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Der Wolf in unserer Kulturlandschaft – geht das konfliktfrei?

Der Wildbiologe Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, hat die folgenden Gedanken zum Wolf in der Kulturlandschaft gestern (23.03.) an die Fraktionsvorsitzenden im Landtag Brandenburg, an alle Präsidenten der Landesjagdverbände und des DJV, an das Forum Natur Brandenburg und an den Deutschen und Brandenburger Bauernverband geschickt. Es werde höchste Zeit, so Pfannenstiel, „dass wir Jäger mit einer Stimme sprechen und die Vogel-Strauß-Politik beenden, bevor die Akzeptanz für den Wolf im ländlichen Raum bei Null angelangt ist.“ Rückmeldung „von Kritik und guten Gedanken zum Thema“ sind ausdrücklich erwünscht.

Der Wolf – eine bedrohte Art?

Die Art Canis lupus ist nicht vom Aussterben bedroht, trotz häufiger gegenteiliger Bekundungen von Politik und Ökofantasten. Im nördlichen Eurasien und in Nordamerika gibt es seit jeher große vitale Populationen. Der Artenschutz liefert keine wildbiologischen oder populationsökologischen Gründe, weswegen der Wolf nicht in Deutschland planmäßig bejagt werden könnte, wie es viele unsere Nachbarn in Europa tun, ohne ihren jeweiligen Wolfsbeständen zu schaden. Artenschutz wird gelegentlich mit Tierschutz verwechselt. Diese Verwechslung führt dazu, dass der ideologisch motivierte Naturschutz hierzulande den Wolf unter allen nur denkbaren Umständen für unantastbar hält. Dieser Einstellung liegt auch eine weitere Verwechslung zu Grunde. Oft werden Population und Bestand nicht sauber definiert und auseinandergehalten. Dieser Unterschied ist aber deshalb sehr wichtig, weil die EU-Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, genannt Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-R) von Populationen im Sinne der biologischen Definition und nicht von lokalen Beständen spricht.

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