Schlagwort-Archive: getötet

Südafrika: PH Claude Kleynhans von Büffel getötet

Der bekannte südafrikanische Berufsjäger (Professional Hunter, PH) Claude Kleynhans, 54, ist am Dienstag von einem Büffel getötet worden. Kleynhans war Inhaber von Guwela Safaris, er hinterlässt zwei Töchter und einen Sohn. Seine Ehefrau, Corina van der Merve, berichtete gegenüber citizen.co.za, dass Kleynhans mit Jagdgästen einen Büffel geschossen habe. Beim Verladen des Tiers sei der Jäger überraschend von einem weiteren männlichen Büffel attackiert und schwer verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde bei dem Angriff des Büffels eine Arterie im Oberschenkel von Kleynhans zerstört, er sei innerhalb kurzer Zeit verblutet. Kleynhans war Polizist, bevor er sich als PH selbständig macht. Der streng gläubige Christ galt als ausgewiesener Kenner der Natur Südafrikas, er machte sich um den Naturschutz verdient. Das hielt zahlreiche Tierfreunde nicht davon ab, ihrer Freude über den Tod des Jägers in Kommentarspalten und diversen asozialen Netzen Ausdruck zu verleihen. So schrieb eine Frau  laut Daily Mail, sie liebe es, wenn Wilderer von den Tieren getötet würden, es mache sie extrem glücklich (‚I love when Poachers get killed by the animals it makes me extremely happy!!).

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Niedersachsen: Wolf vermutlich illegal getötet

+++ Sachsen-Anhalt: Trotz Wolfsschutzzaun – Wolf reißt 18 Stück Damwild im Gatter +++ Brandenburg: Vom „Wolfskompetenzzentrum errichteter Zaun erweist sich als wirkungslos +++

40. toter Wolf in Niedersachsen – fünfter illegal getöteter

Am 6. April wurde an der B493 zwischen Kapern und Gartow ein toter Wolf gemeldet. Das teilte das Wolfsbüro des NLKWN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen Rüden, vermutlich ausgewachsen. Der tote Wolf weist Anzeichen einer Schussverletzung auf. Daher geht die Polizei von einer illegalen Tötung aus. Das Polizeikommissariat Lüchow ermittelt. Es ist der elfte tote Wolf in Niedersachsen im Jahr 2018, der 40. insgesamt und der fünfte illegal getötete. Sämtliche Informationen über in Niedersachsen tot aufgefundene Wölfe sind hier aufgeführt:

http://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/naturschutz/tier_und_pflanzenartenschutz/wolfsbuero/totfunde/tote-woelfe-in-niedersachsen-142406.html

Für die illegale Tötung eines Wolf sieht § 71 Abs. 1 BNatSchG als Strafrahmen eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Dieser Strafrahmen orientiert sich am gleichen Strafrahmen wie bei Jagdwilderei (§ 292 StGB) und bei Zuwiderhandlungen gegen Schonzeitvorschriften (§ 38 BJagdG).

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Getötete Bracke: Alternative Fakten von Kontaktbüro und Bundesforst

Am 13.03. veröffentlichten Kontaktbüro Wölfe in Sachsen und der Bundesforstbetrieb Lausitz eine gemeinsame Pressemitteilung (PM) mit dem Titel „Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz vom Wolf getöteter Jagdhund war nicht im jagdlichen Einsatz„. In der mit dem sächsischen Umweltministerium abgestimmten PM verbreiten die genannten staatlichen Institutionen eine – vorsichtig ausgedrückt – fragwürdige Version der Vorgänge, die der Darstellung der Betroffenen widerspricht und diese somit als Lügner dastehen lässt. Warum?

Es stellt sich zum einen die Frage, was mit dieser PM bezweckt werden soll, da sich am grundsätzlichen Hergang, am Kern des Sachverhalts – dass der Hund von einem Wolf gerissen wurde – nichts ändert dadurch, ob der Hund nun im Jagdeinsatz getötet wurde oder nicht. Auch die Bewertung des Falls durch Wolfsbefürworter und -Gegner dürfte dadurch nicht wesentlich beeinflusst werden. Zum anderen: Warum wurde die PM in dieser Form veröffentlicht, obwohl durch sie verschiedene Akteure völlig unnötig öffentlich attackiert und diskreditiert werden?

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Schweden: Leittiere geschossen – Rackstad-Rudel aufgelöst

Am Samstag ist es schwedischen Jägern gelungen, auf Anordnung der Bezirksregierung der Provinz Värmland beide Elterntiere des Rackstad-Rudels zu erlegen. Nachdem im Vorfeld der Schutzjagd bereits vier Wolfswelpen geschossen wurden, gilt das Rudel somit als aufgelöst. Anlass für die Maßnahme waren die zahlreichen Angriffe des Rackstad-Rudels auf Hunde (JAWINA berichtete). „Es war eine perfekte Jagd“, berichtet sich der Leiter der Schutzjagd, Bertil Forsberg gegenüber dem schwedischen Jagdmagazin SvenskJakt: Es hätten schwierige Bedingungen mit viel Schnee geherrscht, aber es sei gelungen, die Wölfe zur Strecke zu bringen. Jäger waren die Fährten der Raubtiere im Schnee ausgegangen. Am Samstag wurde gegen 13 Uhr erst der Wolfsrüde gestreckt, kurze Zeit später auch die Leitwölfin. Innerhalb weniger Tage wurde die von der Bezirksregierung gestellte Aufgabe von den Jägern erfüllt. „Es wird vermutet, dass der Wolfsrüde unsere Hunde gezielt aufgesucht und getötet hat“, erklärt Forsberg in SvenskJakt: „Jetzt sind beide Wölfe weg und es fühlt sich großartig an“, freut sich der erfolgreiche Jäger. SE

Beitragsbild: Die erlegten Leitwölfe des Rackstad-Rudels. Foto: Bertil Forsberg.

JAWINA dankt für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Fotos!

Brandenburg: Seeadler von Windrad erschlagen

In der Nähe von Wernikow (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) ist am Samstag ein Seeadler von einem Windrad erschlagen worden. Mitarbeiter einer Wildtierauffangstation fanden das tote Tier, als sie nach einem geeigneten Ort für die Auswilderung von Schwänen suchten, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Es sei unklar, ob der Seeadler eine Brut zu versorgen hatte, heißt es in dem Beitrag. Es ist bereits der 48. Seeadler, der der offiziellen Statistik der Vogelschutzwarte Brandenburg zufolge von einem Windrad getötet wurde – die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Öko-Strom vom feinsten… SE

Beitragsbild: Seeadler in Schottland. Autor: Jacob Spinks, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution 2.0 Generic Lizenz.

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Niederlande: 1062 Grosse Pflanzenfresser verrecken elend in Oostvaardersplassen

So funktioniert Regulierung von Schalenwildbeständen ohne Jagd

Allein im Februar 2018 sind 1062 Große Pflanzenfresser in dem umstrittenen Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen in der holländischen Provinz Flevoland gestorben. Nur 69 Tier starben eines natürlichen Todes (wozu auch Hungertod und durch durch Entkräftung zählen dürften), die anderen Tiere mussten wegen ihres schlechten Ernährungs- und Allgemeinzustands erschossen werden. In dem 5600 Hektar großen Gebiet leben eine Vielzahl von Tieren, eine natürliche Ab- oder Zuwanderung ist weitgehend ausgeschlossen. Da Jagd und Fütterung der Tiere in der Vergangenheit verboten waren, verendeten und verhungerten in strengen Wintern stets hunderte von Pflanzenfressern. Nach Protesten ist in Notzeiten jetzt eine Fütterung erlaubt, notleidende Tiere werden von Rangern erschossen. Obwohl im Winter zugefüttert wurde, waren im Februar viele Tiere bereits so entkräftet, dass die Fütterung für sie zu spät kam. Unter den 1062 im Februar gestorbenen Tieren waren 858 Stück Rotwild, 184 Konikpferde und 20 Heckrinder. Die meisten der Tiere wurden erschossen.

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Kontaktbüro bestätigt: Bracke wurde von Wolf getötet

Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ bestätigt in einer soeben erschienenen Pressemitteilung, dass der „Jagdhund auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz von einem Wolf getötet“ wurde. In der PM heißt es weiter: Der Jagdhund, der am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz tot aufgefunden wurde (JAWINA berichtete), wurde von einem Wolf getötet. Die genetische Untersuchung des am toten Hund genommenen Probenmaterials konnte nun einen aufgrund der Auffindesituation vermuteten Wolfsübergriff auf den Hund bestätigen. Der Hund wurde vom Rüden des Daubitzer Rudels getötet. Ein Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und den in der Region zuvor aufgetretenen Übergriffen auf Hunde, Katzen und Kaninchen durch den am 02.02.2018 legal geschossenen Wolfsrüden GW701m, der nicht zum Daubitzer Rudel gehörte, besteht somit nachweislich nicht. Der nicht angeleinte Jagdhund hatte sich bei einem Waldaufenthalt von seinem Hundeführer entfernt, Wild verfolgt und war nicht mehr zurückgekehrt. Aufgrund eines am Halsband befestigten GPS-Senders konnte der Hund aufgefunden werden, der zu diesem Zeitpunkt bereits tot war.“

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Wolfsangriff auf Bracke: Chronik eines Hundetodes

Chronologie der letzten Jagd der Deutschen Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“, getötet durch einen Wolf am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

Am 30.01.2018 um 14:25 Uhr wurde die Deutsche Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“ zur Suche nach Wild geschnallt. Der Hund suchte bis ca. 15:00 Uhr im Nahbereich um den Führer (bis zu 300 m) nach Wild. Er wurde zwischenzeitlich auch mal laut, kehrte aber mehrmals zum Führer zurück. Gegen 15:05 Uhr findet der Hund Rotwild und entfernt sich Richtung Süd-West vom Führer mit dem Wild. Der Führer kennt die Wechsel und macht sich bereit, das Wild eventuell zu erlegen, wenn es den Rückwechsel annimmt.

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Sachsen: Wolf soll Bracke getötet haben

+++ Update: Hund trug Ortungshalsband +++ Update: Besendertes Wolfsrudel in der Nähe bestätigt +++

Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Sachsen soll eine Bracke von einem Wolf getötet und zu einem erheblichen Teil aufgefressen worden sein.  Der Hund war zeitweise bei seinem Züchter zur Pflege untergebracht, weil der Hundebesitzer zur Zeit im Urlaub weilt. Der Züchter, offenbar Förster von Beruf, nahm den Hund zum Auszeichnen mit und ließ ihn dabei frei laufen. Der Hund war mit einem Garmin ausgestattet und begann in der Umgebung Rotwild zu jagen. Als sich die Bracke ca. 950 Meter von seiner Bezugsperson entfernt hatte, riss der Funkkontakt ab. Als der Hund sich nach einer Stunde nicht wieder blicken ließ, begab sich der Hundesitter auf die Suche. Er fand die Überreste des stark angefressenen Hundes ca. 1500 Meter Luftlinie vom Ausgangspunkt entfernt und nur etwa 250 Meter von der B 115 entfernt. Angesichts der Verletzungen und der Fraßspuren sei ausgeschlossen, dass Füchse oder Wildschweine den Hund angefressen hätten, hieß es. Wie der zuständige Zuchtverein gegenüber JAWINA bestätigte, hat der Hundebesitzer den Verlust des Hundes beim Verband angezeigt. Auch dass der Hundebesitzer den Hergang wie oben beschrieben geschildert hat, wurde  vom Verband bestätigt. Der Kadaver des Hundes werde derzeit noch untersucht.

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Getötete Hunde: Es war ein Wolf

Das Tier, dass Ende Dezember 2017 im sächsischen Landkreis Görlitz zwei Hunde getötet hat (JAWINA berichtete), ist „aller Wahrscheinlichkeit nach identifiziert“, wie der Landkreis Görlitz mitteilt. Demnach handelt es sich um einen Wolf, der von einer automatisch auslösenden Wildkamera fotografiert wurde. Das Tier wurde mehrfach in der Nähe von bzw. auf Grundstücken gesichtet. Das zuständige Landratsamt in Görlitz stimmt sich derzeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) über die zu ergreifenden Maßnahmen ab. Um die Umsetzung nicht zu gefährden, können gegenwärtig keine weiteren Details dazu veröffentlicht werden. Parallel wird über die Untersuchung von Genetikproben versucht, die Identität und Rudelzugehörigkeit des Wolfes abschließend zu klären.

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Mecklenburg-Vorpommern: Rotwild verursacht tödlichen Verkehrsunfall

Ein Rudel Rotwild hat in der Schwinzer Heide zwischen Bossow und Alt Schwinz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) einen folgenschweren Wildunfall verursacht. Ein 52-jähriger Kradfahrer befuhr zusammen mit anderen Kradfahrern die Kreisstraße aus Bossow kommend in Richtung Dobbertin. Auf Höhe der Unfallstelle wechselte ein Rudel Rotwild von rechts nach links über die Fahrbahn. Ein Hirsch lief unmittelbar in den Geschädigten. Dieser stürzte daraufhin und wurde lebensbedrohlich verletzt. Unter ständigen Reanimationsmaßnahmen wurde der Motorradfahrer mit einem Rettungswagen in die Klinik nach Plau am See verbracht. Trotz aller durchgeführten Rettungsmaßnahmen verstarb der verunfallte Kradfahrer wenig später im Krankenhaus. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Sachsen: Damtier im Gatter gewildert

In Wiesa, einem Ortsteil von Kamenz (Landkreis Bautzen) haben unbekannte Täter ein tragendes Stück Damwild in einem Gatter an der Bischofswerdaer Straße getötet. Anschließend trennten die Täter Teile des Tiers fachmännisch ab und entwendeten diese, wie die Polizei mitteilt. Ein hinzugezogener Sachverständiger konnte einen Tier-Riss ausschließen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. PM

Beitragsbild: Damtier. Foto: SE

Geköpfter Wolf: Ermittlungen eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat das wegen einem geköpft aufgefundenen Wolf eingeleitete Ermittlungsverfahren eingestellt. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Der illegal getötete und dekapitierte Wolf war im Sommer 2014 an einer Landstraße bei Lieberose – unter einem Naturschutzschild – im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald entdeckt worden. Auf Anfrage der Deutschen Presseagentur (dpa) erklärte die Staatsanwaltschaft, es hätten sich keine Zeugen gemeldet, die zur Aufklärung der Tat hätten beitragen können. Die Ermittlungen zu einem ähnlichen Fall, bei dem im Elbe-Elster-Kreis ebenfalls ein erschossener und geköpfter Wolf aufgefunden worden war, wurden wegen der schwierigen Spurenlage bereits vor einiger Zeit eingestellt. SE

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Brandenburg: Vier Jagdhunde in 2014 von Waschbären getötet

Beim Waschbären wächst die Jagdstrecke stetig, in diesem Jagdjahr in Brandenburg um sechs Prozent auf die neue Rekordhöhe von 21.577. Die sich hinter diesen Erlegungszahlen verbergende Populationsdynamik ist nicht nur für Singvögel und Bodenbrüter eine Bedrohung. Der Kleinbär attackiert selbst größere Jagdhunde – manchmal mit tödlichem Ausgang für unsere Vierläufer. Waschbären sind laut einer aktuellen Untersuchung des Thünen-Instituts für Waldökosysteme mittlerweile fast flächendeckend in brandenburgischen Revieren bestätigt. Während unsere Jagdhunde in Schilfpartien bisher hauptsächlich der Gefahr ausgesetzt waren, von wehrhaftem Schwarzwild geschlagen zu werden, steigt nun das Risiko von Waschbär-Attacken schon allein durch deren hohe Verbreitung.

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Und keiner will es gewesen sein…

Auf einer Drückjagd wird ein Hund erschossen. Der Schütze bekennt sich nicht zu seiner Tat. Das macht es nicht besser – für keinen der Beteiligten.

Am 25.10.2014 besucht der Wachtelhundeführer Heiko L. eine Drückjagd in Brandenburg, ganz in der Nähe seines Heimatorts im Spreewald. Um 12.30 ist Hahn in Ruh, Heiko verlässt seinen Stand. Kurz darauf klingelt sein Handy, Heiko nimmt einen Anruf entgegen, den er nie vergessen wird: Sein Hund sei von einem Keiler schwer geschlagen worden, berichtet ein Teilnehmer der benachbarten Jagd im Landesforst, der Wachtel habe sich schwer verletzt bis zu dessen Stand geschleppt und dann dort niedergetan. Er habe den Hund eingesammelt und befinde sich jetzt am Streckenplatz bei der Nachbarjagd im Landesforst. Jeder Hundeführer kann nachempfinden, mit welchen Gefühlen Heiko ins Auto des Anstellers steigt, der sofort herbei eilt und ihn zum Sammelpunkt bringt.

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