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Österreich: Kärntner Jagdgesetz stärkt Rechte der Waldbesitzer

Waldzustand als Kriterium für „Wildreduktion“ – Wildfütterung nur mit Zustimmung der Behörden – Nichterfüllung von Abschussplänen führt zur Auflösung von Pachtverträgen

Mit der Novellierung des Landesjagdgesetzes sieht sich Kärnten als „Vorreiter unter den Bundesländern“ an. Die geplanten Änderungen befinden sich seit gestern (10.07.) in der Begutachtung, die Begutachtungsfrist endet am 7. August 2017. „Keine Gesetzesmaterie wurde in letzter Zeit auf so breiter Ebene diskutiert und damit bei wichtigen Eckpunkten konsensfähig gemacht. Der vorliegende Gesetzesentwurf zeigt sehr klar, dass essenzielle Interessen der Kärntner Jägerschaft, der Grundeigentümer, aber auch des Tourismus und des Umweltschutzes unter ein Dach gebracht wurden“, erklärte Jagdreferent Landesrat Gernot Darmann in Klagenfurt.

Das Land will mit dem neuen Jagdgesetz die in den letzten Jahren aufgetreten „Schwachstellen“ abstellen. Im Mittelpunkt stünden dabei vor allem ein besserer Ausgleich zwischen Wildstand und Waldzustand, um die problematische Zunahme von Schäl- und Verbissschäden in den Kärntner Wäldern in den Griff zu bekommen. Dabei seien auch die Empfehlungen des Rechnungshofes sehr ernst genommen worden, wie es in einer Pressemitteilung der Kärntner Landesregierung heißt.

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Österreich: Steinwild-Kooperation von Jägern und Nationalpark Hohe Tauern

Beim Steinwildtag im Nationalparkzentrum in Mittersill trafen Vertreter des Nationalparks Hohe Tauern und Steinwild-Hegegemeinschaften aus Kärnten, Salzburg und Tirol einander, um Informationen auszutauschen und Strategien zu einem gemeinsamen Wildtiermanagement zu entwickeln. „Da sich das Steinwild weder an Gemeinde- noch an Ländergrenzen orientiert, ist es auch für uns als Nationalpark ganz wichtig, dass diese Hohe-Tauern-Gesamtsicht im Management dieser Tierart zum Tragen kommt. Das ist eigentlich das Herausragende dieser Hegegemeinschaften und dieser Steinwildtagung, dass es kein Revierdenken gibt, sondern nach den Bedürfnissen dieser Wildart gehandelt wird“, hob Nationalparkreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler anerkennend hervor. Deswegen war und ist das Projekt der Wiedereinbürgerung auch sehr erfolgreich. Heute leben etwa 1000 Stück Steinwild in den Hohen Tauern und betrachtet man das Lebensraumpotenzial, könnten es auch gar nicht viel mehr sein. Das Auswildern von Tieren findet nicht mehr statt, die natürliche Reproduktion ist ausreichend und nachhaltig.

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Österreich: Jäger begegnet Braunbär

Im Kärntner Bezirk Klagenfurt-Land ist ein Jäger einem Braunbären begegnet. Das berichtet der ORF. Zu der seltenen Sichtung kam es am Mittwoch früh in der Gemeinde Maria Rain. Der Jäger war auf dem Heimweg von der Jagd, als der Braunbär 100 Meter vor ihm über den Weg lief, bevor er einen Acker überquerte und im Wald verschwand. Bei der Kontrolle eines nahe gelegenen Bienenstocks stellte der Jäger fest, dass der Bär zuvor sieben Bienenvolker obdachlos gemacht hatte. Der Jäger vermutet, dass der Bär aus den Karawanken, einem Teil der Kalkalpen in Slowenien eingewandert ist. SE

Beitragsbild: Titel des verlinkten ORF-Beitrags. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Jetzt auch in Österreich: Zwangsbejagung vor Gericht

Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) wird sich mit der Zwangsbejagung von Grundstücken befassen müssen, wie die Kleine Zeitung berichtet. Bislang hat ein Waldbesitzer in Österreich keine Chance, die Bejagung seiner Liegenschaften zu verhindern. Im Sinn einer im Allgemeininteresse liegenden, flächendeckenden, praktikablen Bejagung, einer effizienten Kontrolle des Wildbestands und der Vermeidung von ausufernden Wildschäden sah das österreichische Jagdgesetz keine Ausnahmen vor. Ein Waldbesitzer aus Kärnten will das jetzt ändern. Im Oktober 2014 hatte der Oberkärntner bei der Bezirkshauptmannschaft in Spittal einen Antrag gestellt, sein 6,5 Hektar großes Waldstück jagdfrei stellen zu lassen.

Der Kläger argumentierte, er lehne die Jagd aus ethischen Gründen ab, was er durch seine „beinahe vegane“ Lebensweise dokumentiere. Außerdem seien die Wildbestände infolge der Ausrottung von Wolf, Luchs und Bär viel zu hoch. Es sei infolgedessen unmöglich, einen Jungwald hochzuziehen. Die Wildbestände sollen nach der Vorstellung des Kärntner Klägers aber nicht durch Jagd, sondern durch Wiederansiedlung der genannten Prädatoren und „Unterlassen von Fütterung“ reguliert werden. Die Bezirkshauptmannschaft lehnte den Antrag mit der Begründung ab, dass eine Befreiung aus ethischen Gründen im Landesjagdgesetz nicht vorgesehen sei. Der VfGH wird nun die Verfassungsmäßigkeit des Jagdgesetzes überprüfen, ein entsprechender Prüfungsbeschluss ist am 10. Dezember 2015 ergangen.

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Österreich: Landwirt schießt Wolf – aus Versehen

Ein 61-jähriger pensionierter Landwirt aus der Gemeinde Greifenburg (Kärnten) hat in seinem Stall einen Wolf erlegt. Der Landwirt und sein 39 Jahre alter Sohn hatten zuvor zwei gerissene Lämmer in der Umgebung des Stalls entdeckt. In der Vergangenheit waren dort schon des öfteren Lämmer gerissen worden. Als Landwirt und Sohn den Vorfall untersuchten, flüchtete ein Tier vor ihnen in den Stall, dass sie aufgrund der buschigen Lunte für eine starken Fuchs hielten. Der Landwirt holte sein Jagdgewehr und schoss den vermeintlichen Fuchs, der sich dann als Wolf entpuppte.

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