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Remington meldet Konkurs an

Auch Barnes Bullets betroffen

Nachdem der US-amerikanische Waffenhersteller Remington im Februar bereits Gläubigerschutz beantragt hatte (JAWINA berichtete), hat das Unternehmen nun Insolvenz angemeldet. Am Sonntag ist ein entsprechender Hinweis auf einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren gemäß Chapter 11 des amerikanischen Konkursrechts auf der Internetseite des amerikanischen Insolvenzgerichts im Bundesstaat Delaware (United States Bankruptcy Court, District of Delaware) veröffentlicht worden. Bei einer Insolvenz nach Chapter 11 wird angestrebt, das Unternehmen nach Möglichkeit zu entschulden und zu restrukturieren, um eine dauerhafte Gesundung und eine Fortführung der Geschäftstätigkeit zu erreichen. Der normale Geschäftsbetrieb kann dabei aufrecht erhalten werden, so dass Kunden zunächst nicht betroffen sein müssen. Remington versicherte, dass sich für Lieferanten und Kunden des Unternehmens nichts ändere. Die Insolvenz umfasst folgende Unternehmen und Unternehmensteile: Remington Outdoor Company Inc. (ROC), Remington Arms Company LLC, Remington Arms Distribution Company LLC, Barnes Bullets LLC, FGI Operating Company LLC, FGI Holding Company LLC, FGI Finance Inc., TMRI Inc. und RA Brands LLC.

Die Insolvenz des auf eine 202-jährige Firmengeschichte zurückblickenden und damit ältesten amerikanischen Waffenherstellers war erwartet worden, nachdem die Remington Outdoor Company eine Restrukturierungsvereinbarung mit verschiedenen Gläubigern geschlossen hatte, durch die das Unternehmen von Verbindlichkeiten in Höhe von 700 Millionen US-Dollar entschuldet wird. Die Gesamtschulden belaufen sich auf 950 Mio. US-Dollar.

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Remington beantragt Gläubigerschutz

Die Remington Outdoor Company, einer der ältesten Waffenhersteller der USA, hat Gläubigerschutz (Restructuring Support Agreement (RSA)) beantragt. In einer Presseerklärung teilte das Unternehmen mit, dass der Schritt Teil eines umfassenden Restrukturierungsplans sei, in dessen Verlauf bei laufendem Geschäftsbetrieb 700 Millionen US-Dollar Schulden abgebaut und 145 Millionen Dollar an frischem Kapital eingesammelt werden sollen. Das Unternehmen, das seit 2007 im Besitz der Beteiligungsgesellschaft Cerberus ist, soll im Lauf des Restrukturierungsprozesses von den Kreditgebern übernommen werden. Remington beschäftigt in den USA über 3500 Mitarbeiter. Neben der Schuldenlast wird als Grund für die Insolvenz auch die Wahl Trumps angeführt: Während die Befürchtung, sein Amtsvorgänger Obama könnte die Waffengesetze verschärfen, die Amerikaner zu Hamsterkäufen veranlasste, scheint von Trump der gegenteilige Effekt auszugehen. Auch andere US-Waffenhersteller klagen über sinkende Umsätze. red.

Beitragsbild: PM über den von Remington beantragten Gläubigerschutz (RSA, Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!