Schlagwort-Archive: Gutachten

„Stichwort Obergrenze“

Das im Auftrag von WLV und VJE von Prof. Dr. Pfannenstiel erstellte Wolfsgutachten – jetzt zum Download auf JAWINA

Das von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel im Auftrag des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV) und des Verbands der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe (VJE) erstellte Gutachten „Der Wolf (Canis lupus L. 1758) Stellungnahme zum Umgang mit dieser Tierart in der Kulturlandschaft Deutschlands“ steht nun zum Download auf JAWINA bereit. Die Lektüre dieses fundierten Gutachtens sei hiermit jedem Jäger und jedem Naturinteressierten nachdrücklich ans Herz gelegt.

Aus dem Gutachten (S. 5f.)

„Wenn der Wolf in absehbarer Zeit regulär bejagt werden wird, gebietet es die Rationalität, das in unserem Land langjährig erprobte und in der Mehrheit der Fälle gut funktionierende System zur Regelung der Bejagung zu nutzen und daneben kein weiteres außerhalb des Rechtskreises Jagd aufzubauen. Fachliche Unterstützung der Jagdbehörden bei der Überwachung des Populationszustandes und bei der Festsetzung von Abschussplänen für den Wolf könnten unabhängige Institutionen der Bundesländer bzw. ein Bundesinstitut zusätzlich geben.

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Der Wolf ist eine Ente

Der Wolf, der bei Boitze im niedersächsischen Landkreis Lüneburg einen Jäger angegriffen haben soll (wir berichteten höchst skeptisch) und sich angeblich erst nach Abgabe eines Pistolenschusses vertrieben ließ, hat sich nach eingehender Untersuchung des Falls als Ente ent-puppt: Als Zeitungsente. Das Hamburger Jäger(latein)Magazin, das sich gern einmal, wahrscheinlich einem innovativen Ansatz folgend, mit Geschichten hervortut, die die kleingeistigen Grenzen zwischen Journalismus und Fantasy niederreißen, hatte über den „Fall“ berichtet.

Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag hatte eine Kleine Anfrage zu verschiedenen Wolfsthemen an das Ressort von Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) gerichtet. Die Frage lautet: „Wie bewertet die Landesregierung den jüngsten Bericht über einen potenziellen Wolfsangriff auf einen Jäger in der Göhrde, über den das Jägermagazin auf seiner Internetseite mit Datum vom 08.04.2015 berichtet?“

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Hauskatzen schmeckt heimische Fauna

Neues Gutachten belegt Einfluss von Katzen/ DJV interviewt Prof. Dr. Klaus Hackländer

Weltweit belegen Studien den Einfluss von Hauskatzen auf die heimische Tierwelt. In einem neuen Gutachten der Universität für Bodenkultur Wien wurden jetzt annähernd 90 wissenschaftliche Studien ausgewertet. Prof. Dr. Klaus Hackländer hat das Gutachten „Einfluss von Hauskatzen auf die heimische Fauna und mögliche Managementmaßnahmen“ geleitet. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat den Universitätsprofessor für Wildbiologie zu seinen Ergebnissen befragt.

DJV: Sehr geehrter Prof. Dr. Hackländer das Interesse am Einfluss von Hauskatzen auf die Fauna, scheint nicht nur in Deutschland groß zu sein. Zu Ihren Ergebnissen: Welchen Einfluss haben Hauskatzen tatsächlich auf die heimische Tierwelt – sowohl durch das Beutemachen, als auch durch Beunruhigung?

Prof. Dr. Hackländer: Tatsächlich ist das Thema Hauskatze für den Artenschutz und die Jagd auf der ganzen Welt ein wichtiges Thema. Dementsprechend gibt es eine Reihe von Untersuchungen, die den Einfluss von streunenden oder verwilderten Hauskatzen auf wildlebende Tiere untersucht haben. Darunter finden wir zahlreiche Studien, die lokal einen Rückgang von Arten belegt haben, z.T. sogar zum Aussterben einer Art geführt haben. Neben diesen direkten Effekten, sollten aber auch die indirekten Wirkungen von streunenden Katzen nicht außer Acht gelassen  werden. Die Anwesenheit des Beutegreifers Hauskatze kann zu Verhaltensänderungen bei der potentiellen Beute führen, die mit erhöhten Stresswerten reagieren, weniger Zeit für die Nahrungsaufnahme haben oder eine geringere Jungenfürsorge zeigen. All dies kann damit auch ohne einen direkten Einfluss der Hauskatze (Tötung der Beute) zu einem Rückgang einer Art führen.

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Doch kein Wolf: Hund in Hoyerswerda von Zwingernachbarn getötet

Der am 10.01.2014 im Außengehege einer Tierpension in Hoyerswerda tot aufgefundene Schäferhundmischling ist laut einem Gutachten von der Hündin, die im Nachbargehege gehalten wird, getötet worden. Die Mischlingshündin (Ridgeback/Dogo Canario) war am Ohr verletzt. Ein Wolf kann als Verursacher ausgeschlossen werden. Dies haben die genetischen Untersuchungen am Senckenberg Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen eindeutig ergeben. Untersucht wurden Haare, die im Maul des toten Hundes gefunden wurden, und Speichelproben, die an den verschiedenen Bissverletzungen des toten Hundes, sowie am Ohr der verletzten Hündin, genommen wurden.

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