Schlagwort-Archive: Jäger

NRW: Jäger durch Keiler verletzt

Bei einer Nachsuche in Folge einer Maisjagd in Drohne, einem Ortsteil der Gemeinde Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) ist ein Jäger durch einen annehmenden Keiler schwer verletzt worden. Die Weidmänner hatten bei der Erntejagd sieben Sauen erlegt, ein 20-kg-Frischling wurde nur angeschossen und verschwand in einem Dickicht, wie das Westfalen-Blatt berichtet. Bei der Nachsuche wurde der Jäger dann jedoch von einem 70-Kilo-Keiler angegriffen, der vermutlich ebenfalls krankgeschossen wurde und sich im selben Dickicht ins Wundbett begeben hatte. Der Keiler brachte dem Nachsuchenführer eine klaffende Fleischwunde bei, der Verletzte wurde mit einem Rettunsgwagen ins Krankenhaus gebracht, wo die Wunde versorgt wurde. Dem Begleiter des Nachsuchenführers gelang es, den Keiler zur Strecke zu bringen. Auch der Frischling wurde nach erfolgreicher Nachsuche erlegt. red.

Beitragsbild: Durch Keiler verletzte Jägerbeine (Archivbild). Foto: SE Zur Geschichte zum Bild geht es hier.

Rheinland-Pfalz: Rind bei Treibjagd angeschossen

Nach Eseln und einem Islandpferd hat es nun ein Rind erwischt: Am Samstag Mittag wurde das Tier von einem Teilnehmer an einer Jagd in Altscheid (Eifelkreis Bitburg-Prüm) durch einen Schuss verletzt. Das Tier hatte eine Absperrung umgangen, die für die Jagd errichtet worden war. Das Rind wurde zunächst tierärztlich versorgt, wird aber voraussichtlich in den nächsten Tagen geschlachtet werden müssen. SE

Beitragsbild: Rind. Foto: SE

Thüringer Wolfs-Hybriden: Morddrohungen gegen Jäger

Petitionen gegen Entnahme der Hybriden

Nachdem das Thüringer Umweltministerium beschlossen hat, die sechs Wolfshybriden auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf aus Artenschutzgründen zu entnehmen, sind die ersten Morddrohungen gegen Thüringer Jäger eingegangen. Dies bestätigte der Präsident des Landesjagdverbands Thüringen (LJV), Steffen Liebig, gegenüber dem MDR. „Selbsternannte Tierschützer“ wollten so Druck aufbauen, erklärte Liebig. Der LJV befürwortet den Abschuss der Hybriden und fordert die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. Angesichts der Drohungen gegen Jäger lehnte Liebig eine aktive Beteiligung der Jägerschaft an der Entnahme der Hybriden jedoch ab. Der LJV-Präsident wies auch auf die ungelösten rechtlichen Probleme hin: Die Wölfin und ihre Welpen unterlägen nicht dem Jagdrecht, auch die Wolfshybriden sind nach geltendem Recht in Deutschland streng geschützt.

Weiterlesen

Baden-Württemberg: Angeblicher Jäger greift Spaziergängerin an

Eine 53 Jahre alte Spaziergängerin ist am Sonntagnachmittag von einem angeblichen Jäger attackiert worden. Die Frau, die gegen 16.20 Uhr auf einem Feld östlich von Wankheim (Landkreis Tübingen) unterwegs war, wollte bei bestem Wetter ein paar Sprossen eines Jägerstand hinauf steigen, um einen besseren Ausblick zu haben. Dies brachte einen noch unbekannten Täter ganz offensichtlich in Rage. Er schrie der 53-Jährigen etwas zu, worauf diese wieder vom Hochsitz herunterkletterte und ihren Spaziergang fortsetzte. Der Mann setzte ihr jedoch nach, holte sie ein und forderte die Frau lauthals auf, sich auszuweisen. Er selbst gab sich als Jäger aus, was ihm die 53-Jährige aber nicht so ohne weiteres glauben wollte. Als sie den Mann ihrerseits darum bat, einen entsprechenden Nachweis vorzulegen, wurde dieser plötzlich noch aggressiver. Er zückte ein Handy und wollte Bilder von der Spaziergängerin machen, was diese durch verschränkte Arme vor dem Gesicht zu verhindern versuchte.

Weiterlesen

Jäger fordern Reiterführerschein, Gesundheitschecks für Reiter und Pferdesteuer

Ein Jäger erschießt ein Islandpferd. Es ist ein Fall von krassem individuellen Fehlverhalten, das durch strengere Regeln kaum verhindert werden kann. Warum rufen immer alle reflexartig nach neuen Verboten und schärferen Gesetzen? Zumal gerade die Reiter vorsichtig sein sollten, denn allzu leicht lassen sich deren Forderungen nach strengerer Reglementierung kontern – eine Revanche.

Wer kennt sie nicht: Rücksichtslose und pampige Zeitgenossen hoch zu Ross, die sich bei ihren Ausritten aufführen, als gehörte das ganze Land ihnen. Reiter, die auf ausdrücklich gesperrten Wegen an Spaziergängern vorbeisprengen, abseits der Wege durch Wildeinstände und Dickungen reiten, über frisch eingesäte Äcker und bewirtschaftete Wiesen galoppieren, ihre Pferde nicht im Griff haben und anderen die Schuld daran geben. Reiter, die gerade gegenüber dem bösen Jäger eine Unfreundlichkeit und Arroganz an den Tag legen, dass es einem die Sprache verschlägt. Da werden die Pferde auf die Koppeln gestellt, gerade weil und wenn Jagden stattfinden (das ist schließlich unser Recht, wir bezahlen doch auch Pacht…), da muss ausgerechnet in den frühen Morgen- und späten Abendstunden im Wald ausgeritten werden, wenn und weil der Jäger ansitzt. Zertrampelte Wege, gesundheitliche Gefahren durch unhygienischen Pferdekot auf Straßen und Bürgersteigen, Tierquälerei in Pferdehaltung und Reitsport – es muss etwas geschehen!

Weiterlesen

Niedersächsische Jäger und Angler fordern: Schluss mit Zwei-Klassen-Behandlung der Naturschutzverbände

Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) und der Anglerverband Niedersachsen e.V. (AVN) sind die beiden größten anerkannten Naturschutzverbände in Niedersachsen, die zugleich für die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen stehen. Gemeinsam vertreten sie die Interessen von über 145.000 Mitgliedern. Heute haben die beiden Landesverbände ihre Erwartungen an eine künftige Landesregierung formuliert:

„Entscheidungen für den Schutz der Natur und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen müssen anhand von wissensbasierten Fakten getroffen werden. Es wird Zeit, die fachliche Expertise von Jägern und Anglern in ihren Themenfeldern anzuerkennen und zu nutzen, und es muss Schluss sein mit einer Zwei-Klassen-Behandlung der anerkannten Naturschutzverbände“, so der Stellvertretende Präsident der Landesjägerschaft, Ernst-Dieter Meinecke und der Vizepräsident des Anglerverbandes, Heinz Pyka. Dies gelte sowohl im Hinblick auf Schutzgebietsverordnungen wie auch für Gesetzes- oder Verordnungsvorlagen. Beide betonten, dass ihre Verbände immer den Dialog gesucht haben und konstruktive Gespräche auch zukünftig begrüßen würden. In der jüngeren Vergangenheit habe ein solch konstruktiver Austausch leider nur selten stattgefunden:

Weiterlesen

Erschossenes Islandpferd: Gestütsbesitzer kritisiert Jäger

„Schwarzer Klumpen“ auf 182 Meter beschossen?

Im Fall des bei Walsrode erschossenen Islandpferds (JAWINA berichtete) hat sich der Besitzer des Gestüts, auf dessen Flächen sich das Unglück ereignete mit scharfer – und leider berechtigter – Kritik zu Wort gemeldet. Auf Facebook schrieb Anoush Bargh vom Gestüt Bargh:

Nun wollen wir uns einmal zu Wort melden:

Wir sind Eigentümer des Gestüts und Pensionbetriebes, auf dem sich am 1. Oktober der Vorfall „Jäger erschießt Islandpferd“ zugetragen hat. Wir lesen in diversen Foren und Medienberichten eine doch sehr lapidare Darstellung der Geschehnisse. Uns geht es nicht darum, eine Hetzjagd auf den Täter zu veranstalten und die gesamte Jägerschaft zu verurteilen, aber es sollte zum einen klar dargestellt werden, was wirklich geschehen ist und wie absurd es war. Zum anderen soll es auf die reellen Probleme des „Jagdsystems“ hinweisen.

Nun zur Sachlage:

Auf unserer Außenweide bei Schneeheide stehen seit etwa 5 Monaten fünf Islandpferde, Tag und Nacht. 80% der Weidefläche ist sehr offen, weitläufig und gut einsehbar. 20% haben einen moorigen Anteil mit partiellem Schilfbewuchs, den die Pferde gerne als Rückzugsort nutzen. Diese Weide ist bis auf den moorigen Teil zu dieser Jahreszeit kurz gefressen.

Am gestrigen Abend, gegen 20 Uhr, bekamen wir einen Anruf vom Jagdpächter, dass er auf unserer Weide ein Pferd geschossen hat, das nun vielleicht von einem Tierarzt erlöst werden müsste. Als wir zehn Minuten später eintrafen, fanden wir das bereits tote Pferd vor.
Diese Situation wurde von Polizei und Tierarzt dokumentiert und aufgenommen. Der Pressebericht der Polizei wurde bereits veröffentlicht und schildert nur sehr grob, die tatsächlichen Geschehnisse.

Weiterlesen

Niedersachsen: Mit Wildschwein verwechselt – Jäger erschiesst Islandpferd

Ein Jäger hat am Sonntag gegen 19 Uhr in der Gemarkung Kirchboitzen bei Walsrode (Heidekreis) ein Islandpferd erschossen. Gegenüber der Polizei sagte der 65jährige aus, dass er das Pferd mit einem Wildschwein verwechselt habe. Der Mann führte die Polizei zu dem Kadaver, der Weidepächter und die Pferdebesitzer, sowie ein Tierarzt waren ebenfalls vor Ort. Der Täter ist im Besitz eines gültigen Jagdscheins. Im hinteren Teil der Weide lag in bis zu 120 cm hohem Gras und Wildpflanzen das erschossene dunkelbraune Pferd. Die Polizeibeamten leiteten ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ein und gaben auch einen Bericht an den Landkreis Heidekreis als Waffenbehörde zwecks Überprüfung der Jagderlaubnis. PM/SE

Beitragsbild: Die Ähnlichkeit mit einem Wildschwein hält sich in Grenzen – Islandpferd mit Fohlen. Foto: SE

Amerika feiert landesweiten Jagd- und Fischereitag

Noch eine nachahmenswerte Idee aus Amerika: Am Samstag wurde in den USA der 45. landesweite Jagd- und Angeltag (National Hunting and Fishing Day, NHF) begangen. In mehr als 600 Städten verteilt über alle US-amerikanischen Bundesstaaten lebten Familien ihre Begeisterung für Jagd und Fischerei, für Outdoor-Aktivitäten und Naturschutz aus. Es begann im Jahr 1971 mit einer Idee, die der Inhaber eines Waffengeschäfts in Pennsylvania hatte: Es müsste einen speziellen Tag geben, an dem der Beitrag von Jägern und Anglern zum Naturschutz gewürdigt würde. Die Idee wurde zunächst von Jagd- und Angelverbänden Pennsylvanias aufgegriffen, und ein Jahr darauf legte der Gouverneur Pennsylvanias den 26. September als Pennsylvania’s Sportsmen’s Day fest. Schon 1971 schloss sich dann ein Senator aus New Hampshire der Auffassung an, dass ein Tag der Anerkennung für Jäger und Angler „lange überfällig“ wäre, wie Ken White in der Nevada Daily Mail schreibt. Er drängte den Präsidenten, jeweils den vierten Samstag im September zum National Hunting and Fishing Day zu erklären, und am 2. Mai 1972 unterzeichnete Präsident Richard Nixon das Gesetz, das den NHF zum offiziellen Feiertag machte.

Weiterlesen

Esel-Jäger: War eine Verwechslung…

Der Schweizer Jäger, der am Sonntag vier Esel eines Esel-Trekking-Unternehmens erschossen hat (JAWINA berichtete), hat gegenüber der Polizei angegeben, die Esel mit Rottieren (weiblichen Rothirschen) verwechselt zu haben. Gegenüber der Schweizer Tageszeitung Blick äußerte der für die Ermittlungen zuständige Kommandant der Gendarmerie du Châtelard Zweifel an der Aussage des 38jährigen: Bei einem Esel habe man das glauben können, aber nicht bei vier. Der Jäger soll vier Mal nachgeladen und insgesamt acht Schüsse abgegeben haben. Der Jagdverband von Arith hat dem Mann umgehend die Jagderlaubnis entzogen. Die Esel sollen sich im Unterholz am Randbereich der Weide aufgehalten haben.

Die Besitzerin der getöteten Esel, Sandrine Lassiaille, schrieb auf der Facebook-Seite ihres Esel-Trekking-Unternehmens Arpi’âne, dass sie die traurige Pflicht habe, „mit unbeschreiblichem Schmerz“die „Ermordung fast unserer gesamten Esel-Herde“ zu verkünden (C’est avec une douleur indescriptible que j’ai la tristesse de vous annoncer l’assassinat de presque l’intégralité de notre troupeau d’ânes). Der Beitrag ist über 3,8 Millionen Mal geteilt worden, viele Internetnutzer haben Beileid, Wut, Empörung und Unverständnis zum Ausdruck gebracht.

Leserkommentare auf der Facebook-Seite von Arpi’âne. (Screenshot)

Beitragsbild: Internetseite der französischen Esel-Trekking-Firma Arpi’âne. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Frankreich: Schweizer Jäger erschießt vier Esel

Ein Schweizer Jäger hat am Sonntag bei Arith im französischen Département Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes vier Esel geschossen. Die Tiere gehörten zu einem kleinen Hof, der insgesamt fünf Esel hielt. Wie 20min.ch berichtet, mussten die Tiere eingeschläfert werden, weil sie von Kugeln im Bereich der Beine verletzt worden waren. Der Mann hatte mit seinem Bruder bei der örtlichen Jagdgenossenschaft eine Lizenz zur Jagd auf Rehe, Hirsche und Wildschweine gelöst. Der Bruder des Schießers entschuldigte sich bei der Besitzerin der Esel, ohne Gründe für das Verhalten anzugeben. Die Besitzerin der getöteten Esel erhebt laut 20min.ch schwere Vorwürfe gegen den Schützen: Er habe gesehen, dass es keine wilde Tiere sind, hätte aber keinen Tierarzt gerufen: „Man versteckt sich und lässt die Tiere leiden, man haut ab und lässt die anderen das regeln.“ Der Direktor des Jagdverbandes Savoyen sagte dem Radiosender France Bleu Pays de Savoie, dass es sich bei dieser Tat nicht um einen Jagdunfall handle. Das Verhalten sei unverständlich und schade dem Ansehen der Jagd. SE

Cideo: France Bleu Pays de Savoie / YouTube

Bayern: Jäger nach SEK-Einsatz wieder frei

Der 44 Jahre alte Jäger, der am Freitag bei einem spektakulären SEK-Einsatz im oberfränkischen Plankenfels (Landkreis Bayreuth) verhaftet wurde (JAWINA berichtete), ist wieder freigelassen worden. Es bestünden keine Verdachtsmomente, die einen Haftbefehl rechtfertigen würden, teilte ein Polizeisprecher mit. Für den Einsatz war der Dorfkern abgeriegelt worden, Anwohner durften ihre Häuser nicht verlassen und wurden aufgefordert, sich nicht an den Fenstern zu zeigen, der Gasthof wurde evakuiert. Neben zahlreichen Polizisten wurden auch das Nürnberger SEK und ein psychologisch geschultes Verhandlungsteam hinzugezogen. Der Einsatz erfolgte wegen eines aufgrund von Sprachproblemen – der Anrufer sprach kein Deutsch – unverständlichen Notrufs, aus dem jedoch hervorgegangen sei, dass der Jäger möglicherweise Mitbewohner bedroht oder eine Geisel genommen hätte. Wie die Frankenpost berichtet, verließ der 44-jährige nach einiger Zeit das Haus in Begleitung einer Slowakin.

Weiterlesen

Bayern: SEK nimmt Jäger fest

Bei einem Einsatz des Sondereinsatzkommandos in Plankenfels (Landkreis Bayreuth) ist ein 44 Jahre alter Jäger festgenommen worden. Für den Einsatz wurde der Dorfkern abgeriegelt, Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Auf dem Internetportal nordbayern.de gibt es eine Bilderstrecke des Einsatzes zu sehen. Unklar bleibt, worum es bei dem Einsatz überhaupt ging. Medienberichten zufolge war bei der Polizei ein Notruf eingegangen. Der Anrufer vermittelte demnach den Eindruck, dass jemand bedroht werde. Auch eine mögliche Geiselnahme stand im Raum. Da der Anrufer sowie die übrigen Betroffenen kein Deutsch sprächen, bliebe der Sachverhalt wegen Verständigungsproblemen unklar. Es konnte auch nicht geklärt werden, ob überhaupt eine Waffe im Spiel war, berichtet die Welt. Nur dass sich ein „Vorfall im häuslichen Umfeld“ ereignet habe, stünde fest. Da der Beschuldigte, ein Deutscher, als Jäger jedoch Zugriff auf Waffen habe, sei das SEK angerückt: Man habe sämtliche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, sagte ein Polizeisprecher der Welt zufolge. Der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf nordbayern.de (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Südtirol: Jäger erschossen

Schlamperei mit tödlichem Ausgang: Im Trentino ist ein 71 Jahre alter Jäger an den Folgen einer Schussverletzung gestorben. Zu dem Unglück kam es laut stol.it, als eine Gruppe von Jägern in einer Jagdhütte in Vigo Rendena bei einem gemütlichen Abendessen beisammen saß. Dem Bericht zufolge zeigten sich die Jäger gegenseitig ihre Gewehre und begutachteten diese, als sich aus einer Waffe ein Schuss löste. Die Carabinieri ermitteln, man gehe jedoch „von einer Verkettung tragischer Umstände“ aus. SE

Beitragsbild: Waffe entladen? Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen, weil elementarste Sicherheitsvorschriften nicht beachtet werden. Foto: SE

Grizzly attackiert Bogenjäger

In der Gravelly Range im US-Bundesstaat Montana ist am Montag ein Bogenjäger von einem Grizzly attackiert und schwer verletzt worden. Der 57jährige Tom Sommer war mit einem Jagdfreund in dem abgelegenen Gebirgszug auf Wapitijagd, als sie den Bär entdeckten, der an einem Wapiti-Kadaver fraß. Der Bär griff sofort an, biss Sommer in den Oberschenkel, zerfetzte mit einem Prankenhieb sein Handgelenk und brachte ihm schließlich eine 41 Zentimeter lange klaffende Wunde am Kopf bei, die mit 90 Stichen (!) genäht werden musste. Sommers Jagdkumpan schaffte es, eine Dose mit Bärenspray zu leeren, was den Angriff etwas verlangsamte. Sommer selbst, so ist in der New York Times zu lesen, griff nach seiner Bärenspraydose so schnell, dass er es nicht schaffte, die Sicherung zu entriegeln. Während des Angriffs habe er es sich nicht erlauben können, nach unten auf die Dose zu gucken. Er rannte zweimal um einen Baum herum, wobei der die Dose verlor.

Weiterlesen

Dumm gelaufen: Jäger beim Wildkamera-Klau von anderer Wildkamera gefilmt

Motiv: Jagdneid

Ein österreichischer Jäger soll beim Diebstahl einer Wildkamera gefilmt worden sein – von einer anderen Wildkamera. Der Vorfall ereignete sich bereits Ende August, ist aber erst jetzt bekannt geworden. Die zweite Kamera hatte der 28 Jahre alte Besitzer der entwendeten Kamera vorsorglich angebracht, da in seinem Revier bei Feldkirchen (Kärnten) die Wildkameras immer öfter entwendet worden seien. Auf den Aufnahmen war der Täter gut zu erkennen: Hut, Gehstock und Armband des diebischen Jägers sorgten dafür, dass die Polizei ihn rasch ausforschen konnte, wie der ORF berichtet. Dabei hatte der Jäger die Tat akribisch geplant. Vorsichtig hatte er sich von hinten an die Kamera angeschlichen, mit Folie das Objektiv abgedeckt und dann die Batterien der Kamera entfernt. Nur die zweite Kamera hat er übersehen. Von der Polizei zur Rede gestellt, leugnete der Mann zunächst die Tat, das belastende Bildmaterial überzeugte ihn dann jedoch, dass ein Geständnis unvermeidlich sei. Das Motiv für den Diebstahl sei Jagdneid gewesen, gab der Täter an: Im Revier des Beklauten gebe es reichlich Rotwild, darunter einen starken Hirsch. Polizei und Staatsanwaltschaft haben Anzeige erstattet. Da der Mann dem ORF zufolge beeideter Jagdaufseher sein soll, droht im Fall einer Verurteilung weiteres Ungemach: Die Jagdkarte des diebischen Jägers steht auf dem Spiel. SE

Beitragsbild: Wildkamera. Foto: SE

Hausputz im Nistkasten – jetzt ist die Zeit dafür

Zum Ende des Sommers greifen Jäger und andere Naturschützer den überwinternden Singvögeln unter die Flügel: Reinigung und Neubau von Nistkästen stehen auf der Agenda.  Der DJV gibt Putztipps und veröffentlicht eine Bauanleitung für den geeigneten Vogel-Unterschlupf.

Überwinternde Singvögel wie Meise, Kleiber und Spatz suchen schon bald nach einem wetterfesten Unterschlupf für die kalten Jahreszeit. Jäger und andere Naturfreunde sollten jetzt mit der Säuberung von Nistkästen beginnen. Denn bei ausreichendem Futterangebot brüten viele Singvögel zweimal im Jahr. Sie überbauen dafür einfach das alte Nest mit weitreichenden Folgen: Neben dem fehlenden Platz für die Jungvögel, machen sich zudem lästige Untermieter wie Vogelflöhe, Lausfliegen oder Federlinge breit, die sich in altem Nistmaterial wohl fühlen und die überwinternden Vögel schwächen können. Der Deutsche Jagdverband (DJV) gibt Tipps zur richtigen Hilfe für unsere gefiederten Freunde.

Weiterlesen

Thüringen: Beim Hochsitzbau abgestürzt – Jäger schwer verletzt

Beim Bau einer Kanzel ist ein 55 Jahre alter Jäger bei Oberschöbling (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) abgestürzt und schwer verletzt worden. Bei der Montage verlor der Mann am Samstag gegen 15.30 Uhr das Gleichgewicht und stürzte ca. vier Meter in die Tiefe. Der aus dem Ilmkreis stammende Jäger zog sich bei dem Sturz schwere Verletzungen an Brustkorb und Hüfte zu. Er musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Bad Berka gebracht werden. SE

Beitragsbild: Nicht ungefährlich: Hochsitzbau. Foto: SE

Hat die Jagd ein Frauen-Problem?

In regelmäßigen Abständen werden in der Presse Jubelmeldungen lanciert, denen zufolge der Frauenanteil unter den Jägern steigt (z.B. hier oder hier oder hier), die „Jagd immer weiblicher“ werde. Auch der Deutsche Jagdverband (DJV) jubelt mit und folgert – vielleicht etwas voreilig, Jäger seien „moderner als ihr Ruf„. Ach wirklich? Schaut man sich die DJV-Seite mit den Porträts der Präsidiumsmitglieder an, so können einem starke Zweifel am Wahrheitsgehalt dieser Aussage und an der Fähigkeit des Präsidiums zur Selbstreflektion kommen: Da sind alles Herren abgebildet, fast ausnahmslos in reifem bis deutlich vorgerücktem Alter, gewandet in großkarierte Tweedsakkos oder Trachtenjanker. Der Verband und seine Repräsentanten vermitteln ein Bild von der Jagd, so angestaubt, vorgestrig und piefig, das ganz schlecht zur behaupteten Modernität passen will. Frauen kommen in der gesamten deutschen Jägerschaft auf einen Anteil von sieben Prozent, in den Jungjägerkursen liegt der Frauenanteil teilweise weitaus höher, bei zwanzig, dreißig, mitunter sogar knapp fünfzig Prozent. Wie vor diesem Hintergrund und der angeblich angestrebten gesellschaftlichen Öffnung und Auffrischung des Erscheinungsbildes der Jagd ein DJV-Präsidium mit null Prozent Frauenquote zu bewerten ist, mag jeder selbst entscheiden.

Weiterlesen

Jäger betankt Lada Niva mit Wasserstoffperoxid – Grosseinsatz

Ein Jäger hat Wasserstoffperoxid, das zum Bleichen von Trophäen verwendet wird, in den Tank eines Lada Niva gekippt. Das Fahrzeug gehört laut Pressemitteilung der Polizei einer Jägervereinigung. In der Garage, in der der Niva abgestellt wird, wurde sowohl Wasserstoffperoxid als auch Benzin in Kanistern gelagert. Dieser Fauxpas führte am Dienstag zu einem langwierigen Gefahrguteinsatz in Schlangenbad-Niedergladbach, wie die Feuerwehr Wiesbaden berichtet: 50 Einsatzkräfte waren rund fünf Stunden im Einsatz, um die Gefahr zu beseitigen. Ein Werkstattmitarbeiter wurde leicht verletzt.

Weiterlesen

Bayern: Ohne Führerschein gefahren – Jagdschein weg

Ein 55 Jahre alter Jäger aus dem Allgäu, der mehrfach ohne Führerschein Auto gefahren ist, muss Jagdschein und WBK und in der Folge seine Jagdwaffen nebst Munition abgeben. Wie das Onlineportal all-in.de berichtet, hatte das Landratsamt Ostallgäu als zuständige Waffenbehörde dem Mann wegen der wiederholten Fahrten ohne Führerschein die waffenrechtliche Zuverlässigkeit aberkannt. Da er der Aufforderung, Waffen und Munition abzugeben, nicht nachkam, beschlagnahmte das Landratsamt diese dem Bericht zufolge. Das führte zu einem Verfahren vor dem Amtsgericht Kaufbeuren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Da der 55jährige mehrfach wegen der Fahrten ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden war, verhängte das Gericht all-in.de zufolge eine Freiheitsstrafe von elf Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. SE

Beitragsbild: Schneller weg, als man denkt – der Jagdschein. Foto: SE

Jäger brutal verprügelt – wer kennt diese Typen?

Am Samstag, 15.07.2017 ist  in der Waldgemarkung Morshausen (Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz) gegen 16.50 Uhr ein dort zuständiger Jagdhüter bei einer Revierfahrt sowie weitere Waldspaziergänger auf eine Gruppe von Männern mit Motocrossrädern ohne Kennzeichen gestoßen. Als durch die Zeugen die Weiterfahrt der Geländekradfahrer verhindert und von den bisher unbekannten Männern ein Lichtbild gefertigt werden sollte, wurde der Jagdhüter durch einen der Kradfahrer mit einem Faustschlag auf das Auge schwer verletzt und fiel zu Boden. Danach wurde durch den Täter ein Baumast vom Boden aufgehoben und versucht, auf den Jagdhüter einzuschlagen, was jedoch durch einen eingreifenden Zeugen verhindert werden konnte.

Weiterlesen

Österreich: Wölfe auf dem Truppenübungsplatz sorgen für Diskussionen

+++ WWF: Jäger in Niederösterreich sollen „Hetze“ gegen Wolf beenden +++ NRW: Landwirte im Kreisverband Ennepe-Ruhr/Hagen entzünden Mahnfeuer gegen Wölfe +++

Die wachsende Wolfspopulation auf dem niederösterreichischen Truppenübungsplatz Allentsteig sorgt für Streit zwischen Bauern, Jägern und Naturschützern. Die zunehmende Zahl von Nutztierrissen verärgert die Bauern, die mittlerweile stark dezimierte Mufflonpopulation und die zunehmend problematische Entwicklung beim Rotwild erzürnt die Jäger. „Die Ausrottung einer Wildart, die seit Jahrzehnten im Truppenübungsplatz gelebt hat, ist anscheinend egal. Wenn nur der liebe Wolf wieder da ist“, beklagte Bezirksjägermeister Gottfried Kernecker in einer von nön.at zitierten Mail. Der österreichische WWF forderte die Jäger in Niederösterreich derweil auf, ihre angeblich „Hetze“ gegen den Wolf einzustellen: „Es ist nicht nur ein Skandal, dass Teile der Jägerschaft offen für den Abschuss von geschützten Wildtieren werben, um die sie sich stattdessen per Landesgesetzgebung zu kümmern haben. Wer den Abschuss von Wölfen bewirbt, ist mit dem Straf-, Jagd- und Naturschutzgesetz konfrontiert und bewegt sich hart an der Grenze der Legalität. Der Wolf ist eine nach EU-Recht und Landesgesetzen geschützte Art, die auf Grund von intensiven Schutzbemühungen in den Nachbarländern erst zaghaft wieder nach Österreich zurückkehrt und nicht getötet werden darf“, so Christian Pichler, Artenschutz-Experte beim WWF Österreich in einer Pressemitteilung.

Weiterlesen

Sachsen: Büffel blockiert Bundesstraße

Ein ca. 800 Kilo schwerer Wasserbüffel namens Obi, der am Sonntag Nachmittag aus seiner Koppel ausgebrochen war, sorgte für eine Sperrung der Bundesstraße 186 zwischen Zwenkau und Leipzig. Zwischenzeitlich schlug er sich in die Büsche und versteckte sich im Wald. Am Zwenkauer See trieb er einige Angler in den See, die daraufhin Notrufe von ihren Mobiltelefonen absetzten. Fünf Polizeibeamte und die Besitzerin des Büffels versuchten, das Tier in ein provisorischen Gatter zu treiben, aus dem der Koloss jedoch bald wieder ausbrach. Mittlerweile hatte die Polizei einen Jäger angefordert, der das Tier notfalls erschießen sollte. Aus dem Weidmannsheil auf Büffel an einer Landstraße bei Leipzig wurde dann aber nichts: Beim letzten Versuch gelang es den Polizisten und der Büffelbesitzerin, Obi in den Pferch zu treiben. Es soll jetzt untersucht werden, wie der Büffelbulle den Stromzaun, der seine heimische Koppel umgibt, überwinden konnte. SE

Beitragsbild: Wasserbüffel. Foto: SE

Österreich: Jäger stirbt bei Sturz vom Hochsitz

Ein 62 Jahre alter Jäger ist von einem Ansitz in der Nähe von Kainach bei Voitsberg in der Steiermark nicht zurückgekehrt. Der Mann war Dienstag früh gegen vier Uhr aufgebrochen, um 10.45 fand der Notarzt die Leiche des Jägers in unwegsamem Gelände. Der Verunfallte wies schwere Kopfverletzungen auf. Wie Nachrichten.at berichtet, steht der Hochsitz an einer sehr steilen Stelle. Es sei unklar, ob der Mann von der Leiter des Hochsitzes gefallen und dann die Böschung herabgestürzt war, oder ob er nur die Böschung herabgerutscht sei. Der Hochsitz ist unbeschädigt, es liegen keine Hinweise auf Fremdverschulden vor. SE

Beitragsbild: Hochsitze (Symbolbild). Foto: SE

Verdacht auf Kindesmissbrauch – Jäger muss vor Gericht

Ein 46 Jahre alter Jäger aus dem Kreis Gütersloh, dem vorgeworfen wird, drei zur Tatzeit zwischen neun und zehn Jahre alte Mädchen sexuell belästigt und mit seinen Jagdwaffen eingeschüchtert zu haben (JAWINA berichtete), muss sich vor Gericht verantworten. Inzwischen sind weitere Tatvorwürfe hinzugekommen: Weil bei einer Hausdurchsuchung „Jugendpornographie“ gefunden wurde und der Mann zudem beschuldigt wird, den Kindern Alkohol eingeflößt zu haben, hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Kindesmissbrauchs, Besitzes von Jugendpornographie und Körperverletzung erhoben, wie das Westfalenblatt berichtet. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe. Jagdschein und WBK des Mannes sind bereits eingezogen worden. SE

Beitragsbild: Munition – der Jäger soll die Kinder durch das Vorzeigen von Waffen und Munition eingeschüchtert haben. Foto: SE

Bekämpfung invasiver Arten: Mehr Mitsprache für Jäger und Fischer

Jäger und Fischer sollen bei der Bekämpfung invasiver Arten mehr Mitsprache erhalten. Dies sieht die am Mittwoch im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit beschlossene Ausschussfassung eines Gesetzentwurfes der Bundesregierung (18/11942) vor. Für den Entwurf stimmten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD. Die Oppositionsfraktionen stimmten dagegen. Die abschließende Beratung steht am heutigen Donnerstag [Anm d. Red.: Laut Tagesordnung allerdings erst um 0:25 Uhr, also morgen] auf der Tagesordnung.

Der Gesetzentwurf dient der Umsetzung und Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014. Ziel der Verordnung sei es, „die nachteiligen Auswirkungen invasiver gebietsfremder Arten auf die biologische Vielfalt und die mit ihr verbundenen Ökosystemdienstleistungen zu verhindern, zu minimieren und abzuschwächen“, schreibt die Bundesregierung.

Weiterlesen

ASP in Tschechien: DJV bittet Jäger um erhöhte Aufmerksamkeit

Nachdem die ersten beiden Fälle der Afrikanischen Schweinepest in der Tschechischen Republik nachgewiesen wurden (JAWINA berichtete), appelliert der DJV an alle Jägerinnen und Jäger in Deutschland, in Alarmbereitschaft zu sein. Entdeckt wurden zwei infizierte Schweine. Der nächstgelegene Fundort ist 400 Kilometer entfernt in der Ukraine.

Kürzlich wurden zwei Wildschweine etwa 300 Kilometer südöstlich von Prag entdeckt, die an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestorben waren. Damit ist die Afrikanische Schweinepest nur noch rund 300 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt. Wie das Virus dorthin gelangt ist, bleibt unklar. Der räumlich nächstgelegene Nachweis liegt 400 Kilometer entfernt in der Ukraine. In der Slowakei, dem östlichen Nachbarn auf dem Weg in die Ukraine, wurde bisher kein ASP-Ausbruch gemeldet.

Weiterlesen

Jagdvertreter zieht in die Vertreterversammlung der SVLFG ein

Spitzenkandidat Dr. Hans-Heinrich Jordan hat es in die Vertreterversammlung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau geschafft. Das Ergebnis der Sozialwahl steht fest.

Der Wahlausschuss der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat heute das Ergebnis der Wahlen zur Vertreterversammlung verkündet. Als Vertreter der Jagdliste zieht Dr. Hans-Heinrich Jordan in die Vertreterversammlung ein. „Wir können die Interessen der Jagdrevierinhaber in der SVLFG sehr viel besser vertreten, wenn wir selbst mitreden können“, sagte Dr. Jordan.

Bei der Sozialwahl wurden die Vertreter der Versicherten in der gesetzlichen Unfallversicherung gewählt. Dabei gab es nur in der Gruppe der „Selbstständigen ohne fremde Arbeitskräfte“ eine Wahl mit Wahlhandlung. Dabei haben der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Bayerische Jagdverband (BJV) gemeinsam eine Liste aufgestellt und gemeinsam für eine bessere Vertretung der Jagdinteressen in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft gekämpft. Die Liste wurde allerdings nicht als gemeinsame „Liste Jagd“ der beiden Verbände zugelassen, sondern nur als „Freie Liste“.

Weiterlesen

„Parteifilzdurchsetztes DJV-Präsidium“?

Eine Gruppe von „AfD-nahen Jägerinnen und Jägern aus Hessen“ fühlt sich vom Deutschen Jagdverband (DJV) diskriminiert, weil dieser die Partei bei seinen Wahlprüfsteinen nicht berücksichtigt hat. Wir dokumentieren die Beschwerde der AfDler und die Entgegnung des DJV.

Am 9.6 ging folgende Mail in der JAWINA-Redaktion ein:

Sehr geehrte Damen und Herren der Jagdpresse,

im Zuge der Bundestagswahl wird der Deutsche Jagdverband wie üblich seine  Wahlprüfsteine veröffentlichen. Wie zu erfahren war , hat der DJV die Alternative für Deutschland (AfD) , die mittlerweile in 13 Landtagen mit zum Teil bis zu 25 % Stimmenanteil gewählt wurde und gute Chancen hat,in den nächsten Bundestag einzuziehen , aus fadenscheinigen Gründen von der Befragung ausgeklammert. Die ebenfalls derzeit nicht im Bundestag vertretene FDP/DVP  hingegen wohl beteiligt.

Wir , eine Gruppe aus AfD nahen Jägerinnen und Jägern aus Hessen und z.T.  Mitglieder, sind  über diese willkürlichen Vorgehensweise eines angeblich neutralen Verbandes entsetzt und unglaublich enttäuscht; gerade weil die AfD bisher immer auf Betreiben von uns Jägern und Schützen in der Partei deutlich jagd-und waffenrechtsfreundliche Positionen in Ihrem Programm vertritt. Es zeigt hier  doch das schwarz-gelb und evtl. auch rot parteienfilzdurchsetzte DJV- Präsidium sein wahres,undemokratisches Gesicht. Wir werden uns dieses satzungswidrige Verhalten nicht gefallen lassen und hoffen , dass Sie dies ähnlich sehen und das Thema entsprechend aufgreifen !  Wir werden hier am Ball bleiben.

i.A.

Fritz Müller, Frankfurt a.M.

Wir haben diese Mail mit der Bitte um Stellungnahme an die Pressestelle des Deutschen Jagdverbands (DJV) weitergeleitet. Die Antwort des DJV geben wir im Folgenden im Wortlaut wieder:

Weiterlesen

Österreich: Steinwild-Kooperation von Jägern und Nationalpark Hohe Tauern

Beim Steinwildtag im Nationalparkzentrum in Mittersill trafen Vertreter des Nationalparks Hohe Tauern und Steinwild-Hegegemeinschaften aus Kärnten, Salzburg und Tirol einander, um Informationen auszutauschen und Strategien zu einem gemeinsamen Wildtiermanagement zu entwickeln. „Da sich das Steinwild weder an Gemeinde- noch an Ländergrenzen orientiert, ist es auch für uns als Nationalpark ganz wichtig, dass diese Hohe-Tauern-Gesamtsicht im Management dieser Tierart zum Tragen kommt. Das ist eigentlich das Herausragende dieser Hegegemeinschaften und dieser Steinwildtagung, dass es kein Revierdenken gibt, sondern nach den Bedürfnissen dieser Wildart gehandelt wird“, hob Nationalparkreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler anerkennend hervor. Deswegen war und ist das Projekt der Wiedereinbürgerung auch sehr erfolgreich. Heute leben etwa 1000 Stück Steinwild in den Hohen Tauern und betrachtet man das Lebensraumpotenzial, könnten es auch gar nicht viel mehr sein. Das Auswildern von Tieren findet nicht mehr statt, die natürliche Reproduktion ist ausreichend und nachhaltig.

Weiterlesen

Schalldämpfer für Jäger auch in Hessen möglich

Nach der Veröffentlichung zur „Verwendung von Schalldämpfern für Jagdlangwaffen bei der Jagdausübung“ im Hessischen Staatsanzeiger vom 5. Juni 2017 können Schalldämpfer ab sofort und unabhängig von einer etwaigen Vorschädigung des Gehörs beantragt werden. Dies hatte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) auf dem Landesjägertag des Landesjagdverbandes Hessen in Lorsch bereits angekündigt.

LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger hatte das hessische Innenministerium mehrfach persönlich aufgefordert, Genehmigungen für Schalldämpfer zu erteilen: „Es ist auch nicht gerechtfertigt, diese nur für Jagdpächter, Förster oder Berufsjäger zu genehmigen“.

Weiterlesen

Österreich: Verwaltungsgerichtshof spricht Jägern Recht auf Kurzwaffe zu

Nach einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2014, das Jägern das Bedürfnis für eine Kurzwaffe absprach, stellten österreichische Behörden keine entsprechenden Waffenpässe für Jäger mehr aus. Zu Unrecht, wie der österreichische Verwaltungsgerichtshof (VwGH) nun entschieden hat. Geklagt hatte ein Jagdaufseher aus dem niederösterreichischen Bezirk Hollabrunn, dem die Bezirkshauptmannschaft die Ausstellung eines Waffenpasses verweigert hatte. Das Gericht stellte fest, dass das österreichische Waffengesetz als Bundesgesetz die Landesjagdgesetze zu berücksichtigen habe, erläutert der Wiener Anwalt Raoul Wagner, der das Urteil erstritten hat, gegenüber dem Kurier. Dies sei auch in anderen Waffenrechtsfragen „spannend“, erklärte Wagner im Hinblick auf das Bundesland Kärnten, das Schalldämpfer für Jagdwaffen freizugeben beabsichtige. SE

Beitragsbild: Kurzwaffen (Symbolbild). Foto: SE

Niedersachsen: Jäger finanzieren Schutz des Birkwilds

Die Balz des Birkwilds mit dem charakteristischen „Kullern“, ist jedes Jahr ein beeindruckendes Naturschauspiel. Von April bis Mai ist die Paarungszeit beim Birkwild, bei der das Kullern – eine anhaltende, tieftonale Lautäußerung des Birkhahns – bis zu drei Kilometer weit zu hören ist. Flankiert von einer Art Tanz, bei der die Birkhähne zwischen einer Dominanz ausdrückenden aufrechten Haltung und kleinen Sprüngen hin- und her wechseln, ist die Birkhuhnbalz ein Naturschauspiel der besonderen Art. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) unterstreicht den Beitrag der Jägerschaft zum Schutz des Birkwilds.

„Das Birkwild war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein Charaktervogel der norddeutschen Moore und Heiden. Heute verfügt Niedersachsen mit einer Restpopulation von etwa 200 Birkhühnern im Großraum der Lüneburger Heide, über eines der letzten autochthonen Vorkommen in Mitteleuropa“, so Dr. Egbert Strauß, Wildbiologe der Landesjägerschaft und Experte auf dem Gebiet der Birkhuhnforschung. Bei einem bundesweiten Vorkommen von etwa 1.200 Individuen komme dem Birkwildvorkommen in Niedersachsen eine besondere Bedeutung zu.

Weiterlesen

Pistole unterm Kopfkissen – Jäger schießt sich ins Bein

Die – in diesem Fall vielleicht nicht völlig unberechtigte – Angst vor Einbrechern ist einen 21 Jahre alten Jäger aus der niedersächsischen Stadt Pattensen teuer zu stehen gekommen: Vor kurzem war in das Einfamilienhaus eingebrochen worden, in dem der 21jährige mit seinem Vater wohnt. Die unbekannten Täter hatten auf der Suche nach Beute den gesamten Hausstand verwüstet, wie die Bild-Zeitung berichtet. Als der Sohn nun in der Nacht auf Mittwoch allein in dem Haus übernachtete, legte er sich die geladene 9-mm-Pistole unter das Kopfkissen, die er als Jäger legal besaß. Als er morgens nach der Pistole tastete, löste sich ein Schuss, das Geschoss traf den Mann in den linken Oberschenkel. Ein Notarzt brachte den Verletzten ins Krankenhaus. Für die Polizei ist die Sache dem Bericht zufolge eindeutig ein Unfall, was jedoch nicht ausschließt, dass der Vorfall die waffenrechtliche Zuverlässigkeit des Verunglückten in Gefahr bringt. SE

Bild: Pistole (Symbolbild). Quelle: Wikipedia, Autor: MoserB