Schlagwort-Archive: Jäger

Bayern: Jäger zu Bewährungsstrafe verurteilt

„Paar auffe Fresse“ keine Option für Legalwaffenbesitzer

Ein Musterbeispiel jagdlicher Kameradschaft wurde vor dem Schöffengericht Altötting verhandelt: Es begann damit, dass ein 30 Jahre alter Jäger und Revierpächter seine Jagdwaffe dem Vater seiner Freundin in die Hand gedrückt hatte, der allerdings kein Jagdscheininhaber und damit nicht berechtigt ist, eine Schusswaffe zu führen – auch nicht kurz. Dummerweise wurde die Handreichung von der Wildkamera eines Mitjägers aufgezeichnet, der, einer alten deutschen Tradition folgend, auch gleich Anzeige gegen den Jäger erstattete und das Beweismaterial mitlieferte. Bei der daraufhin anberaumten Hausdurchsuchung fand die Polizei bei dem Jäger eine Signalpistole, Kriegswaffenmunition, Übungshandgranaten und ein verbotenes Butterfly-Messer, wie der Alt-Neuöttinger Anzeiger berichtet. Der Jagdschein des Mannes wurde bei der Gelegenheit gleich beschlagnahmt. Für so viel Ungemach revanchierte sich der Angezeigte, indem er bei einer Jagdversammlung dem Anzeiger einen Faustschlag verpasste. Rückblickend wohl keine gute Idee:

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Angebliche Wolfskirrung: Peta zeigt Jäger an

Die militante Tieschutzorganisation Peta hat zwei Brandenburger Jäger aus Baruth (Landkreis Teltow-Fläming) angezeigt, weil sie angeblich eine Schafweide absichtlich schlecht gesichert hätten. Peta unterstellt, die Jäger hätten Wölfe so zu einem Schafsriss verführen wollen, um sie nach der Brandenburger Wolfsverordnung erlegen zu können. Die Jäger bestreiten die Vorwürfe: Die Koppel sei ordnungsgemäß gesichert, der zuständige Amtstierarzt habe die Schafweide „als vorbildlich gelobt“, berichtet die Bild-Zeitung. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Bild-Zeitung (Screenshot).

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern Nos und HW für die Hinweise!

 

„Die Natur ist eine Kulturlandschaft in der es Regeln gibt“

Am 9. Mai kommt der Dokumentarfilm „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ bundesweit in die Kinos. Im Gespräch mit dem DJV verrät Regisseurin Alice Agneskirchner, warum sich der Film sowohl für Jäger, als auch für Zuschauer ohne Jagdschein lohnt.

Alice Agneskirchner ist keine Jägerin. Trotzdem hat sie einen Film über die Jagd gedreht, der diese Woche in über 160 Kinos in Deutschland anläuft. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat mit ihr kurz vor Kinostart über ihren neuen Film „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur“ gesprochen.

DJV: Frau Agneskirchner, wie kam es zu der Idee einen Film über die Jagd zu machen?

Agneskirchner: Als Dokumentaristin bin ich Chronistin unserer Gesellschaft und unserer Zeit. Ich war neugierig, wie die Jagd in einem Land, in dem ein hoher Wildbestand vorhanden ist, geregelt wird. Wie leben wir mit dem Wild, was es da draußen gibt?

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Rheinland-Pfalz: Pferde erschossen – Jäger verurteilt

Ein Kölner Jäger, der im Oktober 2017 bei Katzwinkel (Landkreis Vulkaneifel) zwei Pferde erschossen hat, weil er sie mit Wildschweinen verwechselte, ist vom Amtsgericht Daun wegen „grundloser Tötung eines Wirbeltiers, tateinheitlich mit Sachbeschädigung in zwei tatmehrheitlichen Fällen“ zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 100 Euro verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Hergang der Tat warf Fragen auf, die vor Gericht nicht abschließend geklärt werden konnten. Wie der Volksfreund berichtet, hat der zur Tatzeit 57 Jahre alte Jäger aus 110 bis 120 Metern Entfernung auf die Pferde geschossen, die ein Stockmaß von 1,58 bzw. 1,65 Metern hatten. Beide Pferde wurden in der Herzgegend getroffen und waren sofort tot. Die Pferde können also nicht gelegen haben, wie die Besitzerin der Pferde dem Volksfreund zufolge vermutete. Die Sicht soll schlecht gewesen sein.

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Filmstart: „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“

Ab 9. Mai zeigen über 160 Kinos den Dokumentarfilm „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“. Auf mehreren Kanälen verlost der DJV Kinogutscheine.

Jedes zehnte Kino in Deutschland zeigt ab 9. Mai den Film „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“. Nach Angaben des NFP-Filmverleihs sei diese Zahl für einen Dokumentarfilm außergewöhnlich hoch. Kurz vor Kinostart verlost der Deutsche Jagdverband (DJV) Kinogutscheine auf seiner Internet-Seite www.jagdverband.de und in den sozialen Medien.

Regisseurin Alice Agneskirchner nimmt den Zuschauer mit in einen faszinierenden Mikrokosmos: unseren deutschen Wald. Der Film zeigt die Jagd wirklichkeitsnah, unvoreingenommen und ist ein filmisches Erlebnis mit beeindruckenden Naturbildern. Er thematisiert Jagd als gesellschaftliches Phänomen jenseits von Pathos und Naturtümelei. Es geht um die Frage, was Natur ist, ob es sie noch gibt und wie der Mensch seinen Lebensraum mit dem Wildtier teilt.

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Mecklenburg-Vorpommern: Jäger überfährt Motocrosser

Ein Jäger ärgerte sich über zwei Motocorssfahrer, die unerlaubt auf den Waldwegen in seinem Revier herumbretterten. Weil er sie zur Rede stellen wollte, nahm er die Verfolgung in seinem Geländewagen auf. Der Vorfall spielte sich am 30.04. gegen 17 Uhr bei Bennin, einem Ortsteil der Gemeinde Vellahn (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ab. Bei der Verfolgungsjagd fuhr der 56 Jahre alte Jäger zu dicht auf die Maschine des 38jährigen Motocrossfahrers auf. Der Motocrossfahrer stürzte und wurde nach aktuellem Ermittlungsstand durch den Geländewagenfahrer überfahren. Hierbei erlitt er schwerste Verletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik in Hamburg Hamburg verbracht. Durch den Bereitschaftsstaatsanwalt wurde eine kriminaltechnische Untersuchung beider Fahrzeuge unter Zuhilfenahme eines DEKRA-Sachverständigen angeordnet, teilt die Polizei mit.

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Vergiftete Greifvögel: Tatverdächtiger ermittelt

Im Fall der bei Cappeln vergifteten Greifvögel (JAWINA berichtete) ist ein Tatverdächtiger gefunden worden. Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber JAWINA, dass die Polizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und eine Hausdurchsuchung durchgeführt habe. Das Ergebnis der Untersuchungen der im Haus des Tatverdächtigen aufgefundenen Substanzen und das anschließende Verfahren müssten jedoch noch abgewartet werden, so der Polizeisprecher. Er dementierte damit einen Bericht der Oldenburgischen Volkszeitung (OV), nach dem der Giftleger bereits überführt sei. Der offenbar dringend Tatverdächtige ist – Überraschung! – ein Jäger, der in dem betroffenen Gebiet die Jagd ausübt. Das dürfte sich, wenn sich die Tatvorwürfe erhärten lassen, langfristig erledigt haben. Der Leiter des Hegerings Cappeln, Stephan Eilers, äußerte sich – etwas voreilig vielleicht – gegenüber der OV entsetzt darüber, dass der Beschuldigte Mitglied im Hegering ist. Der Tatverdächtige ließ sich sehr zügig auch ohne die vom Nabu geforderte „einstweilige Einziehung der Jagdscheine von allen im Revier tätigen Jägern“ ermitteln. SE

Beitragsbild: Headline der OV mit der (zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch) Falschmeldung, dass der Giftleger überführt sei (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Bayern: Landkreis Regensburg richtet dezentrale Sammelstellen für Wildschweinkadaver und Aufbrüche ein

+++ Hessen: Landkreis Waldeck-Frankenberg schafft Desinfektionsschleuse für Fahrzeuge an +++ Bayern: Landkreis sucht „Verwahrstellen für tote Wildschweine

Der Landkreis Regensburg hat ein Konzept für die flächendeckende Sammlung und Entsorgung von Aufbruch (Schlachtabfälle) beziehungsweise Tierkörpern von Wildschweinen erarbeitet, das der Vorbeugung der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) dienen soll. Landrätin Tanja Schweiger, der Leiter des Veterinäramtes, Dr. Reinhold Schoierer, sowie der Leiter des Sachgebiets für öffentliche Sicherheit und Gewerbewesen, Karl Frank, haben die Maßnahmen am Mittwoch in einem Pressegespräch erläutert. Zudem haben sie die für den potenziellen Seuchenfall einzusetzende mobile Sammelstelle vorgestellt. Am Pressetermin nahmen weiterhin der Vorsitzende der Landes- arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (ARGE) im BBV, Albert Robold, BBV-Kreisobmann Johann Mayer und der Vorsitzende des Bezirksjagdverbandes Regensburg, Wolfgang Kemnitz, teil.

Auf Anregung von Landrätin Tanja Schweiger hat der Kreisausschuss in seiner letzten Sitzung beschlossen, einmalig die Kosten zur Aufstellung dezentraler Sammelbehälter zu übernehmen. Weil der Freistaat nur im Seuchenfall dafür Geld zur Verfügung stelle, hätten die Jäger als Anlieferer bei der Tierkörperverwertung selbst für die Kosten aufkommen müssen. Dies sei aus Sicht des Landkreises nicht zielführend, weswegen dieser die anfallenden Kosten übernehme, so die Landrätin.

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Neun vergiftete Greifvögel entdeckt – Nabu dreht frei

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger sichern durch Spende Fortbestand von Wildtierzentrum +++

„Ein noch nicht dagewesener Fall von Umweltkriminalität wurde am vergangenen Wochenende im Landkreis Cloppenburg entdeckt“, entrüstet sich der Nabu Niedersachsen – durchaus nicht zu Unrecht – in einer Pressemitteilung vom heutigen Tag (18.04.): „Neun vergiftete, tote Greifvögel konnten in einem kleinen Areal der Gemeinde Cappeln entdeckt und sichergestellt werden. Die Kriminalpolizei wurde sofort eingeschaltet. Der Nabu fordert die Landesjägerschaft zur Mithilfe bei der Aufklärung des Falles auf sowie die Einrichtung einer Stabsstelle Umweltkriminalität.“

So weit, so gut bzw. schlecht. Aber mit einer zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig überzogenen und ungerechtfertigten Forderung diskreditiert sich der Nabu selbst: „Bis zur Aufklärung des Falles fordert der Nabu weiterhin die einstweilige Einziehung der Jagdscheine von allen im Revier tätigen Jägern“, heißt es in der PM.

Es ist noch nicht einmal klar, ob ein Jäger hinter der Tat steckt (in der Vergangenheit wurden beispielsweise auch Brieftauben- oder Geflügelzüchter erwischt) – solange sind diese unbewiesenen Anschuldigungen zurückzuweisen. Dem Nabu sollte auch bekannt sein, dass Sippenhaft schon seit längerer Zeit keinen Platz mehr in unserem Rechtssystem. Solche Taten sind üblicherweise das Werk von Einzeltätern. Den Jägern des Reviers die Bildung einer kriminellen Vereinigung zu unterstellen, ist schon deshalb unstatthaft. Überdies sind unzulässige Verallgemeinerungen der Art, wie sie der Verband sie hier äußert, stets äußerst bedenklich: Es würde berechtigte Empörungsstürme hervorrufen, wenn aufgrund der illegalen Tat z.B. eines Flüchtlings, Migranten, Muslims oder Menschen mit dunkler Hautfarbe pauschale Anschuldigungen gegen die gesamte Gruppe erhoben werden würden. Soll die selbe Form von hetzerischen Anschuldigungen in Ordnung sein, nur weil es gegen Jäger geht? Nein, es bleibt Hetze – auch wenn es der Nabu macht. Hier ist eine Entschuldigung von den Verantwortlichen für diese Entgleisung zu fordern.

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Bayern: Jäger wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

Im September 2012 hat ein heute 57 Jahre alter Jäger und Büchsenmacher bei Schönwald im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel einen 26jährigen erschossen. Wegen dieser Tat wurde der Mann nun vom Landgericht Hof zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Das Gericht ging davon aus, dass sich der Schuss versehentlich gelöst habe, berichtet die Frankenpost. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Opfer wurde unmittelbar unter dem Hochsitz des Jägers von einer Kugel getroffen. Der Jäger hatte angegeben, dass sich beim Entladen der Waffe ein Schuss gelöst habe, ein Sachverständiger habe bestätigt, dass dies ein mögliches Szenario sei. Im Blut des Opfers war Medienberichten zufolge eine erhebliche Konzentration an Drogen festgestellt worden. Der junge Mann hatte sich wohl in Tschechien ausgiebig amüsiert und wollte dann benebelt die ca. 50 Kilometer bis zu seinem Wohnort laufen. In den Vorinstanzen war der Jäger bereits zu längeren Haftstrafen mit oder ohne Bewährung verurteilt worden. Der Jäger hat das jetzt ergangene Urteil angenommen. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Frankenpost. (Screenshot)

Sachsen-Anhalt: Bulle in der Innenstadt von Salzwedel erschossen – Peta erstattet Anzeige

Am Montag ist ein Jungbulle, der bei einem Bauern in der Nähe von Salzwedel ausgebrochen war, in die Innenstadt von Salzwedel gestürmt. Der Bulle galoppierte über den Parkplatz einer Bankfiliale und von da aus weiter Richtung Innenstadt, bis er von der Besatzung eines Streifenwagens gesichtet wurde. Die Polizisten drängten den Jungbullen ab, woraufhin er in den Burggarten floh. Die Tore des Burggartens wurde geschlossen, wodurch die Forstsetzung des Ausflugs unterbunden wurde. Das Ordnungsamt der Stadt Salzwedel hatte zwischenzeitlich eine Abschussgenehmigung bei der unteren Jagdbehörde beantragt und genehmigt bekommen, ein von der Polizei hinzugezogener Jäger erlegte das aggressive Tier.

Die radikale Tierrechtsorganisation Peta hat deswegen jetzt Anzeige gegen die Polizei, den Jäger und das Ordnungsamt der Stadt erstattet.

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NRW: Tödlicher Jagdunfall

Am Wochenende ist ein 38 Jahre alter Jäger aus Bad Berleburg-Schwarzenau (Kreis Siegen-Wittgenstein) bei einem Jagdunfall in seinem Revier in Richstein ums Leben gekommen. Der Jäger war am Freitag in sein Revier gefahren und nicht zurückgekehrt. Am darauf folgenden Samstag wurden die sterblichen Überreste des Mannes gefunden. Fremdverschulden ist nach ersten Ermittlungen der Polizei ausgeschlossen: Der Mann sei vermutlich gestolpert, wobei sich ein Schuss aus dem Repetierer löste, den er über der Schulter trug. red.

Beitragsbild: Repetierer (Archivbild) Foto: SE

Otte-Kinast: Wie man Wölfe erzieht

+++ Sachsen: Räude – Toter Wolf im Pferdestall +++ Brandenburg: Wolf reißt trächtiges Mutterschaf +++

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) begann ihre Rede beim Schwaneweder Kreisjägertag mit einem Seitenhieb auf ihren Amtsvorgänger: Bei „so einem Vorgänger“ – angesprochen fühlen darf sich der Grüne Christian Meyer – sei der Redebedarf mit den Verbänden groß. Die „wahren Grünen“, seien ohnehin die Jäger, stellte Otte-Kinast fest, denn sie erhielten die Kulturlandschaft, wie sie ist. Kein Wunder, dass die Ministerin von den Jägern „mit stehenden Ovationen“ verabschiedet wurde, wie der Weserreport berichtet. Als Beispiel für Pflege und Erhalt der Kulturlandschaft durch Jäger führte die Ministerin die intensive Bejagung der Nutrias an, die in Niedersachsen massive Schäden an Deichen anrichten: Während die Streckenliste für den Kreis Osterholz im Jagdjahr 2013/14 nur ein einziges Nutria verzeichne, sei die Strecke 2016/17 schon auf 282 und 2017/18 bereits auf 400 der invasiven Nager angewachsen, so der Weser-Kurier.

Otte-Kinast appellierte an die Jäger, einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch intensive Bejagung der Wildschweine vorzubeugen und kündigte an, dies durch Änderung des Jagdgesetzes erleichtern zu wollen. Die Verbraucher forderte die Ministerin auf, mehr Wildschweinfleisch zu essen. Sie selbst gehe mit gutem Beispiel voran, indem sie angeordnet habe, in der Kantine des Ministeriums jeden Mittwoch ein Wildschweingericht auf der Speisekarte stehen solle, wie der Weserreport berichtet.

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Schalldämpfer: Zwei-Klassen-Gesellschaft in Thüringen

+++ Baden-Württemberg: Besitzer tötet Jagdhund nach Beißvorfall +++ Thüringen: Patrone im Rucksack – Jäger hat Problem Sicherheitskontrolle am Flughafen Erfurt +++

Seit Monaten streiten sich das Thüringer Innen- und das Infrastruktur- und Landwirtschaftsministerium (letzteres ist auch für den Forst zuständig) um die Genehmigung von Schalldämpfern für Thüringer Jäger. Jetzt verkündeten die Ministerien einen Kompromiss, den man durchaus als einen faulen wird bezeichnen müssen: Demnach dürfen sich demnächst Berufsjäger und Forstbeamte einen Schalldämpfer für ihre Jagdwaffen zulegen, private Jäger aber nicht. Die Begründung, die der sozialdemokratische Innenminister Thüringens der Thüringer Allgemeinen zufolge dafür anführt, sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen: Demnach fürchten „Maiers Beamten“ (Georg Maier (SPD) heißt der Thüringer Innenminister), „dass die Schalldämpfer leicht in die Hände von Terroristen und Kriminellen gelangen könnten, wenn sie für ­Jäger zu kaufen seien.“ Ach so. Und diese Gefahr ist geringer, wenn nur Berufsjäger und Förster Schalldämpfer kaufen dürfen?

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Schweden: „Target elimininated“ – Gericht spricht Wolfsschützen frei

Das Bezirksgericht von Södertälje in der schwedischen Provinz Stockholms län hat einen Jäger freigesprochen, der einen Wolf erschossen hat, um seinen Hund zu retten. Wie die schwedische Jagdseite Svensk Jakt berichtet, kam das Gericht in dem dreitägigen Verfahren zu dem Urteil, dass die Schilderung des Wolfsangriffs durch den Jäger den Tatsachen entsprach. Demnach hat der Jäger einen unmittelbar bevorstehenden Angriff eines Wolfs auf ein Haustier in Übereinstimmung mit § 28 der schwedischen Jagdverordnung durch die Tötung des Raubtiers abgewehrt. Bevor er schoss, habe er laut geschrien und einen Warnschuss abgegeben und damit alles getan, um den Wolf nach Möglichkeit zu vertreiben. Die von der Staatsanwaltschaft vorgetragene Beschuldigung, der Jäger habe den Wolf nach dem Ende der offiziellen Wolfsjagd bewusst angelockt und seinen Jagdhund gewissermaßen als Köder benutzt, wies das Gericht als unbewiesen zurück. Der Jäger hatte nach dem Abschuss verschiedene Leute angerufen und Textnachrichten verschickt, in denen er den Tod des Wolfs verkündet habe. Unter anderem schrieb er „The target is eliminated“ (Das Zielobjekt ist ausgeschaltet). Dies Staatsanwaltschaft interpretierte dies als Hinweis auf eine geplante Vorgehensweise.

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Bundesrat bringt Gesetzesentwurf zur Verschärfung des Waffenrechts ein

Regelabfrage beim Verfassungsschutz für Legalwaffenbesitzer gefordert

Der Bundesrat plädiert für eine Verschärfung des Waffenrechts. Mit einem am 2. März 2018 beschlossenen Gesetzentwurf möchte er verhindern, dass Extremisten legal an Waffen kommen. Kritiker monieren, dass auch Jäger und Sportschützen auf diese Weise kriminalisiert würden. Der Gesetzesantrag wurde von den Landesregierungen Niedersachsen (Koalition von SPD und CDU) und Hessens (Koalition von CDU und Grünen) eingebracht. Dem Gesetzesentwurf des Bundesrats zufolge sollen Waffenbehörden vor der Erteilung eines Waffenscheins auch Auskünfte von Verfassungsschutzbehörden abfragen. Dies sei insbesondere dann sinnvoll, wenn der Antragsteller bisher polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten ist, aber die Verfassungsschützer eventuell schon Erkenntnisse haben, die gegen seine Zuverlässigkeit sprechen, begründen die Länder ihren Vorstoß. Bislang prüfen die Waffenbehörden lediglich das Bundeszentralregister, das zentrale staatsanwaltschaftliche Verfahrensregister und die Auskünfte der örtlichen Polizeidienststellen. Insbesondere die Ermittlungen gegen die NSU-Terrorzelle hätten gezeigt, so der Bundesrat in einer Pressemitteilung, dass der legale Waffenbesitz von Extremisten ein erhebliches sicherheitspolitisches Problem darstelle. Aktuell haben zudem gewaltbereite „Reichsbürger“ für Aufsehen gesorgt, die über legale Waffenarsenale verfügen.

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RLP: Jäger erhalten 50 Euro für Fallwildbeprobung

Umweltministerin Ulrike Höfken hat zum gestrigen ASP-Gipfel  unter anderem Vertreter der Landwirtschaft, Jagd, Tierärzte sowie der Städte und Gemeinden im Land zum Austausch über die aktuelle Situation der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Mainz geladen. „Auch wenn die Tierseuche in Deutschland bisher glücklicherweise weder bei Haus- noch Wildschweinen aufgetreten ist und wir uns mit einer Vielzahl an Maßnahmen gegen eine Einschleppung rüsten, müssen wir uns gemeinsam auf den Ernstfall vorbereiten“, sagte Höfken. Das zentrale Instrument der ASP-Bekämpfung – insbesondere beim Wildschwein – sei die Früherkennung, denn ein Impfstoff existiere bisher nicht. Wenn die Seuche zeitnah erkannt werde, bestehe noch die geringe Chance, sie zu tilgen. „Daher unterstützen wir die Jägerschaft ab sofort mit einer Prämie: Für die Beprobung von Fallwild erhalten Jägerinnen und Jäger jeweils 50 Euro. Außerdem übernimmt das Ministerium das Porto zum Versand der Probe“, so die Ministerin weiter. Wie das Umweltministerium auf Anfrage von JAWINA bestätigte, handelt es sich also ausdrücklich nicht um eine Abschussprämie – entsprechende Falschmeldungen kursieren in Netz – gefördert wird nur die Beprobung verendet aufgefundenen Schwarzwilds.

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Warum Jäger jagen gehen

Der DJV hat den Jägernachwuchs zur Motivation für den Jagdschein befragt. Die Ergebnisse zeigen: Jungjägern geht es um Naturerlebnis und -schutz sowie gesundes Fleisch. Fast jeder Zweite will sich ehrenamtlich engagieren.

Warum lassen sich jedes Jahr zehntausende Männer und Frauen zu Jägern ausbilden? Dieser Frage ist der Deutsche Jagdverband (DJV) auf den Grund gegangen. In Kooperation mit dem unabhängigen IfA-Marktforschungsinstitut Bremer und Partner (IfA) befragte der DJV Teilnehmer aus den Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung. Laut den aktuellen Ergebnissen geht es den Jungjägern besonders um Naturverbundenheit. Für Männer und Frauen ist dies mit einem Gesamtanteil von 77 Prozent der meist genannte Grund, das „Grüne Abitur“ zu machen. Mehr als die Hälfte der Befragten will Jäger werden, um einen Beitrag zum angewandten Naturschutz zu leisten (54 Prozent). Danach kommt die Freude an der praktischen Jagdausübung (50 Prozent). Auch der Genuss von Wildfleisch ist mit 47 Prozent unter den Top-4-Gründen, die Jägerprüfung abzulegen. Für Jägerinnen steht der Fleischerwerb durch die Jagd sogar an dritter Stelle. Bemerkenswert: Doppelt so viele Frauen (36 Prozent) wie Männer gaben an, dass die Jagdhundeausbildung eine wichtige Motivation ist, den Jagdschein zu machen. Nur sechs Prozent der Befragten geben als Motiv ein Interesse an Waffen an.

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Diebe festgenommen: Jäger hilft Polizei mit Wärmebildkamera

Besser ausgerüstet als die Polizei war ein Jäger in Grebenstein im nordhessischen Landkreis Kassel: Als der Jäger Samstag sich gegen Mitternacht auf den Heimweg von der Jagd machte, entdeckte er in der Nähe einer Landtechnikfirma „verdächtigerweise“ ein Auto mit ausländischen Kennzeichen, wie die HNA berichtet. Als er daraufhin das Firmengelände mit der Wärmebildkamera (WBK) absuchte, entdeckte er zwei Gestalten, die gerade damit beschäftigt waren, Teile eines Düngerstreuers im Wert von ca. 1000 Euro zu demontieren. Der Jäger verständigte den Firmeninhaber, dieser rief die Polizei. Diese nahm noch auf dem Firmengelände einen 23jährigen fest, sein Komplize war über den Zaun geklettert und über die Felder bis in eine Kleingartenanlage geflüchtet. Dort konnte er jedoch – wiederum unter Einbindung des mit seiner WBK Amtshilfe leistenden Jägers – entdeckt und ebenfalls verhaftet werden. SE

Beitragsbild: Wärmebildkamera. Foto: SE

DJV: Mehr Jäger in Deutschland

Zahl der Jagscheininhaber steigt kontinuierlich. Nordrhein-Westfalen liegt mit mehr als 91.000 Waidfrauen- und männern an vorderster Stelle. Bezogen auf die Bevölkerung gibt es im Norden die meisten Jäger: In Mecklenburg-Vorpommern kommt ein Jäger auf 124 Einwohner.

So viele wie nie zuvor: 383.828 Menschen in Deutschland besaßen im Jagdjahr 2016/17 (1. April bis 31. März) einen Jagdschein, 2.000 Personen mehr als noch 2015/16. Seit der Wiedervereinigung vor 27 Jahren gibt es nun über 72.500 Jägerinnen und Jäger mehr – ein Anstieg von knapp einem Viertel (23,3 Prozent). Die Bevölkerung wuchs im gleichen Zeitraum nur geringfügig. Den stärksten prozentualen Zuwachs gab es innerhalb des vergangenen Jagdjahres in Hamburg und in Mecklenburg-Vorpommern: Um jeweils über sieben Prozent stieg die Zahl der Jäger auf nun knapp 2.700 beziehungsweise rund 13.000. Diese und weitere Statistiken veröffentlicht der Dachverband der Jäger heute anlässlich der Jagdmesse „Jagd und Hund“.

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Heimatloser Hund apportiert Fasan für verdutzten Jäger

Eine rührende Geschichte (leider ohne richtiges happy ending) hat sich im US-Bundesstaat South Dakota zugetragen: Ein Jäger erlegte am 4. Januar in der Nähe des Sand Lake National Wildlife Refuge – einem geschützten Feuchtgebiet und Wasservogelparadies – einen Fasan. Dieser wurde dem verdutzten Jäger von einem ihm unbekannten Hund apportiert. Die gelbe Labrador-Hündin musste schon einige Tage bei bitterer Kälte ohne Schutz und Nahrung im Freien verbracht haben, berichtet die Onlinezeitung Watertown Public Opinion. Sie war sehr dünn und hatte Wunden an den Gelenken und Pfoten, die auf den ersten Blick wie Frostbeulen aussahen, sich später jedoch als Granulome entpuppten. Das hielt die Hündin aber nicht davon ab, dem fremden Jäger den erlegten Fasan ordnungsgemäß zu apportieren und auszugeben. Der Jäger verständigte den Fish & Wildlife Service (FWS), die amerikanische Jagd- und Fischereibehörde.

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Kinostart: Neuer Imagefilm des LJV NRW

„Die Jäger in NRW: Natur leben, lieben und schützen“ – der neue Imagefilm des Landesjagdverbands Nordrhein-Westfalen (LJV NRW) – kommt am Donnerstag (18. Januar) in die Kinos. In 26 Städten Nordrhein-Westfalens wird der 75-Sekunden-Spot zu sehen sein. Einen Monat lang wird der Film in 66 Kinos und 377 Vorführsälen zur besten Zeit ab 18 Uhr ausgestrahlt, um auch Nichtjägern einen Eindruck davon zu verschaffen, was Jäger tun und was sie bewegt. Bisher ist der Film im Internet über YouTube, auf Facebook und auf der Webseite des Landesjagdverbandes NRW zu sehen.

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Leseempfehlung: Die Geschichte von Uunartoq und Knud

Die Neue Zürcher Zeitung (wieder einmal…) bringt eine schöne Geschichte über den alten Jäger Uunartoq, der einem Jungen aus einem Kinderheim die traditionelle Lebensweise der Inuit vermittelt. Jagen, der Umgang mit den Schlittenhunden und die Teilnahme an Schlittenhundrennen gehören ebenso dazu wie die Kenntnis der Gefahren und Chancen in einer Welt aus Schnee und Eis: „Jäger im ewigen Eis: Auf Grönland zählt nur das Heute“ von Isabel Stettin (Text) und Sascha Montag (Fotos). Lesenswert. SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen Beitrags in der NZZ (Screenshot).

Baden-Württemberg: Jäger stirbt durch Schuss aus eigenem Gewehr

Am Sonntag Morgen ist ein 56 Jahre alter Jäger in einem Wald bei Sontbergen, einem Ortsteil der Gemeinde Gerstetten (Landkreis Heidenheim), durch einen Schuss aus seinem eigenen Gewehr ums Leben gekommen. Der Jäger war zur verabredeten Zeit nicht nach Hause gekommen, woraufhin sich seine Angehörigen auf die Suche begaben und den Leichnam des Mannes fanden. Wie die Südwest-Presse berichtet, konnte die Polizei anhand der Spuren den Unfallhergang rekonstruieren. Eine Straftat oder ein Suizid kann demnach ausgeschlossen werden. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Südwest-Presse. (Screenshot)

Schweiz: Jäger erschiesst vier Schafe

Ein Jäger hat am Samstag in einem Waldstück im Schweizer Kanton Thurgau vier Schafe erschossen. Er gab an, die Tiere mit Wildschweinen verwechselt zu haben. Drei weitere Schafe wurden vermutlich durch Querschläger so schwer verletzt, dass sie geschlachtet werden mussten. Die Kantonspolizei bestätigte dem St. Galler Tageblatt zufolge den Vorfall. Nach dem Vorfall zeigte sich der Jäger selbst an, die Polizei verständigte den Schafhirten. Der Präsident der Jagdgesellschaft erklärte gegenüber FM1 Today, dass es sich um einen „schweren Jagdfehler“ handle. Man schieße nur auf etwas, das man erkennt. Dem Jäger drohe der Verlust des Jagdscheins. red.

Beitragsbild: Schaf. Foto: SE

NRW: Jäger dürfen mehrere Schalldämpfer besitzen

Mit Erlass vom 26.10.2017 erkannte der NRW-Innenminister ein Bedürfnis für die Verwendung von Schalldämpfern durch Jäger bei der Verwendung von Langwaffen mit schalenwildtauglichen Kalibern grundsätzlich an. Da mit diesem Erlass der Bedarf bei Jägern in der Regel nur für einen Schalldämpfer anerkannt wurde, hat sich der LJV NRW umgehend beim Innenministerium dafür eingesetzt, auch den Erwerb mehrerer Schalldämpfer für Jäger grundsätzlich zu ermöglichen. Mit ergänzendem Erlass vom 17.11.2017 hat das Innenministerium nun laut LJV NRW noch einmal klar gestellt, dass die Nutzung verschiedener Waffen mit unterschiedlichen Kalibern und Einsatzgebieten als Begründung für das Erfordernis weiterer Schalldämpfer grundsätzlich ausreicht.

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Hessen: 76-jähriger erschiesst sich bei Jagd

Bei einer Treibjagd in einem Stadtteil von Heppenheim (Kreis Bergstraße) ist ein 76 Jahre alter Jäger von einem Mitjäger zusammengesackt aufgefunden worden. Der Mann wies eine Schussverletzung im Oberkörper auf. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Jägers feststellen. Wie die Bürstädter Zeitung berichtet, schließt die Polizei Fremdverschulden bislang aus. Die tödliche Kugel könne nur aus dem Repetierer des Getöteten stammen. Das Opfer hat dem Bericht zufolge 45 Jahre Jagderfahrung. An der Jagd waren 28 Jäger und sechs Treiber beteiligt. Nach dem Unglücksfall wurde die Jagd abgebrochen. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Bürstädter Zeitung (Screenshot).

Sachsen: Freistaat übernimmt Kosten für Trichinenuntersuchungen

Um Präventionsmaßnahmen gegen ein Ausbrechen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu stärken, hat Staatsministerin Barbara Klepsch entschieden, dass das für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerium vorläufig die Kosten für die Trichinenschau bei Wildschweinen übernimmt. Die Staatsministerin erklärte: »Die sächsischen Jäger leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der hohen Wildschweinbestände, dies verringert das Risiko einer Ausbreitung der Tierseuche Afrikanische Schweinepest (ASP). Deshalb sollen sie durch eine Erstattung der Trichinengebühr entlastet werden.«

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Schleswig-Holstein: Jagdgegner bedroht Jäger mit Pistole

Ein 46 Jahre alter Jagdgegner hat eine Gruppe von Jägern bei Uetersen (Kreis Pinneberg) mit einer Pistole bedroht. Der Vorfall ereignete sich bereits am 24. November, wurde aber erst jetzt bekannt. Offensichtlich habe der Mann „etwas gegen die Ausübung der Jagd im Grenzbereich von Uetersen und Groß Nordende“ gehabt, stellt die shz fest. Der Jagdgegner scheint seine Pistole vor den Augen der Jäger durchgeladen zu haben. Die Jäger, die legal Fasanen in dem Gebiet jagten, zogen sich daraufhin zurück und verständigten die Polizei. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei (SEK) rückte an und überwältigte den Jagdgegner in seiner Wohnung. Der polizeilich bislang unbescholtene Mann wurde vorläufig festgenommen, die Pistole entpuppte sich als Schreckschusswaffe. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber der shz, dass „das Ganze für den Uetersener Pistolenmann auch tragisch hätte ausgehen können:“ Schließlich seien die Jäger bewaffnet gewesen – hätten sie sich in einer vermeintlichen oder tatsächlichen Notwehrsituation mit ihren Jagdflinten verteidigt, wäre dies dem Pistolenmann wohl nicht gut bekommen. red.

Beitragsbild: Schreckschusswaffen (Revolver). Foto: SE

Slowakei: Jäger erschießt zwei Menschen nach Kneipen-Rauswurf

In der slowakischen Kleinstadt Hurbanovo hat ein Jäger Freitag Nacht zwei Menschen erschossen, nachdem er wegen fortgeschrittener Trunkenheit aus einer Bar herausgeworfen worden war. Einige Stunde nach dem Lokalverweis kehrte der 61jährige wieder, bewaffnet mit einer Pistole und einem Gewehr. Nachdem er einige Schüsse auf die 21 Jahre alte Kellnerin des Etablissements abgefeuert hatte, schoss er den 29 Jahre alten Freund der Kellnerin, der ihr helfen wollte ins Bein und tötete ihn anschließend mit einem Kopfschuss aus der Kurzwaffe, Danach richtete der Mann sich selbst. Die Kellnerin schwebte einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten zufolge am folgenden Tag noch in Lebensgefahr. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in den Stuttgarter Nachrichten (Screenshot)

Bayern: Polizei schnappt falschen Jäger

Hessen: Jäger ohne Jagschein verurteilt

Bei Zusmarshausen (Landkreis Augsburg) hat ein Jäger bei einer Kontrolle durch die Polizei einen offensichtlich gefälschten Jagdschein vorgezeigt. Bei der daraufhin erfolgtem Durchsuchung der Wohnung des 54jährigen fand die Polizei neben Waffen und Munition einen Vorrat an Blanko-Jagdscheinen sowie weitere Unterlagen, die den Verdacht erhärteten, dass der Mann seinen Jagdschein gefälscht habe. Da der falsche Jäger auch keinen Führerschein besitzt, wurde Anzeige wegen diverser Delikte wie Jagdwilderei, Fahren ohne Führerschein, Urkundenfälschung sowie Verstöße gegen das Waffengesetz erstattet. Die Polizei prüft, ob und wo der Mann gewildert hat.

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Jäger erwischt Bagger-Diebe mit Wärmebildkamera

+++ Wolf reißt Schaf im Stadtgebiet von Lübeck +++ Im Ammerland erschossener Wolf (JAWINA berichtete) stammt aus dem Cuxland-Rudel +++

Am Montagabend gegen 21 Uhr beobachtete ein 37-jähriger Jäger aus Kall (NRW, Kreis Euskirchen) den Diebstahl eines Baggers in der Nähe eines Aussiedlerhofs bei Keldenich. Von seinem Standort aus an einem Waldrand konnte der aufmerksame Jäger mit einer Wärmebildkamera beobachten, dass ein Mann an einem Gebüsch stand und sich offenbar versteckte. Dies kam dem Jäger merkwürdig vor. Er beobachtete weiterhin das Verhalten des Mannes mit seiner Wärmebildkamera. Zeitgleich näherte sich über die Landstraße 206 aus Richtung Zingsheim kommend ein Lkw, der mit zwei weiteren Männern besetzt war. Die ganze Aktion kam dem Jäger weiterhin eigenartig vor. Der Lkw war geeignet, um größere Maschinen aufzuladen und zu transportieren. Der Jäger konnte beobachten, wie die Männer in der Dunkelheit einen grünen Radlader stahlen, der auf einem eingezäunten Gelände an Feldern stand. Der Zeuge verständigte während seiner Beobachtungen die Polizei.

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NRW: Schalldämpfer für Jagdgewehre ab sofort erlaubt

Minister Reul und Ministerin Schulze Föcking: Gehör der Jäger und ihrer Hunde schützen

Jägerinnen und Jäger in Nordrhein-Westfalen können ab sofort Schalldämpfer für ihre Jagdgewehre verwenden. Das Innenministerium hat das in einem Erlass an die Waffenbehörden geregelt. „Diese Entscheidung war längst überfällig. Es geht darum, den Mündungsknall zu reduzieren, um das Gehör der Jägerinnen und Jäger sowie das ihrer Hunde effektiv zu schützen“, erklärte Innenminister Herbert Reul. Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking begrüßte die Entscheidung. „Unterm Strich bleibt ein großes Plus für die Gesundheit der Jägerinnen und Jäger – ohne Einbußen bei der Sicherheit“, sagte die Ministerin.

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Kampf mit dem Keiler

Im Westfalen-Blatt berichtet der Jäger, der bei einer Nachsuche im Maisfeld von einem Keiler schwer verletzt wurde (JAWINA berichtete) von seinem Kampf mit dem Keiler. Seine Büchse hatte der Jäger beim Sturz verloren, weshalb er „ein bis zwei Minuten lang, auf dem Boden liegend von dem Keiler bearbeitet wurde. Nette Geschichte, die Leser-Kommentare lösen wie üblich mittleres bis starkes Kopfschütteln aus. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags im Westfalen-Blatt. (Screenshot)

Sachsen-Anhalt: Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt- 60 Jagdwaffen sichergestellt

Bereits am Samstag gegen 15 Uhr ist ein 81 Jahre alter Jäger aus Niedersachsen tot in einem Waldstück bei Ballenstedt (Landkreis Harz) aufgefunden worden. Er hatte dort an einer Drückjagd in einem Privatwald teilgenommen. Die Todesumstände sind bislang ungeklärt, das Opfer wies eine tödliche Schussverletzung am Kopf auf. Die Polizei schließt einen Selbstmord bislang aus. Es sei unklar, ob es sich um einen Jagdunfall oder möglicherweise gar um ein Verbrechen handle. Die Jagdwaffen der ca. 60 Jagdteilnehmer wurden sichergestellt. Mit Hilfe ballistischer Gutachten soll nun geklärt werden, ob der tödliche Schuss aus der Waffe eines anderen Jagdgasts abgegeben wurde, und wenn ja, von welcher. Unklar sei bisher auch, ob der Schuss aus der Jagdwaffe des Opfers abgegeben worden sei. red.

Beitragsbild: Wald (Symbolbild). Foto: SE