Schlagwort-Archive: Fuchsjagd

England: Reiterin züchtigt Jagdgegner

Eine Reiterin und Teilnehmerin an einer traditionellen Fuchsjagd zu Pferd bei Pevensey im südenglischen East Sussex hat einen Jagd-Saboteur mit der Reitgerte gezüchtigt. Die traditionelle Fuchsjagd ist in England seit dem Hunting Act 2004 weitgehend verboten, die Veranstalter beteuerten, alle gesetzlichen Regeln strikt eingehalten zu haben. Auf einem von den Jagd-Saboteuren aufgenommenen Video ist zu sehen, wie eine Gruppe von vermummten Jagdgegnern die Reiterin umringt und bedrängt. Zunächst weist die Reiterin die Störer noch freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass sie sich auf Privatbesitz befänden und fordert sie auf, zurück zur Straße zu gehen. Davon unbeeindruckt schließen die Jagd-Saboteure den Kreis um die Reiterin enger, auf dem Video ist deutlich zu sehen, wie ein Jagdgegner mehrmals versucht, die Zügel des bereits scheuenden Pferdes zu ergreifen. Daraufhin verabreicht die Reiterin dem Jagdgegner das, was viele Kommentatoren als wohlverdiente Abreibung bewerten. Mehrfach „Get off my horse!“ (Lass mein Pferd los) rufend, drischt sie mit der Springgerte auf den vermummten Störer ein. Die Jagdgegner wollen 17 Hiebe gezählt haben – was beweist, dass keiner der Schläge mit der relativ kurzen und in einer Art Fliegenklatsche auslaufenden Springgerte eine hinreichende Wirkung erzielte, die den Aggressor von weiteren Angriffen abgehalten hätte. Tipp: Eine lange, steife Dressurgerte wäre hier das geeignetere Werkzeug gewesen. SE

Video: YouTube

NRW: Remmel nimmt Anti-Jagd-Petition entgegen

Remmel droht: Jagdgesetz 2018 wieder Thema

Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hat auf einer Veranstaltung, die eigentlich als Werbeveranstaltung für den Wolf gedacht war, eine Anti-Jagd-Petition entgegen genommen: Eine Remscheiderin namens Brita Günther überreichte eine Petition gegen die Bejagung des Rotfuchses, die 62.000 Bürger unterzeichnet haben sollen, wie der Remscheider General-Anzeiger (rga) berichtete. Die Petition soll dem rga zufolge von dem Rheinisch-Bergischen Naturschutzverein RBN „und dessen Schwesterverband Nabu“ unterstützt worden sein, womit die sogenannten Naturschutzvereine wieder einmal beweisen, dass ihnen der Schutz zahlreicher Rote-Liste-Arten von Feldhase bis Kiebitz vor opportunistischen Allerwelts-Prädatoren wie dem Rotfuchs egal ist, wenn es gegen die Jäger geht und dem Spendenaufkommen dient. Remmel musste die engagierte Remscheiderin, was die „baldige Umsetzung in eine Gesetzesvorlage“ (rga) angeht, jedoch vertrösten: Frühestens 2018 laufe „der vereinbarte Kompromiss im neuen Jagdgesetz aus“, sagte der Minister dem rga zufolge. SE

Beitragsbild: Erlegte Füchse. Foto: SE

Mein Freund, der Fuchs

Ich kenne einen erfolgreichen Schwarz- und Rehwildjäger, der keine Füchse schießen kann. Er sagt, die seien seinen Hunden – er hat sieben Terrier – zu ähnlich. Der Mann muss es wissen: Er ist Tierarzt, und seine Nachbarn und deren Kinder haben ihm immer alles gebracht, was lahm, krank, angefahren oder sonstwie nicht fit genug war, um schnell genug der menschlichen Fürsorge zu entfliehen: Igel, Tauben, Krähen, Greifvögel (Falkner ist er auch) und eben auch den einen oder anderen Fuchs. Er hat alle diese Viecher verarztet, aufgepäppelt (notfalls auch eingeschläfert) und möglichst wieder ausgewildert. Bei dem einen Jungfuchs, den ein Nachbar leicht verwundet in seinem Garten aufgelesen hatte, gestaltete sich die Auswilderung indes schwierig, weil der Fuchs schnell zahm wurde. Es gibt herrliche Fotos, wie der Fuchs mit den Terriern auf der Wohnzimmercouch herumlümmelt, zusammengerollt auf dem Schoß seines Pflegers ratzt oder die Erdbeerbeete im Garten plündert. Aber der Fuchs wurde größer, unternahm immer längere Ausflüge, blieb das erste Mal und dann immer öfter über Nacht weg und war schließlich erst Tage, dann Wochen am Stück unterwegs. Er schaute aber immer wieder bei seinen zwei- und vierbeinigen Freunden vorbei. Jahr für Jahr, bis er irgendwann für immer ausblieb.

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Jäger in der Defensive

Eine Jagdgesellschaft, die kurz vor dem Jahreswechsel eine Niederwildstreife bei Neuötting (Bayern, Landkreis Altötting) durchführte, erlebte bei der Rückkehr zu ihren Fahrzeugen eine unliebsame Überraschung: Jagdgegner hatten bei fünf der Fahrzeuge die Luft aus den Reifen abgelassen. Die Jäger werten den Vorfall einem Bericht des Alt-Neuöttinger Anzeigers zufolge als Beleg dafür, dass die Aggressivität ihnen gegenüber zunehme. Man habe sich ja schon daran gewöhnt, dass man „draußen mal blöd angeredet wird“, zitiert das Blatt einen der betroffenen Jäger, aber es werde immer schlimmer: „Umgeworfene Jagdkanzeln, mutwillige Beschädigungen, Beschimpfungen. Er kenne Jäger, die sich draußen „fast schon verstecken.“ Er wolle sich jedoch weder noch schämen.

Mit einer anderen Form der Gegnerschaft müssen sich Jäger bei Hückeswagen (NRW, Oberbergischer Kreis) auseinandersetzen:

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NRW: Schuss ins Knie

Zu einem schweren Jagdunfall ist es gegen 10.00 Uhr am Sonntagmorgen im Mönchengladbacher Stadtteil mit dem schönen Namen Rheindahlen-Kothausen gekommen: Ein 19-jähriger Jäger schoss einem 73 Jahre alten Mitjäger aus Viersen eine Ladung Schrot aus kurzer Distanz ins Knie. Die Jäger hatten eine Strohmiete umstellt und wollten einen darin vermuteten Fuchs zur Strecke bringen. Der 73-jährige wurde schwer verletzt und musste mit dem Notarztwagen zur stationären Aufnahme ins Krankenhaus verbracht werden. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger gefährlicher Körperverletzung. PM Polizei/SE

Beitragsbild: Fuchs (2. Reihe v.o.) auf Niederwildstrecke. Copyright: SE

Artenschutzprojekt: LJV BW unterstützt Fuchspelz-Marketing

Niederwild, Bodenbrüter und erst recht gefährdete Arten wie Großtrappe oder Auerhuhn haben eins gemeinsam: Ohne Prädatorenkontrolle haben sie kaum eine Chance. Ein wesentlicher Punkt des „Aktionsplans Auerhuhn“, der zum Schutz der Auerwildpopulation im Schwarzwald beschlossen wurde, ist dann auch – neben Biotopvernetzung und Vermeidung von Störungen der scheuen Vögel etwa durch Tourismus – die Intensivierung der Fuchsbejagung. Der Schwarzwald ist die Heimat des größten europäischen Auerwildvorkommens außerhalb des Alpenraums. Die Population ist jedoch im Lauf der letzten hundert Jahre von knapp 4000 auf nur noch etwa 500 Individuen zurückgegangen. Der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV BW) hat im Rahmen seines Auerwildprojekts ein Marketingkonzept entwickelt, das zweierlei leisten soll: Zum einen soll die Akzeptanz von heimischem Fuchspelz in der Bevölkerung erhöht werden, zum anderen sollen „passionierte Raubwildjäger wieder einen Anreiz erhalten reife Bälge zu erbeuten und zu liefern“, wie es auf der LJV-Homepage heißt.

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Weidmannsunheil: Ein Schuss, ein toter Fuchs, drei Verletzte

Jagdunfall in Bayern: Rentner und zwei Kinder bei der Fuchsjagd verletzt

Ein 65jähriger Jäger aus Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) wollte einen Fuchs, der in einer Röhrenfalle saß, erlösen. Ein 70jähriger Bekannter assistierte ihm dabei. Nachdem der Jäger den Fuchs in der Röhre erlegte, zog er seine doppelschüssige Flinte wieder heraus. Dabei löste sich unbeabsichtigt ein zweiter Schuß, der den in unmittelbarer Nähe stehenden Begleiter in den Fuß traf. Die Schrotgarbe durchschlug den Fuß, die weiterfliegenden Schrotkugeln trafen anschließend zwei sieben und elf Jahre alte Jungen, die das Geschehen aus – vermeintlich sicherer – Entfernung von ca. 20 Metern verfolgten.

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