrecht? Dieser Rote-Liste-Junghase ist dafür! Foto: SE

Schweiz: Braunbär im Kanton Bern gesichtet

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Junger Elchbulle bei Pasewalk – Video bei Twitter +++ Kärnten: Hund beschossen, Anzeige wegen Tierquälerei gegen Jäger +++

Im Genstal oberhalb von Innertkirchen im Schweizer Kanton Bern hat ein Jäger einen Braunbär gesichtet. Er konnte das Tier mehrere Minuten lang beobachten, wie die Nidwalder Zeitung berichtet. Das Tier habe sich unauffällig verhalten. In den vergangenen Monaten waren bereits zwei Bärensichtungen auf Kantonsgebiet gemeldet worden. Aus gegebenem Anlass hat das Berner Jagdinspekoratein ein Merkblatt „Jagen im Bärengebiet“ herausgegeben. Es enthält wichtige Hinweise, was bei der Jagd im Bärengebiet zu beachten ist und steht hier zum Download bereit.

Schweiz: „Keine Jagd im Kopf“

Die acht Mitglieder einer Jagdgruppe im Val Bondasca, dem Gebiet, das von dem verheerenden Bergsturz im Bondo betroffen ist, gehen dieses Jahr nicht zur Jagd. Sie haben ihre Jagdpatente zurück nach Chur geschickt, wie das SRF berichtet. Dies geschehe zum einen aus Pietätsgründen, aber auch, weil die meisten Jäger ihre Maiensässe bei dem Unglück verloren hätten. SE

Beitragsbild: Braunbär in Alaska frisst Lachs. Autor: Steve Hillebrand, US Fish & Wildlife Service, National Digital Library, Quelle: Wikipedia

Mecklenburg-Vorpommern: Wolf reißt 14 Schafe bei Eldena

Am 31.08.2017 kam es zu einem Rissvorfall bei Eldena im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Dabei wurden 14 Schafe getötet und 3 weitere verletzt, wobei die Verletzungen teilweise so schwerwiegend waren, dass weitere Tiere getötet werden mussten. Im Ergebnis der Rissbegutachtung sind ein Wolf oder mehrere Wölfe als Verursacher wahrscheinlich. Zur weiteren Untersetzung des Befundes wurden Genetikproben genommen, wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern (LUMV) mitteilt. Die Erfordernisse eines Grundschutzes der Nutztiere waren im vorliegenden Fall nicht erfüllt, so das LUMV – der Schäfer bleibt auf dem entstandenen Schaden also wohl sitzen.

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Mecklenburg-Vorpommern: Jungrind von Wölfen gerissen

Auf einer Weide bei Niendorf an der Rögnitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wurde gestern ein getötetes Jungrind gefunden. Der umgehend hinzugezogene Rissgutachter des Landes fand eine Reihe von Hinweisen, die auf einen oder mehrere Wölfe als Verursacher verweisen. Zur weiteren veterinärpathologischen Untersuchung wurde das Tier in das zuständige Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) gebracht. Zudem wurden Proben für eine genetische Untersuchung genommen. Der betroffene Tierhalter kann aus der Förderrichtlinie Wolf Kompensationszahlungen für das tote Rind erhalten.

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Mecklenburg-Vorpommern: Förderbescheid über 930.000 Euro für Bibermanagement übergeben

Über einen Förderbescheid in Höhe von 930.000 Euro kann sich die UmweltPlan GmbH in Stralsund freuen: Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt in McPom hat diese Mittel bis 2019 für Monitoring, Öffentlichkeitsarbeit sowie Konfliktmanagement in Sachen Biber zur Verfügung gestellt. Der Förderbescheid wurde heute übergeben. Zusammen mit der Gesellschaft für Naturschutz und Landschaftsökologie Kratzeburg soll die UmweltPlan GmbH das Bibermanagement in allen Landkreisen steuern und begleiten (JAWINA berichtete).

Geeignete Handlungsoptionen im Konfliktfall seien unter anderem der Einbau von Dammdrainagen („Bibertäuscher“), der Rückbau (auf definierte Höhen) oder Abtrag von Biberdämmen, der Einsatz von Verbissschutzmitteln, die Zäunung gefährdeter (Forst-)Kulturen, die Anlage/ Förderung von Gewässerrandstreifen mit Weichhölzern, der Einbau von Untergrabschutz in Deichen/ Dämmen und in Einzelfällen die Entnahme von Bibern.

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Mecklenburg-Vorpommern: Kormoranbestand steigt weiter an

Schon 15.473 Brutpaare in MV

Im Jahr 2016 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 15.473 Brutpaare des Kormorans in insgesamt 19 Kolonien gezählt. Der Brutbestand ist somit gegenüber dem Vorjahr um etwa 8,5 % angewachsen und lag damit etwas über dem bisherigen Maximum des Jahres 2008. „Die Veränderungen betrafen Küste und Binnenland gleichermaßen. Die Zunahme ist im Zusammenhang mit den vorangegangenen milden Wintern, der einer der mildesten seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen war, zu sehen“, erklärt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt. „Wir befinden uns hier in einem schwierigen Spannungsfeld. Schließlich ist der Kormoran besonders geschützt. Gleichwohl beklagen die Fischer in Mecklenburg-Vorpommern alljährlich Verluste durch den Kormoran“, sagte er weiter.

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Mecklenburg-Vorpommern: 310.000 Euro im Jahr für landesweites Bibermanagement

Das landesweite Bibermanagement in Mecklenburg- Vorpommern kann beginnen, jubelt das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern (LUMV) in einer aktuellen Pressemeldung: Durch die Kombination der Wasser- und Naturschutzförderrichtlinien sei es in Mecklenburg- Vorpommern erstmals möglich, sowohl die landesweite konzeptionelle Vorbereitung als auch die Maßnahmenumsetzung zu unterstützen. Mit den Mitarbeitern des Planungsbüros Umweltplan GmbH Stralsund sowie der Gesellschaft für Naturschutz und Landschaftsökologie Kratzeburg stünden „Spezialisten für eine kompetente Bearbeitung“ zur Verfügung. Dafür stehen jährlich rund 310.000 € im Rahmen der Wasserförderrichtlinie des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) zur Verfügung.

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Mecklenburg-Vorpommern: Wolf auf dem Darß

Im Darßwald im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft hält sich ein Wolf auf. Der sichere Nachweis dafür konnte anhand einer am 10. Juli 2017 entstandenen Fotografie eines Privatmanns geführt werden. Bereits seit längerer Zeit wurde die zumindest zeitweise Anwesenheit eines Wolfes vermutet. Sichtungen von Urlaubern und das Verhalten von Wildtieren ließen auf die Anwesenheit schließen. „Bei der Populationsdynamik des Wolfes ist es nicht überraschend, dass Einzelindividuen jetzt auch den Nationalpark an der Ostseeküste erreicht haben. Insbesondere die großen zusammenhängenden Kernzonenbereiche des Ostzingst bieten dem Wolf Rückzugsbereiche“, so Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus. Der Wolf zeigte ein arttypisches Fluchtverhalten, nachdem er die Witterung des Fotografen aufgenommen hatte. „Ich bitte die Besucher des Nationalparks um Vorsicht und Aufmerksamkeit. Bei Sichtung des Tieres ist der Nationalpark oder das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie zu informieren“, sagte Backhaus weiter.

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Mecklenburg-Vorpommern will Bauern “ im Zusammenhang mit dem natürlichen Wiederauftreten des Wolfes“ unterstützen

+++ Wolf reißt zwei Kälber in Klitten (Sachsen) +++ Österreich: Wolf von Wildkamera im Pinzgau (Bundesland Salzburg) aufgenommen +++

Die Angst vor dem Wolf wächst vor allem in ländlichen Gebieten, wie das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern (LM-MV) in einer Pressemitteilung feststellt. Anlass ist das erste Mahnfeuer in MV, das heute Abend (21. Juni 2017, 20 Uhr) – organisiert vom Bauernverband Ludwigslust/Parchim und dem brandenburgischen Nachbarbauernverband Prignitz – anlässlich der Wiederansiedlung des Wolfes stattfindet. Auch Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV, wird an der Veranstaltung auf einer Fläche der Agrarland Steesow GmbH teilnehmen.

„Die Debatte zum Umgang mit dem Wolf ist richtig und wichtig, gerade hier in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landschaft im Nordosten ist für Wölfe ein nahezu idealer Lebensraum. Hier finden sie noch unzerschnittene Landschaften und ausreichend Nahrung. Gleichzeitig ist unser Land stark agrarisch geprägt. Die Weidehaltung ist traditionell ein wichtiges Glied der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung dieser Region und wird seitens des Landes befürwortet. Damit besteht ein Konfliktpotential, dass unbestreitbar mit  der Rückkehr des Wolfes verbunden ist. Die Sorgen der Landwirte nehmen wir sehr ernst. Nicht ohne Grund haben wir bereits im vergangenen Jahr ganz MV mit Ausnahme der Ostseeinseln zum Wolfsgebiet erklärt und so die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen auf größerer Fläche ermöglicht. Natürlich ist unsere Arbeit damit nicht getan. Gerade mit Blick auf die dynamische Populationsentwicklung müssen bundesweit abgestimmte Lösungen her. Wir führen dazu sowohl länderübergreifend als auch mit dem Bund entsprechende Abstimmungen. Ziel ist, eine Population sowie Maßnahmen zu definieren, die eine Vereinbarkeit der verschiedenen Anforderungen an die Kulturlandschaft auch zukünftig ermöglicht. Der Austausch mit den Landwirten ist dabei von großer Bedeutung. Die Teilnahme an dem heutigen Mahnfeuer ist für mich daher selbstverständlich“, so Buchwald im Vorfeld des Termins.

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Horstzerstörungen: „Dauerhafte Tabuzonen für Windenergieanlagen errichten“

Bettina und Norbert Kern haben zerstörte Greifvogelhorste in Windenergie-Planungsgebieten in der Umgebung der Gemeinde Ivenack (Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) dokumentiert. JAWINA hat mit den Naturschützern und Hobby-Ornithologen gesprochen.

Ein intakter Horst bei Ivenack Beitragsbild oben) und die Überreste des zerstörten Horsts. Fotos: B. u. N. Kern

JAWINA: Wie sind Sie auf illegale Nestzerstörungen in Ivenack aufmerksam geworden?

Bettina und Norbert Kern: Insgesamt waren es sieben verschwundene Horste in unserer Region. Diese Region wurde von einigen Leuten aus unserer Bürgerinitiative ehrenamtlich kartiert und die Horststandorte an die dementsprechenden Behörden weitergeleitet. Durch regelmäßige Kontrollen in den folgenden Jahren wurde das Fehlen der Horste bemerkt. 2015 verschwand ein Rotmilanhorst, 2016 verschwanden zwei Rotmilanhorste, ein Schreiadlerhorst, ein Bussardhorst und ein Horst ohne Zuordnung der Besetzung. 2017 verschwand ein Bussardhorst. Insgesamt also sieben Horste.

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Ausnahmegenehmigung für Manipulation von Nandu-Eiern erteilt

Nandus gelten in ihrem ursprünglichen Habitat in der südamerikanischen Pampa als gering gefährdet, in der norddeutschen Tiefebene stellen sie ohne Zweifel einen Faunenverfälschung dar. Unternommen wurde dagegen bislang – nichts. Ein aufschlussreicher Hinweis darauf, wie ernst die Bekämpfung invasiver Arten hierzulande genommen wird.

Nun hat das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe als Untere Naturschutzbehörde für das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee  dem Kreisbauernverband Nordwestmecklenburg auf Antrag die Ausnahmegenehmigung erteilt, Nandueier im Biosphärenreservat Schaalsee durch das Anbohren zu manipulieren. Das teilt das Landwirtschaftsministerium in einer Presseerklärung mit. Darin heißt es: Ihre natürliche Verbreitung haben Nandus in Südamerika. In Deutschland gelten die Vögel als Neozoen. Der Nandubestand im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee geht auf einige wenige Tiere zurück, die im Jahr 1999 aus einem Gehege in Groß Grönau entlaufen sind. Das Anbohren der Eier, mit dem Ziel der Verhinderung der Reproduktion, ist nach aktueller Beurteilung das mildeste Mittel eines Eingriffs, um dem weiteren Anwachsen und der weiteren Ausbreitung der Nandupopulation und den damit einhergehenden Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen entgegen zu wirken.

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Mecklenburg-Vorpommern: Innenministerium genehmigt Jagd mit Schalldämpfern

„Mehr Gesundheitsschutz für Jäger“ – Ab sofort sind in Mecklenburg-Vorpommern Schalldämpfer für die Jagdausübung bei schalenwildtauglichen Langwaffen aus Gründen des Gesundheitsschutzes, unabhängig davon, ob eine Vorschädigung des Gehörs des Antragsstellers vorliegt oder nicht, genehmigungsfähig. Einen entsprechenden Erlass des Innenministeriums hat heute Innenminister Lorenz Caffier an die Waffenbehörden des Landes versandt.

Nach dem Waffengesetz muss grundsätzlich ein persönliches Interesse der Jägerin bzw. des Jägers an einer Reduzierung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Schießlärm bei der Jagd im Einzelfall nachgewiesen werden, um eine Genehmigung zum Erwerb und Besitz eines Schalldämpfers für schalenwildtaugliche Jagdlangwaffen zu erhalten. Bisher wurde das persönliche Interesse nur in Ausnahmefällen, beispielsweise wenn bereits eine Vorschädigung des Gehörs vorlag, von den Waffenbehörden anerkannt. Mit dem neuen Erlass ordnet das Innenministerium nun an, dass künftig mit Antragstellung grundsätzlich von einem persönlichen Interesse auszugehen ist.

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Mecklenburg-Vorpommern: JV Parchim fordert klare Kante zum Thema Wolf vom LJV

Viele Jäger sind unzufrieden mit der offiziellen Position, die ihre Landesjagdverbände zum Thema Wolf vertreten. Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn man etwa Wortmeldungen auf Delegiertenversammlungen (und den ihnen zuteil werdenden Applaus), Gespräche in Jägerrunden oder die Kommentare in einschlägigen Jagdportalen registriert. Die Mitglieder des Jagdverbands (JV) Parchims erhöhen nun den Druck auf ihre Interessenvertreter: Sie haben auf ihrer Delegiertenversammlung am Sonnabend mit 76 von 77 Stimmen ein Positionspapier verabschiedet, in dem eine klare Haltung vom Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern (LJV) zum Thema Wolf eingefordert wird, wie die Parchimer Zeitung berichtet. Der JV Parchim vertritt 1124 Mitglieder aus 23 Hegeringen. In dem Positionspapier fordern die Parchimer den LJV auf, auf klare gesetzliche Regelungen im Umgang mit dem Wolf zu dringen. Wenn der Wolf reguliert werden solle, dann müsse dies durch die jeweiligen Revierinhaber und Jagdausübungsberechtigten erfolgen. Die Politik müsss sich an aktuellen Zahlen und Fakten orientieren.

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M-V: Wolfsübergriffe Saaler Bodden, Bützow, Löcknitz und Pampow bestätigt

In Mecklenburg-Vorpommern gab es in diesem Jahr bisher vier offiziell erfasste Vorfälle, bei denen Wölfe verschiedene Nutztiere gerissen haben. Dies wurde aktuell durch genetische Analysen des Senckenberg-Instituts in Gelnhausen bestätigt. In drei Fällen waren Schafhaltungen betroffen: Anfang Februar südlich des Saaler Boddens, Mitte Februar in der Nähe von Bützow und bei Löcknitz, nahe der polnischen Grenze. Ende Februar drang ein Wolf in ein gut gesichertes Damwildgatter in Pampow (nordöstlich Löcknitz) ein und riss mehrere weibliche und junge Damhirsche. „Insgesamt gab es bei den Übergriffen 20 tote und 8 verletzte Tiere. Im Bereich des Saaler Boddens und bei Bützow sind derzeit keine territorialen Wolfsvorkommen bekannt, daher ist dort jeweils ein durchwandernder Wolf als Verursacher zu vermuten. Die beiden anderen Orte liegen innerhalb des Territoriums des Wolfsrudels aus der Ueckermünder Heide. Die betroffenen Tierhalter können auf Basis der Förderrichtlinie Wolf Kompensations­zahlungen für die gerissenen Tiere erhalten“, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern.

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Norddeutschland: Zwei Wölfe an einem Tag überfahren

Bei Verkehrsunfällen sind zwei Wölfe in Norddeutschland iunerhalb weniger Tage getötet worden. Ein Wolf starb am 6.3. auf der B207 im Kreis Herzogtum Lauenburg (Schleswig-Holstein) nordwestlich von Ratzeburg. Es sei unvermittelt auf die Landstraße geraten, so dass ein herankommendes Auto nicht mehr bremsen konnte und das Tier erfasste, teilte das Landesumweltministerium mit. Der auf Bitten der Polizei herbeigerufene zuständige Wolfsbetreuer des Landes stellte fest, dass es sich bei dem getöteten Tier um einen etwa 35 Kilogramm schweren männlichen Wolf handelte. Der für die Beurteilung entsprechender Funde in Schleswig-Holstein zuständige Sachverständige geht davon aus, dass es ein junger Wolf war – entweder ein Welpe aus dem Jahr 2016 oder ein sogenannter Jährling (also aus dem Jahr 2015). Im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern hatte ein Wolfsrudel im Bereich der Lübtheener Heide im Jahr 2016 Welpen großgezogen. Dieses Gebiet liegt 30 bis 50 Kilometer vom Unfallort entfernt.

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Mecklenburg: Staupe im Kreis Vorpommern-Greifswald

„Hundebesitzer sollten Impfschutz ihrer Hunde im Auge behalten“

Bei fünf Füchsen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald, die zur Beprobung im Labor eingeschickt worden waren, ist der Erreger der Staupe, ein soenannter Morbillivirus, festgestellt worden. Die Fundorte der verendeten Füchse sind Lassan, Sauzin, Lütow, Zemitz und Lieper Winkel auf Usedom. Die Tiere zeigten deutliche Krankheitszeichen vor dem Tod. So sind Beeinträchtigungen in den Bewegungsabläufen in Form deutlicher Koordinationsstörungen typisch für den Befall mit Staupe. Aufgrund entsprechender Beobachtungen wurden die Tierkörper zur Untersuchung in das Landesamt in Rostock gesandt.

Amtstierarzt empfiehlt dringend Impfung von Hunden

Amtstierarzt Dr. Holger Vogel empfiehlt insbesondere Haltern von Jagdhunden und von Hunden, mit denen Spaziergänge in freier Natur unternommen werden, dringend eine Immunisierung durch Impfung.

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Mecklenburg-Vorpommern: Drittes Wolfsrudel bestätigt

Fotofalle nimmt fünf Tiere auf

In der Kalißer Heide hat sich an der Grenze zu Brandenburg ein weiteres Wolfsrudel etabliert. Das belegen aktuelle Bilder einer Wildkamera, auf denen fünf Wölfe abgelichtet wurden. Nach den seit 2014 bestehenden Wolfsrudeln in der Lübtheener Heide und in der Ueckermünder Heide ist dies das dritte Rudel, das schwerpunktmäßig in Mecklenburg-Vorpommern lebt. Als Rudel werden Wolfsfamilien mit den Elterntieren und deren Nachwuchs bezeichnet. Auch im Bereich der Brohmer Berge (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) gibt es Nachweise von einem Wolfspaar, das dort gegenwärtig offenbar ein neues Territorium etabliert. In der Nossentiner Heide sprechen wiederholte Belege durch Wildkameras über einen längeren Zeitraum für das Vorkommen eines territorialen Einzeltieres.

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Backhaus: Aufnahme von Wolf und Biber ins Jagdrecht hebt Schutzstatus nicht auf

Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern wurde heute auf Antrag der AfD die Aufnahme des Wolfes und des Bibers in die Liste des jagdbaren Wildes diskutiert. Dazu nahm Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus wie folgt Stellung: „Eine Aufnahme in das Jagdrecht würde am Schutzstatus einer geschützten Art nichts ändern. Das gilt für den Wolf genauso wie für den Biber. Ändern und verkomplizieren würden sich nur die Zuständigkeiten. Der Wolf unterstünde dann der Hege und Pflege der Jägerschaft und dürfte aufgrund seiner ganzjährigen Schonzeit trotzdem nicht bejagt werden. Vor diesem Hintergrund frage ich mich ernsthaft, worin der Mehrwert einer Aufnahme in das Jagdrecht liegt.“

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Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen 20 Schafe

Update: Backhaus äußert sich erneut zu Rissvorfällen

Bei Malliß im Landkreis Ludwigslust-Parchim haben Wölfe zwanzig Kamerunschafe gerissen. Das berichtet das Ludwigsluster Tageblatt. Demnach lagen einige Tiere tot auf der Weide, andere liefen teilweise schwer verletzt noch herum, einige ertranken auch in dem Flüsschen, das an die Weide grenzt. Die Tierhalter erwarteten nun eine Reaktion aus der Politik, heißt es in der Lokalzeitung: Landwirtschaftsminister Till Backhaus habe in einer Pressemitteilung erklärt, „dass die Rückkehr des Wolfes ein großer Erfolg für den Artenschutz sei, der Umgang mit ihm aber eine große Herausforderung darstelle. Außerdem erwarte er von Tierhaltern, den Schutz der Tiere auszubauen und dabei staatliche Zuwendungen der Förderrichtlinie Wolf in Anspruch zu nehmen. Dazu gehören u.a. Zäune und Hütehunde.“ Eine Auskunft, die den geschädigten Tierhaltern bestimmt sehr weiterhilft.

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Mecklenburg-Vorpommern: Landkreis hebt Drückjagdverbot auf

Treib- und Drückjagden sind im Landkreis Vorpommern-Greifswald jetzt bis 2019 durchgehend erlaubt – Die Jagdverbote zwischen 11. Januar und 31. Juli wurden wegen Schweinepestgefahr ausgesetzt.

In einer Pressemitteilung des Landkreises heißt es dazu: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald weist als Untere Jagdbehörde auf die Ausnahme vom Verbot der Treib- oder Drückjagd bis zum 31.03.2019 im eigenen Zuständigkeitsbereich hin. Aufgrund der anhaltend hohen Gefährdung des Schwarzwildbestandes in Mecklenburg-Vorpommern durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz eine Allgemeinverfügung für das Gebiet des Landkreises Vorpommern-Greifswald erlassen.

»Grundsätzlich gilt normalerweise in der Zeit vom 11. Januar bis 31. Juli eines jeden Jahres ein Verbot der Jagdausübung in Form der Treib- oder Drückjagd. Mit der nunmehr geschaffenen Ausnahmeregelung werden die Jagdbezirke im Gebiet des Landkreises Vorpommern-Greifswald für den Zeitraum vom 1. Februar 2016 bis zum 31. März 2019 komplett vom vorgenannten Treib- oder Drückjagdverbot freigestellt«, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim.

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Mecklenburg-Vorpommern: Weiblicher Wolfswelpe besendert

In Mecklenburg-Vorpommern konnte erneut ein Wolfswelpe erfolgreich besendert werden. Nachdem es im Oktober 2015 erstmals gelang, einen männlichen Welpen („Arno“) aus dem Rudel in der Lübtheener Heide mit einem Peilsender auszustatten, wurde nun ein weiblicher Welpe („Naya“) aus dem gleichen Rudel mit einem Peilsender versehen. „Das ist ein toller Erfolg für alle Beteiligten, denn nur auf diesem Wege können wir das Wanderverhalten und die Gewohnheiten der Tiere verfolgen, um daraus nützliche Erkenntnisse für den weiteren Umgang mit ihm zu ziehen. Das ist dringend geboten: Erst kürzlich haben Fotofallenbilder sieben neue Wolfswelpen im Land bestätigt. Sie belegen, dass sich die Wolfsvorkommen weiterentwickeln und es die richtige Entscheidung war, das ganze Land mit Ausnahme der Inseln zum Wolfsgebiet zu erklären“, kommentierte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

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Mecklenburg-Vorpommern: Vorübergehendes Jagdverbot für Wildvögel wegen Vogelgrippe

Schleswig-Holstein: Bejagungsverzicht für Wildvögel empfohlen

Um das Risiko einer Übertragung des Geflügelpest-Virus von Wildvögeln auf Hausgeflügel zu minimieren, erteilt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, ein vorübergehendes Jagdverbot für dem Jagdrecht unterliegende Wildvögel. „Mir ist bewusst, dass diese einschneidende Regelung nicht bei jedem Jäger oder Landwirt auf Gegenliebe stoßen wird. Ich halte sie im Sinne eines ganzheitlichen Vorgehens gegen die weitere Ausbreitung des Geflügelpest-Virus aber für eine ganz zentrale und notwendige Maßnahme. Ziel ist, nicht auszuschließende Infektionskette zwischen möglicherweise erkrankter Wildvögeln und Hausgeflügel über den Jäger als Verbindungsglied zu unterbrechen“, betonte der Minister.

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Mecklenburg-Vorpommern: Backhaus für Befreiung der Jagdgenossenschaft von Katastergebühren

Der Landwirtschafts- und Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Till Backhaus, spricht sich für eine Befreiung der Jagdgenossenschaften von den Katastergebühren aus. „Ich habe mich diesbezüglich schon vor längerem an den zuständigen Innenminister gewandt. Auch auf Arbeitsebene hat es bereits zur Jahreswende 2014/2015 gemeinsame Beratungen des Innenministeriums und des Landwirtschaftsministeriums mit dem Arbeitskreis der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden Mecklenburg-Vorpommern (AJE M-V) gegeben. Im Zuge dieser Gespräche hat das Innenministerium auf mein Drängen hin zumindest eine Möglichkeit des lesenden Zugriffs auf das Kataster für einen Zeitraum von einem Monat für eine Gebühr in Höhe von 50 Euro in Aussicht gestellt. Die AJE M-V sah darin jedoch keine ausreichende Entlastung“, erklärt Minister Backhaus.

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Mecklenburg-Vorpommern: Sieben Wolfswelpen in Fotofalle getappt

Die in Mecklenburg-Vorpommern bekannten Wolfsrudel haben erfolgreich Nachwuchs großgezogen, wie das Umweltministerium des Landes verkündet. Auf der Naturerbe-Bundesfläche Lübtheener Heide bestätigen Fotofallenbilder vier Welpen, in der Ueckermünder Heide wurden drei Welpen nachgewiesen. Beide Wolfsrudel ziehen seit 2014 jährlich Nachkommen auf. Das Wolfsmonitoring mit Fotofallen wird in diesen beiden Gebieten von den Bundesforstbetrieben Trave und Vorpommern-Strelitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) durchgeführt.

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Mecklenburg-Vorpommern: Kreis Vorpommern-Greifswald senkt Trichinengebühr

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat eine neue Gebührenordnung für die vorgeschriebene Trichinenuntersuchung von Wildschweinen eingeführt. Die neuen Tarife sehen eine Staffelung der Gebühr in Abhängigkeit vom Gewicht – und damit vom Alter des Stücks – vor. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, verstärkt jüngere Sauen zu bejagen. In einer Pressemitteilung des Kreises VG heißt es dazu: „Ab dem 1. Oktober 2016 müssen sich Jäger im Landkreis Vorpommern-Greifswald auf neue Gebühren bei der Trichinellenuntersuchung im Veterinäramt einstellen. Für Wildschweine bis 15 Kilogramm (ausgeweidetes Tierkörpergewicht) werden dann 2 Euro pro Stück erhoben. Für Wildschweine über 15 Kilogramm muss dann 1 Euro mehr als bisher gezahlt werden; damit werden ab Oktober 7 Euro fällig.

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Mecklenburg-Vorpommern: Wolfsnachwuchs in der Lübtheener Heide

Das Wolfsrudel in der Lübtheener Heide (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat Nachwuchs bekommen. Im Rahmen des Wolfsmonitorings des Bundesforstbetriebes Trave der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Kooperation mit der TU Dresden konnten auf ersten Fotofallenbildern mindestens vier Welpen nachgewiesen werden. Die genaue Anzahl ist noch unklar. Auch im Ueckermünder Rudel werden Welpen vermutet. Zumindest liegen bereits Fotofallenbilder von einer Wölfin mit Gesäuge vor.

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Angelverbot an hunderten von Flusskilometern, drastische Einschränkungen der Freizeitfischerei

Nachdem bislang vornehmlich Jäger und andere Legalwaffenbesitzer von der grassierenden Verbieteritis in der Politik betroffen waren, kriegen jetzt die Angler ihr Fett weg: In der vom NLWKN und Landkreistag erstellten Musterverordnung für Naturschutzgebiete sieht der niedersächsische CDU-Abgeordnete und umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer, ein „Misstrauensvotum gegen Niedersachsens Angler.“ In einer Pressemeldung der Fraktion heißt es: „Bei der Erstellung einer weitreichenden Verordnung werden ausgerechnet die Experten für Gewässerschutz und Erhalt der Artenvielfalt – die Fischer und Angler – außen vor gelassen. Ihnen wird stattdessen eine Musterverordnung vorgesetzt, die ohne weiteres ein Angelverbot an hunderten von Flusskilometern bedeuten kann. Damit droht den Mitgliedern von Niedersachsens größtem Naturschutzverband von heute auf morgen der Ausschluss von ihren gepachteten Gewässern. Diejenigen, die mit großem finanziellen und personellen Aufwand zum Erhalt und zur Pflege unserer Natur beitragen, würden aus Gründen des Naturschutzes vom Gewässer verbannt – wie grotesk.“ Weiterlesen

Mecklenburg-Vorpommern: Kormoranbericht 2015 vorgelegt

Backhaus: „Fischerwirtschaftliche Belastungsgrenze erreicht“

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern hat heute den 7. Kormoranbericht veröffentlicht. Er enthält aktuelle Informationen zur Entwicklung des Kormoranbestandes in Mecklenburg-Vorpommern, zu allgemeinen Trends in Deutschland und im Ostseeraum, zu Aktivitäten zur Abwehr von Kormoranschäden sowie zu wissenschaftlichen Untersuchungen.

In 2015 wurden in Mecklenburg-Vorpommern über 14.000 Kormoranbrutpaare in insgesamt 17 Brutkolonien gezählt. Der Brutbestand ist damit gegenüber dem Vorjahr um etwa 15 % gewachsen und erreichte in etwa das hohe Niveau aus 2008. Die Veränderungen betrafen vor allem die Küstenkolonien; der Brutbestand im Binnenland unterliegt seit Mitte der 90ziger Jahre hingegen geringen Schwankungen. Die Winterhärte ist ein wesentlicher Regulationsfaktor für den Kormoran. Strenge Winter wie in den Jahren 2009/10 und 2010/11 führen zu Bestandseinbrüchen, während nach milden Wintern – wie 2015 – hohe Brutbestände zu erwarten sind.

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Wolfstagung in Schwerin – Backhaus: „Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität!“

„Akzeptanz, fundiertes Wissen und klare Entscheidungen sind wichtige Pfeiler für ein erfolgreiches Wolfmanagement“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus heute auf der von ihm initiierten Wolfstagung im Schweriner Schloss vor rund 100 Teilnehmern. „Dafür benötigen wir neben aktuellen statistischen Angaben zum Wolfsvorkommen einen noch intensiveren und länderübergreifenden Austausch zum Umgang mit dem Heimkehrer.“ Auch dürfe man sich nicht davor scheuen, ergebnisoffen über Obergrenzen zu sprechen, so der Minister, denn der Schutz der Bevölkerung habe oberste Priorität. In einem ersten Schritt forderte er den Bund dazu auf, klar zu definieren, ab wann ein „günstiger Erhaltungszustand“ dieser streng geschützten Art vorliegt.

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Mecklenburg-Vorpommern: Was vom Damwild übrig blieb…

Jäger wirken an Forschungsprojekt über „Wechselwirkungen von Wolf und Damwild“ mit.

Mit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland ergeben sich für die Jäger eine Reihe von zusätzlichen Aufgaben und Herausforderungen. Die Jagd wird teilweise schwieriger und der Anteil der Wolfsbeute muss bei einigen Wildarten im Jagdbetrieb und Wildtiermanagement berücksichtigt werden. In einem Gemeinschaftsprojekt von Jagd und Naturschutz in Mecklenburg-Vorpommern werden nun die Wechselwirkungen von Wolf und Damwild untersucht, um die Entwicklung der Damwildbestände und deren effiziente Bejagung langfristig einschätzen zu können, wie das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern in einer Pressemitteilung verkündet.

„Ich freue mich sehr, dass Jäger, Forstleute und Naturschützer in unserem Land die Rückkehr des Wolfes und die damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Tier intensiv erforschen“, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Bereits seit 2011 wird eine aus Mitteln der obersten Jagdbehörde des Landes finanzierte Pilotstudie zur Telemetrie von Wölfen mittels GPS-GSM-Halsbandsendern durchgeführt. Das Projekt soll wichtige Daten zu Aktionsraumgrößen, Habitatnutzung, Schlafplätzen und Nahrungsspektrum von freilebenden Wölfen liefern.

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Mecklenburg-Vorpommern prescht mit Umsetzung des Halbautomaten-Verbots voran

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG), demzufolge Jäger keine Halbautomaten mit mehr als zwei Schuss Magazinkapazität besitzen dürfen, ist noch nicht rechtskräftig, doch Mecklenburg-Vorpommern zieht bereits Konsequenzen: Das Innenministeriums des Landes hat die Waffenbehörden Mecklenburg-Vorpommerns darauf hingewiesen, dass Urteile des BVerwG „Rechtskraft entfalten“. Sie seien daher „im verwaltungsrechtlichen Vollzug zu beachten.“ Dies gelte unabhängig davon, ob die Kläger den Weg zum Bundesverfassungsgericht beschreiten. Die Waffenbehörden wurden informiert, dass nach der Entscheidung des BVerwG Jäger „generell kein Bedürfnis für den Besitz von halbautomatischen Langwaffen haben, für die es auswechselbare Magazine mit mehr als zwei Schuss Fassungsvermögen gibt. Daher müsse „bei konsequenter Umsetzung des Urteils […] eine große Anzahl von Besitzerlaubnissen von Jägern, die sich auf halbautomatische Langwaffen beziehen, widerrufen werden“, wie es in einem in Abstimmung von Innenministerium und Oberster Jagdbehörde des Landes verfassten (der Red. vorliegenden) Schreiben heißt, dass an Waffenhändler und Jagdverbände versendet wurde.

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Kreis VG: Bachenabschuss und Abschussprämie für Frischlinge

„Alte jagdliche Zöpfe abschneiden“ – Pilotprojekt will Wildschwein-Bestände „mit unkonventionellen Mitteln“ reduzieren

Exorbitant hohe Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen, bedrohliche Beschädigungen von Hochwasserschutz-Deichen und eine hohes Seuchengefahr-Potenzial angesichts der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Nachbarland Polen – diese Faktoren sehen Experten und Praktiker als Folgen zu hoher Wildschwein-Bestände im Nordosten Deutschlands.
Dem will der Landkreis Vorpommern-Greifswald (VG) in Mecklenburg-Vorpommern nun auf Initiative der Jäger  mit einem Aktionsplan begegnen, an dem auch Forst und Landwirte beteiligt sind. Dies erklärte der Kreis VG in einer Pressemitteilung.

Darin heißt es: „Bereits vor Monaten war diese Problematik absehbar. Daher haben sich Weidgenossen an uns gewandt und angefragt, ob wir als Untere Jagdbehörde nicht im Schulterschluss mit Jägerschaft, Landwirten, Forst und Wissenschaft nicht auch neue Wege bei der Schwarzwildbejagung gehen könnten“, sagte Landrätin Dr. Barbara Syrbe.
Es fanden daraufhin vier Schwarzwild-Symposien statt, Rundtisch-Gespräche bei denen sich jagdliche, landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Praktiker zusammenfanden und mögliche Maßnahmen diskutierten.

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Mecklenburg-Vorpommern: Ortungshalsband überführt Wolf

Wölfen auf der Spur – Telemetrieprojekt der Jäger und Förster liefert erste Daten. Drei Angriffe auf Schafe dokumentiert.

In MV wird seit 2011 eine aus Mitteln der obersten Jagdbehörde des Landes finanzierte Pilotstudie zur Telemetrie von Wölfen mittels GPS-GSM-Halsbandsendern durchgeführt. Im Oktober 2015 konnte erstmals ein männlicher Wolfswelpe (34kg) aus dem Rudel in der Lübtheener Heide erfolgreich besendert werden. Nun liegen erste Daten vor.

„Das Forschungsprojekt, in das sich vor allem die Jäger des Landes MV intensiv einbringen, ist landesweit bislang einmalig. Ich freue mich sehr, dass Jäger, Forstleute und Naturschützer in MV zur weiteren Erforschung des Wolfes Hand in Hand gehen und so wichtige Daten zu Aktionsraumgrößen, Habitatnutzung, Schlafplätzen und Nahrungsspektrum von freilebenden Wölfen ermittelt werden können. Mit den Erkenntnissen kann das Wolfsmanagement im Land unterstützt und die Diskussion rund um den Wolf weiter versachlicht werden“, erklärte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

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