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Neues Berufsbild: Wolfsvergrämer und Steineschmeisser

Als Steineschmeißer kann man es weit bringen in unserem Land: Mit einer gründlichen Grundausbildung in diesem Fach qualifizierte sich Joschka Fischer für das Amt des deutschen Außenministers. Ein interessantes neues – und vor allem legales – Betätigungsfeld für qualifizierte Steineschmeißer bietet jetzt das „Kontaktbüro Wölfe in Sachsen“ an: Die Jungwölfe aus dem Milkeler Rudel, die durch die Aneignung des Forsthelms eines nur wenige Meter entfernten Jägers nicht nur berühmt wurden, sondern auch einen schlagenden Beweis für die Validität der Theorie von der „natürlichen Scheu“ lieferten, diese Jungtiere sollen nun mit den zuletzt beim G20-Gipfel in Hamburg verfeinerten Strategien des Schwarzen Blocks Bekanntschaft machen: Wenn die Kombattanten der Wölfe ansichtig werden, „wird laut geschrien, ihnen hinterhergelaufen oder mit Steinen und anderen Gegenständen geworfen“, erklärte eine Sprecherin der Kampftruppen gegenüber TAG24.de. Ganz im Sinn der typischen Guerillataktik also, den Gegner durch nadelstichartige Aktionen zu zermürben: „Sie sollen Angst bekommen“, lautet das erklärte Ziel. Wenn sich die Wölfe davon nicht beeindrucken lassen, kommen Gummigeschosse zum Einsatz, droht Kommandeur André „Che“ Klingenberger unverhohlen. Den entscheidenden Vorteil jeder Guerillataktik wissen die Kämpfer auf ihrer Seite: Denn wie Mao schon sagte, „der Revolutionär schwimmt im Volk wie ein Fisch im Wasser“ – und die Unterstützung der Landbevölkerung ist den Guerilleros gewiss. SE

Beitragsbild: Wolfsvergrämer-Grundausbildung. Foto: Belizian, Quelle: Wikipedia