Schlagwort-Archive: geschossen

Niedersachsen: Wolf vermutlich illegal getötet

+++ Sachsen-Anhalt: Trotz Wolfsschutzzaun – Wolf reißt 18 Stück Damwild im Gatter +++ Brandenburg: Vom „Wolfskompetenzzentrum errichteter Zaun erweist sich als wirkungslos +++

40. toter Wolf in Niedersachsen – fünfter illegal getöteter

Am 6. April wurde an der B493 zwischen Kapern und Gartow ein toter Wolf gemeldet. Das teilte das Wolfsbüro des NLKWN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen Rüden, vermutlich ausgewachsen. Der tote Wolf weist Anzeichen einer Schussverletzung auf. Daher geht die Polizei von einer illegalen Tötung aus. Das Polizeikommissariat Lüchow ermittelt. Es ist der elfte tote Wolf in Niedersachsen im Jahr 2018, der 40. insgesamt und der fünfte illegal getötete. Sämtliche Informationen über in Niedersachsen tot aufgefundene Wölfe sind hier aufgeführt:

http://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/naturschutz/tier_und_pflanzenartenschutz/wolfsbuero/totfunde/tote-woelfe-in-niedersachsen-142406.html

Für die illegale Tötung eines Wolf sieht § 71 Abs. 1 BNatSchG als Strafrahmen eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Dieser Strafrahmen orientiert sich am gleichen Strafrahmen wie bei Jagdwilderei (§ 292 StGB) und bei Zuwiderhandlungen gegen Schonzeitvorschriften (§ 38 BJagdG).

Weiterlesen

Schweiz: Jäger schiesst Wolf – aus Versehen

+++ Hessen: Wolf bei Marburg gesichtet +++ Baden-Württemberg: Wolfsnachweis im Enzkreis +++ Hessen: Wölfe kurzzeitig aus Tierpark ausgebrochen +++ Schweiz: Wolf trabt an Haustür vorbei +++

In Goms, einem Bezirk im Schweizer Kanton Wallis, hat ein Jäger in der Samstagnacht eine Wölfin erlegt – weil er diese mit einem Fuchs verwechselt hat. Der Vorfall ereignete sich bei einer Fuchspassjagd, bei der Füchse an Luderplätzen angelockt werden. Wie der Kanton mitteilt, wurde die Wildhut durch eine unverzügliche Selbstanzeige informiert. DNA-Analysen zur Feststellung der Abstammung des Tieres wurden angeordnet. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet. Die Fuchspassjagd ist im Goms bis Ende Februar offen. Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) benachrichtigte die Staatsanwaltschaft, welche für den vorliegenden Jagdvorfall zuständig ist. Diese hat zwischenzeitlich ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Ein Sprecher der DJFW erklärte gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), „normalerweise solle das natürlich nicht passieren. Doch je nach Umständen, etwa bei tiefem Schnee oder Mulden könne es womöglich zu einer Verwechslung kommen.“

Weiterlesen

Sachsen: „Problemwolf“ geschossen

Der „auffällige“ Wolf, der im Landkreis Görlitz (mindestens) zwei Hunde getötet hat (JAWINA berichtete) ist gestern (2.2.) Mittag „entnommen“ worden. Das teilt der Landkreis Görlitz mit. Der Kadaver werde nun dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zur weiteren Untersuchung übergeben, hieß es weiter. Der Wolf litt an einem fortgeschrittenen Befall mit Räude. Das Tier ist mehrfach in der Nähe von Grundstücken oder auch auf Grundstücken gesichtet und dabei von Wildkameras fotografiert worden. Ob der Riss eines Jagdhundes vor wenigen Tagen auch auf das Konto dieses Wolfs geht, steht noch nicht fest. Der nun erlegte Wolf ist in Sachsen der erste und bundesweite der zweite (nach „Kurti“), der aufgrund auffälligen Verhaltens geschossen wurde. SE

Beitragsbild: Die Mitteilung über die Wolfsentnahme auf der Internetseite des Landkreises Görlitz (Screenshot).

Sachsen: Illegal geschossener Wolf gefunden

Am Freitagvormittag, den 28.03.2014, wurde bei Weißkeißel, Landkreis Görlitz, bei Forstarbeiten ein männlicher Wolf tot aufgefunden. Es handelt sich dabei um den Rüden (Vaterwolf) des Daubitzer Rudels. Bei der Begutachtung vor Ort wurden Verletzungen festgestellt, die den Verdacht auf einen illegalen Abschuss nahe legten. Daraufhin wurde die Kriminalpolizei verständigt. Nach der Aufnahme des Vorgangs durch die Polizei wurde der Kadaver an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) gebracht und dort noch am Freitag untersucht. Der vorläufige Untersuchungsbefund bestätigte den Verdacht eines illegalen Abschusses. Das Tier ist an den Folgen eines Bauchschusses verendet.

Weiterlesen

Sachsen: Wolfswelpe illegal geschossen

Am Freitagmorgen, den 13.12.2013, wurde bei Hermsdorf, Landkreis Bautzen im Territorium des Milkeler Rudels ein männlicher Wolfswelpe auf einer Wiese tot aufgefunden. Bei der Begutachtung vor Ort konnten am Kadaver kleine Löcher unter anderem im Bereich des Rückens und Nackens festgestellt werden. Der Kadaver des Tieres wurde zur Klärung der Todesursache an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) gebracht. Die Untersuchung im Computertomographen ergab, dass das Tier durch Beschuss mit Schrotkugeln zu Tode gekommen ist. Bei der anschließenden Sektion konnten 31 Schrotkugeln aus dem Tierkörper sichergestellt werden.

Weiterlesen