Schlagwort-Archive: Kalb

Mecklenburg-Vorpommern: Jungrind von Wölfen gerissen

Auf einer Weide bei Niendorf an der Rögnitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wurde gestern ein getötetes Jungrind gefunden. Der umgehend hinzugezogene Rissgutachter des Landes fand eine Reihe von Hinweisen, die auf einen oder mehrere Wölfe als Verursacher verweisen. Zur weiteren veterinärpathologischen Untersuchung wurde das Tier in das zuständige Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) gebracht. Zudem wurden Proben für eine genetische Untersuchung genommen. Der betroffene Tierhalter kann aus der Förderrichtlinie Wolf Kompensationszahlungen für das tote Rind erhalten.

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Wölfe reissen Kalb und 32 Schafe

In der Prignitz im Nordwesten Brandenburgs haben Wölfe wahrscheinlich ein neu geborenes Kalb gerissen. Von dem bei der Geburt schätzungsweise 30 bis 35 Kilogramm schweren Zwillingskalb waren nur noch 13 Kilogramm übrig, als es gefunden wurde. 15 bis 20 Kilogramm müssen folglich verzehrt worden sein. Lothar Pawlowski, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Karstadt, in deren Mutterkuhherde sich der Vorfall ereignete, berichtete im Gespräch mit JAWINA, dass er den Kadaver des Kalbs nach der Entdeckung fortschaffen ließ. Dies nahm das Landesumweltamt Brandenburg (LUA), das für Nutztierrisse durch Wölfe zuständig ist, Pawlowski zufolge zum Anlass, eine DNA-Untersuchung des Kadavers – und damit die Entschädigung – zu verweigern. Auf den von Pawlowski übersandten Fotos sei laut LUA auch kein typischer Kehlbiss zu erkennen gewesen. „Auf den Fotos war überhaupt nicht mehr viel zu erkennen“, regt sich der Landwirt auf, „weil das meiste Fleisch halt aufgefressen war.“

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Alaska: Elchkuh setzt Kalb auf Parkplatz

Eine Elchkuh hat ihr Kalb auf dem Parkplatz eines Einkaufscenters in Anchorage, Alaska, gesetzt – CNN hat das Video. Ein Mitarbeiter des Fish and Wildlife Service, der Jagd-, WIldtier- und Fischereibehörde Alaskas, sagte gegenüber CNN, im Mai und Anfang Juni kalben die Elchkühe in dem Gebiet. Normalerweise geschehe das in der Wildnis, aber aufgrund der Nähe der Stadt Anchorage zu Wäldern und Bergen könne es vorkommen, dass Elch und Mensch sich in die Quere kommen. SE

Beitragsbild: Der verlinkte Beitrag auf der Internetseite von CNN (Bildschirmfoto).

Bambi revisited

Er befürworte es nicht, Wildtiere als Haustiere zu behalten, erklärt der litauische Jäger Darius Sasnauskas in den Erläuterungen zu einem Video über die „Rettung“ und Auswilderung eines Weißwedelkalbs, das er auf seinem YouTube-Channel veröffentlicht hat und schon mehr als zwei Millionen Mal angesehen wurde. Dieser Fall sei aber eine Ausnahme: Das Kalb war eines von zwei Zwillingskälbern, es hatte ein verletztes Bein, wurde vom Muttertier verlassen und hatte keine Chance, in der Wildnis zu überleben. Ob die Überlebenschancen des Kalbs, das während der Aufzucht von Hand an Hunde und Menschen gründlich gewöhnt wurde, dauerhaft gesteigert wurden, darf bezweifelt werden. Außer Frage steht allerdings, dass solche Bilder Nachahmer erzeugen, die sich „verlassene“ Rehkitze aneignen, um sie zu retten und auch  mal eine gute Tat zu vollbringen. Oder sich ein originelles Haustier wünschen.

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Brandenburg: Galloway-Kalb vom Wolf gerissen

In Frankenförde bei Luckenwalde (Landkreis Teltow-Fläming) ist ein Galloway-Kalb vermutlich vom Wolf gerissen worden. Von dem 40 Kilogramm schweren Tier blieben nur das Skelett und Fellreste übrig. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Die Koppel war mit einem Elektrozaun gesichert.

Glücklicherweise haben MAZ-Leser gleich mehrere Lösungen für den betroffenen Landwirt bereit: Leser Michael Laube empfiehlt ihm, sich „einfach einige Herdenschutzhunde anzuschaffen“, das seien „Leibwächter auf vier Beinen“, die nicht nur die Herde schützten, sondern „Wölfen zu verstehen geben, dass sie anderswo als in einer solchen Herde viel leichter Nahrung finden.“ Und ansonsten: Wer natürlich meint, seine Herde unbeaufsichtigt frei herumlaufen lassen zu müssen, muss mit den Konsequenzen leben“.

Eine noch wirksamere Lösung hält MAZ Leser-Volker Rachow für den aus den Niederlanden stammenden Landwirt bereit, den er in seinem Leserkommentar schlicht empfiehlt: „Bleib doch einfach zu hause“ [sic]. Bei soviel Anteilnahme und geballter Fachkompetenz muss sich Landwirt um die Zukunft seiner Herde wahrlich keine Sorgen machen… SE

Weidmannsheil mit der Wildkamera

Ein super Schnappschuss mit der Wildkamera ist einem Jäger aus dem Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald gelungen: Der Weidmann hatte das Loch in bzw. unter einem Zaun in seinem Pirschbezirk bei der Forst bemerkt. Er wollte herausfinden, was sich da unter dem Zaun durchquetscht und stellte die Wildkamera fängisch: Kurz darauf war diese beeindruckende Aufnahme eines Wolfs auf dem Chip, der ein halbes Rotkalb davonträgt. Ob der Wolf unter dem Zaun durchschlüpft, weil er dort möglicherweise sein Geheck aufzieht, oder er dem aus und in den Zaun einwechselnden Wild am Wechsel aufgelauert hat – wir wissen es nicht. Die Wildkamera steht noch vor Ort, vielleicht liefert sie weitere Aufschlüsse. Die Jawina-Redaktion dankt W. und D.W. ganz herzlich für die Übersendung der Bilder und wünscht Horrido und WMH! SE

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Brandenburg: Wolf reißt Kalb und Mutterkuh

In Verlorenort bei Kremmen (Landkreis Oberhavel) sind bereits am vergangenen Mittwoch ein Kalb und eine Mutterkuh von einem Wolf gerissen worden. Das Kalb wurde bei der Wolfsattacke getötet, die Mutterkuh wurde durch den Wolf so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste: Der Wolf hatte das Euter der Kuh angefressen. Der Vorfall wurde Medienberichten zufolge erst bestätigt, nachdem entsprechende Gerüchte im Dorf aufgekommen waren. Der Wolf wurde nach dem Riss in einer Kuhherde gesichtet, konnte jedoch vertrieben werden. Erst wenige Tage zuvor war im nur knapp sieben Kilometer entfernten Groß-Ziethen ein Wolf von einer Wildkamera fotografiert worden. SE

Beitragsbild: Mutterkuh mit Kalb, Copyright: SE

Niedersachsen: Wolf reißt Kalb

Auf einem Biohof in der Gemeinde Großenkneten (Landkreis Oldenburg) hat ein Wolf Sonntag Nacht ein neu geborenes Zwillingskalb gerissen. Das sei aber nur passiert, weil das erstgeborene Kalb schutzlos im Gras lag, während die Kuh kalbte, erklärte der Biobauer gegenüber dem NDR. Normalerweise „schlage die Kuh den Wolf in die Flucht.“ Es ist nicht das erste Mal, dass in Niedersachsen Kälber vom Wolf gerissen werden. Erst im August hatte ein ähnlicher Fall für Aufregung gesorgt. SE