Schlagwort-Archive: LJV Hessen

LJV Hessen fordert mehr Grünbrücken

Der Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen muss mit der Errichtung von Querungshilfen verbunden sein, fordert der Landesjagdverband Hessen (LJVH) in einer Presseerklärung: Der stetig zunehmende Verkehr macht den Aus- und Neubau von Autobahnen und Bundesstraßen erforderlich. Die Hauptverbindungsstränge – in Hessen zählen hierzu die A44 Kassel-Eisenach sowie die A45 und A5 in der Nord-/Südachse – müssen dem erhöhten Verkehrsaufkommen gerecht werden. Zudem nimmt Hessen unter allen Bundesländern eine besondere Position ein: Der Ausbau von Versorgungs- und Transporttrassen, Siedlungs- und Gewerbebau seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 nimmt zusätzlich viele freie Flächen in Anspruch. Insgesamt durchqueren rund 17.300 Kilometer Straßen das Land. Davon entfallen 1.000 km auf Bundesautobahnen und rund 1.300 km auf Bundesstraßen.

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Hessen: Rotwild-Lebensraumgutachten Gieseler Forst übergeben

Am Freitag, 20. März 2018 wurde in Großenlüder das Lebensraumgutachten „Gieseler Forst“ mit einem konkreten Umsetzungskonzept an die 46 Reviere der Rotwildhegegemeinschaft übergeben. Ziel des Konzeptes ist es, die Lebensräume für das größte heimische Säugetier, das Rotwild, zu erhalten und zu verbessern. Angestrebt wird eine genetisch gesunde Population und ein an das Gebiet angepasster Wildbestand. Insbesondere die Wanderbewegungen des Wildes sollen erhalten werden, damit ein genetischer Austausch zwischen den einzelnen Populationen möglich ist. Damit die Tiere die jahrzehntealten Fernwechsel wieder annehmen, sind Deckung, Äsung (Nahrung) und Ruhe dringend nötig. In den großen Waldgebieten des Gieseler Forstes werden deshalb Äsungsflächen und großflächige Wildruhezonen eingerichtet. Dort finden die scheuen Tiere einen Rückzugsort und können auch am Tage ungestört Nahrung aufnehmen, dies verhindert Schälschäden an Buchen und Fichten. An dem nun vorliegenden Werk haben zwölf Personen über einen Zeitraum von sechs Jahren intensiv gearbeitet.

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Hessen: Feldversuch zur Rebhuhnzählung in Wiesbaden

Rebhuhnlockruf soll Kontrahenten herauslocken

Ein zirpendes Geräusch schallt am Mittwochabend durch die Dämmerung in den Feldern von Wiesbaden-Kloppenheim. Claus Deußer aus dem Vorstand der Hegegemeinschaft Wiesbaden/Ost steht mit Gummistiefeln in einem gepflügten Acker und hält sein Handy und einen mobilen Lautsprecher in der Hand aus dem der Balzruf eines Rebhahns ertönt. „Der echte Rebhahn vermutet so einen Kontrahenten in seinem Revier und wird auf den Ruf antworten oder uns sogar entgegenfliegen, wenn er in der Nähe ist.“, sagt Deußer überzeugt. Er geht rund 50 Meter weiter auf einen Heckenstreifen zu, dort ertönt der Ruf erneut, doch kein Hahn antwortet.

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Hessenforst korrigiert Darstellung von HR und LJV Hessen

Bezug nehmend auf die Pressemitteilung des Landesjagdverbands Hessen „Kein schwangeres Wild bejagen“ und den Beitrag des Hessischen Rundfunks (HR), auf den sich der LJV bezieht, teilt Hessenforst folgendes mit:

HessenForst, Landesbetriebsleitung

Datum: 21.03.2018

AZ.: L.3 – F 51

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihrem heute veröffentlichten Homepagebeitrag entnehme ich, dass die Pressemitteilung des LJV über den HR-Beitrag des vergangenen Montags zu Mißverständnissen geführt hat. Der HR hat bereits eine Korrektur auf seiner Homepage veranlasst.

Aus diesem Grunde schicke ich Ihnen folgende Informationen aus Sicht von Hessen-Forst:

Das FA Frankenberg hat im Rahmen des Beitrages ausgesagt, dass ab Mai die Jagd wieder beginnt. Von Treib- (Bewegungs-)jagden war unsererseits nie die Rede.
Einzeljagd ab Mai ist die Regel, auch außerhalb von Hessen-Forst.

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LJV Hessen: Kein „schwangeres“ Wild bejagen

Landesjagdverband appelliert an HessenForst Rotwild im Lebensraum zu lenken und tierschutzgerecht zu bejagen

In einem Fernsehbericht vom 19. März 2018 beklagt HessenForst im Forstbetrieb Frankenberg eine jährliche Beschädigung der Fichten in Höhe von 3 %. Nach dem Bericht des Hessischen Rundfunks soll es bereits ab Mai wieder „große Treibjagden“ geben, „damit sich der Wald langsam erholen und gesund nachwachsen kann.“

„Gerade im Mai sind Rot- und Rehwild hochträchtig. Die ersten Rotwildkälber werden bereits Ende Mai geboren. Es kann nicht sein, dass schwangere Rotwildkühe bei Treibjagden durch den Wald gehetzt werden, gerade in der Zeit, wo sie dringend Ruhe benötigen“, sagt Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen. Statt großer Treibjagden im Mai, gilt es das Wild gezielt durch Ruhe und Nahrung zu „lenken“.

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LJV Hessen: „Fangjagd für den Artenschutz wichtiger denn je“

In wenigen Wochen beginnt die Brutzeit von selten gewordenen Bodenbrütern wie dem Kiebitz oder dem Rebhuhn. Damit die scheuen Tiere eine Überlebenschance haben, ist eine Verbesserung des Lebensraumes, der Nahrungsverfügbarkeit aber auch der Schutz vor natürlichen Fressfeinden zwingend notwendig. In der vergangenen Woche lud die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zu einem Fachgespräch zum Thema „Passen Haustierabschuss und Fallenjagd noch in die heutige Zeit?“ nach Wiesbaden ein. Die dortigen Vorträge stehen dem Artenschutz von wildlebenden Tieren diametral entgegen. „Die Diskussion wurde leider sehr emotional und nicht wissensbasiert geführt“, betont Alexander Michel, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Hessen. „Wichtige Fakten wurden unterschlagen und völlig aus der Luft gegriffene Zahlen präsentiert.“

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Hessen: Verinselung sorgt für genetische Verarmung der Rotwild-Population

Das Rotwild ist die größte heimische Wildart und lebt im Rudel in großen Waldgebieten. Diese Rotwildgebiete sind häufig durch Bundesstraßen oder Autobahnen voneinander getrennt, ein genetischer Austausch ist somit unmöglich. Die Folge: Eine immer kleiner werdende genetische Basis und hohe Inzuchtgrade gefährden die Vielfalt des größten einheimischen Säugetieres und bringen einen Verlust von Gesundheit und Fitness mit sich.

Die nun vom Klinikum Veterinärmedizin im Arbeitskreis Wildbiologie der Universität Gießen veröffentlichten genetischen Untersuchungsergebnisse bestätigen die vom Landesjagdverband Hessen dokumentierte Situation zwischen den Rotwildgebieten. Die Wanderbewegungen des Rotwildes werden vom LJV anhand von Sichtbeobachtungen aber auch von erlegten Tieren seit Jahren genau registriert und dokumentiert.

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Hessen: CDU signalisiert Jägern Entgegenkommen bei Jagdverordnung

3500 Jäger und Bauern demonstrieren gegen Jagdverordnung /  SPD und FDP fordern Anhörung im Landtag

„Die in Hessen geplanten extrem kurzen Jagdzeiten für Fuchs, Steinmarder, Rabenkrähe und Elster sind sachlich nicht gerechtfertigt und wissenschaftlich nicht begründet.“ Der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen (LJV), Dr. Jürgen Ellenberger, hat am Samstag in Wiesbaden die geplante Jagdverordnung des hessischen Umweltministeriums scharf kritisiert. Auf einer Kundgebung mit rund 3500 Jägern und Bauern warnte Ellenberger vor den verheerenden Folgen einer Verordnung, „die deutlich die jagdfeindliche Handschrift des Nabu trägt“. Die Artenvielfalt werde in Feld und Flur weiter sinken, wenn die Jagd auf räuberische Arten drastisch eingeschränkt werde.  Die CDU signalisierte den aufgebrachten Demonstranten Entgegenkommen. Die Demonstration stand unter dem Motto „Hände weg vom Jagdrecht!“

„In Baden-Württemberg, Rheinland Pfalz und Nordrhein-Westfalen können zum Beispiel Rabenkrähe und Elster rund sieben Monate und die Graugans bis zu sechseinhalb Monaten bejagt werden“, sagte der LJV-Präsident. In Hessen solle hingegen die Jagd auf die Rabenvögel auf zweieinhalb Monate beschränkt und die Jagdzeit für Graugänse gestrichen werden. „In den Nachbar-Bundesländer haben ebenfalls grüne Umweltminister den Natur- und Tierschutz besonders im Auge“, erklärte Ellenberger. Das Argument der Grünen, dass die neue Jagdverordnung in Hessen gerade aus Natur- und Tierschutzgründen erforderlich sei, ziehe deshalb nicht. Wenn die Graugans keine Jagdzeit mehr erhalte, seien hohe Schäden in der Landwirtschaft programmiert. Das Nabu-Dogma von der Selbstregulation der Wildbestände sei ein pseudo-wissenschaftlicher Irrglaube.

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