Schlagwort-Archive: Landwirte

Brandenburg: Gemeinden wollen „wolfsfreie Zone“ werden

Drei Gemeinden – Stechlin, Sonnenberg und Großwoltersdorf – im Amt Gransee (Landkreis Oberhavel) wollen wolfsfreie Zone werden. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Demnach soll in den Gemeindevertretungen in den kommenden Tagen über entsprechende Beschlussvorlagen abgestimmt werden. Der Bürgermeister von Sonnenberg, Ralf Wöller, auf dessen Initiative der Plan, wolfsfreie Zonen zu errichten, zurückgeht, beklagt die „massiven Wolfsangriffe, die Landwirte in der Region zu verzeichnen hätten. Die Beschlussvorlage sieht vor, dass die genannten Dörfer im Brandenburger Wolfsmanagementplan als „nicht für eine Besiedlung durch den Wolf geeignete Zone“ ausgewiesen werden, so die MAZ. Einer Ansiedlung von Wölfen stünden „überwiegend öffentliche Interessen entgegen, insbesondere der Schutz der Bevölkerung, die unbeschwerte Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus sowie die ausgeprägte natur- und artgerechte Weidetierhaltung“, heißt es in der Beschlussvorlage.

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Brandenburg: Bauern fordern Schutzjagden auf Wölfe

Landwirt verliert 40 Kälber im Jahr durch Wolfsangriffe

Anlässlich eines Ortstermins, bei dem sich CDU-Bundestagsabgeordnete bei Brandenburger Landwirten über die Situation von Weidetierhaltern informierten, haben Bauern Schutzjagden auf Wölfe nach schwedischem Vorbild gefordert. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Die Landwirte beklagten den hohen Aufwand, der für die Absicherung der Weiden und die Instandhaltung der Einzäunung anfällt. Allein das regelmäßig Abmähen des Grases, das erforderlich ist, um den Stromzaun funktionstüchtig zu halten, kostet einen Weideviehbetrieb nach eigenen Angaben 19.500 Euro im Jahr. Diese kosten werden auch nicht ersetzt. Ein betroffener Landwirt berichtete, dass er im Jahr 2017 40 Kälber durch Wolfsrisse verloren habe, nur für 16 sei eine Entschädigung gezahlt worden. Von 21 Kälbern seien keine Überreste gefunden worden, das Dobbrikower Wolfsrudel habe sich zudem auf neugeborene Kälber spezialisiert, die noch keine Ohrmarken hätten.

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Schleswig-Holstein: Keine „Befriedung“ für juristische Personen

Mitwirkungspflicht für Landwirte bei der Wildschadensverhütung eingeführt

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV SH) weist darauf hin, dass im Zusammenhang mit den Haushaltsberatungen am 21. Februar 2018 im Landtag in einem Artikelgesetz­ mit den Stimmen der Jamaika-Koalition auch das Landesjagdgesetz Schleswig-Holstein (LJagdG) geändert wurde. Eine der wichtigsten Änderungen ist, dass die Möglichkeit der sog. „Befriedung“ von Flächen aus ethisch-moralischen Gründen für juristische Personen, also zum Beispiel Naturschutzverbände, gestrichen wurde. Außerdem, so der der LJV SH, werde eine Öffnungsklausel zum Schutz des Wildes vor Wildseuchen neu eingeführt. Diese ermögliche es den Jagdbehörden, „Ausnahmen von den Verboten in § 19 Absatz 1 Bundesjagdgesetz und in § 29 Absatz 5 zulassen und abweichend von § 27 Bundesjagdgesetz Anordnungen nach dieser Bestimmung auch zur Vorbeugung und Bekämpfung von Wildseuchen zu erlassen. So können Schonzeiten abgekürzt oder aufgehoben werden oder Jagdschutzberechtigte zur Mithilfe bei der Seuchenbekämpfung verpflichtet werden.

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München: Bauern protestieren gegen Wolf

+++ NRW: „Ausreichende Handlungsmöglichkeiten“ – Umweltministerin Christina Schulze-Föcking (CDU) gegen Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++ Schweiz: Zweites Wolfsrudel im Kanton Wallis +++

Unter dem Motto „Weidetiere statt Wolfsreviere!“ haben am Montag 250 Bauern aus Südtirol, Österreich und Bayern vor dem Münchner Prinzregententheater demonstriert und gefordert, dass die Umweltminister sich endlich für den Schutz der Weide- und Freilandhaltung vor dem Wolf einsetzen. Das teilt der Bayerische Bauernverband (BBV) mit. In der Presseerklärung des BBV heißt es: „Der Wolf ist zurück und weil der Wolf unter strengem Schutz steht und keine natürlichen Feinde hat, breitet er sich nahezu ungehindert aus. In Europa leben inzwischen schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Tiere. „Die Bauern im Alpenraum stellt diese Entwicklung vor massive Probleme. Auf den Weiden und Almen werden immer mehr Kühe oder Schafe vom Wolf getötet, die für die Alpen so typische Weidehaltung ist gefährdet. Auf der Tagesordnung des Treffens der Umweltminister des Alpenraums, das heute in München stattfindet, sucht man die Probleme von Schäfern, Berg- und Almbauern trotzdem vergebens“, kritisiert Günther Felßner, Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes.

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Landwirte können Aufwuchs von Brachflächen nutzen

Nutzungs-Verordnung wegen Trockenheit geändert.

Auf Grund der lang anhaltenden Frühjahrstrockenheit in 2015 in bestimmten Regionen Deutschlands, haben sich der Bund und die Länder darauf verständigt, die rechtlichen Grundlagen bzgl. der Bedingungen zur Nutzung von Ökologischen Brachflächen neu auszugestalten. Das teilt das Landwirtschafts- und Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns mit. „Ich begrüße diese Regelung ausdrücklich, da damit eine weitere Möglichkeit für die landwirtschaftlichen Betriebe besteht, ihre Futtergrundlage zu sichern. Damit kommen wir den Tierhaltern vorwiegend bei besonderen Witterungsbedingungen entgegen“, betonte Dr. Peter Sanftleben, Staatsekretär im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

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