Schlagwort-Archive: Fasane

Hoch, schnell – vorbei

Jagd auf getriebene Fasane in Dänemark

Als Klaas, seines Zeichens Deerhunter-Repräsentant für Deutschland und bekennender JAWINA-Fan, mich zu der großen Deerhunter-Fasanenjagd auf Schloss Schackenborg in Dänemark einlädt, beschleicht mich ein mulmiges Gefühl. Ich kann meine Flintenschießkünste nämlich durchaus realistisch einschätzen: Dass ich regelmäßig Gelegenheit hatte, auf Fasane und anderes Niederwild zu weidwerken, ist mindestens sechs, sieben Jahre her. Im schalenwildfixierten Brandenburg spielt die Flintenjagd einfach keine Rolle. Selbst in Revieren, in denen es gute Möglichkeiten gäbe, Enten oder Gänse zu bejagen, bleiben sie oft unbehelligt. Wegen ein paar Kleintieren in den Einständen rumballern? Den Brunftplatz beunruhigen? Nicht doch. Folglich rastet und rostet die Flinte seit Jahren im Waffenschrank vor sich hin – die Motivation, etwas so selten benötigtes zu üben, hält sich in Grenzen.

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Bayerischer Jagdverband züchtet Rebhühner und Fasane

+++ Brandenburg: Elch besucht Thermalsoleheilbad Templin +++ Bonn: Räudiger Jungfuchs in Tiefgarage erschossen +++

Der Bayerische Jagdverband (BJV) will im Rahmen eines Auswilderungsprogramms in die Zucht von Fasanen und Rebhühner einsteigen. Die Intensivierung der Landwirtschaft und der Verlust an Lebensräumen sowie der Rückgang der Insekten macht den Hühnervögeln zu schaffen, die Bestände gehen deutschlandweit zurück. Dieser Entwicklung will der BJV mit einem Zucht- und Auswilderungsprogramm begegnen. Das Zuchtprogramm soll, wie der Bayerische Rundfunk berichtet, an der Landesjagdschule bei Wunsiedel stattfinden. Dort ist eine 300 Quadratmeter große, 250.000 Euro teure Voliere installiert worden. Um die auszuwildernden Vögel sollen sich bayerische Reviere ab Herbst bewerben können. Kriterien für die Vergabe der Fasane und Rebhühner soll neben der Biotopstruktur auch die intensive Raubwildbejagung sein. Die Vögel dürfen drei Jahre lang nicht bejagt werden. Ziel ist, im kommenden Jahr zwischen 50 und 100 Rebhühner und 300 Fasane auszuwildern. SE

Beitragsbild: Fasanenjagd. Foto: SE

Österreich: Vorarlberg verbietet Jagd auf ausgesetzte Fasane

Das österreichische Bundesland Vorarlberg will die Jagd auf unmittelbar zuvor ausgesetzte Fasane verbieten lassen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liege bis Oktober zur Begutachtung vor, wie die Kleine Zeitung unter Berufung auf eine Presseinformation der Tierrechtler-Vereins „Verein gegen Tierfabriken (VGT)“ meldet. Demnach soll das Aussetzen von Fasanen genehmigungspflichtig werden, die Jagd auf kurz zuvor ausgesetztes Federwild ganz verboten werden. Die Genehmigung zum Aussetzen von Fasanen solle grundsätzlich nicht erteilt werden, wenn dies lediglich der Erhöhung der Jagdstrecke diene. Vorarlberg ist nach Wien das zweite Bundesland, das eine entsprechende Regelung einführt. Die geplante Neuregelung ist ein schöner Erfolg für die Jagdgegner vom VGT – zu verdanken haben die österreichischen Jäger diese neuerliche Einschränkung ihrer Möglichkeiten jedoch, das muss man ganz klar sagen, vor allem jenen einschlägig bekannten Gatterbetreibern, die das bislang legale Aussetzen von Federwild für lukrative Abschussorgien auf halbzahmes Wild (Jagd kann man das nicht nennen) in exzessiver und das Ansehen von Jagd und Jägern massiv schädigender Weise missbraucht haben. SE

Beitragsbild: Deutsch Drahthaar apportiert Fasan – wir Jäger sollten nicht zulassen, dass skrupellose Gatterschießer diese faszinierende Jagdart in Verruf bringen. Foto: SE

Österreich: Steirischer Landtag verabschiedet neues Jagdgesetz

Auswildern von Fasanen und Rebhühnern „zu reinen Jagdzwecken“ verboten

Der Landtag des Österreichischen Bundeslandes Steiermark hat heute die Novellierung des Landesjagdgesetzes beschlossen. Das berichtet das Internetportal „Neues Land“. Auf Antrag der Grünen musste sich der Landtag mit der umstrittenen Auswilderung von Fasanen und Rebhühnern befassen. Die Novellierung des Jagdgesetzes bringt kein vollständiges Verbot des Auswilderns, dieses ist jedoch nur noch unter weitreichenden Einschränkungen erlaubt. So werden Volieren und Zuchtgatter verboten, Auswilderungen müssen bis zum 31. Juli abgeschlossen sein und sind nur noch in sogenannten Auswilderungsbiotopen gestattet, die mindestens 500 Quadratmeter groß sein müssen. Auch sind Auswilderungen nur noch unter der Bedingung gestattet, dass das Revier bereits einen Fasanen- oder Rebhuhnbestand aufweist und ein entsprechender Lebensraum vorhanden ist. Das Auswildern muss beim Bezirksjägermeister angemeldet werden, dieser entscheidet, ob und wie viele Tiere in dem jeweiligen Revier ausgewildert werden dürfen.

Wie bei allen Wildtieren sei der Jäger auch bei Fasanen berechtigt, „einen gewissen Teil zu „entnehmen“ bzw. zu bejagen, wenn dies der Bestand erlaubt“, schreibt Neues Land. Dies dürfe aber nur erfolgen, um des Bestand in Hinblick auf Anzahl und Geschlechterverhältnis „innerhalb des Reviers in jenem Ausmaß zu erhalten, das den natürlichen Verhältnissen entspricht.“ Eine Fasanenjagd aus reiner „Freude am Abschuss“ sei in der Steiermark durch das neue Jagdgesetz nicht mehr möglich und verboten, zitiert das Portal einen Abgeordneten.

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Utah: Wild- und Jagdbehörde setzt Fasanen aus, um Jagd zu fördern

Um das Interesse an der Jagd zu fördern, hat die Wild- und Jagdbehörde des US-amerikanischen Bundesstaats Utah (Utah Division of Wildlife Resources, DWR) 11.000 Fasane und 1000 Chukar-Hühner in Jagdgebieten auf Staatsland ausgewildert. „Worum es uns dabei wirklich geht“, sagte Gary Cook, Koordinator des entsprechenden Programms beim DWR gegenüber der New York Times, „Ist die Leute zu begeistern und einzubeziehen und von der Couch nach draußen zu bekommen. Die Jagd ist ein Teil unserer Tradition und unseres kulturellen Erbes. Wir wollen dabei mithelfen und dazu ermutigen, dies von Generation zu Generation weiter zu geben.“

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