Schlagwort-Archive: erschossen

Sachsen-Anhalt: Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt- 60 Jagdwaffen sichergestellt

Bereits am Samstag gegen 15 Uhr ist ein 81 Jahre alter Jäger aus Niedersachsen tot in einem Waldstück bei Ballenstedt (Landkreis Harz) aufgefunden worden. Er hatte dort an einer Drückjagd in einem Privatwald teilgenommen. Die Todesumstände sind bislang ungeklärt, das Opfer wies eine tödliche Schussverletzung am Kopf auf. Die Polizei schließt einen Selbstmord bislang aus. Es sei unklar, ob es sich um einen Jagdunfall oder möglicherweise gar um ein Verbrechen handle. Die Jagdwaffen der ca. 60 Jagdteilnehmer wurden sichergestellt. Mit Hilfe ballistischer Gutachten soll nun geklärt werden, ob der tödliche Schuss aus der Waffe eines anderen Jagdgasts abgegeben wurde, und wenn ja, von welcher. Unklar sei bisher auch, ob der Schuss aus der Jagdwaffe des Opfers abgegeben worden sei. red.

Beitragsbild: Wald (Symbolbild). Foto: SE

Tiger Balm gab ihm den Rest: Psychisch kranker Jäger erschiesst Frau

Ein 63 Jahre alter ehemaliger Sportschütze und Jäger aus Brachstedt (Saalekreis, Sachsen-Anhalt), der im Mai seine Frau mit einer KK-Kurzwaffe erschossen hat, muss sich zur Zeit vor dem Landgericht Halle verantworten. Nach der Tat hatte der Mann versucht, sich selbst zu richten. Den Schuss in den Oberkörper, den er sich selbst beibrachte, überlebte er jedoch. Die Eheleute sollen, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, in dem Haus schon längere Zeit getrennt auf zwei Etagen gelebt haben.  Als Motiv für die Tat führte der Jäger an, dass seine 56 Jahre alte Frau ihn ohne sein Wissen mit Tiger Balm behandelt habe, einem eher harmlosen Präparat aus ätherischen Ölen. Der wahre Grund dürfte in der psychischen Erkrankung des 63jährigen zu sehen sein. Nach Auffassung eins Gutachters leidet der Mann an einer halluzinatorischen paranoiden Psychose, einem Subtypus der Schizophrenie, Diese schwere psychische Erkrankung äußert sich z.B. durch Verfolgungswahn und Halluzinationen. Der Tiger Balm sei unsichtbar, brenne aber wie Feuer, erklärte der Täter vor Gericht. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft ist er aufgrund seiner Erkrankung schuldunfähig, ihm droht die Unterbringung in der Psychiatrie. Der Fall dürfte eine willkommene Argumentationshilfe für Gegner des Legalwaffenbesitzes sein, die verbindliche Psychotests für Jäger und Sportschützen fordern. SE

Bielefeld: Polizei erschießt wildernden Hund

+++ Morddrohung? Fassade der Geschäftsstelle vom Südtiroler Jagdverband beschmiert +++ Hessen: Unbekannte klauen Treibjagd-Warnschilder +++

Die Polizei hat in Bielefeld am Sonntag einen wildernden Hund erschossen. Wie die Neue Westfälische berichtet, war bei der Polizei zunächst ein Hinweis eingegangen, dass ein Hund in der Umgebung der Universität ein Reh gerissen habe. Als die Polizei am Tatort anlangte, griff der dem Bericht zufolge „hüfthohe“ Hund die Polizisten an. Die Polizei beschoss daraufhin den Hund, das verletzte Tier lief zu seiner Besitzerin. Als die Polizei am Haus der Hundehalterin ankam, war diese gerade dabei, mit dem angeschossenen Hund in die Tierklinik zu fahren. Der Hund soll mittlerweile an den Folgen der Schussverletzung gestorben sein. SE

Beitragsbild: Von Hund gerissenes Reh (Archivbild). Foto: SE

Da waren es nur noch drei: Weiterer Gehege-Wolf geschossen

+++ Bayern: Fotofalle erwischt Wolf im Landkreis Ansbach +++

Wer auch immer die Wölfe aus ihrem Gehege im Nationalpark Bayerischer Wald befreit hat – einen Gefallen hat er ihnen damit nicht getan: Mittlerweile ist die Hälfte der sechs entkommenen Wölfe tot. Einer wurde vom Zug überfahren, zwei erschossen. Den vorläufig letzten ereilte sein Schicksal am Dienstag Morgen in der Nähe von Frauenau (Landkreis Regen), einem Dorf am Rand des Nationalparks. Den verbliebenen drei Wölfen stellt eine Übermacht von dreißig, mit Sondergenehmigungen ausgestatteten Berufsjägern, Wildhütern und Förstern hinterher. Die ungefähren Aufenthaltsorte der Wölfe seien bekannt, wie ein Sprecher der Nationalparkverwaltung gegenüber der Schwäbischen Zeitung erklärte. Dem Bericht zufolge sind auch noch beköderte Lebendfangfallen in dem Gebiet aufgestellt, so dass noch Hoffnung besteht, dass der eine oder andere Wolf sich lebendig fangen lässt. SE

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Toter Wolf im Ammerland wurde erschossen

Der am vergangenen Samstag (7. Oktober) im Landkreis Ammerland bei Vreschen-Bokel in einem Maisfeld tot aufgefundene Wolf wurde erschossen. Es handelt sich um einen jungen Rüden. Diese Feststellung traf das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin, das das bundesweite Totfund-Monitoring durchführt. Die Untersuchung zur Ermittlung des genetischen Fingerabdrucks und der Rudelzugehörigkeit erfolgt im Senckenberg-Institut in Gelnhausen. Über die Zusammenhänge hat jetzt das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz informiert.

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Entlaufene Wölfe: „Kritische Situation mit Spaziergängern“

Ausnahmegenehmigung für Abschuss – ein Wolf bereits geschossen

Einer der aus einem Gehege im Nationalpark Bayerischer Wald entlaufenen Wölfe hat Spaziergänger angeknurrt und ist diesen daraufhin bis zum Auto gefolgt. Aufgrund dieses Vorkommnisses wurde entschieden, die entlaufenen Wölfe nach Möglichkeit abzuschießen. Versuche, die Tiere mit Lebendfangfallen oder Betäubungsgewehren einzufangen, waren gescheitert.

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Jäger fordern Reiterführerschein, Gesundheitschecks für Reiter und Pferdesteuer

Ein Jäger erschießt ein Islandpferd. Es ist ein Fall von krassem individuellen Fehlverhalten, das durch strengere Regeln kaum verhindert werden kann. Warum rufen immer alle reflexartig nach neuen Verboten und schärferen Gesetzen? Zumal gerade die Reiter vorsichtig sein sollten, denn allzu leicht lassen sich deren Forderungen nach strengerer Reglementierung kontern – eine Revanche.

Wer kennt sie nicht: Rücksichtslose und pampige Zeitgenossen hoch zu Ross, die sich bei ihren Ausritten aufführen, als gehörte das ganze Land ihnen. Reiter, die auf ausdrücklich gesperrten Wegen an Spaziergängern vorbeisprengen, abseits der Wege durch Wildeinstände und Dickungen reiten, über frisch eingesäte Äcker und bewirtschaftete Wiesen galoppieren, ihre Pferde nicht im Griff haben und anderen die Schuld daran geben. Reiter, die gerade gegenüber dem bösen Jäger eine Unfreundlichkeit und Arroganz an den Tag legen, dass es einem die Sprache verschlägt. Da werden die Pferde auf die Koppeln gestellt, gerade weil und wenn Jagden stattfinden (das ist schließlich unser Recht, wir bezahlen doch auch Pacht…), da muss ausgerechnet in den frühen Morgen- und späten Abendstunden im Wald ausgeritten werden, wenn und weil der Jäger ansitzt. Zertrampelte Wege, gesundheitliche Gefahren durch unhygienischen Pferdekot auf Straßen und Bürgersteigen, Tierquälerei in Pferdehaltung und Reitsport – es muss etwas geschehen!

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Erschossenes Islandpferd: Gestütsbesitzer kritisiert Jäger

„Schwarzer Klumpen“ auf 182 Meter beschossen?

Im Fall des bei Walsrode erschossenen Islandpferds (JAWINA berichtete) hat sich der Besitzer des Gestüts, auf dessen Flächen sich das Unglück ereignete mit scharfer – und leider berechtigter – Kritik zu Wort gemeldet. Auf Facebook schrieb Anoush Bargh vom Gestüt Bargh:

Nun wollen wir uns einmal zu Wort melden:

Wir sind Eigentümer des Gestüts und Pensionbetriebes, auf dem sich am 1. Oktober der Vorfall „Jäger erschießt Islandpferd“ zugetragen hat. Wir lesen in diversen Foren und Medienberichten eine doch sehr lapidare Darstellung der Geschehnisse. Uns geht es nicht darum, eine Hetzjagd auf den Täter zu veranstalten und die gesamte Jägerschaft zu verurteilen, aber es sollte zum einen klar dargestellt werden, was wirklich geschehen ist und wie absurd es war. Zum anderen soll es auf die reellen Probleme des „Jagdsystems“ hinweisen.

Nun zur Sachlage:

Auf unserer Außenweide bei Schneeheide stehen seit etwa 5 Monaten fünf Islandpferde, Tag und Nacht. 80% der Weidefläche ist sehr offen, weitläufig und gut einsehbar. 20% haben einen moorigen Anteil mit partiellem Schilfbewuchs, den die Pferde gerne als Rückzugsort nutzen. Diese Weide ist bis auf den moorigen Teil zu dieser Jahreszeit kurz gefressen.

Am gestrigen Abend, gegen 20 Uhr, bekamen wir einen Anruf vom Jagdpächter, dass er auf unserer Weide ein Pferd geschossen hat, das nun vielleicht von einem Tierarzt erlöst werden müsste. Als wir zehn Minuten später eintrafen, fanden wir das bereits tote Pferd vor.
Diese Situation wurde von Polizei und Tierarzt dokumentiert und aufgenommen. Der Pressebericht der Polizei wurde bereits veröffentlicht und schildert nur sehr grob, die tatsächlichen Geschehnisse.

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Esel-Jäger: War eine Verwechslung…

Der Schweizer Jäger, der am Sonntag vier Esel eines Esel-Trekking-Unternehmens erschossen hat (JAWINA berichtete), hat gegenüber der Polizei angegeben, die Esel mit Rottieren (weiblichen Rothirschen) verwechselt zu haben. Gegenüber der Schweizer Tageszeitung Blick äußerte der für die Ermittlungen zuständige Kommandant der Gendarmerie du Châtelard Zweifel an der Aussage des 38jährigen: Bei einem Esel habe man das glauben können, aber nicht bei vier. Der Jäger soll vier Mal nachgeladen und insgesamt acht Schüsse abgegeben haben. Der Jagdverband von Arith hat dem Mann umgehend die Jagderlaubnis entzogen. Die Esel sollen sich im Unterholz am Randbereich der Weide aufgehalten haben.

Die Besitzerin der getöteten Esel, Sandrine Lassiaille, schrieb auf der Facebook-Seite ihres Esel-Trekking-Unternehmens Arpi’âne, dass sie die traurige Pflicht habe, „mit unbeschreiblichem Schmerz“die „Ermordung fast unserer gesamten Esel-Herde“ zu verkünden (C’est avec une douleur indescriptible que j’ai la tristesse de vous annoncer l’assassinat de presque l’intégralité de notre troupeau d’ânes). Der Beitrag ist über 3,8 Millionen Mal geteilt worden, viele Internetnutzer haben Beileid, Wut, Empörung und Unverständnis zum Ausdruck gebracht.

Leserkommentare auf der Facebook-Seite von Arpi’âne. (Screenshot)

Beitragsbild: Internetseite der französischen Esel-Trekking-Firma Arpi’âne. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Frankreich: Schweizer Jäger erschießt vier Esel

Ein Schweizer Jäger hat am Sonntag bei Arith im französischen Département Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes vier Esel geschossen. Die Tiere gehörten zu einem kleinen Hof, der insgesamt fünf Esel hielt. Wie 20min.ch berichtet, mussten die Tiere eingeschläfert werden, weil sie von Kugeln im Bereich der Beine verletzt worden waren. Der Mann hatte mit seinem Bruder bei der örtlichen Jagdgenossenschaft eine Lizenz zur Jagd auf Rehe, Hirsche und Wildschweine gelöst. Der Bruder des Schießers entschuldigte sich bei der Besitzerin der Esel, ohne Gründe für das Verhalten anzugeben. Die Besitzerin der getöteten Esel erhebt laut 20min.ch schwere Vorwürfe gegen den Schützen: Er habe gesehen, dass es keine wilde Tiere sind, hätte aber keinen Tierarzt gerufen: „Man versteckt sich und lässt die Tiere leiden, man haut ab und lässt die anderen das regeln.“ Der Direktor des Jagdverbandes Savoyen sagte dem Radiosender France Bleu Pays de Savoie, dass es sich bei dieser Tat nicht um einen Jagdunfall handle. Das Verhalten sei unverständlich und schade dem Ansehen der Jagd. SE

Cideo: France Bleu Pays de Savoie / YouTube

Brandenburg: Kritik an Wisentabschuss

+++ 1a Öffentlichkeitsarbeit: „Revierservice“ berechnet 75 Euro für Entsorgung zweier toter Waschbären +++ Mecklenburg-Vorpommern: Elch an der A20 +++ Baden-Württemberg: Audi RS6 überfährt Schwarzwild-Rotte – sieben tote Sauen, 60.000 Euro Totalschaden +++ Schweiz: Wolf tötet acht Schafe im Kanton Bern +++ Brandenburg: Polterabend im Dorf hält Wolf nicht von Schafsrissen ab +++ Niederösterreich: Jäger fordern Regulierung der Wölfe +++

Nach dem Abschuss eines vermutlich aus Polen eingewanderten Wisents bei Lebus (Landkreis Märkisch-Oderland) hagelt es Kritik an dem Leiter des Ordnungsamts, der den Abschuss angeordnet hatte. Der WWF hat Strafanzeige gestellt, das Landesumweltministerium ließ durch einen Sprecher verlauten, dass man „entsetzt und empört“ sei.  Weder das Ministerium noch das Landesumweltamt seien in das Vorgehen des Amtsdirektors von Lebus eingebunden gewesen. Minister Vogelsänger habe sich nach Bekanntwerden des Berichts an den zuständigen Landrat gewandt mit der Bitte um eine Sachstandsdarstellung.

Der Ordnungsamtsleiter hat sein Vorgehen gegenüber den Medien verteidigt: Es habe eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung bestanden. Er habe „da kein Abwägungsermessen, sondern Leib und Leben geht vor“, sagte der Beamte der Lausitzer Rundschau zufolge. Das Umweltministerium erklärte dazu, das Ordnungsrecht greife nur, wenn unmittelbar Gefahr im Verzug ist und auch dann sei nur das mildeste Mittel zulässig. „Wisente zählen in Deutschland und Polen zu den streng geschützten Tierarten. Von polnischer Seite wird uns vermittelt, dass es sich um einen Bullen handelt, der dort im Gebiet des Nationalparks Warthemündung seit längerem frei herumläuft. Von Gefahr im Verzug ist dort nichts bekannt.

Auch ein „parlamentarisches Nachspiel“ soll der Vorfall haben: Manfred Kürzer, Fraktionschef der größten Stadtverordnetenfaktion „Bürger für Lebus“ hat einen Antrag auf eine Sondersitzung des Parlaments eingereicht, wie die Märkische Online-Zeitung schreibt. Außerdem hat Kürzer die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den Ordnungsamtsleiter beantragt.

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Südtirol: Jäger erschossen

Schlamperei mit tödlichem Ausgang: Im Trentino ist ein 71 Jahre alter Jäger an den Folgen einer Schussverletzung gestorben. Zu dem Unglück kam es laut stol.it, als eine Gruppe von Jägern in einer Jagdhütte in Vigo Rendena bei einem gemütlichen Abendessen beisammen saß. Dem Bericht zufolge zeigten sich die Jäger gegenseitig ihre Gewehre und begutachteten diese, als sich aus einer Waffe ein Schuss löste. Die Carabinieri ermitteln, man gehe jedoch „von einer Verkettung tragischer Umstände“ aus. SE

Beitragsbild: Waffe entladen? Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen, weil elementarste Sicherheitsvorschriften nicht beachtet werden. Foto: SE

Tansania: Naturschutzaktivist vermutlich von Wilderern erschossen

Der südafrikanische Ökologe und Naturschutzaktivist Wayne Lotter ist am 16. August auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel in einem Taxi in Daressalam erschossen worden. Die Polizei vermutet, dass auf Lotter angesetzte Killer ihn gezielt aufgespürt und verfolgt haben, wie die englische Tageszeitung The Guardian berichtet. Dem zufolge überholte der Angreifer Lotters Taxi, stoppte es so und schoss zweimal, nachdem er Geld gefordert hatte. Lotter war Mitgründer der PAMS Foundation Tanzania, einer kleinen, aber effizienten und schlagkräftigen NGO, die sich der Bekämpfung der Wilderei verschrieben hat. Lotter wird nachgesagt, zahlreiche Wilderer und deren illegale Händler enttarnt und ins Gefängnis gebracht zu haben. Er soll mehrfach Morddrohungen erhalten haben. PAMS widmet sich nicht nur der Bekämpfung der Wilderei in Zusammenarbeit mit Polizei und Ermittlungsbehörden vor Ort, sondern bildet auch Wildhüter aus, unterstützt und initiiert Schulprojekte in von Wilderei betroffenen Gebieten und arbeitet mit Farmern zusammen, um Konflikte mit Wildtieren zu entschärfen.

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Brandenburg: Weiterer Wolf erschossen

+++ Namibia: Elefant tötet Großwildjäger +++

Ein bereits im Juni bei Ratzdorf (Landkreis Oder-Spree) von einem Angler tot aufgefundener Wolf ist erschossen worden, wie der rbb unter Berufung auf eine Mitteilung des Landesumweltamtes berichtet. DIes habe die Untersuchung des Kadavers durch das Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) ergeben. Da die Wölfin am Oderufer gefunden wurde, könne es auch sein, dass sie in Polen geschossen worden sei und dann auf die deutsche Seite getrieben sei. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. SE

Beitragsbild: Deich an der Oder (Symbolbild). Foto: SE

Toter Wolf im Schluchsee: LJV verurteilt illegale Tötung

Am 8. Juli 2017 wurde im Schluchsee ein toter Wolf gefunden. Wie nun das Umweltministerium Baden-Württemberg mitteilt, wurde der Rüde erschossen. Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann und sein Stellvertreter Wolf Riedl, gleichzeitig Kreisjägermeister im Hochschwarzwald, sind entsetzt.  „Wir verurteilen diese Tat. Der Abschuss ist für unsere Bemühungen um einen sachlichen und zielorientierten Umgang mit Wolf und Luchs ein herber Rückschlag“, erklärte Dr. Friedmann. Als Interessensvertretung der Jägerinnen und Jäger im Land und als anerkannte Naturschutzorganisation fordert der LJV eine konsequente Strafverfolgung.

Der LJV ist über die Tat auch deshalb verärgert, weil er sich seit Langem in Sachen Wolf einsetzt: Wir haben – gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland – bereits 2008 die Erstellung eines Handlungsleitfadens initiiert. Darin geht es um den Umgang mit zuwandernden Wölfen und einen Entschädigungsfonds für Nutztierrisse. Außerdem unterstützt der LJV seit 2010 mit rund 30 speziell geschulten wolfskundigen Jägerinnen und Jägern das Monitoring von in Baden-Württemberg auftretenden Wölfen.

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Wien: Keiler randaliert auf Kinderspielplatz

Update: Petition fordert „Justiz“ für getötetes Wildschwein…

Petition „Justiz für Wildschwein“ auf Change.org. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Update: Wenige Stunden nach dem Abschuss eines Wildschweins in Wien, das kurz zuvor Kinder auf einem Spielplatz in die Flucht geschlagen hatte (s.u.), regt sich Protest: Eine Michelle Missbauer hat auf Change.org eine Petition gestartet, die sich an die Staatsanwaltschaft Wien richtet und Gerechtigkeit für den erlegten Keiler fordert. „Das Veterinäramt hat den Abschuss freigegeben!“, erregt sich die Petentin: „Laut den Aussagen der Leute, die vor Ort waren, sei das Wildschwein jedoch in keinster Weise aggressiv“ gewesen! Die Zeitung habe bei der Berichterstattung „nicht die Wahrheit verfasst, weil die Kommentare der Leute eine andere Sprache sprechen!“ Und natürlich: „Die Behörden haben versagt!“ Eine Strafe sei das Mindeste, was nun gefordert wird, für dieses sinnlose Töten, meint Missbauer. Schon 108 Unterstützer haben die Petition gezeichnet, seit diese vor 16 Stunden (Stand 29.05. 11:05 Uhr) gestartet wurde.

Ein angeblich 250 Kilogramm schwerer Keiler hat am Samstag Abend Kinder auf einem Spielplatz im Gemeindbezirk Donaustadt im Norden Wiens attackiert. Das berichtet das Onlineportal Nachrichten.at. Der Keiler sei „wie aus dem Nichts“ gegen 20.45 auf dem Spielplatz erschienen und auf die Kinder losgestürmt. Die Kinder rannten weg, der Keiler schob sich in einem Gebüsch im Innenhof eines Gemeindebaus ein. Nach missglückten Versuchen, den angriffslustigen Keiler lebend zu fangen, wurde er mit Polizeihunden aus seinem Versteck gescheucht und von einem Mitglied der österreichischen SEK-Einheit Cobra vom Dach eines Polizeibusses aus erschossen. Zuvor sei die Wohnanlage wegen Gefahr im Verzug weiträumig abgesperrt und Polizeibeamte in den Treppenhäusern postiert worden, um sicherzustellen, dass kein Anwohner das Haus verlasse. Ein Polizeisprecher vermutete im Gespräch mit Nachrichten.at, dass der Keiler aus der Lobau, einem Donau-Auengebiet nordöstlich von Wien eingewandert sei.

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Sachsen: Jäger mit Schusswunde tot im Wald gefunden

In einem Waldstück bei Grimma ist ein Jäger am Dienstag tot im Wald gefunden worden. Der 67jährige war am Montag Nachmittag zur Jagd aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Angehörige machten sich auf die Suche, der Sohn des Verstorbenen fand ihn schließlich am Dienstag. Der Tote weis eine Schusswunde im Bauchbereich auf. Die Polizei geht bislang weder von einem Verbrechen noch von Freitod, sondern von einem Unglücksfall aus. Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung soll der Jäger sich den Bauchschuss durch unsachgemäßen Umgang mit seinem Jagdgewehr beigebracht haben. Die sterblichen Überreste des Mannes wurden zur Obduktion in das rechtsmedizinische Institut nach Leipzig verbracht. Die Ermittlungen dauern an. SE

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Sachsen-Anhalt: Jäger soll Ehefrau erschossen haben

In Brachstedt, einem Ortsteil der Gemeinde Petersberg im Saalekreis soll ein 63 Jahre alter Jäger seine 56 Jahre alte Ehefrau getötet und sich bei dem anschließenden Versuch einer Selbsttötung schwer verletzt haben. Gegen den Mann wird wegen Totschlags ermittelt. Die Eheleute lebten Medienberichten zufolge in dem Haus Trennung auf verschiedenen Etagen. Der Überlebende ist, wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtet, inzwischen vernehmungsfähig und macht von seinem Recht, die Aussage zu verweigern, Gebrauch. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der MZ. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Hessen: Jagdhund erschossen – Verfahren eingestellt

Das Ermittlungsverfahren gegen einen Schützen, der auf einer Drückjagd bei Blessenbach (Landkreis Limburg-Weilburg) einen Jagdhund erschossen hatte, ist von der Staatsanwaltschaft Limburg eingestellt worden. Das berichtet mittelhessen.de. Der Hund blieb nach der Jagd verschwunden, zu seinem Verbleib konnte bzw. wollte keiner der Jagdteilnehmer etwas sagen. Am nächsten Tag fand der Hundebesitzer den Leichnam des Hundes: Mit Ästen verblendet, die GPS-Halsung abgenommen, ausgeschaltet und fortgeworfen. Vier Tage nach der Jagd meldete sich der Unglücksschütze – es war der Jagdkönig, er hatte die meisten Sauen auf der Jagd geschossen. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber mittelhessen.de erklärte, sei das Ermittlungsverfahren eingestellt worden, weil die Schussabgabe fahrlässig, nicht vorsätzlich erfolgt sei. Zudem sei das Entfernen des GPS-Halsbands nicht als Diebstahl zu werten, weil der Täter es sich nicht angeeignet, sondern nur fortgeworfen habe. Ob sich aus dem Vorfall jagdrechtliche Konsequenzen ergeben steht noch nicht fest, es erscheint aber zweifelhaft. SE

Beitragsbild: Flinke Finger aufgepasst – hier bricht ein Jagdhund aus dem Mais, keine Sau. Foto: SE

Offizielle Bestätigung: Wolf „Arno“ wurde erschossen

Zu dem am vergangenen Wochenende im Umfeld der Lübtheener Heide tot aufgefundenen Wolf liegen weitere Erkenntnisse vor. Die Untersuchungen im Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierkunde Berlin (IZW) haben bestätigt, dass es sich bei dem nahe Woosmer gefundenen Wolf um „Arno“ handelt. Das Tier wurde durch einen gezielten Blattschuss getötet, der Halsbandsender wurde entfernt und vermutlich zerstört, denn er liefert keine Peildaten mehr.
„Der Täter ist offenbar mit großer krimineller Energie vorgegangen: Wölfe sind bekanntermaßen streng geschützt und nicht jagdbar. Alle Fakten und Befunde werden jetzt den Ermittlungsbehörden übergeben. Wir werden alles daransetzen, diese Straftat aufzuklären“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

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Drückjagd nimmt böses Ende für zwei Jagdhunde

Eine Drückjagd am Samstag im Lebacher Wald im Saarland nahm einen schlimmen Ausgang für zwei beteiligte Jagdhunde: Ein vierläufiger Jagdhelfer wurde von einem Jäger durch einen Schuss versehentlich tödlich getroffen, während der Hund einem Wildschwein nachjagte. Gezielt hatte der Jäger auf das Wildschwein. Ein anderer Jagdhund verursachte auf der B 268 zwischen Lebach und Schmelz einen Verkehrsunfall. Der Hund wurde leicht verletzt. PM Polizei

Beitragsbild: Jagdhund (Symbolbild). Foto: SE

Bayern: Polizistenmörder ist Jäger

In Georgensgmünd im Landkreis Roth (Bayern) sollten gestern (19.10.2016) die Jagd- und Sportwaffen eines sogenanten „Reichsbürgers“ wegen dessen Unzuverlässigkeit als Waffenbesitzer sichergestellt werden. Der 49-jährige eröffnete das Feuer auf die Polizisten, einer der Beamten ist mittlerweile seinen Verletzungen erlegen. Jetzt teilte der Präsident des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Johann Rast, mit, dass der Schütze Jagdscheininhaber war. Er habe mehr als dreißig Kurz- und Langwaffen legal besessen. Der Täter konnte leicht verletzt festgenommen werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen Mordverdachts.

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Hundeschießer legt Ämter nieder

Der Jäger, der seinen Jagdhund erschossen haben soll, weil er nicht gehorchte, wilderte und Stücke riss, ist von seinen Ämtern in der Kreisjägerschaft Pinneberg zurückgetreten. Das berichtet das Pinneberger Tageblatt. In seltener Einmütigkeit hatten Jäger und Tierschützer das Verhalten des Mannes verurteilt. Ob der Jäger sich wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz vor Gericht verantworten muss, steht dem Bericht zufolge noch nicht fest. SE

Beitragsbild: Jagdhund. Foto: SE

Weil er nicht gehorchte: Jäger soll seinen Hund erschossen haben

Ein Jäger aus Haseldorf im Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein) soll seinen jungen Jagdhund erschossen haben, weil dieser nicht gehorchte. Das berichten die Elmshorner Nachrichten. Demnach hatte der Weidmann, der Vorstandsmitglied der Kreisjägerschaft Pinneberg sein soll, sich den Jagdhund erst vor einigen Monaten als Junghund angeschafft. Das Tier soll die Erwartungen seines Besitzers nicht erfüllt haben: Dem Bericht zufolge wilderte der Hund und riss bei seinen ungenehmigten Ausflügen auch Wild. Dies ist nach Ansicht erfahrener Jagdhundeausbilder sicherlich mindestens zum Teil auch Fehlern in der Ausbildung anzulasten. Der Jäger soll den Hund, da er seiner Auffassung für die Jagd nicht taugte, erschossen haben. Der Vorfall kam nur ans Licht, weil der Mann freimütig davon erzählte.

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Toter Wolf bei Klietz – Staatsanwalt: „Ein Meisterschuss!“

+++ Weiterer toter Wolf gefunden +++ Landwirte und Politiker streiten über Wolf +++ Wolf-Kompetenzzentrum in Sachsen-Anhalt geplant +++ Prof. Stubbe: Zehn Wolfsrudel reichen +++

Im Fall des bei Klietz (Sachsen-Anhalt) tot aufgefundenen Wolfs (JAWINA berichtete) scheint sich der Verdacht zu erhärten, dass das Tier erschossen wurde. Ein Sprecher der ermittelnden Stendaler Staatsanwaltschaft sagte gegenüber der Volksstimme: Der tödliche Schuss auf den Wolf sei „ein Meisterschuss“ gewesen, „die Tötung sei von jemandem erfolgt, der mit einem Gewehr umgehen könne“. Eine Auffassung, die man so nicht unwidersprochen stehen lassen kann, schließlich benötigte der Schütze zwei Schüsse, um den Wolf zur Strecke zur bringen: Mit einem verletzte er das Tier nur, der zweite war dem Bericht zufolge „ein glatter Durchschuss“. Die Tierrechtsorganisation Peta hat derweil eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für die Ergreifung des Täters ausgesetzt – ein vergleichsweise mickriger Betrag, nachdem der WWF in einem ähnlichen Fall mit satten 25.000 Euro vorgelegt hatte.

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Wieder einer: Wolf bei Stendal erschossen

Am 5. August fanden Angler auf einem Buhnenkopf am östlichen Elbufer zwischen Klietz und Scharlibbe (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt) einen toten Wolf. Der sofort verständigte Amtstierarzt des Landkreises Stendal, Dr. Thoralf Schaffer, stellte fest, dass der Tod sehr wahrscheinlich durch zwei Schüsse aus einer Jagdwaffe verursacht wäre. Die Auffindesituation ließe den Schluss zu, dass der Wolf nicht durch die Elbe angeschwemmt wurde sondern vor Ort erlegt worden sei. Der Amtstierarzt hat den Kadaver in Augenschein genommen und geborgen. Nach einer Verständigung mit der Referenzstelle Wolfsschutz bei der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe und dem Landesamt für Verbraucherschutz brachte er das tote Tier umgehen in das Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin. Dieses Institut untersucht deutschlandweit alle verendeten Wölfe.

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Schweiz: Wolf M68 wurde erlegt

Der von den Behörden im Schweizer Kanton Uri zum Abschuss freigegebene Wolf M68 ist in der Nacht auf Donnerstag erlegt worden. Der Abschuss wurde von Wildhütern in Zusammenarbeit mit Jägern durchgeführt, die vom Kanton zum Wolfsabschuss bestimmt worden waren. Der DNA-Analysen zufolge aus Italien stammende Wolfsrüde M68 war im April erstmals von einer Fotofalle aufgenommen worden. Zuvor war er in der Schweiz nie nachgewiesen worden. In den zwei Monaten, nachdem er das erste Mal in Erscheinung getreten war, Riss er über 50 Schafe. In Gebieten, in denen der Wolf zum ersten Mal auftritt, gilt in der Schweiz eine sogenannte „Schadensschwelle“ von 25 Schafen bzw. anderen Nutztieren. Ist diese Schadensschwelle erreicht, so kann der Wolf zum Abschuss freigegeben werden. Die Sicherheitsdirektion des Kantons Uri hat diese Abschussverfügung am 14. Juli erlassen.

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Geköpfter Wolf: Ermittlungen eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat das wegen einem geköpft aufgefundenen Wolf eingeleitete Ermittlungsverfahren eingestellt. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Der illegal getötete und dekapitierte Wolf war im Sommer 2014 an einer Landstraße bei Lieberose – unter einem Naturschutzschild – im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald entdeckt worden. Auf Anfrage der Deutschen Presseagentur (dpa) erklärte die Staatsanwaltschaft, es hätten sich keine Zeugen gemeldet, die zur Aufklärung der Tat hätten beitragen können. Die Ermittlungen zu einem ähnlichen Fall, bei dem im Elbe-Elster-Kreis ebenfalls ein erschossener und geköpfter Wolf aufgefunden worden war, wurden wegen der schwierigen Spurenlage bereits vor einiger Zeit eingestellt. SE

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NRW: Jäger erschießt Einbrecher

In Neuenrade-Affeln hat ein 63 Jahre alter Jäger heute gegen 2.20 Uhr früh einen Einbrecher in seinem Haus überrascht. Der Einbrecher war über eine Leiter in das obere Stockwerk des Wohnhauses eingestiegen und hielt sich in einem Raum neben dem Schlafzimmer auf. Weil der Eindringling ein Messer besaß, fühlte sich der Hausbewohner bedroht und gab einen Schuss ab. Durch den Kopfschuss wurde der 18jährige Einbrecher lebensgefährlich verletzt. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Der Hauseigentümer sei „als Jäger berechtigt im Besitz einer Schusswaffe“, so die Polizei. Der 18-jährige ist albanischer Nationalität und war einer Unterbringungseinrichtung in Herford zugewiesen. Die näheren Umstände sind bislang ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft Hagen und die Mordkommission haben ihre Ermittlungen aufgenommen. Es bestehe jedoch bislang kein Anlass, an der Notwehr-Behauptung des 63jährigen zu zweifeln. PM

Beitragsbild: Leiter. Copyright: SE

Die Redaktion dankt JAWINA-Leser CK für den Hinweis!

Elefanten-Wilderer töten drei Ranger

Im Garamba Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo haben Elefantenwilderer vier Wildhüter und den Park-Manager beschossen, drei Ranger starben. Das teilte die Naturschutzorganisation African Parks in einer aktuellen Presseerklärung mit. Die vier Wildhüter und der schwedische Park-Manager Eric Mararv sind/waren für African Parks tätig. Ranger Dieudonné Tsago Matikul starb noch vor an Ort seinen Schussverletzungen, die Ranger Richard Sungudikpio Ndingba und Rigobert Anigobe Bagale wurden mit den anderen Verletzten von amerikanischen Spezialeinheiten des Afrikanischen Kommandos der Vereinigten Staaten (United States African Command, AFRICOM) in ein Militärlazarett im Südsudan geflogen, wo sie ihren schweren Verletzungen erlagen.

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Tansania: Wilderer schießen Wildhüter-Hubschrauber ab

In Tansania haben Wilderer am vergangenen Freitag einen Hubschrauberpiloten erschossen, der die Behörden des Landes bei der Verfolgung von Elefantenwilderern unterstützte. Der englische Pilot Roger Gower (37) arbeitete für den Friedkin Conservation Fund des amerikanischen Großwildjägers und Milliardärs Thomas H. Friedkin. Der Friedkin Conservation Fund unterstützt die Wildtier- und Jagdbehörden Tansanias im Kampf gegen Wilderer und führt kommunale Entwicklungsprojekte in ländlichen Gegenden des afrikanischen Landes durch. Der Friedkin Conservation Fund veröffentlichte auf seiner Internetseite einen Nachruf auf den Piloten. Er habe in Zusammenarbeit mit den Landesbehörden aktive Elefantenwilderer per Hubschrauber verfolgt. Er hatte die Kadaver dreier Elefanten entdeckt und umkreiste das vermutliche Versteck des Elfenbeins, als die Wilderer aus dem Busch sprangen und das Feuer eröffneten. Ein Projektil aus einer AK47 durchschlug den Pilotensitz. Ein zweite Person an Bord konnte den Helikopter noch landen, Gower starb jedoch, bevor Rettungskräfte eintrafen. Der Hubschrauber wurde schwer beschädigt zurück gelassen. Der überlebende Passagier wurde wegen kleinerer Verletzungen und eines Schocks infolge des Angriffs im Krankenhaus behandelt.

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Schweden: Jäger erschießt Bär in Notwehr

In der Nähe der Ortschaft Tärnsjö in der schwedischen Provinz Uppsala musste ein Jäger in einer Notwehrsituation einen Braubären aus drei Metern Entfernung erschießen. Das berichtet das schwedische Jagdmagazin Svensk  Jakt. Dem Bericht zufolge waren die Jäger auf einer Wildschweinjagd, als Mischlingshündin Ejka in dichtem Gestrüpp Standlaut gab. In der Annahme, Ejka hätte ein Wildschwein gestellt, schlich sich Hundeführer Donals Persson auf Zehenspitzen an. Er war nur noch wenige Meter von dem Hund entfernt, konnte aber in dem Dickicht immer noch nicht sehen, was Ejka gestellt hatte. Dann erhob sich die Bärin und ging sofort zum Angriff über. „Es fühlt sich krank an, und es ist traurig, aber ich hatte keine Wahl, ich musste schießen“, erklärte Persson gegenüber Svensk Jakt. Die starke Bärin führte keine Jungtiere und war nicht trächtig. Das Gebiet im südlichen Schweden gilt als bärensicher.

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Schreckliches Unglück: Vater erschießt versehentlich seine Tochter

Im Hohenlohekreis in Baden-Württemberg hat ein 52 Jahre alter Mann am Neujahrstag versehentlich seine 16jährige Tochter erschossen. Der Jäger hantierte in der Wohnung mit der legal besessenen Schrotflinte, als sich mindestens ein Schuss löste und das Mädchen traf. Sie war sofort tot, Wiederbelebungsversuche des herbeigerufenen Notarzts blieben erfolglos. Die Familie des getöteten Mädchens steht unter Schock und wird von einem Notfallseelsorger betreut. Eine polizeiliche Vernehmung war noch nicht möglich. Hinweise auf einen Konflikt gibt es der Polizei zufolge aber nicht. Der Vater besaß mehrere Jagdwaffen die ordnungsgemäß in einem Waffenschrank aufbewahrt wurden. SE

Beitragsbild: Mündung einer Bockdoppelflinte (Symbolbild)

Brandenburg: Schon wieder Wolf erschossen

In Siegadel, einem Ortsteil von Goyatz in der Gemeinde Schwielochsee im Landkreis Dahme-Spreewald (ca. 70 Kilometer südöstlich von Berlin) hat ein Pilzsucher – anderen Berichten zufolge ein Pilze suchender Jagdpächter – am Samstag einen toten Wolf entdeckt. Medienberichten zufolge war der Kadaver beim Fund noch warm, das Projektil soll in der Schulter des Wolfs gesteckt haben. Nach Einschätzung des Finders könnte der Wolf mit dieser Verletzung noch lange gelebt und eine entsprechende Fluchtstrecke zurückgelegt haben. Die sterblichen Überreste des Wolfs werden obduziert, die Polizei ermittelt. SE

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Sachsen: Wolf getötet, LKA ermittelt

In der Nacht vom  25. zum  26. Juli 2015 wurde im Landkreis Görlitz, in der Nähe der Bundesautobahn 4, ein Wolf getötet. Nach ersten Erkenntnissen ist das Tier erschossen worden. Hierzu haben Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen die Ermittlungen wegen der illegalen Tötung des Wolfes übernommen. Die Einsatzmaßnahmen vor Ort dauern gegenwärtig noch an. Es ist bereits der fünfte Fall einer gesetzwidrigen Wolfstötung in Sachsen, welcher kriminalpolizeilich untersucht wird. PM Polizei Sachsen

Beitragsbild: Bildschirmfoto der Internetseite der Polizei Sachsen mit der zitierten PM. Copyright: Polizei Sachsen