Schlagwort-Archive: Hessen

Hessen: Häufung von Staupefällen im Hochtaunuskreis

Derzeit werden immer wieder erkrankte Füchse, Marder und Waschbären mit erheblich gestörtem Allgemeinbefinden von Bürgern aufgefunden. Bei Untersuchungen von toten Tierkörpern, die das Veterinäramt des Hochtaunuskreises beim Landesbetrieb Hessisches Landeslabor veranlasst hat, wurde bei mehreren untersuchten Füchsen, Mardern und einem untersuchten Waschbären nun aktuell das Staupevirus festgestellt. Das Veterinäramt empfiehlt daher, folgende Verhaltensregeln im Umgang mit  auffälligen Wildtieren dringend zu beachten:

Die Krankheitssymptome, die Waschbären, Marder oder Füchse bei Staupe zeigen, können denen der Tollwut ähneln. Wenn Bürger Wildtiere mit Verhaltensauffälligkeiten wie Verlust der Scheu, Schläfrigkeit, Bewegungsstörungen oder Aggressivität bemerken, ist es am besten, den für das Gebiet zuständigen Jäger, die Gemeinde oder die Polizei zu informieren. Waschbären, Füchse oder Marder mit verdächtigen Krankheitssymptomen müssen außerhalb geschlossener Ortslagen von Jägern tierschutzgerecht getötet werden, da die Erkrankung fast immer tödlich verläuft. Innerhalb von Ortschaften  übernimmt die Polizei diese Aufgabe.

Weiterlesen

Hessen: Wolf im Reinhardswald gesichtet

Hessische Forstbeamte und Jäger haben am 3. und 4. August 2017 im Südteil des Reinhardswaldes zwischen Holzhausen, Gahrenberg, Hann. Münden und Wilhelmshausen ein frei laufendes wolfsähnliches Tier in der Größe eines Schäferhundes gesichtet. Zwar wurden mehrere Fotos des Tieres mit einer Handykamera aufgenommen. Leider sind diese aber zu unscharf, um eine eindeutige Bestimmung zuzulassen. Von der Naturschutzverwaltung  eingeschaltete Wolfssachverständige konnten lediglich bestätigen, dass es sich möglicherweise um einen Wolf gehandelt haben könnte. Wissenschaftlich eindeutige Belege liegen momentan nicht vor. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Hinweise gefunden werden.

Weiterlesen

Hessen: Nabu-Vertreter für „starke Bekämpfung“ von Waschbären

Der Vorsitzende des Nabu Waldeck-Frankenberg, Heinz-Günther Schneider, hat sich für eine „starke Bekämpfung“ von Waschbären ausgesprochen. Die Tiere seien „ein riesiges Problem“ und hätten sich stark vermehrt, sagte Schneider in der Waldeckischen Landeszeitung. Im Hessischen Landtag wird derzeit über eine Aufhebung der Schonzeit für Waschbären diskutiert (JAWINA berichtete). Die Schonzeit für die Waschbären müsse man jedoch akzeptieren, meint Schneider. Eine intensivere Bejagung des Kormorans lehnte der Nabu-Vertreter ab.

Weiterlesen

Hessen: Streit um Bejagung von Waschbär und Kormoran im Landtag

In der gestrigen Plenarsitzung des Hessischen Landtags haben die Regierungskoalition aus CDU und Grünen und die Opposition heftig um die Bejagung von Waschbär und Kormoran gestritten. Einige SPD-Abgeordnete hatten einen Antrag eingebracht, in dem gefordert wird, die Bejagung des Waschbären in Hessen „ohne Einschränkungen“ zuzulassen. Die Schonzeit vom 1. März bis 31. Juli solle aufgehoben werden. Die FDP unterstützte den Antrag der SPD. Der jagdpolitische Sprecher der hessischen FDP-Fraktion, Jürgen Lenders, erklärte, man wolle eine Regelung, die es unter Wahrung des Schutzes der Elterntiere erlaube, Waschbären ganzjährig zu bejagen. Ministerpräsident Bouffier habe beim Landesjägertag erklärt, dass er die Auffassung der Jäger teile, dass Waschbären gejagt werden sollten, wenn sie zur Bedrohung anderer Tierarten werden. Leider habe sich die CDU nun dem Druck der Grünen gebeugt und der Ministerpräsident sein Wort gebrochen, da die Koalition einen Antrag vorgelegt habe, der an den unsinnigen Regelungen der Jagdverordnung festhalte.

Weiterlesen

Schalldämpfer für Jäger auch in Hessen möglich

Nach der Veröffentlichung zur „Verwendung von Schalldämpfern für Jagdlangwaffen bei der Jagdausübung“ im Hessischen Staatsanzeiger vom 5. Juni 2017 können Schalldämpfer ab sofort und unabhängig von einer etwaigen Vorschädigung des Gehörs beantragt werden. Dies hatte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) auf dem Landesjägertag des Landesjagdverbandes Hessen in Lorsch bereits angekündigt.

LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger hatte das hessische Innenministerium mehrfach persönlich aufgefordert, Genehmigungen für Schalldämpfer zu erteilen: „Es ist auch nicht gerechtfertigt, diese nur für Jagdpächter, Förster oder Berufsjäger zu genehmigen“.

Weiterlesen

Hessen: Trichinenfund bei Wildschwein im Landkreis Gießen

Bei einem im Landkreis Gießen erlegten Wildschwein sind Trichinen nachgewiesen worden. Der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Gießen hatte im Rahmen der amtlichen Trichinenuntersuchung bei dem Ende April erlegten Tier Trichinen festgestellt. Inzwischen hat das Bundesinstitut für Risikobewertung den Befund bestätigt und mitgeteilt, dass es sich um Trichinella pseudospiralis handelt.

Eine Infektion mit diesem Parasiten verläuft beim Wildschwein meist unauffällig, kann jedoch für den Menschen sehr gefährlich sein und sogar tödlich verlaufen. Eine Infektion ist durch den Verzehr von trichinenhaltigem rohem beziehungsweise nicht ausreichend durcherhitztem Fleisch, Rohwürsten, Schinken oder Gehacktem möglich.

Weiterlesen

Hessen: Trichinenfund bei Wildschwein im Landkreis Gießen

Der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor teilt mit, dass in der Trichinen- Untersuchungsstelle des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Landkreises Gießen im Rahmen der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung ein Trichinellen-verdächtiges Wildschwein identifiziert wurde. Das etwa 43 Kilogramm schwere und am 22.04.2017 in Grünberg-Harbach erlegte Tier wurde daraufhin in die oben genannte Untersuchungsstelle verbracht.

Sowohl in der ursprünglichen, als auch in erneut entnommenen Proben des betroffenen Wildschweins konnte die anfängliche Verdachtsdiagnose eindeutig bestätigt werden. Sämtliche Proben wurden auch an das Nationale Referenzlabor für Trichinellen am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zwecks Bestätigung und weiterer Typisierung übersandt. Dort wurde der Befund erneut bestätigt. Die Trichinella- Larven wurden mittels PCR als T. pseudopiralis identifiziert.

Weiterlesen

Wolf in Nordhessen gesichtet

Am Donnerstag, 27. April, wurde abends in Nordhessen ein Wolf gesichtet. Er war auf einem Feld zwischen Dehringshausen und Nieder-Waroldern (Landkreis Waldeck-Frankenberg) unterwegs. Zwei Privatpersonen hatten das Tier entdeckt, fotografiert und die Polizei verständigt. Das Umweltministerium hatte daraufhin die Prüfung der Aufnahmen durch Sachverständige veranlasst. Heute kam die Bestätigung, dass es sich um einen Wolf handele. Vorsorglich wurden das zuständige Forstamt sowie Schafhalterinnen und Schafhalter informiert. Die Bevölkerung wird gebeten, aufmerksam zu sein und etwaige Sichtungen mitzuteilen. Besonders hilfreich ist dabei ein Foto. Bei einer Begegnung mit großen Hunden oder Wölfen wird empfohlen, ruhig zu bleiben und einen respektvollen Abstand zu halten.

Weiterlesen

Hessen: Jagdhund mit Aujeszky infiziert

Aujeszkysche Krankheit bei Jagdhund aus dem Odenwald nachgewiesen: LJV Hessen rät Hundeführern zur Vorsicht bei anstehenden Drückjagden

Bad Nauheim. Im Landkreis Odenwald hat sich ein Jagdhund Anfang November auf einer Bewegungsjagd mit dem Aujeszky-Virus infiziert und ist wenige Tage danach in einer Tierklinik verstorben. Das Hessische Landeslabor bestätigte heute nach der Obduktion des Hundes den Verdacht. Die Amtsveterinärin des Odenwaldkreises, Frau Dr. Sabine Sanft, erklärte dazu gegenüber dem LJV: „Es ist jederzeit damit zu rechnen, dass sich ein Hund sowie alle anderen Fleischfresser mit dem Aujeszky-Virus infizieren. Dies ist die erste nachgewiesene Infektion bei einem Hund aus dem Odenwaldkreis“. Aber auch Wiederkäuer sowie Katzen können sich infizieren. Die typischen Krankheitsanzeichen sind plötzlich auftretende Apathie, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Juckreiz, hohes Fieber und/oder Lähmungserscheinungen. Bei Verdacht auf eine AK-Infektion sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht und das zuständige Veterinäramt informiert werden.

Weiterlesen

Hessen: FDP klagt gegen Jagdverordnung

Die FDP-Fraktion im hessischen Landtag will gegen die neue Jagdverordnung des Landes Klage vor dem Staatsgerichtshof erheben. Das berichtet die FAZ. Die hessische Jagdverordnung ist von der grünen Umweltministerin Priska Hinz im Dezember 2015 verabschiedet worden und seit Anfang 2016 in Kraft. Jäger und Jagdverband in Hessen protestieren seitdem gegen die durch die Jagdverordnung dekretierten Einschränkungen des Jagdrechts. „Die Verordnung lässt durch die vielen Einschränkungen vom Jagdrecht nicht mehr viel übrig“, sagte dann auch Michael Brenner in der FAZ. Brenner ist Professor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena und hat die Klageschrift vorbereitet. Die FDP will die Jagdverordnung mit einem formaljuristischen Angriff zu Fall bringen: Die Klage wendet sich dagegen, dass die Neuregelung per Verordnung, nicht per Gesetz erlassen wurde. Wahre Entscheidungen sollten im Parlament gefällt werden, nicht im stillen Kämmerlein, erklärte Florian Rentsch, Fraktionschef der hessischen FDP, gegenüber der FAZ.

Weiterlesen

Bei Marburg überfahrener Wolf stammt aus der Lausitz

Der Anfang Mai an einer Landstraße bei Marburg tot aufgefundene Wolf ist aus der Lausitz nach Hessen eingewandert. Das haben genetische Untersuchungen des Kadavers der hessischen Wolfsbeauftragten Susanne Jokisch zufolge ergeben. Die Elterntiere des überfahrenen Wolfs sollen sich demnach nicht genau bestimmen lassen, es stehe aber fest, dass das Tier aus der Lausitzer Population stamme. SE

Weiterlesen

Hessen: Reh gewildert und verbrannt

Einen gruseligen Fund machten Passanten gestern Morgen (12.04.2016) auf der Junostraße, der alten Bundesstraße in Richtung Herborn-Seelbach im hessischen Lahn-Dill-Kreis. Dort hat ein Unbekannter ein Reh verbrannt. Die alte Bundesstraße verbindet die Ortsteile Burg und Herborn und ist im letzten Abschnitt ein Fahrradweg. Mitten auf der Fahrbahn stand ein kleiner Ölofentank und unter einer verbrannten Kunststoffplane, direkt neben dem Tank, entdeckten Polizisten die Reste eines Rehs. Offensichtlich war das Reh trächtig, da neben dem Kadaver ein ungeborenes Kitz lag. Derzeit gehen sie davon aus, dass der Täter das trächtige Reh erlegte, ausweidete und anschließend Rücken und Keulen vom Körper trennte. In der Nacht von Montag (11.04.2016) auf Dienstag (12.04.2016) transportierte er die Reste des Tieres und das Kitz in der Plane zum Fundort, übergoss alles mit Heizöl und legte Feuer.

Weiterlesen

Hessen: Aujeszky bei Jagdhund nachgewiesen

Erhöhtes Risiko für Jagdgebrauchshunde

Das Hessische Landeslabor hat bei einem Jagdhund den Nachweis der selten auftretenden Aujeszkyschen Krankheit (AK) erbracht. Das Tier kam in Bayern zum Einsatz und hatte nachweislichen Kontakt zu Schwarzwild. Wildschweine gelten als Krankheitsüberträger für die Aujeszkysche Krankheit. Der Hund zeigte die für diese Viruserkrankung typischen Krankheitserscheinungen, wie plötzlich auftretende Apathie, Appetitlosigkeit, hohes Fieber und Juckreiz und musste eingeschläfert werden. Bei der Obduktion konnten entsprechende Veränderungen im Nervengewebe sowie im Labor das Virus eindeutig nachgewiesen werden.
„Hundebesitzer sollten in Wald und Flur ihre Vierbeiner anleinen und Jäger sollten keinesfalls rohes Wildschweinfleisch verfüttern“, rät der Direktor des Landeslabors Professor Hubertus Brunn. Denn: „In seltenen Fällen kann es durch den direkten Kontakt des Hundes mit dem Wildschwein oder indirekt über Ausscheidungen infizierter Wildschweine zu einer Virusübertragung mit anschließender Infektion des Hundes kommen, die in der Folge einen tödlichen Verlauf nimmt“, so Brunn. „Der Mensch ist für das Virus nicht empfänglich, aber fast alle Säugetierarten können erkranken“, erklärte der Direktor.

Weiterlesen

Hessen: LJV-Pressesprecher tritt zurück

Der langjährige Pressesprecher des Landesjagdverbands (LJV) Hessen, Dr. Klaus Röther, ist am 7.1. von seinem Ehrenamt zurückgetreten. „Gute Wünsche für einen angenehmen Ruhestand“, die ihn erreicht hätten, seien allerdings verfrüht, schreibt Röther in einer Rundmail an Pressevertreter. Er werde „die hessischen Jägerinnen und Jäger weiterhin über die Jagdpolitik und deren Akteure informieren und hoffe, damit zu mehr Transparenz beizutragen“, so Röther weiter:  „Auch in der Jagdpolitik zählen nicht wohlfeile  schöne Worte, sondern Taten – und vor allem deren Ergebnisse.“

Um seine Rücktrittsgründe zu verdeutlichen, verweist Röther auf sein Schreiben vom 7.1. an LJV Präsident Dr. Jürgen Ellermann, das wir im folgenden verööfentlichen:

„Sehr geehrter Herr Ellenberger,

hiermit lege ich nach über 30-jähriger Tätigkeit für den LJV Hessen mein Ehrenamt als LJV-Pressesprecher nieder.

Der derzeitige LJV-Vorstand bzw. Teile dieses Gremiums schlagen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie in der  jagdpolitischen Interessenvertretung einen Weg ein, der nach meiner Auffassung den hessischen Jägerinnen und Jägern schadet und in einer Sackgasse enden muss.

Mit ausschlaggebend für meinen Schritt ist die geradezu euphorische Beurteilung der neuen hessischen Jagdverordnung (JVO) durch den LJV-Vorstand. Diese LJV-Stellungnahme  erinnert inhaltlich stark an die am gleichen Tag (18. Dezember 2015) von der hessischen CDU-Landtagsfraktion veröffentlichte Pressemitteilung, in der sich die CDU selbst über den grünen Klee lobt und behauptet, sie habe „substanzielle Verbesserungen für die Jägerschaft erreicht“.“  Ich kann beim besten Willen weder die überaus positive Stellungnahme des LJV Hessen noch die der CDU zur Endfassung der Jagdverordnung nachvollziehen. Ganz im Gegenteil: Grüne, Nabu und radikale Tierschützer haben in der JVO ihre Ziele weitestgehend durchgesetzt.

Weiterlesen

Hessen: Jagdverordnung wird noch 2015 veröffentlicht

LJV Hessen: „Protest des LJV Hessen zeigt Wirkung“

Nach Ansicht des Landesjagdverbands Hessen (LJV) haben die im Vorfeld initiierte sowie Unterschriftensammlung, eine Großdemonstration vor der Staatskanzlei in Wiesbaden und die öffentliche Anhörung im Landtag „zu signifikanten Änderungen der hessischen Jagdverordnung geführt“. Diese soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich persönlich für Verbesserungen eingesetzt.

Demnach hat LJV hat erreicht, dass die Jagdzeit beim Rotwild wieder vereinheitlicht wird. Jäger dürfen Elstern und Rabenkrähen aus Artenschutzgründen länger bejagen. Feldhase und Stockente bleiben weiterhin bejagbar und der Fuchs kann effektiv bis zum 28. Februar bejagt werden. Ebenso erhält die Graugans eine reguläre Jagdzeit und das Rebhuhn lediglich eine befristete Schonzeit und keine komplette Herausnahme aus der Bejagung. Im Bereich der Jungjägerausbildung wurde der Forderung nach einem Ausbildungsrahmenplan ebenso Rechnung getragen, wie den praxisnahen Anforderungen im Rahmen der Schießprüfung auf bewegliche Ziele. Auch die Wiederholung der Jägerprüfung ist möglich. Im Bereich der Fangjagd konnten praxisnahe Regelungen erreicht werden.

Weiterlesen

Jagd vorbei in Hessen?

Andreas Mohr ist engagierter Pächter eines Niederwildreviers im hessischen Wetteraukreis. Zusammen mit seinen Mitstreitern hat er den ehemaligen Braunkohleabbau in ein Niederwildparadies verwandelt. Etliche bedrohte Arten vom Feldhasen bis zum Rebhuhn fühlen sich dort wohl. Auf eine Bejagung verzichtet Mohr wegen des spärlichen Besatzes weitgehend. Doch die pseudo-ökologische Jagdgesetzgebung der grünen Landesregierung wird privates Engagement dieser Art wohl zum Erliegen bringen: Die populistischen Einschränkungen z.B. bei der Fuchsbejagung werden dem Niederwild den Garaus bereiten, fürchtet Mohr, der ein Ingenieurbüro für Umweltschutz betreibt und folglich weiß, wovon er spricht. (Vermutlich sehr viel besser, als viele Grüne.) Und wer wolle schon ein Revier pachten, in dem es nichts mehr zu jagen gebe?, fragt Mohr. „Maßlos enttäuscht“ sei er von der Landesregierung, sagt der Jagdpächter in der FAZ, für deren Beitrag „Ende der Jagd“ von Sven Ebbing wir hiermit eine nachdrückliche Leseempfehlung aussprechen. „Die Schuld“, so heißt es in dem Beitrag, „sieht Mohr in erster Linie bei den Grünen, die zu dirigistisch dächten und deren Ideen realitätsfern seien.“ Wer hätte das gedacht? SE

Weiterlesen

Hessen: Hasenpest im Wetteraukreis

Krankheit auf Menschen übertragbar – „Jäger und Waldarbeiter besonders gefährdet“

„Bei zwei Feldhasen aus dem Raum Nidda wurde die Hasenpest nachgewiesen. Wir bitten die Wetterauerinnen und Wetterauer deshalb um besondere Vorsicht“,  empfiehlt Landrat Arnold nach einer labortechnischen Untersuchung der Kadaver durch ein Landeslabor in einer aktuellen Pressemitteilung des Wetteraukreises. Die aufgrund ihrer Symptome landläufig als Hasenpest bezeichnete Krankheit Tularämie ist ansteckend und verläuft bei freilaufenden Nagetieren sowie Kaninchen und Hasen meist tödlich. Ausgelöst wird sie durch ein Bakterium, das durch Zecken, Läuse, Flöhe oder Stechfliegen auf die Nagetiere übertragen wird. Zwei bis drei Tage nach einer Infektion zeigen die Tiere Anzeichen von Schwäche, Apathie (bis zum Ausbleiben von Fluchtverhalten), Fieber und gesteigerte Atemfrequenz,  Lymphknoten und Milz sind vergrößert. Innerhalb von vier bis dreizehn Tagen verenden die meisten Tiere. Chronisch verlaufende Infektionen enden nach 14 bis 60 Tagen tödlich. Hunde sind gegenüber dem Erreger nach derzeitiger Erkenntnis weitgehend resistent.

Weiterlesen

FAZ verteidigt hessische Landesjagd

Der Bund der Steuerzahler Hessen hat die Gesellschaftsjagd des Landes Hessen kritisiert: Da würde ein „elitärer Personenkreis auf Kosten der Steuerzahler zu einer solch umstrittenen Veranstaltung“ eingeladen – der Sozialneid trieft aus jeder Zeile des Pamphlets. Aus welcher Ecke der Steuerzahlerbund seine Munition bezieht, ist keine große Überraschung: „Die Kosten für die Veranstaltung im Forst von Groß-Gerau mit anschließendem Festessen in einem Fünf-Sterne-Hotel belaufen sich nach Angaben von Umweltministerin Priska Hinz auf insgesamt rund 22.000 Euro“, heißt es daselbst. Priska Hinz ist Grüne und steht wegen der umstrittenen und ideologisch motivierten Jagdverordnung in Hessen in der Kritik.

Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), ein ziemlich einsamer Leuchtturm in der deutschen Medienlandschaft, springt der Jagd bei. In seinem Kommentar „Schnellschuss auf die Jagd“ sagt Matthias Alexander, was zu dem Thema zu sagen ist. Weshalb an dieser Stelle der Hinweis auf diesen Beitrag genügen soll. SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen Beitrags in der FAZonline.

Lesefrüchte 4: Grün würgt

Die Auslassungen der grünen Landtags-Abgeordneten Ursula Hammann zu „mehr Tierschutz bei der Jagd“ in der FAZ und anderswo sind ein Monument der Unwissenheit, Verlogenheit und Heuchelei.

Mit der Jagd ist es wie mit dem Autofahren: So richtig lernt man es erst nach der Prüfung. Niemand würde behaupten, einer sei Jäger oder könne jagen, bloß weil er gerade die Jägerprüfung abgelegt hat. Wenn die grüne Landtagsabgeordnete und „Tierschützerin mit Herzblut“ Ursula Hammann also im FAZ-Interview stolz verkündet, sie hätte jetzt den Jagdschein gemacht, um „auf Augenhöhe mit den Jägern diskutieren zu können“, wie sollte man das anders bewerten als ein Eingeständnis ihrer geradezu erschütternden Ignoranz? Seit Jahrzehnten sitzt Hammann im Landtag, seit Jahrzehnten macht sie (Anti-)Jagd-Politik – und erst jetzt hält sie es für erforderlich, die erforderliche Mindestqualifikation zu erwerben, um „ernst genommen zu werden?“

Um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht hier ja nicht um eine Stammtischdiskussion, wo selbstverständlich auch jeder Nicht-Jäger seine unqualifizierten Ansichten beisteuern mag. Aber Frau Hammann und ihre Grünen Parteigenossen schicken sich an, Jagd und Jagdgesetze nicht nur in Hessen zu verändern, sie haben die Macht, es zu tun. Da wäre es schon schön, wenn sie wenigstens wüssten, worum es geht. Bei einer Jungjägerin im ersten Jagdscheinjahr, die überdies nicht vorhat, die Jagd jemals auszuüben, darf man das bezweifeln. Aber eigentlich geht es nicht um Unwissenheit. Es geht um Ablehnung, Gegnerschaft, um einen Kampf gegen Jagd und Jäger, und das wird aus Hammanns Worten bei allem Bemühen um politikgerechte Verschleierung auch deutlich genug.

Weiterlesen

Hessen: CDU signalisiert Jägern Entgegenkommen bei Jagdverordnung

3500 Jäger und Bauern demonstrieren gegen Jagdverordnung /  SPD und FDP fordern Anhörung im Landtag

„Die in Hessen geplanten extrem kurzen Jagdzeiten für Fuchs, Steinmarder, Rabenkrähe und Elster sind sachlich nicht gerechtfertigt und wissenschaftlich nicht begründet.“ Der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen (LJV), Dr. Jürgen Ellenberger, hat am Samstag in Wiesbaden die geplante Jagdverordnung des hessischen Umweltministeriums scharf kritisiert. Auf einer Kundgebung mit rund 3500 Jägern und Bauern warnte Ellenberger vor den verheerenden Folgen einer Verordnung, „die deutlich die jagdfeindliche Handschrift des Nabu trägt“. Die Artenvielfalt werde in Feld und Flur weiter sinken, wenn die Jagd auf räuberische Arten drastisch eingeschränkt werde.  Die CDU signalisierte den aufgebrachten Demonstranten Entgegenkommen. Die Demonstration stand unter dem Motto „Hände weg vom Jagdrecht!“

„In Baden-Württemberg, Rheinland Pfalz und Nordrhein-Westfalen können zum Beispiel Rabenkrähe und Elster rund sieben Monate und die Graugans bis zu sechseinhalb Monaten bejagt werden“, sagte der LJV-Präsident. In Hessen solle hingegen die Jagd auf die Rabenvögel auf zweieinhalb Monate beschränkt und die Jagdzeit für Graugänse gestrichen werden. „In den Nachbar-Bundesländer haben ebenfalls grüne Umweltminister den Natur- und Tierschutz besonders im Auge“, erklärte Ellenberger. Das Argument der Grünen, dass die neue Jagdverordnung in Hessen gerade aus Natur- und Tierschutzgründen erforderlich sei, ziehe deshalb nicht. Wenn die Graugans keine Jagdzeit mehr erhalte, seien hohe Schäden in der Landwirtschaft programmiert. Das Nabu-Dogma von der Selbstregulation der Wildbestände sei ein pseudo-wissenschaftlicher Irrglaube.

Weiterlesen

Hasenpest im Landkreis Limburg-Weilburg

Wildtiere nicht anfassen – Hunde anleinen

Im hessischen Landkreis Limburg-Weilburg ist die auch für Menschen gefährliche Hasenpest (Tularämie) ausgebrochen. An drei Orten im Landkreis, und zwar in der   Gemeinde Dornburg, Gemarkung Langendernbach, Gemeinde Löhnberg, Gemarkung Obershausen sowie in der Gemeinde Beselich, Gemarkung Obertiefenbach wurde die Erkranakung bei tot aufgefundenen Feldhasen amtlich festgestellt. Das teilt der Landkreis in einer Presseerklärung mit.

Tularämie wird durch Bakterien verursacht. Der Erreger lebt vor allem in Parasiten wie beispielsweise Flöhen, Läusen, Wanzen oder Zecken, die wiederum die Bakterien auf wild lebende kleine Säugetiere (Hasen, Wildkaninchen, Mäuse, Ratten, Eichhörnchen usw.) übertragen. Die Tularämie kann von Tieren auf Menschen übertragen werden. Erkrankte Wildtiere zeigen in der Regel kein typisches Fluchtverhalten, sondern wirken matt, teilnahmslos und verlieren ihre Schnelligkeit und angeborene Scheu. Man darf keinesfalls die Tiere anfassen. Auch sollte man vermeiden, dass Hunde mit erkrankten Tieren in Kontakt kommen. Es wird geraten, Hunde in Wald, Feld und Flur an der Leine zu führen.

Weiterlesen

DJV-Präsidium unterstützt Hessen-Demo

Protest gegen Klientel-Politik durch die Hintertür

Der Deutsche Jagdverband (DJV) wird den Landesjagdverband Hessen in Vorbereitung der Demonstration gegen die geplante Landesjagdverordnung (JVO) am 26. September in Wiesbaden finanziell und personell unterstützen. Das hat das DJV-Präsidium heute in Berlin beschlossen. „Mit der geplanten Landesjagdverordnung soll das Jagdgesetz am Parlament vorbei ausgehöhlt werden. Dabei sieht der schwarz-grüne Koalitionsvertrag sogar eindeutig vor, dass ‚das Hessische Jagdgesetz in seiner derzeitigen Fassung Bestand‘ haben soll“, sagte LJV-Präsident Dr. Jürgen Ellenberger. Zudem halte der Koalitionsvertrag eindeutig fest, ‚dass der Jagdschutz auf bestandsbedrohte Tierarten ausgeweitet wird‘. Mit der geplanten JVO sei eben dies nicht der Fall, da sie vorsieht räuberische Arten wie Fuchs, Elstern und Rabenkrähen weniger intensiv zu bejagen. Dies benachteilige sogar bestandsbedrohte Arten massiv.

Auch DJV-Präsident Hartwig Fischer rief heute erneut alle Jägerinnen und Jäger auf, die hessischen Waidgenossen zu unterstützen. „Die Verordnung versucht einen vernünftigen und praxiserprobten Artenschutz durch die politische Hintertür zu erschweren und erreicht damit genau das Gegenteil von dem, was im Koalitionsvertrag festgehalten wurde“, so Fischer. „Das entspricht nicht dem politischen Auftrag, für den die hessischen Jägerinnen und Jäger bei der letzten Wahl gestimmt haben. Und das zeigen wir auch auf der Straße am 26. September in Wiesbaden.“

Weiterlesen

Hessen: „Ideologisch geprägte Vorurteile und unerträgliche Ächtung der Heger und Pfleger“

Der hessische Landrat im Joachim Arnold (SPD) warnt vor den Auswirkungen eines „ideologisch geprägten“ Jagdgesetzes: Dies führe zu „einer Entmündigung, zu einem Wegfall eigenverantwortlichen Handels und zu einer weiteren unnötigen Bürokratisierung.“ Außerdem „gefährde die geplante neue Jagdverordnung gefährdet die gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Wetterauer Jägerschaft, Naturschutz und Landwirtschaft. Arnold forderte die hessische Landesregierung auf, zentrale Inhalte der neuen Verordnung zu überdenken und die Befürchtungen sehr ernst zu nehmen.

Weiterlesen

DJV und LJV rufen zur Demonstration in Hessen auf

Protest gegen geplante Landesjagdverordnung in Wiesbaden am 26. September

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Landesjagdverband Hessen (LJV Hessen) rufen zur gemeinsamen Demonstration gegen die geplante Landesjagdverordnung (JVO) in Hessen auf. Unter dem Motto „Hände weg vom Jagdrecht! – Keine Aushöhlung durch die neue Jagdverordnung!“ werden am Samstag, dem 26. September, in Wiesbaden mehrere tausend Jäger erwartet. Der orange-farbene Protestzug wird um 11.00 Uhr am Hauptbahnhof in Wiesbaden starten und am Kranzplatz vor der Hessischen Staatskanzlei enden. Dort findet ab 12.00 Uhr eine Kundgebung mit Vertretern aus Politik und Verbänden statt. Der DJV ruft alle Jägerinnen und Jäger in Deutschland auf, die hessischen Waidgenossen zahlreich zu unterstützen! „Wir Jägerinnen und Jäger haben mit den Demonstrationen im Saarland, in Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen eindrucksvoll gezeigt, was uns die Jagd bedeutet“, sagt DJV-Präsident Hartwig Fischer. „Das werden wir auch in Hessen tun.“

Weiterlesen

Erstmals Goldschakal in Hessen gesichtet

Im Landkreis Vogelsberg wurde am 13. August diesen Jahres ein Goldschakal gesichtet. Hierbei handelt es sich um die erste Sichtung eines solchen Tieres in Hessen überhaupt, wie das Hessische Umweltministerium mitteilte. Die Sichtung des Schakals wurde von einem Jäger gemeldet, der das Tier im Revier Schlitz, zwischen Bobenhausen und Unter-Seibertenrod gesichtet und fotografiert hat.

Ein Goldschakal, wissenschaftlich Canis aureus, ähnelt in Größe und Körperbau einem Fuchs, die Fellfärbung entspricht jedoch eher der eines Wolfes. Um sicher zu gehen, dass es sich bei dem gesichteten Tier auch wirklich um einen Goldschakal handelt, wurde die Expertise des Instituts für Wolfsforschung- und Monitoring LUPUS Lausitz/Sachsen eingeholt. Die „bundesweit und international tätigen Expertinnen von LUPUS“ kamen zu dem eindeutigen Ergebnis, dass es sich hier um einen Goldschakal handelt.

Weiterlesen

Hände weg vom Jagdrecht!

DJV ruft zur Unterstützung der hessischen Jäger auf

Der DJV ruft alle Jägerinnen und Jäger zur Unterstützung der Aktion „Hände weg vom Jagdrecht – Keine Aushöhlung durch neue Jagdverordnung!“ des LJV-Hessen auf. Auf der Kampagnenseite sammelt der LJV Unterschriften gegen die geplante Jagdverordnung (JVO). Der erste Entwurf sieht nicht nur drastische Einschnitte bei den Jagd- und Schonzeiten vor, so zum Beispiel die Aufhebung der Jagdzeiten für Beutegreifer, den Feldhasen und die Graugans, sondern greift auch in das Grundgesetz ein (Eigentumsrecht der Grundeigentümer nach Art. 14 Grundgesetz und ebenso einen Eingriff in die Handlungsfreiheit des Jagdausübungsberechtigten aus Art. 2 Grundgesetz). „Jetzt gilt es solidarisch zusammenzustehen und miteinander für ein praktikables und ideologiefreies Jagdrecht zu kämpfen“, sagt DJV-Präsident Hartwig Fischer. „Wir Jägerinnen und Jäger haben mit den Demonstrationen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eindrucksvoll gezeigt, was uns die Jagd in Deutschland bedeutet“, so Fischer weiter. Der LJV schließt derzeit eine Kundgebung in Hessen nicht aus.

Weiterlesen

Hessen: Jäger mit Dachlatte verprügelt – Bewährungsstrafe

Ein 57-jähriger Schläger, der einen 71 Jahre alten Jäger mit einer Dachlatte krankenhausreif geschlagen hat, ist vom Amtsgericht Wetzlar wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem muss der Täter 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, sich der Aufsicht eines Bewährungshelfers unterstellen sowie Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 1100 Euro bezahlen. Das berichtet das Nachrichtenportal mittelhessen.de. Der Jäger hatte von einem Hochsitz aus seine Waffe eingeschossen. Der Verurteilte hatte sich von den Knallgeräuschen wohl gestört gefühlt. Nach Schilderungen des Jägers kletterte der ihm unbekannte Mann auf den Hochsitz, forderte ihn auf, das Schießen einzustellen und versuchte, den Weidmann von dem vier Meter hohen Hochsitz zu zerren, wobei dessen Weste zerriss.

Weiterlesen

Hessisches Kultusministerium verbietet Sportschießen im Schulsport

Deutschland wieder ein Stück sicherer geworden

In einer Verordnung über die Aufsicht über Schülerinnen und Schüler vom 11. Dezember 2013 hat das Hessische Kultusministerium ein Verbot des Sportschießens im Schulsport ausgesprochen, wie der Deutsche Schützenbund (DSB) berichtet. Lediglich im Bereich des außerunterrichtlichen Sports solle das Sportschießen künftig noch möglich sein, jedoch ausschließlich beschränkt auf das Bogenschießen. Die Benutzung von Schusswaffen im Schulsport ist generell ausdrücklich verboten. Damit, so beklagt der DSB, schließt Hessen einen von rund 1,4 Millionen Sportlern betriebenen Sport grundsätzlich für Schülerinnen und Schüler aus. Dabei habe das Ministerium nicht einmal Kontakt zum DSB gesucht, der seinen Sitz im Bundesland Hessen habe.

Weiterlesen

Schalldämpfer freigegeben – oder doch nicht?

Die Meldung, dass Innenministerium habe Schalldämpfer bei der Jagdausübung freigegeben, ist eine Falschmeldung.

„Da hat jemand schlecht zugehört“, ärgert sich Karl Apel, Referatsleiter bei der Obersten Jagdbehörde Hessens. Verständlich, denn seiner Dienstherrin, der hessischen Umweltministerun Lucia Puttrich war eine Äußerung in den Mund gelegt worden, die im Internet schnell die Runde machte: Demnach habe sich „das Bundesministerium des Innern in die aktuelle Diskussion des Einsatzes von Schalldämpfern bei der Jagd eingeschaltet. Das Ministerium solle den Waffenbehörden der Länder ermessensentscheidend mitgeteilt haben, dass bei Vorliegen der Voraussetzungen der Arbeitsschutzverordnung ein Anspruch auf Erteilung einer Erlaubnis für einen Schalldämpfer besteht.“ Dies solle Ministerin Puttrich „Jagdjournalisten in Rüdesheim“ mitgeteilt haben. Schön wär’s, stimmt aber nicht.

Weiterlesen

Rheinland-Pfalz: Datenschützer wollen Wildkameras verbieten

Schon mherfach haben Datenschützer in verschiedenen Bundesländern den Versuch unternommen, Wildkameras verbieten zu lassen. Diesmal wagt Edgar Wagner, Datenschützer Rheinland-Pfalz mit einen entsprechenden Vorstoß. Der LJV protestiert.

„Wir teilen die Auffassung von Herrn Wagner in keinster Weise“, erklärt Rechtsanwalt Klaus Nieding, Justitiar des LJV RLP zu dem Ansinnen Wagners, Wildkameras zu verbieten und Zuwiderhandlungen mit hohen Bußgeldern belegen zu lassen: „Die Einschätzung, dass der gezielte Einsatz von Wildkameras an einer von Jägerinnen und Jägern eingerichteten Kirrung mit dem Datenschutzrecht (§ 6b BDSG) nicht vereinbar ist, kann in unseren Augen nur falsch sein. Eine Kirrung ist unserer Auffassung nach eine jagdliche Einrichtung, die einzig dem Anlocken des Wildes zum Zwecke der Erlegung dient. Daher handelt es sich bei dieser sehr kleinen und eng begrenzten Fläche um keinen öffentlich zugänglichen Raum“, so Rechtsanwalt Nieding. Jagdliche Einrichtungen – wozu z.B. auch Hochsitze – sind Privatbesitz und dürfen nicht ohne weiteres betreten werden.

Weiterlesen

Hessen: Jäger zu Rotwildabschuss verurteilt

Das Verwaltungsgericht Kassel hat die Pächter von fünf Pachtbezirken im Stadtwald Zierenberg verurteilt, mindestens drei Stück Rotwild pro Pachtbezirk zu schießen. Grund sind massive Wildschäden in sechsstelliger Höhe durch Rotwildschäle an Eschen im Stadtwald. Aufgrund der Wildschäden droht der Verlust der PEFC-Zertifizierung. Bereits 2011 waren Änderungen angemahnt worden. Daraufhin wurden Ruhezonen und Äsungsflächen geschaffen, was aber nicht den erwünschten Erfolg brachte.

Weiterlesen