Schlagwort-Archive: Fallenjagd

Anticyon-Kampagne: Wer war das?

Wer oder was das war, wollte eine Nachbarin wissen, als Jäger kennen Sie sich doch aus mit sowas: Vorwurfsvoll zeigt sie auf ein Vogelnest, das neben dem Wacholderbaum in ihrem Garten auf dem Boden lag. „Da haben so zwei zierliche Vögel drin gebrütet, von einer Sorte, die ich hier noch nicht gesehen habe: So grau mit etwas Rosa an der Brust. Jetzt sind sie weg.“ Es ist ziemlich schnell klar, das hier nur ein Täter in Frage kommt. Um an das Vogelnest zu gelangen, hat er einen beeindruckenden Tunnel durch den stacheligen Wacholder gefräst. So kann nur einer klettern: Waschbären. „Meinen Komposthaufen und den Grasschnitt daneben haben sie auch durchwühlt“, klagt die Nachbarin.

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Hessen: Nabu-Vertreter für „starke Bekämpfung“ von Waschbären

Der Vorsitzende des Nabu Waldeck-Frankenberg, Heinz-Günther Schneider, hat sich für eine „starke Bekämpfung“ von Waschbären ausgesprochen. Die Tiere seien „ein riesiges Problem“ und hätten sich stark vermehrt, sagte Schneider in der Waldeckischen Landeszeitung. Im Hessischen Landtag wird derzeit über eine Aufhebung der Schonzeit für Waschbären diskutiert (JAWINA berichtete). Die Schonzeit für die Waschbären müsse man jedoch akzeptieren, meint Schneider. Eine intensivere Bejagung des Kormorans lehnte der Nabu-Vertreter ab.

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Invasive Arten: Tierschutz-Forderungen realitätsfern

In einem Positionspapier haben sechs Tierschutzverbände die EU-Verordnung zum Umgang mit invasiven Arten kommentiert. Darin lehnen sie jegliche Tötung als „nicht tierschutzgerecht“ ab und plädieren für eine „Unfruchtbarmachung“ von Waschbär, Mink und Co. Mit ihren Forderungen verfehlen sie jede Form der Praktikabilität auf Kosten der Artenvielfalt.

Sechs Tierschutzverbände, darunter der Deutsche Tierschutzbund (DTB) haben sich kürzlich in einem Positionspapier zur Umsetzung der EU-Verordnung für den Umgang mit invasiven Arten (Nr. 1143/2014) geäußert. Im Kern lehnen sie die Tötung von Tieren ab und plädieren für eine „Unfruchtbarmachung“. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hält dies vor dem Hintergrund der starken Ausbreitung von Arten wie dem Waschbär für realitätsfern. „Diese Vorschläge mögen sich zwar eignen, um Spenden zu sammeln, sie helfen aber weder dem Tier- noch dem Artenschutz, weil sie keine praktikable Lösung darstellen“, sagt Professor Jürgen Ellenberger, DJV-Präsidiumsmitglied. „Eine Unfruchtbarmachung von invasiven Wildtieren ist utopisch.“

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Fallenjagd: Dem Waschbär den Krieg erklärt

„Mir reicht es jetzt“, erklärt Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, „Wir haben keine Ente und keine Küken mehr auf den Kanälen. Diese Biester machen alles kaputt. Ich habe dem Waschbären den Krieg erklärt!“

Auch der Gesetzgeber hat erkannt, dass insbesondere die anpassungsfähigen Prädatoren unter den Neubürgern in Wald und Flur – Waschbären, Mink und Marderhund – eine echte Bedrohung für die Artenvielfalt darstellen und den Bestand gefährdeter Arten wie Kiebitz, Birkwild oder Schwarzstorch lokal zum Erlöschen bringen können. Die effizienteste Methode für die Bejagung insbesondere von Waschbären ist die Fallenjagd. Prof. Pfannenstiel schwört auf die Conibear-Falle: „Wenn der Waschbär an den Auslöser kommt, sitzt er mitten in der Falle, ein Bügel vorne, ein Bügel hinten. Die Falle tötet blitzschnell und tierschutzgerecht, die gefangenen Waschbären sind zu 100 Prozent tot. Brantenfänge oder ähnliches sind noch nie vorgekommen.“

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Bayern: Landkreis Cham genehmigt 13 Saufänge

Wie ein Sprecher des Landkreises Cham gegenüber JAWINA bestätigte, haben Jagd- und Veterinärbehörde des Landkreises auf Antrag der Jägerschaft 13 Saufänge auf Gemeindegebiet genehmigt. Der Bayerische Rundfunk berichtete, dass die auch unter Jägern umstrittenen Saufänge aufgrund der anwachsenden Schwarzwildpopulation und der damit einhergehenden Zunahme der Wildschäden beantragt und genehmigt worden seien. Im Gemeindegebiet an der deutsch-tschechischen Grenze grenzten ausgedehnte Wälder und Gebirge unmittelbar an intensiv bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzflächen. Dies seien paradiesische Bedingungen für die Sauen, zumal die Durchführung von Bewegungsjagden in vielen Revieren nicht möglich sei. Die jährlich anwachsenden Bestände sind nach Auffassung vieler Jäger mit herkömmlichen jagdlichen Mitteln kaum mehr in den Griff zu bekommen. Die Genehmigung der Saufänge ist auf drei Jahre befristet und mit diversen Auflagen verbunden:

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Mallorca: Jäger jagen Schlangen

Jäger der Gemeinde Capdepera im Nordosten Mallorcas gehen auf Schlangenjagd: Mitglieder des örtlichen Jagdverbands haben 15 Fallen im Gemeindegebiet aufgestellt, die mit lebenden Mäusen beködert werden, wie die MallorcaZeitung berichtet. Die Kastenfallen bestehen aus zwei Teilen: Dem Käfig für die Maus nebst Futter und Wasser, sowie der eigentlichen Falle. Schlüpft die Schlange durch das Einstiegsloch in den Käfig, um die Maus zu fangen, so kommt sie wegen der nur in eine Richtung öffnenden Drahttür vor dem Einschlupf nicht wieder heraus. Die Fangaktion gilt der Hufeisennatter, die in Mallorca ursprünglich nicht heimisch war. Die Schlangen sollen erst vor etwa zehn Jahren mit Olivenbäumen auf die Insel gekommen sein, die vom spanischen Festland eingeführt wurden. Die Hufeisennatter kann knapp zwei Meter lang werden und gilt als nicht giftig. Sie ist jedoch sehr aggressiv und beißt schnell zu, wobei sie auch Menschen tiefe, stark blutende und schmerzhafte Bisswunden zufügen kann. Bei Jägern ist sie unbeliebt, weil sie Junghasen, Kaninchen und Wachteln erbeutet. In wenigen Tagen sollen bereits acht Hufeisennattern gefangen worden sein. SE

Beitragsbild: Juvenile Hufeisennatter. Autor: Luis Fernández García, Quelle: Wikipedia. Verööfentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Spain Lizenz.

DJV: Deutsche Fallen erfüllen internationale Tierschutz-Normen

DJV hat gängige Fanggeräte erfolgreich wissenschaftlich testen lassen

Die gängigsten Fallen für die Jagd in Deutschland erfüllen die hohen internationalen Standards für eine humane Fangjagd (AIHTS) und sind tierschutzgerecht. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler, die im Auftrag des Deutschen Jagdverbands (DJV) Lebend- und Totfanggeräte untersucht haben. Im Fokus standen dabei Fuchs und Steinmarder, zwei häufige räuberische Säugetiere in Deutschland. Allein der Fuchs hat seit den 1970er Jahren seinen Bestand in Deutschland verdreifacht und hat wie der Steinmarder negativen Einfluss auf bedrohte Arten wie den Wiesenbrüter Kiebitz. „Fadenscheinige Argumente für ein Fallenverbot wegen mangelnden Tierschutzes sind damit endgültig entkräftet“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Wolfgang Heins.

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Jäger und Naturschützer gemeinsam für den Artenschutz

 DJV-Interview mit Projektleiter Marcus Henke, Vizepräsident der Landesjägerschaft Bremen e.V

In unserer Kulturlandschaft haben es Wiesenvögel und Niederwild schwer. Eine intensive Landnutzung und zusätzliche Verluste durch Fressfeinde führen in vielen Regionen Deutschlands zu dramatischen Bestandsrückgängen. Diese Erfahrung machten auch Jäger und Naturschützer im Bremer Blockland, einem bedeutenden EU-Vogelschutzgebiet mit seltenen Wiesenvogelarten. Die Landesjägerschaft Bremen initiierte ein Schutzprojekt in enger Abstimmung mit dem Gelege- und Kükenschutzaktivitäten des Bremer BUND. Durch ein Monitoring mit Wildkameras wurde der zunehmend negative Effekt von Beutegreifern bestätigt, allen voran des Fuchses. 2014 starteten eng verwoben ein Fangjagd-Projekt der Landesjägerschaft Bremen und ein Monitoring-Projekt der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Zu ersten Ergebnissen und weiteren Planungen befragte der DJV den Projektleiter des LJB-Fangjagdprojektes Marcus Henke, Vizepräsident der Landesjägerschaft Bremen.

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DJV-Artenschutzsymposium: Jagd ist praktizierter Artenschutz

Auf dem 2-tägigen, von Deutschem Jagdverband (DJV) und Landesjagdverband Thüringen (LJV) veranstalteten Artenschutzsymposium am 27. und 28. September in Erfurt präsentierten Experten aus ganz Deutschland erfolgreiche Artenschutzprojekte in der Agrarlandschaft. Für Großtrappe, Kiebitz, Auer- und Birkhuhn oder Sumpfschildkröte habe sich gezeigt: Lebensraum verbessernde Maßnahmen allein reichen nicht, Fressfeinde wie Fuchs, Marder oder Waschbär müssen reduziert werden. Letzterer macht dem seltenen Auerwild und dem Uhu in Thüringen zu schaffen: Die Arbeitsgruppe Artenschutz hat nachgewiesen, dass der nordamerikanische Kleinbär bereits ein Viertel aller Uhu-Brutplätze in Thüringen besetzt und auch Eier sowie Nachwuchs frisst. In einigen Horstbereichen ist seit mehr als einem Jahrzehnt kein Uhu-Nachwuchs mehr groß geworden. Die Arbeitsgruppe fordert deshalb jetzt den verstärkten Einsatz der Fangjagd.

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Etikettenschwindel im Namen des Naturschutzes

DJV ruft NABU zu ehrlicher und realistischer Position für die Jagd auf

Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt das grundsätzliche Bekenntnis des Naturschutzbundes (NABU) zur Jagd. „Wir freuen uns, dass wir nun gemeinsam für eine effektive Jagdausübung in Deutschland kämpfen“, so DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann. Dies sei wichtig, weil erst kürzlich die Tierrechtsorganisation PETA Strafanzeige gegen eine ordnungsgemäß durchgeführte Drückjagd gestellt und diese als „abartige Auswüchse der Jagd“ bezeichnet habe. Gerade diese Jagdmethode fordert allerdings der NABU als besonders effektive und vorrangige Jagdmethode.

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Weidmannsunheil: Ein Schuss, ein toter Fuchs, drei Verletzte

Jagdunfall in Bayern: Rentner und zwei Kinder bei der Fuchsjagd verletzt

Ein 65jähriger Jäger aus Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) wollte einen Fuchs, der in einer Röhrenfalle saß, erlösen. Ein 70jähriger Bekannter assistierte ihm dabei. Nachdem der Jäger den Fuchs in der Röhre erlegte, zog er seine doppelschüssige Flinte wieder heraus. Dabei löste sich unbeabsichtigt ein zweiter Schuß, der den in unmittelbarer Nähe stehenden Begleiter in den Fuß traf. Die Schrotgarbe durchschlug den Fuß, die weiterfliegenden Schrotkugeln trafen anschließend zwei sieben und elf Jahre alte Jungen, die das Geschehen aus – vermeintlich sicherer – Entfernung von ca. 20 Metern verfolgten.

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DJV stellt Eckpunkte zur Fangjagd vor

AIHTS Zertifizierungsprozess gestartet

Auf dem Symposium „Artenschutz, Biotop- und Prädatorenmanagement“ im Jagdschloss Kranichstein hat der Deutsche Jagdverband (DJV) sein neues Positionspapier zur Fangjagd vorgestellt. Das vom interdisziplinären „Arbeitskreis Falle“ erstellte Papier hält den zeitgemäßen Einsatz von Fallen für Jagd, Natur- und Artenschutz sowie Wissenschaft und Schädlingsbekämpfung fest. Tierschutzgerechter Fang sowie eine nachhaltige Ausübung der Fangjagd als notwendiges Instrument in der Niederwildhege und im Arten- und Naturschutz sind die wesentlichen Eckpunkte des Papiers. „Einzelne Vertreter von Tier- und Naturschutz versuchen immer wieder, die Fangjagd einzuschränken“, erklärt Dr. Daniel Hoffmann, zuständig für die Jagd mit Fallen im DJV-Präsidium. „Dabei ist sie zum Erhalt des Niederwildes und von Bodenbrütern unerlässlich – das gilt besonders in Schutzgebieten. Fangjagd wird fachkundig und ordnungsgemäß von Jägerinnen und Jägern durchgeführt.“

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Mit Fangjagd gefährdeten Tieren helfen

Experten stellen erfolgreiche Projekte aus dem Artenschutz vor

Auf den Feldern hoppeln Feldhasen, Rebhuhnfamilien sind zahlreich zu sehen und man hört den Fasan rufen: „gock, gock, gock“. So sieht es normalerweise in einer intakten Natur aus. In Deutschland wird der Anblick dieser Arten leider immer seltener. Am Boden lebende Tiere haben es schwer, auf den großen Feldern mit der intensiven Landwirtschaft Verstecke zu finden und so ihren natürlichen Feinden wie etwa dem Fuchs zu entwischen. In eintönigen Landschaften finden die Tiere für sich selbst und ihre Jungen weniger zu fressen. Auch schlechtes Wetter macht ihnen zu schaffen. Deshalb werden bestimmte Tierarten mit sehr viel Aufwand von Naturschützern und Jägern unterstützt. Wie das erfolgreich geht, darüber sprechen Experten am heute und morgen auf dem Jagdschloss in Kranichstein.

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