Schlagwort-Archive: Landesforst Brandenburg

Insider bestätigt: Brandenburger „Praxisleitfaden“ zum Sauenfang in endgültiger Version

Wie ein Insider gegenüber der JAWINA-Redaktion bestätigte, liegt der Praxisleitfaden zum Sauenfang mittlerweile in einer endgültigen Fassung vor. Diese ist bereits gedruckt und wird an die zuständigen Stellen verteilt.

Der Abschnitt über das Töten der gefangenen Wildschweine ist überarbeitet worden. Darin heißt es jetzt:

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Schnellschüsse und ihre Folgen

Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel: Offener Brief an die Mitglieder und Stellvertretenden Mitglieder des Ausschusses für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft

Sehr geehrter …

Anfang Dezember 2014 hatte ich an die Mitglieder des Ausschusses für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft einen Brief geschrieben und darin meine Besorgnis über den Umgang mit Rehwild in unserem Land ausgedrückt. Nachdem die Jagdzeit auf den Rehbock damals vom 1. Mai bis zum 31. Dezember ausgedehnt wurde und der behördlich bestätigte Abschussplan für Rehwild wegfiel, war ein erhöhter Anteil männlichen Rehwildes an der Strecke mit negativen Konsequenzen für das Rehwild zu befürchten. Dazu ein Zitat aus dem letzten Jagdbericht des Landes Brandenburg (Sn. 27 und 28):

„Die Verlängerung der Jagdzeit auf Böcke hat demzufolge nicht zu einer Erhöhung der Rehwildstrecke, aber zu einer Verschiebung des Geschlechterverhältnisses im Abschuss zu Gunsten des männlichen Streckenanteils geführt, der nicht zufrieden stellen kann. ( . . . . . ) Die Anteile von Böcken in der Altersklasse 2 entsprechen mit 39 Prozent besser den Anforderungen als es der Anteil an Ricken mit nur 34 Prozent vermochte (Vorgabe jeweils 40 Prozent) ( . . . . ). Die mancherorts nötige Reduzierung überhöhter Bestände kann nur über den vermehrten Abschuss weiblichen Wildes realisiert werden. Es ist daher zu hoffen, dass die abzeichnende Tendenz zu verstärktem Bockabschuss auch durch eine weitere Steigerung des Rickenabschusses ergänzt wird.“

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Wolfsriss im Nauener Stadtwald dokumentiert

Kieferknochen, säuberliche abgenagte Wirbelsäule und Rippen, ein paar Fellreste – das ist alles, was von einem Stück Damwild übrig bleibt, wenn der Wolf damit fertig ist. Der Wolf, der es sich hier hat schmecken lassen, lebt im Nauener Stadtwald, gut 20 Kilometer vom nordwestlichen Berliner Stadtrand entfernt. Er hat sich auch schon von den Wildkameras im Revier ablichten lassen (Beitragsbild). Dieser dokumentierte Wolfsriss ist höchstens zwei, drei Tage alt. Wer später kommt, findet noch weniger vor, weil Füchse, Wildschweine, Kolkraben, Krähen, Ameisen, und Würmer endgültig reinen Tisch machen. Das macht es so schwer, Wolfsrisse zu dokumentieren. Von den aufgefundenen Rissen auf die Anzahl der Wölfe oder der von ihnen gerissenen Beutetiere zurück zu schließen, ist unmöglich.

Wolfsriss_BS

Frischer Wolfsriss im Nauener Stadtwald – gut 20 Kilometer vom nordwestlichen Berliner Stadtrand entfernt. Foto: BS

Jawina-Leser und Jagdpächter Bernd S., der uns die Bilder in diesem Beitrag zur Verfügung gestellt hat (Danke dafür!), berichtet, wie sich die Anwesenheit der Wölfe auf die Jagd im Nauener Stadtwald auswirkt:

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