Schlagwort-Archive: Hund

Schweißhunde überflüssig? Menschlicher Geruchssinn besser als gedacht

In dem Aufsatz „Poor human olfaction is a 19th-century myth„, auf deutsch: Schlechter menschlicher Geruchssinn ist ein Mythos aus dem 19. Jahrhundert“ verteidigt John McGann (Rutgers University in New Brunswick, New Jersey) die menschliche Nasenleistung. McGann hat verschiedene Studien berücksichtigt, in der das menschliche Riechvermögen wissenschaftlich untersucht wird. Auf der Kunstfährte (zehn Meter, ein 45-Grad-Haken) mussten die Probanden zum Beispiel einer Fährte aus künstlichem Schokoladenaroma folgen, wie die FAZ in einem lesenswerten Beitrag berichtet. Ergebnis: Sie können es besser als gedacht, zwei Drittel der Schnüffler schafften es auf Anhieb, mit etwas Training ließen sich Spurtreue und Fährtenwille noch steigern. Die unterschiedliche Duftstoffkonzentration in den Nasenlöchern ermögliche es, durch eine Art Richtungsriechen der Spur zu folgen. Durch den aufrechten Gang und die dadurch bedingte Entfernung der Nase vom Erdboden habe sich die Bedeutung des Riechens für Menschen jedoch abgeschwächt, mutmaßen Forscher.

Weiterlesen

Bayern: Betrunkener Jäger schießt Hund

Mal wieder was aus der Abteilung „gelebte Öffentlichkeitsarbeit“: Ein nach Angaben der Polizei „nicht unerheblich alkoholisierter Jäger“ hat im Gemeindejagdrevier Schwaig (Landkreis Kelheim) einen elf Monate alten Mischlingshund erschossen, den er für einen Fuchs gehalten haben will. Als der 38 Jahre alte Hundehalter den 29-jährigen Jäger zur Rede stellte, kam es dann auch noch zu Handgreiflichkeiten. Die Polizei stellte die Jagdwaffe sicher und ordnete eine Blutalkoholkontrolle an. Es wurde Anzeige erstattet wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und diverse jagdrechtliche Bestimmungen sowie wegen Trunkenheit im Straßenverkehr – der 29-jährige war mit dem Auto zur Jagd gefahren. Ihm drohen der Verlust des Führerscheins und des Jagdscheins sowie die Einziehung seiner Jagdwaffen. SE

Beitragsbild: Fuchs. Foto: SE

Endstation Urlaub

Schattenseite des Sommers: Mit der Ferienzeit werden jedes Jahr tausende Haustiere ausgesetzt. Leidtragende sind nicht nur Hund, Katze und Co., sondern auch heimische Wildtiere. Tierliebe ist nicht teilbar, meint der Deutsche Jagdverband und fordert zu verantwortungsbewusstem Handeln auf.

Zum Wochenende beginnt für viele die schönste Zeit des Jahres. Aber nicht für alle. Besonders in den Sommermonaten landen Haustiere vermehrt im Tierheim oder auf der Straße. Bundesweit werden nach Angaben von Tierschützern jedes Jahr fast 70.000 Hunde, Katzen und vermehrt auch Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen und Ratten ausgesetzt. Allein das Tierheim Berlin hat im vergangenen Jahr über 1.500 Hunde aufgenommen, die gefunden oder sichergestellt wurden. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa zweieinhalb Millionen verwilderte streunende Hunde und Katzen.

Weiterlesen

Einer muss ja schuld sein…

Tierquäler-Prozess gegen Jäger endet mit sofortigem Freispruch – Landwirt wegen Verleumdung angeklagt

Denkwürdige Szenen vor dem Landesgericht Innsbruck: Dort standen ein 62 Jahre alter Landwirt und ein „bekannter Jäger aus Osttirol“ vor dem Richter, wie die Tiroler Tageszeitung (TT) berichtet. Es ging um einen Spitz. Einen acht Monate alten Spitz, genauer gesagt, den der Landwirt nicht loswurde, nicht einmal für 65 Euro fand sich ein Käufer für den bedauernswerten Junghund. Denn in der so rustikalen wie traditionellen Vorstellungswelt des Bauern hieß das: Der Hund muss weg. Dummerweise fragte wohl der Amtstierarzt bei einer Kontrolle des Hofes nach, wo denn der Hund geblieben sei. Tja, und da sollte es dann halt der Jäger gewesen sein…

Weiterlesen

Neue Wolfsvorfälle in Frankfurt/Main und Peine

Auf der A661 im Osten Frankfurts (Hessen) ist gestern Morgen (21.04.) vermutlich ein Wolf überfahren worden. Der Kadaver wurde zwecks weiterer Untersuchung ins Senckenberg-Institut für Naturschutzgenetik in Gelnhausen verbracht. In Peine (Niedersachen) soll ein Wolf den Husky einer Spaziergängerin angegriffen haben, wie die Peiner Allgemeine Zeitung berichtet. SE

Sachsen: Streunender Hund sorgt für Aufregung im Wolfsgebiet

In den vergangenen Tagen gingen beim Wolfsmanagement aus den Landkreisen Görlitz und Bautzen wiederholt Sichtungsmeldungen eines „Wolfes“ auf Straßen oder in Ortschaften ein. Viele Beobachter konnten Bilder des Tieres machen, sodass die Meldungen überprüft werden konnten. Auf diesen Bildern ist zu erkennen, dass es sich um ein und denselben wolfsähnlichen Hund handelt – und nicht um einen Wolf. Der Hund ist bereits seit 2 Wochen unterwegs und wurde mehrmals zwischen Halbendorf/Schleife (LK Görlitz), Niederseifersdorf (LK Görlitz), Löbau (LK Görlitz), Weißenberg (LK Bautzen), sowie Panschwitz-Kuckau und Kamenz (jeweils LK Bautzen) gesehen und fotografiert.

Weiterlesen

Hund im heißen Auto gestorben – 12.000 Euro Strafe

Das Amtsgericht Regensburg hat einen 44 Jahre alten Jäger und Forstbetriebsleiter zu einer Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro verurteilt, weil der Mann seinen ein Jahr alten Jagdhund im Auto „vergessen“ hatte. Der Wagen war in der prallen Sonne geparkt, eine Fensterscheibe war etwa zwei Zentimeter herunter gelassen. Einem Passanten fiel der winselnde Hund in dem Auto auf, woraufhin er die Polizei verständigte. Die Beamten schlugen die Scheibe des Wagens ein, doch zu spät: Nach zwei qualvollen Stunden in dem aufgeheizten Wagen starb der Hund. Vor Gericht gab der Hundebesitzer an, er habe an einer „forstlichen Führungskräftetagung“ teilgenommen und über die Gespräche den Hund im Auto vergessen. Der schwer wiegende Verstoß gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen dürfte den Mann voraussichtlich den Jagdschein kosten. SE

Bild: Hund im Auto (Archivbild, Copyright: SE)

Hannah hoch zehn

Gestern vor zehn Jahren wurde die Grundlage gelegt – oder vielmehr: geworfen – für eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen, eines der besten Geschäfte, das ich je getätigt habe. Gestern hatte mein Hund Geburtstag, den einzigen runden, den er wohl leider erleben wird: Hannah alias Hera vom Theelshof wurde zehn Jahre alt. Zehn Jahre – das ist länger, als die meisten Ehen heute halten und viel länger, als viele von uns es in ihren schalen Beziehungen oder stumpfsinnigen Jobs aushalten. Ein Jahrzehnt – das kann heißen fünfmal umziehen, sieben neue Autos kaufen und einmal den kompletten Freundeskreis austauschen. Der Hund bleibt. Merkwürdig, dass der von vielen Konstanten im Leben anscheinend unausweichlich hervorgerufene Überdruss ausgerechnet um die Vierbeiner einen Bogen macht.

Weiterlesen

Doch kein Wolf: Hund in Hoyerswerda von Zwingernachbarn getötet

Der am 10.01.2014 im Außengehege einer Tierpension in Hoyerswerda tot aufgefundene Schäferhundmischling ist laut einem Gutachten von der Hündin, die im Nachbargehege gehalten wird, getötet worden. Die Mischlingshündin (Ridgeback/Dogo Canario) war am Ohr verletzt. Ein Wolf kann als Verursacher ausgeschlossen werden. Dies haben die genetischen Untersuchungen am Senckenberg Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen eindeutig ergeben. Untersucht wurden Haare, die im Maul des toten Hundes gefunden wurden, und Speichelproben, die an den verschiedenen Bissverletzungen des toten Hundes, sowie am Ohr der verletzten Hündin, genommen wurden.

Weiterlesen

Institut untersucht toten Schäferhund in Sachsen

Wolfsattacke bisher nur Annahme

Rätselraten um einen toten Schäferhund- Mischling in Hoyerswerda: Bis zum Abschluss der Untersuchungen gibt es keine Gewissheit, ob das Tier tatsächlich einem Wolf zum Opfer fiel. «Der Hund wird jetzt im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin seziert, um Aufschluss über die Umstände seines Todes zu bekommen», sagte Ministeriumssprecher Frank Meyer am Montag in Dresden. Denkbar sei auch, dass der Hund von Artgenossen angegriffen wurde.

Zudem werde eine genetische Probe genommen, um den «Täter» zu ermitteln. Konkret geht es um Haarbüschel, die man im Maul des toten Hundes fand – Spuren eines Kampfes zwischen den Tieren. Per DNA-Analyse dürfte sich relativ unproblematisch feststellen lassen, ob die Haare von einem Wolf oder einem anderen Hund stammen. Meyer rechnet damit, dass die Untersuchungen etwa zehn Tage dauern.

Weiterlesen

Fox und fertig!

Dschungel ist ein Dreck dagegen: Brombeeren und blickdichter Buchenjungwuchs überwuchern die von Orkan Lothar verwüstete Fläche. Durch das Dickicht, in dem die Rotten hausen, schlagen sich mit Handschuhen, Schutzbrillen und großkalibrigen Revolvern ausgerüstete Hundeführer und eine Schar tapferer Treiber. Schüsse und das zornige Kläffen der Foxterrier bilden die akustische Untermalung. JAWINA war dabei.

Weiterlesen

Ein Bild geht unter die Haut

Ich hoffe, Du hast nichts Gegen die Verwendung Deines Fotos“, lautete die Betreffzeile der E-Mail, mit der mir Thomas Bredow das Porträtbild zurückschickte, das ich vor einiger Zeit von seinem Drahthaarrüden Clif vom Alten Lager – genannt Carlos – aufgenommen hatte. Nur hatte das Bild mittlerweise einen Weg vom digitalen Medium über Fotopapier auf oder vielmehr unter die Haut zurückgelegt: Aus dem Bild war ein Tattoo auf Thomas‘ Schulter geworden. Weiterlesen