Schlagwort-Archive: gestorben

Nach tödlichem Jagdunfall: Mutmasslicher Unglücksschütze verstorben

Wenige Tage nach dem tödlichen Jagdunfall, bei dem in Bayern eine 47 Jahre alte Jägerin durch einen Schuss aus der Jagdwaffe ihres Lebensgefährten tödlich verletzt wurde (JAWINA berichtete), ist auch der mutmaßliche Unglücksschütze verstorben. Der 50-jährige Beschuldigte, gegen den seit dem ersten Maifeiertag wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt wurde, ist am Samstagvormittag verstorben, teilt die Polizei mit. Zur Klärung der Todesursache ermittelt die Kripo in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es derzeit nicht. Nach ersten Erkenntnissen war der 50-Jährige am Samstagvormittag gegen 11.00 Uhr mit Bekannten im Wald bei Mainbullau unterwegs, als er nach Aussagen der Zeugen zusammenbrach. Unverzüglich leisteten diese Erste-Hilfe und verständigten Polizei und Rettungsdienst. Für den 50-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

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Niederlande: 1062 Grosse Pflanzenfresser verrecken elend in Oostvaardersplassen

So funktioniert Regulierung von Schalenwildbeständen ohne Jagd

Allein im Februar 2018 sind 1062 Große Pflanzenfresser in dem umstrittenen Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen in der holländischen Provinz Flevoland gestorben. Nur 69 Tier starben eines natürlichen Todes (wozu auch Hungertod und durch durch Entkräftung zählen dürften), die anderen Tiere mussten wegen ihres schlechten Ernährungs- und Allgemeinzustands erschossen werden. In dem 5600 Hektar großen Gebiet leben eine Vielzahl von Tieren, eine natürliche Ab- oder Zuwanderung ist weitgehend ausgeschlossen. Da Jagd und Fütterung der Tiere in der Vergangenheit verboten waren, verendeten und verhungerten in strengen Wintern stets hunderte von Pflanzenfressern. Nach Protesten ist in Notzeiten jetzt eine Fütterung erlaubt, notleidende Tiere werden von Rangern erschossen. Obwohl im Winter zugefüttert wurde, waren im Februar viele Tiere bereits so entkräftet, dass die Fütterung für sie zu spät kam. Unter den 1062 im Februar gestorbenen Tieren waren 858 Stück Rotwild, 184 Konikpferde und 20 Heckrinder. Die meisten der Tiere wurden erschossen.

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Jägerin stirbt bei Geburt ihres Kindes im Wald

Bereits am vergangenen Mittwoch entdeckte ein Spaziergänger einen Kastenwagen in einem Waldstück bei Dresden, in dem eine leblose, blutverschmierte Person lag. Der Spaziergänger dachte zuerst an einen Jagdunfall, wie die Bild-Zeitung berichtet, und verständigte die Polizei. Rettungskräfte fanden in dem Wagen an einem Teich in Weinböhla eine tote Frau – und ihren lebenden Säugling. Die 38 Jahre alte Jägerin, laut Bild-Zeitung Katharina K. aus Coswig, hatte am Vorabend ihre Wohnung verlassen. Als sie am Morgen danach nicht zurückgekehrt war, verständigte ihr Lebensgefährte die Polizei. Die Obduktion ergab, dass die Frau bei der Geburt einen Gebärmutterriss erlitt und verblutete. Das Kind ist wohlauf. Katharina K. hatte einen weiteren Sohn. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten und zitierten Artikels in der Bild-Zeitung. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JG für den Hinweis!

Werner Trense ist tot

Der bedeutende deutsche Jäger und Forscher Werner Trense ist tot. Er verstarb in der Nacht von Freitag auf Samstag im Alter von 94 Jahren. Werner Trense wurde berühmt als Wiederentdecker der Mesopotamischen Damhirsche, die als ausgestorben galten. Nachdem er Zeichnungen von Einheimischen gesehen hatte, auf denen das typische Geweih der Hirsche dargestellt war, gelang es ihm auf einer IUCN-Expedition im Jahr 1957 nicht nur, die Tiere zu bestätigen, er fing auch zwei Kälber ein, die der Erhaltungszucht im Opel-Zoo im Taunus zugute kamen. Von 1959 bis 1964 lebte Trense mit seiner Frau Clairelotte Schneider von Opel, genannt Mutz, in Angola, wo er eine Farm aufbaute und mit einem wohl einmaligen Gespann jagte, bestehend aus einem zahmen Gepard und einem Bayerischen Gebirgsschweißhund. Werner Trense war 35 Jahre lang Generalsekretär des CIC und verfasste Fachbücher, die als Standardwerke gelten, u.a.: Die Jagdtrophäen der Welt (1981) und Die Hirsche der Welt (1998). SE

Beitragsbild: Werner Trense, aufgenommen in seinem Haus in Pullach im Jahr 2012, Copyright: SE

Hund im heißen Auto gestorben – 12.000 Euro Strafe

Das Amtsgericht Regensburg hat einen 44 Jahre alten Jäger und Forstbetriebsleiter zu einer Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro verurteilt, weil der Mann seinen ein Jahr alten Jagdhund im Auto „vergessen“ hatte. Der Wagen war in der prallen Sonne geparkt, eine Fensterscheibe war etwa zwei Zentimeter herunter gelassen. Einem Passanten fiel der winselnde Hund in dem Auto auf, woraufhin er die Polizei verständigte. Die Beamten schlugen die Scheibe des Wagens ein, doch zu spät: Nach zwei qualvollen Stunden in dem aufgeheizten Wagen starb der Hund. Vor Gericht gab der Hundebesitzer an, er habe an einer „forstlichen Führungskräftetagung“ teilgenommen und über die Gespräche den Hund im Auto vergessen. Der schwer wiegende Verstoß gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen dürfte den Mann voraussichtlich den Jagdschein kosten. SE

Bild: Hund im Auto (Archivbild, Copyright: SE)