Schlagwort-Archive: Jagdrecht

Brandenburg: Bauernbund fordert Aufnahme von Biber und Wolf ins Jagdrecht

In einer Stellungnahme zur anstehenden Neufassung der Brandenburgischen Jagddurchführungsverordnung hat der Bauernbund Brandenburg, Vertretung der bäuerlichen Familienbetriebe im Land, die Aufnahme von Biber und Wolf in die Liste der jagdbaren Tiere gefordert. „Auch wenn eine solche Aufnahme vorerst noch unter dem Vorbehalt des strengen europäischen Schutzes für beide Arten steht, schafft sie Rechtssicherheit für unsere Jäger und bereitet die von der Landesregierung angestrebte Anpassung des Schutzstatus vor“, sagte Bauernbund-Vorstand Marcus Schilka, Biobauer aus Guhrow im Spreewald.

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Mecklenburg-Vorpommern: Nebelkrähe, Rabenkrähe, Elster, Nilgans und Nutria ins Jagdrecht

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf auf der A24 überfahren +++ Mecklenburg-Vorpommern: Fast-Kollision zwischen Elch und Bus +++ Mecklenburg-Vorpommern: Auge in Auge mit dem Elch +++ NRW: Teure Knochen: streit um Gebühren für Rothirsch-Trophäe +++ Bayern: Wölfe im Veldensteiner Forst gesehen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Schafsrisse durch Wolf bei Pritzenow +++ Schleswig-Holstein: Schafe in Nordfriesland gerissen – Wolf stammt aus McPom +++

Der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus (SPD), hat angekündigt, weitere Tierarten ins Jagdrecht aufnehmen zu wollen. Genannt wurden Nebelkrähe, Rabenkrähe, Elster sowie Nilgans und Nutria. Ein entsprechender Verordnungsentwurf befinde sich derzeit in der Abstimmung. Dies liege „im Interesse des Wild- und Artenschutzes sowie im Interesse der Landeskultur und des Gewässerschutzes“, erklärte ein Ministeriumssprecher gegenüber der Ostsee-Zeitung. Wie zu erwarten war, protestieren die einschlägigen Verbände gegen die Ankündigung. Elstern und Krähen seien gemäß Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützte Arten und unterlägen der EU-Vogelschutzrichtlinie, sagte eine Sprecherin des BUND gegenüber der Zeitung. Wozu anzumerken ist, dass dies keinesfalls geschah, weil die genannten Arten selten oder gar bedroht seien, sondern weil man sich über deren Status bei der Abstimmung dieser Vorschriften nicht einigen konnte – u.a. deshalb, weil diese für den Schutz von Bodenbrütern und Rote-Liste-Arten wie dem Feldhasen äußerst problematischen Arten eine starke Lobby bei den Vogelschützern haben. Desweiteren ist daran zu erinnern, dass weder Bundesnaturschutzgesetz noch EU-Vogelschutzrichtlinie ewig unveränderbar gelten, sondern jederzeit an aktuelle Erfordernisse und neue Erkenntnisse angepasst werden können. Das sollten gerade jene Naturschützer wissen, die ständig Aktualisierungen jagdrechtlicher Vorschriften fordern, die z.T. erst wenige Jahre in Kraft sind. SE

Beitragsbild: Krähen ins Jagdrecht? Dieser Rote-Liste-Junghase ist dafür! Foto: SE

Munster: Wolfswelpen wurden wahrscheinlich tot gebissen

CDU Niedersachsen: „Grüne stellen Ausweitung des Wolfsbestands in Niedersachen über allgemeinen Tierschutz“ +++ SPD Niedersachsen fordert „wolfsfreie Zonen“, FDP will Wolf ins Jagdrecht aufnehmen +++

Dem Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landebetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) liegen die Ergebnisse der Analyse der genetischen Proben der beiden am 8. August im Bereich des Truppenübungsplatz Munster Nord tot aufgefundenen Wolfswelpen (JAWINA berichtete) vor. Das Senckenberg-Institut in Gelnhausen kommt zu dem Ergebnis, dass die beiden Welpen Nachkommen der Fähe waren, die Anfang Juli im Landkreis Heidekreis auf der B209 bei Bispingen bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt wurde. Auch das Vatertier der Welpen ist bekannt. Es handelt sich um einen Rüden, der zuvor sowohl auf dem Gelände des Unternehmens „Rheinmetall“ bei Unterlüß als auch auf dem Truppenübungsplatz Munster nachgewiesen werden konnte.

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LJVB: „Der Wolf darf nicht das „goldene Kalb“ sein“

Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) geht mit klaren Forderungen in die Fachgespräche zum Wolfsmanagement.

Der Landtagsausschuss für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft hat für den morgigen Mittwoch zu einem Fachgespräch „Wolfsmanagement“ eingeladen. Auch der LJVB ist als ein Anzuhörender dazu geladen. Der Geschäftsführer des LJVB, Matthias Schannwell, wird den Standpunkt der Jägerinnen und Jäger Brandenburgs vertreten. „Brandenburg ist flächendeckend Wolfsland. Der Süden ist komplett von Wölfen besiedelt und über die Kyritz-Ruppiner Heide breitet sich Canis lupus weiter unbegrenzt Richtung Norden und Nordwesten aus. Schätzungen besagen, dass sich die Wolfspopulation alle drei Jahre verdoppelt.“, so Schannwell. Die damit verbundenen Probleme drohen unbeherrschbar zu werden. Der Wolfsbestand muss reguliert werden. Dies kann aus Sicht des LJVB nur über die ordnungsgemäße Jagd erfolgen. Das heißt: Senkung des Schutzstatus, Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht und Festlegung einer Jagdzeit. Ziel muss es sein, dass die Wölfe wieder eine natürliche Scheu gegenüber dem Menschen und seinen Einrichtungen entwickeln, die dann an die nächste Generation weitergegeben wird. Eine relativ schnell umsetzbare Alternative wären Schutzjagden nach dem skandinavischen Beispiel. Das würde die Tierhalter kurzfristig entlasten.

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Niedersachsen: CDU will Wolf ins Jagdrecht aufnehmen

„Natürliche Scheu“: Wolf in Mecklenburg-Vorpommern am hellichten Tag fünf Meter vor der Haustür fotografiert

Die designierte niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (nicht zu verwechseln mit der Künast…) plädiert dafür, Wölfe ins Jagdrecht aufzunehmen. Im Umgang mit problematischen Wölfen solle „eine neue Linie“ eingeschlagen werden, erkärte Otte-Kinast gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ). Die Rückkehr des Wolfes sei ein Erfolg des Artenschutzes, könne aber in ländlichen Bereichen zu Problemen führen. Deshalb sei ein Kurswechsel erforderlich. Der Wolf sei ein großartiges, aber auch ein gefährliches Tier, so die CDU-Politikerin in der HAZ. Sie sei keine Wolfshasserin, doch wer den Wolf erhalten wolle, müsse entschlossen sein, Problemwölfe zu entnehmen.

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Müller-Schallenberg: Wolf nicht ins Jagdrecht überführen!

Nabu: Unnötige Debatte

NRW-Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg hat zu einem Wolfsgutachten Stellung genommen, das der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e.V. (WLV) und der Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe (VJE) gestern vorgelegt haben. Die angestoßene Debatte über den Wolf in NRW sei richtig und wichtig, meinte Schallenberg. Die Position des Landesjagdverbandes NRW zum Wolf sei davon unabhängig und orientiere sich zu 100 Prozent an jener des Deutschen Jagdverbandes, die auf dem Bundesjägertag 2015 verabschiedet wurde. Ralph Müller-Schallenberg: „Mit Blick auf die gesellschaftliche Diskussion und die Sicherheit unserer eigenen Mitglieder ist es ausdrücklich keine Forderung des Landesjagdverbandes, den Wolf ins Jagdrecht zu überführen.“ Vielmehr seien Probleme mit Wölfen ordnungsrechtliche Probleme und müssten auch ordnungsrechtlich behandelt werden.

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Gesetzesentwurf zum Umgang mit invasiven Arten – massive Eingriffe ins Jagdrecht geplant

„Dritte“ sollen invasive Arten in den Jagdrevieren bekämpfen

Ein von der Bundesregierung vorgelegter Gesetzesentwurf (Deutscher Bundestag, Drucksache 18/11942) „zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten“ birgt erhebliche Sprengkraft für Jagd und Jäger:  Das Gesetz „zielt auf die Prävention, Minimierung und Abschwächung der nachteiligen Auswirkungen der vorsätzlichen wie der nicht vorsätzlichen Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten auf die Biodiversität in der Union“, heißt es in Abschnitt A. Erreicht werden soll dies durch mit Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz und im Bundesjagdgesetz, die weitgehende Zuständigkeits- und Eingriffsregelungen enthalten.

Die für Jäger gewichtigsten Punkte sind in Artikel 3, „Änderung des Bundesjagdgesetzes“ (S. 15 des verlinkten Gesetzesentwurfs) enthalten.

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Zürich: „Einwandfreier Jagdbetrieb“ statt höchstzulässiger Revierpreis“

Einige interessante Ansätze verfolgt der Schweizer Kanton Zürich mit der Totalrevision des kantonalen Jagdgesetzes: So soll bei der Reviervergabe künftig nicht der Höchstbietende zum Zuge kommen, sondern diejenigen, die „die beste Gewähr für einen einwandfreien Jagdbetrieb“ bieten. Die Jagdreviere sollen unter wildbiologischen Gesichtspunkten neu eingeteilt werden.

In einer Pressemitteilung des Kantons Zürich heißt es dazu: Die Jägerinnen und Jäger erfüllen heute eine wichtige Aufgabe zum Schutz der Wildtiere und ihrer Lebensräume. Die Voraussetzungen in den Jagdrevieren haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Das geltende Jagdgesetz von 1929 hält mit dieser Entwicklung nicht mehr Schritt. Die Baudirektion hat darum ein von Grund auf neues Jagdgesetz erarbeitet. Der Regierungsrat hat die Baudirektion zur Vernehmlassung des Gesetzesentwurfs ermächtigt.

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Sachsen-Anhalt: FDP fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Rechtsanspruch auf Entschädigung von Wolfsschäden für Weidetierhalter

„Die Population des Wolfes entwickelt sich rasant. Um die Art einerseits zu erhalten, andererseits bei Problemen mit Wölfen auch handeln zu können, schlagen wir ein bundesweit einheitliches Monitoringprogramm vor“, erklärt Dr. Lydia Hüskens, stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt.  Zudem solle der Wolf bei ganzjährigem Schutz in das Jagdrecht. In dem am 27. Ordentlichen Parteitag beschlossenen Antrag „Umgang mit Wölfen“, fordern die Freien Demokraten die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht.  Dieses Jagdrecht soll besonders sicherstellen, dass verletzten Wölfen der Fangschuss gegeben werden darf, etwa nach Unfällen mit Kraftfahrzeugen. Zugleich ermögliche dies auch zügiges Handeln, wenn etwa einzelne Wölfe zu Problemen werden, so die FDP Sachsen-Anhalt auf ihrer Internetseite.

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Niedersachsen: „Schutz von Weidetieren gegen Wolf funktioniert“

FDP Niedersachsen will Wolf ins Jagdrecht aufnehmen

Der Anstieg der Zahl von gemeldeten Wolfsrissen von 165 im Jahr 2015 auf 175 in 2016 zeigt nach Ansicht des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel (Grüne), dass die Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Weidetieren gegen den Wolf funktionieren. Denn da die Wolfspopulation wachse, stagniere folglich die Zahl der Wolfsrisse, so Wenzel in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

Nachdem bereits die niedersächsische CDU-Fraktion eine Obergrenze für Wölfe gefordert und einen Sieben-Punkte-Plan zur Regulierung der Wolfspopulation vorgelegt hatte (JAWINA berichtete), fordert nun auch die FDP die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. Ein entsprechender Beschluss wurde auf dem FDP-Parteitag am Wochenende in Braunschweig gefasst. Die Zunahme der Wolfspopulation soll dem FDP-Beschluss zufolge auf fünf Prozent pro Jahr begrenzt werden. Momentan betrage die jährliche Zunahme 30 Prozent, heißt es in der NOZ. CDU und FDP warfen der rot-grünen Landesregierung vor, „die Akzeptanz des Wolfes in der Bevölkerung aufs Spiel zu setzen, weil sie bei Problemen zu zögerlich handle“, so die NOZ. SE

Beitragsbild: Headline des zitierten und verlinkten Beitrags in der NOZ. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Wegen Drückjagd: Jäger zeigen Münchner Forstverwaltung an

Wegen einer Drückjagd, die die Münchner Forstverwaltung am 12. Januar in einem Wald bei Jesenwang (Landkreis Fürstenfeldbruck) veranstaltete, haben zwei benachbarte Jagdpächter Anzeige wegen angeblicher Verstöße gegen das Jagdrecht erstattet. Das berichtet die Lokalzeitung Merkur. Die Reviernachbarn hatten berobachtet, wie Hunde ein Kitz von der Ricke trennten, niederzogen und schwer verletzten. Sie gaben an, dass sie das Stück hätten erlösen müssen, nachdem sie die Hunde verscheucht hätten. Der Pressesprecher der Münchner Statdtverwaltung, Bernd Plank, erklärte gegenüber dem Merkur, dass das Stück bereits durch einen Schuss verletzt worden sei, was auch bei sorgfältigster Schussabgabe passieren könne. Die Hunde hätten das Stück verfolgt, um es zu erlösen und eigentlich „einen guten Job“ gemacht. Die Pächter halten dem entgegen, dass das fragliche Waldstück mit 160 Hektar viel zu klein sei, um Drückjagden durchzuführen. Es ließe sich praktisch nicht vermeiden, dass Hunde überjagen.

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Backhaus: Aufnahme von Wolf und Biber ins Jagdrecht hebt Schutzstatus nicht auf

Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern wurde heute auf Antrag der AfD die Aufnahme des Wolfes und des Bibers in die Liste des jagdbaren Wildes diskutiert. Dazu nahm Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus wie folgt Stellung: „Eine Aufnahme in das Jagdrecht würde am Schutzstatus einer geschützten Art nichts ändern. Das gilt für den Wolf genauso wie für den Biber. Ändern und verkomplizieren würden sich nur die Zuständigkeiten. Der Wolf unterstünde dann der Hege und Pflege der Jägerschaft und dürfte aufgrund seiner ganzjährigen Schonzeit trotzdem nicht bejagt werden. Vor diesem Hintergrund frage ich mich ernsthaft, worin der Mehrwert einer Aufnahme in das Jagdrecht liegt.“

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Verband fordert sofortige Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Der Brandenburger Landesverband Familienbetriebe Land und Forst (FABLF, vormals Grundbesitzerverband) fordert die sofortige Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. Der bisherige Umgang mit dem Wolf sei falsch, so der Verband in einer Pressemitteilung.

Die Aufnahme ins Jagdrecht würde es nach Auffassung des FABLF ermöglichen, dass „bei ganzjähriger Unterschutzstellung des Wolfs sogenannte „Problemwölfe“ unproblematisch von örtlichen Jägern geschossen werden“ könnten. Die Abschussregelungen im Brandenburger Wolfsmanagementplan (2013-2017) seien dazu nicht praktikabel. Zweckmäßiger erscheint den Grundbesitzern die Klassifizierung als „Problemwolf“ nach den im Yellowstone-Nationalpark in den USA geltenden Regelungen. Danach wird der Wolf als problematisch angesehen, der sich Menschen, menschlichen Behausungen oder Nutztieren auf weniger als 100 Meter nähert.

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USA: Jagen und Fischen als verfassungsmäßiges Recht

Zwei weitere US-Bundesstaaten, Kansas und Indiana, haben darüber abgestimmt, ob das Recht zu jagen und zu fischen Verfassungsrang erhalten soll. In beiden Staaten haben die Stimmberechtigten mit großer Mehrheit für die Verfassungsänderung zugunsten der Jagd votiert. Damit gibt es bereits 21. US-Bundesstaaten, in denen die Jagd von der Verfassung geschützt ist. Tier- und Naturschutzgruppen kritisierten die Entscheidung der Wähler, weil sie befürchten, dass die verfassungsrechtlich gestärkte Stellung der Jagd künftige Natur- und Tierschutzmaßnahmen erschweren könnte: Die Direktorin der Tierschutzorganisation Humane Societx in Kansas, Midge Grinstaed, führte ein durch die Verfassungsänderung möglicherweise erschwertes Verbot von Bleimunition als Beispiel an. Unterstützer des Vorhabens, das Jagdrecht unter den Schutz der Verfassung zu stellen, hatten als Argument dafür jedoch gerade den zunehmenden Druck angeführt, dem sich Jagd und Fischerei vonseiten der Tier- und Naturschützer ausgesetzt sähen.

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Schweiz will Wölfe „präventiv dezimieren“

„Der Wolf ist in die Schweiz zurückgekehrt,“, schreibt die Neue Zürcher Zeitung (NZZ), „und zwar derart erfolgreich, dass sich nun wie bei andern Wildtieren die Regulierung der Bestände aufdrängt.“ In dem Beitrag der NZZ geht es um die Neufassung des Schweizer Bundesjagdrechts. Bis 2004 sah das Schweizer Wolfsmanagement neben anderen Maßnahmen wie Förderung des Herdenschutzes und Ausgleichszahlungen für gerissene Nutztiere vor, dass einzelne Wölfe abgeschossen werden durften, wenn sie massive Schäden angerichtet hatten. Vor dem Hintergrund einer anwachsenden Wolfspopulation und zu erwartender steigender Zuwanderung von Wölfen zum Beispiel aus Italien, hat sich der Bund nun entschlossen, eine Regulierung geschützter Tierarten zu genehmigen. „Erlaubt ist mit dieser Änderung des Jagdgesetzes explizit die Dezimierung von Wolfsrudeln und nicht mehr nur der gezielte Abschuss einzelner problematischer Tiere“, so die NZZ. Auch müssten die Kantone nicht mehr den konkreten Schaden durch ein einzelnes Tier nachweisen. Über Wolfsabschüsse soll künftig nicht mehr das Bundesamt für Umwelt entscheiden, sondern die Kantone. Mit der Neuregelung werde grundsätzlich der präventive Abschuss von Wölfen ermöglicht.

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„Griffige Instrumente“ – neues Jagdgesetz für den Kanton Solothurn

Der Schweizer Kanton Solothurn überarbeitet sein Jagdgesetz: Das Revierjagdsystem wird beibehalten. Aufhorchen lässt die Neuregelung des Wildschadens : Die Jäger zahlen weniger, dafür erhält der Kanton weitgehende Eingriffsrechte, wenn die Wildschäden aus dem Ruder laufen – ein Gesetz mit Modellcharakter?

Die  kantonsrätliche  Umwelt-,  Bau-  und Wirtschaftskommission (UMBAWIKO)   hat   dem   totalrevidierten Jagdgesetz  des  Kantons  Solothurn  mit  grossem  Mehr  zugestimmt, heißt es in einer Pressemitteilung des Kantons. Darin heißt es weiter: Das  neue  Gesetz  trägt  den  veränderten  rechtlichen, jagdlichen  und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung.  Das  bisherige  Jagdgesetz  ist  mittlerweile seit  28  Jahren  in  Kraft.  Das  Gesetz wurde  über  die  Jahre  zwar  vereinzelt  angepasst,  aufgrund  von  veränderten rechtlichen,  jagdlichen  und  gesellschaftlichen  Rahmenbedingungen  drängte sich ein neues Gesetz jedoch auf. Gleichzeitig müssen die neuen Vorgaben des Bundes  in  den  Bereichen  Jagd,  Tierschutz  und  Waffenrecht  ins  neue kantonale   Jagdgesetz   übernommen   werden.   Unbestritten   und   daher beibehalten werden soll die Revierjagd als Jagdsystem des Kantons Solothurn.

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Studie: Fördert legale (Wolfs-)Jagd die Wilderei?

Die New York Times (NYT) berichtet über eine Studie der Wildbiologen Guillaume Chapron und Adrian Treves, die zu belegen versucht, dass durch die Lagalisierung der Jagd auf Großkarnivoren wie Wölfe und Grizzly-Bären die Wilderei auf diese Arten zunimmt. Dies steht im Widerspruch zu der von Jägern und der eine Nutzung natürlicher Ressourcen nicht ablehnenden Fraktion von Naturschützern vertretenen Auffassung, derzufolge legale Jagdmöglichkeiten Wilderei vermindern.

Da zu erwarten ist, dass sich jagdfeindliche Kreise auf diese Studie berufen werden, wenn es gilt, etwa die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht zu verhindern, und NICHT zu erwarten ist, dass hiesige Medien auch nur annähernd so ausgewogen und objektiv darüber berichten wie die NYT Umwelt-Redakteurin Erica Goode, stellen wir deren Beitrag im folgenden vor.

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Wildbiologe fordert: Wolf ins Jagdrecht

Schafherde in der Altmark zweimal innerhalb von 14 Tagen attackiert – Abschussbewilligung für Calanda-Wölfe abgelaufen

Der renommierte Wildbiologe Prof. Dr. Michael Stubbe hat auf topagrar.de die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gefordert. Die ungebremste Ausbreitung des Raubtiers erfolge auf Kosten anderer Arten – und des Menschen. Der Wolf sei „ein herrliches Tier“, so Stubbe in dem lesenswerten Beitrag, müsse im dicht besiedelten Europa aber reguliert werden. Wolfsschutz und -Bewirtschaftung schlössen einander nicht aus, so Stubbe. Der Wissenschaftler warnte vor den Folgen einer ungehemmten Zunahme der Wolfspopulation für bedrohte Arten wie Wiesenvögeln oder Großtrappe. Für deren Schutz sei kaum Geld da, während Millionen in das Wolfsmanagement flössen, kritisierte Stubbe. Überdies seien „2012 weltweit mindestens 18 Menschen vom Wolf angefallen und getötet worden, 2013 acht.“

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Dammann-Tamke: Jägerschaft für Problemwolf „nicht zuständig“

„Solange der Wolf nicht im Jagdrecht ist, haben die Jäger überhaupt keine Zuständigkeit und wir werden uns auch nicht in diese gesellschaftliche Auseinandersetzung ohne große Not hineinbegeben“, sagte der Vorsitzende der Landesjägerschaft Niedersachsen in einem Interview mit dem NDR.

Der Nabu meldete Bedenken gegen eine „Entnahme“ des Wolfs an: Zwar seien – „sollten sich die geschilderten Ereignisse tatsächlich so zugetragen haben“ – aus Nabu-Sicht „die Kriterien für eine Vergrämung des Tieres erfüllt.“ Doch solle das Tier lediglich „möglichst zeitnah per Gummigeschossen seine Grenzen aufgezeigt bekommen.“ Der strenge Artenschutz des Wolfes dürfe nicht aus den Augen verloren werden. Der Nabu kündigte an, „die Maßnahmen, die gegen den Wolf ergriffen werden, auf artenschutzrechtliche Gültigkeit zu prüfen – um zu gewährleisten, dass alles Mögliche getan wurde, um den Wolf am Leben zu lassen.“

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Brandenburg: Führende Bachen geschossen – 8400 Euro Geldstrafe

Weil er auf einer Erntejagd bei Kränzlin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) im Juli 2014 gleich vier führende Bachen geschossen haben soll, ist ein 58 Jahre alter Jäger vom Amtsgericht Neuruppin zu einer Geldstrafe in Höhe von 120 Tagessätzen à 70 Euro (8400 Euro) verurteilt worden. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Bei einer Verurteilung zu einer Strafe ab 60 Tagessätzen aufwärts gehen die Waffenbehörden in der Regel davon aus, dass die jagd- und waffenrechtliche Zuverlässigkeit nicht gegeben ist.

Der Jäger bestritt die Vorwürfe und sprach von einem „Komplott“ gegen ihn. Er habe in dem Rapsfeld, an dem gejagt worden sei, keine Frischlinge gesehen. Nach dem Abschuss einer führenden Bache wäre für ihn an dem Tag „Jagd vorbei“ gewesen, führte der Beschuldigte laut MAZ aus. Da drei Zeugen ausgesagt hatten, dass die Bachen angesogene Gesäuge gehabt haben, schenkte das Gericht den Ausführungen des Weidmanns keinen Glauben und blieb nur wenig unter dem von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafmaß in Höhe von 9100 Euro.

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Jagd vorbei in Hessen?

Andreas Mohr ist engagierter Pächter eines Niederwildreviers im hessischen Wetteraukreis. Zusammen mit seinen Mitstreitern hat er den ehemaligen Braunkohleabbau in ein Niederwildparadies verwandelt. Etliche bedrohte Arten vom Feldhasen bis zum Rebhuhn fühlen sich dort wohl. Auf eine Bejagung verzichtet Mohr wegen des spärlichen Besatzes weitgehend. Doch die pseudo-ökologische Jagdgesetzgebung der grünen Landesregierung wird privates Engagement dieser Art wohl zum Erliegen bringen: Die populistischen Einschränkungen z.B. bei der Fuchsbejagung werden dem Niederwild den Garaus bereiten, fürchtet Mohr, der ein Ingenieurbüro für Umweltschutz betreibt und folglich weiß, wovon er spricht. (Vermutlich sehr viel besser, als viele Grüne.) Und wer wolle schon ein Revier pachten, in dem es nichts mehr zu jagen gebe?, fragt Mohr. „Maßlos enttäuscht“ sei er von der Landesregierung, sagt der Jagdpächter in der FAZ, für deren Beitrag „Ende der Jagd“ von Sven Ebbing wir hiermit eine nachdrückliche Leseempfehlung aussprechen. „Die Schuld“, so heißt es in dem Beitrag, „sieht Mohr in erster Linie bei den Grünen, die zu dirigistisch dächten und deren Ideen realitätsfern seien.“ Wer hätte das gedacht? SE

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ZJEN: Erklärung gegen weitere Einschränkungen des Jagdrechts verabschiedet

“ Jagdzeitbeschränkungen und Verkürzungen der Liste der jagdbaren Tierarten stellen Teilenteignungen dar.“

Die Mitgliederversammlung des Zentralverbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen e.V. (ZJEN) hat am Montag in Bad Fallingbostel eine Erklärung verabschiedet, in der es um die uneingeschränkte Bindung des Jagdrechtes an Grund und Boden, die Ablehnung von Einschränkungen im Jagdrecht, die Forderung nach Entschädigungen für Gänsefraßschäden sowie einen angemessenen Umgang mit der Populationsentwicklung beim Wolf geht. In der Bad Fallingbosteler Erklärung heißt es:

„Die Bindung des Jagdrechts an Grund und Boden ist eine Errungenschaft der bürgerlichen Revolution von 1848. Die Bewahrung des Eigentums hat in Deutschland und somit auch in Niedersachsen höchsten Stellenwert und ist Stütze unserer freiheitlichen Grundordnung. Schleichende Enteignungen durch Eigentumsbeschränkung gefährden die Grundordnung und belasten Grundbesitzer in unerträglicher Art und Weise.

• Alle Einschränkungen im Jagdrecht stellen sich als Teilenteignungen dar. Hierunter fallen auch Jagdzeitbeschränkungen und eine Verkürzung der Liste der jagdbaren Tierarten.

• Das Niedersächsische Jagdgesetz hat sich bewährt und bedarf keiner Änderung.

• Schäden durch ausufernde Populationen von Wildgänsen können nicht allein vom Grundbesitzer getragen werden. Hier ist der Staat in der Verpflichtung, unter Einbindung der Jagd ein wirkungsvolles Management zur Regulierung der Bestände und zur Lenkung der Gast-u. Rastvögel zu installieren. Die derzeitigen Verhältnisse führen zur Existenzbedrohung der betroffenen Landwirte, da durch Fraßschäden und Verunreinigungen die landwirtschaftlichen Nutzflächen und die Wasserqualität ruiniert werden.

• Die sich weiter aufbauende Wolfspopulation ist auf ein für Landwirte und Tierhalter verträgliches Maß festzulegen und zu regulieren. Als Problemwölfe erkannte Tiere sind unverzüglich zu entnehmen. Schäden und Vorbeugemaßnahmen sind in voller Höhe zügig und rechtssicher zu erstatten. Bei dem Umgang mit dem Thema Wolf sind die Belange der Jagdrechtsinhaber angemessen zu berücksichtigen.“

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Hessen: CDU signalisiert Jägern Entgegenkommen bei Jagdverordnung

3500 Jäger und Bauern demonstrieren gegen Jagdverordnung /  SPD und FDP fordern Anhörung im Landtag

„Die in Hessen geplanten extrem kurzen Jagdzeiten für Fuchs, Steinmarder, Rabenkrähe und Elster sind sachlich nicht gerechtfertigt und wissenschaftlich nicht begründet.“ Der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen (LJV), Dr. Jürgen Ellenberger, hat am Samstag in Wiesbaden die geplante Jagdverordnung des hessischen Umweltministeriums scharf kritisiert. Auf einer Kundgebung mit rund 3500 Jägern und Bauern warnte Ellenberger vor den verheerenden Folgen einer Verordnung, „die deutlich die jagdfeindliche Handschrift des Nabu trägt“. Die Artenvielfalt werde in Feld und Flur weiter sinken, wenn die Jagd auf räuberische Arten drastisch eingeschränkt werde.  Die CDU signalisierte den aufgebrachten Demonstranten Entgegenkommen. Die Demonstration stand unter dem Motto „Hände weg vom Jagdrecht!“

„In Baden-Württemberg, Rheinland Pfalz und Nordrhein-Westfalen können zum Beispiel Rabenkrähe und Elster rund sieben Monate und die Graugans bis zu sechseinhalb Monaten bejagt werden“, sagte der LJV-Präsident. In Hessen solle hingegen die Jagd auf die Rabenvögel auf zweieinhalb Monate beschränkt und die Jagdzeit für Graugänse gestrichen werden. „In den Nachbar-Bundesländer haben ebenfalls grüne Umweltminister den Natur- und Tierschutz besonders im Auge“, erklärte Ellenberger. Das Argument der Grünen, dass die neue Jagdverordnung in Hessen gerade aus Natur- und Tierschutzgründen erforderlich sei, ziehe deshalb nicht. Wenn die Graugans keine Jagdzeit mehr erhalte, seien hohe Schäden in der Landwirtschaft programmiert. Das Nabu-Dogma von der Selbstregulation der Wildbestände sei ein pseudo-wissenschaftlicher Irrglaube.

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DJV-Präsidium unterstützt Hessen-Demo

Protest gegen Klientel-Politik durch die Hintertür

Der Deutsche Jagdverband (DJV) wird den Landesjagdverband Hessen in Vorbereitung der Demonstration gegen die geplante Landesjagdverordnung (JVO) am 26. September in Wiesbaden finanziell und personell unterstützen. Das hat das DJV-Präsidium heute in Berlin beschlossen. „Mit der geplanten Landesjagdverordnung soll das Jagdgesetz am Parlament vorbei ausgehöhlt werden. Dabei sieht der schwarz-grüne Koalitionsvertrag sogar eindeutig vor, dass ‚das Hessische Jagdgesetz in seiner derzeitigen Fassung Bestand‘ haben soll“, sagte LJV-Präsident Dr. Jürgen Ellenberger. Zudem halte der Koalitionsvertrag eindeutig fest, ‚dass der Jagdschutz auf bestandsbedrohte Tierarten ausgeweitet wird‘. Mit der geplanten JVO sei eben dies nicht der Fall, da sie vorsieht räuberische Arten wie Fuchs, Elstern und Rabenkrähen weniger intensiv zu bejagen. Dies benachteilige sogar bestandsbedrohte Arten massiv.

Auch DJV-Präsident Hartwig Fischer rief heute erneut alle Jägerinnen und Jäger auf, die hessischen Waidgenossen zu unterstützen. „Die Verordnung versucht einen vernünftigen und praxiserprobten Artenschutz durch die politische Hintertür zu erschweren und erreicht damit genau das Gegenteil von dem, was im Koalitionsvertrag festgehalten wurde“, so Fischer. „Das entspricht nicht dem politischen Auftrag, für den die hessischen Jägerinnen und Jäger bei der letzten Wahl gestimmt haben. Und das zeigen wir auch auf der Straße am 26. September in Wiesbaden.“

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Schleswig-Holstein: LJV ruft zur Demo auf

Landesjagdverband und Landesbauernverband Schleswig-Holstein rufen ihre Mitglieder zu einer Demonstration am 1. 9. vor dem Kieler Landtag auf. An diesem Tag soll der Regierungsentwurf zum Landesnaturschutzgesetz, zum Landesjagdgesetz und zum Landeswaldgesetz vom Kabinett beschlossen werden. Der Landesjagdverband habe ebenso, wie die anderen Verbände, die geplanten Änderungen zum Gesetzespaket mit einer Stellungnahme vom März 2015 kommentiert, schreibt der LJV SH im Demonstrationsaufruf. In den weiteren Gesprächen mit Politik, Verwaltung und Verbänden habe sich jedoch gezeigt, dass es bei den wesentlichen Kritikpunkten an den geplanten Änderungen des Landesjagdgesetzes und des Landesnaturschutzgesetzes keinerlei Entgegenkommen gebe.

Vor diesem Hintergrund bittet der LJV nun, „alle Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein gemeinsam mit den Landwirten, Waldbesitzern etc. auf die Straße zu gehen und Flagge zu bekennen für unsere Jagd und unsere Wildtiere.“

Treffpunkt: Am 1.9. um 9:30 beim Landeshaus, Düsternbrooker Weg 70 in Kiel – Geben Sie der Jagd ein STIMME!!! Der LJV empfiehlt: Tragen Sie grün oder orange – und bringen Sie Ihr Jagdhorn mit! PM LJV/LBV SH

Beitragsbild: Der Demonstrationsaufruf auf der Internetseite des LJV SH, Copyright: LJV SH

 

Mecklenburg-Vorpommern: Backhaus gegen Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Bei der aktuell geführten Diskussion über den Wolf müssen nach Ansicht von Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern, „die sachlich richtigen Fakten genutzt werden“, wie es in einer Pressemitteilung des Ministeriums heißt. „Ich wiederhole nochmal: Wir müssen uns auf eine langfristige Koexistenz mit dem Wolf einrichten. Dafür sind eine sachliche Diskussion und Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Nutztieren unabdingbar. Und ich frage zurück: Was bringt es den Jägern außer zusätzlicher Arbeit, wenn der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen werden würde, aber ganzjährig geschont werden müsste. Denn eins ist klar: der Wolf ist eine international streng geschützte Art. Das heißt, nur auf internationaler Ebene kann sich der rechtliche Schutzstatus auch ändern. Daran würde auch eine Bestandsobergrenze nichts ändern. Solche Vorschläge sind nur Augenwischerei“, so der Minister zu der aktuellen Diskussion über den Wolf.

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Hände weg vom Jagdrecht!

DJV ruft zur Unterstützung der hessischen Jäger auf

Der DJV ruft alle Jägerinnen und Jäger zur Unterstützung der Aktion „Hände weg vom Jagdrecht – Keine Aushöhlung durch neue Jagdverordnung!“ des LJV-Hessen auf. Auf der Kampagnenseite sammelt der LJV Unterschriften gegen die geplante Jagdverordnung (JVO). Der erste Entwurf sieht nicht nur drastische Einschnitte bei den Jagd- und Schonzeiten vor, so zum Beispiel die Aufhebung der Jagdzeiten für Beutegreifer, den Feldhasen und die Graugans, sondern greift auch in das Grundgesetz ein (Eigentumsrecht der Grundeigentümer nach Art. 14 Grundgesetz und ebenso einen Eingriff in die Handlungsfreiheit des Jagdausübungsberechtigten aus Art. 2 Grundgesetz). „Jetzt gilt es solidarisch zusammenzustehen und miteinander für ein praktikables und ideologiefreies Jagdrecht zu kämpfen“, sagt DJV-Präsident Hartwig Fischer. „Wir Jägerinnen und Jäger haben mit den Demonstrationen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eindrucksvoll gezeigt, was uns die Jagd in Deutschland bedeutet“, so Fischer weiter. Der LJV schließt derzeit eine Kundgebung in Hessen nicht aus.

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NRW: Hochglanzbroschüre zur Öko-Jagd

In einer neuen Broschüre führt das nordrhein-westfälische Umweltministerium die wichtigsten Änderungen durch das umstrittene sogenannte ökologische Jagdgesetz auf. Das 52seitige Elaborat enthält unter anderem eine Liste der jagdbaren Arten, die Jagd- und Schonzeiten sowie Hinweise zum Verhalten bei Nachsuchen und Wildunfällen. Die Broschüre kann beim Umweltministerium kostenlos bestellt (max. drei Exemplare pro Besteller) oder als PDF im Internet heruntergeladen werden. SE

Beitragsbild: Umschlagbild der Öko-Jagd-Broschüre, Copyright Umweltministerium NRW

Null-Promille-Grenze durch die Hintertür

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat die Urteilsbegründung zu dem Urteil vom 22. Oktober 2014 (Az. 6 C 30.13) veröffentlicht, bei dem es um das Thema „Alkohol bei der Jagd“ ging. Das BVerwG hat die Revision des Klägers verworfen und die Entziehung der WBK und des Jagdscheins des Klägers als rechtmäßig erkannt. Der Jäger war nach der Erlegung eines Rehs von einer Polizeistreife mit einer gerichtsverwertbaren Atemalkoholkonzentration von 0,39 mg/l aufgegriffen worden. Er hatte vor dem Aufbruch zur Jagd „zwei Glas“ Rotwein (0,5 Liter) und einen Wodka (30 ml) getrunken. Dies entspricht einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille. Die Polizei war aufgrund einer falschen Anschuldigung eines „Anzeigeerstatters“ (ein sehr mildes Wort für jemand, der Mitmenschen mit lügenhaften Anschuldigungen bei der Obrigkeit denunziert…) tätig geworden, der behauptet hatte, dass ein Geschoss „dicht an ihm vorbeigeflogen“ sei, obwohl der Jäger in die genau entgegengesetzte Richtung geschossen hatte.

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DJV: Vor und während der Jagd ist Alkohol tabu

Konsequenzen aus BVG-Urteil – 0,0-Promille-Grenze bei der Jagdausübung? DJV führt Interview mit Rechtanwalt Hons zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts.

In einem Urteil vom 22. Oktober 2014 befasst sich das Bundesverwaltungsgericht mit der Frage der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit wegen des Umgangs mit Schusswaffen unter Alkoholeinfluss. Obwohl bislang nur eine Pressemitteilung des Gerichts vorliegt, schießen die Spekulationen über die Auswirkungen des Urteils ins Kraut. Für die Interpretation des Urteils ist aber die schriftliche Urteilsbegründung unerlässlich, die allerdings erst in einigen Wochen vorliegen dürfte. Unabhängig davon empfiehlt der DJV dringend, vor und bei der Jagd mit Schusswaffen auf jeglichen Alkoholgenuss zu verzichten. Die Grenze ab der ein Jäger für den Umgang mit Waffen unter Alkoholeinfluss als waffenrechtlich unzuverlässig gilt, sollte aber aus Sicht des DJV nicht bei 0,0 Promille Blutalkohol gezogen werden. Es sollte in jedem Fall eine Einzelfallprüfung erfolgen. Darüber hinaus sollte im Umgang mit Waffen bei der Beurteilung der Zuverlässigkeit auch danach differenziert werden, ob die Waffe schussbereit (bei der unmittelbaren Jagdausübung) oder lediglich im Zusammenhang mit der Jagd nicht-schussbereit geführt wurde (etwa beim Streckelegen oder auf dem Rückweg von der Jagd). Eine entsprechende Differenzierung hat auch das Bundesverwaltungsgericht in der mündlichen Verhandlung angedeutet. Der DJV wird weiter informieren, sobald die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt.

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MV: Streit um Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Backhaus droht mit Erhöhung der Jagdabgabe.

Kaum sind die Meldungen über den ersten Wolfsnachwuchs in Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht, schon flammt der Streit über die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht wieder auf. Die Landtagsabgeordnete und agrarpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in MV, Beate Schlupp, verbreitete dazu nach Gesprächen des Arbeitskreises Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz der CDU-Landtagsfraktion mit Vertretern des Landesbauernverbandes folgendes Statement: „Die Meldung, dass erstmals Wolfsnachwuchs in unserem Bundesland gesichtet wurde, löst vor allem bei Landwirten nicht gerade Jubelstürme aus. Bereits in der Vergangenheit gab es Zwischenfälle mit Wölfen. Bei aller Euphorie dürfen wir den Blick für die Realität nicht verlieren und müssen uns auf die Herausforderung im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Wolfes einstellen.“

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Deutscher Jagdrechtstag: „Nicht die Jagd bedarf der Rechtfertigung, sondern ihre Einschränkung.“

Jagdrechtsexperten warnten beim 24. Deutschen Jagdrechtstag (DJRT) in Krefeld vor einer Aushöhlung des Jagdrechts durch staatliche Eingriffe. In ihrer Abschlusserklärung stellten die Jagdrechtler klar, dass „das Jagdrecht und das Jagdausübungsrecht (Nutzung des Jagdrechts) Bestandteile des grundgesetzlich geschützten Eigentumsrechts nach Art. 14 GG sind.“ Dies sei bei Novellierungen der Jagdgesetze zu beachten. Grundeigentümern und Jagdausübungsberechtigten stehe ein subjektives Abwehrrecht gegen staatliche Eingriffe zu.

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Schalldämpfer freigegeben – oder doch nicht?

Die Meldung, dass Innenministerium habe Schalldämpfer bei der Jagdausübung freigegeben, ist eine Falschmeldung.

„Da hat jemand schlecht zugehört“, ärgert sich Karl Apel, Referatsleiter bei der Obersten Jagdbehörde Hessens. Verständlich, denn seiner Dienstherrin, der hessischen Umweltministerun Lucia Puttrich war eine Äußerung in den Mund gelegt worden, die im Internet schnell die Runde machte: Demnach habe sich „das Bundesministerium des Innern in die aktuelle Diskussion des Einsatzes von Schalldämpfern bei der Jagd eingeschaltet. Das Ministerium solle den Waffenbehörden der Länder ermessensentscheidend mitgeteilt haben, dass bei Vorliegen der Voraussetzungen der Arbeitsschutzverordnung ein Anspruch auf Erteilung einer Erlaubnis für einen Schalldämpfer besteht.“ Dies solle Ministerin Puttrich „Jagdjournalisten in Rüdesheim“ mitgeteilt haben. Schön wär’s, stimmt aber nicht.

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DJV-Umfrage: Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2013

Der Deutsche Jagdverband (DJV) fragte, die fünf Bundestagsparteien antworteten: Wie steht es um die Jagd in Deutschland? Wie um das Waffenrecht? Gibt es Änderungsbedarf bei den Jagdzeiten und dem Katalog der jagdbaren Arten? Soll die Fangjagd erhalten bleiben? Welche Stellung nimmt die Jagd als wohl extensivste Nutzungsform in unserer Kulturlandschaft ein? CDU, SPD, FDP, Die LINKE und Bündnis 90/Die Grünen haben sich die Antworten sicher nicht leicht gemacht.

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Witz und Wunschdenken: Die „Standortbestimmung Jagd“ des DJV – ein Kommentar

Es soll bitteschön alles so bleiben, wie es war – das ist, kurz gesagt, die Kernaussage des vom DJV auf dem diesjährigen Bundesjägertag verabschiedeten Statements mit dem Titel „Standortbestimmung Jagd“. Nur: Man muss kein Prophet sein, um die Vorhersage zu wagen, dass dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen wird. Die Grundsatzerklärung des DJV ist das Papier nicht wert, auf dem sie (aus)gedruckt wurde.

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