Schlagwort-Archive: Leitfaden

Wegen ASP: Brandenburg plant Einrichtung von Saufängen

Das Land Brandenburg plant offenbar, wegen der drohenden Ausbreitung von ASP die Wildschweinpopulation im Lande mit Hilfe von Sauenfängen zu dezimieren. Der Entwurf eines entsprechenden Leitfadens, herausgegeben vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) und dem Landesforstbetrieb Brandenburg, liegt der Redaktion vor. Nach Auskunft des MLUL handelt es sich bei dem Leitfaden lediglich um „Arbeitsentwürfe, die verwaltungsintern noch abgestimmt werden müssen.“ Nach Informationen von JAWINA liegt der Leitfaden jedoch bereits in einer überarbeiteten, druckreifen Version vor.

In der Einleitung des Leitfadens heißt es zur Begründung: „Landesweit sehr hohe Schwarzwilddichten, zeitweise nicht bejagbarer [sic] Agrarstrukturen, die permanente Nichterfüllung der Abschussquoten von erforderlichen Anteilen an Jungwild und Bachen sowie insbesondere die immer näher rückende Seuchenfront der Afrikanischen Schweinepest (ASP) macht es dringend erforderlich, die Schwarzwildbestände unter Anwendung aller verfügbaren Möglichkeiten zu reduzieren.“

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Rezension zur Nabu-Publikation „Leitfaden Pferd und Wolf“

„Solange man nicht ehrlich mit den Betroffenen umgeht, wird es keinen Frieden geben.“

Jawina-Leserin Regs hat in einem Leser-Kommentar zum Jawina-Beitrag über den vom Nabu herausgegebenen „Leitfaden Pferd und Wolf“ auf eine Rezension hingewiesen, die sie über die Nabu-Publikation geschrieben und auf Facebook veröffentlicht hat. Die lesenswerte Rezension enthält aufschlussreiche Aussagen über den kreativen Umgang mit Fakten in der Wolfsdebatte. Deshalb geben wir sie hier mit freundlicher Genehmigung von Regs im Wortlaut wieder:

Pferd & Wolf – Wege zur Koexistenz
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Der „Arbeitskreis Pferd & Wolf“ hat eine Broschüre heraus gegeben, die man als Buch oder kostenlos als PDF Datei beim Nabu herunterladen kann. Gleich vorweg – diejenigen Pferdeverbände, die sich dazu hergegeben haben, die VW-finanzierte Schrift gemeinsam mit den Nabu zu erstellen verlieren ihre Glaubwürdigkeit durch die Vermengung ihrer Inhalte mit den manipulativen Aussagen des Naturschutzbundes und haben sich damit keinen Gefallen getan.

Zitat: „Trotz einer kontinuierlichen Wolfsanwesenheit seit 2000 in
Deutschland und seit 2006 in Niedersachsen gab es bislang
(Stand August 2015) noch keinen verifizierten Übergriff von
Wölfen auf Pferde“

Wie das sein kann, lässt sich mit Blick in das Wildtiermanagement schnell feststellen. Dort gibt es acht Rissmeldungen von Fohlen/Pferden aus 2015 die allesamt entweder nicht bearbeitet wurden obwohl sie Monate alt sind oder es konnte keine Wolfs-DNA festgestellt werden – wie z.B. bei dem Fohlen in Borstel. Dort hatten zwar Phantome über Nacht 22 Kilo Fleisch von einem Fohlen genagt und daneben gesch… und gehaart aber direkt von dem Fohlen ließ sich nach Tage langem „abhängen“ beim Wolfsberater leider kein Nachweis mehr führen.

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Nabu legt „Leitfaden Pferd und Wolf“ vor

Die Rückkehr der Wölfe stellt vor allem Tierhalter vor neue Herausforderungen, stellt der Nabu in einer Pressemitteilung zum gerade erschienenen „Leitfaden Pferd und Wolf“ fest. Im „Pferdeland“ Niedersachsen sähen sich insbesondere Pferdehalter in einer neuen Situation. Während es klare Regelungen zum Schutz von Schafen gebe, suche man Informationen zum Verhältnis von Pferd und Wolf vergeblich. Im Arbeitskreis „Pferd und Wolf“ hätten sich daher „Experten vom NABU“, der Pferdeland Niedersachsen GmbH, der Arbeitsgemeinschaft Herdenschutzhunde e.V. und dem Trakehner Verband mit unabhängigen Biologen und Wissenschaftlern der Universität Hildesheim zusammengetan, „um gemeinsam einen Beitrag für ein konfliktarmes Miteinander von Pferd und Wolf zu leisten.“ Ihre Ergebnisse und Schlussfolgerungen sind jetzt in dem Handlungsleitfaden „Pferd und Wolf – Wege zur Koexistenz“ veröffentlicht worden. Der 21 Seiten umfassende Leitfaden enthält eine Reihe von speziellen Handlungsempfehlungen für Reiter im Fall einer Begegnung mit einem oder mehreren Wölfen.

Bislang sei noch kein Wolfsangriff von Wölfen auf Pferde in Deutschland bestätigt worden, so der Nabu. Die internationale Recherche habe jedoch ergeben, dass Pferde grundsätzlich eine potenzielle Beute für Wölfe darstellen können. In Ländern wie Spanien oder der Mongolei z.B. seien Pferde zum Teil ein fester Bestandteil des Nahrungsspektrums der dortigen Wölfe.

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Das Buch zur Sau

Jawina-Lesern ist Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel als kein Blatt vor den Mund nehmender Autor von Beiträgen und Kommentaren bekannt. Jetzt hat Prof. Pfannenstiel ein Buch über seine Lieblingswildart geschrieben: Das Schwarzwild. Der Untertitel des Werks: „Biologie und Bejagung – ein Leitfaden für die Praxis“, bringt ziemlich gut auf den Punkt, worum es in dem Buch geht: Hier wird anschaulich und verständlich, aber fundiert und auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse die Biologie der Sauen geschildert. Dabei kommt der jagdliche Bezug in keinem Kapitel zu kurz.

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