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Schweden: Leittiere geschossen – Rackstad-Rudel aufgelöst

Am Samstag ist es schwedischen Jägern gelungen, auf Anordnung der Bezirksregierung der Provinz Värmland beide Elterntiere des Rackstad-Rudels zu erlegen. Nachdem im Vorfeld der Schutzjagd bereits vier Wolfswelpen geschossen wurden, gilt das Rudel somit als aufgelöst. Anlass für die Maßnahme waren die zahlreichen Angriffe des Rackstad-Rudels auf Hunde (JAWINA berichtete). „Es war eine perfekte Jagd“, berichtet sich der Leiter der Schutzjagd, Bertil Forsberg gegenüber dem schwedischen Jagdmagazin SvenskJakt: Es hätten schwierige Bedingungen mit viel Schnee geherrscht, aber es sei gelungen, die Wölfe zur Strecke zu bringen. Jäger waren die Fährten der Raubtiere im Schnee ausgegangen. Am Samstag wurde gegen 13 Uhr erst der Wolfsrüde gestreckt, kurze Zeit später auch die Leitwölfin. Innerhalb weniger Tage wurde die von der Bezirksregierung gestellte Aufgabe von den Jägern erfüllt. „Es wird vermutet, dass der Wolfsrüde unsere Hunde gezielt aufgesucht und getötet hat“, erklärt Forsberg in SvenskJakt: „Jetzt sind beide Wölfe weg und es fühlt sich großartig an“, freut sich der erfolgreiche Jäger. SE

Beitragsbild: Die erlegten Leitwölfe des Rackstad-Rudels. Foto: Bertil Forsberg.

JAWINA dankt für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Fotos!

Wolfsangriff auf Bracke: Chronik eines Hundetodes

Chronologie der letzten Jagd der Deutschen Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“, getötet durch einen Wolf am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

Am 30.01.2018 um 14:25 Uhr wurde die Deutsche Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“ zur Suche nach Wild geschnallt. Der Hund suchte bis ca. 15:00 Uhr im Nahbereich um den Führer (bis zu 300 m) nach Wild. Er wurde zwischenzeitlich auch mal laut, kehrte aber mehrmals zum Führer zurück. Gegen 15:05 Uhr findet der Hund Rotwild und entfernt sich Richtung Süd-West vom Führer mit dem Wild. Der Führer kennt die Wechsel und macht sich bereit, das Wild eventuell zu erlegen, wenn es den Rückwechsel annimmt.

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Brandenburg: Rinderzüchter gibt wegen Wolfsangriffen auf

+++ Niedersachsen: Wolf überfahren +++

Wegen wiederholter Angriffe von Wolfsrudeln auf seine extensiv gehaltene Herde von Angus-Rindern gibt der betroffene Brandenburger Züchter die Rinderhaltung nach 25 Jahren auf. Am letzten Wochenende war es wieder zu einem Angriff auf die Rinderherde gekommen, der ein vier Wochen altes Bullenkalb zum Opfer fiel, wie die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtet. Es ist das siebte Kalb seit November 2017, das die Züchter durch Wölfe verloren haben. Der Gesamtschaden beläuft sich dem Bericht zufolge auf 6000 Euro. Der Rinderhalter hat die Wolfsangriffe nicht gemeldet, weil er keine Hilfe zu erwarten hat: Eine wolfssichere Einzäunung der 30 Hektar großen Weiden sei schlicht nicht praktikabel. In der Vergangenheit hätten attackierte Rinder mehrfach die Weidezäune niedergetrampelt, das Klagen der Mutterkühe, die ihren Nachwuchs betrauerten, sei tagelang weit im Umkreis zu hören gewesen, berichtet die MAZ: In den umliegenden Dörfern gebe es „nicht weniger verzweifelte Bauern“. Ein Züchter habe bereits 40 Kälber an die Wölfe verloren. Der Unmut unter den Landwirten wächst, sie sind es leid, sich noch länger von der Politik vertrösten zu lassen und fordern wolfsfreie Zonen in Brandenburg. SE

Beitragsbild: Verlinkte Internetseite www.wolfsfreiezone.de (Screenshot)

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern JS und RK für deren Hinweise!

Getötete Hunde: Es war ein Wolf

Das Tier, dass Ende Dezember 2017 im sächsischen Landkreis Görlitz zwei Hunde getötet hat (JAWINA berichtete), ist „aller Wahrscheinlichkeit nach identifiziert“, wie der Landkreis Görlitz mitteilt. Demnach handelt es sich um einen Wolf, der von einer automatisch auslösenden Wildkamera fotografiert wurde. Das Tier wurde mehrfach in der Nähe von bzw. auf Grundstücken gesichtet. Das zuständige Landratsamt in Görlitz stimmt sich derzeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) über die zu ergreifenden Maßnahmen ab. Um die Umsetzung nicht zu gefährden, können gegenwärtig keine weiteren Details dazu veröffentlicht werden. Parallel wird über die Untersuchung von Genetikproben versucht, die Identität und Rudelzugehörigkeit des Wolfes abschließend zu klären.

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„Schafsmassaker“ in der Königsbrücker Heide

Wölfe haben Inder Nacht von Sonntag auf Montag in der Königsbrücker Heide 38 Schafe und zwei Ziegen gerissen, die in dem Naturschutzgebiet, einem ehemaligen Truppenübungsplatz, zur Heidepflege stationiert waren. 45 entflohene Schafe konnten wieder eingefangen werden, ungefähr dreißig Tiere werden noch vermisst. Nach Ihnen wird gesucht. Die Herde war aus der „dem Mindestschutz entsprechenden Koppel“ ausgebrochen, heißt es in einer Pressemitteilung des Kontaktbüros „Wolfsregion Lausitz“ zu dem Vorfall. Der Zaun war an einer Stelle von außen nach innen und am zwei Stellen in breiterer Front von innen nach außen durchbrochen worden. Offensichtlich haben die Tiere panisch die Flucht ergriffen, meldet der SachsenForst. Die Bild-Zeitung sprach von einem „Schafsmassaker.“

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Brandenburg: Wolf reißt Kalb und Mutterkuh

In Verlorenort bei Kremmen (Landkreis Oberhavel) sind bereits am vergangenen Mittwoch ein Kalb und eine Mutterkuh von einem Wolf gerissen worden. Das Kalb wurde bei der Wolfsattacke getötet, die Mutterkuh wurde durch den Wolf so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste: Der Wolf hatte das Euter der Kuh angefressen. Der Vorfall wurde Medienberichten zufolge erst bestätigt, nachdem entsprechende Gerüchte im Dorf aufgekommen waren. Der Wolf wurde nach dem Riss in einer Kuhherde gesichtet, konnte jedoch vertrieben werden. Erst wenige Tage zuvor war im nur knapp sieben Kilometer entfernten Groß-Ziethen ein Wolf von einer Wildkamera fotografiert worden. SE

Beitragsbild: Mutterkuh mit Kalb, Copyright: SE