Schlagwort-Archive: Landesjagdverband

Backhaus: „Jäger haben guten Ruf im Land“

+++ Brandenburg: Wolf spaziert vormittags „seelenruhig“ durch Biesenthal +++ Bayern: Wildschwein verwüstet Wohnhaus +++ Polen: Kein Plan gegen ASP +++

„Ich bin dankbar dafür, dass mir im Land eine starke und kooperative Jägerschaft zur Seite steht. Sie leistet einen unschätzbaren Beitrag für das Gemeinwohl. Ihrem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement verdanken wir es, dass wir seit einem Jahr keinen Seuchenausbruch zu verzeichnen hatten“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, am Sonnabendvormittag auf der 29. Landesdelegiertenkonferenz des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Die Jagd hat einen guten Ruf in der Bevölkerung“, so der Minister. „Auf 124 Einwohner kommt in MV ein Jäger. Damit hat unser Land die höchste Jägerdichte.“

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Uneinigkeit über Waldschutz am Tag des Waldes

Zum heutigen Tag des Waldes melden sich verschiedene Akteure zu Wort, deren Verlautbarungen die Uneinigkeit in der Naturschutzpolitik im Allgemeinen und zum Thema Waldschutz im Besonderen illustrieren. Während der Nabu beklagt, dass nur zwei Prozent der Waldfläche Deutschlands aus der Nutzung genommen seien und – Stichwort Käseglocken-Naturschutz – weitere Nationalparks und Umwandlung von Nutzwäldern in „Urwälder“ fordert, wendet sich der landeseigene Forstbetrieb ThüringenForst gegen noch mehr „Naturmuseen“: „Die Thüringer Landesforstanstalt sieht sich von einer breiten Bevölkerungsschicht in ihrem Anliegen kraftvoll unterstützt, die Wälder des Freistaats weiter naturnah zu bewirtschaften“ heißt es in einer Pressemitteilung zum Tag des Waldes: Die Forderung nach zusätzlicher Stilllegung von Waldflächen am Possen wurde zuletzt anlässlich einer Tagung an der Fachhochschule Erfurt, der fast ein Dutzend Landtagsabgeordneten beiwohnten, von Biologen wie auch Forstwissenschaftlern mehrfach in Frage gestellt. Erstmals wurde der volkswirtschaftliche Schaden beziffert, der sich für die Forstunternehmen der Region, aber auch für den Freistaat Thüringen durch jährliche Steuerausfälle ergäbe. Zusätzlich wird durch die geplante Flächenstilllegungen die Klimaschutzleistung der heimischen Wälder spürbar reduziert, wie ein Klimaforscher darlegte.

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NRW: Richter halten Landesjagdgesetz für verfassungswidrig

Verwaltungsgericht hat Bedenken gegen Schießnachweis-Regelung – Schlappe für Landesregierung

Das umstrittene nordrhein-westfälische Landesjagdgesetz gerät unter wachsenden juristischen Druck. Das Verwaltungsgericht Arnsberg hält das im Frühjahr 2015 verabschiedete Gesetz in einem wesentlichen Punkt für verfassungswidrig und legt es nach seinem am Freitag (3. Juni) mitgeteilten Beschluss dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vor (Az. 8 K 3614/15). Dort sind mit Unterstützung des Landesjagdverbandes zuvor bereits zwei Verfassungsbeschwerden gegen das Gesetz eingelegt worden. „Durch den Vorlagebeschluss des Verwaltungsgerichts wird die Rechtsposition des Landesjagdverbandes durch unabhängige Richter eindrucksvoll bestätigt“, sagte LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg. „Die nordrhein-westfälische Landesregierung und ihre Landtagsmehrheit sind dabei, die Kette ihrer Verfassungsverstöße um das Jagdrecht zu verlängern.“

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NRW: LJV reicht Verfassungsbeschwerde gegen Jagdgesetz ein

LJV NRW: Verfassungsbeschwerden in Karlsruhe gegen nordrhein-westfälisches Jagdgesetz – Volksinitiative bereits erfolgreich – Auch der Landtag wird sich erneut mit dem Gesetz befassen müssen

Gegen das vor einem Jahr verabschiedete und heftig umstrittene NRW-Landesjagdgesetz sind neben zahlreichen fachgerichtlichen Klagen jetzt auch zwei Verfassungsbeschwerden beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht worden. Prozessbevollmächtigte sind der Rechtsexperte Prof. Dr. Johannes Dietlein vom Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie der Rechtsanwalt Hans-Jürgen Thies aus Hamm. Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen unterstützt die Verfassungsbeschwerden.

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Hessen: LJV-Pressesprecher tritt zurück

Der langjährige Pressesprecher des Landesjagdverbands (LJV) Hessen, Dr. Klaus Röther, ist am 7.1. von seinem Ehrenamt zurückgetreten. „Gute Wünsche für einen angenehmen Ruhestand“, die ihn erreicht hätten, seien allerdings verfrüht, schreibt Röther in einer Rundmail an Pressevertreter. Er werde „die hessischen Jägerinnen und Jäger weiterhin über die Jagdpolitik und deren Akteure informieren und hoffe, damit zu mehr Transparenz beizutragen“, so Röther weiter:  „Auch in der Jagdpolitik zählen nicht wohlfeile  schöne Worte, sondern Taten – und vor allem deren Ergebnisse.“

Um seine Rücktrittsgründe zu verdeutlichen, verweist Röther auf sein Schreiben vom 7.1. an LJV Präsident Dr. Jürgen Ellermann, das wir im folgenden verööfentlichen:

„Sehr geehrter Herr Ellenberger,

hiermit lege ich nach über 30-jähriger Tätigkeit für den LJV Hessen mein Ehrenamt als LJV-Pressesprecher nieder.

Der derzeitige LJV-Vorstand bzw. Teile dieses Gremiums schlagen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie in der  jagdpolitischen Interessenvertretung einen Weg ein, der nach meiner Auffassung den hessischen Jägerinnen und Jägern schadet und in einer Sackgasse enden muss.

Mit ausschlaggebend für meinen Schritt ist die geradezu euphorische Beurteilung der neuen hessischen Jagdverordnung (JVO) durch den LJV-Vorstand. Diese LJV-Stellungnahme  erinnert inhaltlich stark an die am gleichen Tag (18. Dezember 2015) von der hessischen CDU-Landtagsfraktion veröffentlichte Pressemitteilung, in der sich die CDU selbst über den grünen Klee lobt und behauptet, sie habe „substanzielle Verbesserungen für die Jägerschaft erreicht“.“  Ich kann beim besten Willen weder die überaus positive Stellungnahme des LJV Hessen noch die der CDU zur Endfassung der Jagdverordnung nachvollziehen. Ganz im Gegenteil: Grüne, Nabu und radikale Tierschützer haben in der JVO ihre Ziele weitestgehend durchgesetzt.

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Brandenburg: LJV und Landesregierung kooperieren beim Wolfsmonitoring

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger und Dr. Wolfgang Bethe, Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V. (LJVB) haben eine Kooperation beim Thema Wolf vereinbart. Grundlage ist das gemeinsame Ziel, zu einem möglichst umfassenden Wissen über die Verbreitung und Populationsstruktur des Wolfes in Brandenburg zu gelangen. „Nur auf dieser Basis können Maßnahmen ergriffen werden, die ein möglichst konfliktarmes Miteinander von Mensch, Wild und Wolf ermöglichen sowie die Akzeptanz des Wolfes in Brandenburg fördern.“, so Georg Baumann, Geschäftsführer des LJVB.

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Detlef Zacharias zum Interimspräsidenten des LJV Berlin gewählt

Drei Vorstandsmitglieder nach der Wahl zurückgetreten

In einer Kampfabstimmung hat sich Detlef Zacharias gegen LJV-Vorstandsmitglied und Leiterin des Jägerlehrgangs Nathalie Bunke durchgesetzt. Die Mitglieder des Landesjagdverbands (LJV) Berlin wählten ihn mit 98 zu 68 Stimmen zum Nachfolger des im Juni verstorbenen Präsidenten Dr. Ulrich Grasser. Die Amtszeit läuft bis zur nächsten turnusmäßigen Vorstandswahl im April 2017. Insider sahen die Entscheidung als eine Richtungswahl an. Nach dieser Lesart hätten sich die von der starken Rentnerfraktion im Verband gestützten, auf Beharrung setzenden Traditionalisten gegen die jüngeren, weiblicheren Neuerer im LJV durchgesetzt. Ein Spötter merkte denn auch an: „Wäre der Fahrstuhl ausgefallen – die Veranstaltung fand immerhin im ersten Stock statt – so wäre das Ergebnis ein anderes gewesen…“ Auch die Wahl des Bestattungsunternehmers Hahn zum Vizepräsidenten wurde von der unterlegenen Partei genüsslich als Menetekel gedeutet.

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Quo vadis Landesjagdverband Berlin

Oder: Versuch einer Richtungsbestimmung – ein Gastbeitrag von Alexander Damaschun

Die Wahl eines neuen Vereinsvorstandes stellt gewöhnlich ein Ereignis dar, dessen überregionale mediale Präsenz etwa auf dem Niveau der Öffnungszeiten der Schleuse Neue Mühle, der Kür der Spätzlekönigin von Villingen-Schwenningen oder auch der Farbe der Narrenkappen des diesjährigen Elferrates von Erftstadt-Lechenich liegt. So verhält es sich auch mit der nach dem Tod des bisherigen Vorsitzenden, Dr. Ulrich Grasser, erforderlichen Nachwahl, zu der die Mitglieder des Landesjagdverbandes Berlin am 10. November dieses Jahres aufgerufen sind.
Dabei verdient das bevorstehende Ereignis aufgrund einer Reihe Berliner Eigenheiten womöglich eine erhöhte Aufmerksamkeit, entscheiden die Mitglieder des LJV-Berlins doch nur vordergründig über die Neubesetzung eines vakanten Postens. Die bevorstehende Wahl bestimmt über nichts weniger als die Form des weiteren Bestehens des Jagdverbandes der Hauptstadt. 25 Jahre nach der Wiedervereinigung sieht sich der neue Vorstand gewaltigen Herausforderungen gegenüber, in seiner Stadt und darüber hinaus.

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Hessen: CDU signalisiert Jägern Entgegenkommen bei Jagdverordnung

3500 Jäger und Bauern demonstrieren gegen Jagdverordnung /  SPD und FDP fordern Anhörung im Landtag

„Die in Hessen geplanten extrem kurzen Jagdzeiten für Fuchs, Steinmarder, Rabenkrähe und Elster sind sachlich nicht gerechtfertigt und wissenschaftlich nicht begründet.“ Der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen (LJV), Dr. Jürgen Ellenberger, hat am Samstag in Wiesbaden die geplante Jagdverordnung des hessischen Umweltministeriums scharf kritisiert. Auf einer Kundgebung mit rund 3500 Jägern und Bauern warnte Ellenberger vor den verheerenden Folgen einer Verordnung, „die deutlich die jagdfeindliche Handschrift des Nabu trägt“. Die Artenvielfalt werde in Feld und Flur weiter sinken, wenn die Jagd auf räuberische Arten drastisch eingeschränkt werde.  Die CDU signalisierte den aufgebrachten Demonstranten Entgegenkommen. Die Demonstration stand unter dem Motto „Hände weg vom Jagdrecht!“

„In Baden-Württemberg, Rheinland Pfalz und Nordrhein-Westfalen können zum Beispiel Rabenkrähe und Elster rund sieben Monate und die Graugans bis zu sechseinhalb Monaten bejagt werden“, sagte der LJV-Präsident. In Hessen solle hingegen die Jagd auf die Rabenvögel auf zweieinhalb Monate beschränkt und die Jagdzeit für Graugänse gestrichen werden. „In den Nachbar-Bundesländer haben ebenfalls grüne Umweltminister den Natur- und Tierschutz besonders im Auge“, erklärte Ellenberger. Das Argument der Grünen, dass die neue Jagdverordnung in Hessen gerade aus Natur- und Tierschutzgründen erforderlich sei, ziehe deshalb nicht. Wenn die Graugans keine Jagdzeit mehr erhalte, seien hohe Schäden in der Landwirtschaft programmiert. Das Nabu-Dogma von der Selbstregulation der Wildbestände sei ein pseudo-wissenschaftlicher Irrglaube.

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25 Jahre LJV-Mecklenburg-Vorpommern: Minister würdigt Leistungen der Jäger

Backhaus: „Änderung der Landesjagdgesetze, wie in den Grün geführten Ländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wird es nicht geben!“

Heute besuchte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz die 26. Landesdelegiertenkonferenz des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern in Linstow. Vor 25 Jahren haben sich die Jägerinnen und Jäger in Mecklenburg-Vorpommern zusammengetan und sich für eine bodenständige, traditionsreiche Jagd stark gemacht, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern (LUMV). Die Jagd könne in dieser Zeit viele Erfolge vorweisen. So seien in den letzten 25 Jahren 171.904 Stücke Rotwild, 1,3 Mio. Stücke Rehwild und 1,2 Mio. Stücke Schwarzwild erlegt worden. In dieser Zeit sei außerdem Wildbret im Wert von 165 Mio. € vermarktet worden, seit 1992 hätten in Mecklenburg-Vorpommern 18.561 Jungjäger die Prüfung bestanden. Weiterlesen

LJV NRW lädt zur Großdemo nach Düsseldorf

Wann: 18. März 2015, Treffpunkt ab 10.00 Uhr, Beginn: 11.00 Uhr

Wo: Oberkasseler Rheinwiesen in Düsseldorf

(Nach unseren Informationen in der Nähe des U-Bhfs. Luegplatz, wir haben den LJV NRW gebeten, weitere Informationen zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Parkmöglichkeiten, Anfahrtsbeschreibung etc. nachzureichen)

Die Demonstration wird lt. LJV NRW von allen Partnerverbänden des Landesjagdverbandes NRW mitgetragen.

Der LJV NRW ruft desweiteren zur Beteiligung an seiner Unterschriftensammlung für Augenmaß und Sachlichkeit bei der Novellierung des Jagdgesetzes auf. PM LJV NRW

LJV Baden-Württemberg besorgt um Winterfütterung

„Füttern verboten?“, fragt der LJV Baden-Württemberg in einer aktuellen Pressemitteilung: „Futterhäuschen und Meisenknödel für unsere Vögel stellt niemand in Frage. Doch was ist mit Nahrung für Reh, Hirsch und Gams? Wird Füttern und Tierschutz im Winter mit zweierlei Maß gemessen?“ Draußen sei es eiskalt, heißt es weiter: „Schnee bedeckt Felder und Wälder. Eine harte Zeit für alle Tiere, die sich ihr Futter selber suchen müssen. In Parks tummeln sich Enten und stürzen auf jedes Stückchen Brot, das von lachenden Kindern ins Wasser geworfen wird. Eltern, die ihren Sprösslingen die Natur etwas näher bringen wollen, stellen ein Futterhäuschen im Garten auf, füllen es mit Sonnenblumenkernen und drapieren Meisenknödel in die Obstbäume.

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Schleswig-Holstein: Verbände unterstützen Klage gegen Jagdzeitenverkürzung

Vertreter des Landesjagdverbandes SH, des Arbeits­kreises Jagdgenossenschaften und Eigenjagden, des Bauernverbandes, des Wald­besitzerverbandes und der Arbeitsgemeinschaft Grundbesitz haben beschlossen, ein Klag­verfahren gegen die im März von Landwirtschaftsminister Robert Habeck erlassene Jagd- und Schonzeitenverordnung zu unterstützen. Die Verbände sehen in der darin erfolgten Herausnahme einzelner Tierarten aus dem Jagdrecht, in der für andere Tierarten festgelegten Vollschonung sowie in der Verkürzung von Jagdzeiten einen Eingriff in das verfassungsrechtlich garantierte Eigentumsrecht. Dieses ist nach ihrer Auffassung jedoch rechtlich nur zulässig, wenn besondere Gründe eine derartige Be­schränkung rechtfertigen. Dem werde jedoch die vom Ministerium vorgelegte Verord­nung nicht gerecht. Nachdem auf politischem Wege alle Bemühungen um eine Ent­schärfung der Neuregelungen gescheitert seien, könne jetzt nur noch der Weg eines Normenkontrollverfahrens vor dem Oberverwaltungsgericht beschritten werden, so die Verbandsvertreter.

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Neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Polen

LJV Brandenburg fordert mehr Unterstützung bei Präventionsmaßnahmen

Im Grenzgebiet der polnischen Republik nach Weißrussland sind zwei weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen festgestellt worden, wie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kürzlich meldete. Damit steigt die Gefahr, dass die hoch ansteckende Seuche bald auch in Deutschland ausbricht. Den rund 12.500 Jägern in Brandenburg kommt bei der Gefahrenabwehr eine besondere Verantwortung zu. Einerseits sind sie aufgefordert, Verdachtsfälle sofort an die zuständige Veterinärbehörde zu melden. Andererseits sollen sie durch eine verstärkte Bejagung zu einer Reduktion der Bestände beitragen.

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LJV Baden-Württemberg erwägt Verfassungsbeschwerde

Der baden-Württembergische Landesjägermeister, Dr. Jörg Friedmann, erwägt eine Verfassungsbeschwerde gegen das geplante neue Landesjagdgesetz. Wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtet, stützt Friedmann sich bei seinen Überlegungen auf das Rechtsgutachten des Jenaer Staatsrechtlers Prof. Dr. Michael Brenner. Sollte der Gesetzentwurf nicht in wesentlichen Punkten nachgebessert werden, sei eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe denkbar, wird Friedemann im Internetauftritt der SWR-Fernsehsendung „Landesschau aktuell“ wiedergegeben.

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LJV NRW verklagt rot-grüne Landesregierung

Jäger wehren sich vor Gericht gegen Nichtanerkennung beim Tierschutz – Landesjagdverband klagt gegen ablehnenden Bescheid des NRW-Ministeriums

Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen (LJV NRW) will seine Anerkennung als Tierschutzverein gerichtlich durchsetzen und hat Klage gegen das Land Nordrhein-Westfalen erhoben. Das Düsseldorfer Umweltministerium hatte einen Antrag des LJV auf Anerkennung nach dem „Gesetz über das Verbandsklagerecht und Mitwirkungsrechte für Tierschutzvereine“ (TierschutzVMG NRW) mit Bescheid vom 29. Januar abgelehnt.

Erfahren hatte der LJV davon zunächst nur aus einer Presseverlautbarung des Ministeriums, der zufolge unter dem Hinweis, „dass nur seriöse Vereine anerkannt werden“, sieben andere Organisationen (darunter einige mit höchst fragwürdigem Leumund, Anm. d. Red.) bevorzugt worden waren. LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg sieht darin „einen Mangel an Respekt gegenüber dem Landesjagdverband“. Offensichtlich wolle das Ministerium nur solche Organisationen anerkennen, „die mindestens 150-prozentig ins enge Weltbild einer kleinkarierten Tierschutzideologie passen“, so Müller-Schallenberg.

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Gastbeitrag: NRW: Landesjagdpräsident zweifelt an Ehrlichkeit Minister Remmels

Es „werde und müsse ein Flickenteppich enstehen, so dass die Bejagung in den bisherigen Revieren uninteressant werde. Zudem würden die landesjagdgesetzlichen Bestimmungen so stark verändert, dass die bisher geübte Bejagung nicht mehr zulässig sei. Im Ergebnis solle damit die Jagd uninteressant gemacht werden, so dass die Jäger die Lust hieran verlören.“ Diese angeblichen Aussagen des Ministerialdirektors Dr. Martin Woike lassen Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes in Nordrhein-Westfalen, an der Ehrlichkeit des Umweltministers Johannes Remmel bei den Verhandlungen zu einem neuen Landesjagdgesetz zweifeln.

Als Rechtsanwalt ist der nordrhein-westfälische Landesjagdpräsident Ralph Müller-Schallenberg unnötiger Aufregung eher unverdächtig. In der seit nun schon mehr als einem Jahr andauernden Diskussion um die Novellierung des Landesjagdrechts war ihm von nicht unerheblichen Teilen der NRW-Jäger und der Jagdmedien eher vorgeworfen worden, in den Gesprächen mit Landesumweltminister Johannes Remmel einen unangemessenen „Schmusekurs“ zu verfolgen. Angeblich jagdfeindliche Äußerungen des Ministerialdirektors Dr. Martin Woike bei einem Gespräch im Ministerium ließen den sonst auf Ausgewogenheit bedachten Juristen jetzt jedoch deutliche Worte finden.

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Nathalie Bunke: So nicht, Herr Baasch!

Da kommt mir der Kaffee hoch, wenn ich diese „Selbstdarstellernummer“ eines LJV Präsidenten mitansehen muss. Als Dozentin und Jägerin arbeite ich seit Jahren an einer positiven Aussenwirkung der Jäger im Rahmen der Lernort Natur Bildungsinitiative für den DJV, bilde künftige JägerInnen aus und verbringe viel Zeit mit aktiver Vorstandarbeit im LJV Berlin als stellvertr. Geschäftsführerin. Und dann dieser Auftritt aus Schleswig Holstein, das eigenmächtige Handeln eines beleidigten Herrn Baasch (der Nachgeschmack klebt), der scheinbar nicht mal zu 100% weiß, ob sein eigenes Präsidium hinter ihm steht (würde ich wissen wollen, wenn ich mich so weit aus dem Fenster lehne).

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Spaltpilz?

Der Brief des schleswig-holsteinischen LJV-Präsidenten Dr. Klaus-Hinnerk Baasch dürfte beim DJV angekommen sein wie eine Kriegserklärung: In dem auf den 30.07. datierten Schreiben erhebt Baaasch schwerste Vorwürfe: „Seitens des DJV, der Geschäftsstelle und auch der Delegiertenversammlung“ gebe es „keinerlei Solidarität und Vertrauen“. Damit fehle die unabdingbare Voraussetzung für die Zusammenarbeit, heißt es darin. Aufgabenteilung bestünde nur auf dem Papier und stelle nur eine „politische Demonstration von Zusammenarbeit“ dar. Als Konsequenz tritt Baasch von allen DJV-Ämtern zurück und kündigt an, dass er künftig nur noch die Hälfte der dem DJV zustehenden Beiträge an den Dachverband abführen will. Die Vorgänge erinnern an die Eskalation, die im Jahr 2009 zum Austritt des BJV aus dem DJV führten.

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Schleswig-Holstein: Fischer, Bauern und Jäger verabschieden „Hörnumer Erklärung“

Am Mittwoch (07.08.2013) haben in Hörnum auf Sylt die Fischereiliche Notgemeinschaft, der Bauernverband und der Landesjagdverband Schleswig-Holstein ein Aktionsbündnis für eine nachhaltige, naturverträgliche Nutzung der Ressourcen gegründet und in diesem Zusammenhang die Hörnumer Erklärung verabschiedet. Hier der Wortlaut:

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Praxis: Gut abschneiden

Zerwirken lernen beim Profi – wieso ein Brandenburger Wildhändler Jägern die Geheimnisse seiner Zunft verrät.

Manche Kollegen haben wenig Verständnis dafür, dass Wildhändler Jürgen Griebsch aus Bardenitz (Landkreis Potsdam-Mittelmark) (Jung-)Jägern in vom LJV Brandenburg veranstalteten Kursen zeigt, wie professionelle Wildverarbeitung funktioniert: „Du züchtest doch deine eigene Konkurrenz heran“, unken sie. Doch Griebsch will Wildbret in Top-Qualität liefern – und ist darauf angewiesen, dass die Jäger, seine Lieferanten, ihren Job gut machen.

Jürgen Griebsch vom Wildzerlegebetrieb Griebsch & Griebsch GbR in Bardenitz (Potsdam-Mittelmark)

Dass es handwerkliche Defizite gibt, weiß jeder, der sich die versorgten Stücke auf einem Streckenplatz ansieht. Bei einigen hapert es auch an der Einstellung zum Lebensmittel Wildbret: „Wenn ich mal einen rauschigen Keiler ablehne und bei Gelegenheit frage, was aus dem geworden ist, höre ich: Den habe ich noch prima verkauft. Aber wenn Sie den jungen Leuten andrehen, die zum ersten Mal Wild gekauft haben und das Fleisch stinkt in der Pfanne, dann kaufen die nie wieder was“, gibt der Wildhändler zu bedenken und rät: „Machen Sie es nicht – wir vergraulen unsere Kunden.“ Im Zweifel entscheidet in solchen Fällen die Kochprobe: Ein Stück Fleisch kochen, den Deckel des Topfs lüften – die Gerüche geben zuverlässig Auskunft, ob das Stück verwertbar ist.

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