Schlagwort-Archive: Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Brandenburg: Wolf reisst Kalb in Mutterkuhstall

In Lindenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) ist ein Wolf in einen Mutterkuhstall mit 250 Mutterkühen und 100 Kälbern eingedrungen und hat ein Kalb gerissen. Das berichtet die Lausitzer Rundschau (LR)). Als der Tierpfleger um 5.30 Uhr morgens den Stall aufschloss, traf er den Wolf noch auf einem Futtertisch stehend an. Der Wolf ergriff dann die Flucht. Der Chef der Agrargenossenschaft sprach angesichts des Wolfsrisses in einem Stall von einer neuen Qualität und warnte vor den Folgen für die Tierhaltung: Die Ställe zu verrammeln, um die Kühe vor Wölfen zu schützen, widerspreche artgerechter Tierhaltung. Kühe bräuchten Luft, Licht und Auslauf. In Lindenau mache sich Angst breit, so die MAZ, schließlich liege der Kuhstall nicht abseits, sondern „gleich neben den ersten Häusern am Dorfrand“.

Im benachbarten Landkreis Dahme-Spreewald nehmen die Schäden durch Wolfsrisse zu, Nutztierhalter fürchten um ihre Existenz, berichtet ebenfalls die Lausitzer Rundschau. Allein in Südbrandenburg „von der Neiße bis zur Elbe“ leben nach Auffassung eines in der LR zitierten „Wolfsexperten“ ca. 100 Wölfe. Ein Eingriff in die Population sei nicht notwendig, die maximale Populationsdichte sei erreicht – was indes fraglich erscheint, da die Dichte der Beutegreifer von der Dichte der Beutetiere bestimmt wird. Solange die Wölfe genug Wild- und Nutztiere finden, werden sich wohl auch neue Rudel in entsprechend kleineren Streifgebieten ansiedeln können.

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Brandenburg: Wolf erschossen

Am Freitag hat der zuständige Revierförster bei Reinigungsarbeiten im Bereich des Ruhlander Schwarzwassers (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) an der Landesgrenze Brandenburg/Sachsen einen toten Wolf gefunden. Wie die Brandenburger Polizei meldet, wies das zweijährige weibliche Tier zwei Schussverletzungen auf. Durch den Wolfsbeauftragten wurde der Wolf zur weiteren Untersuchung in das Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin gebracht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz gegen Unbekannt aufgenommen. PM

Beitragsbild: Polizeimeldung zum toten Wolf (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Sachsen: Wolf soll Bracke getötet haben

+++ Update: Hund trug Ortungshalsband +++ Update: Besendertes Wolfsrudel in der Nähe bestätigt +++

Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Sachsen soll eine Bracke von einem Wolf getötet und zu einem erheblichen Teil aufgefressen worden sein.  Der Hund war zeitweise bei seinem Züchter zur Pflege untergebracht, weil der Hundebesitzer zur Zeit im Urlaub weilt. Der Züchter, offenbar Förster von Beruf, nahm den Hund zum Auszeichnen mit und ließ ihn dabei frei laufen. Der Hund war mit einem Garmin ausgestattet und begann in der Umgebung Rotwild zu jagen. Als sich die Bracke ca. 950 Meter von seiner Bezugsperson entfernt hatte, riss der Funkkontakt ab. Als der Hund sich nach einer Stunde nicht wieder blicken ließ, begab sich der Hundesitter auf die Suche. Er fand die Überreste des stark angefressenen Hundes ca. 1500 Meter Luftlinie vom Ausgangspunkt entfernt und nur etwa 250 Meter von der B 115 entfernt. Angesichts der Verletzungen und der Fraßspuren sei ausgeschlossen, dass Füchse oder Wildschweine den Hund angefressen hätten, hieß es. Wie der zuständige Zuchtverein gegenüber JAWINA bestätigte, hat der Hundebesitzer den Verlust des Hundes beim Verband angezeigt. Auch dass der Hundebesitzer den Hergang wie oben beschrieben geschildert hat, wurde  vom Verband bestätigt. Der Kadaver des Hundes werde derzeit noch untersucht.

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