Schlagwort-Archive: FACE

Südtirol: Millionenstrafe für Abschussverfügungen von Murmeltier und Kormoran

FACE: „Scharfer Angriff auch auf andere nachhaltige Jagdsysteme in Europa“

Am Montag sind vom Rechnungshof in Rom der ehemalige Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder und der ehemalige Amtsdirektor des Amtes Jagd und Fischerei, Heinrich Erhard, zu insgesamt 1,14 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt worden, weil sie Abschussverfügungen für Kormorane, Murmeltiere und andere Tiere angeordnet hatten. Durch den Abschuss der geschützten Tierarten sei Italien Schaden entstanden, hatte der Rechnungshof argumentiert. Daher sollen Durnwalder und Erhard je 568.125 Euro Schadensersatz leisten. Das Urteil sei „total überzogen, unverständlich und absolut weltfremd“, erklärte der Südtiroler Bauernbund gegenüber stol.it: „Durch den Abschuss ist kein Schaden entstanden, es wurden Schäden verhindert,“ sagte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler auf stol.it: „Immer wieder gibt es in der Berg- und Almwirtschaft Probleme, besonders mit den Murmeltieren. Wenn sie sich unkontrolliert vermehren und ausbreiten, ist an eine Bewirtschaftung der Bergwiesen nicht mehr zu denken.“

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1 Euro pro Jäger

Update: Details zu Zahlungsmodalitäten werden demnächst veröffentlicht

CIC und FACE starten gemeinsame Spendensammelaktion

Unter dem Motto 1 Euro/hunter starten der europäische Dachverband der Jagdorganisationen FACE und der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) eine gemeinsame Spendensammelaktion. Der politische und soziale Druck auf Jagd oder Schießsport steige extrem an, heißt es dazu in einer von den Verbänden veröffentlichten Erklärung. Daraus ergebe sich ein erhöhter Finanzbedarf für effektive Interessenvertretung und Kommunikation, um die Anliegen der Jäger zu verteidigen. Die Präsidenten von CIC, George Aman und FACE, Dr. Michl Ebner seien daher übereingekommen, bei der CIC-Initiative „1 Euro/hunter“ zu kooperieren.

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Polen: „Unakzeptable und fundamental falsche Änderungen des Jagdrechts“

Es ist wie ein Alptraum: Keine Strafen für Jagdstörer, Jagdverbot für alle unter 18, regelmäßige Jägerprüfungen, Ernennung von Jagdfunktionären durch den Umweltminister – das polnische Jagdgesetz wird offenbar nach den Vorgaben totalitärer Jagdgegner umgestaltet.

Äußerst besorgt zeigt sich FACE, die Dachorganisation der europäischen Jagdverbände, über die Änderungen des polnischen Jagdgesetzes, denen der polnische Senat bereits zugestimmt hat. Diese bedeuteten „buchstäblich den Tod lange bestehender jagdlicher Tradition, Kultur und Methoden. Insbesondere die folgenden Neuregelungen, so FACE, hätten gravierende Auswirkungen auf Jagd und Jäger in Polen:

1 Das Verbot, Wildtiere ohne ausdrückliche jagdliche Zwecke zu stören. Dies würde FACE zufolge bedeuten, dass Jäger ihre Hunde und Falkner ihre Greifvögel nicht mehr effektiv trainieren könnten. FACE weist darauf hin, dass Falknerei und die Ausbildung von Greifvögeln von der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt sind.

2 Die Ernennung des Präsidenten des polnischen Jagdverbands durch den Umweltminister und die Möglichkeit, diese Person durch den Minister zu entlassen, wenn ein Beratungsgremium dem zustimmt. Dies würde die Selbstverwaltung der Jägerschaft eliminieren und stelle einen unmittelbaren Angriff auf demokratische Grundprinzipien dar, so FACE.

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Jagd in Afrika unverzichtbar für Schutz von Wildtieren und Lebensräumen

Auf der Konferenz „Ruhig bleiben und Afrika die Führung übernehmen lassen: Unterstützung von Gemeinschaften bei der Wildtiererhaltung„, betonten Vertreter von Wildbewirtschaftungsbehörden, Parlamenten, Botschaften und Nichtregierungsorganisationen Simbabwes, Südafrikas und Namibias die Rolle der nachhaltigen Jagd für den Natur- und Wildtierschutz in Afrika und verwahrten sich gegen ideologisch motivierte Einmischung europäischer Staaten und Organisationen. Die Konferenz wurde von dem Vorsitzenden der Intergruppe „Biodiversität, Jagd, Ländliche Aktivitäten“ des Europäischen Parlaments, Karl-Heinz Florenz, organisiert.

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Konferenz Koexistenz mit Grossraubtieren: „Immer größere Herausforderungen“

Am 17. Oktober fand im Europäischen Parlament in Brüssel die Konferenz „Koexistenz mit Großraubtieren: Herausforderungen und Lösungen“ statt. Zentrale Aussage: Es bedarf viel wirksamerer Maßnahmen zur Abschwächung der zunehmenden Konflikte zwischen Menschen und Großraubtieren in Europa. Die Konferenz stand unter der Schirmherrschaft von MdEP Karl-Heinz Florenz von der EVP-Fraktion und Vorsitzender der Intergruppe „Biodiversität, Jagd, Ländliche Aktivitäten“ des Europäischen Parlaments und wurde von FACE, dem Zusammenschluss der Verbände für die Jagd und Wildtiererhaltung in der EU, organisiert. Die aktuellen Managementprogramme und Schadensregelungen müssen geeignete Lösungen für die Koexistenzangesichts der Zunahme vieler Großraubtierpopulationen in Europas dicht besiedelten und multifunktionalen Landschaften bieten.

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EU-Staaten lehnen Einfuhrverbot für Jagdtrophäen ab

Die Dachorganisation der europäischen Jagdverbände, FACE, äußerst sich erleichtert darüber, dass die Mehrheit der EU-Staaten die vom deutschen Bundesumweltministerium vorgeschlagenen massiven Einfuhrbeschränkungen für Jagdtrophäen nicht-bedrohter CITES-Arten (CITES Anhang B) mehrheitlich abgelehnt hat. Der deutsche Vorschlag sei von den CITES-Beauftragten der Mitgliedsstaaten vom 20. bis 21. Juni in nicht-öffentlichen Gesprächen in Brüssel diskutiert worden, so FACE in einer Pressemitteilung. Der deutsche Vorstoß sei wegen des offensichtlichen Mangels an wissenschaftlichen Belegen abgelehnt worden, so FACE. Der Vorschlag sei allem Anschein nach nur eingebracht worden, um die Tierschutz-Lobby zufrieden zu stellen, die im Mai 2017 eine entsprechende Petition an die deutsche Regierung gerichtet habe.

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FACE: Biodiversitäts-Manifest 2016 veröffentlicht

Der europäische Dachverband der Jagdorganisationen, FACE, hat den jährlichen Biodiversitäts-Bericht für 2016 veröffentlicht. Das Werk belegt den überragenden Anteil der europäischen Jäger für Natur- und Artenschutz. „Von den insgesamt 221 in diesem Bericht vorgestellten Projekten, an denen Jäger mitgewirkt haben, werden 43 Prozent in Natura-2000-Schutzgebieten durchgeführt“, erläutert FACE-Präsident Dr. Michl Ebner im Vorwort zum Biodiversitäts-Manifest 2016. „Dies ist bedeutend, da es den Mitgliedstaaten obliegt, einen günstigen Erhaltungszustan von Habitaten und Arten mit unionsweiter Bedeutung nach den Vorgaben der Naturrichtlinien zu sichern. In diesem Sinne zeigt unser Bericht Ihnen, dass Jäger in vielfältige Aktivitäten zur Finanzierung, Überwachung, Wiederherstellung und Erhaltung involviert sind.“

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FACE: Die Jagd in Europa ist 16 Milliarden Euro wert

Neben  dem  direkten  wirtschaftlichen Beitrag trägt auch die freiwillige  Arbeit  von  Jägern zum Schutz und Management  unserer  Tierarten  und Lebensräume zur   Entwicklung der ländlichen   Räume Europas durch Schaffung alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten, Stärkung des Sozialgefüges ländlicher Gemeinschaften und Vermittlung von kultureller Identität und Traditionen bei.

Auf der von FACE veranstalteten Konferenz “Wirtschaftliche Bedeutung der Jagd in der EU„, die  am Dienstag im Europäischen Parlament stattfand, bezifferte FACE den Wert der Jagd für die europäische Wirtschaft auf 16 Milliarden Euro. Die sieben Millionen europäischen Jäger geben diesen Betrag  jährlich für  Lizenzen,  Pachten,  Feuerwaffen  und  Munition,  aber  auch  Ausrüstung  und Reisen  aus. Ihr Beitrag  erstreckt sich aber  auch  auf  die  Gesellschaft  und  die  Erhaltung  der  Natur  und drückt  sich  in  den  zahllosen  Aktionen  zur  Bewirtschaftung  von  65  %  der  Landflächen  der  EU  und Aktivitäten  zur  Stärkung  unserer  Lebensräume,  der  Eindämmung  von Schäden   sowie   Maßnahmen   zur   Überwachung   aus,   welche   alle   zur Entwicklung des ländlichen Raumes beitragen.

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Jagdgegner-Initiative im EU-Parlament gescheitert

80 Prozent der EU-Parlamentarier lehnen Einfuhrverbot von legalen Jagdtrophäen ab

Mitte Januar 2016 brachte eine Gruppe von EU-Parlamentariern eine schriftliche Erklärung ein, die nur ein Ziel hatte: ein Komplettverbot der Einfuhr von legalen Jagdtrophäen aus Entwicklungsländern. Hätte die Mehrheit der Parlamentarier unterschrieben, wäre die Erklärung zur offiziellen Meinung des EU-Parlaments geworden. Doch zum Stichtag Anfang der Woche stand fest: 80 Prozent der Parlamentarier sind gegen ein Verbot. Karl-Heinz Florenz, Präsident der parlamentarischen Intergruppe „Biodiversität, Jagd und ländlicher Raum“ sagte dazu: „Die Mehrheit der Mitglieder des Europäischen Parlaments ist nicht der Meinung, dass ein Einfuhrverbot der richtige Weg ist, um den Artenschutz voranzubringen. Wir erkennen ohne Wenn und Aber an, dass hier die einheimische Bevölkerung und die europäischen Jäger eine wichtige positive Rolle spielen.“

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Wolf Thema im EU-Parlament

EU-Intergruppe und FACE suchen nach Lösungen zum besseren Zusammenleben von Wolf und Mensch in Europa

Im EU-Parlament in Brüssel fand am 15. September 2015 eine Sitzung der fraktionsübergreifenden Intergruppe „Biodiversität, Jagd und ländliche Räume“ zum Thema „Rückkehr des Wolf nach Europa“ statt. Der Landesjagdverband Sachsen hatte diese Tagung angeregt. Sie wurde von FACE, dem Zusammenschluss der europäischen Jagdverbände, organisiert und vom Deutschen Jagdverband (DJV) unterstützt.“Der Wolf ist uns willkommen“, sagt Karl-Heinz Florenz, Vorsitzender der Intergruppe, „er darf sich aber nicht völlig unkontrolliert ausbreiten. Auf Grundlage wissenschaftlicher Studien und vor allem Monitoringdaten muss eine Balance zwischen den unterschiedlichen Interessen gefunden werden, wobei auch die örtliche Bevölkerung stets beteiligt und eingebunden werden muss.“

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Neuer FACE-Vorstand gewählt

Die Generalversammlung von FACE, dem Zusammenschluss der europäischen Jagdverbände, hat in Brüssel einen neuen Vorstand gewählt. Michl Ebner aus Südtirol wird künftig als Präsident die Geschicke von FACE leiten. Der 62-jährige gelernte Journalist war lange Jahre Mitglied des Italienischen und danach des Europäischen Parlaments. Ebner spricht fließend deutsch und italienisch. Dr. Volker Böhning, Präsident des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern und Mitglied des DJV-Präsidiums, vertritt künftig als Vizepräsident die Belange der deutschen Jäger und ist Mitglied des fünfköpfigen FACE-Vorstandes. Er folgt auf Jochen Borchert, der seit 2003 FACE-Vizepräsident war. „Die Arbeit auf der europäischen Ebene bekommt auch für die Jagd in Deutschland einen immer höheren Stellenwert“, hebt Dr. Böhning hervor und nennt dabei vor allem die laufende Überprüfung der europäischen Naturschutzrichtlinien, den Umgang mit Wölfen, aber auch die Waffengesetzgebung und die Vorschriften zur Lebensmittelhygiene.

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FACE kritisiert EU-Richtlinie zum Legalwaffenbesitz

FACE, die Dachorganisation der sieben Millionen europäischen Jäger kritisiert eine EU-Richtlinie zum legalen Waffenbesitz. Zwar sei FACE „insgesamt zufrieden mit dem Text und der Funktionsweise der Richtlinie“, besorgt sei man jedoch „über eine Reihe von jüngeren Entwicklungen, die andeuten, dass (…) es eine starke Verbindung zwischen legalen Schusswaffen und illegalem Handel mit Schusswaffen gibt.“

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