Schlagwort-Archive: Erntejagd

Sachsen-Anhalt: Jäger trifft Traktor

+++ Wolf (und Katze) im Vorgarten: Eine Wildkamera in einem Vorgarten in Krempel (Schleswig-Holstein, Landkreis Dithmarschen) dokumentiert den Besuch eines Wolfs im Vorgarten +++ Mit Fuchs verwechselt: Schweizer Jäger schießt Fuchs +++

Bei einer Maisjagd in der Nähe von Colbitz (Landkreis Börde) hat ein 67jähriger Jägeram Mittwoch Mittag von einem Hochsitz aus ein Stück Schwarzwild beschossen. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei verfehlte der Jäger das Ziel und schoss erneut auf das nunmehr flüchtige Stück. Hierbei prallte ein Projektil ab und durchschlug eine Fahrzeugscheibe eines Schleppers (während der Maisernte). Der 18jährige Fahrer der landwirtschaftlichen Maschine sowie der Schütze erlitten einen Schock und wurden ambulant behandelt. Die Waffen sowie die Munition wurden vorübergehend sichergestellt, weil der Jäger nach der ambulanten Behandlung vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Die Ermittlungen dauern an. PM

Beitragsbild: Maisjagd. Foto: SE

M-V: Mann bei Erntejagd verletzt

Bei einem Jagdunfall auf einem Feld bei Mustin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist am Dienstagnachmittag ein 62-jähriger Mann verletzt worden. Der Jäger kam mit einer Verletzung am Unterarm ins Krankenhaus. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der 62-Jährige mit einem anderen Jäger ein Wildschwein auf einem fast abgeernteten Maisfeld bejagt. Beide Männer sollen abwechselnd auf das Schwein geschossen haben. Dabei soll es zu diesem Vorfall gekommen sein. Ob der 62-Jährige direkt von einem Projektil oder von einem Querschläger getroffen wurde, ist noch unklar. Die Polizei stellte die Waffen von beiden Jägern sicher. Nun muss die Kriminalpolizei die genauen Umstände des Vorfalls klären. PM

Beitragsbild: Erntejagd. Foto: SE

DJV und Bauernverband: Wildschweine verstärkt bejagen

Die Afrikanische Schweinepest ist nur noch 300 Kilometer von Deutschland entfernt, bedroht sind Haus- und Wildschweine. Das Ansteckungsrisiko im Seuchenfall lässt sich bereits jetzt durch effektive Jagd senken. Die anstehende Maisernte bietet eine gute Möglichkeit dazu.

Ab Mitte September beginnt die Maisernte: Für Jäger eine gute Möglichkeit, die Schwarzwildbestände in der Feldflur und somit im Seuchenfall das Ansteckungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu reduzieren. Denn Wildschweine lieben Mais und verbringen ab August viel Zeit in den Feldern. Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) appellieren an Jäger, über die gesamte Jagdsaison jede Gelegenheit zu nutzen, Schwarzwild zu bejagen. Die ASP-Ausbreitung findet derzeit hauptsächlich über verunreinigte Lebensmittel statt. Auch infizierte Wild- und Hausschweine übertragen das Virus. Über Tschechien ist die Tierseuche inzwischen bis auf 300 Kilometer an Deutschland herangerückt. Für Menschen ist die Afrikanische Schweinpest ungefährlich.

Weiterlesen

DJV gibt Hinweise zur Sicherheit bei der Erntejagd

Wenn Landwirte auf den Feldern die Ernte einholen, bietet sich Jägern die Chance, vor allem Wildschweine zu bejagen. In der sonst dicht bewachsenen Feldflur ist die Erntejagd eine effektive Methode. Dabei steht die Sicherheit ganz vorn, Hinweise gibt der DJV.

Die Getreide- und Rapsernte bietet Jägern die Möglichkeit zur sogenannten Erntejagd. Nachdem die dicht bewachsenen Felder bisher wenig Chancen auf Jagderfolg boten, besteht von Juli bis Oktober die Gelegenheit, vor allem Wildschweine zu bejagen. Das ist wichtig, da die Schwarzwild-Population dank idealer Lebensbedingungen in der Feldflur stark wächst. Das Eingreifen in die Bestände ist auch aufgrund des Risikos der Afrikanischen Schweinepest notwendig, eine Seuche, die sich von Ost- nach Mitteleuropa ausbreitet und auch Hausschweine bedroht.

Sicherheit geht jedoch vor Jagderfolg: Jäger und Landwirte sollten Erntejagden eng abstimmen und sorgsam vorbereiten. Alle beteiligten Personen sollten aus Sicherheitsgründen gut und weithin sichtbar sein – idealerweise durch das Tragen von Warnwesten. Zur Planung gehört auch, Warnschilder an Straßen aufzustellen und an das Jagdgebiet angrenzende Pferde- oder Viehhalter zu informieren.

Weiterlesen

BH schützt vor Schussverletzung – Verfahren gegen Jäger eingestellt

Das Verfahren gegen einen Jäger, der im August 2015 einen Schuss auf ein Wildschwein abgab, wobei durch einen Querschläger eine Radfahrerin im Brustbereich verletzt wurde (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Wismar gegen eine Geldauflage eingestellt worden. Der Metallbügel in dem BH, den die Radlerin trug, bewahrte sie damals vor schlimmeren Verletzungen. Der 54 Jahre alte Jäger hat die vom Gericht im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs verhängte Geldauflage in Höhe von mehreren hundert Euro bereits an die Geschädigte gezahlt. Damit seien die beschädigte Kleidung und ein Schmerzensgeld für die Radfahrerin berücksichtigt worden, erklärte eine Gerichtssprecher. Dem Jäger war vom Gericht vorgehalten worden, den Schuss ohne ausreichenden Kugelfang abgegeben zu haben. Er hätte auch die Gefahr durch Querschläger berücksichtigen müssen. SE

Beitragsbild: Bustier, Autor: Tranquil Garden, Quelle: Wikipedia, verööfentlicht nach Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 generisch“

Erntejagd: Sicherheit vor Erfolg

Vielerorts hat die Ernte von Mais begonnen, eine der letzten verbleibenden Feldfrüchte im Herbst. Für Jäger ergibt sich eine Möglichkeit, Wildschweine effektiv in der Feldflur zu bejagen. Zwei aktuelle DJV-Videos geben wertvolle Sicherheitstipps für die Erntejagd und erläutern die Notwendigkeit.

Mais wird vom Schwarzwild von der Milchreife Anfang August bis zur Ernte im Oktober gerne als Nahrung und Lebensraum genutzt, es kommt zu Fraß-, Tritt- und Lagerschäden. Die Ernte bietet in vielen Revieren oftmals die einzige Chance, regulierend in die Population einzugreifen. Wenn die Mais-Häcksler anrücken, sind die Wildschweine gezwungen, das schützende Blattwerk zu verlassen, um neue Einstände zu suchen – und können effektiv bejagt werden. „Die Sicherheit hat bei der Erntejagd für alle Beteiligten oberste Priorität”, sagt Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied im Deutschen Jagdverband (DJV). Deshalb ist im Vorfeld eine fundierte Planung notwendig, die beispielsweise auch das Aufstellen von Warnschildern an Straßen oder die Information von angrenzenden Pferde- und Viehhaltern beinhalten sollte.

Weiterlesen

Niedersachsen: Rechtssicherheit für Halbautomaten bei der Erntejagd?

Die Landesregierung Niedersachsen musste sich nochmals mit dem Thema Halbautomaten bei der bevorstehenden Erntejagd befassen: Die Landtags-Abgeordneten Hermann Grupe, Hillgriet Eilers und Dr. Stefan Birkner (FDP) gefragt:

Hat die Landesregierung zur Erntejagd Rechtssicherheit für Jäger geschaffen?

Der Antwort von Landwirtschaftsminister Christian Meyer namens der Landesregierung ist folgende erläuternde Vorbemerkung der Abgeordneten vorangestellt:

„Seit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem März 2016, das die Verwendung halbautomatischer Langwaffen bei der Jagd infrage gestellt hatte, herrscht Unsicherheit bei den Jägerinnen und Jägern. Es ist nicht klar, ob die betroffenen Waffen weiterhin bei der Jagd verwendet werden dürfen. Aus diesem Grund hat der Bundestag im Juli 2016 eine Änderung des Bundesjagdgesetzes beschlossen, nach der halbautomatische Waffen mit Wechselmagazin weiterhin bei der Jagd eingesetzt werden dürfen, wenn nicht mehr als drei Patronen geladen sind. Die Jagdgesetzänderung verlangt jedoch die Zustimmung des Bundesrates, der sich frühestens am 23. September mit der Thematik befassen kann.

Weiterlesen

Bayern: Jäger schießt Mitjäger in den Fuß

Ein 67-Jähriger hat sich am Donnerstagnachmittag während einer Jagd bei Zell am Main im Landkreis Würzburg eine Schussverletzung am linken Fuß zugezogen. Offenbar hatte ein weiterer Jäger eine Wildsau verfehlt und seinen Kollegen getroffen, der außer Sichtweite war. Der Verletzte wurde mit dem Rettungswagen in ein Würzburger Krankenhaus gebracht. Dem Sachstand nach befanden sich insgesamt vier Männer im Alter zwischen 67 und 74 Jahren im Bereich eines Maisfeldes zwischen den Ortschaften Zell und Hettstadt auf Jagd. Während der Acker abgeerntet wurde, gab der 74-Jährige gegen 16.00 Uhr offenbar zwei Schüsse auf ein flüchtendes Wildschwein ab. Ein Schuss verfehlte das Tier und traf stattdessen den Jägerkollegen am Fuß.

Weiterlesen

Göttingen: 14jähriger durch Schüsse verängstigt

In der Nähe von Göttingen soll ein Jäger mehrere Schüsse in Richtung eines 14jährigen Jungen abgegeben haben, der mit seinem Fahrrad auf dem Schulweg an einer Drückjagd bei einem Maisfeld vorbeifuhr. Einem Bericht des Göttinger Tageblatts zufolge soll der Junge die Schüsse gehört und, durch ein Gebüsch in die Richtung guckend, einen Jäger bemerkt haben, der genau in seine Richtung zielte. Er habe sich dann hingeworfen, gebrüllt und seine signalrote Schultasche geschwenkt. Trotzdem sollen noch drei Schüsse auf eine krank geschossene Sau abgegeben worden sein, von denen einer gar unmittelbar vor dem Teenager im Maisfeld eingeschlagen sein soll. Dann soll auch noch ein „blutendes, humpelndes“ Wildschwein zwei Meter vor ihm aus dem Gebüsch gebrochen und entflohen. Der verängstigte Junge suchte sein Heil in der Flucht, war aber noch geistesgegenwärtig genug, sich das Kennzeichen eines Autos der Jäger zu merken. Er erstattete Anzeige, die Polizei ermittelt. Verletzt wurde niemand.

SE

Aus gegebenem Anlass weist der Deutsche Jagdverband (DJV) auf die Sicherheitsvorschriften bei Drückjagden hin. Auf der Internetseite des Verbandes sind Formulare zu Vereinfachung der Jagdorganisation eingestellt. Die Pressemitteilung des DJV zum Thema im Wortlaut:

Weiterlesen

Grauenhafter Unfall: Jäger geriet in Maishäcksler

Bei Paulinenaue nördlich von Berlin ist ein 81 Jahre alter Jäger in einen Maishäcksler gezogen und schwer verletzt worden. Der Unfallhergang ist noch nicht genau geklärt. Die B.Z. schreibt, der Mann habe sich „in“ dem Maisfeld aufgehalten – angesichts der Arbeitsbreite und -Geschwindigkeit moderner Erntemaschinen eine ganz schlechte Idee – und habe den herannahenden Häcksler nicht rechtzeitig gehört. Der plausibleren Version der MAZ zufolge stand der Jäger dicht an dem zu erntenden Feld, als der Häcksler dem Jäger versehentlich zu nahe kam. Der betagte Weidmann wurde in das Innere des Häckselwerks gezogen und musste von den alarmierten Rettungskräften aus der Erntemaschine befreit werden. Er zog sich schwere Verletzungen an beiden Beinen zu und wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum gebracht. SE

Beitragsbild: Häcksler (Symbolbild, Copyright: SE)

Jawina dankt Leser NoS für den Hinweis!

Erntejagd – Stand der Technik

Ein Gastbeitrag von Dr. Armin Freund

Wie einige bedauerliche Vorfälle bei Erntejagden jüngst gezeigt haben (Jawina hat darüber berichtet), hat sich anscheinend noch nicht ausreichend herumgesprochen, wie solche Jagden unter Sicherheitsgesichtspunkten durchgeführt werden müssen. Auch der alles entscheidende Punkt, Sicherheit muss stets vor Jagderfolg gegen, wird nicht ausreichend berücksichtigt. Hier deshalb ein paar Anhaltspunkte, zur Durchführung von Erntejagden, die den heutigen Sicherheitsstandards genügen.

Ein Jagdleiter muss alle Fäden in der Hand behalten. Er weist den Teilnehmern ihre Stände zu, führt die Sicherheitsbelehrung durch, erläutert den zeitlichen Ablauf und die Freigabe. Vorher hat er mit dem Landwirt die Jagd besprochen. Auch eine intensivere Absprache mit dem Häcksler- oder Mähdrescherfahrer unmittelbar vor Jagdbeginn ist notwendig. Dabei kann dann auch abgesprochen werden ob und wenn ja, wo und wann Schneisen in den Schlag gelegt werden. Der Jagdleiter hat auch Vorbereitungen getroffen, wie mit erlegten Stücken verfahren wird. Das ist bei Schwarzwild besonders wichtig, da Stücke leicht verhitzen können, wenn sie nicht rechtzeitig versorgt und gekühlt werden.

Weiterlesen

Es ist wieder Jagdunfall-Saison…

Gleich drei aktuelle Jagdunfälle gibt es heute zu vermelden und zu beklagen, Jagdgegner können sich die Hände reiben, dass die Jäger ihnen so viel Munition gegen die Jagd liefern: Bei Elztal im Neckar-Odenwald-Kreis hat es einen 12jährigen Jungen erwischt, der als Beifahrer auf dem Häcksler mitfuhr, den sein Vater steuerte. Das Kind wurde von einem Querschläger am Bein getroffen und schwer verletzt. Den Schuss hatte eine Jägerin auf einen Fuchs abgegeben. Der Junge konnte inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Im Lübecker Stadtteil St. Jürgen hat ein Jäger, der an der Wakenitz Enten schießen wollte, eine Radfahrerin vom Rad geholt. Die 37jährige überquerte gerade eine Brücke über das Flüsschen, als sie eine vermutlich abgelenkte Schrotkugel am Oberschenkel traf. Sie stürzte vom Rad und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Weiterlesen

Vorsicht bei der Erntejagd

In zwei sehenswerten Videos gibt der DJV Tipps zur Sicherheit bei Erntejagden.

Die Getreideernte ist in vollem Gange, danach folgt die Ernte von Raps und Mais. Jetzt bietet sich dem Jäger eine gute Möglichkeit Wildschweine effektiv zu bejagen, denn diese leben mittlerweile bis zu fünf Monate im Jahr komplett in den Feldern. Aber Vorsicht! „Bei der Erntejagd ist Sicherheit oberstes Gebot!“, mahnt Dr. Böhning, ‚Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV). In zwei Videos (Erntejagd Teil1 – Sicherheit und Erntejagd Teil 2 – Notwendigkeit) hat der Verband die wichtigsten Sicherheitshinweise zusammen gestellt und erklärt, warum die Erntejagd notwendig ist.

Der DJV empfiehlt Jägern, grundsätzlich nur von erhöhten Einrichtungen, wie etwa Hochsitzen zu schießen, da ein „Kugelfang“ immer gewährleistet sein muss. „Kugelfang bedeutet nicht Feldkante oder Gebüsch, sondern ausschließlich gewachsener Boden“, so Böhning. Das Schießen in Richtung einer Hügelkuppe oder parallel zum Boden verbietet sich ebenfalls. Ideal für Erntejagden sind mobile Drückjagdböcke, die während des Ernteverlaufs umgesetzt werden können. Alle beteiligten Personen müssen zudem Warnkleidung tragen. Natürlich gelten die grundlegenden Regeln der Waidgerechtigkeit: Angesprochen wird vor dem Schuss.

Weiterlesen

Auftakt zur Jagdunfallsaison

Auf den Feldern laufen die Erntearbeiten auf Hochtouren – und schon sind erste Jagdunfälle bei Erntejagden zu vermelden: So wurde am Freitag eine 51-jährige Jägerin bei einer Schwarzwildjagd in der Wetterau (Hessen) von einem Geschoss schwer, aber nicht lebensgefährlich an der Hüfte verletzt, wie die Frankfurter Rundschau meldet. Den Schuss hatte ein 52-jähriger Mitjäger abgegeben. Unklar ist, ob die Frau von dem Geschoss auf direktem Weg getroffen wurde, oder ob es sich um einen Abpraller oder Geschosssplitter handelt.

Weiterlesen

Rügen: Jagdunfall bei der Rapsernte

Am 3. August 2013 ereignete sich in den Mittagsstunden ein Jagdunfall bei einer Rapsernte auf einem Feld in der Nähe von Bergen, bei dem ein Traktorfahrer lebensbedrohlich verletzt wurde. An diesem Tag fanden Erntearbeiten auf dem Feld statt. Ein Jäger (63) aus Nordrhein-Westfalen befand sich ebenfalls in der Nähe auf einem Hochsitz, um aus dem Feld flüchtendes Wild zu erlegen. Während der Mäharbeiten lief eine Bache mit Frischlingen aus dem Raps, auf die der Jäger schoss.

Weiterlesen