Schlagwort-Archive: Jagdunfall

BH schützt vor Schussverletzung – Verfahren gegen Jäger eingestellt

Das Verfahren gegen einen Jäger, der im August 2015 einen Schuss auf ein Wildschwein abgab, wobei durch einen Querschläger eine Radfahrerin im Brustbereich verletzt wurde (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Wismar gegen eine Geldauflage eingestellt worden. Der Metallbügel in dem BH, den die Radlerin trug, bewahrte sie damals vor schlimmeren Verletzungen. Der 54 Jahre alte Jäger hat die vom Gericht im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs verhängte Geldauflage in Höhe von mehreren hundert Euro bereits an die Geschädigte gezahlt. Damit seien die beschädigte Kleidung und ein Schmerzensgeld für die Radfahrerin berücksichtigt worden, erklärte eine Gerichtssprecher. Dem Jäger war vom Gericht vorgehalten worden, den Schuss ohne ausreichenden Kugelfang abgegeben zu haben. Er hätte auch die Gefahr durch Querschläger berücksichtigen müssen. SE

Beitragsbild: Bustier, Autor: Tranquil Garden, Quelle: Wikipedia, verööfentlicht nach Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 generisch“

Österreich: Jäger stirbt bei Sturz vom Hochsitz

Ein 62 Jahre alter Jäger ist von einem Ansitz in der Nähe von Kainach bei Voitsberg in der Steiermark nicht zurückgekehrt. Der Mann war Dienstag früh gegen vier Uhr aufgebrochen, um 10.45 fand der Notarzt die Leiche des Jägers in unwegsamem Gelände. Der Verunfallte wies schwere Kopfverletzungen auf. Wie Nachrichten.at berichtet, steht der Hochsitz an einer sehr steilen Stelle. Es sei unklar, ob der Mann von der Leiter des Hochsitzes gefallen und dann die Böschung herabgestürzt war, oder ob er nur die Böschung herabgerutscht sei. Der Hochsitz ist unbeschädigt, es liegen keine Hinweise auf Fremdverschulden vor. SE

Beitragsbild: Hochsitze (Symbolbild). Foto: SE

Sachsen-Anhalt: Jäger stirbt bei Jagdunfall

Ein 76 Jahre alter Jäger aus Kusey (Altmarkkreis Salzwedel) ist bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen. Er war am Dienstag Morgen von der Jagd nach Hause gekommen. Um 5.44 Uhr setzte er einen Notruf ab und teilte der Rettungsstelle mit, dass er sich eine Schussverletzung zugezogen habe. Dann riss das Gespräch ab. Mehrere Versuche, die Verbindung wieder herzustellen, blieben erfolglos. Die zeitgleich losgeschickten Rettungskräfte konnten nur noch den Tor des Mannes feststellen. Das Geschoss aus der Langwaffe hatte das Bein des Jägers oberhalb des linken Knies durchschlagen. Dabei, so erläutere ein Polizeisprecher gegenüber JAWINA, müsse ein großes Blutgefäß verletzt worden sein. Der 76jährige verblutete. Nach Informationen ereignete sich der Unfall, nachdem der Jäger das Fahrzeug verlassen hatte. Vermutlich – darauf deutet der Treffersitz hin – löste sich der Schuss, als der Mann die geladene und nicht gesicherte Waffe am Lauf aus dem Auto ziehen wollte. SE

Beitragsbild: Nachlässigkeit beim Waffentransport kostete einen Weidmann aus Sachsen-Anhalt das Leben. Foto: SE

Sachsen: Jäger mit Schusswunde tot im Wald gefunden

In einem Waldstück bei Grimma ist ein Jäger am Dienstag tot im Wald gefunden worden. Der 67jährige war am Montag Nachmittag zur Jagd aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Angehörige machten sich auf die Suche, der Sohn des Verstorbenen fand ihn schließlich am Dienstag. Der Tote weis eine Schusswunde im Bauchbereich auf. Die Polizei geht bislang weder von einem Verbrechen noch von Freitod, sondern von einem Unglücksfall aus. Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung soll der Jäger sich den Bauchschuss durch unsachgemäßen Umgang mit seinem Jagdgewehr beigebracht haben. Die sterblichen Überreste des Mannes wurden zur Obduktion in das rechtsmedizinische Institut nach Leipzig verbracht. Die Ermittlungen dauern an. SE

Weiterlesen

Jagdunfall bei Heiligendorf: Verfahren eingestellt

Das Verfahren gegen einen 45 Jahre alten Jäger, der im Dezember 2015 einen befreundeten, 36 Jahre alten Mann durch einen Fehlschuss auf einer Drückjagd bei Heiligendorf (Niedersachsen) schwer verletzt hatte (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Wolfsburg gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 2250 Euro eingestellt worden. Der Schütze hatte einen Frischling beschossen, der zwischen den beiden, in einem Abstand von etwa 50 Metern entfernt voneinander aufgestellten Jägern hindurch gewechselt war. Von den zwei abgegebenen Schüssen durchschlug einer die Heckscheibe eines Traktors (eines weit entfernt stehenden Traktors, wie die Wolfsburger Allgemeine Zeitung berichtet), das andere die Lunge des Geschädigten. Er klage noch heute über starke Schmerzen, berichtet die Zeitung. Nur eine Notoperation hat seinerzeit das Leben des Mannes gerettet. Ausgestanden ist die Sache für den Schützen damit nicht:

Weiterlesen

Brandenburg: Pferd bei Drückjagd getötet

Bei einer Drückjagd in der Umgebung von Sieversdorf im Landkreis Oder-Spree ist ein Pferd bei einer Drückjagd getötet worden. Nach ersten Ermittlungen hatte der Schütze ein Stück Rotwild beschossen. Das Projektil sei beim Durchschlagen des Wildkörpers vermutlich abgelenkt worden, sagte der Jagdleiter der Märkischen OnlineZeitung. Das Pferd wurde an der Stirn getroffen und ist sofort verendet. Ein Tierarzt konnte nur noch den Tod des Pferds feststellen. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, der Kadaver wurde zur weiteren Untersuchung ins Landeslabor Berlin-Brandenburg gebracht. SE

Beitragsbild: Pferd (beim Sandbad). Foto: SE

Baden-Württemberg: Verhängnisvoller Hebeschuss

Jäger bei Maisjagd durch Querschläger verletzt

An einem Maisfeld bei Leibertingen (Kreis Sigmaringen) ist es bei einer Wildschweinjagd zu einem Jagdunfall gekommen. An dem von 20 Jägern umstellten Maisfeld hatte ein 47 Jahre alter Weidmann einen Schuss in den Boden abgefeuert, um die Schwarzkittel aus dem Feld zu treiben. Ein Mitjäger verspürte nach dem Schuss „starke Schmerzen im Bein“, wie die Südwestpresse berichtet. Er war vermutlich von einem Querschläger getroffen worden. Der Verletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Notaufnahme gebracht. Ärzte operierten ein Geschoss aus seinem Oberschenkel. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. SE

Baden-Württemberg: Angeschossener Keiler verletzt Nachsuchenführer schwer

In der Nacht von Sonntag auf Montag zwischen ein und zwei Uhr früh hat ein Jäger in einem Waldgebiet bei Jungingen (Zollernalbkreis) einen Keiler angeschossen. Der Schütze, der aus dem anspielungsreich benamsten Killertal stammt, hatte zuvor bereits eine weitere Wildsau auf den Getreide- und Maisfeldern, in den Wildschweine massiv zu Schaden gehen, erlegt. Im Gespräch mit JAWINA schilderte einer der an der Nachsuche beteiligten Hundeführer, dass zunächst ein Terrier auf den Keiler gehetzt wurde, ihn hochmachte und die Fluchtstrecke erhöhte.

Bei einer ersten Nachsuche am nächsten Morgen (Montag) wurde der Hundeführer nach drei Fehlschüssen im dichten Unterholz des Junginger Waldes von dem Keiler angenommen und schwer geschlagen. Der Mann erlitt mehrere tiefe Fleischwunden und Prellungen und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Im Polizeibericht hieß es zwar, der Jäger sei nicht lebensgefährlich verletzt, doch Augenzeugen zufolge könnte es sich dabei um eine Fehleinschätzung gehandelt haben: Demnach ist der Schütze an dem attackierenden Keiler „hängen geblieben“. Die Blutgefäße in den Oberschenkeln seien stark in Mitleidenschaft gezogen worden, weshalb der Verletzte beinahe verblutet sei. Glücklicherweise gab es in dem Gebiet Mobilfunkempfang. Als der Verletzte den Schützen, der in einigem Abstand gewartet hatte, telefonisch mitteilte, dass es ihm sehr schlecht gehe, rief dieser den Rettungsdienst.

Weiterlesen

Österreich: 75-jährige stirbt bei Sturz vom Hochsitz

Im Bezirk Murtal in der Steiermark ist eine 75-jährige Steierin zu Tode gestürzt. Sie hatte zusammen mit ihrem Mann von einem Hochstand auf der Weingruber Alm Gamswild beobachtet, wie diePresse.com berichtet. Beim Absteigen von der zirka sieben Meter hohen Kanzel rutschte die Frau auf einer der oberen Stufen aus. Sie stürzte sechs Meter in die Tiefe. Bei dem Sturz brach sie sich das Genick und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Der Leichnam musste mit einem Hubschrauber abtransportiert werden. SE

Beitragsbild: Hochsitz (Symbolbild). Foto: SE

Jagdunfall in der Slowakei: Jäger erschießt anderen Jäger – ohne es zu bemerken

Als der Leichnam eines als vermisst gemeldeten Jägers in der Nähe der slowakischen Stadt Prešov gefunden wurde, lag neben dem Toten seine Jagdwaffe. Der 37-jährige war an einer Schussverletzung gestorben. Während die Umstände auf eine Selbsttötung oder einen Unfall mit der eigenen Waffe hindeuteten, ergab die Obduktion etwas anderes: Der Mann war durch ein Geschoss aus einer anderen Jagdwaffe getötet worden. Der Unglücksschütze soll Medienberichten zufolge gar nicht bemerkt haben, dass er versehentlich einen Mitjäger erschossen hat. Erst durch die nach dem Leichenfund ausgeschriebene Fahndung kam die Polizei auf die Spur des Täters. Diesem droht nun eine mehrjährige Gefängnisstrafe. SE

Beitragsbild: Jagahuat (Symbolbild). Foto: SE

Rettungspunkte: Mach mal einen Punkt

Der Unfall eines belgischen Jagdgasts vor einigen Tagen (JAWINA berichtete) zeigt ein Problem auf, von dem viele, wenn nicht die meisten Jäger betroffen sein dürften, die in einem fremden Revier zur Jagd gehen: Wenn etwas passiert, ist es für Ortsunkundige oft schwer zu beschreiben, wo sie sich befinden. Zwar bieten Smartphones die Möglichkeit, den eigenen Standort per GPS zu erfassen und auch zu versenden, das funktioniert aber nur unter zwei Voraussetzungen: a) Der Verunglückte muss im Besitz eines Smartphones und noch in der Lage sein, es zu bedienen und b) am Unglücksort muss einigermaßen guter Internet-Empfang vorhanden sein.

Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, fällt es vielen Leuten schwer, ihre Position einigermaßen genau zu beschreiben: Sie können nicht angeben, in welcher Himmelsrichtung sie sich wie weit bewegt haben, kennen markante Geländepunkte wie Seen, Flussläufe oder Erhebungen nicht und können deshalb auch nicht angeben, ob sie sich in der Nähe derselben befinden. Hinzu kommt, dass auch Rettungskräfte mit den Gegebenheiten vor Ort in der Regel auch nicht vertraut sind, so dass sie auch eine genaue Beschreibung des Anfahrtswegs oft nicht unmsetzen können. Die Folge ist, dass die Suche nach dem Verletzten viel kostbare Zeit kostet – mit möglicherweise ernsten Folgen.

Weiterlesen

Schuss ins Knie

Der Unfall eines belgischen Jagdgasts zeigt wieder einmal, dass die eine oder andere Empfehlung oder gar Vorschrift der Berufsgenossenschaft zum Thema Sicherheit auf der Jagd nicht völlig sinnfrei ist: Der Mann wollte am Samstag irgendwo in der waldreichen Gegend um Prüm (RLP) auf einen Hochsitz steigen. Die Waffe hatte er bereits geladen, als er in das Jagdrevier gelangt war. Beim Besteigen des Hochsitzes brach die unterste (!) Stufe. Das reichte in diesem Fall schon. Der Jäger stürzte, aus der Waffe löste sich ein Schuss und traf den Unglücklichen oberhalb des rechten Knies ins Bein. Doch damit nicht genug: Zwar gelang es dem Verletzten, per Mobiltelefon um 5.45 Uhr einen Notruf abzusetzen – aber seinen Stand- bzw. Liegeort konnte er nicht genau angeben. Polizei, Notarzt und Krankenwagen trafen sich daher erst einmal auf einem Rastplatz, der in der Nähe der Unfallstelle lag, um von dort aus die Suche zu organisieren. Das Unfallopfer konnte nur sagen, dass er seinen Wagen auf einem Schotterplatz abgestellt und von da aus etwa einen Kilometer bis zur Kanzel gelaufen war. Polizei und Feuerwehr zogen die örtlichen Jagdpächter zu Rat und machten sich auf die Suche.

Weiterlesen

NRW: Schuss ins Knie

Zu einem schweren Jagdunfall ist es gegen 10.00 Uhr am Sonntagmorgen im Mönchengladbacher Stadtteil mit dem schönen Namen Rheindahlen-Kothausen gekommen: Ein 19-jähriger Jäger schoss einem 73 Jahre alten Mitjäger aus Viersen eine Ladung Schrot aus kurzer Distanz ins Knie. Die Jäger hatten eine Strohmiete umstellt und wollten einen darin vermuteten Fuchs zur Strecke bringen. Der 73-jährige wurde schwer verletzt und musste mit dem Notarztwagen zur stationären Aufnahme ins Krankenhaus verbracht werden. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger gefährlicher Körperverletzung. PM Polizei/SE

Beitragsbild: Fuchs (2. Reihe v.o.) auf Niederwildstrecke. Copyright: SE

Wolfsburg: Jäger bei Treibjagd lebensgefährlich verletzt

Am Samstagvormittag wurde ein 34 Jahre alter Jäger bei einer Treibjagd in einem Jagdbezirk nördlich des Wolfsburger Ortsteils Heiligendorf lebensgefährlich verletzt. Während Rettungssanitäter den Wolfsburger ins Klinikum brachten, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Den bisherigen Ermittlungen nach schoss ein 44-jähriger Wolfsburger mit seinem Jagdgewehr während der Schwarzwildjagd um 10.55 Uhr auf einen aus einem Gehölz kommenden Frischling. Danach sei der in der Nähe stehende 34-Jährige von einem Geschoss im Oberkörper getroffen umgefallen, so ein Ermittler. Außerdem durchschlug ein Geschoss in die Heckscheibe eines ebenfalls in der Nähe befindlichen Ackerschleppers ein.

Weiterlesen

Bayern: Jäger schießt Mitjäger in den Fuß

Ein 67-Jähriger hat sich am Donnerstagnachmittag während einer Jagd bei Zell am Main im Landkreis Würzburg eine Schussverletzung am linken Fuß zugezogen. Offenbar hatte ein weiterer Jäger eine Wildsau verfehlt und seinen Kollegen getroffen, der außer Sichtweite war. Der Verletzte wurde mit dem Rettungswagen in ein Würzburger Krankenhaus gebracht. Dem Sachstand nach befanden sich insgesamt vier Männer im Alter zwischen 67 und 74 Jahren im Bereich eines Maisfeldes zwischen den Ortschaften Zell und Hettstadt auf Jagd. Während der Acker abgeerntet wurde, gab der 74-Jährige gegen 16.00 Uhr offenbar zwei Schüsse auf ein flüchtendes Wildschwein ab. Ein Schuss verfehlte das Tier und traf stattdessen den Jägerkollegen am Fuß.

Weiterlesen

Jagdunfall bei Nauen: Unglücksschütze ist Jungjäger

Der Jäger, der bei Nauen auf ein Liebespaar geschossen und den Mann getötet hat, ist Jungjäger. Nach Informationen von Jawina hat der Unternehmer Alexander R. erst im Sommer, vor ca. drei Monaten, die Jägerprüfung bestanden – im zweiten Anlauf mit mäßigem Ergebnis. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch Abend gegen 20 Uhr, also noch bei gutem Büchsenlicht. Das legt die Vermutung nahe, dass R. auf den bloßen Verdacht hin, ein Wildschwein möge der Verursacher sein, auf sich bewegende Gräser oder Maisstengel geschossen hat. Ein grob fahrlässiges Verhalten mit katastrophalen Folgen nicht nur für R.s Opfer und den Schützen selbst, sondern auch, wieder einmal, für die Jägerschaft. Dass Vorfälle dieser Art, so selten sie sein mögen, militanten Tierrechtlern und Jagdgegnern willkommene Munition für Ihre Anti-Jagd-Propaganda liefern, ist so offensichtlich wie unerfreulich. Aber auch der Jagd gewogene Mitbürger – und die Jäger selbst – fragen sich zu Recht, wie gerade jemand, der erst so kurz dabei ist und besonders vorsichtig, ja übervorsichtig sein müsste, die elementarsten Sicherheitsregeln so vollkommen außer acht lassen kann: „Dieses Verhalten widerspricht allen Regeln und macht mich völlig fassungslos“, sagt Wolfgang Bethe, Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB). „Wenn man sich nicht absolut sicher ist, darf man auf gar keinen Fall schießen. Das darf einfach nicht passieren.“

Die Frage ist, warum es trotzdem passiert. In ihrem eigenen Interesse sollte die Jägerschaft solche Fragen ernst nehmen und nach Antworten suchen. Die Jagdschulen tragen offenbar eine große Verantwortung – denn nur sie können in Zusammenarbeit mit den Behörden charakterlich ungeeignete Jagdscheinanwärter erkennen und ggf. aussondern. Und da stellt sich schon die Frage, ob die Qualität der Jägerausbildung nicht auf den Prüfstand gehört. Zwar weist der LJVB in einer Pressemitteilung darauf hin, dass „Sicherheitsregeln und der Umgang mit der Waffe in der sehr umfangreichen Jägerausbildung mit mindestens 150 Stunden Theorieunterricht zuzüglich Revier- und Schießpraxis eine große Rolle spielen“

Weiterlesen

Skurriler Jagdunfall: BH als Lebensretter

Ein seltsamer Jagdunfall ereignete sich bei Gadebusch in Mecklenburg-Vorpommern (Landkreis Nordwestmecklenburg), wie die Gadebusch-Rehnaer Zeitung berichtet: Eine Radfahrerin legte am Straßenrand neben einem Acker eine Pause ein, als sie von einem Gegenstand im Brustbereich getroffen wurde. Auf dem Acker fand gerade eine Erntejagd statt. Der Ehemann der getroffenen Frau, auf deren Oberkörper sich mittlerweile ein zwei-Euro-Stück-großes Hämatom gebildet hatte, sprach den mutmaßlichen Schützen auf den Vorfall an.

Der Jagdleiter brach die Jagd sofort ab, ein Autofahrer fuhr die Frau ins Krankenhaus. Die Polizei untersuchte den Ort des Geschehens, maß das Schussfeld aus und suchte mit Sprengstoffhunden und Metalldetektoren nach Geschossresten. Im Schussrichtung wurde ein verendeter Frischling gefunden. Wahrscheinlich hat ein Abpraller, nachdem er den Körper des Frischlings durchschlagen hatte, die Frau getroffen. Glücklicherweise traf das Geschossfragment genau den Bügel des BHs der Frau – sonst hätte sie weitaus schlimmere, womöglich tödliche Verletzungen davontragen können. SE

Weiterlesen

Namibia: Elfjähriger Junge stirbt bei Jagdunfall

Am Samstag ist ein elf Jahre alter Junge bei einem Jagdausflug mit der Familie ums Leben gekommen. Das berichtet die Allgemeine Zeitung (AZ) Namibia. Demnach stand der Junge auf der Ladefläche eines Pick-Ups, als sich in der Kabine des Fahrzeugs ein Schuss aus einem Jagdgewehr löste. Das Projektil durchschlug das Dach des Wagens und verletzte das Kind tödlich am Hals. Der Vorfall ereignete sich ca. 60 Kilometer südlich von Windhoek auf der Farm Koppieskraal. SE

Beitragsbild: Wüstenlandschaft in Namibia, Autor: Marco w, Quelle: Wikipedia

Simbabwe: Elefant tötet PH

Am 15. April ist der Professional Hunter (PH) Ian Gibson von einem angreifenden Elefantenbullen getötet worden. Gibson war für das Safariunternehmen Chifuti Safaris mit einem Jagdgast in Chewore North im unteren Tal des Sambesi unterwegs. Auf Africahunting.com schildern Tom und Dave von Safari Classics, die Chifuti Safaris in Amerika repräsentieren, den Vorfall folgendermaßen: Die Jäger folgten schon seit mehreren Stunden einem Elefantenbullen, als sie beschlossen, eine Pause zu machen und dem Jagdgast etwas Erholung zu gönnen. Während der Jagdgast rastete, versuchten Ian Gibson und sein Tracker näher an den Bullen zu kommen, um einen Blick auf das Elfenbein zu werfen. Gibson bemerkte, dass der Elefant in der Musth war, in die die Bullen deutlich aggressiver sind. Als die Jäger sich dem Elefanten auf 50 bis 100 Meter genähert hatten, drehte dieser unvermittelt um und griff sofort an. Es gelang Gibson noch, auf kürzeste Entfernung einen Schuss loszuwerden, doch der Elefant trampelte ihn zu Tode. Ian Gibson war einer der erfahrensten Berufsjäger Simbabwes. SE

Beitragsbild: Die Meldung vom Tod Ian Gibsons auf africahunting.com, Copyright: africahunting.com

Und keiner will es gewesen sein…

Auf einer Drückjagd wird ein Hund erschossen. Der Schütze bekennt sich nicht zu seiner Tat. Das macht es nicht besser – für keinen der Beteiligten.

Am 25.10.2014 besucht der Wachtelhundeführer Heiko L. eine Drückjagd in Brandenburg, ganz in der Nähe seines Heimatorts im Spreewald. Um 12.30 ist Hahn in Ruh, Heiko verlässt seinen Stand. Kurz darauf klingelt sein Handy, Heiko nimmt einen Anruf entgegen, den er nie vergessen wird: Sein Hund sei von einem Keiler schwer geschlagen worden, berichtet ein Teilnehmer der benachbarten Jagd im Landesforst, der Wachtel habe sich schwer verletzt bis zu dessen Stand geschleppt und dann dort niedergetan. Er habe den Hund eingesammelt und befinde sich jetzt am Streckenplatz bei der Nachbarjagd im Landesforst. Jeder Hundeführer kann nachempfinden, mit welchen Gefühlen Heiko ins Auto des Anstellers steigt, der sofort herbei eilt und ihn zum Sammelpunkt bringt.

Weiterlesen

Rheinland-Pfalz: Fehlschuss verfehlt Kleinkind nur knapp

Ein fehlgeleitetes Geschoss aus einem Jagdgewehr hat in Rockenhausen (Donnersbergkreis) erst Rolladen und Fensterrahmen eines Schlafzimmerfensters durchschlagen, hinter dem ein Elternpaar und deren sieben Monate altes Kind schliefen. Das Geschoss zerschmetterte dann noch einen Blumentopf auf dem Fensterbrett, prallte an der Zimmerwand ab und blieb schließlich neben dem Kopf des Kindes im Kinderbett liegen. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt.

Weiterlesen

Auftakt zur Jagdunfallsaison

Auf den Feldern laufen die Erntearbeiten auf Hochtouren – und schon sind erste Jagdunfälle bei Erntejagden zu vermelden: So wurde am Freitag eine 51-jährige Jägerin bei einer Schwarzwildjagd in der Wetterau (Hessen) von einem Geschoss schwer, aber nicht lebensgefährlich an der Hüfte verletzt, wie die Frankfurter Rundschau meldet. Den Schuss hatte ein 52-jähriger Mitjäger abgegeben. Unklar ist, ob die Frau von dem Geschoss auf direktem Weg getroffen wurde, oder ob es sich um einen Abpraller oder Geschosssplitter handelt.

Weiterlesen

Bayern: Jäger ertrinkt bei Entenjagd

Ein 40 Jahre alter Jäger ist bei einer Entenjagd in der Nähe von Mötzing (Landkreis Regensburg) ertrunken. Der Mann soll dem Polizeibericht zufolge versucht haben, eine von ihm geschossene Ente selbst aus dem Brauneiser-Weiher zu bergen. Er schwamm etwa bis zur Mitte des kalten Gewässers und begann dann, um Hilfe zu rufen. Dies ereignete sich am vergangenen Donnerstag gegen 17.00 Uhr. Zeugen alarmierten Rettungskräfte, die den Leichnam erst nach längerer Suche gegen 19.00 Uhr bergen konnten. Die Kriminalpolizei ermittelt. Es soll geklärt werden, ob der Mann ertrunken ist oder aus anderen Gründen, z.B. an einem Herzanfall, starb.

Weiterlesen

Weidmannsunheil: Ein Schuss, ein toter Fuchs, drei Verletzte

Jagdunfall in Bayern: Rentner und zwei Kinder bei der Fuchsjagd verletzt

Ein 65jähriger Jäger aus Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) wollte einen Fuchs, der in einer Röhrenfalle saß, erlösen. Ein 70jähriger Bekannter assistierte ihm dabei. Nachdem der Jäger den Fuchs in der Röhre erlegte, zog er seine doppelschüssige Flinte wieder heraus. Dabei löste sich unbeabsichtigt ein zweiter Schuß, der den in unmittelbarer Nähe stehenden Begleiter in den Fuß traf. Die Schrotgarbe durchschlug den Fuß, die weiterfliegenden Schrotkugeln trafen anschließend zwei sieben und elf Jahre alte Jungen, die das Geschehen aus – vermeintlich sicherer – Entfernung von ca. 20 Metern verfolgten.

Weiterlesen

Tod auf dem Acker – Unglücksschütze war kein Jäger

Am Samstag, den 24. August, hat ein Mann einen Bekannten auf offenem Feld erschossen, weil er ihn  für ein Wildschwein hielt. Beide Männer waren nach derzeitigem Kenntnisstand des Landesjagdverbandes Brandenburg nicht im Besitz eines Jagdscheins.

Wie verschiedene Zeitungen berichteten, waren ein 73-jähriger Mann und sein 51 Jahre alter Bekannter am späten Samstagabend zum Jagen gegangen. Nachdem der Ältere ein Wildschwein gestreckt hatte, holte sein Begleiter das Auto und begab sich zu dem erlegten Tier. Der ältere vermutete im Mondschein ein weiteres Wildschwein und schoss erneut. Die Kugel traf den Mann tödlich. Gegenüber dem Landesjagdverband Brandenburg bekundeten ortsansässige Jäger, dass weder Schütze noch Opfer im Besitz eines Jagdscheins waren, jedoch verfüge der 73-jährige als Sportschütze über Schusswaffen.

Weiterlesen

Alaska: Jäger 36 Stunden nach Bärenattacke gerettet

36 Stunden nach einem Bärenangriff ist der Jagdführer James Tuttle von Spezialeinheiten gerettet worden. Das berichtet die Lokalzeitung Anchorage Daily News (adn). Dichter Nebel hatte erste Rettungsversuche von ortsansässigen Suchteams und der Alaska State Troopers vereitelt. Die daraufhin hinzu gezogene Nationalgarde (Alaska Air National Guard) konnte den Schwerverletzten mit Hilfe von Nachtsichtgeräten und Leuchtfackeln schließlich in der entlegenen Brooks Range, etwa 50 Kilometer nördlich vom Anaktuvuk Pass, bergen.

Weiterlesen

Bayern: Strafbefehl gegen österreichischen Jäger wegen tödlichen Jagdunfalls

Das Amtsgericht Neuburg (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) hat einen Strafbefehl in Höhe von 180 Tagessätzen à 25 Euro wegen fahrlässiger Tötung gegen einen 68-jährigen Österreicher verhängt, der im März 2013 einen Jagdfreund erschossen hatte. Der aus Tirol stammende Jäger und sein späteres Opfer waren auf Einladung des Revierpächters zur Schwatzwildjagd nach Bayern gereist. Der 45-jährige Getötete hinterlässt eine 16 Jahre alte Tochter.

Weiterlesen

Rügen: Jagdunfall bei der Rapsernte

Am 3. August 2013 ereignete sich in den Mittagsstunden ein Jagdunfall bei einer Rapsernte auf einem Feld in der Nähe von Bergen, bei dem ein Traktorfahrer lebensbedrohlich verletzt wurde. An diesem Tag fanden Erntearbeiten auf dem Feld statt. Ein Jäger (63) aus Nordrhein-Westfalen befand sich ebenfalls in der Nähe auf einem Hochsitz, um aus dem Feld flüchtendes Wild zu erlegen. Während der Mäharbeiten lief eine Bache mit Frischlingen aus dem Raps, auf die der Jäger schoss.

Weiterlesen

Republik Moldau: Regierungswechsel nach Jagdunfall

Ein Jagdunfall, bei dem Anfang 2013 ein Mensch getötet wurde, hat nach einer drei Monate währenden politischen Krise zu einem Regierungswechsel in der Republik Moldau geführt. Das berichtet das Auslandsbüro Republik Moldau der Konrad-Adenauer-Stiftung. Dem Bericht zufolge kam es zum Eklat, weil verschiedene Stellen bei Polizei und Staatsanwaltschaft versucht hatten, den Unfall zu vertuschen. Dies führte zu heftigen politischen Kämpfen in der Republik Moldau. Die Koalitionäre warfen sich im Rahmen der Ermittlungen zu dem Jagdunfall gegenseitig Vetternwirtschaft und Korruption vor. Die Streitigkeiten gipfelten am 4. März diesen Jahres in einem Misstrauensvotum gegen den bisherigen Premierminister Vlad Filat.

Weiterlesen

Lehrgeld

 Fehler machen wir alle mal. Aber nicht jeder zahlt dafür einen so hohen Preis wie Jungjäger Matthias Meyer, der einen Hundeführer auf einer Nachsuche begleitete.

Ein klarer, feuchtkalter Wintertag Anfang Januar. Morgens um halb sieben erklimmt Matthias M. einen Hochsitz: „Eigentlich sollte es ein Fuchsansitz werden.“ Vor knapp einem Jahr hat er die Jägerprüfung bestanden und einen Begehungsschein in dem Revier in der Nähe seines Heimatortes in Oberfranken ergattert. Gegen acht Uhr zieht in etwa 80 Metern Entfernung eine Rotte Sauen über die angrenzende Wiese auf das abgeerntete Maisfeld. Es sind zwölf bis 14 Stück, deutlich kann M. die starken Bachen von den Überläufern unterscheiden. Als ein schwacher Überläufer frei steht, lässt er fliegen. Die 45-Kilo-Wutz liegt im Knall.

Weiterlesen