Schlagwort-Archive: Jagdverbot

Bundesverwaltungsgericht verhandelt Klage von Jagdverbänden

Erhebliche Einschränkungen der Jagd sollen im Planungsverfahren der Elbvertiefung als ausgleichende Naturschutzmaßnahmen deklariert werden. Dagegen haben zwei Landesjagdverbände sowie der DJV geklagt. Einschränkungen der Jagd auf Raubsäuger sind für den Naturschutz sogar kontraproduktiv.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wird am 16. und 17. November 2017 über die Klage des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und der Landesjagdverbände Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegen den Planfeststellungbeschluss zur Elbvertiefung verhandeln. Die drei Verbände wehren sich gegen den Landschaftspflegerischen Begleitplan, der Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe in den Flusslauf der Elbe festlegt. Konkret soll in zwei Gebieten an der Elbe, Allwördener Außendeich-Mitte (Landkreis Stade, Niedersachsen) und Giesensand (Landkreis Pinneberg, Schleswig-Holstein), die Jagd erheblich eingeschränkt werden. Vorgesehen sind das komplette Verbot der Federwildbejagung, ein generelles Jagdverbot in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. März, ein Verbot von Treibjagden sowie ein Verbot von jagdlichen Einrichtungen.

Weiterlesen

Schweiz: Züricher stimmen über Jagdverbot ab

Die Stimmberechtigten im Schweizer Kanton Zürich werden darüber abstimmen dürfen, ob die Jagd durch private Jäger, in der Schweiz Milizjagd genannt, verboten wird. Der Kanton bestätigte, dass Aktivisten der Tierpartei Schweiz genügend Stimmen eingereicht hätten, um die kantonale Volksinitiative „Wildhüter statt Jäger“ zustande kommen zu lassen. Die Initiative fordert, die Milizjagd nach dem Vorbild des Kantons Genf abzuschaffen. Stattdessen sollten sich Tierbestände „natürlich regulieren“, das Wildtier-Management soll durch beim Kanton angestellte Wildhüter ausgeübt werden. Für Wildschäden soll der Kanton – sprich: der Steuerzahler – haften. Die Wildhüter sollen nur dann regulierend eingreifen können, wenn „alle anderen erdenklichen Schutzmassnahmen nicht zielführend waren.“ Über die im Bedrafsfall „anzuwendenden Maßnahmen“ soll eine „Fachkommission“ entscheiden, die u.a. mit Tierschützern besetzt ist.

Samuel Ramseyer, Sprecher von Jagd Zürich, erklärte gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), dass man die Initiative „sehr ernst“ nehme, da sie in den Städten auf Sympathie stoßen könne. Christian Jacques, Präsident von Jagd Zürich warnte in der NZZ, es sei „reine Augenwischerei“ zu glauben, dass 30 bis 50 Wildhüter die Aufgaben von 1400 Milizjägern übernehmen könnten. Bauern und Waldbesitzer lehnen die Initiative vehement ab und unterstützen die Jäger. Schon jetzt litten die Bauern unter hohen Wildschäden, die Folgen einer Annahme der Initiative seien „unberechenbar“, so ein Sprecher des Züricher Bauernverbandes.

Weiterlesen

Schweiz: Kanton Thurgau stimmt über Baujagd ab

Im Schweizer Kanton Thurgau ist auf Betreiben von Jagdgegnern und Tierschützern eine Initiative „Verbot der Baujagd mit Hunden“ zustande gekommen. Das berichtet FM1Today. Die erforderliche Anzahl von Unterschriften ist eingegangen, damit wird es zu einer Volksabstimmung über die Baujagd kommen. Dem Bericht zufolge will auch der Regierungsrat des Kantons die Baujagd verbieten, hat jedoch einen Kompromissvorschlag unterbreitet: Demnoch sollen „aus besonderen Gründen“ Ausnahmen vom Baujagdverbot bewilligt werden können. Und zwar zum Beispiel dann, wenn es „aus Sicherheits- oder Schadengründen notwendig sei, Fuchsbauten zu verfüllen, wie zum Beispiel bei Bauten in Bahndämmen oder unterhöhlten Gebäuden.“ Man will den Baujägern also einerseits – die ökologisch sinnvolle – Baujagd untersagen, sie als Dienstleister im Bedarfsfall aber weiterhin (und vermutlich unentgeltlich) die Drecksarbeit machen lassen. Ein Vorhaben mit Modellcharakter, möchte man meinen… SE

Beitragsbild: Terrier schlieft in Fuchsbau ein. Foto: SE

Österreich: Verfassungsgerichtshof lehnt Jagdverbot aus ethischen Gründen ab

Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat entschieden, dass Waldbesitzer die Jagd auf ihren Flächen nicht aus ethischen Gründen untersagen können, berichtet der ORF. Dies gilt zumindest dann, wenn die Flächen nicht eingezäunt sind. Es sei nicht unverhältnismäßig, dass der Gesetzgeber eine Umzäunung verlange, wenn der Grundbesitzer die Bejagung aus persönlichen Gründen verbieten wolle, urteilte der VfGH. Geklagt hatte ein Mann aus Kärnten, der die Jagd aufgrund seiner fast (!) veganen Lebensweise ablehne. Der Verfassungsgerichtshof betonte dem gegenüber das öffentliche Interesse an einer flächendeckenden Bejagung, die zur Verhütung von Wild- und Waldschäden unerlässlich sei.

Der niederösterreichische Landesjägermeister Josef Pröll sprach von einer „für die Jagd in Österreich wichtigen und richtungsweisenden“ Entscheidung; Das Urteil sei eine „unmissverständliche Absage an militante Tierrechtsaktivisten.“ In Deutschland hatten sämtliche Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht vergleichbare Entscheidungen getroffen. Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) errangen Jagdgegner jedoch eine Entscheidung, die zur Aufhebung der Zwangsbejagung in Deutschland führten. Frankreich und Luxemburg betreffend waren ähnliche Urteile vorausgegangen. SE

Weiterlesen

Artenschutz: Wildtierbestände in Kenia drastisch zurückgegangen

Giraffe, Gnu und Warzenschwein sind in Gefahr: In Kenia sind die Bestände an Wildtieren seit 1977 um durchschnittlich 68 Prozent gesunken, wie die Universität Hohenheim in einer Pressemitteilung feststellt. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommen Biostatistiker der Universität Hohenheim, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität. Sie werten jahrzehntealte Datenbestände statistisch aus. Als Ursachen für die Misere haben sie Klimawandel, Viehhaltung, Bevölkerungswachstum und Versagen von Politik, Institutionen und Markt identifiziert. Jetzt mahnen sie dringenden Handlungsbedarf an. Rund 597.600 Euro Förderung erhält das Projekt von der EU. Es zählt damit zu den Schwergewichten der Forschung an der Universität Hohenheim. Was die Uni in der Pressemitteilung verschweigt: 1977 trat in Kenia ein umfangreiches Jagdverbot in Kraft.

Weiterlesen

Die nächste Salamischeibe: Naturschutzverbände fordern Jagdverbot im Wattenmeer

LJN: Jagd im Nationalpark Wattenmeer zwingend notwendig

Die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) wendet sich in einem Statement gegen das von Naturschutzverbänden geforderte Jagdverbot unter anderem auf Wasserfederwild im Nationalpark Wattenmeer. Die negativen Auswirkungen bestehender Jagdverbote im Wattenmeer auf andere Arten sind bekannt: So werden die Seehundbestände seit dem Inkrafttreten des Jagdverbots von verheerenden Staupe-Epidemien heimgesucht, die den Bestand bedrohen und unter Tierschutzaspekten sicherlich die schlechtere Alternative gegenüber einer geordneten Bejagung darstellen. In den Niederlanden werden die während der Mauser flugunfähigen Wildgänse wegen unzumutbarer Wildschäden zu tausenden eingesammelt und vergast.

Das Statement der LJN im Wortlaut:

Die Jagd im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist gemäß den strengen Vorgaben im Gesetz über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erlaubt und eindeutig spezialgesetzlich geregelt. Sie erfolgt bereits jetzt nachhaltig und richtet sich nach eben diesen strengen Kriterien. Das Wasserfederwild darf z.B. ohnehin nur an 10 Tagen im Jahr in den Ruhezonen bejagt werden – durch die seit Oktober 2014 geltende Jagdzeitenverordnung gibt es darüber hinaus weitere einschneidende Einschränkungen z. B. wurde die effektive Jagdzeit auf Wasserfederwild um rd. 50 % verkürzt und verschiedene Enten- und Gänsearten ganz aus der jagdlichen Nutzung herausgenommen. Die Fläche auf der die Jagd ausgeübt werden darf, beträgt zudem unter 5 % Prozent Gesamtfläche des Nationalparks. Auf der restlichen Fläche ruht die Jagd bereits gänzlich. Weitere Einschränkungen oder gar die Einstellung der Jagd sind weder notwendig noch nachvollziehbar und insofern abzulehnen. Alle Wildtiere, die im Nationalpark bejagt werden dürfen, befinden sich in einen positiven Erhaltungszustand, z.T. auch mit deutlichen Populationszunahmen. Dies gilt auch und gerade für das Wasserfederwild aber auch die Waldschnepfe.

Weiterlesen

Auf Druck von Naturschutzorganisationen: Fünf Jahre totales Jagdverbot in Albanien

Was Nabu & Co. wirklich wollen – in Albanien ist es Wirklichkeit geworden

Das albanische Parlament hat eine Verlängerung des bereits seit zwei Jahren geltenden landesweiten Jagdbanns um fünf Jahre beschlossen. „Entgegen aller Proteste der Jägerschaft“ stimmte es dem Gesetzesentwurf des Umweltministeriums mit einer knappen Mehrheit zu. In Kraft treten wird der Jagdbann mit der Veröffentlichung des Gesetzes, voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen. Die Verlängerung sei „eine Folge des beharrlichen Drucks von nationalen und internationalen Naturschutzverbänden“, schreibt eine davon, und zwar die Naturschutzstiftung EuroNatur in einer Pressemitteilung. EuroNatur wurde 1987 auf Initiative von BUND, Nabu und Deutscher Umwelthilfe gegründet. Im März 2014 hatte die albanische Regierung erstmals ein zweijähriges Jagdmoratorium über das gesamte Land verhängt. Ausschlaggebend war der angebliche massive Rückgang von Wildtieren in Albanien.

Weiterlesen

Verbände streben Verbot der Auslandsjagd an

Die im Deutschen Naturschutzring e.V (DNR) zusammengefassten Verbände haben Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in einem Schreiben aufgefordert, die Einfuhr von Trophäen geschützter Arten zu verbieten. Die Forderungen sind so weitreichend, dass deren Umsetzung einem Verbot der Auslandsjagd gleichkäme. Einfuhrgenehmigungen für Jagdtrophäen geschützter Arten werden, wie die Autoren des Schreibens an Hendricks selbst einräumen, bislang nur erteilt, wenn

– die Einfuhr den Erhaltungszustand der Art oder das Verbreitungsgebiet der Population nicht beeinträchtigt,

– das Exemplar gemäß den geltenden Rechtsvorschriften erworben wurde,

– keine „sonstigen Belange des Artenschutzes“ entgegenstehen,

– im Falle streng geschützter Arten die Einfuhr „maßgeblich und greifbar“ zum Erhalt der Art beiträgt.

Von 2005 bis 2014 wurden dem DNR-Schreiben (das der Redaktion vorliegt) zufolge von 1614 gestellten Anträgen nur fünf Anträge abgelehnt. Die Verbände bezweifeln, dass die strenge Genehmigungspraxis „den rechtlichen Anforderungen und vor allem dem Vorsorgeprinzip“ entspräche.

Weiterlesen

Lesefrüchte 3: Jagdverbot entzieht Dorf die Existenzgrundlage

Aufmerksame Jawina-Leser haben ähnliche Geschichten schon gehört, aber das macht nichts: Manche unliebsame Wahrheit kann man nicht oft genug verbreiten: Vor zwei Jahren hat Botswana die umstrittene Trophäenjagd verboten, die New York Times hat sich in dem abgelegenen Dorf Sankuyo im Okawango-Delta umgesehen und die verheerenden Folgen des Jagdverbots dokumentiert: „A Hunting Ban Saps a Village’s Livelihood“ ist der Artikel von Norimitsu Onishi überschrieben. Ein Dorfbewohner bringt es auf den Punkt: „Früher, als es die Jagd gab, wollten wir diese Tiere beschützen, weil wir gut an ihnen verdient haben – heute haben wir keinen Nutzen von ihnen. Die Elefanten und Büffel zerstören unsere Felder und nachts kommen die Löwen in unsere Kraals.“ Großraubwild wird zudringlicher, wenn es dunkel wird, trauen sich die verängstigten Dorfbewohner nichts mehr ins Freie.

Auch die Einkommenssituation der Dorfbewohner hat sich drastisch verschlechtert: Über Jahre hinweg haben die Abschuss- und Lizenzgebühren der Trophäenjäger und die Einnahmen für Tracking, Trophäenaufbereitung und andere Dienstleistungen Geld nach Sankuyo gebracht – Geld, das verwendet wurde, um Toiletten und Brunnen zu bauen und Häuser für die Ärmsten. Die Erlöse aus der Tropäenjagd finanzierten Stipendien für die Jungen und Renten für die Alten. Im Jahr 2010 hat Sankuyo 600.000 Dollar an der (nachhaltigen!) Erlegung von gerade einmal 120 Tieren verdient – das ist vorbei. „Das war das, was den Leuten den Schutz der natürlichen Ressourcen nahebrachte: Wir haben ihnen gesagt, dieser Löwe oder Elefant hat deine Toilette oder deinen Brunnen bezahlt“, sagt Sankuyos Bürgermeister.

Der Artikel liefert auch eine (von vielen) Begründungen dafür, warum Foto-Tourismus kein Ersatz für die Trophäenjagd ist: Foto-Touristen kommen meist nur an spektakuäre, gut erschlossene Orte – abgelegene Käffer wie Sankuyo, die für Jäger gerade interessant sind, lassen sie links liegen. Jäger benötigen weniger Infrastruktur, wenige Jäger bringen mehr Geld als ein ganzes Rudel Touristen, weshalb Jagdreisende nicht die üblen Auswirkungen des Massentourismus mit sich bringen.

Die Jagd dient den zwei großen Zielen, Einkommen zu generieren und die Tiere zu schützen, resümiert ein im Artikel zitierter Experte für Wildtiermanagement: Ironischerweise wurden weniger Tiere getötet, als es die Jagd gab. In Folge des Jagdbanns kehrt der Hass auf die Tiere zurück. SE

Beitragsbild: Der zitierte Artikel in der New York Times.

Simbabwe erlaubt Großwildjagd wieder

Wenige Wochen nach dem Verbot der Großwildjagd in Simbabwe – Anlass war die von Medien gehypte fragwürdige Erlegung eines Löwen durch einen amerikanischen Zahnarzt – hebt das Land das Jagdverbot wieder auf. Allerdings sollen nun strengere Regeln gelten: So müssen Großwildjäger auf ihren Safaris künftig von Nationalpark-Wächtern begleitet werden und die Kosten dafür tragen. In dem an den Hwange-Nationalpark angrenzenden Gebiet, in dem der amerikanische Dentist den Löwen schoss, soll die Jagd noch bis zum Abschluss der Untersuchungen ruhen. SE

Beitragsbild: Kevin Pluck: The King, veröffentlicht auf Flickr. Quelle: Wikipedia. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert. Das Bild ist eine exzellente Datei bei Wikimedia Commons (Exzellente Bilder) und wird als eine der hervorragendsten Bild-Dateien gewertet.

„Die Schäden sind horrend“

Folgen des Jagdverbots: Dramatische Entwicklung der Graugansbestände in den Niederlanden

Wildgänse haben die Niederlande zum Fressen gern, die Schäden durch Graugänse auf landwirtschaftlichen Flächen sind zwischenzeitlich explodiert: 2014 lagen die staatlichen Ausgleichszahlungen bei 16 Millionen Euro – ein Rekordwert. Hauptursache sind die enorm gestiegenen Brutvogel-Bestände, rund 70.000 Graugans-Paare brüteten 2014 in den Niederlande. Von 1985 bis 2011 verzeichneten Wissenschaftler eine Steigerung von 2.000 Prozent. Jetzt zieht die Niederländische Regierung die Notbremse: Flugunfähige Jungvögel sowie Altvögel in der Mauser werden regional zusammengetrieben und vergast. Mehrere Zehntausend Tiere sollen es jährlich werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) lehnt die Vergasung von Wildgänsen zur Bestandsentwicklung vehement ab, die Methode ist nicht vereinbar mit den Grundsätzen des Tierschutzes. Für Deutschland fordert der DJV eine weiterhin nachhaltige Bejagung von Gänsen, um eine Situation wie in den Niederlanden zu vermeiden. Gänsejagd ist eine legitime Form der Nutzung natürlicher Ressourcen, wie sie in internationalen Artenschutzabkommen ausdrücklich anerkannt wird.

Weiterlesen

Ab Juni werden in ganz Holland Graugänse mit CO2 vergast

Das Verfahren wird in Holland schon seit einigen Jahren praktiziert: Da die Bejagung von Graugänsen durch die extrem jagdfeindliche Politik des Landes verboten wurde, werden die während der Mauser flugunfähigen Graugänse eingesammelt und mit Kohlendioxid (CO2) vergast. War die Praxis bislang nur in einem 20-Kilometer-Radius rund um den Flughafen Schiphol erlaubt, um die Flugsischerheit zu gewährleisten, so wurde das Verfahren nun landesweit zugelassen. Das berichtet der Niederländische Jagd- und Grundbesitzerverband. Landesweit gibt es Protest von Tierschützern – die freilich auch gegen die Bejagung der Gänse sind – gegen die Vergasungsaktion. Die gewaltigen Schäden, die hunderttausende von Gänsen auf landwirtschaftlichen Flächen anrichten, machen eine Reduktion jedoch unumgänglich.

Bereits vor einiger Zeit haben wir ein Interview mit einem der profiliertesten deutschen Tierschützer, Prof. Dr. Jörg Luy, zum Thema Gänsevergasung geführt, das wir aus gegebenem Anlass im folgenden erstmals online publizieren:

Weiterlesen

NRW: LJV nimmt zu Forderung nach Jagdverbot Stellung

Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen mahnt, in der aktuellen Diskussion um die Novellierung des Landesjagdgesetzes bei den Tatsachen zu bleiben. Anlass sind Forderungen diverser Verbände, die praktisch auf ein Verbot der Jagd in dem Bundesland hinauslaufen. Der LJV NRW fordert „Expertenwissen gegen Ideologie und Pharisäertum, Öffentlichkeit ehrlich informieren, nicht irreführen!“ „Mit der aktuell vorgestellten Resolution katapultieren sich die unterzeichnenden Verbände selbst aus dem Kreis der seriösen Gesprächspartner bei der Diskussion um ein neues Jagdrecht in NRW“, sagt Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen.

Weiterlesen

Verbände starten Kampagne gegen Jagd

Diverse Verbände in Nordrhein-Westfalen, darunter Nabu, Bund, Peta, der deutsche Tierschutzbund und das „Komitee gegen den Vogelmord“ haben im Vorfeld des Bundesjägertages eine Kampagne gegen die Jagd gestartet. Die Forderungen nach einer „Reform“ des Jagdrechts laufen auf ein Verbot der Jagd mit Ausnahme einer stark eingeschränkten und reglementierten Schadwildbekämpfung hinaus. Nach dem Willen der Kampagnen-Betreiber sollen u.a. Fallenjagd, Fütterung, Beizjagd, Haustierabschuss und die Ausbildung von Jagdhunden an lebendem Wild verboten werden. Außerdem wird eine drastische Kürzung des Katalogs jagdbarer Arten gefordert. Nach Informationen der Bild-Zeitung blieben nur sechs jagdbare Arten – allesamt Schalenwildarten – erhalten. Außerdem wird eine Verkürzung der Jagdzeiten und das generelle Ende der Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft gefordert.

Weiterlesen

Algerien: Wildschweinplage nach Jagd- und Waffenverbot

Es gibt viele Beispiele dafür, dass Jagd- und Jagdwaffenverbote auf Dauer nicht praktikabel sind: Etwa die Vergasung flugunfähiger Gänse in den Niederlanden, die unhaltbaren Zustände in dem ebenfalls niederländischen Naturpark Oostvaardersplassen oder explodierende Wildschäden in Norditalien. Der Berliner Tagesspiegel bringt in einem kurzen, sehenswerten Video ein weiteres Beispiel: In Algerien waren Jagdwaffen verboten worden, weil die Regierung Terroristen fürchtete. Die Folge: Eine untragbare Wildschweinplage.Die Verbote mussten zurück genommen werden. SE

Zum Video geht es hier.

Bild: Screenshot der Tagesspiegel-Internetseite. Copyright: Tagesspiegel.

„Teure Heuchelei und bürokratischer Unsinn“

DJV befragte Eric Schweizer, Präsident des Genfer Jägerverbands „La St Hubert“, zum angeblich jagdfreien Kanton Genf

Genfs Wildtiere leben gut ohne Jagd, behaupten Jagdgegner, eine professionelle Umweltpolizei betreue die Tierwelt. Die ZDF-Doku „Jäger in der Falle“ kommt zu dem Schluss, dass „sanftes Wildtiermanagement“ à la Genf pro Jahr jeden Bürger genauso viel wie eine Tasse Kaffee kostet. Was steckt hinter diesen wohlklingenden Phrasen? Der Deutsche Jagdverband hat in Genf nachgehakt und mit Eric Schweizer, Präsident des Genfer Jägerverbands „La St Hubert“, gesprochen. Einen ausführlichen Faktencheck zur ZDF-Doku „Jäger in der Falle“ gibt es unter www.jagd-fakten.de. Dort kann auch eine Petition gegen tendenziöse Berichterstattung im ZDF gezeichnet werden. Innerhalb von knapp drei Wochen haben bereits mehr als 51.000 Menschen diese Chance genutzt, um zu protestieren. Damit steht die Petition auf der Plattform www.openpetition.de auf Platz 3.

Weiterlesen

Nach Jagdverbot: Explodierende Wildschäden in Norditalien

Auf Betreiben von Umwelt- und Naturschutzverbänden wurde die Schwarzwildjagd im Piemont in der Jagdsaison 2012/2013 ausgesetzt. Jetzt zahlen vor allem die Landwirte in der norditalienischen Region die Zeche: Die Verluste in der Landwirtschaft werden für 2012 auf 500.000 Euro geschätzt, Entschädigungen flössen nur zögerlich, wie der italienische Bauernverband Cia beklagt.

Weiterlesen

Schleswig-Holstein: Nabu fordert Jagdverbot für Kaninchen

Wer zahlt dann den Wildschaden?

Der Nabu Schleswig-Holstein fordert ein Jagdverbot für Wildkaninchen. Hintergrund sind die sinkenden Streckenergebnisse der Nager: Wurden im Jahr 2000 noch mehr als 25.000 Kaninchen erbeutet, so waren es 2012 nur noch gut 10.500. Dafür ist aber nicht etwa die starke Bejagung der – etwa an Deichen – als Schädlinge gefürchteten Wildkaninchen verantwortlich, sondern eine Reihe von Seuchenzügen: Myxomatose und China-Seuche (RHD) haben die Bestände dezimiert.

Weiterlesen

Nach Fehlabschuss: NABU fordert Verbot der Gänsejagd

Nach dem Fehlabschuss einer Weißwangengans im Münsterland fordert der NABU Kranenburg (Kreis Kleve) ein Verbot der Gänsejagd. Gegen zwei Jäger aus Nottuln (Kreis Coesfeld) wurde Anzeige wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Artenschutzgesetz und Jagdwilderei erstattet.

Weiterlesen