Schlagwort-Archive: Fuchs

Schweiz: Jäger schiesst Wolf – aus Versehen

+++ Hessen: Wolf bei Marburg gesichtet +++ Baden-Württemberg: Wolfsnachweis im Enzkreis +++ Hessen: Wölfe kurzzeitig aus Tierpark ausgebrochen +++ Schweiz: Wolf trabt an Haustür vorbei +++

In Goms, einem Bezirk im Schweizer Kanton Wallis, hat ein Jäger in der Samstagnacht eine Wölfin erlegt – weil er diese mit einem Fuchs verwechselt hat. Der Vorfall ereignete sich bei einer Fuchspassjagd, bei der Füchse an Luderplätzen angelockt werden. Wie der Kanton mitteilt, wurde die Wildhut durch eine unverzügliche Selbstanzeige informiert. DNA-Analysen zur Feststellung der Abstammung des Tieres wurden angeordnet. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet. Die Fuchspassjagd ist im Goms bis Ende Februar offen. Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) benachrichtigte die Staatsanwaltschaft, welche für den vorliegenden Jagdvorfall zuständig ist. Diese hat zwischenzeitlich ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Ein Sprecher der DJFW erklärte gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), „normalerweise solle das natürlich nicht passieren. Doch je nach Umständen, etwa bei tiefem Schnee oder Mulden könne es womöglich zu einer Verwechslung kommen.“

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DJV: Anpassungsfähige Raubsäuger breiten sich aus

Die Jagdstatistik 2016/17 zeigt sprunghafte Anstiege für die eingewanderten Arten Waschbär und Marderhund. Auch beim Dachs sind die Zuwächse hoch, wogegen die Fuchsstrecke nahezu konstant bleibt. Die Bejagung leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute die aktuelle Jagdstatistik für Waschbär, Marderhund, Dachs und Fuchs veröffentlicht. Alle vier Arten gelten als anpassungsfähig, breiten sich in Deutschland aus und haben auf ihrem Speiseplan auch Jungvögel und Eier. Im Jagdjahr 2016/17 (1. April bis 31. März) haben Deutschlands Jäger 134.098 Waschbären erlegt. Im Vergleich zum Durchschnitt der vorangegangenen 5 Jahre ist das ein Plus von 30 Prozent. Einher geht diese Steigerung mit einer zunehmenden räumlichen Ausbreitung des aus Nordamerika stammenden Kleinbären. Mit einem Plus von 44 Prozent fällt die Steigerungsrate beim Marderhund noch größer aus. Von der ursprünglich aus Nordostasien stammenden Art haben Jäger vergangene Saison 30.272 Tier erlegt. Vom heimischen Dachs erlegten Jäger 69.275 Tiere (plus 8,7 Prozent) und vom Fuchs 435.700 (minus 5,2 Prozent).

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Schweiz: Fuchs beisst schlafende Kinder

In Pfäffikon im Schweizer Kanton Zürich hat ein Fuchs zwei zwölf und 14 Jahre alte Kinder gebissen, die auf der Terrasse eines Wohnhauses schliefen. Der Fuchs war schon mehrfach im Garten des Hauses beobachtet worden, wie das Onlineportal 20minuten berichtet. Der Vater der Kinder vermutet, dass der Fuchs an der Hand des älteren Kindes geschnüffelt habe, woraufhin dieses beim Aufwachen zusammenzuckte. Der Fuchs habe sich erschreckt und zugebissen. Nach dem Biss in die Hand des älteren Kindes, biss er auch noch dem jüngeren Jungen in die Hand und beide Schultern. Dem älteren Bruder gelang es dann, den Fuchs zu vertreiben. Die Bissverletzungen waren nicht tief und wurden vom Vater verarztet. Die Kinder erhielten eine Tetanus-Impfung. SE

Beitragsbild: Fuchsstrecke. Foto: SE

Frankfurt a.M.: Fuchs attackiert Frau – Verdacht auf Tollwut

In der Nacht auf Donnerstag ist eine Frau in Frankfurt am Main von einem Fuchs angegriffen worden. Der Vorfall ereignete sich in der Stephan-Heise-Straße im Bezirk Praunheim. Der Fuchs hatte gegen 23.20 Uhr versucht die 48-jährige Frau zu beißen, jedoch gelang es ihr den Angriff abzuwehren. Die Frau verständigte die Polizei, als die Streife eintraf, fand sie das augenscheinlich schwerkranke Tier vor. Um weitere Gefahren für die Bevölkerung abzuwehren und das qualvolle Leiden des Tieres zu beenden, musste bedauerlicherweise von der Waffe Gebrauch gemacht werden, teilt die Polizei mit. Es besteht der Verdacht, dass das Tier an Tollwut erkrankt war. Dies werde nun überprüft. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei Frankfurt vor möglichen tollwütigen Tieren im Bereich Praunheim. Bei entsprechendem Verdacht  wird geraten, das Ordnungsamt und bei akuter Gefahr der Notruf der Polizei zu verständigen. Deutschland gilt seit neun Jahren als tollwutfrei. PM

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Mein Freund, der Fuchs

Ich kenne einen erfolgreichen Schwarz- und Rehwildjäger, der keine Füchse schießen kann. Er sagt, die seien seinen Hunden – er hat sieben Terrier – zu ähnlich. Der Mann muss es wissen: Er ist Tierarzt, und seine Nachbarn und deren Kinder haben ihm immer alles gebracht, was lahm, krank, angefahren oder sonstwie nicht fit genug war, um schnell genug der menschlichen Fürsorge zu entfliehen: Igel, Tauben, Krähen, Greifvögel (Falkner ist er auch) und eben auch den einen oder anderen Fuchs. Er hat alle diese Viecher verarztet, aufgepäppelt (notfalls auch eingeschläfert) und möglichst wieder ausgewildert. Bei dem einen Jungfuchs, den ein Nachbar leicht verwundet in seinem Garten aufgelesen hatte, gestaltete sich die Auswilderung indes schwierig, weil der Fuchs schnell zahm wurde. Es gibt herrliche Fotos, wie der Fuchs mit den Terriern auf der Wohnzimmercouch herumlümmelt, zusammengerollt auf dem Schoß seines Pflegers ratzt oder die Erdbeerbeete im Garten plündert. Aber der Fuchs wurde größer, unternahm immer längere Ausflüge, blieb das erste Mal und dann immer öfter über Nacht weg und war schließlich erst Tage, dann Wochen am Stück unterwegs. Er schaute aber immer wieder bei seinen zwei- und vierbeinigen Freunden vorbei. Jahr für Jahr, bis er irgendwann für immer ausblieb.

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Baujagd – Artenschutz unter Tage

Ganz hoch im Norden Deutschlands haben sich passionierte Baujäger ganz und gar der Baujagd verschrieben. Wir waren mit ihnen auf Jagd und haben uns über Anliegen und Ziele des Vereins informiert. Aus aktuellem Anlass bringen wir diesen Artikel aus dem JAWINA-Archiv über die unter heftigem Beschuss von Jagdgegnern stehende Bodenjagd.

Alles ist weiß und ein regelmäßiger Piepton das einzige Geräusch. Aber wir sind nicht bei einer spannenden Folge von Emergency Room gelandet, sondern auf einer Baujagd im tief verschneiten Ostfriesland. Claas Janssen hält den Empfänger des Hundeortungsgeräts dicht über den Erdboden: Unbeeindruckt piept das Gerät vor sich hin. Janssen stapft ein paar Schritte weiter, wiederholt die Prozedur. Wieder nichts, es piept, aber nicht richtig. Also weiter. Auf einmal schlägt die regelmäßige Tonfolge in einen aufgeregten Doppelpieps um: „Dor unnen muut ween.“, verkündet Janssen im heimatlichen Plattdeutsch: Da unten muss er sein.

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Fuchs ruht sich auf Sofa aus

Am Dienstag, stattete ein Fuchs einem Mann aus Merzhausen (Baden-Württemberg, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) am Nachmittag einen kleinen Besuch in dessen Wohnung ab. Durch ein offen stehendes Fenster gelangte der offensichtlich zahme Fuchs in das Wohnzimmer des 56-jährigen Mannes. Dort ließ er sich auf der Couch nieder und zeigte sich insgesamt völlig unbeeindruckt von dieser für ihn fremden Umgebung. Nach einem kleinen Snack in Form eines Hausschuhs, den der Fuchs genüsslich benagte, verzog sich Reineke unter die Heizung. Dort konnten ihn Polizeibeamte des Polizeireviers Freiburg-Süd mit einer Tierschlinge einfangen. Die herzlosen Beamten brachten in zurück in die Kälte. Ein spontaner aufregender Besuch mit gutem Ende, meint die Polizei. PM Polizei

Beitragsbild: Ganz eigene Vorstellungen von artgerechter Haltung legt dieser Fuchs an den Tag. Foto: Polizei

Bayern: Betrunkener Jäger schießt Hund

Mal wieder was aus der Abteilung „gelebte Öffentlichkeitsarbeit“: Ein nach Angaben der Polizei „nicht unerheblich alkoholisierter Jäger“ hat im Gemeindejagdrevier Schwaig (Landkreis Kelheim) einen elf Monate alten Mischlingshund erschossen, den er für einen Fuchs gehalten haben will. Als der 38 Jahre alte Hundehalter den 29-jährigen Jäger zur Rede stellte, kam es dann auch noch zu Handgreiflichkeiten. Die Polizei stellte die Jagdwaffe sicher und ordnete eine Blutalkoholkontrolle an. Es wurde Anzeige erstattet wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und diverse jagdrechtliche Bestimmungen sowie wegen Trunkenheit im Straßenverkehr – der 29-jährige war mit dem Auto zur Jagd gefahren. Ihm drohen der Verlust des Führerscheins und des Jagdscheins sowie die Einziehung seiner Jagdwaffen. SE

Beitragsbild: Fuchs. Foto: SE

Fuchs krankgeschossen und liegen gelassen: Jäger und Pächter verurteilt

Ein 54 Jahre alter Jäger, der in der Nacht auf Weihnachten 2015 einen Fuchs krankgeschossen und nicht nachgesucht hatte, sowie der zuständige Jagdpächter, der es unterließ, eine Nachsuche zu organisieren, sind vom Amtsgericht Göppingen zu Geldstrafen verurteilt worden. Das berichten die Göppinger Kreisnachrichten. Der Schütze behauptete zunächst, „intensiv nach dem Fuchs gesucht“, jedoch nichts gefunden zu haben, weshalb er nach Hause ging. Das nahm dem Schützen nicht einmal der Jagdpächter ab: Er habe gar nicht gesucht, sondern sei „zu faul zum Aufräumen“ gewesen, so zitieren die Göppinger Kreisnachrichten den Pächter. Früh am darauf folgenden Tag fand eine Zeugin das schwer verletzte Tier. Sie verständigte den Jagdpächter, der bereits um 7.30 Uhr den Jäger informierte. Der Pächter vertrat die Ansicht, das derjenige „das zu Ende bringen müsse“, der geschossen habe.

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Nackte, Kanone 2 1/2: Jäger soll ins Freibad geschossen haben

Der Jäger, der Badegästen in einem Freibad in Engen (Kreis Konstanz) ein unvergessliches Ferienerlebnis bescherte, indem er mit Waffe und in Tarnkleidung das Freibadgelände stürmte, um dort einen Fuchs zu Ende zu schießen (JAWINA berichtete), soll von außerhalb ins Freibadgelände geschossen haben. Das berichtet der Südkurier. Das Blatt zitiert einen Polizeisprecher mit den Worten, das Projektil sei „höchstens einen Meter neben dem Zaun eingeschlagen.“ Der Bademeister schilderte den Vorgang so, dass der Jäger direkt am Zaun stand und „durch diesen hindurch“ auf den Fuchs geschossen habe – und dann auch noch vorbei. Nur 30 bis 40 Meter entfernt hätten sich Badegäste aufgehalten. Nach dem Fehlschuss habe der Jäger dann das Freibadgelände betreten, um seine Jagd fortzusetzen. Der Bademeister habe den Jäger zunächst aufgefordert, das Schwimmbad zu verlassen, dann habe er den Weidmann in einem Kiosk bis zum Eintreffen der Polizei „festgehalten“, so der Bademeister im Südkurier.

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Nackte Kanone: Mit Jagdwaffe ins Freibad

Ein bemerkenswertes Maß an Sensibilität legte ein Weidmann im Kreis Konstanz (Baden-Württemberg) an den Tag, der in Zeiten grassierender Terrorangst mit seiner „Langwaffe“ und in „militärähnliche Tarnkleidung“ gewandet in ein Freibad marschierte, um dort eine auf dem Nachbargrundstück begonnene Fuchsjagd zu Ende zu führen.

Im Polizeibericht zu dem Vorfall heißt es: Vom Schwimmmeister des Freibads wurde am Sonntagnachmittag, gegen 15.30 Uhr die Polizei informiert, dass sich ein Mann mit einer Langwaffe im Freibadgelände aufhalte und zuvor eine Schussabgabe wahrgenommen worden sei. Im Rahmen der sofortigen Abklärungen durch entsandte Beamte des Kriminaldauerdienstes stellte sich heraus, dass es sich bei dem angetroffenen Mann um einen Jagdpächter handelte. Er war zuvor über die Polizei von einem Nachbar angefordert worden, da auf seinem an das Schwimmbad angrenzenden Grundstück ein verletzter oder kranker Fuchs festgestellt wurde.

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Warum kann eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) beim Menschen tödlich verlaufen?

Eine aktuelle Untersuchung hat gezeigt, dass viele Füchse mit dem Fuchsbandwurm infiziert sind – warum das für Menschen gefährlich ist, erklärt dieser Gastbeitrag von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel.

Der adulte Fuchsbandwurm ist etwa zwei bis drei Millimeter lang und besteht aus dem Kopf und drei bis vier Gliedern. Er lebt im Dünndarm von Fuchs, Hund und gelegentlich auch anderen Beutegreifern.

In jedem Bandwurmglied befinden sich männliche und weibliche Geschlechtsorgane. Vorne werden nach und nach neue Glieder gebildet und hinten lösen sie sich auf, wobei die reifen Eier in den Wirtsdarm gelangen. Im Ei haben sich bereits die sog. Hakenlarven entwickelt. Sie sind in einer festen Hülle verpackt (0,03 bis 0,04 Millimeter Durchmesser, mit bloßem Auge nicht sichtbar), überstehen so die Darmpassage und werden mit der Fuchslosung abgesetzt. So können die Eier mit den Larven darin von Kleinsäugern am Boden mit der Nahrung aufgenommen werden. Im Darm dieser Zwischenwirte, meist Mäusearten, schlüpfen die Hakenlarven, die den Kopf des zukünftigen Bandwurms darstellen, aus ihrer Hülle, bohren sich durch den Darm, wandern im Körper der Maus umher und setzten sich schließlich als sog. Finnen irgendwo fest. Wird eine Maus mit Finnen vom Fuchs gefressen, dann entwickeln sich im Fuchsdarm wieder neue Bandwürmer, indem die Köpfe Bandwurmglieder wachsen lassen. Der Entwicklungszyklus ist damit geschlossen. Im Darm sind Fuchsbandwürmer für den Wirt ebenso harmlos wie Finnen für den Zwischenwirt Maus.

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Rheinland-Pfalz: Jeder fünfte Fuchs mit Fuchsbandwurm befallen

Über zwanzig Prozent aller Füchse in Rheinland-Pfalz sind mit dem gefährlichen Kleinen Fuchsbandwurm befallen. Das teilt das Landesuntersuchungsamt (LUA) Koblenz in einer Presseerklärung mit. Der Kleine Fuchsbandwurm gilt in Mitteleuropa als der für den Menschen gefährlichste Parasit überhaupt: Unbehandelt endet eine Infektion fast immer tödlich. Hauptüberträger des Bandwurms sind Füchse. Um zu überprüfen, in welchem Ausmaß rheinland-pfälzische Füchse befallen sind, untersuchte das LUA im vergangenen Jahr 426 verendete oder tot aufgefundene Tiere. Ergebnis: Bei 94 Füchsen (22,1 Prozent) wurde der Kleine Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) nachgewiesen.

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Österreich: Neues, auf Menschen übertragbares Bakterium in Fuchs entdeckt

Neue Zoonose von Zecken übertragen – erste Erkrankung beim Menschen 2010

Zecken übertragen verschiedene Krankheiten auf den Menschen, aber auch auf Tiere. Einige bekannte Krankheiten sind beispielsweise FSME und Borreliose. ForscherInnen der Vetmeduni Vienna sind den Krankheitserregern, die von Zecken übertragen werden, auf der Spur. In einem Rotfuchs aus Vorarlberg entdeckten die ParasitologInnen nun eine neue Form des Bakteriums Candidatus Neoehrlichia. Der Erreger ist möglicherweise auch auf den Menschen übertragbar. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt Parasites & Vectors veröffentlicht.

Adnan Hodžić vom Institut für Parasitologie an der Vetmeduni Vienna ist auf der Suche nach Krankheitserregern, die von Zecken übertragen werden. Insbesondere interessiert er sich für wild lebende Fleischfresser (Füchse und Wölfe), die nach einem Zeckenbiss Reservoire von Krankheitserregern werden können.

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Der Wolf ist eine Ente

Der Wolf, der bei Boitze im niedersächsischen Landkreis Lüneburg einen Jäger angegriffen haben soll (wir berichteten höchst skeptisch) und sich angeblich erst nach Abgabe eines Pistolenschusses vertrieben ließ, hat sich nach eingehender Untersuchung des Falls als Ente ent-puppt: Als Zeitungsente. Das Hamburger Jäger(latein)Magazin, das sich gern einmal, wahrscheinlich einem innovativen Ansatz folgend, mit Geschichten hervortut, die die kleingeistigen Grenzen zwischen Journalismus und Fantasy niederreißen, hatte über den „Fall“ berichtet.

Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag hatte eine Kleine Anfrage zu verschiedenen Wolfsthemen an das Ressort von Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) gerichtet. Die Frage lautet: „Wie bewertet die Landesregierung den jüngsten Bericht über einen potenziellen Wolfsangriff auf einen Jäger in der Göhrde, über den das Jägermagazin auf seiner Internetseite mit Datum vom 08.04.2015 berichtet?“

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„Spieß umgedreht“: FJD zeigt PETA an

Der „Verein für Jagd in Deutschland“ (FJD) hat Anzeige gegen die Tierschutzorganisation PETA erstattet. „Eine der beliebtesten Geschäftspraktiken der Tierrechtsorganisation PETA e.V. ist die öffentlichkeitswirksame Denunzierung von vermeintlichen Tierquälereien und die hemmungslose Ausnutzung aller Möglichkeiten, deutsche Staatsanwaltschaften durch irrwitzige Anzeigen auf Trab zu halten. Wir haben den Spieß jetzt einmal umgedreht und PETA ins Visier deutscher Ermittlungsbehörden gebracht“, heißt es dazu auf der Internetseite des FJD.

Anlass war der Fund einer verletzten Fähe in einem Wald bei Holdorf (Niedersachsen) und die anschließende Berichterstattung in Zeitungen und sozialen Medien. Die Fähe war dem Bericht des FJD zufolge von den Findern in eine Tierarztpraxis verbracht, dort untersucht und schließlich eingeschläfert worden. Auf einem Röntgenbild seien „röntgendichte Strukturen“ festgestellt worden. Die Finder sollen dem FJD zufolge Flyer verteilt haben, auf denen die Vermutung geäußert wurde, dass der Täter vermutlich „in lokalen Jägerkreisen“ zu finden sei. Der FJD bestreitet, dass es sich bei den röntgendichten Strukturen um Schrotkugeln handelt und hält eine Verletzung durch einen Wildunfall auf einer nahe gelegenen Straße für wahrscheinlicher: „Bei einer Schussverletzung im Brustbereich, die auch noch die Vorderläufe zertrümmert hat, wäre ein Fuchs lt. tierärztlicher Aussage mit nahezu 100% Sicherheit tot gewesen“, heißt es dazu auf der Homepage des FJD. Und weiter: „Auch das zitierte Tierärztliche Gutachten spricht hinsichtlich sehr vorsichtig allenfalls eine Vermutung aus, obwohl sich Schrotkugelrückstände auf Röntgenbildern eindeutig nachweisen lassen, ist von röntgendichen Strukturen die Rede. Trotz dieser eher vagen Feststellung kann eine Altverletzung nicht ausgeschlossen werden, dürfte aber mit dem aktuellen Gesundheitszustand in keinerlei Zusammenhang stehen.“

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Müll im Wald macht Tiere kalt

Der Oberkiefer des Damkalbs steckt in einem gelben Kunststoffring. Seit vielen Tagen schon. Immer wieder haben die Wildkameras in dem Revier bei Nauen das Stück fotografiert. Die Bilder dokumentieren den langsamen und qualvollen körperlichen Verfall des bei der Nahrungsaufnahme gehandicapten Stücks. „Wir sitzen ständig an, um das Kalb von seinen Qualen zu erlösen“, berichtet Revierpächter Bernd Schulze alias Wiesel. „Bisher ist es uns leider nicht gelungen, das Stück zu erlegen.“ Das Kalb wird von Tag zu Tag schwächer, inzwischen folgt es dem Damtier (für Nichtjäger: Muttertier) nicht mehr. Tierschicksale wie dieses sollte den Leuten zu denken geben, die ihren Müll bedenkenlos im Wald abladen.

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Fuchs als Anschneider

Nicht einmal verwöhnte Füchse bekommen allzu oft frische Hirschkeule vorgesetzt – hier ist es drei tapferen Rotröcken gelungen, sich mit der Delikatesse gehörig den Wanst vollzustopfen. Und das ging so: Jawina-Leserin MF hat einen Abschusshirsch gestreckt. Da das Rudel sich nach dem Schuss noch in der Nähe des Anschusses aufhielt, wartete sie erst einmal eine Weile ab, um durch die Bergung des Stücks nicht allzu viel Beunruhigung zu verursachen.

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