Schlagwort-Archive: Jan Prignitz

Getötete Bracke: Alternative Fakten von Kontaktbüro und Bundesforst

Am 13.03. veröffentlichten Kontaktbüro Wölfe in Sachsen und der Bundesforstbetrieb Lausitz eine gemeinsame Pressemitteilung (PM) mit dem Titel „Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz vom Wolf getöteter Jagdhund war nicht im jagdlichen Einsatz„. In der mit dem sächsischen Umweltministerium abgestimmten PM verbreiten die genannten staatlichen Institutionen eine – vorsichtig ausgedrückt – fragwürdige Version der Vorgänge, die der Darstellung der Betroffenen widerspricht und diese somit als Lügner dastehen lässt. Warum?

Es stellt sich zum einen die Frage, was mit dieser PM bezweckt werden soll, da sich am grundsätzlichen Hergang, am Kern des Sachverhalts – dass der Hund von einem Wolf gerissen wurde – nichts ändert dadurch, ob der Hund nun im Jagdeinsatz getötet wurde oder nicht. Auch die Bewertung des Falls durch Wolfsbefürworter und -Gegner dürfte dadurch nicht wesentlich beeinflusst werden. Zum anderen: Warum wurde die PM in dieser Form veröffentlicht, obwohl durch sie verschiedene Akteure völlig unnötig öffentlich attackiert und diskreditiert werden?

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Wolfsangriff: Tierschutzpartei zeigt Kontaktbüro und Besitzer von getöteter Bracke an

Die „Tierschutzpartei Ethia“ hat nach Darstellung auf der Internetseite der Organisation Strafanzeige erstattet bzw. eine wegen eines Wolfsabschusses bereits erstattete Strafanzeige erweitert, indem auch gegen das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen und den Besitzer der von einem Wolf gerissenen Deutschen Bracke, Jan Prignitz, Anzeige erstattet wurde. Die Anzeige erfolge aufgrund angeblicher Verstöße „gegen das Tierschutzgesetz, das Jagdgesetz, sowie des Verdachts der Falschaussagen und weiterer in Betracht kommender Straftatbestände“.

Begründet wird dies damit, dass der getötete Hund „im Gegensatz zur Ursprungsbehauptung auf der Jagd eingesetzt“ gewesen sei, und „dieses im Wolfsgebiet zur Ranzzeit“. Als „Zeuge“ wird die Darstellung durch den Besitzer des getöteten Hundes auf JAWINA angeführt. Die Tierfreunde von Ethia vertreten die Auffassung, damit habe sich der Jäger „gegenüber seines eigenen Hundes sowie des getöteten Wolfes [sic!]im Sinne des Tierschutzgesetzes strafbar gemacht.“

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Wolfsangriff auf Bracke: Chronik eines Hundetodes

Chronologie der letzten Jagd der Deutschen Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“, getötet durch einen Wolf am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

Am 30.01.2018 um 14:25 Uhr wurde die Deutsche Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“ zur Suche nach Wild geschnallt. Der Hund suchte bis ca. 15:00 Uhr im Nahbereich um den Führer (bis zu 300 m) nach Wild. Er wurde zwischenzeitlich auch mal laut, kehrte aber mehrmals zum Führer zurück. Gegen 15:05 Uhr findet der Hund Rotwild und entfernt sich Richtung Süd-West vom Führer mit dem Wild. Der Führer kennt die Wechsel und macht sich bereit, das Wild eventuell zu erlegen, wenn es den Rückwechsel annimmt.

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