Schlagwort-Archive: Jagdgegner

Rheinland-Pfalz: Feiger Anschlag – Hochsitz angesägt

In dem Zeitraum zwischen Sa. 04.11.2017 und So. 05.11.2017 wurde im Jagdbezirk Sinzig Bad Bodendorf (Landkreis Ahrweiler) ein ca. fünf Meter hoher Hochstand einer Jagdgemeinschaft angesägt. Wie die Polizei mitteilt, sägten unbekannte Täter eine Hauptstütze des Hochstandes bis zur Hälfte schräg an. Glücklicherweise wurde diese Beschädigung durch einen Jäger entdeckt, bevor er auf den Hochsitz aufstieg. Die Beschädigung war nach Auffassung der Ermittler geeignet den Hochsitz beim Besteigen zum Einsturz zu bringen. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Hinweise zu dem Täter bitte an die Polizeiinspektion Remagen Tel.: 02642/93820. PM

Beitragsbild: Angesägte Kanzel (Archivbild). Foto: SE

Afrikaner kritisieren deutsche Naturschützer

Die unreflektierte neokolonialistische Attitüde deutscher Naturschützer ruft in Afrika immer schärfere Kritik hervor. In der Allgemeinen Zeitung Namibia (AZ) bringt Redakteur Frank Steffen den Unmut vieler Opfer hiesiger Besserwisserei auf den Punkt: „Ob sich manche Naturschützer wirklich Gedanken zur praktischen Ausführung des nachhaltigen Naturschutzes machen?“ fragt sich Steffen in seinem Kommentar „Namibia braucht die Jagd“ (Registrierung erforderlich) und regt an, „einfach mal versuchen, Vorstellungen und Überzeugungen mit der Realität in Verbindung zu bringen.“

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Seinen Jagdinstinkt zu leugnen, kann psychisch krank machen

Der amerikanische Autor James A. Swan hat sich auf der NRA-Seite American Hunter unter dem Titel „An Accurate Psychology Of Hunting“ mit der Psychologie von Jägern und Jagdgegnern beschäftigt (mehr dazu hier). Swan geht von dem Sachverhalt aus, dass zwar 79 Prozent der Amerikaner eine ethische, nachhaltige Jagd befürworteten, es aber dennoch in Amerika heute nur so viele Jäger gäbe wie vor 50 Jahren, als das Land nur halb so viele Einwohner hatte. Warum jagen so wenige Leute, fragt er, zumal es doch reichlich Wild gebe. Studien hätten darauf in der letzten Zeit verschiedene Antworten geliefert: Zum einen führen die Befragten als Gründe für ihre Jagd-Abstinenz zu wenig Freizeit bei zunehmenden familiären und beruflichen Verpflichtungen an, und auch, dass sie keinen Zugang zur Jagd fänden.

Aber es gibt noch einen anderen Grund: 56 Prozent der von dem Psychologen Simon Bronner Befragten führten an, dass sie mit Anti-Jagd-Einstellungen und Jagdgegnern konfrontiert worden sein. Die schlechte Nachricht ist also, dass die Anti-Jagd-Propaganda bei einigen Leuten funktioniert: Sie kommen nicht auf die Idee, einen Jagdschein zu machen oder verkneifen sich den Wunsch, weil sie fürchten, von militanten Jagdgegnern zu unmoralischen oder psychisch gestörten Personen (Sadisten, Lustmördern, man kennt das…) erklärt zu werden. Wollen wir doch mal sehen, wer hier psychisch krank ist, mag sich James A. Swan gedacht haben – und ist der Psychologie von Jagd und Jagdgegnern vor dem Hintergrund „seiner Erfahrung als pensionierter Professor für Psychologie und Umwelttechnik an vier Universitäten“ nachgegangen – mit interessanten- und für Jagdgegner eher unerfreulichen – Ergebnissen.

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NRW: Remmel nimmt Anti-Jagd-Petition entgegen

Remmel droht: Jagdgesetz 2018 wieder Thema

Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hat auf einer Veranstaltung, die eigentlich als Werbeveranstaltung für den Wolf gedacht war, eine Anti-Jagd-Petition entgegen genommen: Eine Remscheiderin namens Brita Günther überreichte eine Petition gegen die Bejagung des Rotfuchses, die 62.000 Bürger unterzeichnet haben sollen, wie der Remscheider General-Anzeiger (rga) berichtete. Die Petition soll dem rga zufolge von dem Rheinisch-Bergischen Naturschutzverein RBN „und dessen Schwesterverband Nabu“ unterstützt worden sein, womit die sogenannten Naturschutzvereine wieder einmal beweisen, dass ihnen der Schutz zahlreicher Rote-Liste-Arten von Feldhase bis Kiebitz vor opportunistischen Allerwelts-Prädatoren wie dem Rotfuchs egal ist, wenn es gegen die Jäger geht und dem Spendenaufkommen dient. Remmel musste die engagierte Remscheiderin, was die „baldige Umsetzung in eine Gesetzesvorlage“ (rga) angeht, jedoch vertrösten: Frühestens 2018 laufe „der vereinbarte Kompromiss im neuen Jagdgesetz aus“, sagte der Minister dem rga zufolge. SE

Beitragsbild: Erlegte Füchse. Foto: SE

Wegen Beleidigung von Jäger: Präsident der Tierschutzpartei verurteilt

Der Präsident der Europäischen Tierschutzpartei, Enrico Rizzi (27), ist von einem Gericht in Trient (Südtirol) zu einer Haftstrafe von zwei Monaten auf Bewährung und zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er einen Jäger in verleumderischer Weise beleidigte. Rizzi hatte wenige Minuten, nachdem der Tod des Regionalpräsidenten Diego Moltrer bekannt geworden war, auf Facebook seiner Freude über das Dahinscheiden des Jägers Ausdruck verliehen. Moltrer starb 2014 im Alter von 48 Jahren auf einem Jagdausflug an einem Herzinfarkt, er hinterließ seine Frau und drei Kinder. Er wünsche sich, dass alle Jäger das gleiche Ende nehmen wie Moltrer, hatte Tierfreund Rizzi auf Facebook gepostet. Nun wisse er, was es heiße, zu sterben. Seine Ausfälle hatte er dem Onlineportal Trentino zufolge mit etlichen Glücks-Emoticons garniert. In einem Radio-Interview hatte Rizzi zudem bekräftigt, wie „glücklich über den Tod“ des „berüchtigten, feigen Mörders“ er sei. Für diese Äußerungen hat das Gericht ihn nun zu der Bewährungsstrafe und zu Schadensersatzzahlungen von jeweils 6000 Euro an jedes von Moltrers drei Kindern und seine Ehefrau, sowie jeweils 5000 Euro an dessen Schwester und Mutter verurteilt. SE

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Jäger in der Defensive

Eine Jagdgesellschaft, die kurz vor dem Jahreswechsel eine Niederwildstreife bei Neuötting (Bayern, Landkreis Altötting) durchführte, erlebte bei der Rückkehr zu ihren Fahrzeugen eine unliebsame Überraschung: Jagdgegner hatten bei fünf der Fahrzeuge die Luft aus den Reifen abgelassen. Die Jäger werten den Vorfall einem Bericht des Alt-Neuöttinger Anzeigers zufolge als Beleg dafür, dass die Aggressivität ihnen gegenüber zunehme. Man habe sich ja schon daran gewöhnt, dass man „draußen mal blöd angeredet wird“, zitiert das Blatt einen der betroffenen Jäger, aber es werde immer schlimmer: „Umgeworfene Jagdkanzeln, mutwillige Beschädigungen, Beschimpfungen. Er kenne Jäger, die sich draußen „fast schon verstecken.“ Er wolle sich jedoch weder noch schämen.

Mit einer anderen Form der Gegnerschaft müssen sich Jäger bei Hückeswagen (NRW, Oberbergischer Kreis) auseinandersetzen:

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Jagdgegner-Anwalt fühlt sich gemobbt

Dominik S., der Rechtsanwalt, der die Aufhebung der sogenannten Zwangsbejagung in Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erstritt, fühlt sich gemobbt. Und zwar „nicht von Jägern oder der IHK“, sondern von seinen ehemaligen Verbündeten, wie S. auf seiner Internetseite schreibt. Wie das sein könne, barmt S., habe man doch „riesige Erfolge zusammen gefeiert“, und er habe sich doch „über viele Jahre für ein Appel und Ei für die Jagdgegner“ eingesetzt, „ohne dabei zwischen Werk- und Feiertagen zu unterscheiden.“ S. beklagt, dass er ausgerechnet von Jagdgegnern „schwer gemobbt“ und von „entsprechenden Mandanten strukturell gestalkt“ werde, so dass er gezwungen gewesen sei, „etliche Mandate in diesem Bereich niederzulegen.“ Dies habe mit einer „Glaubensgemeinschaft“ zu tun, für die er im Bereich „Jagdzwang“ tätig gewesen sei. S. hatte Medienberichten zufolge bei seinen Klagen eng mit einer jagdfeindlichen Sekte zusammen gearbeitet. Eines Tages habe er zufällig erfahren, „welche Motive bzw. Seilschaften tatsächlich hinter dieser „Glaubensgemeinschaft“ stecken“ und die Zusammenarbeit beendet, so S.

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Jetzt auch in Österreich: Zwangsbejagung vor Gericht

Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) wird sich mit der Zwangsbejagung von Grundstücken befassen müssen, wie die Kleine Zeitung berichtet. Bislang hat ein Waldbesitzer in Österreich keine Chance, die Bejagung seiner Liegenschaften zu verhindern. Im Sinn einer im Allgemeininteresse liegenden, flächendeckenden, praktikablen Bejagung, einer effizienten Kontrolle des Wildbestands und der Vermeidung von ausufernden Wildschäden sah das österreichische Jagdgesetz keine Ausnahmen vor. Ein Waldbesitzer aus Kärnten will das jetzt ändern. Im Oktober 2014 hatte der Oberkärntner bei der Bezirkshauptmannschaft in Spittal einen Antrag gestellt, sein 6,5 Hektar großes Waldstück jagdfrei stellen zu lassen.

Der Kläger argumentierte, er lehne die Jagd aus ethischen Gründen ab, was er durch seine „beinahe vegane“ Lebensweise dokumentiere. Außerdem seien die Wildbestände infolge der Ausrottung von Wolf, Luchs und Bär viel zu hoch. Es sei infolgedessen unmöglich, einen Jungwald hochzuziehen. Die Wildbestände sollen nach der Vorstellung des Kärntner Klägers aber nicht durch Jagd, sondern durch Wiederansiedlung der genannten Prädatoren und „Unterlassen von Fütterung“ reguliert werden. Die Bezirkshauptmannschaft lehnte den Antrag mit der Begründung ab, dass eine Befreiung aus ethischen Gründen im Landesjagdgesetz nicht vorgesehen sei. Der VfGH wird nun die Verfassungsmäßigkeit des Jagdgesetzes überprüfen, ein entsprechender Prüfungsbeschluss ist am 10. Dezember 2015 ergangen.

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Bayern: Proteste gegen Drückjagden der Staatsforsten

„Immer lauter und mehrstimmiger“ werden einem Bericht des Alt-Neuöttinger Anzeigers zufolge die Proteste gegen Drückjagden auf Rehwild, die in Staatswäldern im oberbayerischen Landkreis Altötting betrieben werden. Am vergangenen Freitag haben sich ca. 30 Drückjagd-Gegner zu einer „Mahnwache“ an einer Straße eingefunden. Auf Transparenten waren Parolen wie „Drückjagd ist Massenmord“ zu lesen. Die Jagdgegner behaupten, dass bei den Drückjagden „Tiere gehetzt“ und unsauber geschossen würden. Die örtliche Jägerschaft ließ sich dem Zeitungsbericht zufolge nicht die Gelegenheit entgehen, die Aussagekraft des Vegetationsgutachtens anzuzweifeln, auf dessen Grundlage die Abschusszahlen festgelegt werden. Zugleich wurde aber betont, dass gegen die Jagdmethode grundsätzlich nichts einzuwenden sei, wenn „sauber gearbeitet“ werde.

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Streitigkeiten zwischen Jagdgegnern und Jägern eskalieren

Die juristischen und mitunter handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen militanten Jagdgegnern und -störern und Jägern steuern vielerorts auf eine neue Eskalationsstufe zu. Bei einer Gatterjagd in Hausbrunn (Niederösterreich, Bezirk Mistelbach) soll ein Jäger auf einen Jagdgegner angelegt haben, wie das Nachrichtenportal NÖN.at berichtet. Auf dem angeblichen Beweisfoto ist aber eher zu erkennen, dass der Jäger nicht genau in Richtung des Fotografen zielt.

Bei einer Fasanenjagd im Burgenland soll eine Jagdgegnerin angeblich von Maskierten „mit einer ätzenden und brennbaren Flüssigkeit“ überschüttet worden sein. Der Polizei ist, einem Bericht von Heute.at zufolge, von dem angeblichen „Säureattentat“ jedoch nichts bekannt. Just der Vertreter des militanten Jagdgegner-Vereins gegen Tierfabriken (VgT), Martin Balluch, der behauptet, von einem Jäger mit der Waffe bedroht worden zu sein (s.o.), forderte in Heute.at, dass die Polizei aufhören solle, „die Privat-Security von Mensdorff-Pouilly  [des Jagdveranstalters] zu spielen.“ Dies wäre freilich sofort möglich, wenn der VgT von seinen rechtswidrigen Jagdstörungen Abstand nähme und sich auf Protest im Rahmen der demokratischen Rechtsordnung beschränkte…

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Dummheit setzt sich ein Denkmal

Für Aufregung sorgt derzeit ein Foto, das ein Mitglied der Facebook-„Gruppe der waldfreundlichen Jäger“ auf den Seiten des sozialen Netzwerks gepostet hat, wie die Passauer Neue Presse (PNP) berichtet. Darauf ist ein erlegter Rehbock zu sehen, dem anstelle des Bruchs eine „Zigarette danach“, wie der Erleger witzelt, in den Äser gesteckt wurde. Ein bezeichnendes Gehabe der Öko-Jäger-Fraktion, der es oft genug nicht reicht, anderer Meinung zu sein als die Traditions-Jäger und entsprechend anders zu jagen, sondern die im Hochgefühl ihrer vermeintlichen ideologischen Überlegenheit und Zeitgeistkompatibilität ein Riesenvergnügen daran finden, die verlachte und verachtete Lodenjockel-Fraktion zu verhöhnen und zu provozieren. Das besorgt auf dem peinlichen und zu Recht als anstößig kritisierten Foto nicht nur die Kippe, sondern auch die Sturmgewehr-ähnliche Knarre, die nicht nur den Traditionsjägern, sondern auch der kosnternierten Öffentlichkeit unmissverständlich klarmacht, worum es der Öko-Fraktion zu gehen scheint: Um einen mit aller Rücksichtslosigkeit zu führenden Krieg gegen die bösen Waldschädlinge und Knospenfresser.

Weder über die Intelligenz, noch über den Charakter von Jägern (auf beiden Seiten), die so viel Freude dabei empfinden, Öl ins Feuer einer letztlich läppischen Auseinandersetzung zu gießen und das Zerwürfnis der Jägerschaft wie einen langwierigen, verbissenen Nachbarschaftsstreit am köcheln zu halten, möchte ich mich hier äußern – eine angemessene Würdigung ohne strafrechtlich relevante Wortwahl erscheint kaum möglich. Noch dem dümmsten Legalwaffenbesitzer und Jagdscheininhaber müsste doch klar sein, dass die mit Inbrunst zelebrierte Zerstrittenheit der Jägerschaft der Sache der Jagd insgesamt schadet und unseren Gegnern in die Hände spielt. Bilder wie das von jenem „waldfreundlichen Jäger“ gepostete, die jede Achtung vor der Kreatur vermissen lassen, sind ein gefundenes Fressen für Jagdgegner. Muss man wirklich daran erinnern: Wir Jäger sind eine kleine, privilegierte, von der Öffentlichkeit zunehmend argwöhnisch beäugte Minderheit – und die Mehrheit entscheidet darüber wie und ob wir in Zukunft noch jagen. SE

Beitragsbild: Der verlinkte Artikel in der Passauer Neuen Presse, Copyright: PNP

Stürmischer Jagdgegner

„War heute früh im Revier: Banane und Friedhofskanzel sind von Felix, dem Jagdgegner umgemöllert worden“, meldet Holgi per Whatsapp: „Was ein Glück, dass keiner von uns aufgebaumt hatte: Die Balken im waren im Boden nur noch Schwämme.“ Auf Nachfrage, ob Holger den Jagdgegner Felix persönlich kenne und man mal ein, äh, persönliches Gespräch anberaumen müsse, gibt es folgende Aufklärung: Das gleichnamige „olle Sturmtief“ war gemeint. Ach sooo.

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Land Rover reagiert auf Vorwürfe

Land Rover Deutschland hat auf Vorwürfe reagiert, das Unternehmen unterstütze Jagdgegner. In einer Stellungnahme des Unternehmens heißt es dazu: „Land Rover hat sich zu einem globalen, nachhaltigen Umweltschutz verpflichtet, der viele Projekte und Ansätze auf der ganzen Welt umfasst. Wir haben eine lange Tradition in diesem Bereich und werden auch weiterhin aktiv ein umfassendes Programm für den Tier- und Naturschutz sowie die Bekämpfung der Wilderei und der Wildtiererhaltung unterstützen.

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Umfrage: 60 Prozent der Städter lehnen Jagd ab

Das Linzer Marktforschungsinstitut „market“ hat eine Studie unter dem Titel „Weckruf an die Jäger: Jäger im Visier der urbanen Gesellschaft“ veröffentlicht. Auf der Internetseite des Unternehmens werden die Ergebnisse zusammen gefasst: „Die Entfremdung zwischen Jägern und urbaner Gesellschaft ist unübersehbar.“, heißt es dort. Der moderne Städter habe „so seine Zweifel an der Jagd und besonders mit den Jägern.“ Die Haltung: „Die Natur regelt sich selbst“ nehme zu und werde „zum Warnruf an die Jagd.“ Auf der anderen Seite gelinge es den Jägern immer weniger, ihr Tun glaubwürdig zu erklären.

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DJV verurteilt Kirchenschändung

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat auf der Facebook-Seite des Verbandes einen Link auf den gestrigen Jawina-Bericht über eine Kirchenschändung militanter Jagdgegner gepostet. Vor einer Hubertusmesse war die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende St. Peter und Paul Kirche mit Parolen und Farben beschmiert sowie das Türschloss beschädigt worden. Der DJV verurteilt „diese neue Stufe des Extremismus“ und ruft Kritiker der Jagd zu einer sachlichen und vernünftigen Diskussion auf. Ideologisch motivierte Beschädigung von jahrhundertealten Kulturschätzen könne nicht hingenommen werden, so der DJV auf Facebook.

Berlin: Jagdgegner schänden Welterbe-Kirche

Unmittelbar vor einer ökumenischen Hubertusmesse zum Hubertustag am 3. November haben militante Jagdgegner die evangelische St. Peter und Paul Kirche auf Nikolskoe in Berlin Wannsee mit Farbe und Parolen beschmiert und das Türschloss mit Silikon verklebt. Die Kirche gehört mit der Potsdamer Schlösser- und Parklandschaft seit 1990 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Im Vorfeld der Hubertusmesse hatten mehrere militante Jagdgegner- und Tierschutzgruppierungen im Internet zu Aktionen aufgerufen. Wegen des zugeklebten Türschlosses und der auf der Schwelle des Gebäudes ausgekippten roten Farbe mussten die Besucher der Hubertusmesse die Kirche durch einen Nebeneingang betreten.

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NRW: LJV nimmt zu Forderung nach Jagdverbot Stellung

Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen mahnt, in der aktuellen Diskussion um die Novellierung des Landesjagdgesetzes bei den Tatsachen zu bleiben. Anlass sind Forderungen diverser Verbände, die praktisch auf ein Verbot der Jagd in dem Bundesland hinauslaufen. Der LJV NRW fordert „Expertenwissen gegen Ideologie und Pharisäertum, Öffentlichkeit ehrlich informieren, nicht irreführen!“ „Mit der aktuell vorgestellten Resolution katapultieren sich die unterzeichnenden Verbände selbst aus dem Kreis der seriösen Gesprächspartner bei der Diskussion um ein neues Jagdrecht in NRW“, sagt Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen.

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Verbände starten Kampagne gegen Jagd

Diverse Verbände in Nordrhein-Westfalen, darunter Nabu, Bund, Peta, der deutsche Tierschutzbund und das „Komitee gegen den Vogelmord“ haben im Vorfeld des Bundesjägertages eine Kampagne gegen die Jagd gestartet. Die Forderungen nach einer „Reform“ des Jagdrechts laufen auf ein Verbot der Jagd mit Ausnahme einer stark eingeschränkten und reglementierten Schadwildbekämpfung hinaus. Nach dem Willen der Kampagnen-Betreiber sollen u.a. Fallenjagd, Fütterung, Beizjagd, Haustierabschuss und die Ausbildung von Jagdhunden an lebendem Wild verboten werden. Außerdem wird eine drastische Kürzung des Katalogs jagdbarer Arten gefordert. Nach Informationen der Bild-Zeitung blieben nur sechs jagdbare Arten – allesamt Schalenwildarten – erhalten. Außerdem wird eine Verkürzung der Jagdzeiten und das generelle Ende der Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft gefordert.

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Jägerin darf Tierheim-Hunde nicht ausführen

„Tierfeunde“ mobben junge Jägerin.

Sie hatte es nur gut gemeint: Eine 20jährige Jägerin aus Menden im Sauerland (NRW, Märkischer Kreis) hat dem Tierheim Iserlohn angeboten, Tierheimhunde auszuführen und Gehorsamsübungen mit ihnen zu machen. Das Tierheim lehnte ab. Die Jägerin vermutete, dass dies geschah, weil sie Jagdscheininhaberin ist, wie die WAZ berichtete. Das Tierheim bestreitet indes, ein Problem mit Jägern zu haben. Man habe aber ein Problem, wenn diese die Hunde „falsch erziehen“ würden – was das Tierheim bei Jägern offenbar voraussetzt.

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Brandenburg: Hochsitz angesägt – 74jähriger Jäger abgestürzt

Der 74jährige Peter Hupfer aus Oranienburg wollte in der Nacht vom 29. auf den 30. Mai auf Wildschweine jagen. Um 0.30 Uhr bestieg er seinen Hochsitz , doch beim Erklimmen der Leiter brach plötzlich eine Sprosse. Der Jäger stürzte aus knapp zwei Metern Höhe rückwärts auf den Kopf. „Ich hätte tot sein können“, sagte Hupfer. „Der Holm wurde von unten so angesägt, dass ich das gar nicht sehen konnte.“ Doch er hatte Glück im Unglück. Nachdem er eine Weile benommen am Boden liegen geblieben war, konnte er noch selbstständig in die Notaufnahme fahren. Dort stellte man eine schwere Stauchung der Halswirbelsäule fest, „Ich kann meinen Kopf nicht bewegen und mir ist oft schwindelig“, beschreibt Hupfer seine Beschwerden. „Gebrochen ist glücklicherweise nichts.“

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Braunschweig: Kanzelsäger als Bürgermeister?

Von unserem Gastautor Frank Martini, www.wildhygiene.de

Einen üblen Spaß haben Unbekannte mit dem CDU-Kandidaten für Wahl des Braunschweiger Oberbürgermeisters getrieben. Unter dem Namen Hennig Brandes erschien im Februar in einem linken Internetportal das vermeintliche Selbstbekenntnis des Politikers, er habe im örtlichen Querumer Forst „sechs Hochsitze auf den Boden gelegt“, damit seine „ehemaligen Jagdkollegen ihre rückwärtsegwandte Praxis so nicht weiter fortsetzen“ könnten. Die „Jagd in unserer schönen Stadt“ sei nicht weiter tragbar. Außerdem habe er „auch Lücken in einem Gehegezaun geschaffen“, damit „die Tiere sich freier bewegen können und bessere Chancen haben, bei Bedarf zu flüchten“.

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Selbsternannte Vogelschützer stören Gänsejagd

Bei einer Gänsejagd am Galenbecker See in Mecklenburg-Vorpommern haben selbsternannte Vogelschützer vom „Komitee gegen den Vogelmord“ die Jagdausübung gestört. Die beteiligten Jäger haben jetzt Anzeige gegen die Aktivisten wegen Jagdstörung erstattet. Zuvor hatten die Jagdgegner massive Vorwürfe gegen die Jäger erhoben, die diese entschieden zurückwiesen. Nach Darstellung der Jäger im Nordkurier sah sich der Jagdleiter genötigt, die Jagd abzubrechen, weil Jäger von Jagdgegnern massiv bedrängt und beleidigt worden seien.

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„Tausende“ Enten ausgesetzt? „Komitee gegen Vogelmord“ erstattet Anzeige

Die Jagdgegner vom „Komitee gegen den Vogelmord e.V.“ beschuldigen Revierpächter im Kreis Kleve (NRW), „tausende“ von Hochbrutflugenten in Gewässern am Niederrhein und im Münsterland ausgesetzt zu haben. Die Vogelschützer haben alle betroffenen Revierpächter wegen Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz sowie gegen Bestimmungen des Landesjagdgesetzes angezeigt. Die Pressesprecherin des Kreises Kleve bestätigte den Eingang der Anzeigen bei Unteren Jagdbehörde. Das Komitee gegen den Vogelmord hat auf seiner Internetseite eine „Dokumentation“ veröffentlicht, auf der nicht nur von Enten überbevölkerte Gewässer, sondern auch massive Fütterungen zu sehen sind.

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Interview: Gemischte Gefühle

Ein Gespräch über die Psychologie von Jägern, Nichtjägern und Jagdgegnern, über die Zusammenhänge von Aggression, Jagdtrieb und Sexualtrieb und die Lust am Töten.

Frage: Herr Prof. Dr. Heubrock, Sie haben sich in verschiedenen Studien mit der Psychologie der Jagd und der Jägerpersönlichkeit beschäftigt. Welche Motivation, welchen Anlass gab es für diese Forschungen?

Prof. Heubrock: Nach den Amoktaten von Erfurt und Winnenden wurde Waffenbesitz in Deutschland zunehmend zum Problem erklärt. Es gab Gruppen besorgter Eltern, die forderten, es dürfe in unserer Gesellschaft keine Waffen geben – weder bei Sportschützen, noch bei Jägern. Da haben wir uns gefragt: Wie gefährlich sind Legalwaffen und deren Besitzer denn wirklich? Also haben wir uns zunächst einmal die Kriminalstatistik angeschaut und den – öffentlich nicht zugänglichen – Waffen- und Sprengstoffbericht der Bundesregierung ausgewertet, in dem es darum geht, welche Tatwaffen bei Tötungsdelikten Verwendung finden.

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