Schlagwort-Archive: Jagd

Was Jagd ist und was nicht

Rezension Antje Joel: Jagd

In dem Buch von Antja Joel mit dem schlichten Titel „Jagd“ geht es, wie ich in anderem Zusammenhang schon mal äußerte, eigentlich weniger um die Jagd als solche, sondern eher darum, was man in der Jagd sucht und nicht findet. Freiheit schon mal nicht: „Jagd in Deutschland ist nicht Freiheit. Es ist ein exklusives, streng limitiertes und reglementiertes „Vergnügen“. Stocksteif und starr wie Magda.“ Magda ist die protofaschistische Ausbilderin in dem von Gruppenzwang und Konformitäts- und Zugehörigkeitsritualen geprägten Jungjägerkurs, den Joel seinerzeit besucht hat – eine Schilderung, die viele für authentisch halten dürften, da sie ähnliches erlebt haben. Seit sie vor ca. 20 Jahren die Jägerprüfung bestand, hat sie kein Stück Wild geschossen: „Ich bin kein Jäger. Ich war seit Ewigkeiten auf der Jagd. Hatte schon vor Jahren scheinbar jedes Interesse an ihr verloren. Meine Waffen verkauft. Vorbei. Ich dachte, das lag daran, dass die Jagd, so wie ich sie in braven deutschen Wäldern erlebt hatte, nicht meinen Vorstellungen von ihr entsprach. Nicht: lebhaft, natürlich, erfrischend. Sondern: behäbig, steril und altbacken. Ich dachte, es lag daran, dass ich mit den Jägern, wie ich sie in ernüchternder Überzahl kennengelernt hatte, nichts gemeinsam hatte.“

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„Die Natur ist eine Kulturlandschaft in der es Regeln gibt“

Am 9. Mai kommt der Dokumentarfilm „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ bundesweit in die Kinos. Im Gespräch mit dem DJV verrät Regisseurin Alice Agneskirchner, warum sich der Film sowohl für Jäger, als auch für Zuschauer ohne Jagdschein lohnt.

Alice Agneskirchner ist keine Jägerin. Trotzdem hat sie einen Film über die Jagd gedreht, der diese Woche in über 160 Kinos in Deutschland anläuft. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat mit ihr kurz vor Kinostart über ihren neuen Film „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur“ gesprochen.

DJV: Frau Agneskirchner, wie kam es zu der Idee einen Film über die Jagd zu machen?

Agneskirchner: Als Dokumentaristin bin ich Chronistin unserer Gesellschaft und unserer Zeit. Ich war neugierig, wie die Jagd in einem Land, in dem ein hoher Wildbestand vorhanden ist, geregelt wird. Wie leben wir mit dem Wild, was es da draußen gibt?

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Filmstart: „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“

Ab 9. Mai zeigen über 160 Kinos den Dokumentarfilm „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“. Auf mehreren Kanälen verlost der DJV Kinogutscheine.

Jedes zehnte Kino in Deutschland zeigt ab 9. Mai den Film „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“. Nach Angaben des NFP-Filmverleihs sei diese Zahl für einen Dokumentarfilm außergewöhnlich hoch. Kurz vor Kinostart verlost der Deutsche Jagdverband (DJV) Kinogutscheine auf seiner Internet-Seite www.jagdverband.de und in den sozialen Medien.

Regisseurin Alice Agneskirchner nimmt den Zuschauer mit in einen faszinierenden Mikrokosmos: unseren deutschen Wald. Der Film zeigt die Jagd wirklichkeitsnah, unvoreingenommen und ist ein filmisches Erlebnis mit beeindruckenden Naturbildern. Er thematisiert Jagd als gesellschaftliches Phänomen jenseits von Pathos und Naturtümelei. Es geht um die Frage, was Natur ist, ob es sie noch gibt und wie der Mensch seinen Lebensraum mit dem Wildtier teilt.

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Otte-Kinast: Wie man Wölfe erzieht

+++ Sachsen: Räude – Toter Wolf im Pferdestall +++ Brandenburg: Wolf reißt trächtiges Mutterschaf +++

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) begann ihre Rede beim Schwaneweder Kreisjägertag mit einem Seitenhieb auf ihren Amtsvorgänger: Bei „so einem Vorgänger“ – angesprochen fühlen darf sich der Grüne Christian Meyer – sei der Redebedarf mit den Verbänden groß. Die „wahren Grünen“, seien ohnehin die Jäger, stellte Otte-Kinast fest, denn sie erhielten die Kulturlandschaft, wie sie ist. Kein Wunder, dass die Ministerin von den Jägern „mit stehenden Ovationen“ verabschiedet wurde, wie der Weserreport berichtet. Als Beispiel für Pflege und Erhalt der Kulturlandschaft durch Jäger führte die Ministerin die intensive Bejagung der Nutrias an, die in Niedersachsen massive Schäden an Deichen anrichten: Während die Streckenliste für den Kreis Osterholz im Jagdjahr 2013/14 nur ein einziges Nutria verzeichne, sei die Strecke 2016/17 schon auf 282 und 2017/18 bereits auf 400 der invasiven Nager angewachsen, so der Weser-Kurier.

Otte-Kinast appellierte an die Jäger, einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch intensive Bejagung der Wildschweine vorzubeugen und kündigte an, dies durch Änderung des Jagdgesetzes erleichtern zu wollen. Die Verbraucher forderte die Ministerin auf, mehr Wildschweinfleisch zu essen. Sie selbst gehe mit gutem Beispiel voran, indem sie angeordnet habe, in der Kantine des Ministeriums jeden Mittwoch ein Wildschweingericht auf der Speisekarte stehen solle, wie der Weserreport berichtet.

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IWA 2018: Flinten-High-Tech von Beretta

Die neue Beretta DT 11 Black Pro weist eine ganze Reihe innovativer Neuerungen auf. Sie ist aus der engen Zusammenarbeit mit dem Beretta Shooting Team entstanden und konnte auf Anhieb einen Olympiasieg für sich verbuchen. Alle Maße und Winkel des mit TSK entwickelten Schaft sind stufenlos verstellbar und lassen sich so exakt und reversibel für verschiedene Disziplinen  wie Trap, Skeet und Jagd, aber auch für jeden Schützen anpassen. Zum Feintuning tragen auch die Laufgewichte bei, die bei Bedarf leicht und schnell entfernt oder verändert werden können. Der Pistolengriff des Schafts schmiegt sich in die Hand des Schützen, als wäre er angewachsen.

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Märchenstunde über Löwenschutz

DJV kritisiert Aussagen des Umweltministeriums zum Tag des Artenschutzes

Afrika ohne Löwen? Das Bundesumweltministerium verbreitet anlässlich des Weltartenschutztages ein Schreckensszenario. Eine stärkere Regulierung der legalen Trophäenjagd soll’s richten.

Zum diesjährigen Weltartenschutztag hat das Bundesumweltministerium in einer Presseerklärung das Schreckensszenario eines Afrikas ohne Löwen gezeichnet. Schuld an ihrem Rückgang seien Lebensraumzerstörung, Wilderei, Mensch-Wildtier-Konflikte sowie nicht nachhaltige Jagd. Das Ministerium feiert sich anschließend für seine Erfolge bei der stärkeren Regulierung und Kontrolle der Trophäenjagd auf Löwen. Dafür werde das Ministerium weiter kämpfen. Indem das Umweltministerium seinen Kampf gegen die nachhaltige Jagd  als seinen wichtigsten Beitrag zum Löwenschutz hervorhebt, verschleiert es nur seine eigene Ideenlosigkeit und seine ideologische Orientierung in Sachen Auslandsjagd. Dass dieses jagdpolitische Signal kurz vor der Regierungsbildung gesetzt wird, ist sicher kein Zufall, sondern erscheint wie eine Positionsbestimmung für die nächsten vier Jahre. Nach der gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesregierung ist das Landwirtschaftsministerium an Entscheidungen zu beteiligen. Eigentlich. Dies ist in der Vergangenheit oft nicht geschehen.

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DJV beurteilt Koalitionsvertrag positiv

Der DJV begrüßt die vorgesehenen Änderungen des Bundesjagdgesetzes hinsichtlich Munition, Schießübungsnachweis und Jungjägerausbildung. Auch die Ankündigung, den Schutzstatus des Wolfes zu überprüfen, stößt auf Zustimmung.

Die Parteien CDU, CSU und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt, dass die künftige Bundesregierung die in der vergangenen Legislaturperiode gescheiterte Novellierung des Bundesjagdgesetzes nun doch vornehmen möchte. Geplant sind bundeseinheitliche Regelungen für Jagdmunition mit dem Ziel, die Tötungswirkung zu optimieren und gleichzeitig den Bleieintrag ins Wildbret zu minimieren. Zudem soll es einen deutschlandweit einheitlichen Schießübungsnachweis geben, ebenso eine einheitliche Jäger- und Falknerausbildung sowie -prüfung. „Wir haben in den vergangenen Jahren einen wissensbasierten Weg unterstützt und begrüßen es sehr, dass die Politik unseren Empfehlungen nun folgen wird“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer.
Wolf: Ängste und Sorgen ernst nehmen

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Warum Jäger jagen gehen

Der DJV hat den Jägernachwuchs zur Motivation für den Jagdschein befragt. Die Ergebnisse zeigen: Jungjägern geht es um Naturerlebnis und -schutz sowie gesundes Fleisch. Fast jeder Zweite will sich ehrenamtlich engagieren.

Warum lassen sich jedes Jahr zehntausende Männer und Frauen zu Jägern ausbilden? Dieser Frage ist der Deutsche Jagdverband (DJV) auf den Grund gegangen. In Kooperation mit dem unabhängigen IfA-Marktforschungsinstitut Bremer und Partner (IfA) befragte der DJV Teilnehmer aus den Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung. Laut den aktuellen Ergebnissen geht es den Jungjägern besonders um Naturverbundenheit. Für Männer und Frauen ist dies mit einem Gesamtanteil von 77 Prozent der meist genannte Grund, das „Grüne Abitur“ zu machen. Mehr als die Hälfte der Befragten will Jäger werden, um einen Beitrag zum angewandten Naturschutz zu leisten (54 Prozent). Danach kommt die Freude an der praktischen Jagdausübung (50 Prozent). Auch der Genuss von Wildfleisch ist mit 47 Prozent unter den Top-4-Gründen, die Jägerprüfung abzulegen. Für Jägerinnen steht der Fleischerwerb durch die Jagd sogar an dritter Stelle. Bemerkenswert: Doppelt so viele Frauen (36 Prozent) wie Männer gaben an, dass die Jagdhundeausbildung eine wichtige Motivation ist, den Jagdschein zu machen. Nur sechs Prozent der Befragten geben als Motiv ein Interesse an Waffen an.

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Kinostart: Neuer Imagefilm des LJV NRW

„Die Jäger in NRW: Natur leben, lieben und schützen“ – der neue Imagefilm des Landesjagdverbands Nordrhein-Westfalen (LJV NRW) – kommt am Donnerstag (18. Januar) in die Kinos. In 26 Städten Nordrhein-Westfalens wird der 75-Sekunden-Spot zu sehen sein. Einen Monat lang wird der Film in 66 Kinos und 377 Vorführsälen zur besten Zeit ab 18 Uhr ausgestrahlt, um auch Nichtjägern einen Eindruck davon zu verschaffen, was Jäger tun und was sie bewegt. Bisher ist der Film im Internet über YouTube, auf Facebook und auf der Webseite des Landesjagdverbandes NRW zu sehen.

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Leseempfehlung: Die Geschichte von Uunartoq und Knud

Die Neue Zürcher Zeitung (wieder einmal…) bringt eine schöne Geschichte über den alten Jäger Uunartoq, der einem Jungen aus einem Kinderheim die traditionelle Lebensweise der Inuit vermittelt. Jagen, der Umgang mit den Schlittenhunden und die Teilnahme an Schlittenhundrennen gehören ebenso dazu wie die Kenntnis der Gefahren und Chancen in einer Welt aus Schnee und Eis: „Jäger im ewigen Eis: Auf Grönland zählt nur das Heute“ von Isabel Stettin (Text) und Sascha Montag (Fotos). Lesenswert. SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen Beitrags in der NZZ (Screenshot).

Baden-Württemberg: Jäger stirbt durch Schuss aus eigenem Gewehr

Am Sonntag Morgen ist ein 56 Jahre alter Jäger in einem Wald bei Sontbergen, einem Ortsteil der Gemeinde Gerstetten (Landkreis Heidenheim), durch einen Schuss aus seinem eigenen Gewehr ums Leben gekommen. Der Jäger war zur verabredeten Zeit nicht nach Hause gekommen, woraufhin sich seine Angehörigen auf die Suche begaben und den Leichnam des Mannes fanden. Wie die Südwest-Presse berichtet, konnte die Polizei anhand der Spuren den Unfallhergang rekonstruieren. Eine Straftat oder ein Suizid kann demnach ausgeschlossen werden. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Südwest-Presse. (Screenshot)

Es stimmt: Harry jagt in Brandenburg!

Nach intensiven investigativen Recherchen können wir nun bestätigen: Es stimmt! Prinz Harry jagt in Brandenburg! „Ich weiß allerdings nicht, was daran jetzt so aufregend sein soll“, meint Baggerfahrer Harry W. aus dem Dorf Klein-S. im brandenburgischen Landkreis Uckermark. „Schließlich gehe ich schon seit meinem 16. Lebensjahr hier auf Jagd.“ Überhaupt sei er noch nie weit aus seinem Heimatdorf herausgekommen, räumt er gegenüber den Reporterteams ein, die seit Tagen sein Häuschen in Klein-S. belagern. Seine weiteste Reise sei eine Fahrt mit dem Trabbi nach Ost-Berlin gewesen. Aber es graue ihm heute noch davor, wenn er nur daran denke. „Mich kriegen da keine zehn Pferde mehr hin“, erklärt Harry. Warum ihn alle „Prinz“ nennen, wollen wir wissen. „Das kann ich mir nur so erklären, dass ich mich schon so lange in der Jungjägerausbildung engagiere“, vermutet Harry, da würden ihn die jungen Leute halt alle als Lehrprinz kennenlernen und dann „Mein Prinz“ und so nennen. Er sei aber auch schon mal Schützenkönig gewesen, was das ganze Dorf mit einem zünftigen Besäufnis gefeiert habe. Ob er als Prinz auch eine Krone habe? „Klar“, sagt Harry, und zückt seinen Flachmann: „Ohne einen ordentlichen Schuss Goldkrone komme ich morgens nicht aus dem Bett.“ Und es gehe schließlich nichts über ein ordentliches Ding in der Krone, prostet er uns fröhlich zu. red.

Beitragsbild: Prinz Harry auf Arbeit mit seinem Radlader, freundlich den Untertanen zuwinkend (der Prinz bestand darauf, dass wir sein Gesicht verpixeln: „Wo ich doch jetzt ein Promi bin.“. Foto: SE

Brandenburg: Verbot von künstlichen Lichtquellen soll ausgesetzt werden

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) hat den Entwurf einer Allgemeinverfügung vorgelegt, mit dem das Verbot der Verwendung künstlicher Lichtquellen bei der Bejagung von Schwarzwild zeitweise außer Kraft gesetzt werden soll. Einen entsprechenden Schritt gab das Ministerium am 6. November bekannt. In dem Entwurf der Verfügung heißt es: „Zur Erlegung von Schwarzwild wird gemäß § 26 Absatz 2 des Jagdgesetzes für das Land Brandenburg (BbgJagdG) eine Ausnahme vom Verbot der Verwendung von künstlichen Lichtquellen (allgemein gebräuchlichen Taschenlampen oder [Hand-]Scheinwerfern) gemäß § 19 Absatz 1 Nummer 5a des Bundesjagd-gesetzes (BJagdG) für alle Jagdbezirke in Brandenburg zugelassen.“

Die Verfügung soll zunächst bis 31. März 2021 befristet sein. Anlass ist die drohende Gefahr eines ASP-Ausbruchs. Die Allgemeinverfügung wird voraussichtlich am 29. November 2017 im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlicht werden.

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England: Reiterin züchtigt Jagdgegner

Eine Reiterin und Teilnehmerin an einer traditionellen Fuchsjagd zu Pferd bei Pevensey im südenglischen East Sussex hat einen Jagd-Saboteur mit der Reitgerte gezüchtigt. Die traditionelle Fuchsjagd ist in England seit dem Hunting Act 2004 weitgehend verboten, die Veranstalter beteuerten, alle gesetzlichen Regeln strikt eingehalten zu haben. Auf einem von den Jagd-Saboteuren aufgenommenen Video ist zu sehen, wie eine Gruppe von vermummten Jagdgegnern die Reiterin umringt und bedrängt. Zunächst weist die Reiterin die Störer noch freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass sie sich auf Privatbesitz befänden und fordert sie auf, zurück zur Straße zu gehen. Davon unbeeindruckt schließen die Jagd-Saboteure den Kreis um die Reiterin enger, auf dem Video ist deutlich zu sehen, wie ein Jagdgegner mehrmals versucht, die Zügel des bereits scheuenden Pferdes zu ergreifen. Daraufhin verabreicht die Reiterin dem Jagdgegner das, was viele Kommentatoren als wohlverdiente Abreibung bewerten. Mehrfach „Get off my horse!“ (Lass mein Pferd los) rufend, drischt sie mit der Springgerte auf den vermummten Störer ein. Die Jagdgegner wollen 17 Hiebe gezählt haben – was beweist, dass keiner der Schläge mit der relativ kurzen und in einer Art Fliegenklatsche auslaufenden Springgerte eine hinreichende Wirkung erzielte, die den Aggressor von weiteren Angriffen abgehalten hätte. Tipp: Eine lange, steife Dressurgerte wäre hier das geeignetere Werkzeug gewesen. SE

Video: YouTube

Managementpläne für invasive Arten auf dem Prüfstand

Jägerinnen und Jäger können bis zum 20. November den Entwurf der Managementpläne für invasive Arten auf einem Anhörungsportal im Internet kommentieren. Der DJV fordert zur regen Beteiligung auf: Möglichst viele Waidmänner und -frauen sollten Wissen einbringen.

Bis zum 20. November 2017 können Behörden, Verbände und anderen Interessensgruppen eine Stellungnahme zu den geplanten Managementplänen für invasive Arten unter www.anhoerungsportal.de abgeben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat zu den Entwürfen der Management- und Maßnahmenblätter für jagdlich relevante Arten Nutria und Waschbär bereits Position bezogen und diese entsprechend begründet. Der DJV bittet Jäger, die geplanten Maßnahmen ebenfalls zu bewerten und bei Kritik möglichst nachvollziehbare Begründungen anzuführen.

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NRW: Schalldämpfer für Jagdgewehre ab sofort erlaubt

Minister Reul und Ministerin Schulze Föcking: Gehör der Jäger und ihrer Hunde schützen

Jägerinnen und Jäger in Nordrhein-Westfalen können ab sofort Schalldämpfer für ihre Jagdgewehre verwenden. Das Innenministerium hat das in einem Erlass an die Waffenbehörden geregelt. „Diese Entscheidung war längst überfällig. Es geht darum, den Mündungsknall zu reduzieren, um das Gehör der Jägerinnen und Jäger sowie das ihrer Hunde effektiv zu schützen“, erklärte Innenminister Herbert Reul. Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking begrüßte die Entscheidung. „Unterm Strich bleibt ein großes Plus für die Gesundheit der Jägerinnen und Jäger – ohne Einbußen bei der Sicherheit“, sagte die Ministerin.

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Hessen: Elstern attackieren Rinder

Nicht mal bei Elstern ist es mit der angeblich „natürlichen Scheu“ noch weit her: In der Gemeinde Knüllwald im hessischen Schwalm-Eder-Kreis hat ein Schwarm Elstern über Wochen eine Rinderherde attackiert und mehrere Tiere schwer verletzt. Die Vögel landen auf den Mutterkühen und picken das rohe Fleisch aus den Eutern der Tiere, berichtet die Hessische Niedersächsische Allgemeine (HNA). Eine Kuh wurde so schwer verletzt, dass sie geschlachtet werden musste. Ihr Euter sei von Wunden derart übersät gewesen, dass sie ihr Kalb vor Schmerzen nicht mehr säugen konnte. Der Landwirt und Besitzer der Kühe wandte sich an diverse Ämter und Behörden, schrieb E-Mails und versandte Fotos von bluüberströmten Eutern. Lange wollte ihm niemand glauben, statt Hilfe erhielt er dann gute Ratschläge von den Behörden – er solle doch einen Falkner engagieren (doch der Falkner lehnte den Auftrag als wenig erfolgversprechend ab) – dann wies, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, das Veterinäramt den Bauern an, dass er seine Kühe einstallen solle. Allerdings, so die HNA, nimmt der Landwirt mit seinen Kühen an einem Grünlandprogramm teil – und hat gar keinen Stall.

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Sachsen-Anhalt: Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt- 60 Jagdwaffen sichergestellt

Bereits am Samstag gegen 15 Uhr ist ein 81 Jahre alter Jäger aus Niedersachsen tot in einem Waldstück bei Ballenstedt (Landkreis Harz) aufgefunden worden. Er hatte dort an einer Drückjagd in einem Privatwald teilgenommen. Die Todesumstände sind bislang ungeklärt, das Opfer wies eine tödliche Schussverletzung am Kopf auf. Die Polizei schließt einen Selbstmord bislang aus. Es sei unklar, ob es sich um einen Jagdunfall oder möglicherweise gar um ein Verbrechen handle. Die Jagdwaffen der ca. 60 Jagdteilnehmer wurden sichergestellt. Mit Hilfe ballistischer Gutachten soll nun geklärt werden, ob der tödliche Schuss aus der Waffe eines anderen Jagdgasts abgegeben wurde, und wenn ja, von welcher. Unklar sei bisher auch, ob der Schuss aus der Jagdwaffe des Opfers abgegeben worden sei. red.

Beitragsbild: Wald (Symbolbild). Foto: SE

Tschechien: Wegen ASP – Polizei-Scharfschützen jagen Wildschweine

16 mit Wärmebildkameras und Nachtsichtgeräten ausgerüstete Präzisionsschützen der tschechischen Polizei beteiligen sich an der Dezimierung des Schwarzwilds im Südosten des Landes, wo die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen ist. Die Scharfschützen hätten bereits 38 Stück Schwarzwild erlegt, meldete die tschechische Nachrichtenagentur CTK. Die erlegten Sauen seien zur Untersuchung auf das ASP-Virus in ein Labor transportiert worden. Die Spezialkräfte würden vor allem nachts den Wildschweinen nachstellen, hieß es. Aufgrund ihrer Ausrüstung und ihrer technischen Ausstattung seien sie in der Lage, auch in der Dunkelheit auf weite Entfernungen Ziele sicher zu treffen. Der Einsatz soll noch bis Ende Januar fortgeführt werden. red.

Beitragsbild: Wildschwein (Archivbild). Foto: SE

Kanada: Ab zwölf – Provinz Neufundland und Labrador senkt Mindestalter für Jagd

Jagdteilnahme für Behinderte erleichtert

Die kanadische Provinz Neufundland und Labrador hat das Mindestalter für Jungjäger abgesenkt: Wer Kleinwild, Kojoten und andere „felltragende Tiere“ jagen möchte, kann das jetzt ab einem Alter von nur zwölf Jahren (vorher 16) tun. Für die Jagd auf größeres Wild wie Schalenwild wurde das Mindestalter von 18 auf 16 Jahre gesenkt. Voraussetzung ist, dass ein qualifizierter erwachsener Jäger die Jung- und Ganz-Jung-Jäger bei der Jagdausübung begleitet. Die Gesetzesinitiative dient dazu, mehr junge Leute „raus zum Jagen“ zu bringen, wie CBCnews berichtet. Ähnliche Regelungen gibt es bereits in anderen Provinzen Kanadas, in Neufundland und Labrador tritt die Neuregelung sofort in Kraft. „Jungen Menschen Zugang zum Naturerbe Kanadas und Teilhabe an unserer Jagdtradition zu ermöglichen, das ist etwas, dessen sich andere Provinzen schon länger erfreuen,“ sagte Gerry Bryne, Minister für Fischerei und ländliche Ressourcen gegenüber CBCnews. Entsprechende Regelungen hätten sich nicht nur die Jugendlichen selbst, sondern auch ihre Eltern gewünscht.

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Rheinland-Pfalz: Rind bei Treibjagd angeschossen

Nach Eseln und einem Islandpferd hat es nun ein Rind erwischt: Am Samstag Mittag wurde das Tier von einem Teilnehmer an einer Jagd in Altscheid (Eifelkreis Bitburg-Prüm) durch einen Schuss verletzt. Das Tier hatte eine Absperrung umgangen, die für die Jagd errichtet worden war. Das Rind wurde zunächst tierärztlich versorgt, wird aber voraussichtlich in den nächsten Tagen geschlachtet werden müssen. SE

Beitragsbild: Rind. Foto: SE

Jäger fordern Reiterführerschein, Gesundheitschecks für Reiter und Pferdesteuer

Ein Jäger erschießt ein Islandpferd. Es ist ein Fall von krassem individuellen Fehlverhalten, das durch strengere Regeln kaum verhindert werden kann. Warum rufen immer alle reflexartig nach neuen Verboten und schärferen Gesetzen? Zumal gerade die Reiter vorsichtig sein sollten, denn allzu leicht lassen sich deren Forderungen nach strengerer Reglementierung kontern – eine Revanche.

Wer kennt sie nicht: Rücksichtslose und pampige Zeitgenossen hoch zu Ross, die sich bei ihren Ausritten aufführen, als gehörte das ganze Land ihnen. Reiter, die auf ausdrücklich gesperrten Wegen an Spaziergängern vorbeisprengen, abseits der Wege durch Wildeinstände und Dickungen reiten, über frisch eingesäte Äcker und bewirtschaftete Wiesen galoppieren, ihre Pferde nicht im Griff haben und anderen die Schuld daran geben. Reiter, die gerade gegenüber dem bösen Jäger eine Unfreundlichkeit und Arroganz an den Tag legen, dass es einem die Sprache verschlägt. Da werden die Pferde auf die Koppeln gestellt, gerade weil und wenn Jagden stattfinden (das ist schließlich unser Recht, wir bezahlen doch auch Pacht…), da muss ausgerechnet in den frühen Morgen- und späten Abendstunden im Wald ausgeritten werden, wenn und weil der Jäger ansitzt. Zertrampelte Wege, gesundheitliche Gefahren durch unhygienischen Pferdekot auf Straßen und Bürgersteigen, Tierquälerei in Pferdehaltung und Reitsport – es muss etwas geschehen!

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USA: Wyoming nimmt Wolfsjagd wieder auf

Erstmals seit 2013 wird in dem US-amerikanischen Bundesstaat Wyoming wieder eine reguläre Lizenzjagd auf Wölfe stattfinden. Die Jagdsaison für Wölfe beginnt am Sonntag und geht bis zum 31. Dezember. Dem war ein Urteil im Berufungsverfahren eines Bundesgerichts vorausgegangen, durch das der Schutzstatus der Wölfe gelockert wurde. Dies erlaubte es dem Bundesstaat, das Management der Wölfe zu übernehmen, wie U.S.news berichtet. 44 Wölfe sind zum Abschuss freigegeben worden, dies wird als nachhaltige Abschussquote angesehen. Der Bundesstaat strebt an, dass in den Jagdgebieten 160 Wölfe überleben, die Gesamtpopulation in Wyoming (253.336 km², zum Vergleich Sachsen: 18.420 km²) wird auf 380 Wölfe geschätzt. Außerhalb der Nationalparks Yellowstone und Grand Teton sowie dem Wind River Reservat sollen mindestens 100 Wölfe, darunter 10 reproduzierende Paare, erhalten bleiben. SE

Beitragsbild: Irgendwo in Amerika. (Archivbild) Foto: SE

Österreich: Vorarlberg verbietet Jagd auf ausgesetzte Fasane

Das österreichische Bundesland Vorarlberg will die Jagd auf unmittelbar zuvor ausgesetzte Fasane verbieten lassen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liege bis Oktober zur Begutachtung vor, wie die Kleine Zeitung unter Berufung auf eine Presseinformation der Tierrechtler-Vereins „Verein gegen Tierfabriken (VGT)“ meldet. Demnach soll das Aussetzen von Fasanen genehmigungspflichtig werden, die Jagd auf kurz zuvor ausgesetztes Federwild ganz verboten werden. Die Genehmigung zum Aussetzen von Fasanen solle grundsätzlich nicht erteilt werden, wenn dies lediglich der Erhöhung der Jagdstrecke diene. Vorarlberg ist nach Wien das zweite Bundesland, das eine entsprechende Regelung einführt. Die geplante Neuregelung ist ein schöner Erfolg für die Jagdgegner vom VGT – zu verdanken haben die österreichischen Jäger diese neuerliche Einschränkung ihrer Möglichkeiten jedoch, das muss man ganz klar sagen, vor allem jenen einschlägig bekannten Gatterbetreibern, die das bislang legale Aussetzen von Federwild für lukrative Abschussorgien auf halbzahmes Wild (Jagd kann man das nicht nennen) in exzessiver und das Ansehen von Jagd und Jägern massiv schädigender Weise missbraucht haben. SE

Beitragsbild: Deutsch Drahthaar apportiert Fasan – wir Jäger sollten nicht zulassen, dass skrupellose Gatterschießer diese faszinierende Jagdart in Verruf bringen. Foto: SE

Japan: Gemeinden werben um Jäger

Gemeinden in der Präfektur Yamagata im Norden Japans bieten Workshops an, auf denen das Interesse für die Jagd geweckt werden soll. In Japan geht das Interesse an der Jagd seit langem zurück, der Altersdurchschnitt in den Jagdgesellschaften steigt. Waren im Jahr noch 500.000 Jäger in Japan lizensiert, so fiel die Zahl bis zum Jahr 2009 auf nur noch ca. 190.000. Keine gute Entwicklung, denn die Folgekosten sind enorm: Allein in der Präfektur Yamagata summierten sich die Wildschäden auf etwa 580 Millionen Yen (ca. 4,4 Millionen Euro). Ein großer Teil des Wildschadens entstand an für die Präfektur typischen Agrarerzeugnissen wie Kirschen, wie japantoday.com berichtet. Gemeinsam mit dem örtlichen Jagdverband organsiert die Gemeindeverwaltung nun Workshops, um das Interesse an der Jagd (wieder )zu erwecken.

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Hat die Jagd ein Frauen-Problem?

In regelmäßigen Abständen werden in der Presse Jubelmeldungen lanciert, denen zufolge der Frauenanteil unter den Jägern steigt (z.B. hier oder hier oder hier), die „Jagd immer weiblicher“ werde. Auch der Deutsche Jagdverband (DJV) jubelt mit und folgert – vielleicht etwas voreilig, Jäger seien „moderner als ihr Ruf„. Ach wirklich? Schaut man sich die DJV-Seite mit den Porträts der Präsidiumsmitglieder an, so können einem starke Zweifel am Wahrheitsgehalt dieser Aussage und an der Fähigkeit des Präsidiums zur Selbstreflektion kommen: Da sind alles Herren abgebildet, fast ausnahmslos in reifem bis deutlich vorgerücktem Alter, gewandet in großkarierte Tweedsakkos oder Trachtenjanker. Der Verband und seine Repräsentanten vermitteln ein Bild von der Jagd, so angestaubt, vorgestrig und piefig, das ganz schlecht zur behaupteten Modernität passen will. Frauen kommen in der gesamten deutschen Jägerschaft auf einen Anteil von sieben Prozent, in den Jungjägerkursen liegt der Frauenanteil teilweise weitaus höher, bei zwanzig, dreißig, mitunter sogar knapp fünfzig Prozent. Wie vor diesem Hintergrund und der angeblich angestrebten gesellschaftlichen Öffnung und Auffrischung des Erscheinungsbildes der Jagd ein DJV-Präsidium mit null Prozent Frauenquote zu bewerten ist, mag jeder selbst entscheiden.

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Groteske Anschuldigung gegen Jäger: „Alte und kranke Hunde auf Wildschweine gehetzt“

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen jungen Ochsen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen Schafe auf dem Darß +++ Niedersachsen: Tödlicher Wildunfall – Mann stirbt nach Kollision mit Fuchs +++ Brandenburg: Elche bei Golzow (Landkreis Märkisch-Oderland gesichtet +++

Die Tageszeitung Trierischer Volksfreund (TV) setzt sich mit lügnerischen Anschuldigungen gegen Jäger auseinander, die im Zusammenhang mit Erntejagden bei Wallscheid (Rheinland-Pfalz, Landkreis Bernkastel-Wittlich) erhoben wurden: Angeblich setzten Jäger dort „rücksichtslos alte und kranke Hunde ein, die auf Wildschweine losgelassen würden und danach erschöpft und orientierungslos von den Freiwilligen Helfern der Feuerwehr eingefangen werden müssten.“ Den Anlass für diese grotesken Unterstellungen lieferte ein Einsatz von Stöberhunden in einem Maisfeld. Offenbar waren mehrere der Hunde dabei in der Umgebung gesehen worden und als freilaufende Hunde Polizei und Feuerwehr gemeldet worden.

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Bayern: Fischer am Ammersee wollen Jagdrecht

Die Überpopulation von Enten und Gänsen auf dem Ammersee erfüllt die Fischer mit Sorge: Verunreinigung der Badestrände und Gewässer mit Kot, Verbiss der verbleibenden Schilfgürtel, und wenn dann noch Badegäste an Entenbilharziose erkranken, dann „wirkten sich hygienische Bedenken zur Wasserqualität auch negativ auf den Fischverkauf aus“, erklärt Bernhard Ernst von der Fischereigenossenschaft Ammersee gegenüber der Süddeutschen Zeitung. 2008 sei die Jagd am Ammersee an „auswärtige Pächter“ vergeben worden, klagt der Fischer, seitdem sei die Strecke auf zehn Prozent zurückgegangen. Die Wasservogeljagd sei über Jahrhunderte ein Allmenderecht der Fischer gewesen, die „diese Aufgabe im Sinne eines ökologischen Gleichgewichts erfüllt hätten.“ Der Ammersee brauche eine effektive Jagd vom Boot aus, so Ernst in der SZ, der offenbar fürchtet, dass die anstehende Neuvergabe der Jagdpachtverträge von der Schlösser- und Seenverwaltung genutzt werde, um weitgehende Einschränkungen der Jagd auf Wasservögel durchzusetzen. Das wäre ein bequemer Weg, die heftigen medialen Kontroversen um die Jagd an dem auch von Touristen und Erholungsuchenden intensiv genutzten Gewässer zu vermeiden. Die Bürgermeister der Ammersee-Gemeinden unterstützen die Fischer bei der „hochpolitischen Frage“ der Wasservogeljagd. SE

Beitragsbild: Entenjagd vom Boot aus. Foto: SE

 

 

ASP in Tschechien: DJV bittet Jäger um erhöhte Aufmerksamkeit

Nachdem die ersten beiden Fälle der Afrikanischen Schweinepest in der Tschechischen Republik nachgewiesen wurden (JAWINA berichtete), appelliert der DJV an alle Jägerinnen und Jäger in Deutschland, in Alarmbereitschaft zu sein. Entdeckt wurden zwei infizierte Schweine. Der nächstgelegene Fundort ist 400 Kilometer entfernt in der Ukraine.

Kürzlich wurden zwei Wildschweine etwa 300 Kilometer südöstlich von Prag entdeckt, die an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestorben waren. Damit ist die Afrikanische Schweinepest nur noch rund 300 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt. Wie das Virus dorthin gelangt ist, bleibt unklar. Der räumlich nächstgelegene Nachweis liegt 400 Kilometer entfernt in der Ukraine. In der Slowakei, dem östlichen Nachbarn auf dem Weg in die Ukraine, wurde bisher kein ASP-Ausbruch gemeldet.

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DJV: Ist das Küken glücklich, wenn der Fuchs es frisst?

PETA protestiert wieder gegen die Jagd: Weil alle Lebewesen ein Recht auf Leben haben und nach Glück streben sollen. Und um Spenden zu sammeln. Der DJV stellt in Frage, ob Beutetiere glücklich sind, wenn sie gefressen werden. Jagd auf Fuchs und Waschbär dient dem Artenschutz. Eine Umprogrammierung von Fleisch- zu Pflanzenfressern zum Wohle der Tierwelt hält der DJV für Unsinn.

„Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Mensch“: Die Gründerin der Tierrechtsorganisation PETA, Ingrid Newkirk, hat diesen Satz geprägt. Dahinter steht der Gedanke, dass jedes empfindungsfähige Wesen ein Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück hat. Aus diesem Verständnis heraus protestieren Anhänger der Tierrechtsszene nicht nur gegen Jagd, sondern in letzter Konsequenz auch gegen Schädlingsbekämpfung und sogar Haustiere. Die philosophische Theorie vom allgemeinen Glücksempfinden besteht allerdings nicht den Härtetest im wahren Leben und führt Anti-Jagd-Proteste von PETA ad absurdum, meint der Deutsche Jagdverband (DJV): Der Waschbär mag Glück empfinden, wenn er vom Hunger getrieben eine seltene Rotbauchunke verstümmelt. Ebenso der Fuchs, der ein Küken der bedrohten Trauerseeschwalbe bei lebendigem Leibe frisst. Aber wie viel Glück empfinden dabei die Beutetiere?

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Jagdvertreter zieht in die Vertreterversammlung der SVLFG ein

Spitzenkandidat Dr. Hans-Heinrich Jordan hat es in die Vertreterversammlung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau geschafft. Das Ergebnis der Sozialwahl steht fest.

Der Wahlausschuss der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat heute das Ergebnis der Wahlen zur Vertreterversammlung verkündet. Als Vertreter der Jagdliste zieht Dr. Hans-Heinrich Jordan in die Vertreterversammlung ein. „Wir können die Interessen der Jagdrevierinhaber in der SVLFG sehr viel besser vertreten, wenn wir selbst mitreden können“, sagte Dr. Jordan.

Bei der Sozialwahl wurden die Vertreter der Versicherten in der gesetzlichen Unfallversicherung gewählt. Dabei gab es nur in der Gruppe der „Selbstständigen ohne fremde Arbeitskräfte“ eine Wahl mit Wahlhandlung. Dabei haben der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Bayerische Jagdverband (BJV) gemeinsam eine Liste aufgestellt und gemeinsam für eine bessere Vertretung der Jagdinteressen in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft gekämpft. Die Liste wurde allerdings nicht als gemeinsame „Liste Jagd“ der beiden Verbände zugelassen, sondern nur als „Freie Liste“.

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„Parteifilzdurchsetztes DJV-Präsidium“?

Eine Gruppe von „AfD-nahen Jägerinnen und Jägern aus Hessen“ fühlt sich vom Deutschen Jagdverband (DJV) diskriminiert, weil dieser die Partei bei seinen Wahlprüfsteinen nicht berücksichtigt hat. Wir dokumentieren die Beschwerde der AfDler und die Entgegnung des DJV.

Am 9.6 ging folgende Mail in der JAWINA-Redaktion ein:

Sehr geehrte Damen und Herren der Jagdpresse,

im Zuge der Bundestagswahl wird der Deutsche Jagdverband wie üblich seine  Wahlprüfsteine veröffentlichen. Wie zu erfahren war , hat der DJV die Alternative für Deutschland (AfD) , die mittlerweile in 13 Landtagen mit zum Teil bis zu 25 % Stimmenanteil gewählt wurde und gute Chancen hat,in den nächsten Bundestag einzuziehen , aus fadenscheinigen Gründen von der Befragung ausgeklammert. Die ebenfalls derzeit nicht im Bundestag vertretene FDP/DVP  hingegen wohl beteiligt.

Wir , eine Gruppe aus AfD nahen Jägerinnen und Jägern aus Hessen und z.T.  Mitglieder, sind  über diese willkürlichen Vorgehensweise eines angeblich neutralen Verbandes entsetzt und unglaublich enttäuscht; gerade weil die AfD bisher immer auf Betreiben von uns Jägern und Schützen in der Partei deutlich jagd-und waffenrechtsfreundliche Positionen in Ihrem Programm vertritt. Es zeigt hier  doch das schwarz-gelb und evtl. auch rot parteienfilzdurchsetzte DJV- Präsidium sein wahres,undemokratisches Gesicht. Wir werden uns dieses satzungswidrige Verhalten nicht gefallen lassen und hoffen , dass Sie dies ähnlich sehen und das Thema entsprechend aufgreifen !  Wir werden hier am Ball bleiben.

i.A.

Fritz Müller, Frankfurt a.M.

Wir haben diese Mail mit der Bitte um Stellungnahme an die Pressestelle des Deutschen Jagdverbands (DJV) weitergeleitet. Die Antwort des DJV geben wir im Folgenden im Wortlaut wieder:

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Österreich: Steinwild-Kooperation von Jägern und Nationalpark Hohe Tauern

Beim Steinwildtag im Nationalparkzentrum in Mittersill trafen Vertreter des Nationalparks Hohe Tauern und Steinwild-Hegegemeinschaften aus Kärnten, Salzburg und Tirol einander, um Informationen auszutauschen und Strategien zu einem gemeinsamen Wildtiermanagement zu entwickeln. „Da sich das Steinwild weder an Gemeinde- noch an Ländergrenzen orientiert, ist es auch für uns als Nationalpark ganz wichtig, dass diese Hohe-Tauern-Gesamtsicht im Management dieser Tierart zum Tragen kommt. Das ist eigentlich das Herausragende dieser Hegegemeinschaften und dieser Steinwildtagung, dass es kein Revierdenken gibt, sondern nach den Bedürfnissen dieser Wildart gehandelt wird“, hob Nationalparkreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler anerkennend hervor. Deswegen war und ist das Projekt der Wiedereinbürgerung auch sehr erfolgreich. Heute leben etwa 1000 Stück Steinwild in den Hohen Tauern und betrachtet man das Lebensraumpotenzial, könnten es auch gar nicht viel mehr sein. Das Auswildern von Tieren findet nicht mehr statt, die natürliche Reproduktion ist ausreichend und nachhaltig.

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Thüringer LJV-Präsident fordert: Jagd soll Weltkulturerbe werden

Was die Falkner bereits erreicht haben, soll nach dem Willen des Thüringer LJV-Präsidenten Steffen Liebig bald auch für die Jagd gelten: Im Rahmen der 55. Internationalen Jagdkonferenz, die gestern (8.6.) in Masserberg (Landkreis Hildburghausen, Thüringen) stattfand, forderte der Thüringer Jagdverband die Aufnahme der Jagd in das immaterielle Kulturerbe. Einem Bericht der Thüringer Allgemeinen zufolge solle ein entsprechender Antrag noch in diesem oder im nächsten Jahr eingereicht werden. Die UNESCO, die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, zeichnet seit 2003 nicht nur Kulturstättenstätten, sondern auch Traditionen und Bräuche als immaterielles Kulturerbe aus. Die UNESCO-Mitgliedsländer erstellen nationale Verzeichnisse ihres immateriellen Kulturerbes. Auf der deutschen Liste finden sich bislang 66 Einträge: Vom Skatspiel über Brotkultur bis zum hessischen Kratzputz.

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