Schlagwort-Archive: Jäger

Jagdvertreter zieht in die Vertreterversammlung der SVLFG ein

Spitzenkandidat Dr. Hans-Heinrich Jordan hat es in die Vertreterversammlung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau geschafft. Das Ergebnis der Sozialwahl steht fest.

Der Wahlausschuss der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat heute das Ergebnis der Wahlen zur Vertreterversammlung verkündet. Als Vertreter der Jagdliste zieht Dr. Hans-Heinrich Jordan in die Vertreterversammlung ein. „Wir können die Interessen der Jagdrevierinhaber in der SVLFG sehr viel besser vertreten, wenn wir selbst mitreden können“, sagte Dr. Jordan.

Bei der Sozialwahl wurden die Vertreter der Versicherten in der gesetzlichen Unfallversicherung gewählt. Dabei gab es nur in der Gruppe der „Selbstständigen ohne fremde Arbeitskräfte“ eine Wahl mit Wahlhandlung. Dabei haben der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Bayerische Jagdverband (BJV) gemeinsam eine Liste aufgestellt und gemeinsam für eine bessere Vertretung der Jagdinteressen in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft gekämpft. Die Liste wurde allerdings nicht als gemeinsame „Liste Jagd“ der beiden Verbände zugelassen, sondern nur als „Freie Liste“.

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„Parteifilzdurchsetztes DJV-Präsidium“?

Eine Gruppe von „AfD-nahen Jägerinnen und Jägern aus Hessen“ fühlt sich vom Deutschen Jagdverband (DJV) diskriminiert, weil dieser die Partei bei seinen Wahlprüfsteinen nicht berücksichtigt hat. Wir dokumentieren die Beschwerde der AfDler und die Entgegnung des DJV.

Am 9.6 ging folgende Mail in der JAWINA-Redaktion ein:

Sehr geehrte Damen und Herren der Jagdpresse,

im Zuge der Bundestagswahl wird der Deutsche Jagdverband wie üblich seine  Wahlprüfsteine veröffentlichen. Wie zu erfahren war , hat der DJV die Alternative für Deutschland (AfD) , die mittlerweile in 13 Landtagen mit zum Teil bis zu 25 % Stimmenanteil gewählt wurde und gute Chancen hat,in den nächsten Bundestag einzuziehen , aus fadenscheinigen Gründen von der Befragung ausgeklammert. Die ebenfalls derzeit nicht im Bundestag vertretene FDP/DVP  hingegen wohl beteiligt.

Wir , eine Gruppe aus AfD nahen Jägerinnen und Jägern aus Hessen und z.T.  Mitglieder, sind  über diese willkürlichen Vorgehensweise eines angeblich neutralen Verbandes entsetzt und unglaublich enttäuscht; gerade weil die AfD bisher immer auf Betreiben von uns Jägern und Schützen in der Partei deutlich jagd-und waffenrechtsfreundliche Positionen in Ihrem Programm vertritt. Es zeigt hier  doch das schwarz-gelb und evtl. auch rot parteienfilzdurchsetzte DJV- Präsidium sein wahres,undemokratisches Gesicht. Wir werden uns dieses satzungswidrige Verhalten nicht gefallen lassen und hoffen , dass Sie dies ähnlich sehen und das Thema entsprechend aufgreifen !  Wir werden hier am Ball bleiben.

i.A.

Fritz Müller, Frankfurt a.M.

Wir haben diese Mail mit der Bitte um Stellungnahme an die Pressestelle des Deutschen Jagdverbands (DJV) weitergeleitet. Die Antwort des DJV geben wir im Folgenden im Wortlaut wieder:

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Österreich: Steinwild-Kooperation von Jägern und Nationalpark Hohe Tauern

Beim Steinwildtag im Nationalparkzentrum in Mittersill trafen Vertreter des Nationalparks Hohe Tauern und Steinwild-Hegegemeinschaften aus Kärnten, Salzburg und Tirol einander, um Informationen auszutauschen und Strategien zu einem gemeinsamen Wildtiermanagement zu entwickeln. „Da sich das Steinwild weder an Gemeinde- noch an Ländergrenzen orientiert, ist es auch für uns als Nationalpark ganz wichtig, dass diese Hohe-Tauern-Gesamtsicht im Management dieser Tierart zum Tragen kommt. Das ist eigentlich das Herausragende dieser Hegegemeinschaften und dieser Steinwildtagung, dass es kein Revierdenken gibt, sondern nach den Bedürfnissen dieser Wildart gehandelt wird“, hob Nationalparkreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler anerkennend hervor. Deswegen war und ist das Projekt der Wiedereinbürgerung auch sehr erfolgreich. Heute leben etwa 1000 Stück Steinwild in den Hohen Tauern und betrachtet man das Lebensraumpotenzial, könnten es auch gar nicht viel mehr sein. Das Auswildern von Tieren findet nicht mehr statt, die natürliche Reproduktion ist ausreichend und nachhaltig.

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Schalldämpfer für Jäger auch in Hessen möglich

Nach der Veröffentlichung zur „Verwendung von Schalldämpfern für Jagdlangwaffen bei der Jagdausübung“ im Hessischen Staatsanzeiger vom 5. Juni 2017 können Schalldämpfer ab sofort und unabhängig von einer etwaigen Vorschädigung des Gehörs beantragt werden. Dies hatte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) auf dem Landesjägertag des Landesjagdverbandes Hessen in Lorsch bereits angekündigt.

LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger hatte das hessische Innenministerium mehrfach persönlich aufgefordert, Genehmigungen für Schalldämpfer zu erteilen: „Es ist auch nicht gerechtfertigt, diese nur für Jagdpächter, Förster oder Berufsjäger zu genehmigen“.

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Österreich: Verwaltungsgerichtshof spricht Jägern Recht auf Kurzwaffe zu

Nach einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2014, das Jägern das Bedürfnis für eine Kurzwaffe absprach, stellten österreichische Behörden keine entsprechenden Waffenpässe für Jäger mehr aus. Zu Unrecht, wie der österreichische Verwaltungsgerichtshof (VwGH) nun entschieden hat. Geklagt hatte ein Jagdaufseher aus dem niederösterreichischen Bezirk Hollabrunn, dem die Bezirkshauptmannschaft die Ausstellung eines Waffenpasses verweigert hatte. Das Gericht stellte fest, dass das österreichische Waffengesetz als Bundesgesetz die Landesjagdgesetze zu berücksichtigen habe, erläutert der Wiener Anwalt Raoul Wagner, der das Urteil erstritten hat, gegenüber dem Kurier. Dies sei auch in anderen Waffenrechtsfragen „spannend“, erklärte Wagner im Hinblick auf das Bundesland Kärnten, das Schalldämpfer für Jagdwaffen freizugeben beabsichtige. SE

Beitragsbild: Kurzwaffen (Symbolbild). Foto: SE

Niedersachsen: Jäger finanzieren Schutz des Birkwilds

Die Balz des Birkwilds mit dem charakteristischen „Kullern“, ist jedes Jahr ein beeindruckendes Naturschauspiel. Von April bis Mai ist die Paarungszeit beim Birkwild, bei der das Kullern – eine anhaltende, tieftonale Lautäußerung des Birkhahns – bis zu drei Kilometer weit zu hören ist. Flankiert von einer Art Tanz, bei der die Birkhähne zwischen einer Dominanz ausdrückenden aufrechten Haltung und kleinen Sprüngen hin- und her wechseln, ist die Birkhuhnbalz ein Naturschauspiel der besonderen Art. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) unterstreicht den Beitrag der Jägerschaft zum Schutz des Birkwilds.

„Das Birkwild war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein Charaktervogel der norddeutschen Moore und Heiden. Heute verfügt Niedersachsen mit einer Restpopulation von etwa 200 Birkhühnern im Großraum der Lüneburger Heide, über eines der letzten autochthonen Vorkommen in Mitteleuropa“, so Dr. Egbert Strauß, Wildbiologe der Landesjägerschaft und Experte auf dem Gebiet der Birkhuhnforschung. Bei einem bundesweiten Vorkommen von etwa 1.200 Individuen komme dem Birkwildvorkommen in Niedersachsen eine besondere Bedeutung zu.

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Pistole unterm Kopfkissen – Jäger schießt sich ins Bein

Die – in diesem Fall vielleicht nicht völlig unberechtigte – Angst vor Einbrechern ist einen 21 Jahre alten Jäger aus der niedersächsischen Stadt Pattensen teuer zu stehen gekommen: Vor kurzem war in das Einfamilienhaus eingebrochen worden, in dem der 21jährige mit seinem Vater wohnt. Die unbekannten Täter hatten auf der Suche nach Beute den gesamten Hausstand verwüstet, wie die Bild-Zeitung berichtet. Als der Sohn nun in der Nacht auf Mittwoch allein in dem Haus übernachtete, legte er sich die geladene 9-mm-Pistole unter das Kopfkissen, die er als Jäger legal besaß. Als er morgens nach der Pistole tastete, löste sich ein Schuss, das Geschoss traf den Mann in den linken Oberschenkel. Ein Notarzt brachte den Verletzten ins Krankenhaus. Für die Polizei ist die Sache dem Bericht zufolge eindeutig ein Unfall, was jedoch nicht ausschließt, dass der Vorfall die waffenrechtliche Zuverlässigkeit des Verunglückten in Gefahr bringt. SE

Bild: Pistole (Symbolbild). Quelle: Wikipedia, Autor: MoserB

Seinen Jagdinstinkt zu leugnen, kann psychisch krank machen

Der amerikanische Autor James A. Swan hat sich auf der NRA-Seite American Hunter unter dem Titel „An Accurate Psychology Of Hunting“ mit der Psychologie von Jägern und Jagdgegnern beschäftigt (mehr dazu hier). Swan geht von dem Sachverhalt aus, dass zwar 79 Prozent der Amerikaner eine ethische, nachhaltige Jagd befürworteten, es aber dennoch in Amerika heute nur so viele Jäger gäbe wie vor 50 Jahren, als das Land nur halb so viele Einwohner hatte. Warum jagen so wenige Leute, fragt er, zumal es doch reichlich Wild gebe. Studien hätten darauf in der letzten Zeit verschiedene Antworten geliefert: Zum einen führen die Befragten als Gründe für ihre Jagd-Abstinenz zu wenig Freizeit bei zunehmenden familiären und beruflichen Verpflichtungen an, und auch, dass sie keinen Zugang zur Jagd fänden.

Aber es gibt noch einen anderen Grund: 56 Prozent der von dem Psychologen Simon Bronner Befragten führten an, dass sie mit Anti-Jagd-Einstellungen und Jagdgegnern konfrontiert worden sein. Die schlechte Nachricht ist also, dass die Anti-Jagd-Propaganda bei einigen Leuten funktioniert: Sie kommen nicht auf die Idee, einen Jagdschein zu machen oder verkneifen sich den Wunsch, weil sie fürchten, von militanten Jagdgegnern zu unmoralischen oder psychisch gestörten Personen (Sadisten, Lustmördern, man kennt das…) erklärt zu werden. Wollen wir doch mal sehen, wer hier psychisch krank ist, mag sich James A. Swan gedacht haben – und ist der Psychologie von Jagd und Jagdgegnern vor dem Hintergrund „seiner Erfahrung als pensionierter Professor für Psychologie und Umwelttechnik an vier Universitäten“ nachgegangen – mit interessanten- und für Jagdgegner eher unerfreulichen – Ergebnissen.

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Niedersachsen: Katze angeschossen und in Maisfeld geworfen – 3500 Euro Geldstrafe

Vor dem Landgericht Oldenburg musste sich am Freitag ein 56 Jahre alter Jäger verantworten, der in Höltinghausen (Landkreis Cloppenburg) eine Katze beschossen und noch lebend in ein Maisfeld geworfen hat. Die Katze soll „friedlich“ auf einer Böschung gegenüber der Hofeinfahrt ihrer Besitzer gesessen haben, als der Schuss abgegeben wurde. Die Besitzer der Katze konnten das weitere Vorgehen verfolgen. Einem Bericht der Nordwest-Zeitung (NWZ) zufolge, musste der Besitzer der Katze mit ansehen, wie der Jäger das krank geschossene Tier ins Maisfeld schleuderte. Er habe ihn daraufhin „ermahnt“, dass die Katze doch noch leben würde – was wohl die denkbar mildeste Reaktion auf den solcherart erfolgten Abschuss eines Haustiers darstellen dürfte. Darauf soll der Jäger laut NWZ geantwortet haben, dass sich das mit dem Noch-Leben bald erledigt habe. Womit er Recht behalten sollte: Die Familie, der die Katze gehörte, barg sie aus dem Maisfeld und brachte sie zum Tierarzt, wo sie eingeschläfert werden musste. Der Kopf des Tiers sei von 50 Schrotkugeln getroffen worden. Der Jäger war in der Vorinstanz, dem Amtsgericht Cloppenburg, zu 70 Tagessätzen à 70 Euro, also 4900 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Dies hätte, da hiermit die im Waffengesetz § 2, Buchstabe c, festegelegte Grenze von 60 Tagessätzen überschritten gewesen wäre, den Verlust der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit und eine Entziehung von WBK und Jagdschein für mindestens fünf Jahre zur Folge gehabt.

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Österreich: Jäger begegnet Braunbär

Im Kärntner Bezirk Klagenfurt-Land ist ein Jäger einem Braunbären begegnet. Das berichtet der ORF. Zu der seltenen Sichtung kam es am Mittwoch früh in der Gemeinde Maria Rain. Der Jäger war auf dem Heimweg von der Jagd, als der Braunbär 100 Meter vor ihm über den Weg lief, bevor er einen Acker überquerte und im Wald verschwand. Bei der Kontrolle eines nahe gelegenen Bienenstocks stellte der Jäger fest, dass der Bär zuvor sieben Bienenvolker obdachlos gemacht hatte. Der Jäger vermutet, dass der Bär aus den Karawanken, einem Teil der Kalkalpen in Slowenien eingewandert ist. SE

Beitragsbild: Titel des verlinkten ORF-Beitrags. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Jäger starb auf Rehbock-Nachsuche

Der Jäger, der am Dienstag in einem Waldstück bei Grimma mit einem Bauchschuss tot aufgefunden wurde (JAWINA berichtete), starb wohl bei dem Versuch, einen krank geschossenen Rehbock zu töten. Wie das Nachrichtenportal TAG24 berichtet, wurde neben dem Jäger nicht nur sein Gewehr, sondern auch ein erlegter Rehbock gefunden. TAG24 zufolge gingen die Ermittler zunächst davon aus, dass der Rehbock dem Jäger auf der Nachsuche mit seinem Gehörn die tödliche Bauchverletzung beigebracht habe. Nach der rechtsmedizinischen Untersuchung stellt sich die Sache anders dar: Demnach deutet einiges darauf hin, dass der Jäger – gegen jede weidmännische Regel, wie TAG24 durchaus zutreffend schreibt – versucht haben soll, den angeschossenen Rehbock durch einen Schlag mit den Gewehrkolben zu töten. Dabei habe sich der tödliche Schuss gelöst. Der Jäger starb am starken Blutverlust infolge der Schussverletzung. SE

Beitragsbild: Erlegter Rehbock. Foto: SE

Verwaltungsgericht Köln: Schalldämpfer sind Kapsel- und In-Ear-Gehörschutz überlegen

Ein Jäger hat beim LKA NRW einen Schalldämpfer für seine Jagdwaffe in der Kalibergruppe .30 beantragt und einen abschlägigen Bescheid bekommen. Er zog vor das Verwaltungsgericht Köln und gewann. In der Begründung des Urteils (Az: 20 K 766/16) führt das Gericht aus, warum Schalldämpfer anderen Formen des Gehörschutzes in In-Ear- oder Kapsel-Gehörschützern überlegen sind.

In der Darlegung des Tatbestands heißt es:

„Am 12.02.2016 hat der Kläger Untätigkeitsklage erhoben. Er weist auf die Genehmigungspraxis anderer Bundesländer hin, welche ein Bedürfnis für den Erwerb und Besitz von Schalldämpfern für Langwaffen – mit für Schalenwild tauglichen Büchsenkalibern – durch Jäger anerkennen. Die ein Bedürfnis verneinende Stellungnahme des LKA NRW vom 17.12.2015 und das Urteil des VG Düsseldorf vom 10.05.2016 überzeugten nicht, da dort wesentliche Gegebenheiten in Bezug auf die Jagdausübung und den Schallschutz für Jäger nicht sachgerecht berücksichtigt würden. Der beantragte Schalldämpfer beziehe sich ausschließlich auf eine Büchse und die damit verfolgten jagdlichen Zwecke. Sowohl In-Ear-Systeme als auch Kapselgehörschützer böten zwar theoretisch bei ordnungsgemäßer Anwendung einen effektiven Gehörschutz.

Zutreffend sei auch, dass jagdlich ausschließlich impulsschutzfähige Systeme Sinn machten, die einerseits den Schussknall abregelten, andererseits Umgebungsgeräusche wahrnehmen ließen bzw. diese verstärkten. Dieser Vorteil spiele jedoch ausschließlich dort eine Rolle, wo es neben dem Schutz des Gehörs auch um die Kommunikationsfähigkeit der Anwender gehe. Dies sei insbesondere bei der Jagd mit der Flinte anlässlich sogenannter Treibjagden sowie auf dem Schießstand der Fall. Der vom LKA und vom VG Düsseldorf unterstellte theoretische Schutz von Kapsel- bzw. In-Ear-Systemen werde tatsächlich in der Praxis nicht erreicht und zudem schränke die Verstärkung der Umgebungsgeräusche das Richtungs- und insbesondere das Entfernungshören extrem ein, wie auch die ins Verfahren eingeführten sachverständigen Stellungnahmen bestätigten.

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Gütersloh: Jäger soll Mädchen bedroht und missbraucht haben

Ein Jäger aus dem Kreis Gütersloh soll drei Mädchen, die zur Tatzeit zwischen neun und zehn Jahren alt waren, mit seinen Jagdwaffen eingeschüchtert und sexuell missbraucht haben. Das berichtet das Westfalen-Blatt. Demnach hätten die Mädchen bei der Polizei ausgesagt, den Mann des Öfteren in seinem Haus besucht zu haben, um seinen Hund zu streicheln. Ein Mädchen sagte dem Bericht der Zeitung zufolge aus, es seien dabei „Modeschauen“ abgehalten worden, bei denen die Mädchen aufgefordert worden seien, sich vollständig zu entkleiden, was sie auch getan hätten. Dann habe der Mann ihnen seine Gewehre und „große Kugeln“ gezeigt und mit „Stress“ gedroht, wenn sie ihren Eltern etwas erzählten. Aus Angst, auch um ihre Eltern, hätten die Mädchen den Jäger weiter besucht. Die zuständige Waffenbehörde im Kreis Gütersloh widerrief auf die Anschuldigungen hin die waffenrechtlichen Erlaubnisse des Mannes. Dieser bestreitet die Vorwürfe: Er habe die Mädchen weder angefasst, noch aufgefordert, sich auszuziehen. Vor dem Verwaltungsgericht Minden, wo er dem Westfalen-Blatt zufolge gegen den Entzug von WBK und Jagdschein klagte, soll er zudem gesagt haben, „selbst wenn es so gewesen wäre, rechtfertige das nicht den Waffenentzug.“

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Sachsen: Jäger mit Schusswunde tot im Wald gefunden

In einem Waldstück bei Grimma ist ein Jäger am Dienstag tot im Wald gefunden worden. Der 67jährige war am Montag Nachmittag zur Jagd aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Angehörige machten sich auf die Suche, der Sohn des Verstorbenen fand ihn schließlich am Dienstag. Der Tote weis eine Schusswunde im Bauchbereich auf. Die Polizei geht bislang weder von einem Verbrechen noch von Freitod, sondern von einem Unglücksfall aus. Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung soll der Jäger sich den Bauchschuss durch unsachgemäßen Umgang mit seinem Jagdgewehr beigebracht haben. Die sterblichen Überreste des Mannes wurden zur Obduktion in das rechtsmedizinische Institut nach Leipzig verbracht. Die Ermittlungen dauern an. SE

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Landesjägertag Hessen: Schalldämpfer für Jäger ab Sommer

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich auf dem Landesjägertag Hessen, der am Wochenende in Lorsch stattfand, ausdrücklich zur Jagd bekannt – und die Freigabe von Schalldämpfern für Hessens Jäger in Aussicht gestellt. Das Thema sei durch, sagte Bouffier, die entsprechende Rechtsverordnung soll im Sommer dieses Jahres wirksam werden. Ob die Schalldämpfer-Freigabe für alle Jäger gilt oder an bestimmte Vorgaben gekoppelt ist, steht nach Aussage des Pressesprechers des hessischen Landesjagdverbands, Markus Stifter, noch nicht fest.

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Sachsen-Anhalt: Jäger soll Ehefrau erschossen haben

In Brachstedt, einem Ortsteil der Gemeinde Petersberg im Saalekreis soll ein 63 Jahre alter Jäger seine 56 Jahre alte Ehefrau getötet und sich bei dem anschließenden Versuch einer Selbsttötung schwer verletzt haben. Gegen den Mann wird wegen Totschlags ermittelt. Die Eheleute lebten Medienberichten zufolge in dem Haus Trennung auf verschiedenen Etagen. Der Überlebende ist, wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtet, inzwischen vernehmungsfähig und macht von seinem Recht, die Aussage zu verweigern, Gebrauch. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der MZ. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

DJV: Weiterhin Schwierigkeiten bei der Sozialwahl der SVLFG

Beim Ablauf der Sozialwahl der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau hat es große Probleme gegeben. Einige Jagdpächter haben zu spät oder gar keine Registrierungsunterlagen erhalten, obwohl die Frist zur Rückmeldung bereits Mitte April ausgelaufen ist. Der DJV prüft Möglichkeiten der Wahlanfechtung.

Viele Revierinhaber hatten die Registrierungsunterlagen für die Sozialwahl der Versicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) noch gar nicht erhalten, obwohl die verlängerte offizielle Registrierungsfrist bereits abgelaufen war. Aus Sicht des Deutschen Jagdverbandes (DJV) steht eine ordnungsgemäße Durchführung der Wahl in Frage. Der DJV prüft daher Möglichkeiten der Wahlanfechtung.

Im Moment benötigt der Verband möglichst viele Informationen über Unregelmäßigkeiten. „Falls Revierhinhaber immer noch keine Unterlagen bekommen haben, rufen wir sie hiermit auf, sich auf unserer Seite www.jagdverband.de/sozialwahl zu registrieren“, appelliert DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Hans-Heinrich Jordan.

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Jäger rettet Mann auf Suche nach Freundin

Zu einer grotesken Rettungsaktion kam es am Freitag Abend im Naturschutzgebiet Nördliche Oberkaue (Niedersachsen, Landkreis Gifhorn): Ein Jäger hörte, verstärkt durch die Mikrofone seiner elektronischen Gehörschützer Hilferufe und alarmierte Rettungskräfte, wie das Onlineportal regionalGifhorn.de berichtet. Der Jagdpächter entdeckte bald einen stark unterkühlten Mann – ohne Schuhe. Der Einsatzleiter des Sanitätsdienstes erklärte gegenüber regionalGifhorn.de, dass man den verwirrt wirkenden 39jährigen hätte reanimieren müssen, wäre seine Körpertemperatur nur ein Grad kälter gewesen. Da der vermutlich unter Schock stehende Barfüßer ständig nach seiner Freundin fragte, wurde eine Suchaktion auch nach dieser eingeleitet, Feuerwehren und eine Rettungshundestaffel durchkämmten das Gebiet. Die Polizei fand sie in der Wohnung eines Freundes des Unterkühlten. Wie genau der Mann ohne Schuhe in das Naturschutzgebiet kam und was er dort wollte, ließ sich regionalGifhorn.de zufolge nicht klären. Der Wildsachweinjäger habe ihm vermutlich das Leben gerettet. SE

Beitragsbild: Mikrofon in elektronischem Gehörschutz. Foto: SE

Baden-Württemberg: „Gesellschaft auf leistungsfähige Jägerschaft angewiesen“

„Das Einwandern von weiteren Wildtierarten nach Baden-Württemberg und der Klimawandel stellen uns vor Aufgaben, die wir gemeinsam lösen müssen“, erklärte Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf dem Landesjägertag Baden-Württemberg, der am 29.4. in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) stattfand. „Die derzeitigen Entwicklungen belegen, dass unsere Gesellschaft und mit ihr unsere heimische Landwirtschaft auf eine leistungsfähige Jägerschaft angewiesen ist. Das Einwandern von weiteren Wildtierarten nach Baden-Württemberg und die Folgen des Klimawandels stellen uns vor Aufgaben, die wir gemeinsam lösen müssen. Ohne engagierte Jäger, die ihr Handwerk verstehen und mit Passion ausüben, geht es nicht“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Problematisch sei, dass viele Menschen, vor allem in den großen Städten, ein verklärt-romantisches oder gar kritisches Verhältnis zur Jagdausübung hätten. Die gesellschaftliche Schere zwischen Ansichten und Emotionen einerseits und Tatsachen und guten Argumenten andererseits sei auf kaum einem anderen Gebiet so weit geöffnet, wie bei der Jagd. Das Land mache sich für eine öffentliche Diskussion stark, die sich an Fakten orientiere.

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Gesetzesentwurf zum Umgang mit invasiven Arten – massive Eingriffe ins Jagdrecht geplant

„Dritte“ sollen invasive Arten in den Jagdrevieren bekämpfen

Ein von der Bundesregierung vorgelegter Gesetzesentwurf (Deutscher Bundestag, Drucksache 18/11942) „zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten“ birgt erhebliche Sprengkraft für Jagd und Jäger:  Das Gesetz „zielt auf die Prävention, Minimierung und Abschwächung der nachteiligen Auswirkungen der vorsätzlichen wie der nicht vorsätzlichen Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten auf die Biodiversität in der Union“, heißt es in Abschnitt A. Erreicht werden soll dies durch mit Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz und im Bundesjagdgesetz, die weitgehende Zuständigkeits- und Eingriffsregelungen enthalten.

Die für Jäger gewichtigsten Punkte sind in Artikel 3, „Änderung des Bundesjagdgesetzes“ (S. 15 des verlinkten Gesetzesentwurfs) enthalten.

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Verwaltungsgericht Münster: Jäger haben „grundsätzlich keinen Anspruch“ auf Schalldämpfer

Die neue deutsche Kleinstaaterei treibt groteske Blüten: Während einige Bundesländer Schalldämpfer für Jäger grundsätzlich freigegeben haben, erlauben andere (z.B. Mecklenburg-Vorpommern) diese nur unter Bedingungen, wieder andere (Berlin, NRW) stellen sich völlig quer. Das Verwaltungsgericht Münster hat nun die Klage eines Jägers auf Erteilung einer Erlaubnis zum Erwerb und Besitz eines Schalldämpfers für sein Jagdgewehr abgewiesen, wie die Westfälischen Nachrichten schreiben. Jäger hätten grundsätzlich keinen Anspruch auf Schalldämpfer, da mit Gehörschützern ein vergleichbarer Schutz erzielt werden könne. Der Kläger hatte seinen Antrag auf Erteilung einer Schalldämpfer-Genehmigung damit begründet, dass er bereits ein Knalltrauma erlitten habe und sein Gehör nicht weiter schädigen wolle.

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Sozialgericht Magdeburg weist Klage von Jagdpächtern gegen überhöhte BG-Beiträge ab

Die 46. Kammer des Sozialgerichts Magdeburg hat die Klage einer Jagdpächtergemeinschaft gegen die Beitragserhöhung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau als Berufsgenossenschaft (BG SVLFG) in einem Urteil vom 28. März abgewiesen. Geklagt hatten die Mitglieder einer Pächtergemeinschaft im Kreis Stendal (Sachsen-Anhalt). Die BG hatte am 11.02.2013 einen Beitragsbescheid über 1477,07 Euro für die Jagdfläche von 2367 Hektar erstellt. Die erhebliche Beitragssteigerung gegenüber dem Vorjahr sei nicht nachvollziehbar, argumentierten die Kläger.

Die gesetzlich vorgeschriebene Pflichtmitgliedschaft der Jagdpächter in der Berufsgenossenschaft wird von vielen Betroffenen zunehmend kritisch gesehen: Drastische Beitragserhöhungen, völlige Intransparenz hinsichtlich der Kosten und somit der Beitragsgestaltung sowie „Unsicherheiten und Widersprüchlichkeiten bei der Frage, wer unter den Schutz der Unfallversicherung fällt (z. B. Hundeführer)“ sorgen für massive Verstimmung bei den Betroffenen – zumal die BG die genannten Unsicherheiten und Widersprüchlichkeiten immer wieder zum Anlass nimmt, Leistungen zu verweigern. Die Jäger treten daher bei der anstehenden Sozialwahl der SVLFG erstmals mit einer eigenen Liste an.

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Mallorca: Jäger jagen Schlangen

Jäger der Gemeinde Capdepera im Nordosten Mallorcas gehen auf Schlangenjagd: Mitglieder des örtlichen Jagdverbands haben 15 Fallen im Gemeindegebiet aufgestellt, die mit lebenden Mäusen beködert werden, wie die MallorcaZeitung berichtet. Die Kastenfallen bestehen aus zwei Teilen: Dem Käfig für die Maus nebst Futter und Wasser, sowie der eigentlichen Falle. Schlüpft die Schlange durch das Einstiegsloch in den Käfig, um die Maus zu fangen, so kommt sie wegen der nur in eine Richtung öffnenden Drahttür vor dem Einschlupf nicht wieder heraus. Die Fangaktion gilt der Hufeisennatter, die in Mallorca ursprünglich nicht heimisch war. Die Schlangen sollen erst vor etwa zehn Jahren mit Olivenbäumen auf die Insel gekommen sein, die vom spanischen Festland eingeführt wurden. Die Hufeisennatter kann knapp zwei Meter lang werden und gilt als nicht giftig. Sie ist jedoch sehr aggressiv und beißt schnell zu, wobei sie auch Menschen tiefe, stark blutende und schmerzhafte Bisswunden zufügen kann. Bei Jägern ist sie unbeliebt, weil sie Junghasen, Kaninchen und Wachteln erbeutet. In wenigen Tagen sollen bereits acht Hufeisennattern gefangen worden sein. SE

Beitragsbild: Juvenile Hufeisennatter. Autor: Luis Fernández García, Quelle: Wikipedia. Verööfentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Spain Lizenz.

Niederlande: Antilopen auf der Autobahn

Gefahr im Verzug: Zwei Elenantilopen von Jägern in Holland erlegt

Jäger mussten am Dienstag zwei Elenantilopen erlegen, die zuvor auf der A2 bei Roermond in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze umhergelaufen waren. Die in Afrika beheimatete Elenantilope kann eine Körperlänge von zwei bis drei Metern und ein Gewicht von 500 bis 1000 Kilo bei einer Schulterhöhe von anderthalb Metern erreichen. Die Antilopen waren einem Bauernhof in Swartbroek entlaufen, einer kleinen, etwa 20 Kilometer von Roermond entfernten Ortschaft. Als die Tiere auf die A2 liefen, richtete die Polizei eine Vollsperrung ein und forderte zwei Jäger zur Unterstützung an. Wie rp-online berichtet, haben sich die Antilopen später getrennt. Eine wurden auf einem Feld bei Roermond, die andere in der Nähe der Grenze zu Belgien erschossen. SE

Beitragsbild: Elenantilopen in Namibia. Quelle: Wikipedia, Autor: Hans Hillewaert

Verkehrte Welt: Jäger hilft Rehbock aus Kochtopf

Eine aufmerksame Wülfratherin (NRW, Kreis Mettmann) bemerkte in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf ihrem Heimweg im Straßengraben der Straße Schlupkothen einen verletzten Rehbock. Die alarmierte Polizei Wülfrath stellte fest, dass der Rehbock sich mit Hals und  Vorderläufen in einem alten, rostigen Kochtopf verfangen hatte. Dadurch war die Atmung des Rehbockes stark beeinträchtigt, das Tier hätte sich nur noch hüpfend fortbewegen können. Der Kochtopf lag offensichtlich schon mehrere Jahre in der Natur: Der Boden war herausgefallen, wobei scharfe Kanten hervorstanden. Mit Hilfe des Jagdausübungsberechtigten konnte der Rehbock soweit beruhigt werden, dass mit einer Blechschere der Kochtopf aufgeschnitten werden konnte. Schließlich konnte der Rehbock unverletzt „entlassen“ werden. PM

Beitragsbild: Rehbock mit Kochtopf. Foto: Polizei

OVG Berlin-Brandenburg: „Kein generelles waffenrechtliches Bedürfnis für Schalldämpfer zum Zweck der Jagdausübung“

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat ent­schie­den, dass ein in Ber­lin leben­der Kläger, der in sei­ner Frei­zeit der Jagd nach­geht, nach gel­ten­der Rechts­lage kei­nen An­spruch auf Er­tei­lung einer waffen­recht­lichen Erwerbs­be­rech­ti­gung für einen Schall­dämp­fer zum Zwecke der Jagd­aus­übung hat. Damit hat es die voran­ge­gan­gene Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Berlin (Urteil vom 26. Novem­ber 2014 – VG 1 K 208.13 -) im Ergeb­nis bestätigt.

Für die Ertei­lung einer waf­fen­recht­lichen Erwerbs­be­rech­ti­gung ist ein waf­fen­recht­liches Be­dürf­nis er­for­der­lich. Zwar wird in der Spe­zial­rege­lung des § 13 WaffG ein Bedürf­nis der Jäger für den Er­werb und Be­sitz der für die Aus­übung der Jagd erfor­der­lichen Schuss­waf­fen aner­kannt (sog. „Jäger­privi­leg“). Nach Auf­fas­sung des 11. Se­nats ist diese Vor­schrift aber ins­beson­dere im Hin­blick auf den Zweck des waf­fen­recht­lichen Bedürf­nis­prin­zips und die Ent­ste­hungs­ge­schich­te der Norm nicht dahin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass der Ge­setz­ge­ber damit zu­gleich auch ein Bedürf­nis für die Benut­zung von Schall­dämp­fern zur Jagd an­er­ken­nen woll­te.

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Böllernde Jugendliche gestellt: Jetzt spricht der Jäger

Am Mittwoch Abend erschien eine Polizeimeldung, derzufolge ein Jäger bei Rangsdorf böllernde Jugendliche mit Warnschüssen verschreckt habe (JAWINA berichtete). JAWINA hat mit dem Pächter des Reviers und dem Begehungsscheininhaber gesprochen, um deren Sicht der Dinge zu erfahren. Haarsträubend erscheint an der Geschichte, dass die Pressestelle der Polizei die Polizeimeldung in dieser Form unmittelbar nach dem Geschehen veröffentlicht hat, obwohl diese nur auf der Version der Jugendlichen beruht: Mit dem Jäger hat bis zum heutigen Tag (Samstag) nach eigener Aussage keiner gesprochen, es sei niemand an ihn herangetreten. Für eine Stellungnahme war bei der Polizei heute niemand zu erreichen.

Nach der übereinstimmenden Schilderung von Pächter und Begehungsscheininhaber ist letzterer am Mittwoch Abend zu einem Ansitz aufgebrochen. Es sei bereits dämmrig gewesen, leichter Nieselregen sorgte für bescheidene Sichtverhältnisse. Aber die Sauen machten Schaden, also raus auf Ansitz. Der Revierteil liegt im Naturschutzgebiet Rangsdorfer See, es herrsche „eigentlich“ ein Betretungsverbot für die Allgemeinheit. Als der Begehungsscheininhaber die Kanzel bestieg, musste er feststellen, dass diese massiv beschädigt worden war: Bretter herausgeschlagen, Handlauf abgerissen, Fenster zerstört. Der Begehungsscheininhaber ruft den Pächter an, um ihm von den Zerstörungen zu berichten. Während des Telefonats fallen „hinter ihm“, wie er sagt, zwei Schüsse. Präziser ausgedrückt: Zwei laute Knallgeräusche, die er für Schüsse hält.

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Brandenburg: Jäger spielt Sheriff

Böllernde Jugendliche mit Warnschüssen eingeschüchtert

Mit einem heroischen Einzelkämpfer-Einsatz hat ein 63 Jahre alter Jäger für Ruhe und Ordnung in „seinem“ Wald bei Rangsdorf (Landkreis Teltow-Fläming) gesorgt: Einer Polizeimeldung zufolge stellte der Mann zwei 14 und 15 Jahre alte Jugendliche, die leichtsinnigerweise in seinem Revier einige Böller gezündet hatten: Plötzlich erschien ein Mann, schoss mit seiner Waffe zweimal in die Luft und zwang die Jugendlichen, sich flach auf den Boden zu legen. Dieser Aufforderung kamen sie nach, heißt es in der Polizeimeldung, dann „mussten sie ihre Personalien kundtun.“ Dass er die Kinder nicht noch mit Kabelbindern gefesselt hat, ist vermutlich nur dem Umstand zuzuschreiben, dass er keine dabei hatte. Der Jäger rief dann den „zuständigen“ Revierpächter hinzu, der die Jugendlichen „des Jagdbereiches verwies.“ Die eingeschüchterten Jugendlichen erzählten einer Betreuerin von ihrer Begegnung mit dem Weidmann, die sie vermutlich für alle Zeit prägen und ihnen nachhaltig ein positives Bild vom deutschen Weidwerk vermitteln wird. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Bedrohung „mittels eines schusswaffenähnlichen Gegenstandes“ auf und informierte die Waffenbehörde. SE

Beitragsbild: Böllernde Jugendliche – ein Fall für Zorro. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zorrosblackwhip.jpg

Mecklenburg-Vorpommern: Innenministerium genehmigt Jagd mit Schalldämpfern

„Mehr Gesundheitsschutz für Jäger“ – Ab sofort sind in Mecklenburg-Vorpommern Schalldämpfer für die Jagdausübung bei schalenwildtauglichen Langwaffen aus Gründen des Gesundheitsschutzes, unabhängig davon, ob eine Vorschädigung des Gehörs des Antragsstellers vorliegt oder nicht, genehmigungsfähig. Einen entsprechenden Erlass des Innenministeriums hat heute Innenminister Lorenz Caffier an die Waffenbehörden des Landes versandt.

Nach dem Waffengesetz muss grundsätzlich ein persönliches Interesse der Jägerin bzw. des Jägers an einer Reduzierung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Schießlärm bei der Jagd im Einzelfall nachgewiesen werden, um eine Genehmigung zum Erwerb und Besitz eines Schalldämpfers für schalenwildtaugliche Jagdlangwaffen zu erhalten. Bisher wurde das persönliche Interesse nur in Ausnahmefällen, beispielsweise wenn bereits eine Vorschädigung des Gehörs vorlag, von den Waffenbehörden anerkannt. Mit dem neuen Erlass ordnet das Innenministerium nun an, dass künftig mit Antragstellung grundsätzlich von einem persönlichen Interesse auszugehen ist.

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Jens-Werner Dettmann: Offener Brief an den Nabu

Der „ehrenamtliche Beringer, engagierte Natuschutzwart und begeisterte Naturfotograf“ Jens-Werner Dettmann (ehemaliges Nabu-Mitglied ist er nach eigenem Bekunden auch) hat einen Offenen Brief an Nabu-Geschäftsführer Leif Miller geschrieben und auf Facebook veröffentlicht, in dem er die Verlogenheit und ideologische Verbohrtheit des Verbands anprangert. Es geht um wohlfeiles Jäger-Bashing, die Leugnung der Probleme, die Waschbär, Füchse und streunende Hauskatzen für Natur- und Artenschutz bedeuten und den ideologischen und spendenfreundlichen Umgang mit dem Thema Wolf. Lesenswert! Im folgenden der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Miller,

darf ich Ihnen, als Geschäftsführer des NABU-Bundesverbandes, heute mal einen Vogel zeigen?

Als ehrenamtlicher Beringer, engagierter Naturschutzwart und begeisterter Naturfotograf, hatte und habe ich natürlich auch viel mit den Jägerinnen und Jägern zu tun. Bei vielen Arbeitseinsätzen in Wald, Feld und Flur stehen die Jägerinnen und Jäger längst mit dem Spaten bei Fuß, packen mit an und gestalten neue Lebensräume auch für geschützte Arten. Sie alle leisten mit der intensiven Raubwildbejagung in Küstenvogelschutzgebieten und bei anderen Artenschutzprojekten einen sehr wichtigen Beitrag für das Erreichen der Schutzziele und opfern dafür gern einen Großteil ihrer Freizeit.

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FACE: Biodiversitäts-Manifest 2016 veröffentlicht

Der europäische Dachverband der Jagdorganisationen, FACE, hat den jährlichen Biodiversitäts-Bericht für 2016 veröffentlicht. Das Werk belegt den überragenden Anteil der europäischen Jäger für Natur- und Artenschutz. „Von den insgesamt 221 in diesem Bericht vorgestellten Projekten, an denen Jäger mitgewirkt haben, werden 43 Prozent in Natura-2000-Schutzgebieten durchgeführt“, erläutert FACE-Präsident Dr. Michl Ebner im Vorwort zum Biodiversitäts-Manifest 2016. „Dies ist bedeutend, da es den Mitgliedstaaten obliegt, einen günstigen Erhaltungszustan von Habitaten und Arten mit unionsweiter Bedeutung nach den Vorgaben der Naturrichtlinien zu sichern. In diesem Sinne zeigt unser Bericht Ihnen, dass Jäger in vielfältige Aktivitäten zur Finanzierung, Überwachung, Wiederherstellung und Erhaltung involviert sind.“

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Thüringen: Jäger stellen Einbrecher

Saalfelder Höhe, Landkreis Saalfeld-Rudolstadt: Zwei aufmerksame Jäger stellten letzte Nacht bei Saalfeld zwei mutmaßliche Einbrecher auf frischer Tat und übergaben die Verdächtigen der Polizei. Gegen 22.00 Uhr warteten die 63 und 69 Jahre alten Jäger in einem Waldgebiet bei Kleingeschwenda eigentlich auf jagdbares Wild. Statt der Tiere tauchten im Schutz der Dunkelheit jedoch zwei verdächtige Männer auf, welche offenbar gerade in die am Wald gelegene Agrargenossenschaft einbrachen und sich dort an den Strohballen zu schaffen machten. Die Jäger stellten die Verdächtigen und alarmierten die Saalfelder Polizei. Wie sich herausstellte, waren die 23 und 57 Jahre alten Männer unberechtigt ins Gelände eingedrungen und hatten bereits einen Strohballen auf ihren Pick-up verladen. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls ermittelt. PM Polizei

Beitragsbild: Hochsitze (Symbolbild) Foto: SE

Fake News? Gegenüber Meldungen über angebliches Wolfs-Opfer ist Misstrauen angebracht

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Verbreitung von (Falsch-)Nachrichten in den sozialen Medien funktioniert: Aus drei völlig unterschiedlichen Ecken – mithin unabhängig voneinander – erreichte die JAWINA-Redaktion die Nachricht, dass in Polen angeblich ein erstes Todesopfer durch einen Wolfsangriff zu beklagen sei. Demnach soll ein 51 Jahre alter Jäger „in den frühen Morgenstunden“ durch ein Rudel Wölfe attackiert und noch „am Tatort“ seinen schweren Verletzungen erlegen sein. In den sozialen Netzwerken schlagen die Wellen entsprechend hoch, wozu auch beitrug, dass der Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB), Dr. Dirk-Henner Wellershoff, die offenbar noch unbestätigte Meldung über die Junge-Jäger-Whatsapp-Gruppe des LJVB, also über einen zumindest halboffiziellen Kanal, weiterverbreitet hat. Doch gegenüber der Meldung ist massives Misstrauen angebracht:

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Baden-Württemberg: Jäger erfriert im Wald

Ein 78 Jahre alter Jäger ist in der Nacht vom 24. auf den 25. Januar im Schwarzwald bei Schramberg (Landkreis Rottweil) erfroren. Das berichtet der Südkurier. Der Mann wollte zu einem Hochsitz fahren, blieb jedoch auf dem Weg dahin mit seinem Auto im Tiefschnee stecken. Daraufhin verlief er sich vermutlich, bis er schließlich stürzte und sich aus eigener Kraft nicht wieder aufrichten konnte. Als er nach Mitternacht noch nicht vom geplanten Ansitz zurück war, verständigte seine Ehefrau einen Mitjäger. Dieser fand zuerst den Wagen des Jägers und konnte den Fußspuren im Schnee bis zum dem Verunglückten folgen. Den alarmierten Rettungssanitätern gelang es zwar zunächst, den Mann stark unterkühlten Mann wiederzubeleben, er starb jedoch noch in der Nacht im Krankenhaus. SE

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Sozialversicherung: Jäger wollen mitreden!

Viele Revierinhaber sind unzufrieden mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Der Austritt aus der SVLFG ist weiterhin Ziel der Jagdverbände. Daneben wollen der Deutsche Jagdverband e. V. (DJV) und der Bayerische Jagdverband e. V. (BJV) auch innerhalb der Berufsgenossenschaft einige Punkte zum Wohl der Jäger verändern. Gelegenheit dazu bietet die Wahl der Vertreterversammlung der SVLFG, kurz Sozialwahl. DJV und BJV beteiligen sich mit einer eigenen Liste an der Sozialwahl 2017. Die Revierinhaber werden jetzt von der SVLFG angeschrieben, um die Wahlen vorzubereiten. Die Rückmeldung an die SVLFG ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Wahl und daher enorm wichtig!

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