Schlagwort-Archive: Jagdhunde

Österreich: Treiber bei Hundeprüfung angeschossen

+++ Österreich: Bergrettung rettet abgestürzten Jagdhund +++

Bei einer Jagdhundeprüfung im österreichischen Bundesland Kärnten hat ein 72 Jahre alter Teilnehmer an einer Jagdhundeprüfung einen ebenfalls an der Prüfung mitwirkenden 49jährigen Standtreiber angeschossen. Offenbar wurde gerade die Standruhe geprüft, bei der der an der Leine abgelegte Hund ruhig liegen bleiben muss, während sein Herr einen Schuss mit der Schrotflinte abgibt. Bei der Hundeprüfung im Bezirk St. Veit an der Glan hielt der Prüfling seine Flinte bereits entsichert in die Luft, als sein Hund aufsprang und losstürmte. Der Mann griff nach der Leine, wobei sich der Schuss löste. Zwar ging der Schuss in den Boden, doch der etwa 15 Meter entfernt stehende Treiber wurde von einigen Schrotkugeln getroffen. Wie der ORF berichtet, ist der Verletzte ins Krankenhaus nach Klagenfurt gebracht worden. Über die Schwere seiner Verletzungen ist nichts Näheres bekannt. SE

Beitragsbild: Hundeprüfung (Archivbild). Foto: SE

Jagdhunde: Familienmitglieder mit Beruf

Morgen ist Welt-Hunde-Tag. Für 11 Prozent der Haushalte in Deutschland ein Grund zum Feiern. Noch mehr Hundeliebe gibt es in Jägerhaushalten: In zwei Dritteln lebt mindestens ein Vierbeiner. Es muss nicht immer der Dackel sein, zeigt eine aktuelle Befragung des DJV.

Die Tradition der Jagdhunde ist alt. Schon in der Zeit um 10.000 vor Christus begleiteten Vierbeiner den Menschen bei der Jagd und auch heute noch beherzigen viele Jäger den Leitspruch: „Jagd ohne Hund ist Schund“. In zwei Dritteln aller Jägerhaushalte ist mindestens ein vierbeiniger Jagdbegleiter vorhanden – das zeigen aktuelle Umfrageergebnisse, die der Deutschen Jagdverband (DJV) anlässlich des Welt-Hunde-Tags veröffentlicht. Sie sind Jagdgefährten und vollwertige Familienmitglieder zugleich – auch der Umgang mit Kindern ist für sie selbstverständlich. Im Bundesschnitt besitzen nur 11 Prozent aller Haushalte einen Hund.

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Hund im Auto – Jagdhelfer sicher unterwegs

Ein Beitrag von Frank Martini

Da haben wir ihn nun, den jungen Hund. Und die besten Absichten. Wollen ihn gut ausbilden und gekonnt zur Jagd führen. Nur: Wie kommen wir dort hin?

Bei allem, was die Anschaffung eines Jagdhundes und das nötige Zubehör umfasst, kommt eine Überlegung oft erst am Schluss: Der Hundetransport. Den Hund aber einfach irgendwie ins Auto zu packen, ist keine Lösung, schon weil Improvisation hier schnell ins Geld gehen kann. Denn aus gesetzgeberischer Sicht sind Hunde im Auto eine Ladung, an deren Sicherung verbindliche Erwartungen geknüpft sind. Auch wenn die Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich unsere Hunde ins Visier nehmen, lassen gleich zwei (fast gleichlautende) davon keinen Zweifel an unseren Pflichten: Das Kraftfahrgesetz und die Straßenverkehrsordnung. Beide legen fest, dass jede Ladung in oder auf Fahrzeugen so zu sichern ist, dass niemand gefährdet, behindert oder belästigt wird und die Ladung den im Fahrbetrieb auftretenden Kräften jederzeit standhalten kann (StVO §61, KraftFG §101). Dabei lassen diese Vorschriften keinerlei Zweifel über die Verantwortlichkeit – sie trifft immer den Fahrer und bedroht ihn bei Verstößen mit drakonischen Bußen.

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Irma und die Bobbycar-Sau

Schon bei ihrem Antrittsbesuch hat Foxterrier-Hündin Irma alle um den Finger gewickelt – sogar die mittlerweile hochbetagte Redaktions-Kurzhaar-Dame Hannah. Entnervte Leser riefen an und fragten: Weißt du eigentlich, was du da anrichtest? Meine Frau will jetzt auch so einen…“

Foto: privat

Wir können nicht garantieren, dass sich dieses Problem nicht noch verschärft, denn Irma ist wirklich ein Herzensbrecher…

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Groteske Anschuldigung gegen Jäger: „Alte und kranke Hunde auf Wildschweine gehetzt“

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen jungen Ochsen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen Schafe auf dem Darß +++ Niedersachsen: Tödlicher Wildunfall – Mann stirbt nach Kollision mit Fuchs +++ Brandenburg: Elche bei Golzow (Landkreis Märkisch-Oderland gesichtet +++

Die Tageszeitung Trierischer Volksfreund (TV) setzt sich mit lügnerischen Anschuldigungen gegen Jäger auseinander, die im Zusammenhang mit Erntejagden bei Wallscheid (Rheinland-Pfalz, Landkreis Bernkastel-Wittlich) erhoben wurden: Angeblich setzten Jäger dort „rücksichtslos alte und kranke Hunde ein, die auf Wildschweine losgelassen würden und danach erschöpft und orientierungslos von den Freiwilligen Helfern der Feuerwehr eingefangen werden müssten.“ Den Anlass für diese grotesken Unterstellungen lieferte ein Einsatz von Stöberhunden in einem Maisfeld. Offenbar waren mehrere der Hunde dabei in der Umgebung gesehen worden und als freilaufende Hunde Polizei und Feuerwehr gemeldet worden.

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Jagdhundezucht: Weg ins Verderben ?

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Jörg T. Epplen, Humangenetiker an der Ruhr-Universität Bochum und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des VDH, über verbrecherische Zuchtstrategien, die Gefahren der Inzucht,  den Einfluss von Genen, Umwelt und Erziehung auf die Leistung von Hunden und „die hohe Kunst des Züchtens“.

JAWINA: Wenn ich als Züchter oder Zuchtverband einer kleinen Spezialhunderasse diese Rasse durch züchterische Methoden und Entscheidungen möglichst stark schädigen wollte – wie müsste ich da vorgehen?

Prof. Dr. Epplen: Puh. Mit Geschwistern züchten und möglichst nur mit einem Geschwisterpaar. Oder Sie könnten es natürlich auch teuer machen und sagen, ich kloniere bzw. kopiere den Hund, der den Prototyp der Rasse darstellt für jeweils 56.000 Dollar. So ist es durchaus möglich, die Rasse zu Grunde zu richten.

JAWINA: Ähnelt das letztere nicht auf fatale Weise der Zuchtstrategie in manchen Vereinen, wo hochprämierte Rüden besonders häufig zum Zuchteinsatz kommen?

Prof. Dr. Epplen: Ja.

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Aujeszky-Verdacht in Emsland und Saarland

Im Nordwesten des Saarlands (wie der Saarjäger berichtet) an der Grenze zu Rheinland-Pfalz und Luxemburg und im Landkreis Grafschaft Bentheim (Niedersachsen) sind bei untersuchten Wildschweinen Antikörperbefunde erbracht worden, die zeigen, dass die Sauen Kontakt mit dem Erreger der Ausjeszkyschen Krankheit (Pseudowut) gehabt haben müssen. Diese durch Viren ausgelöste Infektion ist für Menschen ungefährlich, verläuft jedoch bei den meisten Säugetieren, insbesondere auch Hunden, tödlich.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) empfiehlt folgende Maßnahmen, um Jagdhunde in betroffenen Gebieten vor einer Ansteckung zu schützen:

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Der nächste Wolfs-Fake

Update 22.02.: Walsroder Förster genervt, weil ihm Wolfsvideo zugeschrieben wird

Das unten beschriebene Wolfs-Fake ist mittlerweile in einer präzisierten Version unterwegs: Demnach soll das Video von einem Förster aus der Gegend von Walsrode stammen. JAWINA hat den Mann angerufen: Er ist schwer genervt, weil seit gestern sein Telefon „hundert Mal“, geklingelt habe, sein E-Mail-Posteingang überquillt und das Fax-Gerät heißläuft. „Ja, guten Tag, ich bin auch Jäger, mein Beileid, nun erzählen Sie doch mal – so geht das schon den ganzen Tag!“, stöhnt der Förster. Dabei sähe doch jeder auf den ersten Blick, dass das Video nie und nimmer in der Lüneburger Heide aufgenommen worden sein könne… Er habe das Video wie so viele andere über Whatsapp erhalten und an ein paar befreundete Jäger weitergeleitet – was man sich aber offenbar auch schon gut überlegen müsse… Wohl wahr. SE

Am Wochenende kursierte eine weitere Falschmeldung über Wölfe in Deutschland, nachdem sich die Aufregung über in den Sozialmedien verbreitete Berichte, derzufolge Wölfe einen Jäger in Polen getötet haben sollten (JAWINA berichtete), gerade gelegt hatte. Der neuen Fake-Meldung war ein Video beigefügt, dass von Videokamera (einer sogenannten Action-Cam) aufgenommen wurde, die an der Halsung eines Stöberhunds befestigt war. Das offensichtlich bearbeitete Video (Zeitlupensequenz) zeigte einen Wolfsangriff auf mindestens einen weiteren Hund. Dem Begleittext zufolge soll das Video auf einer Drückjagd im Postleitzahlbereich 29664 aufgenommen worden, es habe sich um eine „Treibjagd“ mit fünf Hunden gehandelt, von denen vier infolge von Angriffen durch Wölfe getötet worden sein sollten. Massive Zweifel waren von Anfang an angebracht: 29664 steht für die niedersächsische Stadt Walsrode in der Lüneburger Heide. Weder die auf dem Video zu sehende Mittelgebirgslage, noch die Wetterbedingungen passten zur angeblichen geografischen Lage, von dem Vorfall hätte man bestimmt auch auf andere Weise gehört, überdies erschien es fraglich, ob Mitte Februar in der Lüneburger Heide noch „Treibjagden“ stattfanden. Ausrüstung der Hunde, Vegetation und Wetter scheinen weit eher nach Skandinavien zu passen.

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Drückjagd nimmt böses Ende für zwei Jagdhunde

Eine Drückjagd am Samstag im Lebacher Wald im Saarland nahm einen schlimmen Ausgang für zwei beteiligte Jagdhunde: Ein vierläufiger Jagdhelfer wurde von einem Jäger durch einen Schuss versehentlich tödlich getroffen, während der Hund einem Wildschwein nachjagte. Gezielt hatte der Jäger auf das Wildschwein. Ein anderer Jagdhund verursachte auf der B 268 zwischen Lebach und Schmelz einen Verkehrsunfall. Der Hund wurde leicht verletzt. PM Polizei

Beitragsbild: Jagdhund (Symbolbild). Foto: SE

DJV-Flyer Hundearbeit im Wolfsgebiet

Ein Faltblatt von Deutschen Jagdverband und Jagdgebrauchshundverband informiert über Vorsichtsmaßnahmen während der Jagd.

Der Wolf breitet sich in Deutschland weiter aus, ein Zusammentreffen von Wolf und Jagdhund wird immer wahrscheinlicher. Unfälle mit verletzten bzw. getöteten Hunden im jagdlichen Einsatz in Wolfsgebieten können in Zukunft nicht mehr ausgeschlossen werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) haben nun einen Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer herausgegeben. Das Faltblatt informiert über Vorsichtsmaßnahmen zu Beginn und während einer Jagd sowie bei der Nachsuche im Wolfsgebiet. Es enthält Tipps zum Verhalten und klärt auf für den Schadensfall nach einem Zusammentreffen mit dem Wolf.

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Weil er nicht gehorchte: Jäger soll seinen Hund erschossen haben

Ein Jäger aus Haseldorf im Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein) soll seinen jungen Jagdhund erschossen haben, weil dieser nicht gehorchte. Das berichten die Elmshorner Nachrichten. Demnach hatte der Weidmann, der Vorstandsmitglied der Kreisjägerschaft Pinneberg sein soll, sich den Jagdhund erst vor einigen Monaten als Junghund angeschafft. Das Tier soll die Erwartungen seines Besitzers nicht erfüllt haben: Dem Bericht zufolge wilderte der Hund und riss bei seinen ungenehmigten Ausflügen auch Wild. Dies ist nach Ansicht erfahrener Jagdhundeausbilder sicherlich mindestens zum Teil auch Fehlern in der Ausbildung anzulasten. Der Jäger soll den Hund, da er seiner Auffassung für die Jagd nicht taugte, erschossen haben. Der Vorfall kam nur ans Licht, weil der Mann freimütig davon erzählte.

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Sachsen: Schwarzwildgatter im Wermsdorfer Wald eröffnet

Jagdhundeführer können ab dem 1. April 2016 das Schwarzwildgatter „Seelitz“ im Rahmen der Jagdhundehausbildung nutzen

Im September 2015 hat Sachsenforst sein neu errichtetes Schwarzwildgatter im Wermsdorfer Wald bei Leipzig an den Landesjagdverband Sachsen übergeben. Er ist Betreiber des Schwarzwildgatters „Seelitz“ und gewährleistet zukünftig den reibungslosen und tierschutzgerechten Ablauf der Jagdhundeausbildung an den Schwarzkitteln. Rund 120.000 Euro hat Sachsenforst in das Schwarzwildgatter „Seelitz“ investiert, wie SachsenForst in einer Pressemitteilung erklärt.

Seit Jahren werden Jahr für Jahr zwischen 25.000 und 30.000 Wildschweine in Sachsen gestreckt. Trotz dieser hohen Abschusszahlen ist es den Jägern nicht gelungen, die Schwarzwildbestände nachhaltig zu reduzieren. Offenbar übertrifft der jährliche Zuwachs an Jungtieren noch immer die Verluste durch Krankheiten, Straßenverkehr oder Jagd. Leider müssen Landwirte, aber auch Waldbesitzer immer wieder Schäden hinnehmen, die durch Wildschweine verursacht werden. „Das Schwarzwildgatter ist ein wesentlicher Schritt hin zu mehr Professionalität. Es liegt in unserem Interesse, die Schwarzwildbestände deutlich abzusenken. Nur so können die Schäden an der Wald- und Feldflur auf ein Minimum reduziert werden“, so Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun.

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Die Aujeszkysche Krankheit bei Hunden bleibt extrem selten

DJV-Interview mit Veterinärmediziner Dr. Thomas Müller vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI)

In den vergangenen acht Wochen wurden zwei Fälle von Aujeszkyscher Krankheit (AK) bei Jagdhunden über Länderbehörden gemeldet, ein weiterer Fall wurde über die sozialen Medien bekannt. Weshalb treten drei Fälle der beim Jagdhund seltenen Krankheit so unmittelbar hintereinander auf? Wie können Jäger ihren Jagdhund schützen? Der DJV sprach mit Veterinär Dr. Thomas Müller, Leiter des nationalen Referenzlabors für die Aujeszkysche Krankheit am Friedrich Loeffler-Institut auf der Insel Riems.

DJV: Welcher Erreger steckt eigentlich hinter der Aujeszkyschen Krankheit?

Dr. Müller: Der Erreger der AK ist ein Alphaherpesvirus und wird laut derzeit gültiger Taxonomie als Suid Herpesvirus 1 (SHV1) bezeichnet. Wie der lateinische Name sagt, sind Haus- und Wildscheine die natürlichen Wirte bzw. Reservoire für dieses Virus. Ein charakteristisches Merkmal der AK bei Schweinen ist die lebenslange Viruslatenz.

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Bayern: Landtagsabgeordneter scheitert mit Vorstoss für Brauchbarkeits-Verordnung

Der bayerische SPD-Landtagsabgeordnete Herbert Woerlein ist im Landtag mit seinem Vorhaben gescheitert, einen „Erlass einer landesgesetzlichen Regelung zur Feststellung der Brauchbarkeit von Jagdhunden“ zu erwirken. Anlass dieses Vorstosses war einem Bericht der Main-Post zufolge der Besuch Woerleins bei einem Jägerstammtisch im Landkreis Augsburg. Die anwesenden Jäger taten offenbar, was mancher Weidmann bekanntlich (leider) gern und oft tut: Sich über andere Jäger und deren Hunde echauffieren: Es seien immer wieder Hunde auf Jagden unterwegs, die zur Jagd gar nicht taugten, selbst Möpse seien schon in Revieren gesichtet worden, klagten die Jäger. Wie gut und günstig muss es um die Jagd in Bayern stehen, wenn sich bajuwarische Weidmänner beim Besuch eines Landespolitikers über nichts anderes beklagen können, als über ihre Mitjäger! Der für Tierschutz stark engagierte Woerlein brachte sein Anliegen im Agrarausschuss des bayerischen Landtages zur Sprache, wo er der Main-Post zufolge feststellte, dass Bayern das einzige Land sei, in dem „nicht geprüfte Hunde auf Tiere losgelassen“ werden dürften. (Was nicht stimmt, Berlin hat auch keine Brauchbarkeits-Verordnung).

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Bayern: Überjagende Hunde erschossen – Geldstrafe

Ein Jäger, der Anfang Januar zwei Jagdhunde eines Reviernachbarn erschossen hatte, ist vom Amtsgericht Passau wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen à 30 Euro (2700 Euro) verurteilt worden, wie die Passauer Neue Presse (PNP) berichtet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Jagdhunde, ein Kurzhaar-Mischling und ein Jagdterrier, hatten bei einer Drückjagd im Landkreis Passau die Reviergrenze überschritten. Der Reviernachbar war über die Drückjagd nicht informiert worden. Der 59 Jahre alte Mann gab an, die Hunde hätten in seinem Revier ein Reh gewildert, er sei daher im Rahmen des Jagdschutzes berechtigt und verpflichtet gewesen, die Hunde zu töten.

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Die Reifeprüfung: Schweiß-Spezialisten auf der Fährte

Am 30. Mai fand im Thüringer Harz die erste Vorprüfung des Schweißhundevereins Deutschland (SHVD) in diesem Jahr statt. Jawina war dabei und zeigt Impressionen von der Fährtenarbeit des Suchensiegers – und vom Drumherum. Sechs Hunde waren zur Vorprüfung angetreten, die in vielen Bundesländern als Brauchbarkeitsprüfung für die Nachsuche anerkannt ist. Suchensieger Andreas Wilkens errang mit seinem 15 Monate alten BGS Huber den ersten Preis, drei Hunde landeten im dritten Preis, zwei mussten ohne Preis nach Hause fahren (sprich: fielen durch).

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Am Anschuss. Fotos: SE

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Hundeortung: Das erste 3G-fähige Ortungshalsband

 „Besser, schneller, nachhaltiger, verspricht Tracker – Schnäppchen-Paketpreis zur Markteinführung

Das G1000 Maximal von Tracker ist das erste 2G- und 3G-fähige Hundeortungshalsband der Welt. 3G, die dritte Generation der Mobilfunktechnologie, bietet deutlich bessere, schnellere und zuverlässigere Datenverbindung und -Übertragung gegenüber 2G. Das Tracker G1000 Maximal bringt Nachhaltigkeit durch Fortschritt, verspricht der finnische Hundeortungsspezialist Tracker: Denn da 3G und 4G die 2G-Technologie in Zukunft ersetzen, werde das G1000 mit jedem Tag besser funktionieren. Das neue G1000 Maximal bietet die vom Vorgänger G500 gewohnte, hervorragende Empfangsstärke, da es weiterhin auch auf den 900MHz-Frequenzbereich optimiert ist. Die Auswahl der Netze und das Umschalten zwischen 2G und 3G erfolgen automatisch. Wie schon das Tracker G500FI nutzt das G1000 Maximal die GPS- und GLONASS-Satelliten zur Positionsbestimmung, was genaue Ortung auch unter schwierigsten Bedingungen garantiert.

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Brandenburg: Vier Jagdhunde in 2014 von Waschbären getötet

Beim Waschbären wächst die Jagdstrecke stetig, in diesem Jagdjahr in Brandenburg um sechs Prozent auf die neue Rekordhöhe von 21.577. Die sich hinter diesen Erlegungszahlen verbergende Populationsdynamik ist nicht nur für Singvögel und Bodenbrüter eine Bedrohung. Der Kleinbär attackiert selbst größere Jagdhunde – manchmal mit tödlichem Ausgang für unsere Vierläufer. Waschbären sind laut einer aktuellen Untersuchung des Thünen-Instituts für Waldökosysteme mittlerweile fast flächendeckend in brandenburgischen Revieren bestätigt. Während unsere Jagdhunde in Schilfpartien bisher hauptsächlich der Gefahr ausgesetzt waren, von wehrhaftem Schwarzwild geschlagen zu werden, steigt nun das Risiko von Waschbär-Attacken schon allein durch deren hohe Verbreitung.

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Bayern: Nachbarpächter erschießt Jagdhunde

Während einer Drückjagd Anfang 2015 wurden in Niederbayern bei Obernzell/Lämmersdorf zwei Jagdhunde von einem benachbarten Revierpächter in dessen Revier erschossen. Das berichtet der Bayerische Jagdverband (BJV) auf seiner Internetseite. Aktuell ermitteln die Polizei und die Staatsanwaltschaft, um eine Klärung aller Begleitumstände herbeizuführen.

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Sie nennen mich Willi – ein Schweißhundwelpe erzählt

Eine Kolumne von Robert Saemann-Ischenko

3. Folge: Zurücktrampen kann ich immer noch…

Gääääähn! Woah, habe ich gut geschlafen auf diesem Wunderbett. Und zwar, ohne dass ich ständig eine Pfote im Auge hatte oder einer mir genau ins Ohr schnarcht.

Oder haben die mir was gegeben? Man hört ja viel von diesen K.o.-Tropfen, und ich kenne diese Menschen hier kaum. Die hören sich nicht an, als wären sie von hier, da geht’s ja schon los. Außerdem flüstern sie immerzu, wenn ich schlafe – was die wohl zu verbergen haben?

Hm, hm, hm. Riechen tue ich allerdings keine Gefahr.

Also sind sie entweder harmlos. Oder gute Schauspieler…

Naja, ich bleibe erst mal bei ihnen und schaue, was sie mir zu bieten haben. Zurücktrampen kann ich immer noch.

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Sie nennen mich Willi – ein Schweißhundwelpe erzählt

Eine Kolumne von Robert Saemann-Ischenko

2. Folge: Boah, habe ich Hunger!

Ich bin dann wohl doch eingeschlafen, glaube ich. Nicht richtig natürlich, eher so dösmäßig, schließlich halte ich den Haufen hier ja zusammen, ne. Als ich wieder aufgewacht bin, war jedenfalls Mama immer noch weg. Und die anderen Pupsis auch, wobei die mir in letzter Zeit schon ganz schön auf die Rute gegangen sind. Nie haben die mich in Frieden fressen lassen, nie durfte ich in Ruhe unsere Decke zernagen, immer kam mindestens einer dieser Rüpel und hat gestört. Ein Benehmen wie bei Terriers unterm Sofa! Ich habe denen empfohlen, mal die Vaterschaft klären zu lassen, aber das gab gleich eine Rüge von Mama, dabei stimmt’s.

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Sie nennen mich Willi – ein Schweißhundwelpe erzählt

Eine Kolumne von Robert Saemann-Ischenko

1. Folge: Weg von Mama, verdammt!

Wau, hier geht’s ja ab! Gestern abend kamen neue Menschen vorbei und haben mich besucht. Meine Geschwister schon auch, aber vor allem mich, das habe ich genau gemerkt. Die haben mich voll genau angeschaut und überall begrabbelt und ständig hochgehoben, und dazu haben sie gequietscht, als würde ihnen jemand auf die Pfoten treten. Mama fand die nett, aber Mama findet immer alle nett. Tante Jolana ist da schon kritischer, die bellt immer erst mal wie wild. Aber wenn man genau hinhört, merkt man, dass sie auch nur auf den Schoß will. Wobei es mit dem Hinhören bei den Menschen so eine Sache ist, die merken ja nicht viel. Wenn ich mit meinen sechs Schwestern und Brüdern in der Vorzeigekiste bin (Mama nennt sie immer „Catwalk“, keine Ahnung warum), wissen die Menschen nach ein paar Wuseleinheiten nicht mehr, wer wer ist, obwohl wir uns ja nun echt total unterschiedlich anhören und -riechen. Und von tiefer Nase haben diese Zweibeiner auch noch nichts gehört, das sagt ja schon alles.

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Wer ortet, der findet

Tracker-Hundeortungssystem im Langzeit-Praxistest

Der finnische Hersteller von Hundeortungsgeräten und -software, Tracker Inc., hat dem Jawina-Test-Team mehrere G500FI-Halsungen und Testlizenzen für die Tracker-App zur Verfügung gestellt. Wir haben damit in der vergangenen Drückjagdsaison verschiedene Stöber- und Schweißhundeführer ausgestattet, die in dem mehrmonatigen Testzeitraum Hard- und Software im härtesten Praxiseinsatz ausgiebig getestet haben. Der folgende Testbericht ist das Resümee aus den Praxiserfahrungen unserer Tester.

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Jetzt ist es amtlich: Tracker-Hundeortungs-App mit neuem Kartenmaterial

Feld- und Waldwege bis zur Rückegasse, Seen, Tümpel, Rinnsale, die Namen von Wald- und Naturschutzgebieten und anderen markanten Geländeformationen wie Wiesen, Hügeln oder Sümpfen: Die neuen Topo-Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz der finnischen Hundeortungs-App Tracker for Android 2.0™ warten mit verblüffendem Detailreichtum auf. Und darauf ist Verlass, denn das Kartenmaterial basiert auf den Daten der jeweiligen Bundes- und Landesämter für Kartografie und Geodäsie.

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IWA-Nachlese 2: Hundeschutzweste mit integrierter Wolfs-Abwehr

Wolfsangriffe sind Todesursache Nr. 1 bei Stöberhunden in Schweden – diese Hundeschutzwesten-Kombination des schwedischen Herstellers Dogtech verspricht Schutz bei Attacken von Wildschwein und Wolf.

Die Schweden haben bei der Entwicklung der Hundeschutzweste Protector Pro einen innovativen Ansatz verwirklicht: Unter der strapazierfähigen Außenhaut aus kräftigem Nylongewebe (Cordura), steckt ein aus Neopren geschneiderter Kern – das ist das Material, aus dem Taucheranzüge bestehen. Die Neoprenschicht hält den Hund warm, falls er bei der Jagd in eiskaltes Wasser fällt, was im Winter, wenn Flüsse und Seen mit einer dünnen Eisschicht überfroren sind, bekanntermaßen eine reale Gefahr darstellt. Außerdem gewährt die Weste einen gewissen Auftrieb: Das soll verhindern, dass der Hund ertrinkt.

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Bayern: Jäger gründen Jagdhunde-Solidarkasse

Die Mitglieder des Jagdvereins Gunzenhausen haben auf ihrer Jahresversammlung im mittelfränkischen Pfofeld (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) die Gründung einer Solidarkasse für Jagdhunde beschlossen. Das berichtet das Nachrichtenportal nordbayern.de. Wird ein Jagdhund beim Jagdeinsatz verletzt oder kommt er dabei gar zu Tode, so können aus der Solidarkasse Tierarztkosten oder die Neuanschaffung eines Jagdhundes gefördert werden. Ähnliche Versicherungen bieten die Landesjagdverbände anderer Bundesländer wie z.B. Brandenburg, bereits an, doch in Bayern sind die Gunzenhausener damit Vorreiter.

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Thüringen: Aujeszky-Virus bei Wildschwein nachgewiesen

Gefahr für Jagdhunde und Hausschweine

Bei Oettersdorf im Saale-Orla-Kreis in Thüringen hat das Veterinäramt bei einem am 23. Oktober gestreckten Wildschwein das Aujeszky-Virus nachgewiesen. Der für Menschen ungefährliche Erreger stellt fürJagdhunde, die beim Stöbern oder auf der Nachsuche mit infiziertem Wild in Berührung kommen, eine tödliche Gefahr dar. Die meisten infizierten Säugetiere überleben die Erkrankung (AK, Pseudowut) nicht.

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Jeder zweite stirbt an Krebs

Strahlentherapie beim Jagdhund

Bei häufigen Erkrankungen wie Krebs oder Arthrose gelten unsere vierläufigen Jagdhelfer schnell als austherapiert – und werden eingeschläfert. Die Strahlentherapie verspricht Linderung und Heilung in Fällen, die bislang als aussichtslos galten.

„Hunde leiden doppelt so häufig an Krebs wie Menschen“, erklärt der renommierte Jagdkynologe und Tierarzt Prof. Dr. Hans Wunderlich, „Bei bestimmten Tumoren, Sarkomen etwa, ist ihr Risiko sogar bis zu 15mal höher“. Wunderlich ist Gründer der Tierarztpraxis in Bestensee, einem kleinen Ort 35 Kilometer südlich von Berlin. In der Gemeinschaftspraxis arbeiten wie in einer Poliklinik verschiedene Fachärzte und Spezialisten unter einem Dach zum Wohl ihrer vierbeinigen Patienten zusammen. Die Tierarztpraxis ist eine der wenigen in Deutschland, die über eine eigene Abteilung für Strahlenheilkunde verfügt.

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Mit der Brandl in die neue Welt

Ein Beitrag von Joachim Ernst

Vor zwanzig Jahren haben meine Frau und ich immer einmal wieder an der GreenCard-Lotterie der USA teilgenommen. Damals wild entschlossen, sofort alles stehen und liegen zu lassen und das eigene Glück in der Neuen Welt zu schmieden. Gewonnen hatten wir nie. Jetzt, zwanzig Jahre später, kommt bei einer Tasse Kaffee das Gespräch auf die alten Zeiten und mehr aus einer Laune, denn aus Ernsthaftigkeit heraus, füllen wir das Bewerbungsformular erneut aus. Es kommt wie es kommen muß. Nach einigen Monaten liegt die Gewinnbenachrichtigung im Briefkasten. Der Schreck war eindeutig größer als die Freude, aber das sich anschließende Auswahlverfahren bei der US-Botschaft, bei dem noch einmal die Hälfte der Gewinner aussortiert wird, wollten wir doch mitmachen. Auch das haben wir erfolgreich überstanden und mussten uns nun entscheiden. Letztlich haben wir uns entschieden und sind samt unseres nun dreieinhalb Jahre alten Brandlbrackenrüden Argos vom Basenberg nach New Hampshire in die USA gezogen.

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Hundeortung: Empfohlenes Update von Tracker

Tracker for Android Update 1.18 ist zum Download verfügbar

Tracker, der finnische Hersteller von Hundeortungssystmen, hat eine neue Version der App veröffentlicht und empfiehlt den Download. Neu in Version 1.18 ist laut Hersteller die verbesserte Betriebsleistung in Gebieten, in denen eine Tracker Live Verbindung mangels Netzabdeckung kaum möglich ist oder bei unterbrochener Internetverbindung.

Außerdem ist die Beschreibung der Fehlermeldungen jetzt verständlicher gestaltet. Die ebenfalls neuen Standardeinstellungen ermöglichen Benutzern aus der Benutzerliste, das Handy über SMS zu orten – auch wenn die Tracker-App nicht aktiv ist. Das GPS muss dazu eingeschaltet sein, was bei Smartphones ja üblicherweise der Fall ist. Diese Funktion ist nützlich, etwa wenn das Telefon verloren gegangen oder der Jäger in Not geraten ist. Zur Aktivierung muss im Menü unter Einstellungen die Ortungserlaubnis aktiviert sein.

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Hundeortung: Alter Finne!

Tracker Hundeortungs-Halsbänder G400FI™ und G500FI™: Noch schneller, noch zuverlässiger, noch hochwertiger

 Die neuen Ortungshalsbänder Tracker G400FI™ und G500FI™ nutzen neben dem GPS-System auch die GLONASS-Satelliten. Das sorgt für noch schnellere und zuverlässigere Positionsbestimmung – auch unter schwierigsten Bedingungen.

 G400FI™ und G500FI™ sind jetzt „Made in Finland“ und damit noch hochwertiger verarbeitet. Software-Updates erfolgen bei beiden Ortungs-Halsbändern nun über GPRS – den Paketdatendienst im Handynetz – und sind so von jedem Anwender leicht selbst durchzuführen. Das G500FI™ kann zudem Tonbefehle an den Hund übertragen, die bei der Dressur mit Befehlen wie „Pfui!“ oder „Komm zurück!“ verknüpft werden können – superpraktisch, um den Hund am Ende des Treibens an den Stand zurückzurufen.

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Jagen mit Dachsbracken: USE ENOUGH DOG!

„Loisl! Loisl!!! Apport!!!!! LOISL, DU ARSCHLOCH, APPORT HAB ICH GESAGT!!!!“ Während Loisls Herr am Ufer des Wassergrabens zum HB-Männchen mutiert, Puls und Blutdruck auf beängstigende Werte steigen, setzt Dachsbrackenrüde Loisl mit der die Rasse auszeichnenden Gelassenheit seine zersetzende Tätigkeit fort. Unbeeindruckt von Geschrei und Gefuchtel, die ihm zugedachten unziemlichen Bemerkungen großmütig überhörend, schwimmt er auf die apportierenden Vorstehhunde zu und nimmt ihnen mit der Ruhe und Bestimmtheit, die ein überlegenes Selbstbewusstsein verleiht, die Enten aus dem Fang, um sie ans gegenüberliegende Ufer zurückzubringen. Dort versteckt er sie, sicher verwahrt vor dem Zugriff zwei- und vierbeiniger Jagdkonkurrenten, im dichtesten und dornigsten Gestrüpp.

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Oskars Welt: Ein ungenehmigter Ausflug

Also nachdem ich gestern rausgefunden habe, wie tief die Dahlienzwiebeln von Frauchen eingebuddelt sind, habe ich mir heute früh überlegt, ob ich wohl durch den Zaun passe! Mein Frauchen war gerade mit einem Kaffee und dem Gartenschlauch ganz entspannt am sprengen, als mein Kumpel Tobi (du weißt schon, unser Kater) vor meinen Augen durch den Zaun geschlüpft ist. Meinen Hochsicherheitstrakt hinten im Garten durfte ich nämlich verlassen, weil Frauchen sich gedacht hat… na ja, du weißt schon. Also was der kann, kann ich schon lange, hab ich mir gedacht…

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